Freitag, 13. Dezember 2019

Argali


Wie ich schon vor einigen Wochen schrieb; ich bin sehr pessimistisch, ob die Extinction Rebellion mit ihren Methoden viel erreichen wird, aber das durch unsere rücksichtslose kontinuierlich vorangetriebene Ausrotten anderer Spezies ist ein Hauptgrund dafür sich ein Verschwinden von Homo Sapiens zu wünschen.
Einige wenige Tierarten kurz vor dem Exitus haben wenigstens eine Lobby, werden meist aufgrund ihrer Niedlichkeit oder beeindruckenden Größe wenigstens betrauert, wenn auch sie ausgerottet sind.

So starb am vor zwei Wochen das letzte in Malaysia lebende Sumatra-Nashorn.

[…..] Das letzte Sumatra-Nashorn Malaysias ist tot. Das Weibchen namens Iman sei am Samstag auf der Insel Borneo eines natürlichen Todes gestorben, teilte die Umweltstiftung WWF am Sonntagabend mit. Die Art sei demnach in Malaysia ausgestorben. [….]

Der durch die ARD-Serie Papageien, Palmen und Co in Deutschland sehr bekannte majestätische Spix-Ara ist ebenfalls in der freien Wildbahn ausgestorben.

[….] Es geht auch um eine der seltensten Vogelarten der Welt, den Spixara. Er wurde 2018 für in freier Wildbahn ausgestorben erklärt. Als der letzte wilde Vogel um das Jahr 2000 herum verschwand, gab es in Gefangenschaft weltweit noch 42 Exemplare. [….]

Homo Sapiens ist sehr bemüht mehr und mehr Tier- und Pflanzenarten für immer von diesem Planeten zu tilgen.

[….] Der Niedergang der biologischen Vielfalt geht unvermindert weiter
Kein Ende der Abwärtsspirale in Sicht: In ihrer aktuellen Roten Liste hat die Weltnaturschutzunion IUCN am 10. Dezember 2019 insgesamt 30.178 Tier- und Pflanzenarten als bedroht aufgeführt – das sind mehr als jemals zuvor. [….] Ob Primaten, Schuppentiere, Haie oder Eukalyptus: Bei vielen Spezies hat sich der Niedergang in den letzten Jahren noch beschleunigt. „Der Mensch ist der größte Feind der biologischen Vielfalt. Lebensraumzerstörung, Wilderei sowie die Klimakrise machen uns zum Artenkiller Nummer Eins“, kommentierte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland die neuen Zahlen der IUCN. [….]
Immer deutlicher wird auch die Gefährdung der Artenvielfalt durch die Erderhitzung. Das gilt sowohl an Land als auch im Meer. 37 Prozent der australischen Süßwasserfischarten sind laut IUCN inzwischen bedroht, über die Hälfte von ihnen leidet direkt unter extremen Wetterbedingungen wie Wassermangel oder einer erhöhten Wassertemperatur. Zusätzlich zur Klimakrise besteht in den Meeren weiterhin hoher Druck durch unregulierte Fischerei. [….]
Der Verlust der Artenvielfalt stellt heute eine der schlimmsten Katastrophen weltweit dar. Etwa zwei Millionen Tier- und Pflanzenarten sind bislang beschrieben worden. Doch zehn Millionen Arten soll es auf der Erde geben, vielleicht auch mehr. Unzählige davon verschwinden jedes Jahr.
Neuste Erhebungen gehen davon aus, dass sich die Aussterberate durch menschliche Einflüsse mittlerweile um den Faktor 1000 gegenüber der natürlichen Rate erhöht hat. [….]

So viel Tod – nur weil die parasitären Menschen sich von ihren Religionen getrieben explosionsartig vermehren.

(….) Siebeneinhalb Milliarden Individuen sind einfach zu viel, wenn man so einen gewaltigen Ressourcen-Verschleiß aufzuweisen hat.

Wir roden die letzten Wälder, treiben den Meeresspiegel hoch, lassen die Gletscher schmelzen, verseuchen die Böden, trocknen Seen aus, verdrängen so effektiv andere Tierarten, daß täglich mehrere aussterben.
Wir erodieren, planieren und asphaltieren Gebirge, buddeln Kohle aus, pumpen Gas und Öl aus der Tiefe, generieren Ozonloch und CO2-Hüllen.

Homo Sapiens lebt auf Kosten der anderen Spezies.
Homo Sapiens vermehrt sich inzwischen nahezu ungehindert.

Pro Jahr werden es 83.686.000 Menschen mehr, das sind 229.277 Menschen pro Tag; 159 Menschen pro Minute und 2,7 Menschen pro Sekunde.

Ein paar von denen kann man aushalten, aber ein Zehntel würde locker ausreichen. 750 - 800 Millionen betrug die Gesamtweltbevölkerung Ende des 18. Jahrhunderts. Die Eine Milliarde-Menschen-Marke wurde 1804 geknackt. Reicht das nicht?

Schon damals konnten wir Ebenbilder Gottes bekanntlich Kriege, Genozide und Ausbeutung ganzer Kontinente vollbringen, weil es genug Soldatennachschub gab, weil die Frauen im Durchschnitt so viele Söhne hatten, daß sie es hinnahmen, daß ab und zu einer davon „auf dem Feld der Ehre“ zerhackt oder zerfetzt wurde.

Der enorme Bevölkerungsdruck, die Verzehnfachung der Menschen in 200 Jahren führte aber zu noch viel mehr Konflikten, Kampf um Ressourcen, Massenmigrationen, Fluchtwellen.

In den Teilen der Welt, die ein sehr geringes Bevölkerungswachstum ausweisen, oder gar wie Deutschland, Japan, Südkorea und die baltischen Länder (Fertilitätsrate bis 1,3) schrumpfen, ist die Kriegsmüdigkeit hingegen recht ausgeprägt.
Verständlich, denn wenn man/frau bloß ein Kind hat, geht es ihm einerseits ökonomisch besser, so daß es weniger wahrscheinlich auf die Idee kommt Soldat zu werden und andererseits sind die Eltern auch protektiver, lassen ihre Kindern weniger gern in den Krieg ziehen.

Länder mit den höchsten Fertilitätsraten – Gaza 4,9 Jemen 5,0 Ruanda 5,3 Kongo 5,8 Uganda 6,1 Somalia 6,3 Ost-Timor 6,3 Afghanistan 6,4 – sind offenbar auch besonders unfriedlich, weil die enorme Kinderzahl die Ressourcen erschöpft, Konkurrenz entsteht und Eltern auch eher mal den Tod eines ihrer Blagen verkraften.

Wir brauchen also weniger Menschen und daher weniger Nachwuchs.
Es ist wohl auch kein Zufall, daß die Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte auch die mit den geringsten Geburtenraten sind. (…..)

Ein wundersames und beeindruckendes Tier, das als stark gefährdet gilt, möchte ich besonders erwähnen: Das Argali, Ovis ammon oder Riesenwildschaf.

Böcke dieses größten Schafes der Erde können deutlich über 200 kg wiegen und eine Schulterhöhe von 135 cm erreichen.
Die vor Jahrtausenden in ganz Asien verbreiteten friedlichen Vegetarier fressen nur Kräuter und Gräser, wurden aber so sehr vom Menschen dezimiert, daß sie bisher nur ihre Fähigkeit rettete, enorm widrige Bedingungen zu ertragen. Argalis leben in Höhen bis zu 5750 m und haben sich heute auf die Gebirgsketten des  Altai-Gebirge, Tibets, Tianshans, Nepals und des Pamirgebirges zurückgezogen.

Sie sind gesellig, meiden aber das andere Geschlecht, so daß es interessanterweise rein weibliche und rein männliche Herden gibt.
Innerhalb der homogenen Männergruppen wird zur Beginn der Brunft eine Hierarchie ausgefochten und die ranghöchsten Böcke scheren aus dem Gruppenverband aus, um die Damen zu besuchen.

Ein so großes stattliches Schaf mit den gewaltigen Hörnern zu erlegen, ist offenbar aufregend für Homo Sapiens und so verschwinden die letzten Bestände.

[…..] Durch Trophäenjagd und Konkurrenz mit Haustierherden sind die Argalis heute fast überall selten geworden oder ganz verschwunden. In Nordostchina, Teilen der Mongolei, den größten Teilen Südsibiriens, Kasachstans und Usbekistans wurden die Tiere bereits ausgerottet. Im Himalaya, der Inneren Mongolei und in den meisten Teilen Tibets und Xinjiangs sind sie heute selten geworden. In Russland leben nur noch wenige im Altaigebirge.
Alle Arten nehmen im Bestand ab, und die Gesamtzahl der Argalis dürfte sich auf weniger als 80.000 Tiere in ganz Asien belaufen. Am ehesten halten sie sich heute noch in Tadschikistan, Kirgisistan und Teilen der Mongolei auf. Die IUCN führt die Argalis im Status gering gefährdet (near threatened). Der Karatau-Argali gilt als „vom Aussterben bedroht“, der Gobi-Argali und Kysylkum-Argali als „stark gefährdet“ und alle anderen Arten als „gefährdet“. [….]
(Wikipedia)








Weil sich reiche weiße Männer so unheimlich geil fühlen, wenn sie mit Laserzielvorrichtungen und Maschinengewehren eins der letzten Argalis abknallen, werden exklusive Killertrips in die Mongolei verkauft. Da darf man dann garantiert einen Bock schießen und sich stolz grinsend mit dem toten Schädel fotographieren lassen.

 [….] Gobi Argali (ovis ammon darwini) Hunting season 01. July to 30. September: 14 days of travel • about 10 - 12 hunting days • [….]
• All transports in hunting in Mongolia
• Excellent team of hunting guides, interpreters and trackers
• Organization of the entire hunting trip
• Weapon import permit
[….] per hunter for the price of US $ 82,000.00 […..]

82.000 Dollar für zehn Tage Argali-Killen – ein Schnäppchenpreis für so einen Spaß.

Wer sowas tut?
Männer, die unter einem enormen Small-Penis-Syndrome leiden, steinreich und insbesondere miese Arschlöcher sind.

Wer fällt einem bei der Beschreibung als Erstes ein? Richtig, die Trumps!
Insbesondere die kleinen Blitzbirnen Eric und Don Jr. lieben es mordend durch die Welt zu ziehen.





Ganz tolle Jungs, Eric und Don Jr., so unheimlich mutig und männlich.
Don Jr. bewundert auch andere Killer.


 Dank seines Papis machte sich Don Jr nun zu seiner eigenen superexklusiven Argali-Jagd auf und knallte nach Herzenslust in der Mongolei gefährdete Tierarten ab. Während Junior mit Laserzielvorrichtung nachts auf die Riesenschafe schoss, wurde er von Security-Teams aus den USA und der Mongolei begleitet und abgeschirmt. Nicht daß sich der mutige Jäger noch einen Zeh stößt oder von einem weghoppelnden Hasen erschreckt wird. 
Das war zwar illegal, aber was macht das schon, wenn man das verwöhnte Söhnchen des mächtigsten Mannes der Welt ist?

[….] Er hat es offenbar wieder getan: Donald Trump Junior, der schon des Öfteren wegen seiner Vorliebe für Großwildjagden in der Kritik stand, hat während einer Reise in die Mongolei ein seltenes Riesenwildschaf - ein Argali - erlegt. Bereits im August soll der Sohn des US-Präsidenten das Tier sowie einen Rothirsch erschossen haben, wie ProPublica berichtet. Dabei hat Trump Junior sich offenbar über mongolisches Recht hinweggesetzt: Zum Zeitpunkt der Jagd soll er keine offizielle Abschuss-Erlaubnis für das seltene Tier gehabt haben.
Diese Erlaubnis wurde dann im Nachgang ausgestellt - nachdem der Trump-Sohn den Präsidenten der Mongolei Anfang September getroffen hatte. Trump soll den Jagd-Trip auf einer Auktion ersteigert haben. Allerdings ist der Abschuss eines Argalis nur mit einer zusätzlichen Erlaubnis legal. Laut einem der Jagdhelfer habe Trump Junior das Argali in der Nacht erlegt und die Helfer daran gehindert, das Tier auszunehmen und zu zerteilen. Stattdessen habe er es in Folie verpacken und mitnehmen lassen. [….]

Ein Held!

Eine wundervolle Familie, diese Trumps.
Natürlich, Präsident Trump ist ein Riesenarschloch, aber darüber darf man nicht vergessen, daß seine gesamte Brut genauso verkommen ist.

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Franz outet sich – Teil XXII


Am frühen Abend des 13. März 2013 einigten sich 115 stockkonservative Kardinäle, darunter kein Verheirateter, keine Frau und nur fünf unter 60 Jahren, die meisten im Alter zwischen 70 und 80, im fünften Wahlgang auf einen neuen Boss.
50 der wahlberechtigten Kardinäle wurden von dem Kinderfickerfreund Johannes Paul II. und 67 von Kinderficker-Vertuscher Benedikt XVI. ernannt.
Gewählt wurde – Überraschung – ein konservativer alter Mann: Der Erzbischof von Buenos Aires, 76, zukünftiger Franziskus.

Franz tat vor Allem das nicht, das er nicht tun sollte: Frauen die gleichen Rechte wie Männern zu gewähren, Schwule zum Priesterseminar zuzulassen oder den Zölibat zu lockern.

(…..) Die Befürchtungen, ein zu sympathischer Jorge Bergoglio könne das Bemühen der Atheisten zu Nichte machen und die westlichen Menschen zurück in die Arme der RKK locken, haben sich glücklicherweise inzwischen völlig zerstreut.
Franz ist nicht nur deutlich kinderfickerfreundlicher als sein Vorgänger – und das war immerhin der Typ, der als Präfekt der Glaubenskongregation weltweit unter Androhung schwerster Kirchenstrafen verbot Kinderfickerpriester den Behörden zu melden – sondern bereichert die Scheußlichkeit des Vatikans mit seinen immer wieder kehrenden Ermunterungen zur Gewalt.
Kinder schlagen? Findet er gut!

Zuletzt plapperte der lustige einlungige Argentinier davon, er schlage denjenigen nieder, der seine Mutter beleidige und daß es im Übrigen „schön“ sei Kinder zu schlagen – solange man nicht ihre Würde verletze.

Während sich der in prächtige Goldroben, damenhafte Hermelin-Hütchen und knallrote Prada-Lackschühchen gewandete Ratzinger mit seinen bahnbrechenden Erkenntnissen („Kondome verschlimmern das Aidsproblem!“) wenigstens zum Helden der Altnazis, Antisemiten und Holocaustleugner aufschwang, vergräzt Franziskus sowohl Liberale als auch Ultrakonservative in der Kirche.

Bergoglio bietet aber auch den unverbesserlichen Heiden wie mir etwas: Er ist eine bedeutende Witzfigur, die in immer schnellerer Frequenz hanebüchenen Unsinn von sich gibt. (…..)

Eine besondere Duftmarke setzt der von allen deutschen Liberalen so sehr verehrte Papst mit einer speziellen Disziplinierungsmethode.
Wenn Kirchenfürsten sich etwas so Derbes zu Schulden kommen lassen, daß sie zurücktreten müssten, greift Bergoglio durch, indem er sie gnadenlos befördert.

Beispiele:

1.) Bischof Gerhard Ludwig Müller, der in Regensburg konsequent die Aufklärung priesterlicher Kinderfickereien blockierte, Dutzende übergriffige Sadisten bei den Domspatzen – darunter Georg Ratzinger – beschützte und sogar eigenhändig dafür sorgte, daß bereits verurteilte Pädosexuelle erneut Kinder zugeführt bekamen und diese erneut vergewaltigten:

Bergoglio bestätigte Müller im September 2013 in seinem Amt und kreierte ihn im feierlichen Konsistorium vom 22. Februar 2014 zum Kardinal mit der Titeldiakonie Sant’Agnese in Agone.

2.) Kardinal George Pell. Berüchtigter Beschützer australischer Kinderficker-Priester, bekannt geworden spätestens 2008 durch polizeiliche Ermittlungen.

(….) Nein, nein, nein, George Pell AC, 77, Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche, ehemaliger Erzbischof von Melbourne, ehemaliger Erzbischof von Sydney, ehemaliges Mitglied des Päpstlichen Kardinalsrats, Kardinalpriester der Titelkirche Santa Maria Domenica Mazzarello, langjähriger Großprior der Ordensprovinz Australien-New South Wales des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Generalkaplan im Großpriorat Australiens, Träger des Lazarusordens und des kirchlichen Großkreuzes des Verdienstordens des Heiligen Lazarus, der hochrangigste australische Katholik aller Zeiten, ist unschuldig, hat keine Kinder vergewaltigt und ist nur Opfer einer linken Hetzjagd!
So tönen heute seine Fans – darunter der allmächtige Rupert Murdoch, Executive Chairman der News Corp (Fox News) und gleich mehrere australische ehemalige Premierminister.
Gottes Top-Mann beharrt vehement auf seiner völligen Unschuld und von „sexuellem Missbrauch“ oder „Vergewaltigung“ kann gar nicht die Rede sein, weil es nämlich nur „plain and vanilla penetration sex“ mit einem 12-Jährigen und einem 13-Jährigen war. Nur sechs Minuten lang erzwang Pell den Analverkehr, wie sein Verteidiger Robert Richter beschwichtigend erklärte.


Das wäre nun wirklich nur Blümchensex.
Wo ist also das Problem?
Und dafür sechs Jahre Haft? Für sechs Minuten? Ist ja unverschämt, tobt die gesamte austro-amerikanische konservative Medien- und Politlandschaft.

[….]  Der frühere Finanzchef des Vatikans, Kardinal George Pell, ist wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Richter Peter Kidd verkündete in Melbourne das Strafmaß gegen den 77-jährigen Australier. Der Kardinal muss mindestens drei Jahre und acht Monate der Strafe absitzen, bevor er einen Antrag auf Bewährung stellen darf.
Der Fall Pell bewegt die Australier sehr: Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen hatte es hier zehntausendfach gegeben. Eine königliche Kommission hatte sich in den vergangenen Jahren an eine Aufarbeitung gemacht, aber niemand hatte so polarisiert wie Pell. [….]

Bergoglios Konsequenz: Im April 2013 ernannte er ihn zum Mitglied des mächtigen Päpstlichen Kardinalsrats. Im Februar 2014 weitere Beförderung zum  Präfekt des neu geschaffenen Wirtschaftssekretariats der Römischen Kurie.

3.) Giovanni Angelo Becciu war als Substitut des Vatikanischen Staatssekretariates Aufseher und Hauptverantwortlicher für den stinkenden Luxus-Immobiliendeal in London, bei dem der Vatikan eine dreistellige Millionensumme versenkte. Er genehmigte persönlich im Jahr 2014 die Investition von 250 Millionen Euro aus dem Peterspfennig in dubiose Luxusprojekte.

[….] In der Sloane Avenue im vornehmen Stadtteil Chelsea hatten sich Kirchenmänner am Erwerb einer Luxusimmobilie beteiligt. Offiziell wurde das Geschäft als Geldanlage deklariert, offenbar war aber das Gegenteil der Fall. Am Deal beteiligte externe Manager kassierten horrende Gebühren, vielleicht sogar Schmiergelder. Der Heilige Stuhl schrieb Millionenverluste.
Die Vatikan-Justiz prüft den Fall. Der Kaufpreis soll weit über dem Marktpreis gelegen haben. Je nach Angaben wurden insgesamt 200 bis 300 Millionen Euro investiert, im Namen Gottes. Es sei üblich, dass der Heilige Stuhl seine Mittel in Immobilien anlege, hieß es aus dem Staatssekretariat. Man investiere in "Rom, Paris, in der Schweiz und in London". Über das Gebaren des Vatikans als internationaler Finanzjongleur ist nicht allzu viel bekannt, offenbar besitzen die Prälaten auch nicht gerade ein Händchen für gewinnbringende Geschäfte. Es kommt hinzu, dass das Geld etwa für die Londoner Immobilie aus einer Kollekte der Gläubigen in aller Welt stammt. Am 29. Juni zum Fest Peter und Paul spenden viele Kirchgänger den Peterspfennig genannten Obolus, der eigentlich für karitative Zwecke bestimmt ist. Bis die "arme Kirche für die Armen" Wirklichkeit wird, wie sie Franziskus seit Amtsbeginn vorschwebt, wird es noch eine Weile dauern. [….]

Auch gegen Becciu griff Bergoglio hart durch:
Am 4. Februar 2017 Ernennung zum vatikanischen Sonderbeauftragten für den Souveränen Malteserorden und am 22. Juni 2017 wurde Giovanni Angelo Becciu zum Kaplan Conventual-Großkreuz ad honorem ernannt.
Am 26. Mai 2018 ernannte er ihn zum Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse. Am 28. Juni 2018 erhob ihn Franz zum Kardinal mit der Titeldiakonie San Lino. Schon wenige Wochen später, am 6. Oktober desselben Jahres beförderte er ihn außerdem zum Mitglied der Kongregation für die Evangelisierung der Völker.

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Schwule sind evolutionäre Killerwal-Omas.


Ein vielfach von Konservativen genutztes Argument gegen die „Ehe für alle“ lautet, daß in einer gleichgeschlechtlichen Ehe keine Kinder geboren werden und somit die Nation ausstürbe, wenn Männer Männer und Frauen Frauen heirateten.

Das ist selbstverständlich in vielerlei Hinsicht maximaler Unsinn, zumal das weltgrößte Problem die menschliche Überbevölkerung ist.

Davon abgesehen wachsen durchaus Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern heran. Außerdem wäre es absurd anzunehmen, daß bei einem gesetzlichen Verbot der „Homo-Ehe“ alle Schwulen und Lesben stattdessen gegengeschlechtlich heirateten. Ihre sexuelle Präferenz würde sich schließlich gar nicht ändern.
Je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr staunt man, daß auch im Jahr 2019 noch Top-Politiker wie Angela Merkel, Annegret Kramp-Karrenbauer oder Anja Karliczek, sowie die halbe CSU, zwei Drittel der Katholiken und die gesamte AfD die Ehe für alle ablehnen.
Man sollte nie vergessen wie sagenhaft borniert und verblödet große Teile unserer Gesellschaft immer noch sind.

Weder „Homo-Heiler“ noch Exorzisten sind in Europa geächtet, obwohl sie es klar sein müssten.

Es gibt nicht das eine „Schwulen-Gen“ und es gibt keine scharfe Abgrenzung zwischen „hetero“ und „homo“.
Wir bewegen uns vielmehr auf den groben acht Stufen der Kinsey-Skala.

 
Die sexuelle Orientierung liegt zwar nicht auf einem Gen, ist aber dennoch angeboren. Es handelt sich allerdings um ein komplexes Zusammenspiel von Genabschnitten, deren unterschiedliche hormonelle Aktivierung wiederrum von verschiedenen Faktoren abhängt. Es gibt eine klare genetische Prädisposition von mindestens 99,5% zur Homosexualität.
Ältere Brüder erhöhen die Wahrscheinlichkeit schwul zu sein; anders ausgedrückt: Je mehr Kinder eine Frau bekommt, desto eher werden sie schwul.
Vermutlich ist es der Benjamin, der homosexuell ist.

[….]  Der "fraternal birth order effect" FBO beschreibt einen Befund, mit dem Anthony Bogaert und Ray Blanchard vor ziemlich genau zehn Jahren in der Fachwelt für einigen Aufruhr sorgten. Die beiden kanadischen Psychologen entdeckten nämlich, dass beim Mann die Wahrscheinlichkeit, schwul zu werden, mit jedem älteren Bruder um fast ein Drittel ansteigt. [….]

Natürlich stellt sich die Frage welchen evolutionären Vorteil es Eltern bringt immer mehr schwule Söhne auf die Welt zu bringen, je mehr sie kopulieren.
Die Erklärungen liegen nah.
Vielfach reichen die Ressourcen nicht um eine beliebige Anzahl Nachkommen zu versorgen.
Außerdem erhöhen Onkel und Tanten, die sich nicht selbst fortpflanzen die Überlebenschance des Nachwuchses.

(….) Wenn ein Elternpaar viele Kinder hat, muß der ererbte Acker möglicherweise in so kleine Teile aufgespalten werden, daß die Enkel kaum noch davon leben können. Sind schwule Onkel dabei entspannt sich die Lage, weil sie nicht durch eigene Kinder den Kampf um Ressourcen verschärfen und nach ihrem Tod ihren Erbteil wieder an ihre Neffen weitergeben. Das Prinzip funktioniert auch, wenn der jüngste Sohn Pastor wird – wobei schwul und Pastor sich offensichtlich nicht gerade gegeneinander ausschließen.
Auf die heutige Zeit übertragen bedeutet ein schwuler Onkel oder eine lesbische Tante ebenfalls einen großen Vorteil. Homosexuelle sind als „Dinks“ in der Regel wohlhabender und gebildeter. So können sie ihren Neffen und Nichten helfen – sowohl durch Zuneigung, als auch finanziell. Ein Kind mit Homo-Onkel/Tanten hat quasi Co-Eltern, die einen Vorteil gegenüber Kindern mit bloß normalen Eltern darstellen.
Dafür gibt es im Tierreich viele Beispiele. Eine Blässhenne hält sich für ihr großes Gelege gern ein paar weitere nicht sexuell aktive Blässhähne, die dann eifrig dabei helfen Futter für die Küken zu suchen. So überleben mehr Blässhühner.

Homosexualität fördert also Familien. (….)

Schwul, lesbisch oder irgendetwas dazwischen zu sein ist also normal. Anormal sind Parteien, Politiker und Religioten, die dagegen ankämpfen, wie die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, die schon ihr Leben lang homophobe Christen und Konversionstherapien unterstützt.

(….) Franziskus und die seinen sind mindestens ein Jahrhundert hinter dem allgemeinen Erkenntnisstand hinterher.
Dabei müßten sie nur mal in einen Brockhaus sehen; der nicht gerade als Organ der unseriösen sozialistischen Umtriebe bekannt ist.
Im „Brockhaus Psychologie“ (Ausgabe 2001) heißt es dazu auf Seite 247f:

„In der Sexualforschung geht man heute davon aus, dass die homosexuelle Orientierung ebenso wie die heterosexuelle tief und unabänderlich mit der Persönlichkeit verknüpft ist. ..Die Homosexualität wird inzwischen von allen mit ihr befassten Disziplinen als ein häufig vorkommendes sexuelles Normalphänomen angesehen.“

Gleichgeschlechtlich Liebende gibt es in der Tat überall, es gab sie immer und seitdem Biologen darauf achten, fanden sie Tausende Spezies im Tierreich, die ebenfalls homosexuelles Verhalten zeigen. Vor dem Auftauchen der Abrahamitischen Diskriminierungsreligionen war Homosexualität auch unter Menschen so natürlich, daß christliche Missionare in Afrika gewaltige Anstrengungen unternehmen mußten, um einem ganzen Kontinent Hass und Homophobie zu bringen. (….)

Bei Säugetieren wie dem Homo Sapiens funktioniert erfolgreiche Vermehrung der eigenen Spezies nicht so simpel, daß jede Frau möglichst viele sich wiederum maximal vermehrender Kinder bekommt.
Menschliche Frauen sind keine Mondfische, die den Tod fast aller Nachkommen mit maximaler Fertilität kompensieren.

[….] Mondfische sind extrem fruchtbar. Ein Weibchen kann pro Laichvorgang bis zu 300 Millionen Eier ablaichen, die höchste Zahl aller Fischarten. Die Eier haben einen Durchmesser von einem Millimeter. Die Larven sind beim Schlüpfen 3 mm lang und besitzen noch eine normale Schwanzflosse. Fünf lange Stacheln sollen sie vor Fressfeinden schützen. Über verschiedene Larvenstadien, von denen die beiden ersten denen der verwandten Kugel- und Kofferfische ähneln, wandeln sie sich zum erwachsenen Tier um. […..]

Bei Mondfischs und den meisten anderen Tierarten haben Individuen jenseits der Zeugungsfähigkeit keinen evolutionären Sinn. Es gibt kein Klimakterium, nach dem es sich lohnen würde als Nahrungsmittelkonkurrent der eigenen Kinder weiter zu leben.
Insekten und Spinnen wie die in Südafrika heimische Art Stegodyphus dumicola gehen sogar gelegentlich soweit sich vom Nachwuchs auffressen zu lassen.

[….] Sobald die Spinnen aus den Eiern schlüpfen, beginnen die Mütter und die Jungfernweibchen damit, eine nahrhafte Flüssigkeit zu produzieren, mit der sie den Nachwuchs füttern.
„Das ist ein sehr intensiver Prozess. Am Ende verflüssigen sich die Weibchen im Grunde und brauchen fast all ihre Ressourcen auf“, sagt die Co-Autorin der Studie Anja Junghanns, eine Evolutionsbiologin von der Universität Greifswald.
„Wenn das Weibchen fast völlig ausgelaugt ist, kriecht der Nachwuchs in es hinein und fängt an, es aufzufressen.“ [….]

Eine faszinierende Methode, die sich dennoch nicht zur Nachahmung durch Menschen eignet.

Je komplexer das Tier, desto komplexere Methoden führen zum Erfolg des Nachwuchses.
 Menschen erreichen das durch schwule Onkel und lesbische Tanten.
Außerdem gehört Homo Sapiens zu den äußerst seltenen Spezies, die nach dem Ende der weiblichen Fruchtbarkeit noch viele Jahre weiterleben können.
Omas, die selbst keine Kinder mehr bekommen können gibt es nach heutigem Wissenstand nur bei vier Walarten - Orcas, Belugas, Narwalen und Kurzflossen-Grindwalen und bei balinesischen Staren.
Bei weisen Tier-Omas denkt man instinktiv an matriarchisch geführte Elefantenherden, aber dort gebären auch die Groß- und Urgroßmütter noch.

Schwertwal-Omas helfen dem Nachwuchs genau wie schwule Verwandte so signifikant, daß sie auch ohne eigene Kinder zu bekommen einen evolutionären Vorteil darstellen.

[….] Für Heranwachsende ist jede Unterstützung willkommen, die das Leben leichter macht. Nicht immer können die Eltern helfen, denn erstens wissen sie auch nicht alles und sind zweitens oft zu beschäftigt damit, den Familienalltag am Laufen zu halten. Wie gut, wenn dann eine Großmutter in der Nähe ist. Deren Anwesenheit kann derart wirkungsvoll sein, dass sie die Überlebenswahrscheinlichkeit der Enkel deutlich steigert. Hinweise auf diese sogenannte Großmutter-Hypothese haben Forscher bereits bei mehreren Säugetier-Arten gefunden, etwa bei Elefanten, verschiedenen Walen und auch bei Menschen in präindustriellen Gesellschaften.
Im Falle von Schwertwalen zeigen Biologen um Stuart Nattrass von der Universität York nun zudem: Eine besonders entscheidende Rolle spielen die Orca-Omas, wenn die Nahrung knapp ist (PNAS). Offenbar sind die jüngeren Schwertwale vor allem in solchen harten Zeiten auf das Wissen um ergiebige Lachsvorkommen und die Führungsqualitäten der Alten angewiesen.
Die Biologen hatten die Sterblichkeitsdaten zweier Schwertwal-Gruppen vor der Küste des US-Staates Washington und vor British Columbia aus 40 Jahren mit den Lachsvorkommen abgeglichen. Die Forscher kannten die Lebensgeschichten der knapp 380 untersuchten Orca-Jungen sowie ihrer jeweiligen Großmütter. Aus diesen Daten ließ sich ableiten: Die Sterbewahrscheinlichkeit eines Enkels erhöhte sich in den zwei Jahren nach dem Tod der Großmutter deutlich. Besonders auffällig war der Zusammenhang, wenn es gleichzeitig wenig Lachs gab, von dem sich die untersuchten Tiere hauptsächlich ernährten. [….]

Dienstag, 10. Dezember 2019

Business as unusual


Die Beschäftigung mit Donald Trump wird immer weniger einer politische, dafür umso mehr eine soziologische Frage.
Trumps Politik ist schlimmer als alles je in den USA Dagewesene. Aber was ist mit den 60 bis 70 Millionen Wählern los, die das alles jeden Tag sehen und dennoch begeistert zu ihrem Idol halten? Welche Fehl-Sozialisierung findet da gerade statt?

Der Mann ist eine Katastrophe, der seiner Nation massiven Schaden zufügt, indem er US-Amerikaner gegen US-Amerikaner aufhetzt, die Zahl der Hassverbrechen auf Rekordhöhe schraubt und die Verfassung schleift.


Auch außenpolitisch gibt es keine zwei Meinungen mehr; IQ45 richtet ein Desaster an bei allem, das er anfasst. Es ist nicht nur alles falsch, was er tut, sondern er stellt sich dabei auch immer so dämlich und blauäugig an, daß er sich beliebig ausmanövrieren lässt. So kommt es, daß im Streit zwischen der größten Macht der Erde – USA – und einer winzigen, isolierten, ökonomisch katastrophalen Diktatur am anderen Ende der Welt – Nord-Korea – es der David ist, der jetzt lacht.


[….] Trumps außenpolitische Bilanz ist verheerend. Von seinen großspurigen Ankündigungen hat sich nichts realisieren lassen. Iran ist ein Desaster, in Syrien hat er Chaos gestiftet, Israel wartet noch immer auf den Friedensplan, ein Abzug aus Afghanistan ist Theorie, der Zollstreit mit China bleibt über den Wahltag erhalten, die Nato-Partner lachen ihn aus, und die größte Friedensinitiative aller Zeiten wird von Freund Kim mit einem Raketenfeuerwerk und möglicherweise der Wiederinbetriebnahme der Anreicherungsanlage in Yongbyon gefeiert.
Kim weiß, dass er Trump erpressen kann. Der amerikanische Präsident bestätigte es ihm persönlich, als er schrieb, dass Kim "nicht seine besondere Beziehung mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten entwerten oder sich in die US-Präsidentschaftswahlen einmischen" solle. Da springt die Angst aus jeder Zeile, der kleine Kim könne den großen Trump am Nasenring durch die Manege ziehen.
Trump hat in Kim seinen Meister gefunden. [….]

Die wichtigsten US-Handelspartner kuschen noch vor der finanziellen Übermacht, aber die Person Trump wird von Freund und Feind ausgelacht.


Und Trump selbst, der Obama dafür kritisierte in der Welt als „laughing-stock“ zu gelten, America Great Again machen wollte und nun als planetar blamierte Witzfigur dasteht?


Der twittert sich täglich in einen psychopathischen Lügenrausch und schafft es immer wieder auf’s Neue noch lächerlicher als zuvor zu sein.
Jedes Mal staunt man, daß es überhaupt möglich ist ein „new low“ zu finden, aber IQ45 nutzt die ganze Themenbandbreite. Zuletzt ging darum wie oft er auf die Spülung drückt, wenn er auf Klo saß und seine big deals in die Toilettenschüssel gedrückt hat.


Die USA sind zu einem gewaltigen Witz verkommen, in dem nicht etwa der Souverän danach trachtet der eigenen Nation zu helfen, sondern nur noch von dem einen Wunsch beseelt ist: Der andere Hälfte der eigenen Landsleute möglichst radikal zu schaden.


Russische Bots, rechte Pundits, konservative Multimillionäre, soziale Medien, radikale Medienkonzerne, Kirche, Teebeutler und die GOP haben es in einem gewaltigen soziologischen Experiment geschafft die nationale Ratio außer Kraft zu setzen.
Zig Millionen Amerikaner folgen nun blind jubelnd einem offensichtlich senilen, dauerlügenden Irren.