Dienstag, 17. Februar 2026

Harte ökonomische Fakten.

Hartnäckig hält sich die kollektive Fehleinschätzung von der finanzökonomischen überlegenen Kompetenz der konservativen Parteien in Europa und Nordamerika.

Das wirkt zunächst einmal erstaunlich, weil die Realität seit vielen Jahrzehnten das diametrale Gegenteil beweist: Republikanische US-Präsidenten, Tory-Premierminister, CDU-Kanzler hinterließen stets ein Land in Agonie, mit Rekordschulden und gewaltigem Reformstau, den nachfolgende Regierungen ausbaden mussten.

Die Erkenntnis „Linken können besser mit Geld umgehen“ bleibt aber dennoch nicht hängen, weil das von interessierter Seite verhindert wird.

Durch Parteispenden, Lobbyorganisationen und erzkonservative Medienhäuser (Murdoch, Döpfner, Gotthardt, Burda, Musk, Ellison), können die Superreichen nicht nur die Regierungspolitik, sondern auch das Wählerverhalten beeinflussen.

Es war natürlich lange vor der letzten Bundestagswahl im Februar 2025 bekannt, wie vollkommen unfähig, ökonomisch ahnungslos und lobbyhörig Spahn, Klöckner, Linnemann und Merz sind, daß sie auf gar keinen Fall Regierungsverantwortung übernehmen dürfen. Aber das konservative Trommelfeuer wirkte.

Und nun haben wir eben das, was zu erwarten war: Die schlechteste Regierung seit 1949 mit der schlechtesten Wirtschaftsministerin seit 1949, die Deutschland tief in den Abgrund steuern.

Rechte und Blöde glauben das nicht, halten diese Erkenntnis für linke Propaganda.

Aber auch wenn man alle „Meinungen“, „Bewertungen“ und „Analysen“ ausblendet, sich stattdessen nur auf offizielle Zahlen und Fakten konzentriert, kann man zu keinem anderen Schluss kommen.

Gaslobbyisten Reiche schafft aktiv die erneuerbaren Energien ab, sorgt durch eine von ihr erzeugte Gasmangellage für drastische steigende Gas-Einkaufspreise, die – ÜBERRASCHUNG – den Gaskonzernen Milliarden in die Kassen spülen.

Da kann es keine zwei Meinungen geben. Man gucke nur auf die Zahlen! Merz und Reiche brauchten noch nicht einmal ein Jahr, um trotz der gewaltigsten Konjunkturspritze aller Zeiten – eine Billion Euro neuer Schulden – Arbeitslosigkeit, Insolvenzkrise und Inflation zurück zu bringen!

[….] Inflationsrate steigt auf 2,1 %

Steigende Preise für Lebensmittel haben die Inflationsrate in Deutschland zum Jahresanfang in die Höhe getrieben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um 2,1 % zum Vorjahresmonat - nach 1,8 % im Dezember, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Lebensmittel legten um 2,1 % zu, nach plus 0,8 % im Dezember. Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, lag bei 2,5 %. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflation von 2 % an. [….]

(ARD, 17.02.2026)

[….] "Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen bestätigen die schwierige Lage der deutschen Wirtschaft. Wir erleben leider wieder einen Rekord bei den Betriebsschließungen. Allein im November 2025 mussten so viele Betriebe insolvenzbedingt ihre Pforten schließen wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Für das Gesamtjahr 2025 ist letztlich mit deutlich mehr als 23.000 Unternehmensinsolvenzen zu rechnen – das sind mehr als 60 Betriebsaufgaben pro Tag. Hinter diesen Zahlen steht nicht nur der Verlust von unternehmerischem Herzblut und Innovationsgeist, sondern auch viele verlorene Arbeitsplätze, ausbleibende Investitionen und eine Schwächung ganzer Regionen.  [….]

(DIHK, 13.02.2026)

[….] Industrie baut über 120.000 Jobs ab                                       

In der Wirtschaftskrise hat die deutsche Industrie 2025 im großen Stil Jobs gestrichen. Ende vergangenen Jahres arbeiteten dort rund 5,38 Mio. Menschen - gut 124.000 oder 2,3 % weniger als im Vorjahr. Das zeigt eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY vorliegt. Der Stellenabbau in der Industrie fiel damit fast doppelt so hoch aus wie 2024, so die Studie.                                                             

Am härtesten traf es 2025 die kriselnde Autobranche, wo allein rund 50.000 Jobs verloren gingen, während die Chemie- und Pharmaindustrie mit einem Minus von rund 2000 Stellen glimpflich davonkam. [….]

(ARD, 17.02.2026)

Nichts davon kommt überraschend. Alles ist die logische Folge der toxischen Politik von Merz, Reiche, Schnieder und Dobrindt.

Reiche, die schlechteste Wirtschaftsministerin, die Deutschland je gesehen hat, dürfte sich einen Platz in den Geschichtsbüchern verdient haben.

Aber Reiche darf nicht darüber hinwegtäuschen, wie atemberaubend destruktiv und schädlich auch die anderen Merz-Cronies mit ihren abenteuerlichen Märchen sind.

Ungeniert verlangt Carsten Linnemann nach wie vor drastische Umverteilung von den finanziell Schwächsten zu den Superreichen.

[…]  Der CDU-Politiker will die Grenze, ab der der Spitzensteuersatz greift, von derzeit 68.000 Euro brutto im Jahr auf 80.000 Euro anheben. Doch zuletzt lag das mittlere Jahreseinkommen von Vollzeitbeschäftigten bei rund 47.000 Euro. Die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung ist also weit davon entfernt, in den Genuss von Linnemanns Vorschlag zu kommen. Und: Das Ehegattensplitting sowie zahlreiche Abschreibungsmöglichkeiten führen schon jetzt dazu, dass nur eine kleine privilegierte Minderheit wirklich den Spitzensteuersatz zahlt. Stattdessen würden von Linnemanns Vorschlag vor allem auch Superreiche profitieren, weil der Anteil ihres Einkommens, für den sie den Spitzensteuersatz zahlen müssen, dadurch sinkt. […]

(Simon Poelchau, 16.02.2026)

Wäre der Urnenpöbel zurechnungsfähig, gäbe es in den Umfragen breite RRG-Mehrheiten. Man kann das alles wissen. Auch, wenn man sich nicht 24/7 mit Nachrichten beschäftigt. Aus allgemein zugänglichen Quellen. Ohne Paywall.

Der Irrsinn der Merz-Bande kennt keine Grenzen und wird uns alle in den Abgrund führen.

[…] Integrationskurse gestrichen: Bundesregierung verbaut Ukrainer*innen den Weg in den Job

Ukrainer*innen finden sich bisher gut in Deutschland ein. Die Bundesregierung gefährdet das, indem sie Jobcenterberatung und Integrationskurse streicht.

Die Bundesregierung reißt einen der größten Erfolge deutscher Integrationspolitik ein. Zwar haben immer mehr geflüchtete Ukrainer*innen in Deutschland einen Job, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt – doch Union und SPD streichen systematisch die Programme zusammen, auf die diese Entwicklung zurückzuführen ist. Expert*innen kritisieren insbesondere, dass die neu Ankommenden inzwischen nicht mehr von den Jobcentern betreut werden. Seit Kurzem wird ihnen nun auch der Zugang zu Integrationskursen verwehrt.  [….]

(Frederik Eikmanns, 17.02.2026)