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Freitag, 9. Oktober 2026

Als alles noch so schön übersichtlich-unsichtbar war.

Früher, als noch nicht die Homos und Emanzen, die Ökos und die Grünen, die Ausländer und die Gastarbeiter, die Atheisten und Chaoten, völlig ungeniert wagten mitzureden, war es viel schöner. Schöner für reiche weiße alte Christenmänner.

Aufklärung, Mitbestimmung, Emanzipation, Bürgerrechte sind daher für Dunkelkatholiken, MAGA-Amis, Fritze Merz und AfD-Wähler gleichermaßen abstoßend. Denn so werden ihre gefühlten Freiheiten von einst eingeschränkt.

Die Freiheit, Frauen zu begrabschen, Frauen sexistisch zu titulieren, sie zu vergewaltigen, ohne daß sie gleich zur Polizei rennen, um sich zu beklagen. Die Freiheit, Frauen vorzuschreiben, was sie zu tun haben, sie zu verprügeln. Die Freiheit, People Of Color zu duzen, sie rumzukommandieren. Die Freiheit, Schwule nach Herzenslust zu beschimpfen und zu verprügeln. Die Freiheit, Kinder übers Knie zu legen; Kinder grün und blau zu schlagen, ohne daß gleich einer das Jugendamt informiert. Die Freiheit, seine vollen Aschenbecher einfach aus dem Autofenster zu entleeren. Ohne von einem Ökopax deswegen angezeigt zu werden. Die Freiheit, vor den Kindern, beim Essen, im Bus, der S-Bahn und im Flugzeug zu rauchen. Die Freiheit, auch mal ein Kind zu vergewaltigen und sich darauf zu verlassen, daß alles vertuscht wird.

Aber alle diese Freiheiten werden die weißen Männer, die mit dem Privilegien-Löffel im Arsch geboren wurden, inzwischen streitig gemacht. Wäre es doch bloß wieder so schön wie früher, als Mann immer automatisch das letzte Wort hatte und niemand widersprach.

Aber jetzt darf Mann ja nichts mehr.

[…] FTC Chair Says He's Proud Of Efforts To Protect 'White American Men From Discrimination'[…] Chairman of the Federal Trade Commission Andrew Ferguson said Thursday he’s proud of the work President Donald Trump’s administration is doing to combat discrimination ― for white men, that is.

At a press conference with Vice President JD Vance about alleged abuses of work visa programs, Ferguson touted the work of U.S. Equal Employment Opportunity Commission Chair Andrea Lucas, a vocal critic of diversity, equity and inclusion.  “I also want to acknowledge the work of Andrea Lucas, who is the chairman of the EEOC,” Ferguson said. “She is the greatest chairman of that institution, since Clarence Thomas back in the 1980s.”

Ferguson then praised Lucas’ work to combat a problem that doesn’t exist.

“On every issue that previous EEOCs refused to touch: protecting white American men from discrimination, protecting American citizens from national origin discrimination ... she has led the EEOC headlong to defend Americans from these abusive practices.”  Lucas has been vocal about helping white men who say they’ve faced discrimination in the workplace.

“Are you a white male who has experienced discrimination at work based on your race or sex?” she said in a video posted to social media last year. “You may have a claim to recover money under federal civil rights laws.” […]

 (HuffPo, 08.10.2026)

Trump, Höcke, Putin, Manfluencer, Andrew Tate, Testosterone-maxxer und die Katholische Kirche kämpfen für den weißen Mann, damit seine Freiheiten wieder exklusive Freiheiten werden, die nicht eingeschränkt werden, nur weil sie anderen schaden. Freiheiten, die frei von Verantwortung sind.

Als der weiße Mann frei davon war, auf Frauen, Kinder, Schwule, Juden, Schwarze, Ausländer, Behinderte, Kranke, Umwelt, Tierwelt, Klima Rücksicht nehmen zu müssen. Als es noch die gute alte Zeit war, die Jugend Joseph Ratzingers, der als Stellvertreter Gottes auf Erden gefragt wurde, wie er sich das Paradies vorstellte, mit dem „Bayern seiner Jugend“ antwortete.

[….] Papst Benedikt hat das Leben nach dem Tod mit seinen Kindheitstagen im Deutschland der 1930er verglichen. "Das Paradies könnte so sein, wie meine Jugend war, so dass ich hoffe, nach Hause zu gehen, wenn ich vom anderen Teil der Welt komme", sagte das Kirchenoberhaupt, der 1927 unter dem Namen Joseph Ratzinger in Bayern geboren wurde, laut der Nachrichtenagentur "Kathpress" am Samstagabend beim Weltfamilientreffens in Mailand. [….]

(Die Presse, 03.06.2021)

Ratzi in jung

Ach, war das damals herrlich in der Nazizeit, ganz ohne Ausländer, Emanzen und Juden. So gefiel es ihm. So betrachtete der Pontifex Maximus als geistiges Oberhaupt von 1,3 Milliarden Menschen das vollkommene Glück. 

Wie in seiner wundervollen Zeit im Studienseminar St. Michael in Traunstein.

[….] Die Kindheit und Jugend verbrachte Joseph Ratzinger in Traunstein, einer Kleinstadt nahe der österreichischen Grenze, 30 km von Salzburg entfernt. In dieser Umgebung, die er selber als "mozartianisch" bezeichnete, erhielt er seine christliche, menschliche und kulturelle Prägung.

[….] Der junge Joseph wurde Zeuge, wie die Nazis den Pfarrer vor der Feier der Heiligen Messe verprügelten.  Gerade in dieser schwierigen Situation sollte er die Schönheit und die Wahrheit des Glaubens an Christus entdecken; [….] Bis September 1944 war er in den Hilfsdienst der Fliegerabwehr eingezogen.  […]

(Der Heilige Stuhl, BIOGRAPHIE SEINER HEILIGKEIT BENEDIKT XVI.)

Es war aber auch paradiesisch im Studienseminar St. Michael in Traunstein!

[…] Wenn Kirchenmänner ihren Zöglingen das Leben zur Hölle machen […] Eine neue Missbrauchsstudie über das Seminar St. Michael in Traunstein zeigt auf, wie diese Einrichtung für manche Zöglinge zu einem Ort körperlicher, seelischer, sexueller und spiritueller Gewalt werden konnte. […] es waren keine erwachsenen Männer, die hier auf den Kirchendienst vorbereitet wurden. Sondern Kinder und Jugendliche, die in der Stadt das staatliche Chiemgau-Gymnasium besuchten und im Seminar oben auf dem Hügel ihre Nachmittage, Abende und Nächte verbrachten – so wie 1939 der junge Joseph Ratzinger, der viele Jahre später zu Papst Benedikt XVI. werden und Traunstein seine „Vaterstadt“ nennen sollte.

Viele[n] der Zöglinge von einst […] haben die Kirchenmänner das Leben hier fast zur Hölle gemacht. So geht es aus einer Studie hervor, mit der das Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik die Gewalt- und Missbrauchserfahrungen ehemaliger Seminaristen aus den Jahren 1960 bis 1990 aufgearbeitet hat. […] Das Bild, das sie aus all dem zusammengesetzt haben, zeigt neben positiven Erfahrungen von Seminaristen auch verschiedene Formen von Gewalt. Von psychischer, körperlicher, sexualisierter und auch von spiritueller Gewalt, mit der Kirchenmänner wie manche Seminarleiter ihre Macht und ihre religiöse Deutungshoheit missbraucht und ihre Zöglinge so in Gefühle von Angst, Schuld, Scham und Sünde gestürzt und in tiefe seelische Krisen getrieben haben. „Die Angst vor der Hölle hat halt immer irgendwo mitgespielt, und es wurde einem auch klargemacht“, sagte ein Seminarist aus den 1970er-Jahren den Studienautoren.

Drohungen, kollektive Bestrafungen für echte oder vermeintliche Verfehlungen Einzelner und eine erniedrigende Behandlung bestimmter Jungen waren laut der Studie einst keine Seltenheit im Seminar. Oft traf es solche Buben, die wenig oder gar keine Berufung zum Geistlichen erkennen ließen. […] Die angeblichen Seelsorger von damals verletzten nicht nur die Seelen der Jungen wie bei Georg Rieperdinger. Auch Ohrfeigen, Kopfnüsse oder Schläge auf den Hinterkopf verabreichten manche Geistliche ihren Schutzbefohlenen immer wieder. Kinder wurden zum Essen gezwungen und mussten schlimmstenfalls ihr eigenes Erbrochenes wieder zu sich nehmen. […] Bei dem jungen und von etlichen Ehemaligen als charismatisch beschriebenen Klosterbruder hatte Koch Hilfe, Trost und Rat gesucht für sich und für einen gleichaltrigen Freund, dem es äußerst schlecht gegangen war in St. Michael. Stattdessen wurde der Mönch plötzlich zudringlich. Für Koch, damals Schüler in der Oberstufe, brach damit eine Welt zusammen. Ein ähnlicher Vorfall wird darüber hinaus aus den 1950er-Jahren über einen Jesuitenpater berichtet.

Das Seminar „hat mich nicht geschützt, hat uns nicht geschützt, nicht auf Hilferufe reagiert“, sagt Koch am Donnerstag. Diese Vernachlässigung aber „war die Grundlage für sexualisierte Gewalt“. […]

(Matthias Köpf, 08.10.2026) 

Da hatten die Priester und Mönchen noch alle Freiheiten im Umgang mit den Kindern. Freiheiten, die ihnen der verdammte Modernismus nun nehmen will.

Donnerstag, 3. September 2026

Kreative Katholiban

Diese extrem schrägen ultrarechten verschwörungstheoretischen Katholiban sind für mich ,wie die sprichwörtliche tote Qualle am Strand.

Man weiß, daß sie irgendwie ekelig und glibberig sind, wie sie aussehen. Aber dennoch latscht man hin, um sie sich genau anzugucken.

So geht es mir beispielsweise mit den Covidioten David Berger, Gloria Thurn-Taxis und Bernhard Freienstein. Es gibt natürlich noch mehr von ihnen, Matthias Matussek, Martin Lohmann, Trixi Storch etc.

 

Ich weiß, daß ich bei ihnen nur widerliche Hetze gegen Minderheiten, antisemitische Codes, Homophobie und AfD-Propaganda übelster Weise finde.

Aber dennoch klicke ich die Irren an, weil eine schauderhafte Faszination damit einhergeht, zu verfolgen, wie quer zur Realität ihre Hirne arbeiten.

Die „Argumentationen“ sind immer wieder derartig schräg, daß ich mir bis heute nicht sicher bin, ob sie mit der hervorgerufenen Empörung gezielt Aufmerksamkeit erringen wollen, oder ob sie den totalen Schwachsinn, den sie absondern, womöglich selbst glauben.

Jedes reale oder auch bloß empfundene Übel, wird Linken, Grünen, Atheisten, „Altparteien“ und natürlich den üblichen „dunklen Mächten im Hinterzimmer“, an die Verschwörungstheoretiker glauben, in die Schuhe geschoben.

Abhilfe und Besserung gibt es nach Ansicht aller drei Maximal-Spinner nur, indem man streng den Lehren der katholischen Kirche folgt und AfD wählt.

In ihre debilen Braun-Blase sind Katholizismus und völkischer AfD-Faschismus nahezu synonym.

Man soll sich der AfD ergeben, so wie man sich auch nach der RKK zu richten hat. Jede Abweichung vom katholischen Katechismus führt ins Chaos. Deswegen darf man die Kirche nicht kritisieren und hat sich devot Gottes Willen zu fügen.

Lustigerweise wenden sich immer wieder real existierende katholische Bischöfe und offizielle RKK-Gremien gegen die AfD.

[…] Vor der Landtagswahl im deutschen Sachsen-Anhalt am Sonntag haben mehrere römisch-katholische Bischöfe zum wiederholten Mal ablehnende Haltung ihrer Kirche gegenüber der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) betont.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer, sagte, die rechtspopulistische Partei attackiere die Grundwerte und hintergehe den demokratischen Staat. Der Berliner Erzbischof Heiner Koch betonte, dass völkischer Nationalismus nicht mit der Position der Kirche vereinbar sei. Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe) sagte Wilmer, dass Christinnen und Christen für Nächstenliebe und Menschenwürde stünden, insbesondere für die Schwächsten der Gesellschaft.

„Dazu gibt es keine Alternative, weder in Deutschland noch anderswo“, betonte der Münsteraner Bischof. Die im Parteinamen formulierte Alternative für Deutschland sei „eine Gesellschaft, in der Freiheit, Menschenwürde und Demokratie eingeschränkt werden“, so DBK-Vorsitzender und Bischof von Münster Wilmer.  [….]

(ORF, 03.09.2026)

Was also tun, wenn man wie David, Gloria und Bernhard glühender katholischer AfD-Fan ist und sich gleichzeitig immer wieder gegen Kirchenkritik, Apostaten, Ketzer, Pharisäer ausspricht? Wenn man immer wieder verlangt, niemand dürfe sich gegen die RKK stellen?

Ganz einfach. In dem Fall greifen sie zur größtmöglichen Inkonsequenz und fallen selbst über Kirche, Bischöfe und Papst her. Die befänden sich alle auf Irrwegen, hätten keine Ahnung, und wären dem Liberalismus anheimgefallen.

Den wahren Glauben, den reinen Katholizismus, kennen sie nämlich immer nur ganz exklusiv selbst. Dann irren eben alle anderen.

Ich mach‘ mir die Welt, wididiwitt, wie sie mir gefällt.

Dienstag, 30. Juni 2026

Sandkasten-Zoff bei den Kleidchen-Trägern

Es mag einen Binsenwahrheit sein, ist aber im Merz-Musk-Trump-Zeitalter wichtiger denn je: Man muss seinen Humor behalten, um nicht von Frustrationen, Fatigue, Stupor und Depressionen zerquetscht zu werden.

Satire-Formate sind leider nicht mehr geeignet, um herzlich zu lachen, weil die Guten viel zu ernst sind und daher eher Schockstarre auslösen.

Längst hat die politische Wirklichkeit, in ihrer 2026er Ausprägung als absurde Real-Satire die Comedians in der Kategorie „Komik“ hinter sich gelassen.

Eine hervorragende humoristische Groteske zeigen heute Prevosts misogyne Geronten in den bunten Kleidern, indem sie sich mit den FSSPX-Franchisern beefen.

Kurzer Recap: 1970 hatte der erzkonservative Mann im Kleid Erzbischof Marcel Lefebvre (1905–1991) die Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X (FSSPX, vulgo Pius-Brüder) gegründet, weil ihm die anderen erzkonservativen, homophoben, misogynen, antisemitischen Männer im Nachthemd nicht mehr erzkonservativ, homophob, misogyn und antisemitisch genug waren. Kleidchen-Mann Lefebvre setzte dabei einen Trumpf ein, mit dem sich die RKK selbst eine Falle gebastelt hatte.      Es gibt drei Weihe-Grade in der Kaspar-Sekte: Diakonat (Ordo diaconorum),

Presbyterat (Ordo presbyterorum) und das Episkopat (Ordo episcoporum). Dabei stellt die Bischofsweihe (Ordinatio episcopalis) ein Sakrament dar. In ihr war nach Auffassung der Katholo-Kleidchen-Männer, Jesus Christus persönlich anwesend, so daß sie (wie eine katholische Ehe oder Taufe) auch niemals rückgängig gemacht werden kann. Der Pferdefuß findet sind in der Dogmatischen Konstitution über die Kirche:

Die Bischöfe lenken das pilgernde Volk. In ihnen ist Christus anwesend. Ihnen ist die Fülle des Weihesakraments gegeben, die sie weitergeben können .

(Lumen gentium 21)

Der abtrünnige Lefebvre konnte also kirchenrechtlich gültig, nicht nur Diakone und Priester, sondern eben auch andere Bischöfe weihen.

Das tat er fleißig und steckte schließlich 1988 auch Richard Williamson, Alfonso de Galarreta, Bernard Tissier de Mallerais und Bernard Fellay in lustige bunte CSD-Kostüme. Insbesondere der britische Bischof Richard Nelson Williamson (*1940 †2025) schaffte es als wegen Volksverhetzung verurteilter, radikal antisemitischer Holocaustleugner, immer wieder in die internationalen Schlagzeilen. Ein anderer erzkonservativer, misogyner, homophober Mann im Kleid, ein Pole namens Karol Józef Wojtyła, war davon so schwer angepisst, daß er Lefebvre und die neuen vier FSSPX-Bischöfe aus einem erzkonservativen, misogynen, homophoben Verein für Männer in bunten Kleidern rauswarf. Die Exkommunikation stellt dabei die höchste und endgültige Kirchenstrafe durch Gottes Stellvertreter auf Erden dar.

Nachdem Wojtyła aber den Löffel abgegeben hatte, folgte ihm mit dem 1941 in die Hitler-Jugend aufgenommenen Josef Ratzinger, ein erzkonservativer, misogyner, homophober Mann im Kleid, der das mit der Holocaust-Leugnung und Volksverhetzung nur so semi-schlimm fand und die unaufhebbare Exkommunikation  Lefebvres, Williamsons, de Galarretas, de Mallerais und Fellays am 21. Januar 2009 wieder aufhob. Seither tanzen die schrillen FSSPX-Antisemiten drei Päpsten auf der Nase rum. Die Generaloberen Fellay (1994-2018) und jetzt Davide Pagliarani blieben garstig und wollen nun erneut Bischöfe weihen, was wiederum dem erzkonservativen, misogynen, homophoben Bob Prevost auf den Senkel geht.

Es ist so lustig, wenn sich zwei dubiose Kindermisshandlungs-Sekten mit imaginären Freunden darüber streiten, wessen imaginärer Freund, wem imaginäre Rechte verleiht.

„So geht’s ja nun nicht“, verkündete Bob P. ganz bitchy; wenn das passiere, müsse er all mal wieder exkommunizieren, also von dem anderen imaginären Freund canceln lassen.

[…] Voller christlicher Zuneigung bitte und fordere er sie von ganzem Herzen auf: „Kehrt um!“ In dem am Dienstag vom Vatikan veröffentlichten Brief richtet sich Papst Leo XIV. an den Leiter der Priesterbruderschaft St. Pius X., Davide Pagliarani. Er hatte die vom Papst nicht erlaubten Bischofsweihen, die für die Beteiligten laut katholischem Kirchenrecht zur von selbst eintretenden Exkommunikation führen, für Mittwoch angekündigt.

Leo XIV. schreibt: „Ich ermahne euch, das geistliche Wohl der Gläubigen sorgfältig zu bedenken; denn der schismatische Akt, den ihr begehen würdet, würde sie des rechtmäßigen und in manchen Fällen sogar gültigen Empfangs der Sakramente berauben, die sie lieben und für ihre eigene Heiligung suchen.“ [….]

(ORF, 30.06.2026)

Bobs Droh-Move scheint allerdings nicht zu wirken, da die antisemitischen erzkonservativen, misogynen, homophoben irren Piusse schließlich noch ihren imaginären Freund an ihrer Seite haben.

[…] Die erzkonservativen Piusbrüder fordern den Papst heraus. Die Traditionalisten wollen an diesem Mittwoch im schweizerischen Écône vier neue Bischöfe weihen – ohne den Segen von Leo XIV. Das ist ein offener Affront gegen das Oberhaupt der Katholischen Kirche. Denn da die Bischofsweihe kein päpstliches Mandat hätte, wäre das Vorgehen faktisch ein Akt der Kirchenspaltung. […] Mit der nun angekündigten Bischofsweihe bringen die Piusbrüder den Papst in eine Zwickmühle. Zum einen muss Leo XIV. daran gelegen sein, eine Spaltung zu vermeiden. Die Katholische Kirche ist angeschlagen, vor allem in Europa verliert sie seit Jahren stetig Mitglieder, der Exodus der Gläubigen schreitet scheinbar unaufhaltsam voran. Gleichzeitig sind konservative Gruppierungen in der Katholischen Kirche im Aufwind – beispielsweise in den USA, der Heimat des Papstes, wo die Traditionalisten einen starken Einfluss auf Präsident Donald Trump und seine Politik ausüben. Eine Exkommunikation der Piusbrüder durch den Papst könnte auch diese Traditionalisten verprellen.

Auf der anderen Seite kann sich der Pontifex als Oberhaupt der Kirche die Eigenmächtigkeiten der Bruderschaft schlicht nicht bieten lassen. Die Öffnung der Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil kann für Leo nicht verhandelbar sein. Schon sein Vorgänger Papst Franziskus hatte diese Reformen als unumkehrbar bezeichnet, Leo XIV. selbst bezeichnete die Konzilserrungenschaften als „Leitstern für den künftigen Weg“. […] Die eigenmächtige Bischofsweihe der Ultrakonservativen sei für den Papst ein „absolutes Worst-Case-Szenario“, sagt der Theologe Jan-Heiner Tück, Professor für Dogmatik an der Universität Wien[…] Nichts deutete in den vergangenen Tagen darauf hin, dass der Konflikt noch in letzter Minute entschärft werden könnte. […]

Seit Jahrzehnten versucht der Vatikan, die Piusbrüder einzubinden – doch die Bruderschaft führte den Vatikan immer wieder regelrecht vor. […]

(FUNKE, 30.06.2026)

Freitag, 15. Mai 2026

Die Männerreligion

Im Zuge des Beefs zwischen Prevost und Trump, konnte man viel über die Rolle des Katholizismus bei den MAGAs lesen.

Die Vordenker der ultrarechten „Christian nationalists“, Peter Thiel und Stephen Bannon insbesondere, haben den Katholizismus als Vehikel entdeckt, um ihre radikal reaktionäre menschenfeindliche und antidemokratische Agenda voran zu treiben. So konnte Thiel seinen politischen Ziehsohn J.D. Vance dazu bringen, zum Katholizismus zu konvertieren, sich für einen Agustinus-Experten zu halten und auf dieser Basis den Papst zu attackieren.

[….] Neu ist aber die unmögliche Situation, in die sich der US-Vizepräsident selbst gebracht hat – und damit auch seine Regierung, die mit immer schrilleren Bezügen zum Christentum auffällt. Da ist Verteidigungsminister Pete Hegseth, der mit einem gefälschten Bibelzitat aus dem Film »Pulp Fiction« hantiert. Oder Trumps spirituelle Beraterin Paula White-Cain, die ihren Präsidenten in der Karwoche mit Jesus Christus verglich. Aber bei niemandem zeigt sich das grundsätzliche Missverständnis zwischen Politik und Theologie so deutlich wie bei JD Vance. Erst 2019 ist der Republikaner zum Katholizismus konvertiert.  [….]  Seit ein paar Jahren hat eine Strömung der neuen subversiven amerikanischen Rechten den Katholizismus zunächst als provokative Attitüde entdeckt. Ausgerechnet die coolen Kids von der Lower East Side in Manhattan schmückten sich mit dem Label »Trad Cath« , »traditionell katholisch«. Um die vermeintlich woke-liberale Hegemonie zu verstören, kokettierten sie mit traditionellen Familienbildern und stürzten sich lustvoll auf die reaktionärsten Strömungen, die im Katholizismus zu finden waren. […] Typen wie der Techmilliardär Peter Thiel, der seine ganz eigene Geschmacksrichtung von »Vibe-Katholizismus« entwickelt hat. […] Peter Thiel ist kein Fan des Papstes, den er für zu »woke« hält. Zugleich hält der Hobbytheologe gern Vorträge über sein Konzept vom Antichristen (der seiner Meinung nach Züge der Klimaaktivistin Greta Thunberg trägt). [….]

Vance nahm die Rolle des Papstes gleichzeitig zu ernst und nicht ernst genug. [….] Vance aber wurmte es offensichtlich, dass ihm die oberste Autorität in Glaubensdingen nicht recht gab. [….] Das Problem ist: Der Papst ist kein beliebiger Pastor in irgendeiner protestantischen Freikirche, mit dem man über die richtige Auslegung einer Bibelstelle diskutieren kann. Vance verrannte sich, als er dem Oberhaupt der katholischen Kirche empfahl, in theologischen Fragen »vorsichtig« zu sein, in unerhörtes Terrain. [….] Aber Vance hatte sich immer noch nicht tief genug eingebuddelt. Als Nächstes wies er den Papst großmütig auf die fast tausendjährige Geschichte des Konzepts des »gerechten Krieges« hin. Das Konzept geht unter anderem auf ebenjenen Augustinus zurück, den Vance als seinen Schutzpatron verehrt – womöglich hielt er sich deshalb für ausreichend kompetent. Doch wie Vance wissen müsste, da er dem Papst zu dessen Inauguration zwei Augustinus-Ausgaben geschenkt hat, ist Leo XIV. einer der größten Augustinus-Experten auf dem Planeten. [….]

(Matern von Boeselager, 25.04.2026)

OK, in diesem Fall ging es schief, den katholischen Umhang zu benutzen, weil Prevost US-Amerikaner ist, bei dem Thema keine Auseinandersetzung scheut und weil Vance dumm wie Bohnenstroh ist.

Davon mal abgesehen, ist der Katholizismus eine durchaus naheliegende Wahl, um in der dunkel-abrahamitischen, misogynen, homophoben, antisemitischen und xenophoben Republikaner-Welt, einen „seriösen“ Anstrich zu bekommen. Schließlich war die Kirche die längste Zeit ihrer 2000-Jährigen Geschichte katholisch und wurde von mächtigen weißen Männern geprägt, die sich Frauen/Ungläubigen/Kindern/Schwulen/Dunkelhäutigen/Sklaven gegenüber für superior hielten. Und halten.

Über die MAGA-und GOP-Schiene gewinnt die katholische Kirche enormen Einfluss in der US-Politik, weil es die katholischen Stimmen waren, die maßgeblich Donald Trump über die Ziellinie trugen. Darunter sehr viele Latinos, die am allermeisten unter dem ICE-Terror leiden und schon seit 2015 permanent von Trump dämonisiert werden. Eigentlich sollte die GOP keine einzige Latino-Stimme bekommen, aber der Katholizismus, mit seiner Homophobie und dem radikalen Kampf gegen schwangere Frauen, überwog bei der Wahlentscheidung 2024.

[….] Eine wachsende Minderheit in den USA sieht den Einfluss von Religion steigen. 37 Prozent äußerten diese Einschätzung in einer vom Pew Research Center in Washington veröffentlichten Umfrage.

Das sind 19 Prozentpunkte mehr als 2024, kurz vor Beginn der aktuellen Trump-Regierung. 17 Prozent sprachen sich dafür aus, das Christentum zur Staatsreligion zu erklären, das ist ein Anstieg um vier Prozentpunkte. Zwischen Parteigängern der regierenden Republikaner und der Demokraten zeigen sich erhebliche Unterschiede.

75 Prozent der Republikaner bekundeten eine positive Sicht auf den öffentlichen Einfluss von Religion, doppelt so viele wie Anhänger der Demokratischen Partei (38 Prozent). Dass bei der Gesetzgebung die Bibel im Zweifelsfall größeres Gewicht als die Volksmeinung haben sollte, meinten 45 Prozent der Republikaner gegenüber 13 Prozent der Demokraten. 27 Prozent der Republikaner befürworteten eine christliche Staatsreligion.  [….]

(ORF, 15.05.2026)

Für mächtige weiße heterosexuelle Männer ist der Dunkelkatholizismus eine prima Sache. Damit kann man die Frauen zurück an den Herd drängen, auf das Kinderkriegen reduzieren, Schwulenrechte streichen und drakonische Strafen durchsetzen.

Für Frauen/Queere stellt sich die Sache anders dar.

[…] Amerikas junge Frauen wenden sich zunehmend vom Glauben ab. Inzwischen bezeichnen sich bereits 43 Prozent der unter 30-jährigen Amerikanerinnen als nicht religiös.

Der Anteil der nicht religiösen jungen Frauen (von 18 bis 29 Jahren) hat seit 2013 stetig zugenommen – von 29 auf 43 Prozent (2025). Der Begriff (im Original: none) umfasst Atheisten, Agnostiker und andere, die keiner Glaubensgemeinschaft angehören. Ein Großteil dieses Zuwachses resultiert aus einem Rückgang der Religionszugehörigkeit bei jungen Frauen aus ethnischen Minderheiten (Women of Color). Dagegen blieb der Anteil der nicht religiösen jungen Männer im selben Zeitraum bei 35 Prozent stabil.

Zu diesen Ergebnissen kommt die jetzt veröffentlichte Studie Census of American Religion 2025 des Public Religion Research Institute (PRRI) in Washington, D. C. Über alle Geschlechter hinweg identifizierten sich demnach 9 Prozent der unter 30-Jährigen in den USA als nicht religiös.

Eine bedeutende Rolle bei der Abwendung junger Frauen von den Kirchen spielen die traditionellen Geschlechterrollen in konservativen Glaubensgemeinschaften, sagt die PRRI-Direktorin Melissa Deckman. "Ich glaube, wir erleben gerade einen frontalen Zusammenstoß: Viele jüngere Frauen legen ihre religiöse Selbstbezeichnung ab, weil sie die Ansichten konservativer und lautstarker Kirchen nicht unterstützen."

Während die Frauen gehen, drängen junge Männer mit christlich-fundamentalistischen Überzeugungen – die sogenannten "Theo Bros" – zunehmend an die Öffentlichkeit. Einige Wortführer der Bewegung fordern in den sozialen Medien sogar eine Abschaffung des Frauenwahlrechts. Beobachter vermuten deshalb auch einen erhöhten Zulauf junger Männer zu den Kirchen. Dem widerspricht Deckman: Nach ihrer Ansicht sei es unwahrscheinlich, dass dieser Trend viele Menschen in die Kirchen locken wird.  […]

(hpd,15.05.2026)


Kein Wunder, für Frauen ist die Rolle, die ihnen abrahamitische Ideologien zubilligen, reichlich suboptimal. Es war mir schon immer ein Rätsel, was Queere und Frauen an einer Religion finden, die sie generell als minderwertig gegenüber heterosexuellen Männern ansieht! AUSTRETEN! Heten auch!

Freitag, 17. April 2026

Kollateralschäden.

Bei Kriegen leiden immer die Unschuldigen. Die „chirurgisch präzisen Schläge“ sind eine Illusion, um im Medienzeitalter Angriffskriege nicht so unpopulär, wie die Millionenmassaker in Vietnam, werden zu lassen.

Aber auch bei Trumps aktuellsten Irankrieg wurden gleich als erstes 168 kleine Mädchen gekillt.

[….] Nach dem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran hat eine UN-Untersuchungskommission die Arbeit aufgenommen. [….]

Bei dem Angriff am ersten Kriegstag waren iranischen Angaben zufolge fast 200 Menschen getötet worden: 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern. Die Schule liegt in Minab im Süden des Landes.

Medienberichten zufolge ist das US-Militär für den Angriff verantwortlich. [….]

(Die Zeit, 17.03.2026)

Das waren sicher nicht die von Hegseth und Trump erwünschten Schlagzeilen, jedoch kein politisches Problem für MAGA. Die US-Amerikaner reagieren bekanntlich völlig abgestumpft auf die täglich stattfindenden School-Shootings.

In den Monaten Januar-März 2026 fanden in den USA 98 Massenschießereien statt. Dabei gab es 115 Tote und 377 Verwundete. Wenn sich die MAGA schon nicht an hunderten amerikanischen erschossenen Kindern stören, können Iranische sie erst Recht nicht aufregen.

Trump erlitt aber auch Kollateralschäden, die ihn, im Gegensatz zu umgebrachten Zivilisten, durchaus stören:

Der Krieg ist sehr teuer. Selbst für die USA.

[….] The war in Iran costs America two billion dollars each day, says war budgeting expert Linda Bilmes—and will cost at least one trillion overall. [….]  By early April, the United States had more than 56,000 troops in the war zone (including some 50,000 on ships, military bases, and other installations, as well as 4,500 Marines and 2,000 troops from the 82nd Airborne), and the United States was considering deploying 10,000 additional ground troops.

We spoke with Professor Linda Bilmes, the Daniel Patrick Moynihan Senior Lecturer in Public Policy and a leading expert on public finance, about the financial cost of the war in Iran. [….]

Wars always cost more than expected. Throughout history, those who get into wars tend to be optimistic about the cost and about the length of time it will take. For example, Russia thought it could take control of Ukraine in a few weeks. President George W. Bush fired his economic advisor, Larry Lindsey, for predicting that the Iraq War might cost $200 billion (it ended up costing $5 trillion).

We see the same pattern with Iran. The Trump administration expected that this war would be over quickly and would be relatively inexpensive. According to the Pentagon, it cost $11.3 billion in the first three to five days—but that is an underestimate. According to my calculations, those first few days cost at least $16 billion. We are spending down munitions at an extraordinarily fast pace—to put it in perspective, we fired more Patriot missiles in the first four days of the Iran war than we have given to Ukraine over the past four years. […..]

(Harvard-Kennedy Law School, 07.04.2026)

Der Iran-Krieg verursacht enorme Preissteigerungen in den USA.

[….] Consumer prices spiked in March as the Iran war sent energy costs soaring and took the Federal Reserve further from its inflation target, according to a Bureau of Labor Statistics report Friday. Underlying inflation, however, was relatively tame.

The consumer price index increased a seasonally adjusted 0.9% for the month, putting the annual inflation rate at 3.3%, pushed by a 10.9% surge in energy costs. Both numbers were in line with the Dow Jones consensus. The annual rate was the highest since April 2024 and up from 2.4% in February. [….]

(CNBC, 10.04.2026)

Der Iran-Krieg ist natürlich bei Demokraten sehr unpopulär. Das kann Trump egal sein. Aber auch seine eigene MAGA-Basis wird täglich skeptischer.

[….] Even as Trump has leaned increasingly into a more militaristic and interventionist foreign policy, Americans have less confidence in him to carry that out.

The Pew poll features some pretty staggering charts and numbers:

·        The percentage of Americans who are not confident that Trump will make good decisions on Iran has increased from 50% during the 2024 campaign to 56% after the June strikes on Iran’s nuclear facilities to 64% in March.

·        We’ve seen similar increases when it comes to the war in Ukraine and dealing with China.

·        Only 66% of Republicans and GOP-leaning independents are at least “somewhat” confident in Trump’s handling of Iran.

Similarly, the CBS poll showed just 23% of Americans had “a lot” of confidence in Trump to make the right decisions about Iran. Another 18% had “some,” while about 6 in 10 had “not much” or “none.”

The war has exacerbated Trump’s inflation problem

Perhaps most politically troubling for Trump and the GOP ahead of the midterms is inflation, which just jumped amid the oil shock.

Americans were already down on Trump on that issue — and that’s worsened for him since the war started. The percentage of Americans who disapprove of his handling of inflation has been at 67%, 68%, 69% and 71% in recent polls.    […..]

(Aaron Blake, CNN, 15.04.2026)

Zu den eher unerwarteten Kollateralschäden des aktuellsten Trump-Krieges gehören drei erstaunliche Entwicklungen:

Erstens

Trump unterzieht die Loyalität der US-Katholiken, von denen ihn 57% zum Präsidenten wählten, einer Prüfung, indem er sich eine PR-Schlacht mit dem 70-Jährigen Geistlichen Bob Prevost aus Chicago liefert.

[….]  Der US-Präsident hat den Papst wegen dessen Kritik am Iran-Krieg persönlich angegriffen. Doch Trumps Wutrede schadet vor allem einem: ihm selbst. Denn Leo XIV. hat einen Plan - und klare Ziele.

Robert Barron ist in diesen Tagen nicht zu beneiden. Der Bischof von Winona-Rochester gilt innerhalb der katholischen Bischofskonferenz in den USA als rechter Hardliner und einer der letzten Gefolgsleute von US-Präsident Donald Trump. Noch kurz vor Ostern hatte er an einer bizarren Segnung des Präsidenten mitgewirkt, bei der Prediger aus der MAGA-Bewegung auch den Krieg gegen Iran als göttliche Mission verklärt und gesegnet hatten.

Doch nach Trumps Tirade gegen den Papst blieb auch Bischof Barron keine andere Reaktion als eine scharfe Distanzierung. Die Äußerungen seien "total unangemessen und respektlos" gewesen. Der Präsident schulde Leo XIV. eine Entschuldigung. [….]

(Arnd Henze, WDR, 15.04.2026)

Zweitens

Der unsägliche Pannenkönig Kriegsminister Hegseth, der sich zuletzt als internationale Lachnummer präsentierte, indem er bei einer Bibelstunden im Pentagon, versehentlich statt aus der Bibel, aus Tarantinos „Pulp Fiction“ predigte, …

…ist noch nicht einmal in der Lage dazu, die Menschen an Bord der US-Kriegsschiffe am Golf mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu versorgen.

Das Essen muss rationiert werden, die vorhandenen Portionen sind nahezu ungenießbar, um Zahnbürsten muss man sich prügeln.

Dabei weiß selbst ein maximal Marine-ferner Mensch wie ich, wie wichtig gerade auf Schiffen die Verpflegung für die Moral „der Truppe“ ist, die deswegen üblicherweise besonders gut versorgt wird.

Drittens

Was über Jahrzehnte nahezu undenkbar schien, erreichen Trump und Netanjahu nun gemeinsam: Die Amerikaner wenden sich von Israel ab. Nicht zuletzt, weil immer mehr prominente jüdische US-Bürger und Politiker, sowie jüdische Organisationen lautstark gegen Bibi demonstrieren, sich mit muslimischen Bürgerrechtlern verbünden und für Palästina eintreten.

[….] Traditionell genießt Israels Regierung in Washington überparteiliche Unterstützung. Spätestens seit dem Sieg im israelisch-arabischen Sechstagekrieg 1967 ist das Land eine tragende Säule  der US-Sicherheitsstrategie im Nahen Osten. Waffenlieferungen, Geheimdienstkooperationen und enge politische Abstimmung sind Normalität. [….] Mitte der Woche lehnte der US-Senat einen Vorschlag des Linken Bernie Sanders, die Lieferung von Militärbulldozern an Israel zu missbilligen, zwar mit 59 zu 40 Stimmen ab. Doch dass sich 40 demokratische Senatoren für einen Lieferhalt aussprechen, ist bemerkenswert. Das sind mehr als 80 Prozent der Fraktion. Im November 2024 hatte ein ähnlicher Entwurf von Sanders lediglich 18 Jastimmen mobilisiert. Der Senator nannte  das jüngste Ergebnis eine »Verschiebung«, die »widerspiegelt, wo das amerikanische Volk steht«.

  

Laut einer Umfrage  des Pew Research Center aus dem März, dem Monat nach dem Angriff auf Iran, haben parteiunabhängig 60 Prozent der Amerikaner ein negatives Bild von Israel. Unter Menschen, die den Demokraten zuneigen, sind es 80 Prozent. Es ist ein starker Anstieg im Vergleich zu früheren Erhebungen. Er geht mit einem Vertrauensverlust gegen Netanyahu einher. [….]  »In der Machtstruktur der amerikanischen Politik, auch im Kongress, ist die Idee weitverbreitet, dass Kritik an Israel antisemitisch sei«, hatte der frühere demokratische Abgeordnete Andy Levin vor der jüngsten US-Wahl dem SPIEGEL gesagt. Wie Bernie Sanders ist Levin Jude und ein Kritiker der Netanyahu-Regierung. Eine große Rolle spiele die Lobbygruppe AIPAC (American Israel Public Affairs Committee). Sie gibt in Wahlkämpfen Millionen aus , um Konkurrenten von Kandidaten zu unterstützen, die ihrer Ansicht nach nicht proisraelisch genug sind. Bestimmte Positionen seien deshalb im Diskurs faktisch »nicht erlaubt«. Er sei »dämonisiert« worden, sagte der Ex-Synagogenvorsitzende Levin, der sich selbst als Zionisten bezeichnet. [….] Nicht nur aus Trump-Abneigung zweifeln viele Amerikaner daran, dass der Konflikt in ihrem Interesse ist und nicht eher in Israels. In der aktuellen Pew-Umfrage sagten auch 41 Prozent der den Republikanern zugewandten Befragten, sie blickten negativ auf Israel. Bei Konservativen unter 50 Jahren sind es sogar 57 Prozent. [….]

(Cornelius Dieckmann, 17.04.2026)

Es ist selbst für Trumps Verhältnisse ein enormes Desaster, das er mit diesem Krieg angefangen hat.

Oder wie er es selbst ausdrückt:

[….]  Trump fantasiert vom „perfekten“ Krieg [….] bezeichnet. Bei einem Auftritt in Las Vegas verteidigte Trump am Donnerstag seine Wirtschaftspolitik und rechtfertigte den Militäreinsatz. „Wir übertreffen alle Rekorde und das trotz unseres kleinen Umwegs durch das reizende Land Iran“, prahlte Trump. [….] Trump behauptete: „Der Krieg in Iran verläuft reibungslos.“ Und: „Er dürfte ziemlich bald zu Ende sein.“ Trotz steigender Energiepreise, Tod und Zerstörung sowie Sorgen über die Zukunft der Nato und des Nahen Ostens sei der Krieg „perfekt gewesen“, sagte Trump und lobte dabei die Stärke des US-Militärs. [….]

(taz, 17.04.2026)

Montag, 13. April 2026

Wann zum Teufel reicht es den MAGAs?

Finge man an, alle Desaster der Trump-Regierung, die Lügen, Misserfolge und Attacken auf die Verfassung, die Korruption und Kriminalität, aufzulisten, wäre man wochenlang beschäftigt.

Nach gängiger Meinung der US-Analysten, gab es vier Hauptmotivationen der Trumpwähler: Die Erwartungen, er würde den Kirchen mehr Einfluss verschaffen, die Wirtschaft in Schwung bringen, alle Migranten rauswerfen und die USA aus teuren Kriegen raushalten.

So lauteten seine Versprechungen.

Mit dem ICE-Terror wurde übererfüllte er eins der Versprechen so sehr, daß die meisten US-Amerikaner abgestoßen sind.

Die Wirtschaft schmiert ab unter Trump.
 

Der Antikriegspräsident gefällt sich als Krieger, ließ bereits Bombardierungen und/oder militärische Aktionen gegen Venezuela, Iran, Irak, Syrien, Somalia und Nigeria durchführen. Mit dem Irakkrieg startete er ein bisher 100 Milliarden US-Dollar teures Megadesaster.

All das kratzt bisher nicht an Trumps Macht.

(….)  Als ob man nicht genug Problem in der Welt hätte, um sich mühelos 24/7 mit aktuelle  politischen, ökonomischen und wissenschaftlichen Themen zu befassen.

Aber die elende orange Vollkatastrophe Trump, seine verbrecherischen Cronies Orbán, Netanjahu und Putin, sowie die hausgemachte Unfähigkeit Brüssels und Berlins, lassen einem keine Wahl.

Stets muss man, gebannt wie das Kaninchen vor der Schlange, gen Washington starren, um den neuesten potentiell weltzerstörenden Wahnsinn des US-amerikanischen Präsidenten zu verfolgen. Was wird Tangerine Turd heute wieder anrichten? Dabei hat man sich längst eine schwere Überdosis Trump zugeführt und kann das Gesicht einfach nicht mehr ertragen, die grotesk gestammelten Worte nicht mehr hören, den Gesamtpeinlichkeit nicht mehr verkraften.

Ich halte es nicht mehr aus, wie seine Project25-Apologeten um ihn herum, nicht müde werden, ihren buchstäblich stinkenden senilen Psychopathen zu bejubeln.

Heerscharen rechter Kommentatoren und Journalisten schwärmen nach jedem neuen großen verbalen Schiss in seine präsidialen Windeln aus, um sich als loyalste Trump-Bewunderer zu inszenieren.

Das gesamte US-amerikanische System ist Rott: Politik, Bildung, Medien, Wirtschaft, Justiz, Moral. Don Lemon gräbt bei seinen Straßenumfragen auf der Suche nach enttäuschten Trump-Wählern (die es wirklich in immer größerer Menge gibt), fatal verblödete Exemplare aus. Gebildete Männer in guter Kleidung, die sich zerknirscht über die Benzinpreise zeigen, aber voll von der Klugheit Trumps überzeugt sind. (….)

(We’re all tired of this shit, 08.04.2026)

Der gewichtigste Grund, Trump endlich aus seinem Amt zu entfernen, liegt aber in seiner offenkundigen mentalen Umnachtung.

[….]  Die US-Verfassung regelt in ihrem 25. Zusatzartikel, wie eine Präsidentschaft vorzeitig beendet werden kann. Ein Passus betrifft die vorübergehende Übertragung der Aufgaben des US-Präsidenten auf den Vizepräsidenten wegen temporärer Amtsunfähigkeit. Die Zeit für diese Regel sieht der ehemalige CIA-Direktor John Brennan mit Blick auf US-Präsident Donald Trump nun gekommen.

»Dieser Mann ist eindeutig geisteskrank«, sagte Brennan in Bezug auf Trump dem US-Mediendienst »MS Now« . Der 25. Verfassungszusatz sei demnach für Trump geschrieben worden. Brennan begründete seine Forderung mit den Äußerungen Trumps im Krieg gegen Iran. Der US-Präsident hatte unter anderem mit der »Auslöschung der iranischen Zivilisation« gedroht.

Brennan, der unter Ex-Präsident Barack Obama die CIA leitete, fügte hinzu, Trump sei ein zu großes Risiko, als dass man ihn weiterhin als Oberbefehlshaber der Streitkräfte einsetzen könne. Trump dürfe demnach nicht länger über das US-Atomwaffenarsenal bestimmen.

Mit der Forderung ist der ehemalige CIA-Direktor nicht allein. Auch mehrere US-Demokraten drängen auf die Anwendung des 25. Verfassungszusatzes. Die Regelung erlaubt dem US-Kabinett, einen amtierenden US-Präsidenten des Amtes zu entheben, wenn dieser »nicht in der Lage ist, die Befugnisse und Pflichten seines Amtes auszuüben«. [….]

(SPON, 13.04.2026)

Aber auch der für jeden sichtbare Wahnsinn ihres orangen Helden stört die MAGAs nicht.

In den letzten zehn Jahren gab es je Woche einen neuerlichen Trump-Tiefpunkt, der immer wieder diese irrationale Hoffnung aufkommen ließ: „Reicht es den Trumpanzees jetzt? Werden sie sich abwenden von ihm?“

Nachdem aber diese Hoffnungen 500 Wochen lang, 500 mal enttäuscht wurden, sollte einem jeder Optimismus ausgetrieben sein.

Aber nun kommt der 501. Hoffnungsschimmer: Trump wirft sich gegen den Papst in die Schlacht. Ausgerechnet den US-Amerikaner Bob Prevost!

Ist es nun soweit? Könnte sein Pope-Beef Trump endlich ein erfolgreiches Impeachment einbringen?

Wahrscheinlich nicht.

Die prominenten GOP-Katholiken JD Vance, William Barr, Marjorie Dannenfelser, Rudy Giuliani, Steve Bannon, Newt Gingrich, Marco Runio, Elise Stefanik, Leonard Leo, Kevin Roberts, Kellyanne Conway, Matt and Mercedes Schlapp müssen nicht überlegen, wenn sie sich zwischen ihrem Papst und ihrem obersten religiösen Führer Trump entscheiden sollen: Sie rammen dem ersten US-Papst der Geschichte ohne zu zögern ein Messer in den Rücken.

Sonntag, 5. April 2026

Wichtige Männer.

Die Zeiten, in denen ich fast jede Nacht die CNN-Panels guckte, um über die Tiefen der US-Politik informiert zu sein, sind lange vorbei.

Die republikanischen Eigentümer haben den Sender gründlich nach rechts gedreht, die liberalen Moderatoren gefeuert.

Abby Philip und Laura Coates platzieren zwar immer noch gern mal eine „linke“ Person in ihren Runden (Adam Mockler zum Beispiel), aber das false balancing nimmt längst groteske Züge an. Konservative Meinungen sind völlig in Ordnung und sollen ihren Platz haben. Aber die Trumpisten vertreten eben keine Meinungen, sondern lügen ungeniert. Mockler und Co halten dagegen, indem sie die Fakten richtig stellen, aber die Lügen werden verdrossen in enormer Quantität wiederholt, daß Fakten am Ende nur wie eine Meinung unter vielen wirken.

Es ist eben journalistisch nicht in Ordnung, eine Sendung zur Position der Erde im Sonnensystem zu machen und das Panel dazu mit zwei Geozentristen und zwei Heliozentristen zu besetzen, die jeweils genau gleich viel Redezeit bekommen.

In der bizarren Welt der US-Newssender vergeht keine monothematische Analystenrunde, in der nicht der Moderator zwischendurch Tapes mit Trump-Aussagen abspielt, oder seine „Truth Social“-rants verlesen werden.

Was soll man aber damit anfangen? Die einen lachen ihn aus, die anderen korrigieren die Lügen, die nächsten weisen auf die eklatanten Widersprüche zu vorherigen Trump-Aussagen hin. Aktive GOP-Politiker haben eine sagenhafte Unterwürfigkeit entwickelt und lobpreisen jeden Trump-Unsinn, so hanebüchen er auch ist. Weil sie natürlich wissen, unter Beobachtung der Dark-MAGAs zu stehen, die auch kleinste ideologische Abweichungen vom Orangen Messias bestrafen. Es tut körperlich weh, US-Senatoren dabei zu beobachten, wie sie sich winden und verbiegen, um Trump zu gefallen.

 Am einfachsten haben es noch konservative Renegaten und Ex-Politiker, die grinsend und achselzuckend in den Panels sitzen und den Wahnsinn mit „wir kennen doch alle Trump“ oder „so ist er eben“ abtun.

Für einen Zuschauer, der etwas über die ökonomische Entwicklung der USA oder den Fortgang des Iran-Krieges erfahren möchte, enthält die Beschäftigung mit Trump-Aussagen keinerlei Erkenntniswert. Der Mann ist a) vollkommen verblödet und lügt b) sowieso immer.

Aus journalistischer Sicht, sollte man Trump-Aussagen genau wie Geozentristen oder Flacherdler behandeln: Sie haben in seriösen Formaten keinen Platz. Trump findet aber doch immer statt, weil sein Irrsinn Einschaltquote bringt und weil er nun einmal der mächtigste Mann der Welt, US-Präsident und Oberbefehlshaber der stärksten Armee ist. Es ist ein Dilemma. Sein intellektuelles Niveau ist so katastrophal, daß man ihn nicht senden darf. Aber seine politische Bedeutung ist so enorm, daß man ihn auch nicht nicht senden kann. Man sollte nicht über ihn berichten, um Schaden vom Volk abzuwenden. Man muss aber über ihn berichten, weil das Volk sich bereits dafür entschieden hat, von diesem Mann ins Elend geführt werden zu wollen.

Wir kennen das in abgeschwächter Form von Friedrich Merz, der ökonomisch immer irrlichterte und Hass auf Minderheiten säte. So ein Typ sollte gar keine Sendezeit bekommen. Er wurde aber demokratisch zum Kanzler gewählt und ist nun Regierungschef der drittgrößten Industrienation der Welt. Nun muss man über ihn schreiben, ihm zuhören, von ihm berichten. Auch, wenn er das Erwartbare tut: Nämlich Deutschland in jeder Hinsicht massiv zu schaden und man ihm besser keine Aufmerksamkeit schenkte.

Zumal Merz, auch in dieser Hinsicht Trump nicht unähnlich, unüberlegt drauf los plappert, oftmals gar nicht so genau weiß, was er sagt, anschließend über die Aufregung verwundert ist und seine Chronies tagelang mit Schadensbegrenzung beschäftigt sind.

Man muss Trump und Merz ignorieren.

Man kann Trump und Merz nicht ignorieren.

Aber wieso müssen Nachrichtenmagazine und Newssender eigentlich seit Jahrzehnten immer und immer wieder die völlig irrelevanten Appelle der internationalen Kleriker-Elite multiplizieren? Die Gebete und Ansprachen zur Beendigung von Hunger und Krieg, kommen zu den Feiertagen buchstäblich so sicher, wie das „Amen in der Kirche“ und sind ebenso sinnlos. Die beklagten Kriege und Hungersnöte sind fast immer wesentlich von Anhängern der Christlichen Kirchen, ja, sogar von ihren ausgesprochenen Protegés, wie Putin und Trump, verursacht. Die beklagten Kriege und Hungersnöte werden niemals durch Papst-Worte beendet.

[…] Schon in seiner Predigt hatte er das Thema Tod, Gewalt und Kriege angesprochen - auch seine Osterbotschaft war ein einziger Appell für den Frieden:

    Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder. Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden. Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog. Nicht mit dem Willen, den anderen zu beherrschen, sondern ihm zu begegnen.

    Papst Leo XIV. […]

Der Papst sprach in seiner Osterbotschaft auch von der Kraft der Liebe, die der Menschheit Frieden bringe - und gewaltfrei sei. "Wir sind gerade dabei, uns an die Gewalt zu gewöhnen, wir finden uns damit ab und werden gleichgültig", so Leo. "Gleichgültig gegenüber dem Tod Tausender Menschen. Gleichgültig gegenüber den Folgen von Hass und Spaltung, welche die Konflikte nach sich ziehen. Gleichgültig gegenüber den wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die sie verursachen und die wir doch alle spüren."  [….]

(Tagesschau, 05.04.2026)

Wo liegt der Nachrichtenwert, Tagesschau?

Was hätte Prevost denn sonst sagen sollen? „Krieg finde ich ganz geil, bombardiert mal ordentlich weiter, Putin, Trump und Netanjahu!“

Welche Wirkung haben Prevosts Sätze wohl auf Trump? Wird er selbstkritisch in sich gehen und zugeben, sich furchtbar geirrt zu haben, weil der Papst ihm ins Gewissen geredet hat?

Lasst es einfach, Nachrichtensender.  Oster- und Weihnachtsappelle der Religioten sind irrelevant und verlogen.

Meldet sie erst wieder, wenn der Papst das kirchliche Multimilliardenvermögen auflöst und an die Welthungerhilfe überweist. Wenn der Papst die widerlichen katholischen Hetzer und Kriegstreiber der GOP (Vance, Bannon, Gingrich uvam) exkommuniziert und die Trump-affinen Bischöfe absetzt.

Waffen segnen, Militärseelsorger stellen ist die Kernkompetenz der katholischen Kirche, Kardinal Marx!

[….] Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat den Missbrauch religiöser Sprache zur Rechtfertigung von Krieg und Gewalt scharf verurteilt. In seiner Predigt am Ostersonntag kritisierte der Erzbischof insbesondere Äußerungen von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (der sich selbst Kriegsminister nennt).

Es sei eine »schamlose Gotteslästerung«, wenn dafür gebetet werde, dass im Kontext eines Krieges – etwa in Iran – jede Kugel ihr Ziel treffe, sagte Marx in München. Religion dürfe nicht instrumentalisiert werden, um Gewalt zu legitimieren.

Zugleich wandte sich der Kardinal gegen entsprechende Aussagen aus Russland. Auch die Bezeichnung des Angriffskriegs gegen die Ukraine als »heiliger Krieg« durch den Moskauer Patriarchen Kirill I. kritisierte Marx deutlich. Der Geistliche mahnte, religiöse Überzeugungen dürften niemals zur Rechtfertigung von Krieg missbraucht werden. [….]

(SPON, 05.04.2026)

„Gott will es“ stand auf den Koppelschlössern der deutschen Nazi-Soldaten. Kardinal Bertram ließ ein offizielles Totenrequiem für den Selbstmörder  und Katholiken Hitler halten.