Es ist zugegebenermaßen eine echte Herausforderung mit einem senilen garstigen Mann umzugehen, der über die emotionale Reife eines Dreijährigen verfügt, mit einer nur Sekunden währenden Aufmerksamkeitsspanne geschlagen ist, ständig seine Meinung ändert und als sein großes Vermächtnis, das öffentliche „Sleepfarting“ auf die Weltbühne brachte: Bei weltpolitischen Statements, Kabinettssitzungen oder Pressekonferenzen aus seinem Oval Office nickt er sofort ein, wenn er nicht selbst spricht und wird erst wieder von seinen eigenen toxischen Fast-Food-Farts geweckt.
Der selbstbewußte Sauerländer Simpel sah keine Probleme kommen mit dem alten neuen US-Präsidenten. So von Multimillionär zu Multimilliardär.
Mit Ruttescher Unterwürfigkeit, rechten Parolen und Schmeichelei könne er sich schon unter den beiden Groß-Geronten ins rechte Licht setzen.
Aber die olfaktorisch höchst bedenklichen Flatulenzattacken des mächtigsten Mannes der Welt sind das kleinste Problem. Schlimmer ist, daß man ihn zwar begöschen und einhegen kann, ihm die eigenen Standpunkte nahebringen kann, ja sogar Zusagen und Unterschriften abringen kann, aber es hält nicht an, weil er chronisch inkonsequent ist.
Beim nächsten Sleepfart hat Diaper Donny schon wieder alles vergessen und tut das Gegenteil des eben Verabredeten.
Wirklich lenken können Trump nur die wenigen Männer auf der Welt, die er wirklich bewundert, weil sie absolute Autokraten sind, die bis zu ihrem Lebensende allein herrschen, Oppositionelle töten, die sich nicht vor Wahlen oder der Justiz fürchten müssen und das Staatsvermögen als ihr privates Vermögen betrachten.
Sehr viele so „starke“ Männer gibt es aber nicht auf der Welt: Kim Jong Un, Xi, Putin, Salman.
Aber Merz, Rutte, Stubb, Meloni können mit Schmeicheleien nie so weit kommen, weil sie erstens Europäer sind (Trump hasst die EU) und zweitens nicht nur demokratisch gewählt wurden, sondern auch wieder abgewählt werden können.
Solche Leute betrachtet der Hamburger-inhalierende Gewindelte grundsätzlich als unter seiner Würde.
Für Demokraten aus rechtsstaatlichen Nationen gibt es hingegen nur einen Weg mit Trump umzugehen: Ignorieren. Man lasse Trump toben. Was kann schon passieren? Durch seine mikroskopische Aufmerksamkeitsspanne besteht eine hohe Chance, daß er morgen wieder von einem abgelassen hat.
Das betrifft insbesondere die der gesamten Welt inzwischen wohlbekannten martialischen Drohungen, die Taco McFart täglich in die Welt bläst: Der Mann ist viel zu inkonsequent, um sie in die Tat umzusetzen.
[….] Donald TrumpMan muss sich wehren, so wie jetzt Kanada [….] Der US-Präsident setzt im letzten Moment neue Zölle gegen sein Nachbarland aus. Er zeigt mal wieder, dass er seinen Spitznamen Taco mit Recht trägt.
Es gibt in US-mexikanischen Restaurants die Tradition des „Taco Tuesday“, da sind die Tacos billiger. Donald Trump wird auch Taco genannt, aber nicht wegen der Teigfladen, sondern wegen seiner geschmacklosen und häufig leeren Drohungen, die ihm dieses Akronym verschafft haben: Trump always chickens out, Trump knickt immer ein. Nun wollte er also mal wieder Kanada mit absurden Zöllen in Höhe von 50 Prozent überziehen – ja, Kanada, das große, freundliche Land nebenan, mit den USA verbunden durch eine sehr lange Grenze und auch durch einen Freihandelsvertrag.
Aber dann kam eben der Dienstag, und auch diesmal verschob der US-Präsident wieder eine Frist, zunächst um drei Tage. Alle Länder, denen er Bomben oder Zölle ankündigt, kennen sein System, auch Iran. Den großen Dealmaker, den dieser Mann gerne vorgibt, gab es sowieso noch nie.
Seine Art der Erpressung funktioniert nicht wirklich, aber sie richtet enormen Schaden an. Übrigens, nicht zuletzt für die USA selbst. Kanada, man glaubt es kaum: Trump schwadroniert davon, diesen Nachbarn, eines der größten Länder der Welt, den Vereinigten Staaten einzuverleiben. [….]
Die Witzfigur im güldenen Office ist im Grunde erledigt: Seine demoskopischen Werte sind im tiefsten Keller, die USA sind pleite, die Matrosen sind lebensmüde, die Raketenarsenale leergeschossen, seine Demenz weit fortgeschritten, der rapide physische Verfall für jeden sichtbar.
Erstaunlich, ausgerechnet die scheinbar so weltfremden, isolierten Mullahs in Teheran sehen es am klarsten: Trump pfeift aus dem letzten Loch. Er hat nichts mehr im Köcher.
[….] Der US-Präsident bellt, weil er nicht beißen kann
Donald Trump droht seinem treuen Verbündeten Oman, es „in Grund und Boden zu bomben“. Warum nur? Weil ihn das iranische Regime so gekonnt auflaufen lässt.
Dass Donald Trump ein schlechter Verlierer ist, haben die Machthaber in Teheran früh verstanden – und den US-Präsidenten in sechs Monaten Krieg militärisch und politisch Schritt für Schritt gekonnt auflaufen lassen. Nun muss Trump die wenigen Karten, die er noch auf der Hand hat, neu bewerten. Findet er noch ein Ass oder einen Joker? Der Überwältigungssieg aus der Luft ist ausgeblieben; der politische Deal zur Öffnung der Straße von Hormus erweist sich als Non-Starter; die Islamische Republik wirtschaftlich zu erdrosseln, wird dauern, und ein Erfolg ist keineswegs garantiert. Was also tun? Erst einmal Radau machen. „Wenn Oman sich uns in den Weg stellen sollte, werden wir es in Grund und Boden bomben“, bellt der Präsident in Richtung seines zuverlässigen arabischen Verbündeten. Trump will seinen Wählern daheim das Gefühl vermitteln, dass die in der Straße von Hormus auf Grund gelaufene US-Militärmacht weiter tun kann, was sie will. Kann sie aber nicht. [….] Hinter der Drohgebärde gegen Oman steht eine bittere Einsicht. Teheran hat mit der Straße von Hormus das Druckmittel in der Hand. [….] Am Ende dieses Kriegs, so hofft Teheran, könnte ein kollektives Sicherheitssystem am Golf entstehen. Die USA als Schutzmacht der Araber wären raus. [….] Iran wäre die Vormacht am Golf. Deshalb bellt Trump so laut. [….]

