Dienstag, 26. Mai 2026

Unkurierbare Verblödung.

Es ist heiß in Europa. Verdammt heiß. Und es kommt alles andere, als überraschend.

[….] Tropennächte schon vor dem Sommerbeginn

Die Bretagne ist nicht die heißeste Gegend Frankreichs - doch selbst hier gibt es jetzt Temperaturen von weit über 30 Grad. Das Land erlebt eine historische Hitzewelle - mit massiven Risiken.

In der sonst zu dieser Jahreszeit eher noch frischen Hafenstadt Saint-Malo in der Bretagne steuerte das Thermometer heute erneut auf die Marke von 34 Grad zu. Ähnlich hohe Temperaturen gibt es in Rennes. Hinter den erstaunten Einheimischen und Touristen liegen die ersten Tropennächte des Jahres, noch bevor der Sommer überhaupt begonnen hat.

Katou Blaise ist Krankenpflegerin in der Notaufnahme an der Uniklinik von Rennes: "Wir bekommen sehr viele ältere Menschen eingeliefert, die dehydriert sind." [….]

(Tagesschau, 26.05.2026)

Schon bevor der Sommer überhaupt angefangen hat, sterben in Europa Menschen an den Folgen der Hitze.

[….] In Großbritannien hat es auch heute wieder einen Mai-Hitzerekord [….] Temperaturen um die 35 Grad waren auf der Insel einst selbst im Hochsommer ungewöhnlich. Nun ist nicht einmal der Juni erreicht. [….] Im Met Office, dem nationalen meteorologischen Dienst, blickt man mit Sorge auf das Thermometer. Richard Betts, Leiter der Klimafolgenforschung, sagt im BBC-Radio, dies sei ein Vorgeschmack auf die Zukunft.

"Solche Hitzewellen werden öfter und auch heftiger stattfinden", erklärt er. In 20 Jahren könnten die Temperaturen schon bei mehr als 40 Grad im Sommer liegen, wenn der Mensch den Planeten weiter aufheize, so Betts.

Mit fatalen Folgen etwa für die Landwirtschaft. Im Winter habe es in den vergangenen Jahren vermehrt Überflutungen gegeben, die die Ernte in Großbritannien stark beschädigt hätten. Das Gegenteil passiere im Sommer: "Es ist mit vermehrten Dürreperioden zu rechnen, was die Nahrungsmittelproduktion erschweren dürfte." [….] Experten warnen vor dem "climate whiplash", zu Deutsch in etwa "Klima-Schleudertrauma". Der Begriff beschreibt, dass ein extremes Phänomen schnell von einem anderen abgelöst wird. [….]

(Tagesschau, 26.05.2026)

Europa erwärmt sich schneller als andere Kontinente.

2026 könnte der Hitze-Horror neue Maßstäbe setzen.

[….] Im Pazifik mehren sich die Anzeichen für das Klimaphänomen El Niño. Forschende warnen, ein starkes Ereignis könnte Extremwetter verstärken und die globale Temperatur noch weiter anheizen. [….] Sollte sich in den kommenden Monaten ein sehr starkes El-Niño-Ereignis entwickeln, könnte das die ohnehin schon aufgeheizte Erde zusätzlich belasten. Die Prognosedaten verschiedener Wettermodelle deuten darauf hin, dass sich das oberflächennahe Meerwasser des tropischen Pazifiks in der Nähe des Äquators in den nächsten Monaten erwärmen könnte - mit weitreichenden Folgen. [….] Klimaforscherin Otto richtet den Blick [….]  auf die Folgen. Ein starker El Niño, sagt sie, träfe heute auf eine Welt, die durch Treibhausgase bereits deutlich wärmer ist als noch bei früheren Ereignissen. El Niño werde die Auswirkungen des Klimawandels weiter verschärfen - mit heißeren Hitzewellen, schwereren Dürren und extremeren Waldbränden. El Niño wird damit ein natürlicher Verstärker auf einer bereits aufgeheizten Grundlinie.

Genau darin liegt der zusätzliche Sprengstoff für die globale Temperatur. El Niño heizt die Erde nicht "neu" auf, sondern setzt auf den langfristigen Erwärmungstrend noch einen natürlichen Wärmeschub. Solange weiter Kohle, Öl und Gas verbrannt würden, steige die globale Mitteltemperatur weiter - und mit ihr das Risiko, dass natürliche Klimaschwankungen wie El Niño immer gefährlicher wirken. [….]

(Tagesschau, 31.03.2026)

https://www.ventusky.com

Menschen, Tiere, Pflanzen sterben durch den menschengemachten Klimawandel. Im reichen Europa wird man sich noch etwas länger schützen können, während in Asien, Nahost und Afrika bereits apokalyptische Verhältnisse herrschen.

[….] Über 45 Grad und keine Abkühlung in Sicht – Indien ächzt derzeit unter einer der stärksten Hitzewellen der vergangenen Jahre. Im Bundesstaat Telangana im südlichen Zentralindien verstarben an einem Tag mindestens 16 Menschen wegen der Folgen der enormen Hitze, [….] Schon seit Tagen schwitzt Indien unter den enormen Temperaturen. Am Samstag meldete der indische Wetterdienst im Osten des Bundesstaats Maharashtra mit 47,2 Grad die höchste gemessene Temperatur im Land. Bis Ende Mai wird die Schwitze-Hitze das Land auch weiterhin im Griff halten. [….]

(Sandra Marschner, 25.05.2026)

Deutschland tut alles dafür, den Planeten noch schneller zu erhitzen.

[…] Umweltschädliches Wirtschaften wird in Deutschland noch immer belohnt. Jahr für Jahr fließen Milliarden in den Verbrauch von Öl, Gas und Kohle – auch international steht Deutschland hier schlecht da.

Das Wort „nachhaltig“ hält seit Jahren einen festen Platz in politischen Reden. Und doch wird nicht-nachhaltiges, umweltschädliches Wirtschaften in Deutschland weiter belohnt. Auf zuletzt 65 Milliarden Euro pro Jahr addieren sich klimaschädliche Subventionen in Deutschland, hat das Umweltbundesamtes (UBA) 2021 berechnet. Dabei sind die milliardenschweren, in weiten Teilen umweltschädlichen Agrarsubventionen aus dem EU-Haushalt noch gar nicht berücksichtigt.  [….] Innerhalb der G7-Gruppe hat lediglich Kanada seine fossilen Subventionen seit 2016 (minus 11 Prozent) leicht gesenkt. Alle anderen Staaten haben die klimaschädlichen Zuschüsse gesteigert. Am größten fallen sie 2023 in den USA aus (790 Mrd. $), gefolgt von Japan (269 Mrd. $) und Deutschland (114 Mrd. $). Der extrem klimaschädliche Ausbau von Anlagen für Flüssiggas (LNG) wurde aufgrund mangelnder Daten in der Studie nicht berücksichtigt. 

In Deutschland wird der Klimaschutz besonders in den Bereichen Energieerzeugung und Verkehr durch Steuergeschenke untergraben. Zum Beispiel gibt es Subventionen für klimaschädliche Kohle, Steuerbefreiungen für Flugbenzin, Vergünstigungen für Dieselkraftstoff und das Dienstwagenprivileg.

Profiteure der umweltschädlichen Subventionen sind Energieversorger, die Auto- und Flugzeugindustrie sowie Unternehmen mit hohem Stromverbrauch, beispielsweise die Stahl-, Aluminium- und Zementindustrie. Diese genießen großzügige Ausnahmen bei der Stromsteuer und sind praktisch von der Umlage für Erneuerbare Energien befreit, die alle Verbraucher zahlen müssen.   [….]

(Gregor Kessler, Anne Eggers, GP, 03.02.2024)

Durch die Amtsübernahme der extremen Fossillobby-Erfüllungsgehilfen Merz, Reiche, Spahn, Söder wird das zu zaghafte Umsteuern der Ampel rückgängig gemacht.

Und in Deutschland wählen große Mehrheiten die Fossillobby-Parteien AfDPCDUCSUFWBSW, die auf Gasheizung und Verbrennerautos setzen. Wir geben 81 Milliarden für Gas/Ölimporte ausund subventionieren fossilen Energieverbrauch laut Greenpeace-Zahlen von 2024 mit weiteren 98 Milliarden Euro. (Tankrabatt, Entfernungspauschale, verbilligtes Flugbenzin, Agrardiesel, Dienstwagenprivileg,..) Eine Verblödung apokalyptischen Ausmaßes!

[….] Sieben Billionen US-Dollar wurden laut Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2022 für direkte und indirekte Subventionen fossiler Brennstoffe aufgewendet. Mitverantwortlich für den deutlichen Zuwachs des Vorjahres ist der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die in dessen Folge steigenden Energiepreise.

Aber auch davor zeigte der Trend schon nach oben, wie der Blick auf die Statista-Grafik verdeutlicht. Und auch künftig dürfte die Subventionen eher zulegen. Grund hierfür ist laut Analyst:innen-Einschätzung das Wirtschaftswachstum des globalen Südens und der daraus resultierende steigende Verbrauch von Kohle, Öl und Gas.

Wie enorm diese Summe ist, zeigt beispielsweise der direkte Vergleich mit einem anderen wichtig Haushaltsposten von Regierungen. So entspricht die staatliche Unterstützung bei fossilen Rohstoffen etwas mehr als sieben Prozent der Wirtschaftsleistung des Planeten. Dagegen machen die Bildungsausgaben aller Länder zusammengenommen 4,3 des globalen Bruttoinlandsprodukts aus.

Bei den fossilen Subventionen gegenzusteuern böte laut IWF nicht nur die Chance die Menschheit bei der Erreichung ihrer Klimaziele wieder auf Kurs zu bringen, sondern könnte auch jährlich 1,6 Millionen vorzeitige Todesfälle pro Jahr vermeiden und die Staatseinnahmen um 4,4 Billionen Dollar zu erhöhen.  [….]

(Matthias Brandt, 11.10.2023)

Diese Menschheit hat es nicht verdient, zu überleben.