Freitag, 24. Juli 2020

Evangelikale und katholische Kindervorlieben.


An dieser Stelle werden sehr oft die immer neuen Fälle von Kindersexskandalen in der Kirche angesprochen.

Grundsätzlich verwende ich aber niemals den Begriff „Kinderschänder“, weil damit impliziert wird, dem Opfer werde Schande bereitet. 2009 stellte ich klar:

[……] Der Begriff „Kinderschänder“ ist ein Propagandabegriff mit dem sich Abseitige aller Couleur unter anderem für Todesstrafe und Folter stark machen.

Kinderschänder sind in der Hierarchie der Verbrecher die ultimativ unterste Stufe.
Der Begriff ist aber sachlich komplett falsch - wenn man mal in ein Herkunftswörterbuch guckt.

Glücklicherweise habe ich die diesbezüglichen Begriffe
1.) Entomologie, 2). Enantiomorphorie, 3.) Endarteriektomie, 4.) Eleuteriologie, 5.) Embolektomie, 6.) Entomogamie, 7.) Enzephalomalazie, 8) Endokrinologie, 9.) Epigastralgie 10.) Etymologie schon in einem anderen Posting definiert.

Er drückt nämlich aus, daß über das Kind von dem Vergewaltiger Schande gebracht wurde!

Ganz so, wie man in einigen archaischen islamischen Gesellschaften die eigene Tochter umbringen muß, wenn sie vergewaltigt wurde, um die Familienehre wieder herzustellen, während der Vergewaltiger nicht belangt wird - zumindest nicht getötet wird.

Nun sind humanistische Standards sehr unterschiedlich - ICH finde es jedenfalls höchst amoralisch das OPFER zu töten und den Täter zu schonen.

Genau das impliziert aber der verbale Gebrauch des Wortes Kinderschänder:
Die Opfer leben in Schande.

Tatsächlich ist das auch bis auf den heutigen Tag in der Mehrzahl der Fälle so, wie auch wieder die jüngsten Enthüllungen aus Irland zeigen:
Die mißbrauchten und vergewaltigten Opfer schämen sich, schweigen ob ihrer Schande über Dekaden, während die Täter aus den Reihen der Priester weiter unbehelligt bleiben.

Es wird mitunter sogar noch schlimmer, da einige Bischöfe den Opfern die Schuld in die Schuhe schieben - da liegt es dann der schwarze Peter nach Auffassung des höchst perversen Bischof Bernardo Álvarez Afonsos bei den 13-Jährigen Knaben, die es darauf anlegen.

Die moralisch verwerflichste Form des Indiviuums war wohl der deutsche Kardinal Degenhardt, der den Müttern eine Mitschuld zuschob - denn wenn sie überhaupt einen nackten Kinderkörper den Ehemännern zugänglich machten, wäre es verständlich, daß sie ihren Begierden nicht widerstehen könnten.

Damit offenbart der Kirchenfürst, daß seiner persönlichen Ansicht nach jeder Mann ein potentieller „Kinderschänder“ (in diesem Fall tatsächlich Pädophiler) sei. […..]

Der Begriff „Pädophilie“ wird ebenfalls meistens sehr unpräzise verwendet – als Todschlag-Vokabel für jeden, der sich an nicht Erwachsenen vergreift.
Es wäre gut, sich stattdessen den Begriff  Hebephilie einzuprägen.

Hebephilie (von Hebe, griechische Göttin der Jugend, und griechisch φιλία philia „Freundschaft“) ist die erotische und sexuelle Präferenz eines Erwachsenen für pubertierende Jungen und/oder Mädchen etwa im Alter zwischen 11 und 16 Jahren. Eine genaue Eingrenzung des Alters ist aufgrund des von Fall zu Fall unterschiedlichen körperlichen und psychischen Einsetzens der Pubertät schwierig.

Außerdem sollte man die Differenzierungen parat haben. (….)

(….) Pädophilie ist aber das sexuelle Interesse an vorpubertären Kindern - unabhängig vom Geschlecht. Es gibt homo-, hetero- und bisexuelle Pädophile; letztere sind aber deutlich seltener als die ersten beiden.
Bezieht sich der Sexualtrieb auf vorpubertäre Jungs spricht man von Androphilie; sind Mädchen vor der Geschlechtsreife Objekt der Begierde, handelt es sich um Gynäkophilie.

Tatsächlich sind übergriffige Sexpastoren aber meistens ephebophil - also sexuell an männlichen Pubertierenden und Heranwachsenden interessiert.
Seltener kommt bei Priestern Parthenophilie vor, also sexuelles Interesse an weiblichen Jugendlichen.

Der Begriff pädophil wird sehr häufig falsch verwendet und ist zudem den Opfern gegenüber beleidigend, da das Wort „Philos“, also Liebe, den falschen Eindruck einer positiven, gegenseitigen Angelegenheit erweckt.
Der angebrachtere Oberbegriff lautet also „Pädosexualität“.

Pädosexualität ist in der Regel nicht der ausschließliche Aspekt der Sexualität eines Mannes. In mehreren phallometrischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass ein hoher Prozentsatz erwachsener Männer durch präpubertäre Stimuli sexuell erregt wurde. So kam Wolfgang Berner in entsprechenden Studien auf einen Anteil von 25 %.
Im Unterschied zu Pädophilen jedoch interessieren sie sich sexuell in erster Linie für Erwachsene. Ebenso sind Pädophile teils auch durch Erwachsene stimulierbar, interessieren sich aber in erster Linie für Kinder.
(Wolfgang Berner: Pedophilic Sexual Orientation: A Fuzzy Expression. Archivies of Sexual Behavior, 31)

Männliche Homosexualität ist also etwas ganz anderes als Androphilie (vulgo: Pädophilie) und auch etwas anderes als Ephebophilie - allerdings schließen sich diese Veranlagungen nicht gegenseitig aus.

Das gilt genau entsprechend bei Heterosexualität, die etwas anderes als Gynäkophilie und etwas anderes als Parthenophilie ist. Einige Heterosexuelle haben aber zusätzlich auch gynäkophile und/oder parenthophile Neigungen.  (……………………….)

Die genannten Termini sind natürlich nur ein kleiner Ausschnitt der großen Vielfalt der sexuellen Vorlieben – die mehr oder weniger krank sind.
Ein passender Oberbegriff ist Paraphilie, der auch nicht mehr grundsätzliche Krankhaftigkeit unterstellt.

Die Paraphilien (griechisch παραφιλία von pará, ‚abseits‘, ‚neben‘, und philía, ‚Freundschaft‘, ‚Liebe‘) bezeichnen sexuelle Neigungen, die deutlich von der empirischen Norm abweichen. Dazu zählen insbesondere ausgeprägte und wiederkehrende sexuelle Fantasien, Bedürfnisse oder Verhaltensweisen, die sich auf unbelebte Objekte (sexueller Fetischismus), Schmerz, Demütigung, nicht einverständnisfähige Personen wie Kinder oder auf Tiere beziehen.

Inzwischen erstaunt mich die große allgemeine Aufgeschlossenheit der Gesellschaft gegenüber der Hebephilie kaum noch.
Zu lange halten die Katholiken weltweit zu den androphilen und ephebophilen Priestern, die in der allerjüngsten Handreichung des Vatikans aus dem Juli 2020 immer noch nicht den Staatsanwaltschaften gemeldet werden müssen.

Roy Moore-Fan Donald Trump zählt mindestens fünf verurteilte Parthenophile und Gynäkophile zu seinem Freundeskreis.


Auf verstörende Weise verspürt Trump bis heute nichts als Sympathie für seine Kindersex-Kumpel.



Insbesondere die evangelikalen Christen unterstützen Trump und halten fest zu ihm.

Es scheint eine hebephile Arbeitsteilung in den US-Christen zu geben.

Die Parthenophilen halten zu Epstein/Trump/Maxwell und die Ephebophilen zu den US-Kardinälen McCarrick/Law/Wuerl.*

Die kleinen Mädchen zu den Evangelikalen und die kleinen Jungs zu den Katholiken.
Gott verzeiht alles – außer Atheismus.


*
[…..] Ex-Kardinal McCarrick soll "Sex-Ring" unterhalten haben
Es gibt neue Vorwürfe gegen den ehemaligen US-Kardinal und Erzbischof Theodore McCarrick. Der heute 90-Jährige soll in den 1980er Jahren in einem Strandhaus in der Stadt Sea Girt im US-Bundesstaat New Jersey eine Art "Sex Ring" unterhalten haben, berichten US-Medien. Eine entsprechende Anklageschrift […..] beruft sich auf die Aussagen eines mutmaßlichen Opfers vom McCarrick, das bisher geschwiegen hatte. Der Junge stamme aus einer gläubigen Familie, heißt es darin. Im Jahr 1978 war er elf Jahre alt und soll damals zunächst von einem anderen Geistlichen missbraucht worden sein. Anfang der 1980er Jahre sei er dann auch McCarrick vorgestellt worden, damals Bischof der neugegründeten Diözese Metuchen in New Jersey. […..]  Nachts sei McCarrick, unterstützt von anderen Geistlichen, dann an das Bett des Jungen gekommen und es sei zu sexuellen Übergriffen gekommen, so Anwalt Anderson. Dabei habe McCarrick geflüstert "Es ist ok". Der Missbrauch habe in den Jahren 1982 und 1983 in dem Strandhaus stattgefunden, damals war der Junge zwischen 14 und 16 Jahren alt. […..]

[….] In der Früh hat das Presseamt des Heiligen Stuhls am Mittwoch den Tod des amerikanischen Kardinals Bernard Francis Law, 86, gemeldet. […..] In den fast zwei Jahrzehnten als Erzbischof von Boston hat Law Dutzende pädophile Priester gedeckt, von deren Vergehen er wusste. Statt sie anzuzeigen, wurden sie von einer Pfarrei zur anderen versetzt, was das Leid noch größer machte. Der Vatikan war für Law ein Rückzugsort in jeder Beziehung, auch juristisch: extraterritorial, mit ganz eigenen Gesetzen. In den USA wurden nun 500 Klagen mit Schadenersatzforderungen von über 100 Millionen Dollar verhandelt. In Rom aber konnte ihm das alles nichts anhaben.
2004 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Erzpriester der päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore. Die Vergabe des Prestigeamts kam vielen Missbrauchsopfern wie doppelter Hohn vor. Law nahm auch an der Wahl von Benedikt XVI. teil und lenkte offenbar weiterhin maßgeblich die Geschicke der katholischen Kirche in den USA mit. Er wohnte im prächtigen Palazzo della Cancelleria im alten Herzen Roms.
[…..] Er bete dafür, schreibt Franziskus, dass Gott, der Barmherzige, den Kardinal willkommen heiße in seinem ewigen Frieden. [….]

[….] Eine Grand Jury in Pennsylvania hatte in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht enthüllt, dass mehr als 300 Geistliche seit den Vierzigerjahren mehr als 1.000 Kinder missbraucht hätten. Wahrscheinlich gebe es sogar noch viel mehr Opfer. Fast alle mutmaßlichen Fälle gelten inzwischen als verjährt. Unter anderem war dabei bekannt geworden, dass Kardinal Donald Wuerl, derzeit Leiter der Erzdiözese Washington, dabei geholfen haben soll, einige beschuldigte Priester zu schützen. [….]