Man hatte ihn natürlich mit positiven Vorurteilen
bedacht; also letztlich mit unfairen Stereotypen bedacht:
Volker Beck, den mittlerweile 65-Jährigen, in Stuttgart
geborenen Politiker.
Ein Grüner und mutiger Vorkämpfer gegen Peter Gauweilers
diskriminierende AIDS-Politik, der sich intensiv für Schwulenrechte einsetzte
und 2000 eine wesentliche Rolle spielte, um die „Bundesstiftung Erinnerung,
Verantwortung, Zukunft“ einzurichten, die sich um die Entschädigung von 1,7
Millionen Zwangsarbeiter aus über 100 Ländern kümmerte.
(Übrigens eine der wesentlichen Großtaten, für die man
Bundeskanzler Schröder ewig dankbar sein muss, auch wenn der Mann heute von
allen Linksgrünversifften pauschal gehasst wird.)
Natürlich wünschte ich so einem Politiker stets Erfolg
und Anerkennung. Daher war ich bereit, ihm seine religiotische Inselverarmung
zu verzeihen. Seine dümmliche Ausrede von 2016, er habe 0,6 Gramm „Meth“ nicht
für sich gekauft, war schwach. Er hätte gleich dazu stehen sollen. Es war eine
Bagatelle.
Schlimmer war schon sein 1988 erschienener Text zur „Entkriminalisierung
der Pädosexualität“. Allerdings war es damals keine exklusive Meinung von ihm,
sondern wurde in den 1970ern und 1980ern von Sexualwissenschaftlern durchaus
diskutiert. Es galt zeitweilig als eine notwendige Liberalisierung des
Sexualstrafrechts unter vielen. Man muss Beck zu Gute halten, den Irrtum bald
erkannt zu haben und sich glaubhaft von dem Text distanziert zu haben.
Man kann einem Politiker Dekaden zurück liegende unsinnige
Äußerungen nicht ewig vorhalten.
Auch hier würde ich für Milde plädieren, hätte Beck nicht
19 Jahre später in einem Interview auf abgeordnetenwatch.de versucht, sich a
posteriori rein zu waschen, indem er behauptete, seinen brisanten Text von 1988
nicht autorisiert zu haben. Überhaupt habe der Herausgeber seine Worte
verfälscht. Das war dreist von Volker Beck! Wie aber erst 2013 vom SPIEGEL enthüllt wurde,
hatte der prominente Grüne die Öffentlichkeit belogen. Der Text war nicht
verfälscht worden.
Aber 2013 war Becks Renommee ohnehin schon zertrümmert,
weil ausgerechnet er, der Mann mit dieser problematischen Vergangenheit bezüglich
der Unversehrtheit von Kindern, 2012 zum Wortführer der Religioten wurde, als
es darum ging Babys und Kleinkinder zu quälen und zu verletzen.
Auf Kritik an seiner Haltung, reagierte er wie bei der Causa
Pädokriminalität von 2007, mit dreisten Lügen perfiden Angriffen.
Es dauerte noch bis 2017, aber dann war endlich auch für
die Grünen das Maß voll und sie kickten Beck aus dem Bundestag:
(….)
Er gehörte vor Äonen zu den ersten Grünen und sitzt bereits seit 22 Jahren
ununterbrochen im Bundestag. Einen
politischen Betrieb ohne sich selbst im Zentrum kann sich der in den sozialen
Medien unfair und aggressiv auftretende Beck nicht vorstellen.
Daher will auch er 2017 erneut in den
Bundestag einziehen und damit weitere fünf Jahre Abgeordneter bleiben – damit
hätte er 27 Jahre voll.
Beck
greift in der persönlichen Auseinandersetzung zu perfiden Methoden.
Ich
habe das selbst erlebt, als er mich auf Facebook auf widerlichste Art angriff.
So
ein Verhalten mir gegenüber würde ich nicht zum generellen Kriterium gegen
einen Politiker machen, aber in dem Fall ging Beck anschließend vor die Presse
und an das Rednerpult des Bundestags um in unerträglicher Larmoyanz zu beklagen
wie gemein alle zu ihm im Netz wären, obwohl er derjenige war, der so
austeilte, daß ich fassungslos um einen Shitstorm gegen ihn
bitten mußte.
(Das politische Ende, 04.03.2016)
Verblüffenderweise
regt sich aber in seiner eigenen Partei Widerstand.
Nicht
jeder ist glücklich mit Becks erneuter Kandidatur, da er inzwischen eine Menge
Skandale ansammelte. Die Pädophiliedebatte von 2013, seine Crystal Meth-Affäre,
sein ostentatives Engagement für die Genitalverstümmelung führen dazu, daß er
keineswegs mehr sicher auf Platz 1 der NRW-Landesliste gesetzt wird. (….)
(Loslassen, 29.11.2016)
Seit
dem September 2017 sind wir Volksvertreter Beck endlich los. Spät
genug, denn der Mann driftet immer mehr in fundamentalistische
antifreiheitliche Sphären ab. Er tut das
wie immer mit dem typischen Beck-Spin, indem er anderen genau den
extremistischen Unsinn unterstellt, dem er selbst frönt. Vor drei Wochen kritisierte der schwere
Religiot den Säkularismus nicht nur als antifreiheitlich, sondern verglich ihn
gar mit Islamismus.
[….] Volker Becks Mär vom antifreiheitlichen
Säkularismus
[…..]
Es gibt Politiker, die können es nicht
lassen, ihr Halbwissen öffentlich zu machen. So auch Volker Beck (B90/Die
Grünen), der sich einmal mehr in eine Debatte einmischte, ohne auch nur die
geringste Ahnung von der Materie zu haben.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich
der Kölner Grünen-Politiker Volker Beck ungefragt zu Wort meldet und Dinge
verkündet, die ebenso falsch wie unangebracht sind. Man erinnere sich: Als die
Diskussion um die Beschneidung von unmündigen Jungen begann und noch kaum ein
Argument ausgetauscht war, wedelte Volker Beck bereits mit der
Antisemitismuskeule.
Nun hat sich Volker Beck wieder einmal
mehr nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Als der Psychologe Ahmad Mansour bei
Twitter auf ein ZEIT-Interview mit ihm zur neuen Islam-Initiative hinwies,
antwortete Volker Beck: "Deshalb kann ich -bei aller Sympathie für
Pluralität- die "Initiative Säkularer Islam" nicht unterstützen:
'Keine Kopftücher, keine Kreuze, keine Kippas' - das ist weder säkular noch
neutral, es ist religionsfreiheitsfeindlich & richtet sich gegen das
Grundgesetz." Damit zeigte er, wie wenig er von der Idee eines säkularen
Staates begriffen hat und wie falsch er das Grundgesetz versteht.
Nun muss man dabei bedenken, dass Volker
Beck lange Zeit der religionspolitische Sprecher seiner Partei war. Drum ist es
umso peinlicher, dass er noch immer nicht begriffen hat, dass Religionsfreiheit
auch die Freiheit von Religion meint.
Als die Diskussion um seinen Tweet an
Fahrt aufnahm, legte er nach. Für ihn sei "der Säkularismus ist so
antifreiheitlich wie der Islamismus".
Und anstatt wegen der erfolgten Kritik
an dieser Meinung (und es ist nicht mehr als das) einmal innezuhalten und
nachzudenken … er wäre nicht Volker Beck, wenn er sich nicht verrennen und noch
einmal bestätigen würde, dass er keine Ahnung davon hat, wovon er redet:
"Was ist daran unsachlich: der Säkularismus ist so antifreiheitlich wie
der Islamismus. Die eigene Weltanschauung zur Norm für das Leben aller machen,
s. Neutralitätsgesetz." […..]
(hpd, 11.12.2018)
Es
bleibt nur die Frage, ob Beck bösartig oder vollkommen verblödet, oder beides
ist. Aber
daß der „Erfahrungsjurist“ skrupellos und unbelastet jeder Fachkenntnis agiert,
wissen wir spätestens seit er im Bundestag mit der Bibel in der Hand aus der Genesis zitierte
und daraus das Recht ableitete kleinen Jungs am Penis herumzuschneiden.
Ein
Grüner, der sich strikt gegen die UN-Kinderrechtscharta wendet und das Recht
auf Unversehrtheit des Individuums aufgibt.
Nur
die Religion kann einen zu so einer Perfidie treiben. In
dem Zusammenhang fällt es schwer nicht auf die Geschichte zu verweisen, die
Beck immer von rechts vorgeworfen wird. Er hatte bekanntlich schon in den 80er
Jahren mal ein Problem mit Kinderrechten und da sollte man doch meinen, er
hätte gelernt bei dem Thema vorsichtig zu sein.
(….)
Meiner Ansicht nach darf jeder seinen Penis ab- oder beschneiden, ihn
tätowieren, piercen, operieren wie er will – vorausgesetzt man ist über 18!
Kindern darf man nur am Penis rumschneiden, wenn es aus medizinischen Gründen
notwendig sein sollte.
Man
darf nicht an Penissen rumschneiden, um wie einst Herr Kellogg damit die
vermeidlich unmoralische Masturbation zu verhindern, man darf nicht bei den
jährlich rund 40.000 in Deutschland geborenen Babys mit unklarem Geschlecht den
Penis amputieren, um sie zu Mädchen zu machen, weil eine überkommene Moral ein
eindeutiges Geschlecht verlangt und schon gar nicht darf man aus religiösen
Gründen Vorhäute von Kindern und Säuglingen abschneiden.
Herr
Beck gehört zu den intensivsten Verteidigern der Säuglingsbeschneidung,
argumentiert dafür irrerweise im Bundestag, indem er aus der mörderischen
Genesis vorträgt und lügt darüber hinaus auch noch in perfider Weise über die
Gefährlichkeit solcher Eingriffe.
„In den USA, wo die Beschneidung übliche
Praxis ist, sterben mehr Jungen an der Zirkumzision als am plötzlichen
Kindstod. Ganz zu schweigen von den 1.000 schwer verletzten Jungen, die jedes
Jahr in den USA ihre ganze Eichel verlieren. Beschneidung ist richtig
gefährlich – auch dann, wenn sie angeblich kunstgerecht durchgeführt wird.“
(Christian Bahls)
„Bei der Abwägung muss auch die Bedeutung des Eingriffs bewertet
werden. Er ist in der Tat irreversibel, aber doch vergleichsweise gering –
eine gesundheitliche Schädigung ist nicht die Folge..“
(Bundestagsrede von Volker Beck, 19.07.2012)
Beschnittene Männer berichten in Psychotherapien darüber, dass sie unter dem
Gefühl leiden, es sei ihnen ohne ihr Einverständnis etwas weggenommen worden.
In der Tat hat die Vorhaut wichtige erotische Funktionen: Sie erleichtert die
Penetration und erhält die sexuelle Erregbarkeit. […] Die Entfernung der
Vorhaut von Säuglingen ist buchstäblich einschneidender als die von Erwachsenen
oder älteren Kindern. Da Vorhaut und Eichel bei fast allen Neugeborenen noch
fest verwachsen sind, ähnlich wie Fingernägel mit dem Nagelbett, müssen diese
beiden Strukturen zunächst einmal auseinandergerissen werden. Danach wird - je
nach Methode - die Vorhaut längs abgeklemmt und eingeschnitten, mit einem
Beschneidungsinstrument rundum für mehrere Minuten gequetscht und schließlich
mit einem Skalpell amputiert. Die gesamte Operation dauert bis zu zwanzig
Minuten. Obwohl in medizinischen Studien bewiesen wurde, dass die Neugeborenen
extreme Schmerzen erleiden, ist eine adäquate Betäubung auch heute noch eher
die Ausnahme als die Regel.
(Prof. Wolfgang Schmidbauer)
Becks
Feldzug gegen intakte Kinderpenisse ist zudem doppelt verwerflich, weil sie der
UN-Kinderrechtskonvention widerspricht und gerade als Politiker, der
Pädophilie-Legalisierungs-Vorwürfe an sich kleben hat, sollte sich nicht auch
noch über die physischen Unversehrtheit von kleinen Jungs hinwegsetzen. (…..)
(Beck ist weg, 24.12.2018)
Volker Beck wollte sich damals mit 57 Jahren aber
keineswegs aus der Öffentlichkeit zurück ziehen, sondern ging den Weg Kisslers
und Matusseks nach ganz Rechts in die Religiotie. 2015 setzte er sich
ausdrücklich für die Beibehaltung des „Kirchensteuersystem“ zu Gunsten der weltgrößten
K!nderf!ckerveine ein.
Volker Beck wieder einmal mit aller Kraft gegen
Menschenrechte und Verfassung.
[….] Wir fordern die konsequente Trennung
von Staat und Religion sowie die strikte Beachtung des Verfassungsgebotes der
weltanschaulichen Neutralität des Staates!
Es muss endlich Schluss
damit sein,
·
dass Bischofsgehälter aus dem allgemeinen
Steuertopf bezahlt werden,
·
dass die Kirchen das Arbeitsrecht unterlaufen
können,
·
dass katholische Missbrauchstäter der
Strafverfolgung entgehen,
·
dass schwerstkranken Menschen das Recht
verwehrt wird, selbstbestimmt zu sterben,
·
oder dass Frauen Zwangsberatungen über sich
ergehen lassen müssen, wenn sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch
entscheiden!
Werden diese und andere
Kirchen-Privilegien nicht abgeschafft, so lassen sich auch die politischen
Bestrebungen der Islamverbände nicht stoppen, die für sich ebenfalls
„religiöse Sonderrechte“ beanspruchen.
Wir erheben diese
Forderungen im aktuellen Jahr ganz bewusst auch vor dem Hintergrund, dass
der demokratische Rechtsstaat 2019 zwei große Verfassungs-Jubiläen feiern kann,
nämlich 70 Jahre Grundgesetz sowie 100 Jahre Weimarer Verfassung. Denn
hundert Jahre Verfassungsbruch sind mehr als genug: Es ist an der Zeit, die
„Kirchenrepublik Deutschland“ hinter uns zu lassen und die deutsche Politik,
die noch immer in einer christlichen Filterblase gefangen ist, mit allem
Nachdruck dazu aufzufordern, die verfassungswidrige Diskriminierung
religionsfreier Menschen zu beenden. [….]
(IBKA, GBS, hpd,
2019)
Aus dem sehr ehrenhaften Anliegen, sich gegen
Antisemitismus einzusetzen, wurde Beck 2022 schließlich zum Präsidenten der
Deutsch-Israelischen Gesellschaft gewählt und läßt in dieser Funktion
inzwischen jede Moral fallen.
Beck kennt keine Hemmungen mehr und unterstützt zum Schaden des Israelis
die rechtsradikale Netanjahu-Regierung.
[…] Der Internationale
Strafgerichtshof und die Kampagne gegen Israel
Bei den Haftbefehlen gegen
Netanjahu und Gallant geht es um Politik und nicht um Recht […] Mit dem
Haftbefehl gegen Netanjahu und Gallant hat der Internationale Strafgerichtshof
dem Völkerrecht keinen Dienst erwiesen. […] Dass der Internationale
Strafgerichtshof der anti-israelischen Kampagne in Teilen der
Völkergemeinschaft nachgegeben hat, straft alle Argumente Lügen, mit denen wir
Deutschen die Amerikaner zum Beitritt zu diesem Gremium überreden wollten. Der
Gerichtshof und der Chefankläger haben sich vor allem über einen entscheidenden
Mechanismus des Rom-Statuts einfach hinweggesetzt. […] Wenn der
Strafgerichtshof sich so leichtfertig über die eigenen Statuten hinwegsetzt,
sollten wir unser Verhältnis zum Internationalen Strafgerichtshof überdenken.
[….]
(VB, 21.11.2024)
Beck wieder einmal in Total-Opposition zu internationalem
Recht!
Selbst innerhalb der proisraelischen Vereine sind Becks
Mitstreiter entsetzt von ihm.
[….] Ex-DIG-Präsident
Reinhold Robbe attackiert seinen Nachfolger Volker Beck und wirft ihm
„fehlendes Mitgefühl für zivile Opfer im Gazastreifen“ vor.
Innerhalb der
Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) gibt es Streit über den Umgang mit der
Gaza-Offensive von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der frühere
DIG-Präsident Reinhold Robbe (SPD) sagte dem Tagesspiegel, der amtierende
DIG-Präsident Volker Beck (Grüne) sei „inzwischen zum Sprachrohr der
rechtsextremistischen israelischen Regierung geworden“. [….]
(Tagesspiegel, 30.05.2025)
Der ehemalige Bundestagsabgeordnete ist nicht der erste
Fall von ehemals Linken oder Grünen, die inzwischen bis zur strammrechten AfD durchmarschiert sind
und dort völkische Schwurbelei betreiben. Man denke nur an Vera Lengsfeld oder
Angelika Barbe, Siegmar Faust, Oswald Metzger, Boris Palmer, Werner Molik, Michael
Beleites.
Es wird aber Zeit für Banaszak und Brantner, sich über
ein Parteiausschlussverfahren gegen den Grünen Beck Gedanken zu machen.
Wollen sie wirklich mit seinen extremen Positionen in
Verbindung gebracht werden?
Volker Beck spricht sich auf Musks antidemokratischer
Hetz-Plattform für die radikalsten AfD-Positionen aus.
[…..] die AfD forderte, solche „radikalen
Aufmärsche“ sofort zu verbieten, und der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen
Gesellschaft, Volker Beck, ging noch einen Schritt weiter: Man müsse „Wege
prüfen, wie wir Iraner und andere Menschen aus der Region, die Anhänger der
Islamischen Republik Iran sind, unabhängig von ihrem Pass ausweisen können“,
schrieb er auf X.
Was seine Partei von seinen
Abschiebefantasien hält, ist nicht bekannt: Die Grünen äußerten sich dazu
bislang nicht. [….]
(Daniel Bax, 29.06.2026)
Natürlich gewinnt Beck auch neue Fans. Das sind
allerdings Verschwörungstheoretiker und Nazis wie David Berger.
 |
| D. Berger, 29.06.2026 |
Liebe Grüne, den Kampf gegen AfD und den
Rechtsextremismus kann man nicht glaubhaft führen, wenn man in den eigenen
Reihen völkisch argumentierende Freunde eines mutmaßlichen Völkermordes
freundlich beschweigt.