Friedrich Merz ist ein elender Feigling. Wenn es gegen Schwächere, Ärmere, Minderheiten, Frauen geht, wird er laut und teilt kräftig aus.
Drohen ihm selbst Kritik und Vorwürfe, versteckt er sich zu Hause hinter Charlottes Rockzipfeln und läßt Franziska Hoppermann den Beschuss durch unangenehme Fragen abfangen.
Für das demokratische Desaster von Sachsen-Anhalt, die zivilisatorische Niederlage der Ex-DDR 36 Jahre nach Einheit gibt es viele Ursachen. Und einen Hauptgrund: Merz.
[….] „Wir können wieder 40 Prozent erzielen und die AfD halbieren“, sagte Friedrich Merz vor einigen Jahren. Heute lässt sich konstatieren: Unter Merz als Kanzler hat sich die CDU in Sachsen-Anhalt halbiert und die AfD liegt deutlich über 40 Prozent. Schadenfreude ist nicht angebracht: Denn nicht nur Merz und seine CDU haben verloren, sondern wir alle.
Die Wahl von Sachsen-Anhalt ist ein Desaster für Deutschland. Fast jeder Zweite hat eine Partei gewählt, die Neonazis ein Zuhause gibt, eine Sprache der Gewalt lebt und die Grundlagen unseres Staates ablehnt, außen- wie innenpolitisch. Die sich Moskau unterwerfen und Deutschland aus NATO und EU lösen will. Die offen die „Remigration“ von Menschen fordert, die hier teils seit Generationen leben. Die Journalisten bedroht und ein revisionistisches Geschichtsbild propagiert, in dem Nationalsozialismus und Holocaust nur noch Randaspekte sind. [….]
(Mathis Neuburger, 06.09.2026)
Weite Teile der ostdeutschen Bevölkerung sind offenkundig nicht mit demokratischen Werten kompatibel.
Sie wählen bewußt und trotz des enormen aufklärerischen Einsatzes der Medien, Parteien, Prominenten und Influencern den Faschismus.
Nazis zu wählen, ist moralisch noch verwerflicher als vor 90 Jahren, weil wir inzwischen genau wissen, wie das ausgeht.
Zudem sind offenkundig die Hälfte der Ossis Vaterlandsverräter. Während Russland Deutschland attackiert - Russischer Außenminister spricht von »Beginn eines echten Krieges« - ergreifen sie Partei für Putin.
[….] Der sachsen-anhaltische Verfassungsschutz hat den Landesverband der AfD 2023 als gesichert rechtsextrem eingestuft. Wenn der Inlandsgeheimdienst diese Einschätzung veröffentlicht, ist er sich also sicher, dass eine Organisation verfassungsfeindlich agiert. Im aktuellen Verfassungsschutzbericht wird die AfD klar als »die größte Bedrohung für die Demokratie in Sachsen-Anhalt« bezeichnet, weil die Partei die extremistischen Positionen der Neuen Rechten in die Gesellschaft hineintrage.
Zu diesen weltanschaulichen Positionen gehört insbesondere das völkische Konzept das »Ethnopluralismus«: Demnach soll es ethnisch weitestgehend homogene Staaten geben, »Volksfremde« werden als Störfaktor angesehen und pauschal abgewertet oder dämonisiert. So schrieb etwa der Landesvorsitzende Martin Reichardt 2023 zu einem Messerangriff in Stendal, dass dort »vom Establishment gerufenen Fachkräfte für Messerstecherei« aktiv seien. Hans-Thomas Tillschneider, stellvertretender Landesvorsitzender und einer der maßgeblichen Köpfe hinter dem Wahlprogramm, erklärte 2018, das DFB-Team sei keine echte Nationalmannschaft, sondern eine »bunt zusammengewürfelten Söldnertruppe der Deutschland-AG«. Er sprach davon, dass in der Mannschaft »Türken mit deutschem Pass« spielen – brachte damit also zum Ausdruck, dass für ihn Deutsche mit Migrationshintergrund keine vollwertigen Mitglieder des Volkes sind.
Die AfD-Forderung nach »Remigration«, also dem massenhaften Abschieben oder Verdrängen von Menschen mit Migrationshintergrund, ist unmittelbar mit dieser völkischen Idee verbunden. Dieses Gedankengut zeigt sich deutlich im aktuellen Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt, wo die Partei etwa fordert, »kulturfremde und inländerfeindlichen Massenmigration« zu beenden und das Anwerben »kulturfremder Fachkräfte« kritisiert. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund glaubt auch an die »planmäßige Ersetzung der deutschen Bevölkerung durch Migranten«, eine rechtsextreme Verschwörungserzählung. […]
Die Linke Spitzenkandidatin Eva von Angern hat vollkommen Recht: „Die CDU hat die AfD so stark gemacht, bei der Debatte über die Rente oder die Krankenversicherung. Das waren ja keine Reformen, das waren Sozialkürzungen.“
Merz, Söder, Dobrindt und Linnemann setzen das in praktische Politik um, was die AfD fordert. CDU und CSU machen Nazi-Themen salonfähig. Sie versuchen täglich das Stinktier AfD zu überstinken (frei nach Markus Blume).
Seit zehn Jahren passiert bei Wahlen in Deutschland genau das, was alle Wissenschaftler, auch die der eigenen Konrad-Adenauer-Stiftung, gebetsmühlenartig wiederholen: Die Leute wählen das Original. Indem Schwarze und Gelbe die braunen Themen aufnehmen, stärken sie nur Braun.
Mit ihrem migrantophoben Kurs, der nicht nur moralisch unanständig und geschichtsvergessen ist, sondern auch noch massiv die ökonomischen Interessen Deutschlands untergräbt, schob die Kanzlerpartei 82.000 ihrer Wählerstimmen von 2021 rechtrüber zu den Nazis.
Putinella Wagenknechts Epigonen scharen sich bereits um die AfDer, um die braunen Hintern mit Küssen zu bedecken.
[…] Nach dem Wahlsieg der AfD hat sich die BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig bereit erklärt, in einzelnen Punkten mit der AfD zusammenzuarbeiten. Sie nannte etwa die Energiepolitik. Sollte die AfD nicht an der Regierung beteiligt werden, sei das "völlig undemokratisch" sie nicht in irgendeiner Form an der Regierung zu beteiligen. [….]
(Tagesschau, 06.09.2026)
Der CDU-Ministerpräsident Sven Schulze betätigt sich ebenso als Wahlhelfer für Rechtsaußen, indem er den Faschismus normalisiert. Er gratuliert als erstes den Nazis zum Wahlsieg, sagt, das sei "kein Schwarzer Tag", sondern Demokratie.
Kein Wunder, daß Weidel, Siegmund, Höcke und der wie immer mit Grammatik und Vokabeln kämpfende Malergeselle Chrupalla, gar nicht mehr aufhören können, zu grinsen und zu lachen.
Glimpflich davon gekommen sind SPD und Grüne, die sogar dazugewannen. Beide hatten noch vor wenigen Wochen um den Einzug ins Landesparlament gebangt, gingen nun aber mit rund 9% über die Ziellinie. Die Linke enttäuschte. Dazu passten die Auftritte ihres Personals.
Der Lichtblick des Abends ist Tim Klüssendorf. Sympathisch, ehrlich und konstruktiv.
Pantisano leider völlig drüber.
Zur Wahrheit gehört natürlich auch, daß die „taktisch Wählen-Kampagne“ ganz offenkundig zog. Wähler, die eigentlich der Linken oder der CDU nahestehen, haben gezielt ihre „second best option“ angekreuzt, um einen Nazi-Ministerpräsidenten zu verhindern.
Franziska Hoppermann schockiert als realitätsnegierender Totalausfall: Schulze solle nicht mit "den Linksextremen" reden, befand sie in der ARD; diese hätten ein „massives Antisemitismusproblem“. Merz hingegen schade der CDU nicht.
Der Kollaps der CDU war von alles demoskopischen Instituten prognostiziert worden; die Kanzlerpartei werde auf 23,x% abstürzen hieß es in den vergangenen Wochen immer wieder. Daß Schulze jedoch sogar in den 17,x%-Keller durchrauschte, verdankt er klar seinem Bundesparteichef, der zwei Wochen zu früh aus dem Urlaub kam und damit leider sein einmonatiges Schweigen abbrach.
Der Sauerländer Simpel blamierte sich über alle Maßen im Wahlkampf, indem er darauf bestand, mehrfach in Sachsen-Anhalt aufzutreten, aber seiner eigenen Partei so schrecklich peinlich war, daß sie ihn in geschlossene Räume verbannte und strikt von den Bürgern abschirmte. Unglücklicherweise konnten sie ihn nicht ganz wegsperren und so trat er bei RTL auf, um sich larmoyant und aggressiv noch unmöglicher zu machen. Als Krönung bepöbelte er eine Kinderärztin als „Nutznießerin des Gesundheitssystems“ und provozierte damit einen bis heute anschwellenden Shitstorm des medizinischen Personals.
Hunderte gut verdienende, sehr hart arbeitende Ärzte, die üblicherweise nicht die Öffentlichkeit suchen, wenden sich in Social Media-Videos bebend vor Empörung direkt gegen den Kanzler.
Merz zeigt, wie üblich, seine ganze Borniertheit und denkt gar nicht daran, mit seiner Bitte um Entschuldigung zu deeskalieren.
Er ist, gewollt oder ungewollt, der beste Wahlkämpfer für die AfD.
Ja, die Bundesregierung steht vor enormen Schwierigkeiten, die gesamte Bundesregierung ist historisch unbeliebt. Aber den mit Abstand größten Unmut ruft die Merz-Partei hervor.
Nur 23% der über die Bundesregierung Verärgerten „ärgern sich am meisten“ über die SPD. Der Maximalversager Merz dreht also seiner eigenen Partei im Osten den Saft ab.
[…] Sie braucht eine Stunde null, einen Neuanfang und der beginnt bei Friedrich Merz. Er ist offenkundig der falsche Mann in diesem Amt in diesen Zeiten. CDU und CSU müssen sich überlegen, ob sie mit ihm weitere Wahlkämpfe riskieren wollen. [….]
Aus Kurbjuweit spricht hier viel (verständliches) Wunschdenken. Es ist aber in unserem Grundgesetz und bei den knappen Mehrheitsverhältnissen nur sehr schwer möglich einen Kanzler „auszutauschen“, erst Recht, wenn dieser sich für unersetzlich hält und nicht gehen will.
Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, daß der 70-Jährige Infantilo aus Brilon morgen Moral und Anstand entdecken wird. Merz wird möglicherweise verbal Verantwortung übernehmen, aber er wird keine Taten folgen lassen.
Durchaus möglich, ja geradezu unausweichlich, erscheinen mir weiter abstürzende Bundesumfrage-Werte für die CDUCSU. Der innerparteiliche Druck auf den Kanzler könnte gewaltig anschwellen, wenn die Zahlen für die Bundes-Sonntagsfrage mit einer „1“ beginnen. Viele Bundestagsabgeordnete zittern jetzt schon um ihre Jobs ab 2029 und bekommen bei ihren Besuchen in den Wahlkreisen von der Basis jedes Mal einen Satz heiße Ohren. Der Wunsch, Merz vor 2029 wegzumobben wird immer stärker werden.
Das wird aber noch nicht morgen passieren.
Erstens ist die Lage so traurig, daß sich gar kein CDU-Nachfolger anbietet, um die trübe Suppe der trüben Tassen der trüben Koalition auszulöffeln.
Zweitens ist noch völlig unklar, wer zukünftig in Magdeburg regieren wird. Ich fürchte, es wird Siegmund sein. Möglicherweise kommt aber Schulze doch irgendwie zu einer Mehrheit. Dem will niemand vorgreifen.
Drittens drohen in 14 Tagen die nächsten Desaster für die CDU. Mutmaßlich ein einstelliges Ergebnis in Schwerin, welches im Lichte einer unerwartet starken SPD, noch trauriger im KA-Haus wirken dürfte. Dazu kommen noch einmal herbe Verluste für die Hauptstadt-CDU. Bis dahin wird man im Merz-Vorstand vermeiden, gänzlich in den Hühnerhaufen-Modus zu wechseln.
Ab dem 21.09.2026 garantiere ich für nichts mehr.
Den Migranten, Queeren, Grünen und allen anderen von der AfD bedrohten Gruppen, gilt meine größte Sorge und meine Sympathie. Durch den confidence booster von heute, werden die Nazis noch aggressiver werden.
Natürlich ist es immer wichtig, daß die Anständigen vor Ort bleiben, um sich gegen die abscheulichen rechtsradikalen Putin/Trump-Fans zu stemmen. Aber sollte Schulze sein Amt verlieren und die braune Pest in die Staatskanzlei einziehen, wäre dieser ehrenhafte Kampf verloren. Dann kommt bitte rechtzeitig zu uns in die westlichen Bundesländer! Hier schätzen wird Euch. Hier seid Ihr zwar nicht sicher, aber sicherer. Noch.
Irgendwann werden wird aber alle auswandern müssen. Der Urnenpöbel Deutschlands ist einfach zu toxisch.

























