Sonntag, 31. Mai 2020

Wunschkinder und Wunsch-Eltern.


In meiner adoleszenten Phase war ich etwas verwirrt davon als sämtliche Altersgenossen nach Beziehungen strebten und sich 24/7 damit beschäftigten beim anderen, bzw manchmal auch beim gleichen Geschlecht zu landen.
Den sexuellen Trieb konnte ich noch am ehesten verstehen, aber wieso dieser zielgerichtete Drang auf exklusive Zweisamkeit?
Insbesondere nachdem ich solche Beziehungen hatte, wußte ich; das ist nichts für mich.
Etwas anderes stand aber ohnehin nie zur Debatte, da gab es keine Verwirrung und kein Ausprobieren: Vater werden wollte ich nie.
Das war für mich schon viele Jahre bevor ich das intellektuell begründen konnte absolut sicher.

(…..) Wie ich kürzlich ganz zart andeutete, bin ich überhaupt gegen das Geboren-Sein.
Man wird nicht vorher gefragt und ist dazu verdammt dem Planeten und der Natur schweren Schaden zuzufügen.
Global betrachtet leiden Flora und Fauna unter nichts anderem auch nur annähernd so sehr wie unter der grässlichen Homo-Sapiens-Infektion.
Die Homo-Sapiens-Masse sollte vernünftigerweise um 90% reduziert werden, um diese Welt nicht mehr zu vergiften und zu zerstören. Um nicht mehr jeden Tag Dutzende andere Tierarten zu verdrängen und auszurotten. Um sich nicht mehr gegenseitig myriadenfach im Kampf um Ressourcen abzumurxen.
Wären wir 0,75 Milliarden Individuen statt 7,5 Milliarden hätten wir immer noch eine Weltgesamtbevölkerung wie um das Jahr 1780, könnten aber in sauberer Umwelt friedlich mit dem Rest der Erdenbewohner coexistieren.

Die Notwendigkeit die menschliche Überbevölkerung drastisch zu reduzieren, ist so evident, daß sie in immer neuen Varianten als Fiktion in Kinofilmen, Dramaserien und Büchern durchdekliniert wird.
Endzeitplots sind extrem populär. The Walking Dead, Mad Max, Jericho, The 100 oder Falling Skys heißen die Produktionen, in denen alle möglichen Ursachen für das weitgehende Aussterben der Menschen erfunden werden. (…..)

Zu den ersten beiden Ebenen, also dem persönlich fehlenden Wunsch Vater zu werden und der intellektuellen Überzeugung die toxische Überbevölkerung nicht zu verschlimmern, kam im Laufe der Jahrzehnte noch ein drittes Element:
Viele Menschen (aber nicht alle!) verändern sich durch ihre Elternschaft extrem zu ihrem Nachteil; sie werden bestenfalls monothematische Langweiler, schlimmstenfalls Berufseltern, die dreist Vorteile und Sonderbehandlungen für sich reklamieren.
Schließlich sind da noch die Kinder an sich, die ich zunehmend als laut und anstrengend empfinde. Es tut mir leid, ich finde kleine Kinder nun mal nicht niedlich und es interessiert mich überhaupt nicht, wann sie einen Rülpser machen, was ihr erstes Wort ist und welche Scheußlichkeiten sie mit ihren ersten Wachsmalstiften zu Papier gebracht haben.
Mit Grausen erinnere ich mich an die Phasen, wenn die Kleinstkinder ihre Faszination für Telefonhörer entwickeln und ihre Monothematik-Mütter daher ihre Zweijährigen auf das Klingeln reagieren lassen und man als Anrufer zehn Minuten sinnfreie Kindergebrabbel anhören muss, nur im Hintergrund eine verzückte Elternhälfte wahrnimmt und verzweifelt hofft, sie möge endlich dem Gör den Hörer aus der Hand nehmen.
Kinder nerven mich ganz furchtbar, aber deswegen hasse ich sie nicht, sondern sie tun mir zu allem Übel auch noch leid, weil ich dauernd beobachte, lese, höre, wie sie misshandelt werden.
Dafür ist Corona ein guter Indikator: Zwangsweise müssen nun viele Eltern den ganzen Tag mit ihren Blagen zusammen sein, sind davon genervt und werden sogleich gewalttätig.

[…..] Vier Frauen und ihre Kinder hat Heide Kruse seit Beginn der Kontaktbeschränkungen im März im Frauenhaus Wolfsburg aufgenommen. Sie sind geflohen vor Beschimpfungen, Misshandlungen und Schlägen durch den Partner oder Ehemann. "Es gab in diesen Beziehungen schon vorher Stress und Gewalt, aber da war es möglich, sich aus dem Weg zu gehen", sagte Heide Kruse, Mitarbeiterin im Frauenhaus Wolfsburg. "Jetzt in Zeiten von Corona ist das nicht möglich, weil die Kinder zu Hause sind, Homeoffice oder Kurzarbeit stattfinden. Und dann sind die Situationen in diesen Fällen eher eskaliert." Die eigenen vier Wände, die derzeit den sichersten Schutz vor dem Virus bieten, sind für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder zugleich ein gefährlicher Ort. [….]

Im Gegensatz zu vielen Eltern und vor allem im Gegensatz zu religiösen Menschen bin ich sehr intolerant gegenüber Gewalt gegen Kinder.
Für mich ist es völlig unverständlich wieso Eltern nach weltweit hunderttausenden sexuellen Missbrauchtaten von Priestern gegen Kindern, wieso nach Millionen gewalttätigen Übergriffen von Kirchenleuten immer noch ihre Leibesfrüchte in christliche Einrichtungen geben.
Zumindest das kann ich sicher sagen: Wäre ich ein Vater, würde ich mein Kind garantiert vor dem Zugriff kirchlicher „Betreuer“ schützen.

Warum werden Kinder gequält und misshandelt?
Weil sie unter nicht kindgerechten Umständen geboren werden, weit überproportional dort geboren werden, wo sie schlechte Chancen haben.

(….) In den Teilen der Welt, die ein sehr geringes Bevölkerungswachstum ausweisen, oder gar wie Deutschland, Japan, Südkorea und die baltischen Länder (Fertilitätsrate bis 1,3) schrumpfen, ist die Kriegsmüdigkeit hingegen recht ausgeprägt.
Verständlich, denn wenn man/frau bloß ein Kind hat, geht es ihm einerseits ökonomisch besser, so daß es weniger wahrscheinlich auf die Idee kommt Soldat zu werden und andererseits sind die Eltern auch protektiver, lassen ihre Kindern weniger gern in den Krieg ziehen.

Länder mit den höchsten Fertilitätsraten – Gaza 4,9 Jemen 5,0 Ruanda 5,3 Kongo 5,8 Uganda 6,1 Somalia 6,3 Ost-Timor 6,3 Afghanistan 6,4 – sind offenbar auch besonders unfriedlich, weil die enorme Kinderzahl die Ressourcen erschöpft, Konkurrenz entsteht und Eltern auch eher mal den Tod eines ihrer Blagen verkraften.

Wir brauchen also weniger Menschen und daher weniger Nachwuchs.
Es ist wohl auch kein Zufall, daß die Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte auch die mit den geringsten Geburtenraten sind. (…..)

Das gilt nicht nur international, sondern auch national. Je prekärer die sozialen Verhältnisse, desto mehr Kinder werden geboren.
Die gut verdienende intelligente Akademikerin mit Haus und Garten hat eher keine Kinder. Die Hartz-Empfängerin mit Drogenproblemen und ohne Schulabschluss schon.

Man muss sich nur einmal eine Folge „Der Jugendknast“ auf RTL-II ansehen.
Nicht nur kommen 99% der jugendlichen Insassen selbst aus sehr prekären Familienverhältnissen, sondern in der Regel hat so ein 20-Jähriger Knasti schon fünf Kinder mit drei Frauen.

Das Problem ist biologisch bedingt: Während man sich Bildung, ein soziales Netz, Umgangsformen und eine Karriere fast immer hart erarbeiten muss, braucht es für den Geschlechtsakt gar keine Mühe; das schafft so ziemlich jeder und wird auch nicht reglementiert.
Für so vieles braucht man eine Genehmigung und ist an viele Bedingungen geknüpft. Es gibt aber keine Kinderführerschein; jeder Depp kann so viele Kinder bekommen wir er möchte und wird dafür auch noch vielfach vom Steuerzahler belohnt.

Auch wenn ich selbst keine Kinder haben möchte, wünsche ich mir, daß alle Kinder glücklich und unter idealen Bedingungen aufwachsen.

Wie man das erreicht? Ganz einfach; indem Wunschkinder geboren werden.
Das ist aber leider oft nicht der Fall, weil Kinder auch aus Versehen gezeugt werden und aus dem Uterus schlüpfen, obwohl mindestens ein Elternteil das überhaupt nicht wollte.
Das ist der Fluch der heterosexuellen Biologie; man muss nur einmal etwas über den Durst trinken und bums wacht man schwanger auf.

Kinder gleichgeschlechtlicher Eltern haben das Problem nicht. Sie sind statistisch betrachtet fast alle Wunschkinder; sie konnten ihren Eltern nicht gegen ihren Willen im Laufe einer feuchtfröhlichen Nacht entstehen, sondern waren so sehr erwünscht, daß Mama und Mama oder Papa  und Papa erhebliche Umstände auf sich nehmen mußten, um schwanger zu werden. Ihnen geht es statistisch gesehen sogar etwas besser als Kinder aus heterosexuellen Beziehungen – ein in sich logischer und zu erwartender Befund.

[….] Aufgrund der deutlich höheren Anzahl an lesbischen Familien wurden in bisherigen Studien meist Kinder und Jugendliche aus lesbischen Familien mit jenen aus heterosexuellen Familien verglichen. Die Befunde machen deutlich, dass beide Familienformen günstige Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen bieten. Eine Analyse von insgesamt 33 veröffentlichten und unveröffentlichten Studien zwischen 1979 und 2009 belegt, dass Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien eine etwas bessere psychische Anpassung haben als Gleichaltrige aus heterosexuellen Familien (Fedewa et al. 2015). Demnach zeigen Kinder und Jugendliche aus gleichgeschlechtlichen Familien weniger Verhaltensauffälligkeiten und emotionale Probleme als Gleichaltrige aus heterosexuellen Familien.
Ein häufiger Einwand von Kritikern gleichgeschlechtlicher Lebensweisen betrifft die vergleichsweise geringe Anzahl an Studien über Kinder, die bei schwulen Vätern aufwachsen. Tatsächlich besteht hier Forschungsbedarf, allerdings bestätigt eine Analyse von Millers und Kolleginnen (2017) von insgesamt 10 veröffentlichten und unveröffentlichten Studien (ab 2005) den bisherigen Befund. Auch Kinder und Jugendliche von schwulen Vätern schneiden im Vergleich zu Gleichaltrigen aus heterosexuellen Familien hinsichtlich ihrer psychischen Anpassung besser ab (Miller, Kors & Macfie 2017). [….]

Könnte sich ein Baby also aussuchen wo es geboren werden möchte, sollte es dem Klapperstorch bitten es bei homosexuellen Eltern abzusetzen.

[….] Studie: Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern geht es gut
Oft wird über das Wohlergehen von Kindern schwuler und lesbischer Eltern mehr spekuliert als gewusst. [….]  Eine repräsentative Studie unter Leitung des bayerischen Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg räumt mit diesen Vorurteilen auf – und lässt Forschungsergebnisse für sich sprechen: Mehr als 7 000 Kinder in Deutschland wachsen Schätzungen zufolge bei gleichgeschlechtlichen Eltern auf, 2 200 davon leben bei eingetragenen Lebenspartnerschaften, die seit 2001 möglich sind. Die Situation von 1 059 schwulen und lesbischen Eltern mit 852 Kindern haben die Wissenschaftlerinnen in mehr als zweijähriger Arbeit hinterfragt.
[….]  Das Fazit der Erhebung: Sogenannte Regenbogeneltern sind genauso gute Eltern wie heterosexuelle Paare. Das Kindeswohl ist bei ihnen ebenso gewahrt wie in anderen Familien. Im Detail: Die Kinder entwickeln sich positiv, der schulische und berufliche Werdegang ist normal, und es gibt keine erhöhte Neigung zu emotionalen Unsicherheiten. Wenn es Unterschiede in der Entwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien zu beobachten gebe, „dann eher in positiver Weise“, heißt es in der Studie.
[….] Die Wissenschaftler stellten fest, dass Heranwachsende in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften über ein höheres Selbstwertgefühl verfügen als Kinder, die in anderen Familienformen aufwachsen. Die sogenannten Regenbogenkinder beschreiben sich zudem selbst als offen und tolerant. [….]

Wieder einmal zeigt sich, daß Homosexualität ein evolutionärer Vorteil für eine Familie ist. In vieler Hinsicht.

Ältere Brüder erhöhen die Wahrscheinlichkeit schwul zu sein; anders ausgedrückt: Je mehr Kinder eine Frau bekommt, desto eher werden sie schwul.
Vermutlich ist es der Benjamin, der homosexuell ist.

[….]  Der "fraternal birth order effect" FBO beschreibt einen Befund, mit dem Anthony Bogaert und Ray Blanchard vor ziemlich genau zehn Jahren in der Fachwelt für einigen Aufruhr sorgten. Die beiden kanadischen Psychologen entdeckten nämlich, dass beim Mann die Wahrscheinlichkeit, schwul zu werden, mit jedem älteren Bruder um fast ein Drittel ansteigt. [….]

Natürlich stellt sich die Frage welchen evolutionären Vorteil es Eltern bringt immer mehr schwule Söhne auf die Welt zu bringen, je mehr sie kopulieren.

Schwule und lesbische Kinder, queere Verwandte sind ein evolutionärer Vorteil für die Familie.

Unglücklicherweise ist ausgerechnet die deutsche Forschungsministerin Anja Karliczek total verblödet und versteht gar nichts von Forschung und Wissenschaft.

(…..) Was nicht der Bibel entspricht, hat laut der Forschungsministerin nichts in der Forschung zu suchen. Dieses IT- und KI-Zeug sollen doch China oder die USA machen, Deutschland ist ein christliches Land und braucht den neumodischen Kram nicht.

[….] Wir sind nicht in China. Totale Kontrolle durch den Staat werden wir niemals akzeptieren. Wir sind aber auch nicht in den USA. Wir gehen einen anderen, einen eigenen Weg. Wir lassen uns von unserem christlichen Menschenbild leiten. Jeder technologische Fortschritt hat sich dahinter einzureihen. Wir sind überzeugt: Künstliche Intelligenz muss dem Menschen dienen. Menschenwürde, Persönlichkeitsrechte und individuelle Freiheit sind die Grundlagen unseres Zusammenlebens. [….]
Immerhin, eins weiß die Bildungsministerin: Schwule sind schlecht. Und deswegen dürfen die keine Kinder haben.

[…..] Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will in einer Langzeitstudie klären lassen, welche Auswirkungen es für Kinder hat, in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft aufzuwachsen. In der n-tv Sendung "Klamroths Konter" sagte die CDU-Politikerin, es sei "eine spannende Forschungsfrage", dieses Thema "wirklich langfristig zu erörtern".
Auf die Frage von Moderator Louis Klamroth, ob sie im Jahr 2018 wirklich noch Studien brauche, um sich bestätigen zu lassen, dass Kinder von homosexuellen Paaren genauso glücklich und gut erzogen seien, antwortete Karliczek: "Es geht nicht um 'glücklich' und um 'gut erzogen'. Es geht um etwas grundsätzlich anderes. […..] Karliczek hatte im Juni 2017 im Bundestag gegen das "Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts" gestimmt. Bei "Klamroths Konter" sagte sie, es sei ein Fehler gewesen, gesellschaftliche Strukturen "mal eben so im Federstrich" zu verändern. [….]

Diese ostentativ und stolz vorgetragene bornierte Ahnungslosigkeit macht auch Hartgesottene fassungslos. (…..)

Keine Rolle für das Wohlergehen des Nachwuchses spielt die sexuelle Aktivität der Eltern an sich.
Ob und wem sie sexuell verkehren ist irrelevant.
Der evolutionäre Vorteil entsteht durch soziale Faktoren.
Schwule und Lesben sind statistisch besser gebildet und verdienen mehr (weil sie eben nicht ihre Karriere durch ungewollte Schwangerschaften unterbrechen): Das wirkt sich positiv für das Kindeswohl aus, wenn dann diese reichen und gebildeten Menschen doch bewußt ein Kind haben möchten.

Beim Co-Parenting können auch Heterosexuelle diese eigentlich queeren Vorteile für ihre Kinder nutzen.
Sie suchen sich in dem Fall – zum Beispiel über die Berliner Agentur Familyship – den oder die passende Partner/in, um sich ganz im Sine des Kindes und ganz ohne Beziehungs- oder Sexualstress fortzupflanzen.

[….] Willkommen auf deinem Weg zur eigenen Familie
Gründe die Familie, die zu dir passt - mit Familyship.
Du hast einen Kinderwunsch? Bist womöglich Single, lesbisch oder schwul?
Ob Co-Elternschaft, Regenbogenfamilie, Mehrelternschaft oder alleinerziehend: gründe die Familie, die zu dir passt! [….]

[….] Wie bereits gesagt, ist mir aufgefallen, dass bei Co-Partnering häufig bereits im Vorfeld grundlegende Überlegungen getroffen werden und sich die zukünftigen Eltern über ihre „Rollen“ und Aufgaben einigen. Es wäre vor allem für die Kinder wünschenswert, wenn sich auch andere (zukünftige) Eltern hieran ein Beispiel nehmen würden, da leider weder die Ehe noch eine feste Beziehung eine Garantie für ein „ewiges“ Zusammenleben darstellt und bei einer Trennung dann teilweise vieles ausgestritten wird, was bereits im Vorfeld hätte geklärt bzw. abgesprochen werden können.
Auch kann ich jedem Elternteil nur raten, aufgrund der Kindererziehung nicht gänzlich oder zu lange aus dem Berufsleben auszusteigen. Wie bereits erwähnt, ist das Unterhaltsrecht reformiert worden und dem Unterhaltsberechtigten Elternteil damit auferlegt worden, trotz Kindererziehung intensiver und frühzeitiger um eigenes Einkommen zu erzielen. [….]

Die Süddeutsche Zeitung portraitiert in ihrer Pfingstausgabe, also zur „Ausgießung des Heiligen Geistes“ eine besonders glückliche Familie, in der das Kind auf Vermittlung durch Familyship durch eine Pipette in den Uterus der Mutter gegossen wurde.
Vater schwul, Mutter hetero und Single, lernten sich kennen und mögen, ohne den Druck, ob man im Bett zusammenpasst und rund um die Uhr zusammenleben will. Gezeugt wurde in einer Klinik.

[…..] Katja sagte: "Gib alles", als Daniel mit einem Becher in einem Nebenraum der Kinderwunschklinik verschwand. Danach kam Katjas Part. In einer Zentrifuge wurden die Samenzellen aus dem Ejakulat gefiltert. Zu klassischer Musik habe ihr die Ärztin "einen fingerkuppengroßen Tropfen" in den Uterus gespritzt. Katja war heiß und kalt. Ihre Gedanken rasten. 15 Minuten sollte sie mit hochgelagertem Becken liegen bleiben. Zwei Wochen später, das Ergebnis: positiv. Es hatte beim ersten Versuch geklappt. […..]

Der Sohn ist inzwischen anderthalb und hat zwei liebevolle Eltern, die sich rührend um ihn kümmern. Beide sind immer noch Single.

[….] Obwohl Katja ihn beim ersten Treffen "sehr attraktiv" fand, hatte sie keine Angst, sich zu verlieben. Nicht nur, weil sie beide auf Männer stehen. Er ist auch nicht so ihr Typ. [….]  Er ist ruhig und abwägend, sie mitreißend und impulsiv. "Aber als Vater hätte ich keinen Besseren finden können", sagt Katja.
[….] Am Vatertag radelten sie zu dritt mit ihm im Kindersitz in den Treptower Park. Emil konnte das erste Mal nackig im Springbrunnen planschen. Katja und Daniel verbringen gerne Zeit miteinander. Das verbindende Scharnier ist Emil, aber sie sind schon vor seiner Geburt zusammengewachsen. Nach dem ersten Date haben sie ausgemacht, immer ehrlich zueinander zu sein.
[….] Wie es Kindern in einer Familie geht, habe weder mit der sexuellen Orientierung noch der Beziehungsform der Eltern zu tun, sagt Andrea Buschner. Die Bamberger Soziologin hat mit einem Forscherinnenteam die Lebenssituation von Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern untersucht. Die Erkenntnisse lassen sich auf Co-Parents übertragen. "Entscheidend ist in erster Linie eine liebevolle Beziehung und stabile Bindung zum Kind", sagt Buschner. Viel wichtiger als romantische Gesten sei eine "zugewandte und konfliktfreie Art" der Eltern, miteinander umzugehen. Risikofaktoren, die bei Kindern zu emotionalem Stress führen können, seien dagegen anhaltender Streit, Trennung und Umzüge.
Katja und Daniel hatten ein pragmatisches Vorhaben, das Familie geworden ist: Es wird gealbert, verhandelt und umarmt. Neue Partner der Eltern sind erwünscht, müssten sich aber unterordnen. "Mein Mittelpunkt ist immer Berlin, da ist Emil", sagt Daniel. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn er sich in einen Kölner verliebt, der nicht wegziehen will. Er weiß, dass Katja genauso denkt. [….]

Eine schöne Pfingstgeschichte.
Wenn ich mir jemals doch ein Kind wünschen sollte, würde ich es auch über so eine Agentur versuchen.
Frau Karliczek, Frau Merkel und Frau Kramp-Karrenbauer schütteln sich derweil vor Entsetzen, verbauen solchen glücklichen Kindern mit aller Macht ihre Chancen, verbünden sich mit der Kinderfickerorganisation RKK und sorgen dafür, daß Leihmutterschaften in Deutschland verboten bleiben.
So sind sie, die Christinnen: Sie schaden gern Kindern.