Freitag, 2. Januar 2026

Autos mit Steckdose

Daß Merz und Reiche und Söder mit aller Energie die deutsche Autoindustrie crashen, indem die die Weichen auf Industriemuseum stellen und versuchen mit seit 100 Jahren überholter Stinke-Technik die ultramodernen chinesischen Autos auszustechen, gefällt mir.  Was soll daran schlecht sein, Kapitalparasiten wie Quandt, Klatten, Porsche, Piëch, die chinesische BAIC Group, den chinesische Investor Li Shufu, oder die Kuwait Investment Authority finanziell zu schrumpfen?

Die 750.000 Menschen, die in der deutschen Autoindustrie arbeiten, stellen nur noch anderthalb Prozent der 46-47 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland. Die können wir auch langsam mal wegboomern.

Die Besessenheit der deutschen Politik von der international längst abgehängten Autoindustrie, kann kein Mensch mehr ertragen

2024 waren in Deutschland gut 1,7 Millionen Pflegekräfte sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Einzelhandel sind es gar 3,2 Millionen Beschäftigungsverhältnisse. Und sechs Millionen Menschen arbeiten im medizinischen Bereich. Es gibt 750.000 Lehrer.

Aber die Autoindustriekonzerne, dessen multimilliardenschweren Eigentümer, die sich diesen obszönen Überreichtum hart ererbt haben, schieben den Konservativen Parteien Millionen Euro Parteispenden zu.

[….] Lobbyisten auf der Überholspur

Durch ein perfides Gebilde beeinflusst die deutsche Autoindustrie seit Jahren die Klimapolitik des Landes. Mit anhaltendem Erfolg. [….]  Natürlich ist dies nur eine Strategie, mit der sich die deutschen Autokonzerne gegen Klimaschutz, Abgasnormen oder Tempolimit wehren. Eine andere nennt sich „Parteispende“: Nach Recherchen von Lobbycontrol flossen seit 2009 mehr als 17 Millionen Euro aus der Autoindustrie an Union, FDP, SPD und Bündnisgrüne.

Fast vier Fünftel des Geldes gingen an Schwarz-Gelb, also an jene Parteien, die seit 2010 den Bundesverkehrsminister stellen. Und all diese Verkehrsminister haben den Klimaschutz sabotiert. Es gibt mehr und immer größere Autos, mehr Autobahnen, mehr gefahrene Kilometer und das Fehlen eines Tempolimits sowie immer mehr Güter, die auf der billigen – weil subventionierten – Straße transportiert werden. Das hat Folgen: Nach Erhebung des Umweltbundesamtes ist der Anteil des Verkehrs an den Gesamtemissionen seit 1990 von etwa 13 Prozent auf 19,4 Prozent im Jahr 2021 gestiegen. [….]

(Taz, 08.01.2024)

Natürlich haben Pflegekräfte oder Verkäuferinnen nicht die finanziellen Möglichkeiten, sich entsprechenden Einfluss bei CDUCSUFDP-Politikern erkaufen.

Die Quandt-Millionen zahlen sich tausendfach aus für Milliardäre, indem die Steuerzahler zweistellige Milliardensummen aufbringen, um Milliardäre zu pampern.

[….] Die Bundesregierung verhindert mit Milliarden-Subventionen, dass Deutschland weniger klimaschädliche Treibhausgase ausstößt. Besonders viel von dem Geld floss in das Verkehrswesen: Im Jahr 2020 wandte der Staat 24,8 Milliarden Euro auf, um Steuervorteile für privat genutzte Dienstwagen, Diesel, den Flugzeugkraftstoff Kerosin, internationale Flüge und die sogenannte Entfernungspauschale zu schaffen. Allein durch Dienstwagen- und Dieselprivileg sowie die Entfernungspauschale wurde der Ausstoß von 50 Millionen Tonnen Treibhausgas gefördert.

Das ist das Ergebnis eines Berichts, den das Bundeswirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne) am Montag veröffentlicht hat. Mehrere Forschungsinstitute, darunter das Öko-Institut, das Fraunhofer ISI und das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung haben im Auftrag des Ministeriums ausgerechnet, wie hoch die staatlichen Hilfen im Jahr 2020 ausgefallen sind – und wie viel Treibhausgasemissionen damit einhergingen. Insgesamt geht es demnach um rund 35 Milliarden Euro an staatlichem Geld, das die planetaren Krisen weiter verschärft. [….]

(taz, 19.08.2024)

Das war der Habeck-Stand. Unter Merz, Reiche und Schnieder werden die Schleusen nun erst recht geöffnet: Vollgas in die Vergangenheit.

Zeit, sich von dem Irrsinn zu verabschieden und die zig Milliarden in sinnvollere Bereiche zu investieren.


[…] Spaniens Autoindustrie beschleunigt mit Elektroantrieb

Während in Deutschland Jobs und Fabriken wackeln, geht es der Fahrzeugbranche in Spanien prächtig. Die Kosten sind geringer, die Politik setzt voll auf E-Autos

"Wir müssen zugeben, dass ganz Europa bei der Antriebswende hinterherhinkt, aber Spanien wird nicht vom Elektroauto abrücken." Mit unmissverständlichen Worten hat Ministerpräsident Pedro Sánchez der Autoindustrie seines Landes und dem eingeschlagenen Kurs in Richtung elektrisch angetriebener Fahrzeuge den Rücken gestärkt. Dementsprechend hat er auch gegen die Aufweichung des Verbrenner-Aus 2035 in der EU mobil gemacht: Sie sei zu riskant, könnte Investitionen und die Nachfrage nach E-Autos bremsen, hatte er im Vorfeld der Entscheidung, letztlich ohne Erfolg, gewarnt.

Während in Deutschlands Autoindustrie Sorgen um Jobverluste und Werksschließungen herrschen und über Biokraftstoffe und hocheffiziente Verbrenner diskutiert wird, lässt sich Spanien nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen und nimmt dazu auch viel Geld in die Hand. Das Förderprogramm "España Auto 2030" umfasst etwa eine direkte Kaufprämie von bis zu 7000 Euro pro E-Auto, die ohne Antrag vom Kaufpreis abgezogen wird. Dazu kommen weitere Mittel für den Aufbau von Ladestationen bis zur Qualifikation von Arbeitskräften. Diese werden die Spanier, die mit etwa 1,9 Millionen erzeugter Autos im Vorjahr Nummer zwei in Europa hinter Deutschland waren, künftig wohl auch dringend benötigen.  [….]

(Alexander Hahn, 01.01.2025)

Der Sozialist Sánchez kann es. Hingegen sind die deutschen Konservativen - BSW, AFD, FW, FDP, CDU, CSU - als Ökonomie-Bremsen unübertroffen.
Deswegen hinken wir der Welt auch in allen modernen Dingen 20 Jahre hinterher und werden ausgelacht. Der Urnenpöbel wählt sie unglücklicherweise immer wieder; daher müssen wir uns von der Autoindustrie in Deutschland verabschieden.

Ungern käme ich vom Quandt-Regen in die Musk-Traufe, aber der Nazi und baldige erste Billionär der Welt, schießt Tesla ausreichend selbst ins Knie.

Die Gewinner sind, wieder einmal, wie bei der Windenergie und Photovoltaik, die Chinesen, die sich sehr herzlich beim Verbrenner-Fritzekanzler dafür bedanken, die deutschen Konkurrenten selbst auszuschalten.

[….] Schwache Zahlen für Tesla – BYD größter E-Auto-Produzent der Welt

Der chinesische Konzern eilt bei den Auslieferungen der Konkurrenz von Tesla davon.

Erneut muss der Autohersteller Tesla schlechte Zahlen vermelden: Im letzten Quartal des Jahres 2025 sind die Auslieferungen stark zurückgegangen. Der Elektroautohersteller brachte weltweit etwa 418 000 Fahrzeuge zu den Kunden, 15,6 Prozent weniger als im vierten Quartal des Jahres 2024. Im ganzen Jahr 2025 hat Tesla mehr als 1,6 Millionen Autos ausgeliefert, auch das weniger als 2024, der Rückgang beträgt hier 8,5 Prozent. Den bisherigen Höhepunkt hatte Tesla 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht.

Inzwischen ist der chinesische Hersteller BYD an Tesla vorbeigezogen und mit 2,26 Millionen Auslieferungen vergangenes Jahr zum weltweit größten Produzenten von Elektro-Fahrzeugen aufgestiegen. BYD ist außerdem erfolgreich im Markt der Plug-in-Hybrid-Autos und exportiert zahlreiche davon auch nach Europa und Deutschland. [….]

(SZ, 02.01.2026)