Es war immer, ist und bleibt verdächtig, wenn heterosexuelle Männer ein geradezu manisches Verhältnis zur Homosexualität haben. Wenn sie hysterisch jede angeblich schwule Schwingung wahrnehmen, ihren Geschlechtsgenossen homophiles Verhalten attestieren und sich über alle Maßen empört, angesichts queerer Sichtbarkeit äußern.
Es reicht ein bißchen Küchenpsychologie, um zu ergründen, welche Ängste und Unsicherheiten zu Grunde liegen, wenn jemand so extrem auf eine Form der Liebe reagiert, die ihn (angeblich) nicht betrifft.
Homophobe „Schwule im Schrank“ verdienen Mitleid, weil ihr heimliches Leben, das ständige Unterdrücken von Gefühlen, die ständige Angst vorm Outing anstrengen.
Wenn aber Homophobie zu Schwulenhass wird, handelt es sich nicht mehr um eine Privatangelegenheit, sondern um eine Grausamkeit, die unsere Gesellschaft bekämpfen muss.
Es gibt keine exakten Zahlen, aber um die 40% der obdachlosen Jugendlichen in den USA sind queer. Ihr Anteil liegt also rund viermal höher, als statistisch zu erwarten wäre. Die Gründe dafür liegen natürlich im christlichen Hass; der Homophobie ihrer Elternhäuser. „Family Values“ sind familienfeindliche Werte, die Eltern nicht nur gegen ihre eigenen Kinder aufhetzen, sondern sie buchstäblich aus dem Haus jagen.
Hier handelt es sich bei der familiären Homophobie um eine Form der Grausamkeit gegen Jugendliche, die natürlich keine Privatsache mehr ist, sondern das Eingreifen des Staates erfordert.
Heimlich schwule Männer engagieren sich traditionell gern in extrem schwulenfeindlichen Vereinen, wie der katholischen Kirche oder den US-Republikanern, weil sich als lautstarker Schwulenhasser am sichersten vor Verdächtigungen und Entdeckung fühlen. Die Laufbahn als katholischer Geistlicher erscheint wegen des Zölibats und der Abwesenheit von Frauen gleich mehrfach attraktiv: Man umgeht die skeptischen Fragen, wieso man nicht in einer heterosexuellen Beziehung lebt, kein Interesse an Frauen zeigt und sich vorzugsweise unter gleichgesinnten Männern in Kleidern aufhält.
Im Vatikan ist die Schwulenquote so hoch, daß ganz selbstverständlich rund um den Petersdom Callboys ein- und ausgehen. Jeder ist an den allgegenwärtigen käuflichen Sex unter Männern gewohnt, jeder toleriert es, solange nur alle öffentlich lügen und niemand laut ausspricht, was jeder weiß.
Unter GOP-Toppolitikern ist es etwas schwieriger, weil „Junggesellen“ wie der jüngst verstorbene mächtige US-Senator Lindsey Grahamständig verdächtigt werden schwul zu sein.
Immer wieder gingen Fälle von männlichen Sexworkern durch die Medien, die mutmaßlich von Graham angeheuert wurden. Selbstverständlich sind private sexuelle Vorlieben Tabu und es verbietet sich, andere Menschen zu outen.
Aber da gibt es eben diese eine Ausnahme; wenn es sich bei dem gegen seinen Willen Geouteten um eine mächtige Person handelt, die dezidiert schwulenfeindliche Politik macht.
Das war bei Graham ganz klar der Fall, wie das GAP - The GLAAD Accountability Project catalogs anti-LGBTQ rhetoric and discriminatory actions of politicians, commentators, organization heads, religious leaders, and legal figures, who have used their platforms, influence and power to spread misinformation and harm LGBTQ people – auflistet.
Ein mächtiger Mann, der über Jahrzehnte, brutal und unmenschlich gegen andere Queere vorging, hat den Schutz seiner sexuellen Privatsphäre verspielt.
Graham war aber beileibe kein Einzelfall. Wöchentlich verstricken sich prominente Republikaner, christliche Anführer und besonders viele MAGAs in schwule und pädophile Skandale.
In einem 80-Minuten Interview mit Luke Beasley sprach Präsidentensohn Hunter Biden das Thema offen an.
[…] The teasing followed Biden’s more pointed recent venture into queer politics. During a July appearance on the “I’ve Had It” podcast, he argued that Washington was controlled in part by a Republican “closetocracy” — closeted politicians who turn their internal conflict into anti-LGBTQ+ vitriol. “Everybody knows there is this closeted gay mafia, largely Republican, that exists in Washington, D.C.,” Biden said, as The Advocate previously reported. He argued that the politicians’ sexualities were relevant because their alleged hypocrisy affected how they wielded power. [….]
Papst Ratzi sprach von der „Homo-Mafia im Vatikan“. Offenbar gibt es so etwas auch in Trumps GOP; die „Republican closetocracy”, eine leider höchst destruktive und gefährliche Gruppe, deren offenkundig schwule Mitglieder eben nicht so locker wie der (heterosexuelle) Hunter Biden mit dem Thema umgehen, sondern brutale queerfeindliche Politik umsetzen.
Bei republikanischen Großveranstaltungen bricht regelmäßig die schwule Sexdating-App Grindr wegen Überlastung zusammen, weil all die closeted Gays der radikal homophoben GOP, miteinander rammeln, wie die Karnickel.
[…] Love – or at least a spike of users on the gay dating app Grindr – was reportedly in the Milwaukee air this week while the Republican National Convention was in town.
Over 1,000 users reported a Grindr outage in the Milwaukee area around 4 p.m. on Tuesday, according to Downdetector, a website that collects online service status information.
The Grindr app also allegedly experienced problems in the Cream City on Thursday— the fourth and final day of the RNC — as well as in Chicago, Los Angeles, and New York. However, Grindr's official status updates show there hasn't been an outage since May. […]
Mike Johnson, der nach Trump und Vance drittmächtigste Mann der USA, scheint eine Schlüsselfigur zu sein und fällt mit besonders radikalem öffentlichen Schwulenhass auf – so wie einst Mike Pence.
[….] Speaker of the House Mike Johnson’s homophobic and transphobic views can’t be overstated. He backed a measure barring transgender people from using bathrooms aligned with their gender identity in the U.S. Capitol; he has supported criminalizing gay sex, was an attorney for the far-right Alliance Defending Freedom, defended “gay conversion therapy” organizations like Exodus International; and the Human Rights Campaign dubbed him the “most anti-equality” speaker in U.S. history. Even Meghan McCain called the Trump ally a “raging homophobe.”
But his anti-LGBTQ+ beliefs and Johnson’s more than 25-year marriage to a woman, with whom he shares four children, haven’t stopped years of gay rumors from spreading about the vocal MAGA supporter.
The search term “Mike Johnson Grindr” started trending in 2025 when an anonymous man went viral on TikTok after making unsubstantiated claims that he had proof Johnson had a private Grindr profile and threatening to make it public unless the Trump administration released the Jeffrey Epstein files. No such evidence was produced. More rumors spread when Johnson admitted that he and his son monitor each other’s porn habits. […]
Der Mann ist absolut besessen von seinem Hass auf Schwule. Offiziell ist Mike Johnson natürlich weiterhin mit seiner Frau verheiratet, aber tatsächlich lebt der fromme Schwulenhasser mit „seinem Pastor“ in einem Washingtoner Townhouse.


