Freitag, 20. Februar 2026

Hier bricht sowieso alles zusammen – Teil II

Inzwischen mache ich mir um die Pflege und finanzielle Absicherung im Alter, als kinderloser Single, nicht mehr ganz so viele Sorgen, weil offensichtlich ist, wie Reiche, Dobrindt, Merz, Trump, von der Leyen, Putin jeden Tag mit einer neuen völlig irrsinnigen Idee eifrig daran arbeiten, die Zukunft der Menschen in Deutschland ganz abzuschaffen.

Was aber, wenn ein Wunder geschieht, die deutschen Wähler irgendwie doch noch zu Verstand kämen, womöglich sogar die Amis die orange Pest in Rente schickten und somit der Untergang der Gattung Homo Sapiens noch ein wenig hinausgezögert würde? Irgendwie muss man tatsächlich vorsorgen. Doch wie?

Der Fritzekanzler propagiert bekanntlich Aktien-Portfolios, die er bereits für seine unzähligen Enkel einrichtete. Man merkt schon, diese Knaller-Idee könnte bei einigen Kindern daran scheitern, daß sie keinen freigiebigen Multi-Millionär-Opa haben. (Ich bin ohnehin raus, weil ich als US-Amerikaner durch das elende FATCA-Abkommen von jeden Finanzgeschäften ausgeschlossen bin. Ich darf noch nicht einmal eine Kreditkarte haben. Geschweige denn irgendwelche Börsengeschäfte tätigen.)

Mein Vater hatte vor 30 Jahren als Freiberufler mal ganz gut verdient und von irgendjemanden gehört, da er „nicht klebt“ sähe es schlecht im Alter aus. Damals gab es noch kein FATCA und er steckte seine Ersparnisse in Aktien, die er gut fand. So als Künstler.  Geniale Idee. Hauptsächlich hielt er Enron-Aktien und erzählte mir wöchentlich begeistert, wie viel reicher er nun schon wieder geworden wäre. Fast unnötig zu erwähnen, daß natürlich eines Tages alles weg war und er im Alter blank dastand.

 Aktienspekulationen sollte man eben nur wagen, wenn man a) das Geld wirklich übrig hat, b) etwas von der Causa versteht und c) nicht zufällig US-Ami ist, den FATCA fesselt. Alle drei Voraussetzungen erfülle ich nicht. Aber selbst wenn es ginge, wäre ich als demokratischer Sozialist gegen Aktien. Das ist ein System, welches die Reichen belohnt und die armen Arbeitenden bestraft. Die Mitarbeiter erwirtschaften den Gewinn, behalten ihn aber nicht, weil er zu den Shareholdern abfließt, die statt für die Rendite zu arbeiten, damit beschäftigt waren, auszuruhen und Däumchen zu drehen.

Die beste Alterssicherung ist eigentlich die gesetzliche Rente, in die jeder einzahlt. Es funktioniert hier nur nicht, weil wir einen idiotischen Urnenpöbel bilden, der idiotische Politiker Rentenpolitik machen lässt, die darauf ausgerichtet ist, die Superreichen, Unternehmer, Bundestagsabgeordneten und Beamten aus der Solidarität zu entpflichten.

Statt auf Aktiendepots und gesetzliche Rente, würde ich mich lieber auf stabile Werte verlassen. Gold zum Beispiel. Aber das wirft keine Rendite ab und niemand kann seriös die Entwicklung des Goldpreises prognostizieren.

Die andere Möglichkeit sind natürlich Immobilien. Das sind reale Werte. Man besitzt die Steine. Die können sich nicht in einem Börsencrash auflösen.

Die schönen Vermieterzeiten, als man Jahrzehntelang nichts tun, nichts investieren musste und einfach die Miete abkassierte, sind aber auch lange vorbei. Energie- und Klimawende verlangen enorme Anstrengungen (Dämmung, Heizung!) von den Hausbesitzern. Außerdem sollte man tunlichst schon ganz jung angefangen haben, in Immobilien zu investieren.

(….) Die öde Begriff Alterssicherung, dieses unglaublich spießige Wort, nichts könnte weniger sexy sein, spukt in meinem Kopf herum.

Das war wirklich ein Vorteil ein Jugendlicher zu sein. Solche Begriffe spielten keine Rolle. Man kannte sie entweder gar nicht, oder aber man assoziierte sie nicht mit einem selbst.

Eine Schulfreundin, die von ihren Eltern mit Anfang 20 etwas Geld vorab „erbte“, weil diese ihr großes Haus verkauften und in eine Wohnung zogen, kaufte damals, es muss so ungefähr 1990 gewesen sein, zusammen mit ihrem Verlobten ein Reihenhaus am nordöstlichen Rande Hamburgs. Kurz vor Pinneberg.

Im Erdgeschoss gab es Marmorfliesen, so daß jeder Besucher hartnäckig schon vor der Tür genötigt wurde die Schuhe auszuziehen und nur in weichen Socken über die makellosen fußbodengeheizten weißen Fliesen zu gleiten.

Und zum Rauchen auf die Terrasse. Ebenfalls auf Socken. Schon ein Nikotin- oder Teer-Molekül könnte schließlich einen wertmindernden Schleier auf die frisch geweißte Raufaser legen.

Das gab uns anderen für Jahre Stoff, um uns die Münder fransig zu lästern.

„Hast Du Dir auch die Schuhe ausgezogen“ fragte ich als runnig gag gelegentlich meine Besucher, die natürlich sofort wußten auf wen das gemünzt war. Und dann ging es los:

Wer verlobt sich denn bitte heutzutage noch? Spießiger geht es ja wohl nicht. Und das in dem Alter. Und wer zieht in DIE Gegend? Da möchte man ja nicht mal tot und begraben sein. Wie sollte man eigentlich als normaler Alkoholiker diese Fahrtstrecke bewältigen?

Und ein Reihenhaus, oder „Reihenendhaus“ – darauf legten sie Wert – mit 25? Zumal in derselben Reihe auch die zukünftigen Schwiegereltern eine dieser völlig gleichen Buden bewohnten.

Ich bin eine treue Seele, habe mich immer sehr geduldig und solidarisch gegenüber meinen Freunden verhalten. Aber in diesem Fall half nach vielen, schrecklichen langweiligen Geburtstagen und sonstigen Partys in dem marmorgefliesten Reihenhaus leider nur das große Schisma. Ich lud die beiden eines Tages zu mir ein und erklärte freundlich aber bestimmt bei einem Glas Weißwein, daß ich in Zukunft keinen Kontakt mehr mit ihnen haben wolle; wir hätten offensichtlich keine Gemeinsamkeiten. An dem Abend fiel auch aus ihrem Munde das schöne Wort „undeutsch“, gemeint ganz offensichtlich als Beleidigung.

Wir haben uns tatsächlich nie wieder gesprochen und ich bin immer noch gern undeutsch. Die beste Entscheidung meines Lebens. Da habe ich weise voraus gedacht.

Von solchen Mitmenschen muss man sich in seinem persönlichen Umfeld befreien.

Mit einem hätte ich aber nie gerechnet: Ein Vierteljahrhundert später beiße ich mir in den Hintern, daß ich nicht damals auch eine Immobilie angezahlt habe.

Das wäre was! Damals waren die Preise vergleichsweise spottbillig, ich hätte die Bude inzwischen längst abgezahlt und sie wäre inzwischen das Dreifache wert.

Damit wäre meine Alterssicherung erledigt. Ich könnte entweder mietfrei wohnen, das Haus selbst vermieten oder aber das Ding jederzeit zu einem großen Haufen Geld machen.

Verdammt noch mal, wer hätte damals geahnt, daß diese CDU-affinen Schuhe-aus-Verlobten mit den Marmorfliesen RECHT HATTEN so früh eine Immobilie zu kaufen?

Ein abgezahltes Reihenendhaus im inzwischen hochbeliebten Hamburger Speckgürtel: Dort wo seit zehn Jahren die Immobilienpreise explodieren.

Leider kommt mir diese Erkenntnis ein Vierteljahrhundert zu spät. Jetzt sind sowohl die Mieten als auch die Kaufpreise für Immobilien in Hamburg in astronomische Höhen geklettert.  (….)

(Als ich mal Kapitalist werden wollte, 24.09.2026)

Aber selbst, wer nicht viel zu spät dran ist und frühzeitig plant, eine Wohnung zu erwerben, steht vor einem gewaltigen Problem: Es gibt nur attraktive Angebote in Gegenden von Deutschland, die durch Abwanderung und Leerstand geprägt sind.

Wer eine Immobilie dort kaufen möchte, wo es auch Jobs und reichlich Mietinteressenten gibt, findet vor allem zwei Typen von Wohnungen:
Erstens energetisch optimale Neubauten, die aber völlig unbezahlbar sind. Zweitens günstigere Buden, die einen enormen Sanierungsstau und katastrophale Energie-Effizienzwerte aufweisen, so daß erhebliche Kosten auf einen zurollen werden.

In beiden Fällen bleiben Wohnungen für Normalverdiener nahezu unerschwinglich.

Das geht nur, wenn man durch Erbschaft oder Lottogewinn zufällig mehrere Hunderttausend Euro übrig hat, die man als Eigenkapital einbringen kann.

Weil Immobilienpreise und Finanzierungskosten hoch bleiben, rückt der Traum von den eigenen vier Wänden für viele immer weiter weg, wie der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel mitteilt. Besonders hart trifft es die junge Generation – rund 470.000 Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 25 und 40 Jahren gelten inzwischen als „Verlierer-Generation“ auf dem Immobilienmarkt. Experten warnen: Wer heute nicht kaufen kann, zahlt womöglich ein Leben lang Miete – und trägt das Risiko bis ins Alter.   „Die eigenen vier Wände rangieren bei den Menschen zwar immer noch ganz oben auf der Wunschliste. Aber gerade die 25- bis 40-Jährigen können sich immer seltener ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung leisten“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut. Das Institut hat den regionalen Wohnungsmarkt analysiert und die Ergebnisse nun vorgelegt. „Gerade Jobstarter und Familiengründer gehören zur typischen Klientel für Wohnungskauf und Hausbau. Aber die ‚Nestbauer-Generation‘ ist längst zur Verlierer-Generation beim Wohneigentum geworden“, sagt Günther. […] Während bundesweit rund 43,5 Prozent der Menschen in den eigenen vier Wänden leben, liegt die Eigentumsquote in Hamburg laut einer aktuellen Analyse bei gerade einmal 21,1 Prozent. Das bedeutet: Die große Mehrheit der Hamburger lebt weiterhin zur Miete. […] Besonders schwierig ist die Lage für jene Altersgruppe, die traditionell Wohnungen kauft oder Häuser baut: Rund 470.000 Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 25 und 40 Jahren leben derzeit in der Stadt. Doch steigende Immobilienpreise, hohe Zinsen und fehlendes Eigenkapital machen den Einstieg für viele nahezu unmöglich.

Experte Günther beobachtet deshalb einen deutlichen Trend: Immer mehr Menschen bleiben dauerhaft Mieter – nicht aus freier Entscheidung, sondern weil Eigentum finanziell außer Reichweite gerückt ist. Viele Eigenheimpläne scheitern an der Realität des Marktes.

Eine Studie des German Real Estate Index (GREIX) aus dem vergangenen Jahr ergab, dass Millennials heutzutage über 17 Jahre sparen müssen, bevor sie sich in Hamburg eine Eigentumswohnung leisten können. Bei der Babyboomer-Generation waren es vergleichsweise kurze 7,7 Jahre. Die Studie bezieht sich auf eine Sparquote von 20 Prozent, die bei den Hamburger Mietpreisen bereits für viele schwer zu erreichen ist. […]

(Annika Ehlers, 19.02.2026)

Durchschnittsverdiener mit normalen Jobs sind in den Großstädten also vom Immobilienerwerb de facto ausgeschlossen. An ein nettes Häuschen mit Garten ist ohnehin nicht zu denken. Downsizing ist angesagt für diejenigen, die nicht zufällig Enkel des Fritze Merz sind.

Mal gucken, was die Immobilienportale gerade in Hamburg heute offerieren:

29qm, St. Georg, Baujahr 1974, KEIN Balkon, Fernwärme, ultrahäßliches Haus, für 271.000 inkl.

Wer 50.000 Euro Eigenkapital mitbringt, wird bei 1% Tilgung für etwa 1.000 Euro im Monat eine Finanzierung bekommen. Für einen Schuhkarton ohne Balkon.

Etwas weiter weg, in Eilbek, bekommt man für 275.000 Euro immerhin 33qm in einem Nachkriegsbau (1959)mit Ölheizung und Energieeffizienzklasse E.




Ich erspare uns allen an dieser Stelle die Beispiele und Preise für Wohnungen, bzw Häuser, die man als Paar mit zwei Kindern bräuchte. Die sind außer Reichweite. Es sei denn, man verdient zufällig bei Blackrock ein, zwei Millionen Euro im Jahr.

Man wird also Mieter bleiben müssen. Bei rasant steigenden Mieten, die ob der verfehlten Wohnungsbaupolitik und der Massen-Privatisierung von Sozialwohnungen, kein Halten finden werden.
Das erzeugt Frust und treibt die Menschen zur AfD, die in einer Koalition mit der CDU endgültig jede Sozialpolitik abschaffen wird.

Donnerstag, 19. Februar 2026

Hier bricht sowieso alles zusammen.

 Inzwischen mache ich mir um die Pflege und finanzielle Absicherung im Alter, als kinderloser Single, nicht mehr ganz so viele Sorgen, weil offensichtlich ist, wie Reiche, Dobrindt, Merz, Trump, von der Leyen, Putin jeden Tag mit einer neuen völlig irrsinnigen Idee eifrig daran arbeiten, die Zukunft der Menschen in Deutschland ganz abzuschaffen.

Es wäre schon blöd, bis zu seinem Renteneintrittsalter, zu darben und zu sparen, um nach Jahrzehnten eine halbwegs lebensabsichernde Reserve zu haben und dann einen Tag später zu sterben. Wäre es nicht sinnvoller, sein Leben mit dem Luxus zu erfüllen, den man sich gerade so eben leisten kann? Mit vollen Händen, alles zu verprassen, so lange es geht? Zu genießen, was möglich ist?

Ich habe in meinem täglichen Leben einige alte Baustellen, bei denen ich aus Sparsamkeit und/oder Desinteresse an einem Provisorium festhalte.

Anfang der 1970er wollte ich unbedingt mein eigenes Zimmer und zog in die leere Dachkammer des Hauses meiner Oma. Meine Mutter fuhr mit mir zu einem Möbelmarkt auf der grünen Wiese – es gab noch kein IKEA – und kaufte extra dafür eine „Jugendschrankwand“ mit einigen Regalen, Fächern, einer ausklappbaren Schreibtischplatte und einer kleinen Vitrine. Sie besteht aus billigstem Pressholz, einem glitzernden Plastik-Furnier mit silbernen Plastik-Verschnörkelungen. Unfassbar häßlich, aber als Kind war es „meins“ und ich fand es toll. Wir zogen noch zweimal um, die Schrankwand kam mit. Meine erste eigene Wohnung war zu klein, aber da ich gar keine eigenen Möbel hatte, stellte ich die halbe Plasikschrankwand in die Küche als Regal, der Rest lagerte auf dem Dachboden. Bei meinem letzten Umzug setzte ich das ganze Ding wieder zusammen und schob es in ein langes 7qm-Zimmer, welches als meine Abstellkammer dient. Es sollte ein Provisorium sein, weil ich gar nicht so lange in der Bude bleiben wollte. (Das war im letzten Jahrtausend).

Inzwischen ist diese Schrankwandungetüm weitgehend zusammengebrochen. Regalböden sind aus ihrer Verankerung geplatzt und haben Teile des spröden Pressplattenmaterials und des Plastiks mit sich gerissen. Das Teil liegt in Trümmern und ist nicht zu reparieren, weil man in das billige Material weder Schrauben, noch Nägel treiben könnte. Und warum sollte ich das auch noch reparieren? Das muss auf den Müll und ist ein Beweis dafür, weshalb man lieber in ewig langlebige hoch qualitative Möbel investieren sollte.

Bedauerlicherweise bin ich von dem „Ich bin noch zu jung, um mir richtig gute Möbelstücke zu leisten“-Zustand direkt in die „Ich bin jetzt zu alt; es lohnt sich nicht mehr, teure Möbel zu kaufen“-Phase gewechselt.

Ich ärgere mich darüber, mich Dekaden über das Plastikschrott-Regal geärgert zu haben. Wieso habe ich nicht all die Jahre mit einem optisch ansprechenden Regalsystem gelebt? Wozu sparen, wenn irgendwann eh kleine Lebenszeit mehr übrig ist?
Das dachten sich weltweit auch Millionen Menschen, als sich 1910 der Halleysche Komet ankündigte, um das Leben auf der Erde zu vernichten. Viele hörten auf zu arbeiten und verkauften alles, das sie hatten. Das erschien nur sinnvoll: Wenn man eh nur noch ein paar Wochen oder Tage zu leben hat, dann besser nicht Trübsal blasen, sondern sich endlich das leisten, was man schon immer wollte. Die menschliche Zivilisation mit „Koks und Nutten“ ausklingen lassen. Das hat sicher Spaß gemacht.

Blöd war es nur, als der giftig tödliche Komet vorbeiflog und man immer noch lebte – allerdings total pleite.

[….] Bei seiner Wiederkehr im Jahr 1910 löste der Halleysche Komet sogar eine weltweite Massenpanik aus. Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Astronom William Huggins bei Untersuchungen festgestellt, dass sich im Licht von Kometenschweifen die Spektrallinien für Kohlenstoffverbindungen nachweisen ließen. Unter anderem wurden auch Spuren von Cyan gefunden, das in der Verbindung mit Kalium das hochgiftige und tödliche Gas Zyankali ergibt.

Als es nun so aussah, dass die Erde 1910 in den riesigen Schweif des Halleyschen Kometen geraten würde, waren die Menschen wochenlang in Panik. In Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) standen 100.000 Menschen in Nachtgewändern auf den Dächern, in Chicago verstopften die Hausbewohner alle Tür- und Fensterfugen mit Lappen, und Papst Pius X. verurteilte das Hamstern von Sauerstoffflaschen. Alle Welt fürchtete den Tod durch Giftgas.

Als der Komet dann vorüberzog, zeigten die Messgeräte nicht die geringste Spur von Cyanid: Die Gasdichte von Kometenschweifen ist viel zu gering.   [….]

(Planet Wissen 2019)

Wenn der kurzperiodische 1P/Halley im Jahr 2061 wiederkehrt, bin ich ohnehin mit hoher Wahrscheinlichkeit längst von dieser irren Affenkugel abgereist. Der Periheldurchgang wird also meine persönliche finanzielle Situation kaum beeinflussen. Ich mutmaße allerdings, daß in35 Jahren menschliches Leben auf diesem Planeten ohnehin kaum noch möglich sein wird. Vielleicht unter großem Elend, oder für die wenigen Superreichen, die sich schon jetzt abseits der Bevölkerungszentren, gerne auf Privatinseln, gewaltige autarke Bunkeranlagen bauen lassen, in denen sie atomaren Fallout, Pandemien oder höllisch-heiße Außentemperaturen aussitzen können, während draußen die Zombiapokalypse tobt.

Es wird schon im reichen Norddeutschland mutmaßlich äußerst unangenehm, wenn Fritze Merz seine Drohung wahrmacht, bis zum Jahr 2033 zu amtieren.

Auf funktionierende staatliche Strukturen für die Masse – Grundsicherung, Energie/Gesundheitsversorgung, Pflege, Lebensmittel, Schutz vor Hitze – wird man vermutlich nicht mehr bauen können, wenn Dobrindt, Reiche und Co, ihr Zerstörungswerk bis dahin fortsetzen. Diejenigen, für die 2033 ungefähr in die statistisch wahrscheinliche ablaufende biologische Uhr fällt, haben Glück. Sie können zurückblicken und sich daran erfreuen, zumindest das erste halbe Jahrhundert ihres Lebens in Frieden gelebt zu haben. Millennials, GenZ und Gena sind allerdings die Gelackmeierten und brauchen eine Exit-Strategie.

Mittwoch, 18. Februar 2026

Europa, EU, GB und Willige

Fritze und seine fürchterlichen Cronies ruinieren bedauerlicherweise nicht nur die deutsche Wirtschaft und somit die Zukunft der Menschen zwischen Flensburg und Bodensee. Nein, sie legen auch die Axt an die EU an.

[…] Empörung in Paris über Wadephuls Einmischung[…] Der Name Johann Wadephul ist in französischen Medien derzeit omnipräsent. Der sonst eher zurückhaltend agierende Außenminister schaffte das mit einem am Montag ausgestrahlten Interview im Deutschlandfunk, in dem er die französische Haushaltspolitik heftig kritisiert. Mehr noch: Für einen Diplomaten durchaus ungewöhnlich machte er sogar Vorschläge, wo und wie Paris sparen könnte.

Die Bewertung „unzureichend“ findet sich in fast allen Schlagzeilen wieder: „Deutschland hält Frankreichs Bemühungen um eine Erhöhung der Verteidungsausgaben für ‚unzureichend‘ und fordert Frankreich auf, ‚Einsparungen vorzunehmen‘ inbesondere bei Sozialausgaben“, titelt die Zeitung Le Monde. Im Wirtschaftsblatt La Tribune lautet die Schlagzeile: „Verteidigungsausgaben: Deutschland erteilt Frankreich eine Lektion“. Es schreibt „von einer ungewöhnlich scharfen Erklärung des Außenministers“. Auch Liberation kommt zu einer ähnlichen Einschätzung und interpretiert die „ungewohnt scharfe Radioansprache“ Wadephuls als Aufforderung an die Adresse des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, „die Sozialausgaben zu kürzen und das Geld stattdessen für die Verteidigung zu verwenden“. […] Macron spreche „immer wieder richtigerweise von unserem Streben nach europäischer Souveränität“, sagt Wadephul. Wer so spreche, müsse im eigenen Land handeln. „Bedauerlicherweise sind die Anstrengungen auch in der Französischen Republik bisher unzureichend, das zu leisten.“ Nicht genug der Rüge, Wadephul preist auch noch das Vorgehen der Regierung in Berlin als Vorbild an. Deutschland setze das Fünf-Prozent-Ziel der Nato für Verteidigungsausgaben um. „Unsere Haushalte, unsere mittelfristige Finanzplanung geben das her.“

Das ist ein Seitenhieb auf die französische Regierung, die erst vor zwei Wochen und nur mit Mühe den Haushalt für 2026 durchbekommen hat. […]

(Alexandra Föderl-Schmid, 17.02.2026)

Braunfußtölpel Wadephul, immerhin oberster Diplomat Deutschlands, ist leider genauso wenig in der Lage, seine Worte abzuwägen, wie sein Chef: Trottellumme Merz. Ungebremst von jeder Selbstkontrolle, plappert er ungefiltert die einfältigsten Gedanken raus, die gerade durch seinen hohlen Eierkopp rollen. Nur um anschließend ganz überrascht von den negativen Reaktionen zu sein, die er natürlich nicht kommen sah.

Merz kuschelt demonstrativ lieber mit den Faschisten Trump und Meloni, während der EU-Motor „Paris<->Berlin“ immer mehr stottert.

Es gibt genügend Formate aller Ebenen, auf denen sich Franzosen und Deutsche hinter verschlossenen Türen gegenseitig Ratschläge geben können.

Aber ausgerechnet der Außenminister erhebt den stolzen Franzosen gegenüber die Zeigefinger. Was hatte Wadephul denn erwartet?

Eine demütige öffentliche Macron-Ansprache mit den Worten:

„Oh DANKE Wadephul! Wir freuen uns über deine wertvollen Tipps. Wir sind noch nie selbst auf die Idee gekommen Sozialleistungen zu streichen! Wenn es doch nur in Frankreich auch jemals so spitzenmäßig mit der Wirtschafts- und Finanzpolitik liefe, wie bei euch in Berlin!"

[….]  Diese Zerrüttung zwischen Deutschland und Frankreich kann sich niemand leisten […] Wenn sich Franzosen und Deutsche streiten, weht immer auch eine Schwade Melancholie mit. Wenn sie gegeneinander sticheln, vor und hinter den Kulissen schlecht übereinander reden, alte Ressentiments lauter drehen und abgewetzte Klischees bedienen – was für eine Tristesse. Ohne ein Grundverständnis zwischen Paris und Berlin, ohne etwas Groove auf der Achse, ohne Chemie zwischen beiden Akteuren, ist die Europäische Union noch nie weit gekommen.

Dieses Verständnis war selten wichtiger als in diesen Zeiten, da die Weltordnung neu sortiert wird. Der Kontinent ist mit multiplen Risiken konfrontiert, sie kommen aus Russland, aus China, sogar aus Amerika. Und ausgerechnet an diesem Wendepunkt der Geschichte ist Europas stärkstes Duo, sein Motor, sein Getriebe, vielleicht auch sein Herz, so zerrüttet wie schon lange nicht mehr. […]

(Oliver Meiler, 18.02.2026)

Unterdessen verkündet der Sauerländer Komiker, der schon innerhalb von neun Monaten Deutschland nachhaltig ruiniert und die EU an den Rand der Implosion bringt, er wolle eine zweite Amtszeit regieren. Also volle acht Jahre, bis er so alt wie sein Idol Donald Trump ist.

[…] Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) strebt eine zweite Amtszeit nach der für 2029 geplanten Bundestagswahl an. „Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen“, sagte der 70-Jährige beim Politischen Aschermittwoch in Trier und verwies darauf, dass sein Vater im Januar 102 geworden sei.

An den rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 22. März, Gordon Schnieder, gerichtet, sagte er: „Wenn wir dann, sagen wir in fünf Jahren, hier wieder stehen, dann möchte ich, dass wir beide gemeinsam, du als Ministerpräsident, ich im Amt als Bundeskanzler, wir beide zurückschauen und sagen: Das waren harte Zeiten, aber wir haben damals in der CDU Deutschlands und in dieser Bundesregierung und in dieser Landesregierung, geführt von Gordon Schnieder, die richtigen Entscheidungen getroffen.“ […]

(SZ, 18.02.2026)

Wahrscheinlicher ist, daß Merz 2029 von Spahn und/oder Weidel abgelöst wird. Angesichts des rechten medialen Trommelfeuers für Merz und des täglich mehr verblödenden Urnenpöbels, kann man aber auch nicht ausschließen, daß Merz wiedergewählt wird.

Da ich schon nach neun Monaten Merz/Reiche/Wadephul/Dobrindt, am Rande eines psychischen Zusammenbruchs bin, will ich mir volle acht Jahre dieser Konstellation gar nicht vorstellen. Allzu viele Sorgen muss ich mir aber wohl nicht machen. Lange bevor wir das Jahr 2033 mit einem Gerontokanzler Merz erleben könnten, werden „diese Männer die Welt verbrennen“ und uns von diesem elenden Diesseits erlösen.

Für Europa, welches von der Nazi-kuschelnden EVP, der Trump-affinen Ursula von der Leyen, sowie den Putin-U-Booten Orbán und Fico unter Beschuss genommen wird, bleibt nur eine Möglichkeit:
Die wenigen Willigen innerhalb und außerhalb der EU, sollten, wie gelegentlich gegenüber der Ukraine, eine Allianz der Willigen bilden. Gemeinsam mit Kanada und Großbritannien voran gehen. Dafür müssten wir Merz allerdings irgendwie loswerden.

[…]  Europa der zwei Geschwindigkeiten: […] Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Niederlande und Spanien wollen gemeinsame Regeln für die Börsen und Finanzmärkte der gesamten EU entwickeln. […] Das „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ nimmt Gestalt an. Eine kleine, schnelle Ländergruppe, die andere mitzieht, soll jetzt bei der Kapitalmarktunion ausprobiert werden. Dies sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) nach einer Ratstagung mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel.

„Wir wollen die Tempomacher sein“, erklärte Klingbeil zu einem Treffen im sogenannten E6-Format. Darin arbeiten Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Niederlande und Spanien an gemeinsamen Lösungen. „Wir wollen am Ende Lösungen für ganz Europa, immer mit dem Ziel, Europas Souveränität zu stärken“, betonte Klingbeil.

Die neue Vorreitergruppe ist umstritten, denn EU-Gründerstaaten wie Belgien sind nicht dabei. Dafür darf Polen mitmachen, obwohl es nicht einmal den Euro eingeführt hat. […]

(Eric Bonse, 18.02.2026)

Dienstag, 17. Februar 2026

Harte ökonomische Fakten.

Hartnäckig hält sich die kollektive Fehleinschätzung von der finanzökonomischen überlegenen Kompetenz der konservativen Parteien in Europa und Nordamerika.

Das wirkt zunächst einmal erstaunlich, weil die Realität seit vielen Jahrzehnten das diametrale Gegenteil beweist: Republikanische US-Präsidenten, Tory-Premierminister, CDU-Kanzler hinterließen stets ein Land in Agonie, mit Rekordschulden und gewaltigem Reformstau, den nachfolgende Regierungen ausbaden mussten.

Die Erkenntnis „Linken können besser mit Geld umgehen“ bleibt aber dennoch nicht hängen, weil das von interessierter Seite verhindert wird.

Durch Parteispenden, Lobbyorganisationen und erzkonservative Medienhäuser (Murdoch, Döpfner, Gotthardt, Burda, Musk, Ellison), können die Superreichen nicht nur die Regierungspolitik, sondern auch das Wählerverhalten beeinflussen.

Es war natürlich lange vor der letzten Bundestagswahl im Februar 2025 bekannt, wie vollkommen unfähig, ökonomisch ahnungslos und lobbyhörig Spahn, Klöckner, Linnemann und Merz sind, daß sie auf gar keinen Fall Regierungsverantwortung übernehmen dürfen. Aber das konservative Trommelfeuer wirkte.

Und nun haben wir eben das, was zu erwarten war: Die schlechteste Regierung seit 1949 mit der schlechtesten Wirtschaftsministerin seit 1949, die Deutschland tief in den Abgrund steuern.

Rechte und Blöde glauben das nicht, halten diese Erkenntnis für linke Propaganda.

Aber auch wenn man alle „Meinungen“, „Bewertungen“ und „Analysen“ ausblendet, sich stattdessen nur auf offizielle Zahlen und Fakten konzentriert, kann man zu keinem anderen Schluss kommen.

Gaslobbyisten Reiche schafft aktiv die erneuerbaren Energien ab, sorgt durch eine von ihr erzeugte Gasmangellage für drastische steigende Gas-Einkaufspreise, die – ÜBERRASCHUNG – den Gaskonzernen Milliarden in die Kassen spülen.

Da kann es keine zwei Meinungen geben. Man gucke nur auf die Zahlen! Merz und Reiche brauchten noch nicht einmal ein Jahr, um trotz der gewaltigsten Konjunkturspritze aller Zeiten – eine Billion Euro neuer Schulden – Arbeitslosigkeit, Insolvenzkrise und Inflation zurück zu bringen!

[….] Inflationsrate steigt auf 2,1 %

Steigende Preise für Lebensmittel haben die Inflationsrate in Deutschland zum Jahresanfang in die Höhe getrieben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um 2,1 % zum Vorjahresmonat - nach 1,8 % im Dezember, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Lebensmittel legten um 2,1 % zu, nach plus 0,8 % im Dezember. Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, lag bei 2,5 %. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflation von 2 % an. [….]

(ARD, 17.02.2026)

[….] "Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen bestätigen die schwierige Lage der deutschen Wirtschaft. Wir erleben leider wieder einen Rekord bei den Betriebsschließungen. Allein im November 2025 mussten so viele Betriebe insolvenzbedingt ihre Pforten schließen wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Für das Gesamtjahr 2025 ist letztlich mit deutlich mehr als 23.000 Unternehmensinsolvenzen zu rechnen – das sind mehr als 60 Betriebsaufgaben pro Tag. Hinter diesen Zahlen steht nicht nur der Verlust von unternehmerischem Herzblut und Innovationsgeist, sondern auch viele verlorene Arbeitsplätze, ausbleibende Investitionen und eine Schwächung ganzer Regionen.  [….]

(DIHK, 13.02.2026)

[….] Industrie baut über 120.000 Jobs ab                                       

In der Wirtschaftskrise hat die deutsche Industrie 2025 im großen Stil Jobs gestrichen. Ende vergangenen Jahres arbeiteten dort rund 5,38 Mio. Menschen - gut 124.000 oder 2,3 % weniger als im Vorjahr. Das zeigt eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY vorliegt. Der Stellenabbau in der Industrie fiel damit fast doppelt so hoch aus wie 2024, so die Studie.                                                             

Am härtesten traf es 2025 die kriselnde Autobranche, wo allein rund 50.000 Jobs verloren gingen, während die Chemie- und Pharmaindustrie mit einem Minus von rund 2000 Stellen glimpflich davonkam. [….]

(ARD, 17.02.2026)

Nichts davon kommt überraschend. Alles ist die logische Folge der toxischen Politik von Merz, Reiche, Schnieder und Dobrindt.

Reiche, die schlechteste Wirtschaftsministerin, die Deutschland je gesehen hat, dürfte sich einen Platz in den Geschichtsbüchern verdient haben.

Aber Reiche darf nicht darüber hinwegtäuschen, wie atemberaubend destruktiv und schädlich auch die anderen Merz-Cronies mit ihren abenteuerlichen Märchen sind.

Ungeniert verlangt Carsten Linnemann nach wie vor drastische Umverteilung von den finanziell Schwächsten zu den Superreichen.

[…]  Der CDU-Politiker will die Grenze, ab der der Spitzensteuersatz greift, von derzeit 68.000 Euro brutto im Jahr auf 80.000 Euro anheben. Doch zuletzt lag das mittlere Jahreseinkommen von Vollzeitbeschäftigten bei rund 47.000 Euro. Die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung ist also weit davon entfernt, in den Genuss von Linnemanns Vorschlag zu kommen. Und: Das Ehegattensplitting sowie zahlreiche Abschreibungsmöglichkeiten führen schon jetzt dazu, dass nur eine kleine privilegierte Minderheit wirklich den Spitzensteuersatz zahlt. Stattdessen würden von Linnemanns Vorschlag vor allem auch Superreiche profitieren, weil der Anteil ihres Einkommens, für den sie den Spitzensteuersatz zahlen müssen, dadurch sinkt. […]

(Simon Poelchau, 16.02.2026)

Wäre der Urnenpöbel zurechnungsfähig, gäbe es in den Umfragen breite RRG-Mehrheiten. Man kann das alles wissen. Auch, wenn man sich nicht 24/7 mit Nachrichten beschäftigt. Aus allgemein zugänglichen Quellen. Ohne Paywall.

Der Irrsinn der Merz-Bande kennt keine Grenzen und wird uns alle in den Abgrund führen.

[…] Integrationskurse gestrichen: Bundesregierung verbaut Ukrainer*innen den Weg in den Job

Ukrainer*innen finden sich bisher gut in Deutschland ein. Die Bundesregierung gefährdet das, indem sie Jobcenterberatung und Integrationskurse streicht.

Die Bundesregierung reißt einen der größten Erfolge deutscher Integrationspolitik ein. Zwar haben immer mehr geflüchtete Ukrainer*innen in Deutschland einen Job, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt – doch Union und SPD streichen systematisch die Programme zusammen, auf die diese Entwicklung zurückzuführen ist. Expert*innen kritisieren insbesondere, dass die neu Ankommenden inzwischen nicht mehr von den Jobcentern betreut werden. Seit Kurzem wird ihnen nun auch der Zugang zu Integrationskursen verwehrt.  [….]

(Frederik Eikmanns, 17.02.2026)

Montag, 16. Februar 2026

Die Kunst am richtigen Ort von den richtigen Eltern geboren zu werden.

Es gibt mehr als genug Kinder auf der Welt. Ganz offenkundig mehr, als wir zu schützen und zu ernähren bereits sind. Auch wenn es der globalen Gesellschaft ein  Leichtes wäre. Aber durch die Wahlentscheidungen in Europa und den USA verschieben wir lieber Billionen Dollar zu ein paar Tausend Milliardären. Aber durch die Wahlentscheidungen in Europa und den USA, knallen wir hungernden Kindern lieber die Tür vor der Nase zu, streichen Entwicklungshilfe, USAID und beharren auf Wirtschaftsmodelle, die Afrika gnadenlos ausbeuten. Aber durch die Wahlentscheidungen in Europa und den USA, beliefern wir die milliardenschweren Kriegsherren am Golf mit Waffen, um die jemenitische und palästinensische Bevölkerung in die Steinzeit zu bomben, Myriaden Kinder zu töten, verhungern zu lassen.

[…] A child under five could die every forty seconds by 2030 due to U.S. aid cuts, Oxfam analysis finds

One year since Trump administration’s slashing of U.S. lifesaving aid, deadly impacts continue to grow

The series of cruel and illegal cuts to U.S. lifesaving humanitarian and development aid the Trump administration initiated on day one has already cost lives and undermined the entire global aid system. Oxfam analysis of aid cut impact predictions finds that that these actions have led to the risk that a child under 5 could die every 40 seconds by 2030. Already, conservative estimates projected that 200,000 children under five would die in 2025 due to these cuts, leading to the first rise in under-five child mortality this century.

President Trump’s freeze on lifesaving aid and subsequent closure of USAID left millions of people living through crisis without lifesaving food, water, healthcare and other basic support. Chaotic and cruel bureaucratic processes and additional rollbacks came in the months to follow, and billions of dollars already approved by Congress were slashed from the U.S. humanitarian assistance budget, leaving vital programs in limbo or forced to close.  […]

(OXFAM, 15.01.2026)

200.000 Kinder getötet durch einen Federstrichs Trumps. So gefällt es den selbst ernannten PRO-LIVE-Lebensschützer-Christen, die sich für Trump begeistern.

(….) Ja, Trump isoliert die USA in der Welt, schafft die Demokratie ab, installiert eine auf ihn zugeschnittene dystopische Autokratie ohne Gewaltenteilung. Ja, er umgibt sich mit Sexualstraftätern, Rassisten und sonstigen Verbrechern, die alles daran setzen ihre eigenen Taschen zu füllen. Ja, er arbeitet daran, der Menschheit ihre Lebensgrundlagen zu entziehen. Ja, er hetzt Todesschwadronen auf die eigene Bevölkerung. Aber er kann sich immer noch auf die Christen verlassen, die Trumps Hass nicht nur teilen, sondern zelebrieren und hartnäckig einfordern.

[…] Weiße bibeltreue Christen bleiben bei Trump

US-Präsident Donald Trump findet seine größte Unterstützung weiterhin bei weißen evangelikalen Christen und Christinnen. Doch der Rückhalt schwindet wie bei fast allen religiösen Gruppen.

Das geht aus einer am Mittwoch verbreiteten Umfrage des Pew Research Center in Washington hervor. Laut der Umfrage sehen 69 Prozent der weißen Evangelikalen Trumps Amtsführung insgesamt positiv. In der Gesamtbevölkerung teilen 37 Prozent diese Sicht. Evangelikale zeichnen sich durch ein wörtliches Bibelverständnis, konservative Ansichten und eine missionarische Haltung aus.

Die zweithöchsten Zustimmungswerte erzielt der Präsident unter weißen Katholiken und Katholikinnen (52 Prozent), gefolgt von weißen Protestanten und Protestantinnen (46 Prozent).   [….]

(ORF, 12.02.2026) (….)

(Strafe muss sein, 12.02.2026)

Nur eine planetare Gefahr ist noch dramatischer als der Klimawandel: Die Überbevölkerung. Wir sind einfach zu viele Menschen auf dieser kleinen Kugel des Irrsinns. Über acht Milliarden Individuen mit Energiehunger, auf der Jagd nach Ressourcen, überfordern Fauna und Flora.

Ich bin Antinatalist und sehe in der menschlichen Vermehrung das größte Unglück des Planeten.

(….) Siebeneinhalb Milliarden Individuen sind einfach zu viel, wenn man so einen gewaltigen Ressourcen-Verschleiß aufzuweisen hat.

Wir roden die letzten Wälder, treiben den Meeresspiegel hoch, lassen die Gletscher schmelzen, verseuchen die Böden, trocknen Seen aus, verdrängen so effektiv andere Tierarten, daß täglich mehrere aussterben.

Wir erodieren, planieren und asphaltieren Gebirge, buddeln Kohle aus, pumpen Gas und Öl aus der Tiefe, generieren Ozonloch und CO2-Hüllen.

Homo Sapiens lebt auf Kosten der anderen Spezies.

Homo Sapiens vermehrt sich inzwischen nahezu ungehindert.

Pro Jahr werden es 83.686.000 Menschen mehr, das sind 229.277 Menschen pro Tag; 159 Menschen pro Minute und 2,7 Menschen pro Sekunde.

Ein paar von denen kann man aushalten, aber ein Zehntel würde locker ausreichen. 750 - 800 Millionen betrug die Gesamtweltbevölkerung Ende des 18. Jahrhunderts. Die Eine Milliarde-Menschen-Marke wurde 1804 geknackt. Reicht das nicht?

Schon damals konnten wir Ebenbilder Gottes bekanntlich Kriege, Genozide und Ausbeutung ganzer Kontinente vollbringen, weil es genug Soldatennachschub gab, weil die Frauen im Durchschnitt so viele Söhne hatten, daß sie es hinnahmen, daß ab und zu einer davon „auf dem Feld der Ehre“ zerhackt oder zerfetzt wurde.

Der enorme Bevölkerungsdruck, die Verzehnfachung der Menschen in 200 Jahren führte aber zu noch viel mehr Konflikten, Kampf um Ressourcen, Massenmigrationen, Fluchtwellen.  In den Teilen der Welt, die ein sehr geringes Bevölkerungswachstum ausweisen, oder gar wie Deutschland, Japan, Südkorea und die baltischen Länder (Fertilitätsrate bis 1,3) schrumpfen, ist die Kriegsmüdigkeit hingegen recht ausgeprägt.   Verständlich, denn wenn man/frau bloß ein Kind hat, geht es ihm einerseits ökonomisch besser, so daß es weniger wahrscheinlich auf die Idee kommt Soldat zu werden und andererseits sind die Eltern auch protektiver, lassen ihre Kindern weniger gern in den Krieg ziehen.

Länder mit den höchsten Fertilitätsraten – Gaza 4,9 Jemen 5,0 Ruanda 5,3 Kongo 5,8 Uganda 6,1 Somalia 6,3 Ost-Timor 6,3 Afghanistan 6,4 – sind offenbar auch besonders unfriedlich, weil die enorme Kinderzahl die Ressourcen erschöpft, Konkurrenz entsteht und Eltern auch eher mal den Tod eines ihrer Blagen verkraften.  Wir brauchen also weniger Menschen und daher weniger Nachwuchs.

Es ist wohl auch kein Zufall, daß die Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte auch die mit den geringsten Geburtenraten sind. (…..)

(Menschenmassen, 14.10.16)

Man sollte gar nicht erst geboren werden.

Antinatalisten verweigern sich nicht der Vermehrung, weil sie keine Kinder mögen, sondern ganz im Gegenteil, weil sie damit den bereits geborenen Kindern dienen wollen.

Mit abrahamitischen religiösen Vorstellungen, die auf möglichst zahlreiche Vermehrung und Ausbeutung der Ressourcen („Macht euch die Erde untertan!“) ausgerichtet sind und damit im doppelten Sinne eine destruktive Ideologie verfolgen, kann man so eine kinderfreundliche Politik, die sich erst einmal um die Versorgung und das Wohl aller geborenen Menschen kümmert, statt ständig Neue zu produzieren, nicht umsetzen.

Rassistische Pronatalisten wie Xu Bo, Elon Musk und Pavel Durow, die angeblich jeweils schon weit über 100 genetische Kinder haben, wollen ihre eigenen Gene, die sie den Genen anderer Ethnien für weit überlegen halten, verbreiten. Pronatalismus ist die Pest dieses Jahrhunderts.

[…] Sie arbeiten daran, die biologischen Grenzen des Menschen mithilfe der Technik zu überwinden, wie beispielsweise das Altern und den Tod. Sie investieren viel Geld in die Langlebigkeitsforschung und in künstliche Befruchtungstechnologien. Ihre eigene DNA halten sie natürlich für die überlegenste. So soll Elon Musk gemäß Schätzungen des Atlantic bereits über 100 Kinder haben, genauso wie der russische Tech-Milliardär und Gründer von Telegram, Pavel Durov. Auch der chinesische Tech-Milliardär Zhu Bo hat über 100 Kinder, will diese mit Musks Kindern paaren und eine Dynastie gründen. Epstein soll auf seiner Zorro Farm in New Mexico ein Massenfortpflanzungsprogramm seiner eigenen Nachkommen zumindest geplant haben.  [….]

(Merkur, 11.02.2026)

Wenn schwarze, muslimische, afghanische, nordkoreanische Kinder verhungern, ist ihnen das bestenfalls herzlich egal.

Keinen Cent ihrer astronomischen Vermögen geben sie dafür aus, „das Leben“ zu retten, wenn es in der falschen Hautfarbe steckt. Der Souverän wählt so, daß die Überreichen nicht nur überreich bleiben, sondern stündlich reicher werden. Parteien mit Vermögenssteuern und Erbschaftssteuerreformen im Angebot, verschmäht der Urnenpöbel.

(…) Das Sterben dort ist zu weit weg und betrifft „nur“ schwarze und arme Menschen. Dafür empfindet der westlich-industrielle Christ keine Empathie.

Im ostafrikanischen Hunger-Land Sudan bekriegen sich seit zwei Jahren die Rapid Support Forces (RSF) und die Armee des Militärherrscher al-Burhan. Es gibt mutmaßlich an die HUNDERTTAUSEND Tote bisher, mehr als 21 Millionen Menschen sind laut UN-Angaben von akutem Hunger betroffen. Kinder sterben wie die Fliegen.

Dem Fritzekanzler und Joe Wadephul ist es Wurscht. Die frommen CDU-Männer interessieren keine schwarzen Kinder.  Noch nicht einmal beim G20-Gipfel in Südafrika spielte das Thema Sudan eine Rolle.

Seit 2015 greifen unsere geschätzten Energielieferanten und Handelspartner Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und weitere Golf-Monarchien den Jemen an. Das Martyrium der verhungernden Bevölkerung lässt sich kaum in Worte fassen. Alle 13 Minuten stirbt ein jemenitisches Kind. Mutmaßlich gab es bisher rund 500.000 Tote im Jemen. Das Elend ist apokalyptisch.

[….] Seit Beginn des Krieges hat sich die humanitäre Lage im Jemen weiter dramatisch verschlechtert. Laut Angaben der Vereinten Nationen gibt es derzeit 4,5 Millionen Binnenflüchtlinge. Über 18 Millionen von insgesamt ca. 30,5 Millionen Menschen benötigen humanitäre Unterstützung. Circa 17,6 Millionen Menschen haben keinen sicheren Zugang zu Nahrung. Fast die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren leiden an moderater bis schwerer akuter Unterernährung. [….]

(Welthungerhilfe)

Auch die Lage im Jemen interessiert den Sauerländer Popelfresser nicht im Geringsten. 

Das Ausmaß der Kriegsverheerungen, die Zahl der Toten, das Leiden des Bevölkerung lässt sich üblicherweise nur grob schätzen. Es gibt kaum verlässliche Quellen, weil der Horror und Zahlen gepresst, immer auch ein Teil der Kriegspropaganda ist.  (…)

(Zahlen und Moral, mangelnde, 02.12.2025

In Japan, Südkorea und Westeuropa werden die Grenzen für Migranten hermetisch geschlossen, während die eigene Bevölkerung massiv überaltert und dringend auf Zuwanderung angewiesen ist. Eine offensichtliche Absurdität, der nationalistische pseudo-eugenische Politiker mit der dringenden Aufforderung zum Geschlechtsverkehr an die eigene Bevölkerung begegnen. 

[….] In Frankreich hat die Regierung angekündigt, jedem Menschen, der 29 Jahre alt wird, einen Brief zu schicken, in dem einem nahegelegt wird, langsam mal ans Kinderkriegen zu denken. Es geht der Regierung in Paris darum, die Geburtenrate zu erhöhen, und das Mittel, das dafür gewählt wird, besteht darin, erst einmal den sozialen Druck zu erhöhen. Die Entscheidung sei jedem selbst überlassen, bien sûr. Aber: Die biologische Uhr tickt! Meilleures salutations.

Das ist ein Brief, von dem man sich ausrechnen kann, dass kein einziger Mensch sich darüber freuen wird. Vielleicht ist man mit 29 Jahren unglücklich darüber, dass man noch keine Kinder hat, weil Probleme der Partnerschaft, Lebenssituation oder auch Medizin im Weg stehen; dann ist man danach noch genervter. Oder man ist ganz froh, dass man keine Kinder hat; dann ist man auch genervt über so eine ungefragte Einmischung ins Private, als sei das eine Sache, die die Gemeinschaft überhaupt etwas angehen würde.

In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde ein solches, übergriffiges Politikverständnis endlich zurückgedrängt

Es ist aber auch auf einer grundlegenden Ebene – und das betrifft nicht nur Frankreich – ein Ausdruck davon, wie sich westliche Demokratien gerade wieder stärker anmaßen, sich in solche persönlichen Entscheidungen einzumischen, zumindest durch sogenanntes Nudging, also zwangloses Anstupsen. Wieder – denn in den 1950er-Jahren ging die Familienpolitik genau damit los. Als Konrad Adenauer erstmals einen Minister für das Thema berief, den CDU-Politiker Franz-Josef Wuermeling im Jahr 1953, da erklärte der seine Daseinsberechtigung mit der „Sicherung gegen die kinderreichen Völker des Ostens“.

Die Konsequenz hieraus hatte der Kanzler schon zuvor klar benannt. In einer Regierungserklärung 1952 forderte Adenauer eine „konstante Zunahme der Geburten“ sowie eine „Stärkung des Willens zum Kind“. Es hat erst starker gesellschaftlicher Auseinandersetzungen bedurft, bis in den 1970er- und 1980er-Jahren ein solches übergriffiges Politikverständnis endlich zurückgedrängt und ihm ein liberalerer, im besten Sinne bürgerlicher Gedanke effektiv entgegengestellt werden konnte: Der Staat hat die Menschen so zu nehmen, wie sie sind. Auch mit ihren Lebensentscheidungen.[….]

(Ronen Steinke, 16.02.2026

„Kinder statt Inder“ nannte es einst die rassistische Rüttgers-CDU in NRW, „ficken für’s Vaterland“ fordert der völkische Faschist und achtfache Vater Maximilian Krah von seinen Ossis. Der Erfolg lässt allerdings zu wünschen übrig, weil die AfD-Fans in Ossistan einerseits die Frauen in den Westen vertrieben haben und andererseits Leihmutterschaft und Homosexualität ablehnen. Dumm gelaufen.

Sonntag, 15. Februar 2026

Davon erholen wir uns nicht mehr

Es vergeht keine Woche, in der Merz und seine C-Cronies keinen neuen politischen Tiefpunkt erreichen. Ob nun durch Lobbyhörigkeit, rechtsextreme Ideologie oder Borniertheit getrieben, kann uns letztlich egal sein.

Nach den 16 Jahren Merkel-Stillstand und dem daraus resultierenden toxischen Reformstau, treibt der Sauerländer Sabbelkopp nun endgültig den Sargnagel in diese Republik. Wie fehlgeleitet die CDUCSU-Wirtschafts-, Integrations-, Klima- und Energiepolitik ist, scheint immerhin bei einem Großteil der Medien angekommen zu sein. Ich halte allerdings das außen- und geopolitische Versagen des Fritzekanzlers für noch gravierender. Sein Festhalten an der Nazi-Pädo-Plattform „X“, die Spaltung der EU, der Schulterschluss mit den Faschisten Meloni und Netanjahu. Und immer wieder der Kniefall vor der größten Gefahr der Menschheit: Donald Trump!

Die CDUCSU-Blamage von München bereitet mir physische Schmerzen – aus Scham für diese erbärmliche Regierung.

[…]  Hillary Clinton sprach auf dem Panel mit Ministern aus Polen, Tschechien und Bulgarien über das, was sie als „West-West Divide“ bezeichneten. Das Podium wollte eine Spurensuche darüber versuchen, was von den „gemeinsamen Werten“ des Westens noch übrig sei. Und um es vorwegzunehmen: Es ist nicht viel – jenseits von rechten Bündnissen. Das machte auch die Rede des US-Außenministers am Samstag deutlich.

Marco Rubio trat bei der Münchner Sicherheitskonferenz ideologisch als Fürsprecher der Neuen Rechten auf – und fast der gesamte Saal in München spendete ihm nach seiner Ansprache einen stehenden Applaus. „Wir wollen nicht unter der Vorgabe leben, dass unsere Lebensweise nur eine unter vielen ist“, sagte der US-Außenminister zu den Staats- und Regierungschefs, die unmittelbar vor ihm saßen. Die transatlantischen Beziehungen bezeichnete er offen als ein Vehikel für eine Vorherrschaft der „westlichen Zivilisation“, die er wiederum knapp vorm Untergang sah.

„Wir sollten die Möglichkeiten nutzen, um ein neues westliches Jahrhundert zu schaffen“, so Rubio. Die USA seien bereit, dies alleine zu tun. „Aber wir hoffen, dass wir dies gemeinsam mit Ihnen, mit unseren Freunden hier in Europa, tun.“ [….]

(Cem-Odos Gueler und Pascal Beucker, 15.02.2026)

Die USA, Trump, Rubio, Vance wollen die EU, „den Westen“, die regelbasierte Ordnung, die UN, das Klima ZERSTÖREN und unsere deutschen Minister springen dazu brav auf, um in der ersten Reihe zu applaudieren!

[…] Der Inhalt von Rubios Rede war keineswegs grundsätzlich gemäßigter. Egal, was der Außenminister persönlich auch denken oder glauben mag – die Maga-Ideologie ist inzwischen so tief in die Außenpolitik der USA eingesickert, dass er daran nicht vorbeikommt. […] Kurz vor der Konferenz verkündete der für politische Dinge zuständige Staatssekretär im Pentagon, Elbridge Colby, bei einem Nato-Treffen in Brüssel eine stocknüchterne, hart kalkulierte Linie: Europa muss sich künftig um seine konventionelle Verteidigung kümmern, Amerika hält nur noch den nuklearen Schutzschirm über die Verbündeten. Gemeinsame Werte? Forget it! Es zählen nur noch kalte Interessen. Punkt. Das ist die „America first“-Doktrin in Reinform. […] Dann kam Rubio, der ein schwammiges, ideologiegesättigtes Maga-Mischmasch auskippte: Amerika sei auf einer Art Kreuzzug, um den von einer links-grün-queer-woken Elite bedrohten Westen zu retten, argumentierte er. Rubio wiederholte den rechtspopulistischen Kampfbegriff von der „zivilisatorischen Auslöschung“, die Europa wegen zu vieler Einwanderer aus fremden Kulturen und zu niedriger Geburtenraten angeblich droht. Der Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika hielt es sogar für klug und angebracht, in München, der einstigen „Hauptstadt der Bewegung“, davon zu schwadronieren, dass die USA Verbündete wollten, die „nicht gefesselt sind von Schuld und Scham“. Sondern die stolz seien auf ihr „historisches Erbe“. 

Zieht man all das nostalgische Pathos einmal ab, dann lautete Rubios Botschaft an die Europäer: Macht aus euren Ländern, was Trump aus Amerika gemacht hat. Folgt dem Weg, den Trump geht, dann bleibt das Bündnis bestehen. Folgt nicht, dann gehen wir den Weg eben allein.

Dass Trump auf allen Werten, Normen und Institutionen herumtrampelt, ohne die der Westen nicht der Westen ist – von der Rechtsstaatlichkeit über die Bürgerrechte und die Freiheit von Wissenschaft und Kunst bis hin zu Marktwirtschaft und Demokratie –, fällt Rubio offenbar nicht auf. Er glaubt vielleicht, er diene dem Retter des Westens, aber in Wahrheit dient er dem Zerstörer. […]

(Hubert Wetzel, 15.02.2026)

Trumps treuer Völkerrechtszerstörer, Außenminister, Sicherheitsberater, Möchtegern-Vizekönig von Kuba und Venezuela, zeigt in jeder Hinsicht deutlich, was er von Brüssel und der EU hält, indem er von der Münchner Sicherheitskonferenz demonstrativ weiter nach Bratislava und Budapest reist, um die Demokratie-zerstörenden Putin-Freunde Robert Fico und Viktor Orbán zu treffen.

[….]  Kleine Hausarbeitenunterbrechung für einen Rant zur Münchener Sicherheitskonferenz: Marco Rubio, der US-amerikanische Außenminister, hat dort eine Rede gehalten, die sich inhaltlich überhaupt nicht von Trump unterscheidet - nur in freundlicheren Worten. Und von Merz, Söder und Co gab es Standing Ovations. Wenn so unsere Reaktionen auf Trumps Regierung aussehen, können wir uns all die schönen Worte über europäische Souveränität auch einfach in die Haare schmieren. [….]

(Ricarda Lang, 15.02.2026)

Der Kanadische Premierminister Mark Carney hatte vor zwei Wochen beim Weltwirtschaftsforum mit einer großartigen, wegweisenden Rede gezeigt, wie es geht. Wie wir gemeinsam unsere Werte verteidigen und die Zukunft bewahren, statt sich jämmerlich von einer autokratisch-rassistischen weltzerstörenden USA plattwalzen zu lassen. Die Europäer hätten die ausgetreckte Hand ergreifen müssen und Kanada fest an die EU binden sollen.

[….]  On plurilateral trade, we're championing efforts to build a bridge between the Trans Pacific Partnership and the European Union, which would create a new trading bloc of 1.5 billion people. On critical minerals, we're forming buyers’ clubs anchored in the G7 so the world can diversify away from concentrated supply. And on AI, we're cooperating with like-minded democracies to ensure that we won't ultimately be forced to choose between hegemons and hyper-scalers.

This is not naive multilateralism, nor is it relying on their institutions. It's building coalitions that work – issues by issue, with partners who share enough common ground to act together.

In some cases, this will be the vast majority of nations.

What it's doing is creating a dense web of connections across trade, investment, culture, on which we can draw for future challenges and opportunities.

Argue, the middle powers must act together, because if we're not at the table, we're on the menu.  [….]

(Mark Carney, Davos, 26.01.2026)

Merz, Söder, Wadephul wählen stattdessen jubelnd, mit Standig Ovations den Weg in die Hölle, werfen sich Trumpmerica devot zu Füßen. Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte. Die Dummheit und Naivität der Merz-Regierung kennt wirklich keine Grenzen.

[…] Keine Frage, die Zeiten sind düster für die Europäer. Donald Trump konnte nur mit Mühe davon abgehalten werden, sich mit Gewalt Grönland zu holen. Wladimir Putin macht keine Anstalten, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Die Techkonzerne im Silicon Valley sind dabei, die europäische Wirtschaft plattzuwalzen. […] Und als Rubio seine Rede mit dem Satz schloss, die Vereinigten Staaten seien bereit, mit den »geschätzten Partnern« die westliche Zivilisation zu verteidigen, applaudierte die versammelte europäische Politelite stehend. Wolfgang Ischinger, der Chef der Sicherheitskonferenz, versicherte dem amerikanischen Außenminister, dessen Rede habe einen »Seufzer der Erleichterung« ausgelöst: »Vielen Dank für die Bestätigung unserer Partnerschaft.« Der deutsche Außenminister Johann Wadephul sagte in heiliger Einfalt über Rubio: »Wir wissen, dass er ein echter Partner ist.« […] Sollte Donald Trump die Rede seines Außenministers und die Reaktion darauf verfolgt haben, dürfte er sich totgelacht haben. Wie naiv kann man sein? Rubio glich in München dem Assistenten eines Folterknechts, der dem Delinquenten ein Glas Wasser reicht, nachdem dieser über glühende Kohlen gejagt wurde.

Rubio wich in der Sache nicht einen Millimeter hinter die Politik von Trump zurück. Er verteidigte dessen Zollpolitik und Imperialismus. Er vertrat ohne Wenn und Aber eine Politik, die sich allein an nationalen Interessen ausrichtet und nannte die »regelbasierte Weltordnung« einen überstrapazierten Begriff. Rubio machte unmissverständlich klar, dass die Europäer nur dann die Partner der USA sein können, wenn sie der »America First«-Ideologie Trumps folgen. […] Es traten US-Demokraten auf, die den Freunden in München in den leuchtendsten Farben schilderten, wie Trump die amerikanische Demokratie untergräbt. So gesehen war die Sicherheitskonferenz ein Moment der Klarheit. Die Europäer sollten ihn nutzen. Und nicht an das Märchen glauben, die Rubio-Rede sei eine Rückkehr zur Normalität.  […]

(Rene Pfister, 15.02.2026)

Samstag, 14. Februar 2026

Der Gott-Faktor

Als meine Mutter im Sterben lag, überlegten wir auf der Intensivstation, eine riskante Operation zu wagen. Die Chirurgen hatten alles ausreichend erklärt und nun besprachen wir uns zu zweit. Sie war zwar an diverse Schläuche angeschlossen, aber mental vollkommen auf der Höhe. Die Dramatik der Situation hatte sie noch rationaler, als ohnehin schon gemacht. Glücklicherweise, aber wenig überraschend, waren wir uns völlig einig: Nein zu weiteren Behandlungen und risikoreichen chirurgischen Aktionen, nur um zu überleben. Der große Eingriff sollte nur gewagt werden, wenn es eine gute Chance auf ein Gelingen gäbe. Dem Ärzteteam brachte sie es später auf eine einfache Formel: Ich erwarte nicht, jemals wieder wie ein junger Mensch rumlaufen zu können, aber ich möchte in meiner Wohnung autark sein; mir allein in der Küche einen Tee machen und selbstständig ins Badezimmer können. Wenn das Szenario nicht wahrscheinlich ist, keine OP.

In jenen Jahren verbrachte ich sehr viel Zeit in der Wartezone vor der Intensivstation, da sich auch mein Vater und meine Tante aus dem Diesseits verabschiedeten. So langsam kannte ich alle Leute und konnte frisch eingetroffenen, psychisch aufgelösten Angehörigen die Abläufe erklären; spielte den Wegweiser. Eine Oberärztin, der ich nachts begegnete, sagte einmal zu mir „so langsam können wir Ihnen hier auch ein Büro einrichten.“ Es ist keine angenehme Situation, aber auf einer Meta-Ebene stellte ich psychosoziale Feldstudien an. Viele Angehörige werden emotional überwältigt, wenn sie vom behandelnden Arzt final schlechte Nachrichten bekommen. Ich habe sie schreien und heulen gesehen. Immer wieder wurde ausgedrückt, wie ungerecht und überraschend das sei. Es erinnerte mich an die dramatischen „WARUM?“-Schilder, die trauernde Bürger an Tatorten oder Unfallszenerien aufstellen.

Im Moment der tiefsten Trauer möchte man Menschen trösten und unterstützen, aber die richtige Frage wäre natürlich „Warum nicht?“. Es ist das eiserne und nie gebrochene Gesetz des Lebens, das mit dem Moment unserer Geburt feststeht: Wir werden sterben. Jeder. Ganz sicher. Trump, Merz, dein Nachbar, dein Sohn, deine Eltern, die Person, die gerade zufällig neben dir steht, jeder, den du liebst und selbstverständlich auch du und ich. Gerade weil unsere Lebensspanne nicht nur endlich, sondern im historischen, oder gar kosmischen Kontext, mikroskopisch kurz ist, gilt es, sich des Todes und des Lebens bewußt zu sein.

Mit Hysterie und Metaphysik lässt sich der Tod nicht beeinflussen, sondern nur kostbare Lebenszeit vergeuden.

Ich würde mich selbst niemals als besonders mutig bezeichnen, wäre sicher als Soldat genauso unnütz, wie als Beschützer gegenüber wilden Tieren. Ich bin nicht Konfrontations-affin, vermeide gern Konflikte. Man darf mich feige nennen. Ich mache auch keine Bungee-Sprünge.  Aber wenn es richtig ernst wird, werde ich auch ernst, kann meine Emotionen vollkommen ausblenden.

 Ich glaube, ich bin der Ideal-Angehörige für Intensivmediziner, weil ich ruhig, rational bleibe und aufmerksam alle Informationen registriere. Von mir geht nicht die Gefahr aus, heulend den Ärzten um den Hals zu fallen, zu schimpfen oder zu zetern.

Ich bin noch unsicher, ob das genetisch oder umweltbedingt so ist. Diese Eigenschaft teilte ich mit vielen Familienmitgliedern, aber keineswegs mit allen. Zum Glück war meine Mutter auch so und daher führten wir ein ruhiges Gespräch auf der Intensivstation, als plötzlich eine aufdringliche Mitt-60erin mit Kurzhaarfrisur hereinplatzte. Ich war von dem einzigen Stuhl aufgesprungen, auf den sie sich sofort setzte: „Ich bin die Krankenhausseelsorgerin und möchte mit ihnen darüber sprechen, was sie erwartet!“ Ohne Punkt und Komma, begann sie, ihre „Angebote“ durch zu deklinieren: Gemeinsames Gebet, ich sei willkommen im überkonfessionellen „stillen Raum“, es wäre auch möglich, andere Geistliche zu holen. Ich war so perplex, daß mir tatsächlich die Worte fehlten. Meiner Mutter gelang es als erste, gegen den Wortschwall anzukommen und sie stellte sehr höflich klar: „Danke, aber nein danke, wir sind wirklich nicht religiös!“

Das war der Zeugen-Jehovas-Moment der Religioten-Fachkraft. Da grätschte sie sofort mit leicht triumphierenden Ton hinein, „jaaaa, sie mögen im Leben Atheistin gewesen sein, aber in dieser Situation überdenken sie ihre Haltung…“ Nun wurde es meiner Mutter doch zu bunt, sie nahm ihre Kraft zusammen und stellte klar: „Würden sie bitte jetzt das Zimmer verlassen, ich möchte meine vielleicht letzte Zeit mit meinem Sohn verbringen!“

Endlich zog sie ab. Ich machte große Augen und scherzte „Du bist wirst also nicht auf den letzten Metern plötzlich gläubig? Da bin ich ja erleichtert!“ Und meine Mutter konnte noch einmal richtig lachen.

Die Krankenhausseelsorgerin befindet sich in Hamburg, einer Stadt, in der 99% der Bewohner nicht regelmäßig in Gottesdienste gehen, in der Christen eine deutliche Minderheit sind und kaum noch Beerdigungen mit kirchlichem Brimborium stattfinden. Wenn man als Religiot seinen Laden am Laufen halten möchte, kann man sich vermutlich keine Pietät leisten und stürzt sich aufdringlich auf Sterbende. Die Kirche attackiert, wenn man verwundbar ist. Kleine Kinder oder Todkranke.

Ich hatte Glück, inzwischen sind alle meine engen Angehörigen abgereist und verbaten sich allesamt religiöse Bekundungen auf der Beerdigung.

Atheisten sind reflektierter, gebildeter und intelligenter als Religiöse. Deswegen überrascht sie die eigene Endlichkeit weniger und sie geraten nicht so leicht in existentielle Verzweiflung.

Im Gegenteil, totale existentielle Not kann Gläubige zu Atheisten machen, wenn sie allzu deutlich sehen, daß da eben kein Gott ist, der ihnen hilft. „Gut“ UND „allmächtig“ schließen sich gegenseitig aus. Gott kann nicht existieren.

(….) Fall A) Ein allmächtiger Gott existiert nicht.

Fall B) Ein allmächtiger Gott existiert. Dann zeigen aber Auschwitz und die weiteren bekannten Genozide, daß er ein Arschloch sein muß und das ist per Definition eben nicht göttlich. Also existiert eben doch kein (lieber) Gott.

Was ich hier wieder einmal skizziere, ist das alte Theodizee-Problem.

Der Begriff wurde durch Gottfried Wilhelm Leibniz, dem letzten Universalgelehrten der Geschichte in seiner Abhandlung  „Essai de Théodicée“ (1710) geprägt.

Damit griff er aber einen Jahrtausende alten Gedankengang auf.

Die große Theodizee-Frage („Rechtfertigung Gottes“) wird immer wieder gestellt - seit Jahrtausenden, seit Epicur.
Sextus Empiricus, der Arzt und Philosoph des 2. Jahrhunderts, formulierte das Dilemma folgendermaßen: 

Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
Oder er kann es und will es nicht:
Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist,
Oder er will es nicht und kann es nicht:
ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott,
Oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?

 
Ich persönlich halte mich da an die Antwort des Ausschwitzüberlebenden Yehuda Bauers- die ich logisch einfach bestechend finde.

 
„In letzter Zeit war die Leistungsbilanz Gottes, was die Juden anbelangt nicht gerade überwältigend." Er könne nicht zugleich allmächtig und gerecht sein - denn wäre er es, hätte er Ausschwitz nicht zugelassen. Doch offensichtlich konnte er es nicht verhindern.
Und was ist wenn es einen Gott gibt, der Ausschwitz verhindern wollte, aber nicht konnte?
Auch dazu hat Bauer eine einfache Antwort: „Ein armer Kerl, der Unterstützung braucht, der sich seine Stärke von uns holen muß - einen solchen Gott brauche ich nicht!
Interessanter als die große Theodizee-Frage an sich finde ich die Tatsache, daß professionelle Priester, Ordensleute und klerikaler Hochadel nach 2000 Jahren Kopfzerbrechen immer noch keine Alibi-Antwort gefunden haben. (….)

(Die Christen des Tages – Teil XIII und Teil XIV – 07.01.2010)

Die schlichteren Geister gehen allerdings ohne grundlegende Erkenntnis über ihre Existenz durchs Leben, sind dann völlig überrascht, wenn es zu Ende geht und brauchen ein Ventil, um ihre Begriffsstutzigkeit zu kanalisieren. Hier greift die Kirche ab und saugt ihren Nektar aus dem Leid der Menschen. Vor wenigen Tagen starb James van der Beek mit 48 Jahren an Darmkrebs. An ihm hätte die erwähnte Krankenhausseelsorgerin ihre wahre Freude gehabt. Christliche Medien schlachten den Fall entzückt aus:

[…] Schauspieler James van der Beek gestorben: „Der Liebe Gottes würdig“

Der amerikanische Schauspieler James van der Beek ist am Mittwoch im Alter von 48 Jahren an Darmkrebs gestorben. Und das offenbar im Frieden mit Gott. So heißt es auf seinem Instagram-Profil und dem seiner Frau, er sei friedlich verstorben. Seinen letzten Tagen sei er mit „Mut, Glaube und Würde“ begegnet. […] Durch die Krebsdiagnose veränderte sich Van der Beeks Beziehung zu Gott, sagte er in einem Interview. „Vor dem Krebs war Gott etwas, was ich versuchte, so gut wie möglich in mein Leben einzupassen“, zitiert die Website Premier Christian News den Schauspieler. Nach der Diagnose habe er anders auf die Liebe Gottes geschaut und eine stärkere Verbindung zu ihm gehabt. […] mit der Krebsdiagnose habe er seiner eigenen Sterblichkeit und dem Tod ins Auge gesehen. „All diese Definitionen, die so wesentlich für mich waren, hatten keinen Bestand mehr“, sagt Van der Beek. Durch seine Krankheit sei er nicht mehr in der Lage gewesen sei, sie auszufüllen. Das habe ihn zu der Frage gebracht: Was macht mich aus, wenn ich all das nicht mehr bin? Und er kommt zu dem Schluss: „Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.“ Das gelte für jeden Menschen. […] 

(christliche Medieninitiative PRO, 12.02.2026)

Die Tragik des Falls van der Beek erklärt Matt Bernstein; obwohl es der Familie finanziell recht gut ging, wurde sie durch das US-Krankheitssystem in den Bankrott getrieben. Van der Beek musste alles verkaufen was er hatte. Der Familie droht das Haus zu verlieren. Nur durch seine Prominenz kam nach seinem Tod eine Gofundme-Kampagne zustanden, die eine Million Dollar generierte, um der hinterbliebenen Ehefrau und den sechs Kindern ihr Obdach zu bewahren.

Die US-Kirchen hingegen sind steinreich und von der Steuer befreit. Die Christen unterstützen mit überwältigender Mehrheit Trump, den Mann, der US-Amerikaner mit Krebs in den finanziellen Ruin treibt.