Freitag, 21. August 2026

26:2

Neues von den akademisch-kriminellen Mauschlern bei den Konservativen.

Es hat wieder jemanden erwischt. Wer sich bei CDUCSU oder AFDP engagiert, bringt a priori eine gewisse moralische Verkommenheit mit.

Menschen mit Anstand, die sich selbstlos der Allgemeinheit und der Solidarität verpflichtet sehen, gehen natürlich eher zu Grünen und Sozis.

Wer hingegen egoistisch denkt, seinen eigenen Vorteil sucht, sich gern über andere erhebt, wer diskriminiert und Gelegenheiten sucht, die eigenen Taschen vollzustopfen, ist bei schwarzgelbbraun richtig.

Ihre Kommilitonen, ihre Doktorväter und ihre Universitäten zu betrügen, ist für Rechte daher nur ein Kavaliersdelikt. Für Schwarze und Gelbe ist es ein NoLose-Spiel.

So ein Doktortitel macht sich gut beim Wähler und falls man doch beim Schummeln erwischt wird, kann man in CDUCSUFDP dennoch weiter Karriere machen – siehe von der Leyen, Scheuer, Huber, Djir-Sarai.

Es wird Zeit, mal wieder durchzuzählen:

Mit penetranter Ehrlichkeit macht man sich das politische Leben schwer. Honoriert wird es schon gar nicht. Die größten Lügner wie Schäuble oder von der Leyen sind die beliebtesten Minister überhaupt.  Eine echte Konservativen-Domäne ist aber das Erschleichen von Titeln.

Siegfried Haller (SPD) (?) Leiter des Leipziger Amtes für Jugend, Familie und Bildung

Uwe Brinkmann (SPD) ehemaliger Juso-Chef Hamburgs

Karl-Theodor von und zu Guttenberg (CSU) ehemaliger Polit-Gott

Veronica Saß (Parteilos?) Edmund Stoibers (CSU) Tochter

Silvana Koch-Mehrin (FDP) Europaabgeordnete

Jorgo Chatzimarkakis (FDP) Europaabgeordneter

Margarita Mathiopoulos (FDP), Westerwelle-Beraterin

Bijan Djir-Sarai (FDP) Bundestagsabgeordneter

Kai Schürholt (CDU) Bürgermeisterkandidat Landau

Matthias Pröfrock (CDU) Landtagsabgeordneter BW

Andreas Kasper (CDU), viele regionale Parteiämter in NRW

Bernd Althusmann (CDU), ehemaliger Niedersächsischer Kultusminister und Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK)

Roland Wöller (CDU) Sachsens Kultusminister

Johannes Hahn (ÖVP) EU-Kommissar für Regionalpolitik

A posteriori aus der Liste herausnehmen werde ich hiermit Siegfried Haller (kein Politiker) und Veronica Saß (kein politisches Amt; sie kann ja nichts dafür wer ihr Vater ist).

Frank Steffel (CDU, „Bimbos, Kanaken, Mongos“)

CSU-Bezirksrat Dominic Stoiber

Annette Schavan (CDU)

CSU-Landrat Jakob Kreidl

Andreas Scheuer (CSU, „Wer betrügt, der fliegt!“)

CSU-Generalsekretär Martin Huber

Sozialstaatssekretär Wolfgang Dippel (CDU)

Der österreichische Innenminister Gerhard Karner (ÖVP)

Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP)

Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP)

Fraktionsvorsitzende der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Florian Graf

Franziska Giffey (SPD)

CDU-Europaparlamentarier Sven Simon

Berliner Verkehrssenatorin Schreiner (CDU)

 Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU)

Das ist das 25:2!

Die Hintergründe/Links gibt es hier.

Die Abstumpfung gegenüber der akademischen CDU-Skandale scheint allerdings ähnlich weit fortgeschritten, wie die Toleranz der Rechten gegenüber Kindesmissbrauch. Man muss schon länger googeln, um etwas zum Voigt-Skandal zu finden. Keine Konsequenzen, kein Rücktritt, keine Kritik. Nur Achselzucken. Akademisches Betrügen ist nun einmal vollakzeptiert unter Top-CDUlern.

Mittlerweile manövrierte sich der Thüringische MP Voigt noch tiefer in den Sumpf. Der Mann agiert bar jeden Schamgefühls; nicht nur plagiierte er bei seiner Doktorarbeit; auch seine Reden stammen nicht etwa von ihm (oder seinem Team), sondern von der KI. Mit kaum zu überbietender Dreistheit schrieb er einen Gastbeitrag für die FAZ, den er in wesentlichen Teilen nicht selbst verfasste.

[….]  Mario Voigt schreibt gern Gastbeiträge in Zeitungen. In einem erläutert der Ministerpräsident im April in der Thüringer Landeszeitung, wie Thüringen wettbewerbsfähig bleiben soll. "Es muss in allen Bereichen gezielt in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz investiert werden", schreibt Voigt. Letztere hat er offenbar selbst intensiv genutzt. Voigt ließ Gastbeiträge und Reden mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) schreiben. Selbst beim Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus soll KI geholfen haben. Das fand das Online-Portal "FragDenStaat" heraus. Voigt selbst findet das völlig normal.

Tatsächlich lassen viele Politiker mittlerweile ihre Reden mithilfe von KI aufpimpen, doch Voigt ist dabei offenbar ein entscheidender Fehler unterlaufen. In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung zitierte Voigt drei Experten wörtlich. Ihre Zitate aber lassen sich, auch nach unseren Recherchen, nirgends finden. Die FAZ hat den Text von Mario Voigt nach den Ergebnissen von "FragDenStaat" nun von ihrer Webseite gelöscht und im Archiv gesperrt. Nach ihren Angaben verstößt die Verwendung von KI-generierten Formulierungen gegen ihre Grundsätze. Die Thüringer Staatskanzlei hatte dazu erklärt, dass "Künstliche Intelligenz im Jahr 2026 zum Arbeitsalltag moderner Organisationen gehört".  [….]

(ZDF, 11.06.2026)

Die moralische Verkommenheit der Ost-CDUler erreicht immer neue Tiefen. Nicht nur gab er Sätze der KI als seine eigenen aus, er ließ sie noch nicht einmal auf Fakten prüfen.

[…] Thüringens CDU-Ministerpräsident Mario Voigt lässt sich seine Reden wohl mit KI schreiben. Das ist peinlich und ein gefundenes Fressen für die extreme Rechte. […] Mario Voigt ist ein Freund der Technik. „Digitalisierung und Staatsmodernisierung“, ließ der Ministerpräsident von Thüringen vor wenigen Tagen mitteilen, „gehören für uns zum Kern einer handlungsfähigen Politik und eines Staates, der im Alltag besser funktioniert“. Ein Satz zum gepflegten Wegdämmern und Sofortvergessen. Tröstlich immerhin, dass der etwas dröge CDU-Politiker für das Ausdenken von derlei Drögheiten nicht allzu viel Zeit seines eigenen Politikeralltags verloren haben dürfte.

Das Texterkennungsprogramm Pangram kommt jedenfalls zu dem Schluss, dass der Satz mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurde. Wie wohl viele andere Beiträge von Mario Voigt auch. Das Portal „Frag den Staat“ hat jetzt mal zahlreiche Reden und Texte durch Pangram gejagt. Das Ergebnis: Bei neun von elf Reden kommt das leicht zu bedienende Analysetool auf einen KI-Anteil von weit über 50 Prozent. Drei Reden scheinen vollständig KI-generiert zu sein.

Zu Letzteren gehört demnach ausgerechnet eine Ansprache zum Holocaust-Gedenktag vom 29. Januar 2025. Über die Überlebenden der Verbrechen der Deutschen sagte Voigt dann Sätze wie: „Ihre Augen waren leer und zugleich unendlich tief – Zeugnisse von Verlust, Schmerz und einer Frage, die bis heute auch unsere sein muss: Wie konnte das geschehen?“ […] Dass ein Ministerpräsident für eine Morgen eh schon wieder vergessene Pressemitteilung auf KI-generierte Satzbausteine zurückgreift – geschenkt. Dass er sich aber nicht einmal die Mühe zu machen scheint, einer Rede zum Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz und dem Gedenken an sechs Millionen ermordete Jüd:innen eigene Gedanken beizugeben, ist dagegen erbärmlich. […] Thüringens Regierungschef gehört da augenscheinlich aber nicht dazu. Der Landesvater vertraut seinen Mitarbeiter:innen blind, die wiederum der KI blind vertrauen.  Dabei stellt ein im Sommer 2025 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unter Voigts Namen erschienener Gastbeitrag unter Beweis, dass das nicht immer die allerbeste Idee ist: Laut Frag den Staat waren die hier eingestreuten Zitate von drei Wissenschaftlern „frei erfunden“. Die KI hatte sie wohl einfach halluziniert. Der Beitrag beschäftigte sich übrigens mit den Gefahren von Smartphones und Internet für Kinder. […]

(Rainer Rutz, 10.06.2026)

Sein Einspruch gegen den Entzug des von ihm erschummelten Doktortitels wurde inzwischen abgewiesen. Aber statt peinlich gedemütigt mit gesenktem Haupt zurückzutreten, klagt der CDUler nun kackfrech gegen seine Universität am Verwaltungsgericht.

[….] Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat gegen die Aberkennung seines Doktortitels durch die Technische Universität Chemnitz Klage eingereicht. Nach Angaben des Verwaltungsgerichts Chemnitz ist die Klageschrift eingegangen. Die TU Chemnitz werde nun zunächst zu einer Stellungnahme aufgefordert. Ein Termin für eine Verhandlung steht noch nicht fest. Dieser sei in den nächsten zwei Monaten auch nicht zu erwarten.

Die TU Chemnitz hatte im Januar nach einer langwierigen Prüfung beschlossen, dem CDU-Politiker den Doktorgrad zu entziehen. Sie wirft ihm vor, in seiner Dissertation aus dem Jahr 2008 mit dem Titel "Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf: George W. Bush gegen John F. Kerry" unsauber gearbeitet zu haben. Ein Widerspruch Voigts gegen die Aberkennung wurde im Juli zurückgewiesen. Damit blieb ihm nur noch der Gang vor das Verwaltungsgericht.  […..]

(MDR, 14.08.2026)

Auch der 26. konservative akademische Betrugsfall stammt aus dem ostdeutschen CDU-Sumpf.

[…] Der als „Plagiatsjäger“ bezeichnete Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber aus Österreich hat nach eigenen Angaben mehr als 80 Plagiate in der Doktorarbeit von Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) gefunden und wenige Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin ein Gutachten dazu veröffentlicht. Konkret spricht Weber von „83 Plagiatsfragmenten“. Badenberg lässt die Vorwürfe nach Medienberichten nun untersuchen.  Badenberg sagte der Berliner Zeitung und dem Tagesspiegel, dass ihre Arbeit „nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt“ worden sei. „Ich habe die Universität zu Köln gebeten, meine Dissertation unabhängig und umfassend zu prüfen. Die wissenschaftliche Bewertung einzelner Fundstellen ist Gegenstand dieses Verfahrens.“ Ihre Dissertation hat Badenberg demnach im Jahr 2005 an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln abgelegt. Inhaltlich nahm sie keine Stellung zu den Vorwürfen.  Badenberg tritt bei der Abgeordnetenwahl als Spitzenkandidatin in Charlottenburg-Wilmersdorf an[…] Die CDU in Berlin stellte sich hinter Badenberg. Sie sei „eine herausragende Justizsenatorin, die für Berlin viel bewegt“, teilte Finanzsenator Stefan Evers mit, der bei der Abgeordnetenhauswahl als Spitzenkandidat der CDU antritt. […]

(SZ, 20.08.2026)

Die Berliner CDU, insbesondere die Gewächse des Wegner-Senats, besteht fast ausschließlich aus windigen Gestalten. Allerdings gehören Lug und Betrug zur DNA der Hauptstadt-Christdemokraten. Landowski! Diepgen! Da fällt Wegner gar nicht besonders auf. Während aber CDU-Frank Steffel seine Berlin-Wahl schon verloren hat, während Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson ihren Job schon los ist und wegen Untreue in einem besonders schweren Fall“ mit einem Bein im Gefängnis steht, während CDU-Kultursenator Joe Chialo längst zurücktreten musste und während CDU-Kulturstaatssekretär Oliver Friederici bereits geschasstwurde, befindet sich Wegner noch in Amt und Unwürden. Der aktuelle Spitzenkandidat Evers zeigte bereits eindeutig wes Geistes Kind er ist: Den richtigen Generalsekretär haben die Berliner Unionisten für ihren neuen starken Evers auch gefunden.

[….] Stühlerücken bei der Berliner CDU: Kaum ist Stefan Evers als Nachfolger des über die Tennis-Affäre gestolperten Kai Wegner ins Amt des Spitzenkandidaten und Landesvorsitzenden gerutscht, stellt er schon sein Team neu auf. Der Bundestagsabgeordnete Lukas Krieger soll künftig als Generalsekretär des Landesverbands fungieren. [….] Krieger soll nun vor allem nach innen wirken, um die Partei für den Wahlkampf zu mobilisieren, wie die »Berliner Morgenpost« berichtet. [….]  

Ein Großteil der innerparteilichen Kontakte Kriegers geht noch auf seine Zeit in der Jungen Union zurück. In dieser Zeit liegt aber auch ein Skandal, der fast das Ende der politischen Karriere Kriegers bedeutet hätte. Im Jahr 2016 tauchte ein Video auf, das Krieger als Funktionär der Schüler-Union bei einem Ausflug im lettischen Riga 2005 mit Parteikollegen zeigt. In dem Video wird ein Hakenkreuz-Abzeichen gezeigt, anschließend blickt Krieger in die Kamera und sagt: »Ich denke, dass wir uns darum kümmern müssen, dass wir in Deutschland auch wieder als Deutsche erkennbar sind, dass Deutschland deutsch bleibt und wir gegen den jüdischen Bolschewismus durchaus vorgehen.« [….] Das Video, das schon vor seiner Veröffentlichung in CDU-Kreisen kursierte, zwang Krieger zum zeitweiligen Parteiaustritt. Nach vierjähriger Pause konnte er seine Parteilaufbahn jedoch fortsetzen. [….]

(Marten Brehmer 15.07.2026)

Mit der Betrügerin Badenberg, steht es bei den Schummel-Titeln 26:2 für die Rechten.  

Verkehrssenatorin Schreiner, Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson, Kultursenator Joe Chialo, Justizsenatorin Badenberg, davor der Bürgermeisterkandidat Steffel – für den Senat setzt die Berliner CDU konsequent auch Lügner und Betrüger. Auf extra primitive Kampagnen für extra verblödete Wähler.