Ich glaube nicht an Gott.
Ich glaube, die an Gott glauben, glauben auch nicht an
Gott. Sie glauben nur zu glauben, ohne ihrem Glauben wirklich zu glauben.
Glaubten sie an den allmächtigen, allwissenden
Beschützer, gäbe es keine Blitzableiter auf kirchlichen Gebäuden. Glaubten die
Gläubigen wirklich ihren Glauben, hätten sie keine teuren Krankenversicherungen.
Glaubten die Gläubigen wirklich ihren Glauben, bräuchten sie keine Impfungen, keine
Türschlösser, keine Airbags, keine Schwimmwesten, keine Fahrradhelme.
Glaubte der Papst wirklich seinen Glauben, könnte er die
Schweizer Garde auflösen und führe nicht im Panzerglas-Auto umher.
Es ist nicht nur fehlendes Gott-Vertrauen, sondern der grundsätzliche
Glaube in Gottes Fähigkeiten als Allmächtiger.
Margot Käßmann, die den Bundeswehreinsatz am Hindukusch beklagte
(„nichts ist gut in Afghanistan!“) und stattdessen empfahl, mit den Taliban zu
beten, fuhr als Bischöfin in Hosen, mit modischer Kurzhaarfrisur und der Bibel
in der Hand, nie wirklich nach Kandahar, weil sie in Wahrheit natürlich auch
nicht an Gottes Allmächtigkeit glaubt und weiß, daß selbst sie als
Top-Klerikerin, eben nicht beschützt würde und den Trip nicht lebend
überstünde.
Sie weiß, daß Gott es entweder nicht kann, nicht weiß, in
welcher Gefahr Kässi schwebt oder aber so bösartig ist, ihr gar nicht helfen zu
wollen.
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| HH Abla 17.08.2026 |
So werden Gott nur die Wunder und Glücksfälle – vom wiedergefundenen
Autoschlüssel, über den Lottogewinn bis zur Spontanremission einer aggressiven
Krebs-Art – zugeschrieben, die ohnehin im Bereich der Wahrscheinlichkeit lagen.
Gott wird nur das zugetraut, das ohnehin passieren könnte. Ihm wird nur das gedankt,
was im realistischen Bereich des Zufalls liegt.
Kein Gläubiger glaubt, Gott wäre wirklich allmächtig und
daher wird auch nicht für „Wunder“ gebetet, die biologisch unmöglich sind. Kein
Gläubiger glaubt, Gott ließe amputierte Gliedmaßen nachwachsen, bringe die vor
Jahren verstorbene Mutter zurück, könne a posteriori den Holocaust ungeschehen
machen, würde dem geliebten Familiendackel die Fähigkeit verleihen zu sprechen.
Kein Gläubiger betet für derartige Dinge, die gar nicht
passieren können. Denn dafür müssten sie wirklich glauben, ihr Gott wäre
allmächtig. Aber das glauben sie eben nicht und sind damit auch nicht wirklich
gläubig, weil Gott per Definition als Erschaffer des Universums nicht
eingeschränkt mächtig sein kann, sonst wäre er kein Gott.
Theodizee: Wenn Gott alles kann, alles weiß und gut ist,
gäbe es kein Leid auf der Welt. Da es aber Leid gibt, ist Gott entweder nicht
gut, nicht allwissend, oder alleskönnend und kann daher kein Gott sein.
Um diese fundamentale Einsicht drücken sich die
Gläubigen, die glauben zu glauben, indem sie ihn gar nicht erst mit Wünschen konfrontieren,
die Allmächtigkeit voraussetzen.
Um diese fundamentale Einsicht drücken sich die
Gläubigen, die glauben zu glauben, indem sie ständig beten, um Gott auf Dinge aufmerksam
zu machen, die er ohnehin wüßte, wenn er allwissend wäre.
Um diese fundamentale Einsicht drücken sich die
Gläubigen, die glauben zu glauben, indem sie Opfer bringen und damit an Gottes
Güte zweifeln, indem sie versuchen, ihn durch Einhaltung frommer Regeln, Gottesdienstbesuche,
Kirchensteuern oder Pilgerfahrten zu bestechen.
Tatsächlich führen Pilgerreisen erstaunlich oft sehr
konkret zu Gott ins Jenseits.
[…] Bei einem schweren
Busunfall in Ungarn sind zwölf Menschen aus Polen ums Leben gekommen und zehn
schwer verletzt worden. Das teilte der ungarische Ministerpräsident Peter
Magyar am Sonntag mit. In dem Bus befanden sich polnischen Angaben zufolge
Pilger auf dem Rückweg aus dem katholischen Marienwallfahrtsort Medjugorje in
Bosnien-Herzegowina. […] Auch die polnischen katholischen Bischöfe
drückten ihre Trauer über den Vorfall aus. Der Vorsitzende der
Bischofskonferenz, Erzbischof Tadeusz Wojda, teilte mit, er bete für das ewige
Leben der tragisch gestorbenen Unfallopfer und die Genesung der Verletzten. [….]
(KNA, 16.08.2026)
Man sollte also Gott einfach nicht so mit der Beterei auf
den Sack gehen, obwohl er natürlich schon weiß, daß ihm auf sein Gehänge
getreten wird, weil es vorbestimmt ist. Vermutlich nerven ihn daher Gebete, Gottesdienste und
Pilgerreisen umso mehr.
Diese ganze Pilgerreiserei ist dem Allmächtigen
möglicherweise ohnehin zu penetrant.
Wenn Christen in Busladungen anrücken, fühlt sich der Mann
im Himmel gestört.
Muß man verstehen. In seinem Alter. Dank seiner
Superkräfte, kann er sich aber auch mal dieser lästiger Bittsteller entledigen,
wenn sie zu sehr nerven.
[….] Tragisches Ende einer Pilgerfahrt: Bei einem schweren Busunglück am
ungarischen Plattensee sind in der Nacht zu gestern 19 Reisende aus Polen ums
Leben gekommen, unter ihnen zwei Kinder. [….] Der Reisebus aus Lublin war auf
dem Weg zum Marien-Wallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina. […..]
(HH Abla,
02.07.2002)
[….] Mindestens 13 Menschen sind am Freitag beim Zusammenstoß eines Busses
mit einem Lastwagen nahe dem ostpolnischen Bialystok ums Leben gekommen.
Elf der Opfer sind Jugendliche, die auf Pilgerfahrt unterwegs zum
Wallfahrtsort Tschenstochau waren. [….]
(FAZ, 30.09.2005)
[….] Pilgerfahrt
in den Tod: Ein Bus mit polnischen Pilgern ist am Sonntag in den französischen
Alpen in ein Tal gestürzt und ausgebrannt[….] 26 Insassen starben. Die anderen 25 wurden schwer verletzt. Vielen von
ihnen wurden nur wenig Überlebenschancen eingeräumt. „Die Opfer mit schweren
Verbrennungen wurden mit Hubschraubern zu Spezialkliniken in Marseille und Lyon
transportiert“, teilte die Präfektur mit. [….] „Überall liegen Leichen. Das ist wie das Ende der Welt. So etwas habe
ich noch nie gesehen“, sagte ein Augenzeuge dem Sender France-Info. Mehrere Opfer
wurden von den Fluten der Romanche mitgerissen und konnten erst nach
stundenlanger Suche geborgen werden.
[….] Die jetzt verunglückten 49 polnischen Pilger und zwei Busfahrer waren
auf der Rückreise von einer Tour zu katholischen Pilgerorten in Frankreich und
auf der iberischen Halbinsel. Sie hatten die Nacht in Notre-Dame-de-la-Salette
etwa 50 Kilometer südlich von Grenoble verbracht. Dort findet gerade eine
Begegnung von Priestern und Gläubigen aus Polen, Russland, der Ukraine,
Großbritannien und Frankreich statt. [….]
(dpa, 22.07.2007)
[….] Tödliches Ende einer Pilgerfahrt. Auf dem Rückweg von dem
portugiesischen Marien-Wallfahrtsort Fátima sind bei einem Busunglück im Osten
des Landes 15 Rentner getötet und 23 verletzt worden, 5 von ihnen schwer. Die
60 bis 75 Jahre alten Opfer, allesamt Portugiesen, gehörten der Seniorengruppe
einer Erwachsenen- Universität an. [….]
(Handelsblatt,
06.11.2007)
[….] Tödliches Ende einer Pilgerreise. Ein voll besetzter Reisebus rast auf
einer Autobahn in der Nähe von Neapel in ein Stauende und stürzt von einer
Brücke. Mindestens 38 Menschen kommen ums Leben.
[….] Die Reisegruppe hatte eine Pilgerreise in den Ort Pietrelcina
unternommen und befand sich auf der Rückreise nach Neapel. [….]
(taz, 29.07.2013)
[…] Tragisches Ende einer Pilgerreise: Bei einem Busunglück sind im
Südosten Spaniens mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 40
weitere Insassen des Busses wurden verletzt. Das Unglück war der schwerste
Busunfall in Spanien seit mehr als zehn Jahren.
Der Bus war in der Nacht in der Nähe von Murcia von der Fahrbahn
abgekommen und eine 15 Meter tiefe Böschung hinabgestürzt. Die Ursache ist noch
unklar. Die Insassen des Busses waren auf dem Rückweg von einer Pilgerreise
nach Madrid.
Der 36-jährige Gemeindepfarrer, der die Reise organisiert hatte, war
nach Angaben der Rettungsdienste unter den Toten. [….]
(Stuttgarter
Zeitung, 09.11.2014)
[….] Pilgerreise
in Madagaskar. [….] Bei einem
schweren Busunglück auf dem afrikanischen Inselstaat Madagaskar sind 21
Menschen ums Leben gekommen und 118 verletzt worden.
An Bord seien junge Christen auf dem Weg zu einem Jahrestreffen
gewesen. [….]
(Blick, 01.08.2017)
Aber auch die Kirchen selbst
sind nicht gerade sicher. Gott ist berüchtigt für seine Launen.
[….] Tödlicher Granaten-Angriff in Diplomaten-Kirche. Die Terroristen
stürmten während der Predigt ins Gotteshaus und warfen Handgranaten: Bei einer
Terror-Attacke auf eine Ausländer-Kirche in Islamabad sind mindestens fünf
Menschen getötet worden, darunter zwei Amerikaner. [….]
(Spon, 17.03.2002)
[….] Bei einer blutigen Geiselnahme in einer irakischen Kirche sind in der
Nacht zum Montag 55 Menschen ums Leben gekommen. Die ehemalige Umweltministerin
und christliche Aktivistin, Pascale Warda, sagte, 50 Christen seien in der
Sajjidat-al-Nadscha-Kirche getötet worden. Mit ihnen starben fünf Geiselnehmer
und mehrere Angehörige der Sicherheitskräfte. [….]
(Welt, 01.11.2010)
[….] Beim Einsturz einer Kirche in Uyo im Süden von Nigeria sind Dutzende
Menschen ums Leben gekommen. Regionale Medien gaben die Zahl der Todesopfer
zwischen 50 und 200 an.
Die amtliche Agentur NAN berichtete am späten Samstagabend von
insgesamt 60 Toten, andere Agenturen von bis zu 200. Auch Stunden nach dem
Unglück bargen Suchmannschaften Opfer aus den Trümmern des Gotteshauses, das am
Samstagmittag aus noch unbekannter Ursache während eines Gottesdienstes
eingestürzt war.
Augenzeugen berichteten, das noch im Bau stehende Gebäude sei mit
Gläubigen voll besetzt gewesen. Rund 30 Minuten nach Beginn des Gottesdienstes
sei zunächst das Dach eingestürzt, ehe das gesamte Gebäude zusammenfiel.
[….]
(BZ, 11.12.2016)
[….] Tödlicher Unfall in der Kirche Santa Croce in Florenz. Herabfallende
Steine haben einen spanischen Touristen in der berühmten Kirche Santa Croce in
Florenz erschlagen. Die Kirche wurde nach dem tragischen Unglück geschlossen. [….]
(BR24, 19.10.2017)
[….] Bluttat im Gottesdienst – Texas trauert um 26 Tote
[….] Pastor Frank Pomeroy ist an diesem Sonntag nicht in der Kirche. Aber
seine 14-jährige Tochter sitzt im Gottesdienst. Es ist Mittag in Sutherland
Springs im US-Bundesstaat Texas. Draußen steigt in diesem Moment ein Mann aus
einem Auto. Er ist ganz in schwarz gekleidet, trägt eine kugelsichere Weste. In
seiner Hand hält er ein Gewehr. Er schießt. Dann betritt er das Gotteshaus. Er
schießt weiter. Mindestens 26 Menschen sterben. Zahlreiche weitere werden
verletzt. Das jüngste Opfer ist fünf Jahre alt, das älteste 72. [….]
(dpa, 06.11.2017)
[…..] Tote nach Attentat auf Gottesdienst in Nigeria. Mindestens 16 Menschen
sind bei einem Attentat im Süden Nigerias gestorben. Nach dem
Neujahrsgottesdienst haben Unbekannte das Feuer auf die Gläubigen eröffnet –
wer die Täter waren, ist noch unklar. […..]
(katholisch.de,
02.01.2018)
[….] Ruanda: 16 Tote nach Blitzeinschlag während Gottesdienst. Ein Blitz hat
in Süden Ruandas während des Gottesdienstes in einer Kirche eingeschlagen. 16
Menschen starben, mehrere wurden verletzt. [….]
(Morgenpost,
11.03.2018)
Was will uns Jesus („Gott ist Liebe“) mit all den Massakrierten
im Gottesdienst eigentlich sagen?
Offenbar ist es lebensgefährlich christliche Gottesdienste zu besuchen.
Vorzeitig zu fliehen, kann aber auch tragisch enden.
[…] Drama am Rande eines Gottesdienstes in Glinde bei Hamburg: Zwei Kinder
sind am Freitagmittag in ein Regenrückhaltebecken gefallen und untergegangen. […]
Stundenlang kämpften die Ärzte um ihr
Leben – vergeblich. […] Nach ersten
Erkenntnissen hatten die Kinder (5 und 6 Jahre alt) einen großen Gottesdienst in
einem nahegelegenen Hotel verlassen, mit dem Hinweis, auf die Toilette zu
müssen. […] In dem Hotel habe eine
europaweite Veranstaltung einer afrikanischen christlichen Gemeinschaft mit
etwa 300 Teilnehmern stattgefunden, so der Feuerwehrsprecher. Der anwesende
Priester habe nach dem Unfall die Seelsorge übernommen. Zwei Frauen, vermutlich
die Mütter der Kinder, seien kollabiert und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht
worden, sagte der Sprecher. […]
(Mopo, 11.08.18)
G*tt kann aber mit seinen Christenschafen noch froh sein.
Denn die Luschis beten immer weniger, gehen seltener auf Pilgerreisen und in
Gottesdienste.