Es war, beim NATO-Gipfel alles, wie immer wenn Trump auftritt: Die erwartete totale Shitshow aus Lügen, wüsten Beleidigungen und dementen Aussetzern – nur noch schlimmer.
Also auch das: Wie immer.
Die peinlichen Versprecher finden kaum noch Erwähnung, weil die ganze Welt schon an die sinnlose Brabbelei des US-Greises gewöhnt ist.
[…] US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem Presseauftritt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mehrere aufsehenerregende Versprecher geleistet. Auf die Frage einer Journalistin sagte er am Rande des Nato-Gipfels in Ankara an einer Stelle, die "Islamische Republik Japan" habe 111 Raketen abgefeuert, obwohl er offensichtlich von der Islamischen Republik Iran sprechen wollte. Zudem bezeichnete der 80-Jährige das frühere internationale Atomabkommen mit dem Iran als JCPOC, obwohl dieses eigentlich JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action) heißt. Später fragte er dann noch in die Runde der anwesenden Reporterinnen und Reporter, ob diese eine "Frage für Präsident Putin" hätten, und zeigte dabei auf den neben ihm sitzenden Selenskyj. Als daraufhin Aufruhr im Raum entstand, behauptete er, wirklich wissen zu wollen, ob es eine Frage an Putin gebe. [….]
Es gehört sich nicht, offensichtlich Demente aufgrund ihrer schweren mentalen Einschränkungen zu bewerten.
Wenn der debile Patient aber zufällig der mächtigste Mann der Welt ist, der auch noch als Oberbefehlshaber der mächtigsten Streitmacht des Planeten fungiert, muss man seinen Schwachsinn hart zurückweisen. Allein schon, um seinen vielen Pflegern und Co-Stuporen im Weißen Haus zu signalisieren, ihren mental multimorbiden Freigänger besser zu kontrollieren.
[….] Der US-Präsident zerstörte die Hoffnung auf ein geschlossenes Auftreten mit scharfen Attacken gegen Verbündete und einem erneuten Griff nach Grönland. […] Noch vor der Arbeitssitzung kündigte Trump an, die Handelsbeziehungen mit Spanien wegen fehlender Unterstützung im Irankrieg zu beenden. Wohl auch, weil Spanien zu den Ländern gehörte, die den USA die Nutzung von Militärbasen für Angriffe auf Iran verweigern.
Spanien war dem US-Präsidenten aber schon vorher ein Dorn im Auge, weil Ministerpräsident Pedro Sánchez das vor einem Jahr beschlossene Nato-Ziel, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung auszugeben, nicht einhalten will. »Spanien ist ein furchtbarer Partner in der Nato. Sie nehmen nicht teil, sie zahlen nicht«, sagte Trump bei seinem Treffen mit Rutte am Rande des Gipfels. »Ich will mit ihnen keinen Handel mehr treiben.«
[…] Ein Sprecher der EU-Kommission sagte am Mittwoch, Brüssel werde für »die Interessen der Europäischen Union und all unserer Mitgliedstaaten« einstehen. Er forderte Trump auf, sich an seine Zusagen im Rahmen einer Handelsvereinbarung mit der EU aus dem vergangenen Jahr zu halten. [….] Auch das Thema Grönland warf Trump auf offener Bühne erneut auf; er bekräftigte, die Insel zu beanspruchen, die zum Königreich Dänemark gehört – ebenfalls ein Nato-Partner. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies die Forderung scharf zurück. [….]
Einem solchen zerstörerischen Aggressor muss man, egal wie mächtig er ist, mit aller Kraft entgegen treten. Insbesondere, wenn man aus Erfahrung weiß, daß Taco ein Angsthase ist und tatsächlich zurückschreckt, wenn er auf starken Widerstand trifft. Man darf sich von ihm nicht auseinander dividieren lassen, sondern muss zusammenstehen, um Washington Grenzen aufzuzeigen. Natürlich begreift es der Bundeskanzler nicht, fällt seinen EU-Partnern in den Rücken und nimmt Kurs auf Trumps Rektal-Region, um sie mit sauerländischen Schmatzern zu bedecken.
Die Leyen-Rutte-Merzsche Kriecherei vor dem gewindelten Bully ist nicht nur kontraproduktiv, weil der Sauron von Mar A Lago dadurch zu immer bösartigeren Aktionen animiert wird.
Sie schwächt auch NATO und EU insgesamt, weil man ihnen nicht mehr vertraut.
Xi und Putin analysieren das rückgratlose Verhalten genau und ziehen ihre Schlüsse.
[…] Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lobt den Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim Nato-Gipfel in Ankara. Trump habe die gesamte Zeit an den Beratungen teilgenommen und auch bei den Beiträgen kleinerer Mitgliedstaaten aufmerksam zugehört. […]
Ich frage mich, was ich in meinem vorherigen Leben verbrochen habe, um in Diesem, unter 200 möglichen Nationalitäten, ausgerechnet mit der US-amerikanischen und neuerdings auch der Deutschen geschlagen zu sein.
Jede andere wäre mir lieber. Natürlich schäme ich mich für meinen dunkelblauen US-Pass 24/7 in Grund in Boden. Aber der zusätzliche rote Pass ist kaum besser. Wadephul, Reiche und Merz agieren ebenfalls zum Mitschämen!
[….] Da saß er also in Ankara, neben Mark Rutte, dem regungslosen Nato-Chef, der ihn einst »Daddy« nannte, und wütete hemmungslos. Schlechte Partner, ja gar schlechte Menschen seien die Spanier, sagte Donald Trump: »Ich will keinen Handel mit ihnen treiben.« Ob Scott Bessent, sein Finanzminister, das bitte sofort umsetzen könne? […] Keinen Verbündeten traf es härter als Spanien. Seit dem Irankrieg, als Ministerpräsident Pedro Sánchez dem amerikanischen Militär die Nutzung der Basen in Rota und Morón untersagte, ist der Sozialist so etwas wie Trumps Lieblingsfeind. Spanien sei ein »hoffnungsloser Fall«, sagte Trump nun. Auch »Besuche« wolle er künftig unterbinden – was auch immer damit genau gemeint ist. Trump wies Finanzminister Bessent an: »Sprich nicht mal mit ihnen.« […] […] Auch jetzt kann die spanische Regierung darauf setzen, dass Trumps Aufmerksamkeitsspanne begrenzt ist. Schon seine erste Drohung blieb folgenlos: Im März, im Weißen Haus, als noch Kanzler Friedrich Merz und nicht Nato-Chef Rutte tatenlos daneben saß , redete der US-Präsident ebenfalls von einem Embargo. Doch in New York und Washington kann man noch heute andalusisches Olivenöl kaufen, und auf den Militärbasen in Andalusien sind weiterhin amerikanische Soldaten stationiert. Die entsprechende Vereinbarung wurde gerade geräuschlos verlängert.
Anders als damals, so ließe sich einwenden, scheint Trumps Furor nun in konkrete Anweisungen zu münden. »Yes, Sir«, antwortete Finanzminister Bessent auf Trumps Tiraden. Doch dass er die Drohung wahr macht, ist unwahrscheinlich. Ein Embargo wäre schon technisch schwer umzusetzen. Die Spanier könnten, dem EU-Binnenmarkt sei Dank, ihre Waren einfach nach Portugal fahren und von dort über den Atlantik verschiffen. […] Und so bleibt von Trumps Wutanfall vor allem jene Frage, die langsam zum Treppenwitz wird: Wie lange wird es wohl diesmal dauern, bis er die Sache wieder vergisst? […]
Das Duckmäusertum ist einfach nicht zu ertragen. Das Grinsen und Schleimen, die Unterwürfigkeit gegenüber einem Faschisten, Rassisten und Vergewaltiger.
[…] Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Nato-Generalsekretär Mark Rutte die letzten 24 Stunden in einer Parallelwelt verbracht hat. „Wir haben es alle gefühlt, die Allianz ist stärker als je zuvor“, sagte er am Mittwochnachmittag zum Abschluss des Nato-Gipfels in Ankara. Die Botschaft, die vom diesjährigen Treffen ausgehe, sei ganz simpel: „Die Nato liefert.“ Donald Trump ließ zwar keine Gelegenheit aus, seine Verachtung über das Bündnis in jedes Mikofon zu sprechen, das ihm hingehalten wurde – und es gab für den US-Präsidenten viele Gelegenheiten zu sprechen. Doch Rutte überschüttete ihn unbeirrt mit dem größten Lob.
„Dieser amerikanische Präsident hat es geschafft, ein Problem zu lösen, das es schon zur Zeit von Eisenhower in der Nato gab“, sagte Rutte. […], verschloss Rutte die Augen. Der wieder ausgebrochene Krieg in Iran? Trumps Gelüste gegenüber Grönland? Die Ankündigung eines US-Handelsembargos gegen Spanien? Der Generalsekretär wirkt, als habe das alles nicht während dieses Treffens der 32 Staats- und Regierungschefs stattgefunden. [….]







