Samstag, 2. April 2022

Die Hepatitisgelben und ihre Liebe zur Autolobby

Das war schon etwas suboptimal, wie hartnäckig der deutsche Urnenpöbel 16 Jahren lang in Inkarnation der Beharrungskraft ins Kanzleramt wählte, die mit stoischer Geduld Maßnahmen Umsteuerung auf erneuerbare Energien blockierte, jedes Mal sofort in Brüssel intervenierte, wenn Reglungen gegen deutsche spritschluckende PS-Monster geplant wurden.

Nun benötigen wir 100 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr und stehen ohne Lieferungen aus Russland vor dem ökonomischen Kollaps.

Unheimlich schlau war es auch von Merkels Wirtschaftsminister drei der fünf größten deutschen Raffinerien in die Hände des russischen Staates zu geben.

Ein Treppenwitz der Geschichte, daß ausgerechnet ein Grüner Nachfolger nun auf Betteltour durch die noch menschenrechtsantagonistischeren Golfmonarchien tourte, um bei ihnen Ersatzgas zu besorgen.

Ausgerechnet bei den Despoten in Katar einzukaufen, ist der nächste Treppenwitz der Geschichte, denn die Frauen und Schwulen in Katar können nur davon träumen, so viele Rechte wie in Russland zu genießen.

Außerdem ist Katar ein glühender Unterstützer des Saudischen Angriffskrieges auf den Jemen. Dort starben bisher 370.000 Menschen, Millionen droht der Hungertot.

Robert Habeck muss man allerdings einiges zu Gute halten: Er hat die Miesere nicht angerichtet und er sagt ehrlich, wie schlecht die Entscheidung ist, aber außer seiner Sicht derzeit aus Mangel an Alternativen notwendig und immerhin etwas weniger schlecht, als Putins Gas zu kaufen.

Es ist ja wahr: Wir brauchen immer noch sehr viel Erdgas, also eine ökologisch sehr schlechte Energiequelle. Russisches Gas per Pipeline (Nordstream 2) ist von dieser ökologisch miserablen Methode immerhin noch die am wenigsten Miserable. Alternative Lieferanten sind ökologisch noch schlimmer.

Diese extreme deutsche Erdgas-Abhängigkeit, die uns 16 Jahre CDU-Regierung hinterlassen hat, ist so hanebüchen, daß der aktuelle deutsche Vizekanzler beim Umschichten der Bezugsquellen nur sehr kurzfristige „Lösungen“ anbietet.

Der einzige echte Ausweg ist und bleibt, weniger Gas zu importieren.

Das geht, indem wir ohne die auf der Bremse stehende CDU/CSU mit höchstem Tempo die erneuerbaren Energien ausbauen. Dafür müssen natürlich die Putin-freundlichen Windkraft-Verhinderungsregelungen in Bayern fallen.

Gleichzeitig ist jeder einzelne von uns angehalten, auf Gas und Öl basierende Produkte zu meiden. Die Einsparmöglichkeiten von Privatleuten (heizen, Autofahren, Reisen, Fleischkonsum) werden jeden Tag in der Presse durchdekliniert. Die größten Ressourcenfresser – Kinder und Haustiere – gehören aber zu den großen deutschen Tabus und werden nicht als die Umweltpest bezeichnet, die sie sind.

Es gibt tatsächlich aber auch Maßnahmen, die von eben auf jetzt den Verbrauch fossiler Brennstoffe in Deutschland reduzieren würden. Das Beste: Diese Maßnahmen kosten nichts und sind ohne komplizierte Gesetzespakete umsetzbar.  Tempolimits, autofreie Sonntage oder Verbot innerdeutscher Flüge.

Jede auch nur halbwegs rationale Regierung würde diese Anordnungen als erstes erlassen.

[….] Greenpeace-Verkehrsexperte Tobias Austrup sagte: "Es kann nicht sein, dass in der fünften Kriegswoche das Gewohnheitsrecht von Autobahnrasern für die FDP noch immer wichtiger ist als der einfachste und schnellste Schritt weg von russischem Öl." Deutschland dürfe sich nicht länger von der FDP in "fossile Geiselhaft" nehmen lassen. Ein Tempolimit sei sofort umzusetzen und schränke niemanden unverhältnismäßig ein. Das Umweltbundesamt (UBA) hatte vor drei Wochen verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, um deutlich sparsamer mit Energie umzugehen. Private Haushalte könnten die Heizung etwas runter drehen, einen wassersparenden Duschkopf einbauen - und weniger und vor allem langsamer mit dem Auto fahren. Verringerten die Autofahrer die Geschwindigkeit auf Autobahnen auf maximal 100 Kilometer pro Stunde und auf 80 km/h auf Straßen außerorts, spare das rund 2,1 Milliarden Liter fossilen Kraftstoff ein - selbst wenn man davon ausgehe, dass sich nicht alle daran halten und Einzelne schneller unterwegs sind. Das spare immerhin sofort rund 3,8 Prozent des im Verkehrssektor verbrauchten Kraftstoffs.  [….]

(dpa, 31.03.2022)

Unglücklicherweise kann man nur zwei der drei Ampelparteien als „vernünftig“ bezeichnen. Die FDP hingegen wird von irrationalen ideologischen Verrenkungen getrieben und nimmt dafür wie auch bei ihrem destruktiven Covidioten-Kurs gern Tote in Kauf.

[….] Die Bundesregierung hat Maßnahmen zum Energiesparen beschlossen. Ein Tempolimit ist - wieder einmal - nicht dabei. Die FDP blockiert. Und das, obwohl das Tempolimit einfach umsetzbar und gut fürs Klima wäre. Es könnte auch die Abhängigkeit von russischen Öl-Importen reduzieren.  […..]

(Monitor, 25.0.2022)

Dem passionierten Porschefahrer und vor toxischer Männlichkeit strotzendem Christian Lindner sind rationale Maßnahmen so zuwider, daß er noch nicht einmal drüber sprechen will.

[….] Lindner will nicht über Tempolimits und Fleischkonsum diskutieren! Steigende Preise und knappe Ressourcen haben Debatten über einen nachhaltigeren Konsum angeheizt. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will sich nicht daran beteiligen – und verspricht stattdessen neue Hilfen für Unternehmen.  [….]

(Spon, 02.04.2022)

Immerhin ist der Finanzminister darin konsequent, immer nur für das Wohl der Wohlhabenden zu sorgen.

Außerdem kann er sich auf seinen Assistenten Volker Wissing verlassen.

Der Verkehrsminister erläutert dieses Wochenende in einer Interviewkaskade, wieso das Tempolimit auf Autobahnen gar nicht kommen könnte, selbst wenn die FDP sich nicht mehr sperrte: Wir haben gar nicht genügend Verkehrsschilder!

[….] Wissing: [Das Tempolimit] ist eine Maßnahme, die äußerst umstritten ist und die auch sehr stark spaltet. Es bringt nichts, das immer wieder zu diskutieren. Das treibt einen Keil in die Gesellschaft.

MOPO: Wir haben gar nicht den Eindruck, dass ein Tempolimit die Gesellschaft so extrem fordern würde. Ist es im Vergleich nicht eher ein mildes Mittel mit klarer Einsparwirkung?

Wissing: Ich halte nichts davon, es vorübergehend einzuführen. Das ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Man müsste entsprechende Schilder aufstellen, wenn man das für drei Monate macht, und dann wieder abbauen. So viele Schilder haben wir gar nicht auf Lager.  […]

(Mopo, 02.04.2022)

Nein, das erschien nicht am 01.April! Um jede Widerrede gleich zu kontern, präsentiert der Hepatitisgelbe gleich eine Nachfolgeargument:
Wenn wir die Tempolimit-Schilder, die wir gar nicht haben, doch an den Autobahnen aufstellten und dann nach drei Monaten die Tempolimits wieder aufheben, haben wir furchtbar viele Schilder umsonst hergestellt – und das wäre dann ja auch wieder Ressourcenverschwendung!

Impudenz des Monats März 2022

Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.

Auch in Hamburg sieht man jetzt öfter Autos mit einem „UA“-Kennzeichen und hört Ukrainisch im Supermarkt.  Wir sind noch ganz in der Anfangsphase. Wie im Spätsommer 2015 oder im November 1989, als Deutschland Verständnis für die Fluchtursachen hatte und die Syrer/Afghanen/Ossis mit Willkommenspaketen empfing, bevor den Teutonen wieder einfiel, daß sie eigentlich xenophob veranlagt sind und keine Fremden im Land haben wollen.

Ukrainer haben aber den Doppelvorteil, weiß und christlich zu sein; die Ossis waren ja ziemlich durchsäkularisiert und die Flüchtlinge von 2015/16 überwiegend mit dunklerem Teint gesegnet, als der von Kalkweiß bis Schweinchenrosa changierende Merkelbürger.  Deswegen gibt es nun erneut große Hilfsbereitschaft. Viele in Deutschland ankommende Ukrainer bekommen schnell private Wohnungen vermittelt.

Für die auf Lesbos gestrandeten Kriegsflüchtlinge, die dort seit Jahren in elenden Verhältnissen vegetieren müssen, ohne daß ihnen eine einzige Wohnung in Deutschland angeboten wird, dürfte nun endgültig klar sein, welches das ausschlaggebende Kriterium für europäische Asylpolitik ist: Rassismus.

Die Dunklen wollen wir nicht.

[….] Die Hilfe für die Vertriebenen aus der Ukraine zeigt, was Europa kann. Darüber wundern sich vor allem die Flüchtlinge, die seit Jahren auf Lesbos festsitzen.   […..]

(Boris Herrmann, SZ, 31.0.2022)

Einige Organisation halten sich in dieser Flüchtlingskrise bemerkenswert zurück, öffnen nicht ihre Billionen-schweren Geldschränke, stellen keine Wohnungen zur Verfügung: Die Kirchen.

Die deutsche Ober-Evangelin Annette Kurschus kann sich noch nicht mal dazu durchringen, einen der perversesten und sadistischen Kriegstreiber, nämlich Patriarch Kyrill I. zu verurteilen. Ist doch der „Papst“ der 150 Millionen russisch-orthodoxen Christen der offizielle Partner der EKD.

Daher küre ich die christlichen Kirchen zur Impudenz des Monats März 2022.

Wie unter christlicher Ägide mit Flüchtlingen verfahren wird, zeigt sich insbesondere im katholischen Polen, welches von der streng katholischen PiS-Partei regiert wird.

[…..] An der polnischen Grenze sterben Menschen auf der Flucht - an Erschöpfung, Kälte, Hunger, Durst. Wer sich durch die sumpfigen Urwälder von Belarus nach Polen kämpft, ist dem falschen Versprechen des Diktators Alexander Lukaschenko aufgesessen, dass über Minsk ein vergleichsweise sicherer Weg in die EU führt - die Menschen aus dem Irak, Jemen, Syrien oder Afghanistan sowie vielen afrikanischen Ländern hoffen, in Europa ein besseres Leben führen zu können. Stattdessen erwartet sie oft die Brutalität der polnischen Grenzbeamten.  Diese Tragödie geht nicht allein auf Kosten der nationalpopulistischen polnischen PiS-Regierung. Mit ihrem Gerede von einer "hybriden Attacke" durch den belarussischen Diktator gab die EU der stramm rechten Regierung in Warschau den willkommenen Vorwand, mit aller Härte gegen Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika vorzugehen. Die Grenzschützer behandeln die Frauen und Männer, Kinder und Alten wie Angreifer und Staatsfeinde, die brutal abgewehrt werden müssen - und drängt viele von ihnen in illegalen Pushbacks auf die belarussische Seite.  Es sind ein paar Dutzend täglich, die kommen, im Vergleich zu den Hunderttausenden an der ukrainischen Grenze. Der Gegensatz könnte krasser nicht sein. Die polnische Regierung unterscheidet klar in Freund und Feind. […..]

(Viktoria Großmann, SZ, 02.04.2022)

In Deutschland halten sich die Kirchen bei der Finanzierung der Flüchtlingshilfen weiterhin vornehm zurück, wollen nicht auf die russischen Kriegshetzer in Soutanen eingehen.

Aber die deutsche katholische Kirche, eine der größten Immobilienbesitzerinnen, tritt schon einmal prophylaktisch in Erscheinung. Wohnungen günstig an Flüchtlinge vermieten? Niemals! Da baut die berüchtigte „Aachener Grundvermögen“ schon mal vor.  Sie möchte am liebsten nur mit Millionären zu tun haben und errichtet Brandmauern zum armen Plebs.

(…..)  Die „Aachener Grundvermögen“ kaufte die 186 Hafencity-Wohnungen. Die Firma ist eine 100%ige Tochter der „Aachener Siedlungs und Wohnungsgesellschaft“, die wiederum unter anderem den Erzbistümern Köln und Paderborn gehört.

[….] TERRAGON AG: Verkauf von VILVIF Hamburg an Aachener Grundvermögen.  Leuchtturmprojekt im Überseequartier der HafenCity per Forward-Deal veräußert! Aktuell in Umsetzung befindliches Projektvolumen bei insgesamt rund 0,8 Mrd. €! VILVIF Ahrensburg bereits vorzeitig an den Investor übergeben

- Im Rahmen eines Forward-Deals hat die TERRAGON AG, führende Projektentwicklerin im Marktsegment Service-Wohnen für Senioren, gemeinsam mit ihrem Joint Venture Partner Garbe Immobilien-Projekte die Projektentwicklung "VILVIF Hamburg" an die Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft verkauft. Nach Marktinformation ist es die bisher größte Einzeltransaktion für Service-Wohnen in Deutschland.  [….]

(DGAP, 31.12.2021)

800 Millionen Euro – bei diesen Preisen mag Otto Normalverbraucher etwas überfordert sein. Für Rainer Kardinal Woelki kommt das Projekt gerade passend. Sein Milliarden-schweres Erzbistum schwimmt im Geld und da er sich erfolgreich dagegen wehrt, Entschädigungen an die von seinen Priestern sexuelle missbrauchten Opfer zu zahlen, bleibt auch genügend Kapital für Luxusimmobilien übrig.

[….] Die GmbH Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (ASW) ist im Besitz der Erzbistümer Köln und Paderborn und der Bistümer Trier, Münster und Aachen. Das Stammkapital beträgt 37 Mio. Euro. Dem Erzbistum Köln gehören 41,5 Prozent des Grundkapitals. [….]

(Wikipedia)  (….)

(Wer sich Immobilien noch leisten kann, 08.02.2022)

Nach der gelungenen kirchlichen Vertreibung nicht-vermögender Mieter aus der Hamburger Hafencity, kommen die milliardenschweren Bischöfe aber auch in ihren weniger exklusiven Locations jedem Appell an Solidarität mit Flüchtlingen zuvor.

Die Katholiken besitzen unter anderem im Hamburger Arbeiterstadtteil Hammerbrook Neubauprojekt „Sonninpark“ 248 geförderte Wohnungen. Sozialhilfeempfänger wollen die Katholiban aber nicht als Mieter.

 [….]  „Bitte beachten Sie, dass wir Mieter bevorzugen, die ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten“: Eine Hamburger Maklerfirma sollte im Auftrag eines Aachener Immobilienunternehmens in Hammerbrook Wohnungen vergeben. Aber nicht jeder Mieter war scheinbar willkommen. Und das, obwohl es sich beim Vermieter um ein kirchliches Unternehmen handelt! Mehrere Mails gingen hin und her, irgendwann wurde der Ton dann immer genervter: „Die Anzahl der Empfänger irgendwelcher Leistungen in der letzten Woche war hoch. Bitte achten Sie darauf, dass wir keine Leistungsempfänger erhalten.“ Im Klartext: Arme Leute nicht willkommen!  [….] Was sagt der Makler zu so einer unchristlichen Wortwahl? Der will seinen Namen nicht veröffentlicht wissen, äußert im Gespräch mit der Mopo aber Unverständnis: „Es kann doch nicht sein, dass ausgerechnet ein Vermieter mit kirchlichem Hintergrund unsere Mitarbeiter darauf hinweist, dass sie gefälligst keinen Leistungsempfänger vorschlagen sollen. Die Kirche ist doch selbst Leistungsempfänger. [….]

(Mopo, 01.04.2022)

Doch, unbekannter Makler, das kann nicht nur sein, sondern war schon immer oberstes Prinzip der Kirche: Nehmen ist seliger denn geben.

Glauben Sie etwa, die Kirchen wäre der größte und reichste Immobilienbesitzer der Welt geworden, wenn sie freundlich immer die Ärmsten bei sich hätten wohnen lassen?

Ländereien

Die Kirche - der größte Grundbesitzer der westlichen Welt

Einige Beispiele:

    Deutschland: Mit 8,25 Milliarden qm größter privater Grundbesitzer 34) S.208 (entspricht gut der Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holstein 34) S.208 oder der Größe von Bremen, Hamburg, Berlin und München zusammen)

    Italien: über 500.000 ha Ackerland

    Spanien: ca. 20 % aller Felder

    Portugal: ca. 20 % aller Felder

    Argentinien: ca. 20 % aller Felder

    England: ca. 100.000 ha

    USA: über 1.100.000 ha Ackerland;

Weiden und Wälder sind nicht mitgerechnet. 26) S. 429

Städte / Immobilien

Der Vatikan ist »größter Immobilienbesitzer«

    Man kann in Bezug auf die immensen Besitztümer des Vatikans nicht mehr nur von Immobilien sprechen, sondern eher von Städten oder Stadtteilen.

    Rom z. B. ist bereits zu 1/4 in den Händen des Vatikans, recherchierte Paolo Ojetti in der Zeitschrift L’ Europeo am 7.1.1977. Sein Artikel war wie ein Telefonbuch zu lesen. Seitenweise listete er Tausende von Palästen auf, die z. T. den 325 katholischen Nonnen- und 87 Mönchsorden gehören. 5)

    Der Journalist Ojetti recherchierte auch in der italienischen Stadt Verona. Er druckte einen Stadtplan ab, auf dem ungefähr die Hälfte der Häuser schwarz markiert waren = Eigentum der katholischen Kirche. Er wies darauf hin, dass die Besitzverhältnisse in anderen Städten ähnlich sein dürften.

(Freie-Christen)

Nicht nur in Italien ist die Katholische Kirche der größte Grundbesitzer. Auch in Spanien.  Sie gibt diese erschlichenen Ländereien aber nicht nur nicht zurück, sondern hat sich durch ihren immensen politischen Einfluß auch fast überall von der Grundsteuerpflicht befreien können.  Während also Griechenland, Portugal, Spanien und Italien über explodierende Schulden stöhnen und sich täglich neue Milliarden leihen müssen, stehen die Kirchen als steinreiche Staatsschmarotzer am Rand und zahlen keine Steuern. (….)

(Erspar mir dein Mitgefühl, 29.05.2012)

Wenn man nicht nur so reich geworden ist, sondern immer noch reicher werden will, kann man keine Rücksicht auf die Habenichtse nehmen.

Flüchtlingskrisen sind also insofern gefährlich für die Kirchen, weil sie aufgefordert werden könnten, ihren immensen Immobilienbestand, zu nutzen, um Nächstenliebe gegenüber Bedürftigen walten zu lassen. Und genau das hassen die Oberchristen. Selber fressen, macht fett. Schon 2015 wanden sie sich erfolgreich aus der Solidarität.

Die Armen und Vertriebenen sollen nach Meinung der deutschen Top-Kleriker einen Tritt in den Hintern bekommen und schnell abgeschoben werden. Beharrlich weigert sich der größte Immobilienbesitzer Deutschlands auch nur ein einziges leerstehendes Kloster für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen.  In Sachsen mischt sich sogar der Pfarrer vor Ort in Großröhrsdorf ein, als ein Unternehmer eine große Halle als Unterkunft anbietet. Der Pfaff protestiert und will keine Asylanten in seinem Umfeld.   So auch Sachsens Bischof Bohl, der sich nicht etwa dem Abschaum in den Weg schützend vor Flüchtlingsheime stellt, sondern die Positionen von PEGIDA und AfD nachplappert.

[….] Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche plädiert für eine harte Linie in der Flüchtlingspolitik. Asylverfahren von Balkanflüchtlingen müssen für Jochen Bohl dringend verkürzt und beschleunigt werden. Probleme in Montenegro, Serbien oder Bosnien-Herzegowina könnten nicht dadurch gelöst werden, dass ihre Bewohner nach Deutschland kommen. »Das ist einfach undenkbar«, sagte der Bischof der dpa.   [….]  Für Zuwanderer, die nach Deutschland kämen, weil sie keine Zukunft sehen, sei das Asylrecht nicht vorgesehen.  Bohl befürwortet, in Verfahren von Balkanflüchtlingen das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten anzuwenden. »Wenn man weiß, dass in einem Land (...) keine systematische politische Verfolgung stattfindet, können die Anträge auch in verkürzten Verfahren behandelt werden.« Angezeigt seien auch rasche Abschiebungen. Es könne »nicht so sein, dass jeder, dem es gelingt, deutschen Boden zu betreten, auch das Recht hat, hier dauerhaft zu bleiben.« Indirekt deutete Bohl sogar Verständnis für Mobilisierungen gegen Flüchtlingsunterkünfte an: Es führe »bei vielen Menschen zu einem gewissen Verdruss«, dass »offenkundige Probleme sehr schwer und mühselig geregelt werden und es nicht zeitnah zu einer Lösung kommt.«

(ND 25.07.2015)

Die Kombination aus „Sachsen“ und „Kirche“ ist eben genauso übel, wie man es erwarten konnte.

(Der Christ des Tages VXXXIII 27.07.2015)