Montag, 24. September 2018

Als ich mal Kapitalist werden wollte.

Wenn ich auf mein Geburtsdatum gucke ist eins klar: Die längere Zeit meines Lebens liegt hinter mir.
Gesundheitlich geht es bergab, Kinder, die ich später mal anbetteln könnte, habe ich nicht.
Die öde Begriff Alterssicherung, dieses unglaublich spießige Wort, nichts könnte weniger sexy sein, spukt in meinem Kopf herum.
Das war wirklich ein Vorteil en Jugendlicher zu sein. Solche Begriffe spielten keine Rolle. Man kannte sie entweder gar nicht, oder aber man assoziierte sie nicht mit einem selbst.

Eine Schulfreundin, die von ihren Eltern mit Anfang 20 etwas Geld vorab „erbte“, weil diese ihr großes Haus verkauften und in eine Wohnung zogen, kaufte damals, es muss so ungefähr 1990 gewesen sein, zusammen mit ihrem Verlobten ein Reihenhaus am nordöstlichen Rande Hamburgs. Kurz vor Pinneberg.
Im Erdgeschoss gab es Marmorfliesen, so daß jeder Besucher hartnäckig schon vor der Tür genötigt wurde die Schuhe auszuziehen und nur in weichen Socken über die makellosen fußbodengeheizten weißen Fliesen zu gleiten.
Und zum Rauchen auf die Terrasse. Ebenfalls auf Socken. Schon ein Nikotin- oder Teer-Molekül könnte schließlich einen wertmindernden Schleier auf die frisch geweißte Raufaser legen.

Das gab uns anderen für Jahre Stoff, um uns die Münder fransig zu lästern.
„Hast Du Dir auch die Schuhe ausgezogen“ fragte ich als runnig gag gelegentlich meine Besucher, die natürlich sofort wußten auf wen das gemünzt war. Und dann ging es los:
Wer verlobt sich denn bitte heutzutage noch? Spießiger geht es ja wohl nicht. Und das in dem Alter. Und wer zieht in DIE Gegend? Da möchte man ja nicht mal tot und begraben sein. Wie sollte man eigentlich als normaler Alkoholiker diese Fahrtstrecke bewältigen?
Und ein Reihenhaus, oder „Reihenendhaus“ – darauf legten sie Wert – mit 25? Zumal in derselben Reihe auch die zukünftigen Schwiegereltern eine dieser völlig gleichen Buden bewohnten.
Ich bin eine treue Seele, habe mich immer sehr geduldig und solidarisch gegenüber meinen Freunden verhalten. Aber in diesem Fall half nach vielen, schrecklichen langweiligen Geburtstagen und sonstigen Partys in dem marmorgefliesten Reihenhaus leider nur das große Schisma. Ich lud die beiden eines Tages zu mir ein und erklärte freundlich aber bestimmt bei einem Glas Weißwein, daß ich in Zukunft keinen Kontakt mehr mit ihnen haben wolle; wir hätten offensichtlich keine Gemeinsamkeiten. An dem Abend fiel auch aus ihrem Munde das schöne Wort „undeutsch“, gemeint ganz offensichtlich als Beleidigung.
Wir haben uns tatsächlich nie wieder gesprochen und ich bin immer noch gern undeutsch. Die beste Entscheidung meines Lebens. Da habe ich weise voraus gedacht.
Von solchen Mitmenschen muss man sich in seinem persönlichen Umfeld befreien.

Mit einem hätte ich aber nie gerechnet: Ein Vierteljahrhundert später beiße ich mir in den Hintern, daß ich nicht damals auch eine Immobilie angezahlt habe.
Das wäre was! Damals waren die Preise vergleichsweise spottbillig, ich hätte die Bude inzwischen längst abgezahlt und sie wäre inzwischen das Dreifache wert.
Damit wäre meine Alterssicherung erledigt. Ich könnte entweder mietfrei wohnen, das Haus selbst vermieten oder aber das Ding jederzeit zu einem großen Haufen Geld machen.

Verdammt noch mal, wer hätte damals geahnt, daß diese CDU-affinen schuhe-aus-Verlobten mit den Marmorfliesen RECHT HATTEN so früh eine Immobilie zu kaufen?
Ein abgezahltes Reihenendhaus im inzwischen hochbeliebten Hamburger Speckgürtel: Dort wo seit zehn Jahren die Immobilienpreise explodieren.

Leider kommt mir diese Erkenntnis ein Vierteljahrhundert zu spät. Jetzt sind sowohl die Mieten als auch die Kaufpreise für Immobilien in Hamburg in astronomische Höhen geklettert.
Ein ganzes Haus zu kaufen liegt weit außerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten. Außerdem bin ich jetzt schon so alt, daß sich die Banken anstellen, weil Immobilienkredite möglichst mit dem Eintritt des Rentenalters (65, 66, 67) abgezahlt werden sollen.
Das wird verdammt knapp bei mir. In Hamburg kosten kleine Eigentumswohnungen inzwischen rund 35 Jahresmieten. In 35 Jahren gucke ich mir die Radieschen aber mutmaßlich längst von unten an.

Irgendeine Alterssicherung muss ich aber mangels Familie betreiben; zumal ich fast nie in meinem Leben angestellt war und meine BfA-Auskünfte immer eine voraussichtliche Rentenhöhe unter 50 Euro ausspucken. Das reicht nicht zum Leben.

Mein Ausweg sollte der Kauf einer kleinen Einzimmerwohnung sein. Eine Neubauwohnung ist genauso unbezahlbar wie eine sehr zentral Gelegene.
Es bleiben also leicht runtergerockte Wohnungen in B-Lagen aus den 1950ern bis 1970ern in möglichst großen Wohnungseigentümergemeinschaften (so daß die laufenden Sanierungskosten einen nicht auffressen).
Nach Möglichkeit kennt man privat Handwerker verschiedener Gewerke, die einem dann dabei helfen das Teil vor der ersten Vermietung in Schuss zu bringen.

Als Anfänger darf man nur eine Wohnung in der Stadt kaufen, die man wirklich gut kennt und deren Stadtteile man ganz genau beurteilen kann. Prima wäre etwas Innenstadtnahes wie St Georg, Winterhude, Eppendorf, aber das ist inzwischen genauso unmöglich zu bezahlen wie die Luxusstadtteile Rotherbaum Harvestehude oder Uhlenhorst.
Sogar ehemalige reine Arbeiterstadtteile wie Barmbek, über die ich noch die Nase rümpfte, als ich anfing zu studieren, sind heute superhipp. Da gibt es kein Angebot mehr.

Inzwischen habe ich mir Gegenden von Hamburg angesehen, in denen ich vorher noch nie gewesen bin und staunte über die Myriaden Wohnungen, die dicht an dicht gebaut auch da rumstehen, wo wirklich nichts los ist.

Wohnungsbesichtigung für 1-Zimmerwohnungen im Preis von 100.000,- bis 150.000,- in leicht vergammelten Gelbklinkerbauten aus den 1960ern laufen heute so wie zu meiner Uni-Zeit Besichtigungen von Mietwohnungen. Die Interessenten kommen im 10-Minutentakt und müssen nicht nur sofort zusagen, sondern auch bereit sein die anderen zu überbieten.
Wer noch in Ruhe vorher die Unterlagen (Wohngeldabrechnungen, Eigentümerversammlungsprotokolle, Teilungserklärung,…) durchlesen will, hat schon verloren.
In irgendeinem Ratgeber („Augen auf beim Wohnungskauf“) steht, man solle als Laie einen Gutachter von der Handwerkskammer beauftragen, der sich das Objekt gründlich anguckt und nach versteckten Kostenfallen guckt. Könnte ja irgendwo Schwamm im Gebälk sein, der Keller durchfeuchtet oder die Heizung marode sein.
Zu dem Tipp kann ich nur sagen: Hahahaha! Wenn ich in Hamburg einem Verkäufer einer Einzimmerwohnung sage, daß ich erst einen Fachmann alles abklopfen lassen will, hat er die Bude schon dem nächsten Interessenten vertickt, bevor ich eine Antwort bekomme.
Als Kaufinteressent muss man außerdem die Makler gleich schriftlich nachweisen, daß man die Kaufsumme aufbringen kann. Wer erst nach der Wohnungsbesichtigung zur Bank geht, hat schon verloren.

In dem Punkt verhielt ich mich mustergültig, bat bei zwei Banken um einen Beratungstermin mit der Immobilienabteilung, um da mal gründlich meine Hosen runterzulassen, so daß ich für den Fall, daß Immobilienscout24 plötzlich die passende Bude offeriert dem Anbieter sofort sagen kann „nehme ich, Finanzierung ist geklärt!“.

Die Immobilienberaterin der Deutschen Bank war sehr freundlich, konnte mir aber nicht helfen, weil sie in eine andere Größenordnung gehörte. Offensichtlich werden bei ihnen die Berater nach Reichtum der Kunden gestaffelt.
Wer eine Millionen Euro-Kredite vergibt, ist nicht für arme Schlucker wie mich zuständig, die „nur“ 100.000,- haben wollen für eine Minibude.
Der Herr für die Kleinstkredite war aber sehr beschäftigt, rief mich nie zurück, schickte keine Mails.
 Ich Depp. Ich hätte die Deutsche Bank nicht um 100.000,- bitten sollen, sondern lieber um eine Milliarde Euro, wie die Trump bekommen hat. Wenn es mehr als neunstellig wird, scheint ja nicht mehr so genau hingesehen zu werden und es stört ja offenbar auch gar nicht, daß Trump seine Milliarde nicht zurückzahlt an die Deutsche Bank.

Da ich nicht weiterkam, wandte ich mich an die Commerzbank. Nicht aus Überzeugung, sondern weil das zufällig die nächste Bankfiliale ist.
Dort bekam ich am gleichen Tag einen Rückruf. „Unser Immobilienfachmann würde sich gerne mit ihnen treffen am…“
Immerhin. Inzwischen hatte ich alle meine finanziellen Unterlagen, eine detaillierte Selbstauskunft mit Einnahmen und Ausgaben akribisch erstellt und auch ein farbig ausgedrucktes Exposee für eine zugegeben extrem vergammelte und übel geschnittene Wohnung im Norden Wandsbeks dabei. Die Gegend war gut, sehr ruhig gelegen, aber nur drei Minuten zu Fuß zum großen Einkaufszentrum und dem U-Bahnhof.
Die Bruchbude sollte nur 107.000,- kosten, also inklusive aller Nebenkosten mit Renovierung vermutlich um die 125.000,-. So mal als Rechengröße. In Wahrheit wollte ich die Wohnung gar nicht, da sie tatsächlich zu kaputt war, aber irgendwas musste ich dem Commerzbanker ja zeigen.

Wie sich herausstellte, verfügt auch die Commerzbank gar nicht mehr über eigene Immobilienexperten. Die wurden alle schon vor langer Zeit von schlauen 23-Jährigen Controllern, die frisch von der Uni kamen, rausgeworfen und gegen halbselbstständige Externe ausgetauscht.
Der Mann, mit dem ich sprach, stammte aus Braunschweig und arbeitete für Wüstenrot – mit Zuständigkeit Hamburg. „Über Wandsbek brauchen sie mir nichts zu sagen, das kenne ich gar nicht, in Hamburg ist sowieso alles A-Lage!“
Ach was? Location, location, scheißegal?
Es folgte ein 17-Seitiger Beratungsbogen, der meinen „Finanztyp“ herleiten sollte. Möchte ich eher Sicherheit und wenig Rendite, oder mehr Risiko?
Was soll man schon dazu sagen, wenn man dem Typen gegenüber sitzt, der über die Kreditvergabe entscheidet?
 - Nein, ich bin ein Hallodri, der nur ab und zu seine Rechnungen bezahlt?
Nach meinen eigenen Auskünften hätte ich eigentlich in die CDU gehört.
Ihn beeindruckte das alles wenig, weil er, wie er stets versicherte, nicht persönlich entscheide, sondern sein Programm.
So war beispielsweise mein Auto ein echtes Problem.
In der Wüstenrot-Maske werden für Immobilienkäufer KfZ-Kosten von monatlich 100 Euro aufwärts angesetzt.
 Ich gebe aber nur 50 Euro aus. Laut Wüstenrot geht das aber nicht.
Was tun? Meine Selbstauskunft mit höheren Ausgaben versauen?
Was kann ich dafür, daß ich seit 30 Jahren unfallfrei fahre und eine so günstige Schadensfreiheitsklasse habe, daß ich kaum Versicherungen zahle, daß ich nur so wenig Kilometer mache, daß ich wenig Benzin tanke und die Karre selbst so wertlos ist, daß ich natürlich auch kein Vollkasko zahle?
Abgezahlt ist mein Auto auch noch!

Ich passte einfach nicht ins Raster. Das größte Problem war natürlich die fehlende Festanstellung. Ich habe nun mal keinen Arbeitgeber, der ein monatliches Gehalt garantiert. Man kann nur anhand meiner Kontoführung rückverfolgen was ich üblicherweise monatlich einnehme.
Das aber reicht nicht mehr, wenn man zukünftig die Kreditraten abzieht.
-      Aber, aber, das macht doch nichts, denn ich will ja die Wohnung vermieten und bekomme dann entsprechende Mieteinkünfte hinzu.
Nein, Mieten sind kein Arbeitseinkommen – laut Wüstenrot. Vielleicht stehe die Wohnung ja auch leer.
Klar, kleine zentral gelegene Wohnungen in Hamburg bekommt man ja auch so irre schwer vermietet im Moment.

Nicht nur, daß die Jungs für ausgeliehene 100.000,00 Euro 144.000,00 zurückbekommen, nein, es darf auch nicht mal jedes Geld sein, sondern nur das was in deren Programm als reguläres Arbeitseinkommen zu verbuchen ist.

Wir wurden uns also nicht einig.

Das nächste mal frage ich doch nach einer Milliarde. Mal sehen, ob das klappt.

Vielleicht ist die Commerzbank auch einfach nicht der beste  Anlaufpunkt für Immobilienfinanzierungen.
Seit drei Jahren prahlen die Commerzbanker von einem 220-Millionen-Bauprojekt am Großen Burstah – einem echten Filetstück der Hamburger City, das die Tochterfirma COMMERZ-REAL verwirklich wollte.


Die Commerzbank hat aber offensichtlich Experten in der Kategorie meines Wüstenrot-Beraters engagiert und alles in den Sand gesetzt. Nach drei Jahren haben sie immer noch niemand gefunden, der für sie baut. Dafür haben wir jetzt Stillstand und Baugruben in der Innenstadt.

[…..] Das Mitgefühl am Markt hält sich in Grenzen.
Das 7.800 m2 große Grundstück der früheren Hamburger Allianz-Zentrale am Großen Burstah gehört zu den Premiumlagen in der City. Die Commerz Real möchte hier das Burstah Ensemble bauen. Das Investitionsvolumen liegt - oder vielmehr lag - bei 220 Mio. Euro. Das dürfte sich angesichts der gravierenden Baukostensteigerungen kaum halten lassen - sofern die Commerzbank-Tochter das Projekt überhaupt realisiert.
Auf fünf Baufeldern sollen 43.400 m2 BGF für Büros, Wohnungen, Läden und Gastronomie entstehen. Im denkmalgeschützten Globushof von 1907 ist ein Hotel vorgesehen - im Gespräch war die Accor-Marke MGallery by Sofitel. Das 14-geschossige Allianz-Hochhaus von 1971 wurde bis Ende April bis auf das erste Obergeschoss abgerissen. Seitdem ruht die Baustelle. Zum einen gibt es noch keine Baugenehmigung. Doch vor allem gibt es bis dato keinen Generalunternehmer (GU), der bereit ist, das Projekt in dem von der Commerz Real gesteckten Budgetrahmen samt Festpreisgarantie zu realisieren. […..] Für wohl 65 Mio. Euro hatte die Commerz Real das Grundstück im Sommer 2015 für den offenen Fonds hausInvest erworben. Freo Financial & Real Estate Operations sowie Quantum Immobilien waren als operativ Verantwortliche für Planung, Bau und Vermietung vorgestellt worden. Quantum jedoch warf das Handtuch - wohl eher aus Verärgerung über die mühsame Abstimmung mit der Stadt, heißt es aus Marktkreisen. Freo stieg im Februar 2017 aus. Ein Marktbeobachter erklärt: "Commerz Real steckt seit einem Jahr völlig fest und erkennt, dass sie es alleine nicht entwickeln können. Die haben große Sorgen, das Geld ihrer Anleger zu versenken." [….]

Sonntag, 23. September 2018

Der weise Mensch

Heute bin ich zu müde mich noch mal mit der Causa Maaßen auseinander zu setzen.
Schon drei große Koalitionskrisensitzungen, die Deutschland an den Rande der Regierungsfähigkeit bringen, weil die schwache Rudimentärkanzlerin nicht in der Lage ist einen einzigen B9-Beamten zu feuern, der drauf und dran ist die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Erde lahmzulegen mit seinem Starrsinn.
Hätte Maaßen auch nur das kleinste bißchen Anstand und Integrität in sich, würde er seinem Land den Dienst erweisen zurück zu treten und damit den gordisch-germanischen Megaknoten auslösen.
Das hartnäckig zu verweigern ist schon Beleg genug dafür, daß er in der Regierung nichts verloren hat.

Nun also wieder ein fauler Kompromiss; Maaßen wird nicht B11-Staatssekretär, sondern B9-Sonderberater Seehofers.

[….] FDP-Chef Christian Lindner kritisierte die Versetzung. "Es wird der Posten eines Frühstücksdirektors geschaffen", twitterte Lindner. "Das offenbart den Charakter der GroKo. Abgekoppelt von realen Problemlösungen geht es nur noch um Gesichtswahrung und Beschwichtigung." [….]

[….] Ähnlich äußerte sich auch die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt: "Die Groko hat kein Problem gelöst, das real existiert, sondern nur welche, die sie selbst geschaffen hatte. Merkel, Seehofer, Nahles, Maaßen", schrieb sie auf Twitter. In einem anderen Tweet von ihr hieß es: "Und Maaßen bleibt. Das schafft wieder neue Probleme. Es bleibt der, der das Parlament bei Amri belogen hat, der die AfD coacht und rechte Verschwörungstheorien verbreitet".
"Merkel und Nahles sind offenbar begriffsstutzig. Dieses Postengeschacher versteht kein Mensch", hieß es von Linken-Chef Bernd Riexinger. "Es geht im Fall Maaßen nicht nur um die Gehaltserhöhung. Der Mann verbreitet aus höchster Position rechte Fake-News und sollte daher kein öffentliches hohes Amt mehr bekleiden." [….]

Alle anderen Menschen konnten den neu anschwellenden Shitstorm vorhersehen. Nur eben die drei Parteivorsitzeden der Regierungsparteien nicht.

Wie konnte das passieren?

Seehofer, der schon lange soziopathische Züge trägt, ist endgültig im Nero-Modus. Sein geliebter Ministerpräsidentenjob ist weg, er wird wissen, daß er in vier Wochen nach der Bayernwahl auch den CSU-Parteichefjob verliert, mutmaßlich auch seinen Regierungsjob.
Er ist getrieben von destruktivem Hass auf Merkel, die er einfach nicht loswird.
Lieber sprengt er die Bundesregierung und zieht CDU und SPD mit in den Abgrund, als selbst zum Wohle des Ganzen zurückzutreten.
Er gönnt den beiden Chefinnen der größeren Parteien nicht das Schwarze unter den Fingernägeln.
Merkel und Nahles wissen um Seehofers Psyche, fürchten offensichtlich, er könne noch mehr Amok laufen. Nicht ausgeschlossen, daß er noch mehr Sprengsätze im Bundeskanzleramt platziert hat und bereit wäre alles zum Einsturz zu bringen.
Die Bundeskanzlerin ist so schwach, daß sie korrumpierbar und erpressbar ist von einem senilen Ingolstätter Geisterfahrer.
Wieso glauben die beiden Damen am Ende ihrer Karrieren Crazy Horst einfach aussitzen zu können, ohne daß die Wähler mit Forken und Mistgabeln das Kanzleramt einrennen?

Ein Grund ist sicher, daß beide einen funktionierenden kleinen Kreis von extrem verschwiegenen vertrauten Ja-Sagern um sich geschaffen haben.
Merkels „girlscamp“ ist schon seit 20 Jahren legendär, aber auch Nahles schuf in ihrer Zeit als Arbeitsministerin einen Zirkel aus 100%igen Fans um sich herum, die sie verteidigen und unterstützen (was sehr gut ist), die sie aber eben auch komplett abschirmen und vom Rest der Partei isolieren (das ist schlecht).

In dieser kleinen Sonderblase innerhalb der Regierungsblase fehlt jegliche Erdung mit der Realität und so gelangt die Chefin immer wieder zu katastrophalen Fehleinschätzungen - Gang in die Groko, Außenminister Schulz, Maaßen-Beförderung. Niemand sagt ihr wie das bei Otto Normalverbraucher ankommt und das ist umso schlimmer, weil sie anders als Schmidt, Schröder oder Gabriel über kein natürliches Gespür für die Parteibasis verfügt.

Aber man soll Nahles nicht immer nur kritisieren. Sie verfügt immerhin auch über die beeindruckende Fähigkeit große Fehler der CDU und CSU so aufzugreifen, daß am Ende die SPD dumm dasteht und noch mehr in Umfragen abrutscht.
Damit gelingt es ihr politische Naturgesetze außer Kraft zu setzen. Normalerweise profitiert die andere Volkspartei von schweren Fehlern der einen.
Die 2018ner SPD versteht es hingegen devot ihren Hintern für Arschtritte zu präsentieren, wenn Seehofer oder Merkel versagen.

[…..] Die SPD hat es tatsächlichgeschafft, am Ende einer Krise, die sie nicht betraf und für die sie nichts konnte, als Verliererin dazustehen.Das muss man der Partei lassen: Im Verlieren ist sie unschlagbar. […..] In der Causa Maaßen hat sich Andrea Nahles von Horst Seehofer nach allen Regeln der Kunst über den Tisch ziehen lassen. […..]  Was lernen die Genossen daraus? Nichts. Wie immer.
Längst erinnert die SPD an Sandor Nadelmann, jene tragische Figur, von der Woody Allen erzählt hat. Nadelmann beugte sich einmal in der Mailänder Scala zu weit aus seiner Loge und fiel kopfüber in den Orchestergraben. Und damit niemand denken konnte, das sei aus Versehen geschehen, stürzte er sich von da an jeden Abend in die Tiefe. [….]
(Jakob Augstein, 22.09.2018)

[….] Wenn die SPD derzeit ein Talent besitzt, dann besteht es darin, die Krisen der Kanzlerin in eigene zu verwandeln. Als im Herbst des vergangenen Jahres die Verhandlungen über das Jamaikabündnis platzten, dauerte es nur ein paar Stunden, bis sich die SPD heillos über die Frage zerstritt, ob man nun über eine Große Koalition verhandeln wolle oder nicht. Am Ende war Parteichef Martin Schulz nicht nur sein Amt los, sondern war er ganz aus der ersten Reihe der Politik verschwunden. [….]
(SPIEGEL Nr. 39, 22.09.18, s.26.)

So sympathisch ich es finde, wenn eine (noch) große Regierungspartei nicht nur aus gefühllosen Technokraten besteht und es auch mal menscheln lässt: Etwas Professionalität wäre auch nicht schlecht. Man muß nicht seine ganze Mühe dafür verwenden auch ganz sicher jeden einzelnen Fettnapf mitzunehmen.

Vermutlich bin ich auch einfach nur naiv, wenn ich nach all den Jahren immer noch einen gewissen Restverstand und Lernfähigkeit von Menschen erwarte.

Wir leben immerhin in einer Welt, in der mit großen Lettern davor gewarnt wird eine Tiefkühlpizza mit der Plastikfolie in den Ofen zu tun.
Beim Kauf einer Mikrowelle werden Amerikaner davor gewarnt ihre Haustiere nicht darin zu trocknen.
Damit sind die Gefahren der heutigen Welt für Homo Demens noch lange nicht erschöpfend behandelt.

[….] An Albuquerque woman is suing Samsung for $1.8 million after she necessitated medical attention after inserting her cell phone inside her vagina and was unable to retrieve it for 96 hours.
Salma Briant, 39, claims her medical bills at the University of New Mexico Hospital amount to $1,168,000 and that she has suffered from severe psychological distress because of the whole ordeal.
Briant said she first inserted the cell phone inside her vagina as a dare from one of her friends but quickly realized that the phone would not come out. [….]

Diese Meldung schwappt heute durch alle sozialen Medien, ohne daß bisher jemand auf die Idee gekommen ist nach der Quelle zu gucken.
Worldnewsdailyreport. Kanadische Satire. Aber macht ja nichts. Im Zeitalter von Fake News und Alternative Reality ist das genauso seriös wie CNN.

An anderer Stelle wird die brisante Frage wieder aufgeworfen, ob Hunde über Gehirne verfügen. Da sie nicht sprechen können und nur auf Befehl von Menschen gehen, kann das ja eigentlich nicht sein.


Trisha Kay Paytas, 30, Youtuberin aus Kalifornien mit 4,4 Millionen Followern scheint eine geschäftstüchtige Trollerin zu sein.
Oder ist das keine Satire?

Wer weiß das schon in Zeiten, in denen einen SPD-Chefin voller Zufriedenheit vom Platz geht, nachdem der von ihr geforderte Rücktritt Maaßens eine Beförderung wurde und dafür der untadelige SPD-Staatssekretär Adler gefeuert wurde?

Vielleicht steckt ja auch Sacha Baron Cohen unter der Nahles Maske und Horst Seehofer entpuppt sich als vor langer Zeit eingeschleuster Titanic-Redakteur, der auf Geheiß Martin Sonneborns einen Groß-Witz inszeniert.
Auch Donald Trump kann man nur als Agent von THE ONION wirklich verstehen. Die groteske Maske, das orange Spray-Tanning und der dadaistische Blödsinn, den er kontinuierlich von sich gibt, lassen gar keinen anderen Schluss zu!

Samstag, 22. September 2018

Konservative Alleinstellungsmerkmale.


Die Zeiten, als Rechte für Arbeitgeber und Linke für Arbeitnehmer kämpften sind schon deswegen vorbei, weil die Frage was eigentlich im Sinne der „Werktätigen“ ist nach immer komplexeren Antworten verlangt.
Die Höhe des Lohns ist immer noch wichtig, aber was nützt ein ausreichendes Gehalt, wenn die man keine Wohnung bekommt, im Alter nicht versorgt ist, Klima und Umwelt dabei ruiniert werden, wenn in anderen Teilen der Welt dafür Menschen leiden müssen oder die Kinder keine Jobs und Ausbildungen bekommen?

Umweltschutz ist keine rein Grüne Spinnerei mehr, sondern ein knallhartes Geschäft, eine Frage von internationaler Bedeutung. Schon seit 20 Jahren melden sich C-Parteiler zu Wort mit der Feststellung, daß die Bewahrung der Schöpfung ein konservatives Ansinnen wäre.

War es in den ersten Jahrzenten der Bundesrepublik noch selbstverständlich in der Kirche vom Pfaff zur Wahl von CDU und CSU aufgerufen zu werden, weil die Sozialisten sich gegen Gott stellten und die natürliche Ordnung von der Herrschaft des Mannes über das Weib durcheinanderbrächten, sind inzwischen Grüne und Sozis auf Christenkurs. So mancher Bischof hadert mit der menschenfeindlichen Flüchtlingspolitik der Unionsparteien.

Vor nicht allzu langer Zeit spie die CDU noch Gift und Galle gegen die SPD, wenn diese sich nicht scharf genug gegen jede Zusammenarbeit mit den Linken aussprach, baute ganze Bundestagswahlkämpfe auf Rote-Socken-Kampagnen auf. Inzwischen gibt es CDU-Ministerpräsidenten, die das nicht nur nicht mehr bei der SPD verdammen, sondern sogar selbst mit den Linken koalieren würden.

Der radikal ausbeuterische Milliardär Donald Trump, der seine Angestellten notorisch schlecht oder gar nicht bezahlt, seine eigenen Produkte billig in China herstellen lässt, wird zum Vorkämpfer für die klassischen blue-collar-worker und attackiert Hersteller, die nicht in den USA produzieren.

Eben jener Trump, der zwei Scheidungen, unzählige Sexaffären, Schweigegeldzahlungen an Pornodarstellerinnen, Pussy-grabbing-Prahlereien sowie eine dokumentierte Kette von über 5.000 öffentlichen Lügen am Hals hat, mutierte heute zum Idol der konservativsten Bibel-Fanatiker, die auf Einhaltung der Zehn Gebote (du sollst nicht lügen, du sollst nicht ehebrechen) pochen.

Es ist alles so durcheinander in einer Zeit, wenn Wolfgang Schäuble und Edmund Stoiber, die einst massiv die Gleichstellung von Homosexuellen bekämpften heute dazu aufrufen den schwulen Jens Spahn zum Merkel-Nachfolger als Bundeskanzler zu machen.

Glücklicherweise gibt es noch ein Alleinstellungsmerkmal der Konservativen und Strenggläubigen.

Man kann jenseits und diesseits des Atlantiks Rechte und Liberale durchaus noch auseinanderhalten, wenn man den Lackmustest VERGEWALTIGUNG oder das Phenolphthalein PÄDOPHILIE anwendet:
Hier glänzen die Konservativen und Gläubigen mit einer schier grenzenlosen Toleranz.
Seit 20 Jahren schwappen inzwischen immer wieder neue Berichte von Myriaden sexuell belästigter Jungs durch die römisch-katholische Welt, aber die Rechten und Katholiban stehen fest zu einander, wenn es darum geht die Täter gegen die Opfer zu schützen.
Heute schreibt der SPIEGEL in einer großen Titelgeschichte gegen den Pädosex-toleranten Papst an, aber auch das werden die Bischöfe gemütlich aussitzen.
Macht ja nichts. Macht nichts bei Konservativen. Bekanntlich ist das ganz anders, wenn auch nur ein einzelner Sozi (Sebastian Edathy) oder Grüner (Volker Beck) in den Hauch eines solchen Verdachtes gerät. Dann ist aber was los.
Tausende konservative Kinderficker hingegen werden achselzuckend akzeptiert.

[….] Die Spitze der römisch-katholischen Kirche der Niederlande hat einem Zeitungsbericht zufolge jahrzehntelang den sexuellen Missbrauch von Hunderten Kindern durch Priester vertuscht. Mehr als die Hälfte der Bischöfe und Kardinäle soll vom Missbrauch gewusst haben.
Das geht aus einer Untersuchung des „NRC Handelsblad“ hervor. Eine Kirchensprecherin bestätigte Medienberichten zufolge „einen Teil“ der Angaben. [….]

[….] Das Bistum Brooklyn in New York zahlt vier Opfern von sexuellem Missbrauch durch einen Religionslehrer die Rekordsumme von 27,5 Millionen Dollar. [….]

[….]  Pädophile Geistliche an der Jesuitenschule in Bonn
Ein offenes Geheimnis
Im Aloisiuskolleg in Bonn-Bad Godesberg haben Geistliche jahrzehntelang Jugendliche gedemütigt und missbraucht. [….]

In den USA ist es sogar eine gesamte Regierungspartei, die sich ausdrücklich auf die Seite von Vergewaltigern und Kinderquälern stellt.
Dutzende Frauen beschuldigen den US-Präsidenten detailliert der sexuellen Übergriffigkeit. Die Glaubwürdigkeit solcher Berichte ist wegen der bekannten Aufzeichnungen von Trumps Prahlerei mit eben diesen Übergriffen sehr hoch.

They’re not the party of Lincoln, they’re the party of Roy Moore and the Grand Old Pedophiles, is what they are. Grand Old Perverts who are willing to compromise morals and conviction and decency for a vote. That’s the message they’re sending.”


I’m watching the Republican Party destroy itself. The tribalism that we are seeing within the party, what’s happening in Alabama, the fact that the national party now is backing this incredibly accused child molester is despicable.”

Ungewöhnlich, wenn doch mal ein Republikaner wegen Kindersex sein Amt aufgibt.

[…..] Minnesota Republican state Rep. Jim Knoblach abruptly dropped his re-election bid Friday, after Minnesota Public Radio reported that his grown daughter is accusing him of sexual abuse.
Knoblach’s 23-year-old daughter Laura told MPR that Knoblach had touched her inappropriately for most of her life, with her first memories of the abuse beginning at age nine. She says she told authority figures at her school and at her church for years. [….]

Sehr gewöhnlich hingegen, daß Laura Knoblach seit Jahren davon erzählte und niemand in Schule oder Kirche Anstoß daran nahm.

Wir erinnern uns an den ephebophil übergriffigen Superkonservativen Roy Moore, der für Alabama in den US-Senat ziehen wollte und auf die volle Unterstützung des Weißen Hauses zählen konnte. Kein Wunder, darin wimmelt es jetzt von Vergewaltigern und Schlägern.

[…..] Nachdem der 19-fach der sexuellen Belästigung beschuldigte Trump für den Kindergrabscher Roy Moore eintrat, lobt er nun den in Schimpf und Schande gegangenen Staatssekretär Rob Porter, der seine beiden Ex-Frauen verprügelt und vergewaltigt hatte.
Seine Vorgesetzten, insbesondere Stabschef Kelly wußten seit Monaten Bescheid.
Aber macht ja nichts.

  [….]  Nun steht der 67-Jährige selbst im Zentrum der Aufmerksamkeit - und in der Kritik. Zunächst sorgte es für Verwunderung, dass Ex-General Kelly in einem ersten Statement Porter als "Mann von echter Integrität und Ehre" bezeichnet hatte, über den "ich nicht genug gute Dinge sagen kann". Als dann das Foto von Porters Ex-Frau mit dem blauen Auge auftauchte, musste sich Kelly korrigieren und erklärte, er habe die Vorwürfe nicht "im vollen Umfang" gekannt. Er sei "schockiert" und betonte, dass es für häusliche Gewalt in der Gesellschaft keinen Platz geben dürfe.
Für Geraune sorgt zudem, dass Porter und die Trump-Vertraute Hope Hicks ein Paar sein sollen und turtelnd in Washington gesehen wurden. Hicks ist die Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses und in ihrer Abteilung waren einige Wendungen zu beobachten. Hatte Sprecherin Sarah Huckabee Sanders zunächst von einer "Schmierenkampagne" gesprochen, so musste ihr Stellvertreter am Donnerstag zugeben, dass viele im Weißen Haus in den vergangenen Tagen "besser hätten arbeiten" können.
Noch brisanter für Kelly sind Medienberichte, wonach der Stabschef seit Monaten darüber informiert war, dass die Sicherheitsüberprüfung von Rob Porter durch das FBI immer noch andauerte. Gleiches gilt für Don McGahn, den offiziellen Rechtsberater im Weißen Haus. [….] Der Republikaner David Frum, ein ehemaliger Redenschreiber von George W. Bush, vertritt im Atlantic eine eigene Theorie, warum der Vorwurf der häuslichen Gewalt im Weißen Haus nicht als "disqualifizierend" angesehen wurde. Sowohl Ex-Chefberater Stephen Bannon als auch der frühere Wahlkampfchef Corey Lewandowski mussten sich vor Gericht verantworten, weil ihnen Gewalt gegen Frauen vorgeworfen wurde.
Und natürlich erinnert Frum, der Autor des kritischen Buches "Trumpocracy", seine Leser nicht nur an die "Grab them by the pussy"-Aussagen des heutigen Präsidenten aus dem Jahr 2005. Er weist auch darauf hin, dass Donald Trumps erste Ehefrau Ivana in den Neunziger Jahren ihrem Ex-Mann vorwarf, sie zum Sex gezwungen zu haben. Mittlerweile vertritt Ivana Trump diese Vorwürfe nicht mehr. [….]

Frauen vergewaltigen und prügeln ist für Trump kein Ausschlußkriterium.
Im Gegenteil. Er mag offensichtlich solche Mitarbeiter.
Er bedauert nur, wenn es veröffentlicht wird. Bedauert den Täter, der seinen Job verliert.
Porters Opfer erwähnte Trump mit keinem Wort. (…..)

Dieser Roy Moore schwang sich inzwischen zum großen Fürsprecher des  Supreme-Court-Anwärters Brett Kavanaugh auf.

[….] Roy Moore, hitherto occupied with suing people who accused him of sexually predatory behavior during his failed GOP Senate campaign in Alabama, has lent his unsolicited endorsement to the similarly troubled Supreme Court nomination of Judge Brett M. Kavanaugh.
Moore first came to the nominee’s defense Monday — a day after a California professor told The Washington Post that Kavanaugh had tried to rape her in high school — when he shared a supporter’s quip with his 80,000 Facebook followers: “They are Trying to ‘Judge Moore’ Him with Unproven Sex Assault Claim.” […..]

Ist das nicht allerliebst? Wie in einer großen glücklichen Familie halten die konservativen alten weißen Männer zusammen, wenn sie Kinderficker und Vergewaltiger sind.

Der Präsident der US, oberste moralische Instanz, tut das was man von ihm erwarten kann: Er attackiert die Opfer und stellt sich mit seinem ganzen Gewicht auf die Seite der Täter.

[….] Der US-Präsident hat seinen Kandidaten für den Supreme Court in Schutz genommen. Die Vorwürfe der versuchten Vergewaltigung stammen von "radikalen" linken Anwälten und Politikern, twitterte Trump.

In einer Reihe von Tweets hat US-Präsident Donald Trump die Anschuldigungen der Professorin Christine Blasey Ford infrage gestellt. Wenn der angebliche Angriff von Brett Kavanaugh "so schlimm war, wie sie behauptet, hätten sie oder ihre liebenden Eltern sofort Anklage bei den lokalen Strafverfolgungsbehörden eingereicht". [….]



[…..] Mit Äußerungen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen den Supreme-Court-Anwärter Brett Kavanaugh hat US-Präsident Donald Trump große Empörung ausgelöst. Unter dem Hashtag #WhyIDidntReport (Warum ich keine Anzeige erstattete) solidarisierten sich bereits Zehntausende Frauen und Männer mit der Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford, die Kavanaugh eine versuchte Vergewaltigung vor mehr als 30 Jahren vorwirft. […..]

Sollen sich die Linken und Liberalen aufregen wie sie wollen – die Konservativen stehen fest zu ihrem mutmaßlichen Vergewaltiger-Richter.

In der Beziehung sind die grundsätzlich Intoleranten nämlich sehr tolerant.