Donnerstag, 12. Februar 2026

Strafe muss sein.

Der Auftritt von Bad Bunny bei der Superbowl-Halbzeitshow zeigte es wieder: Trump kann noch so absurd, beleidigend und verblödet agieren; es gibt doch eine erkleckliche Masse von US-Amerikanern, die seinen Rassismus und Hass auf Minderheiten teilen. Die MAGAs auf FOX gerieten völlig außer Fassung, wollen die FCC auf Bad Bunny hetzen und eine parlamentarische Untersuchung starten. Denn der Mann sprach kein Englisch, ist nicht blauäugig und auch nicht blond.

Das hat Trump tatsächlich höchst erfolgreich etabliert: In ihm kanalisiert sich alles Schlechte in den Menschen. Frauenhasser, K!inderf!ck€r, Rassisten, Islamophobe, Schwulenhasser, Antisemiten litten Jahrzehnte darunter, ihre tiefsitzende Bösartigkeit, in der Öffentlichkeit zügeln zu müssen und nur hinter vorgehaltener Hand gegen alle Latinos und Afroamerikaner zu hetzten.

Nun sind sie befreit, weil ihr Held, der mächtigste Mann der Welt, nicht nur moralisch ebenso verkommen ist, sondern das auch lautstark öffentlich zelebriert.

Ja, Trump isoliert die USA in der Welt, schafft die Demokratie ab, installiert eine auf ihn zugeschnittene dystopische Autokratie ohne Gewaltenteilung. Ja, er umgibt sich mit Sexualstraftätern, Rassisten und sonstigen Verbrechern, die alles daran setzen ihre eigenen Taschen zu füllen. Ja, er arbeitet daran, der Menschheit ihre Lebensgrundlagen zu entziehen. Ja, er hetzt Todesschwadronen auf die eigene Bevölkerung. Aber er kann sich immer noch auf die Christen verlassen, die

Trumps Hass nicht nur teilen, sondern zelebrieren und hartnäckig einfordern.

[…] Weiße bibeltreue Christen bleiben bei Trump

US-Präsident Donald Trump findet seine größte Unterstützung weiterhin bei weißen evangelikalen Christen und Christinnen. Doch der Rückhalt schwindet wie bei fast allen religiösen Gruppen.

Das geht aus einer am Mittwoch verbreiteten Umfrage des Pew Research Center in Washington hervor. Laut der Umfrage sehen 69 Prozent der weißen Evangelikalen Trumps Amtsführung insgesamt positiv. In der Gesamtbevölkerung teilen 37 Prozent diese Sicht. Evangelikale zeichnen sich durch ein wörtliches Bibelverständnis, konservative Ansichten und eine missionarische Haltung aus.

Die zweithöchsten Zustimmungswerte erzielt der Präsident unter weißen Katholiken und Katholikinnen (52 Prozent), gefolgt von weißen Protestanten und Protestantinnen (46 Prozent).   [….]

(ORF, 12.02.2026)

Die Gattung Homo Sapiens wird in Kombination mit Religion zu einer selbstzerstörerischen höchst bösartigen Masse. Egoismus, Raffgier, Neid sind nur äußerst schwer, (vermutlich sogar gar nicht), durch Aufklärung, Säkularismus und Bildung zu stoppen.

Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird diese Generation der religiösen rechten Mittsiebziger – Merz, Putin, Trump, Netanjahu, Putin – das menschliche Leben auf diesem Planeten final zerstören. Wir überschreiten gegenwärtig die Kipppunkte.

Es wird entweder zur ganz großen Extinction des Homo Demens kommen, oder die demokratischen Strukturen werden final abgewickelt. In dem Fall werden wir Europäer zu einer entrechteten Kolonie unter KI-Herrschaft. Vermutlich aus Peking gesteuert.

Eine mikroskopische Chance besteht vielleicht noch. Sie basiert auf Trumps Dummheit. Anders als Putin oder Xi oder Netanjahu, ist er intellektuell und mental so unterbelichtet, daß er übertreibt und nicht versteht, womit er seine treuesten Fans verärgert.

Besonders dumm und besonders christlich sind überall in der Welt die Landwirte. Auch in den USA wählten die Farmer daher zu fast 80% Trump.

Ausgerechnet diejenigen also, die auf Freihandel angewiesen sind, weil sie ihre Sojabohnen und den Weizen in die Welt verkaufen. Ausgerechnet diejenigen, die am besten wissen sollten, wie dringend sie Farmarbeiter aus Lateinamerika angewiesen sind. Aber die frommen Bauern sind unfassbar dämlich und ließen sich daher von Trumps Hass auf Queere, Schwarze, Transsexuelle, Schwule, Frauen, Ausländer „überzeugen“, statt ihren ökonomischen Interessen zu folgen.

Sie erhalten jetzt die Quittung.

[…] Kollaps unter US-Landwirten: Wie Trump die US-Landwirtschaft zugrunde richtet[…] John Harris hat derzeit selten gute Laune. „Es ist keine gute Zeit, um Bauer in Missouri zu sein“, sagt er mit betretener Stimme. „Ich kenne hier niemanden mehr, der nicht im Laufe dieses Jahres darüber nachdenken muss, aufzugeben.“

Harris heißt eigentlich anders, will aber anonym bleiben. Er ist in der fünften Generation Bauer im Columbia County, einem von der Landwirtschaft geprägten Bezirk im Herzen des US-Bundesstaates Missouri. Nach Texas ist das der zweitgrößte Agrarstaat des Landes. Das Gros der Höfe hier und in den gesamten USA sind Familienbetriebe wie der von Harris. Dieser Tage ist die Branche existenziell bedroht.

So schrieb in der vergangenen Woche eine Gruppe hochrangiger Repräsentanten der Landwirtschaft aus beiden Parteien einen alarmierenden Brief an den US-amerikanischen Kongress. Unter den Autoren sind etwa die Anführer von Branchenvereinigungen und ehemalige Vorstände der nationalen Landwirtschaftsbehörde USDA.

In dem Schriftstück warnen sie vor einem „flächendeckenden Kollaps“ der US-amerikanischen Landwirtschaft: „Die Zahl der Bankrotte amerikanischer Bauernhöfe hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt. Von den übrigen arbeiten weniger als die Hälfte noch profitabel. Die US-Landwirtschaft hat ein historisches Außenhandelsdefizit.“ Ein scharfer Kontrast zum Zustand der Branche vor noch wenigen Jahren, als die US-Landwirtschaft Rekordexporte erzielte und die Bauern solide Gewinne einfuhren. […]

Die Sojaproduktion etwa ist in Brasilien in den vergangenen fünf Jahren um ein Fünftel gestiegen, während die Produktion in den USA um die Hälfte gesunken ist.

Die Produktionspreise sind gleichzeitig ins Astronomische gestiegen. So berichtet das Fachportal Farm News, dass die Kosten von Saatgut in fünf Jahren um 18 Prozent, von Düngemitteln um 37 Prozent, von Pestiziden um 25 Prozent und von Maschinen um 23 Prozent gestiegen sind. […]  Wirtschaftswissenschaftler der North Dakota State University sagen voraus, dass Bauern in diesem Jahr zwischen 35 und 45 Milliarden US-Dollar verlieren. […]

(Sebastian Moll, 12.02.2026)

Sollte es noch zu den Midterm-Wahlen kommen, was man angesichts der Umfragen immer mehr bezweifeln muss, erinnern sich hoffentlich einige ruinierte Farmer daran, was ihr THREE-TIMES-TRUMP-voting ihnen einbrachte.