Freitag, 4. September 2026

Technologie aus der Hölle

Die Tages des Otto-Motors sind vorbei. Jener Technik, bei der man unter dem Sitz eines fahrbaren Untersatzes, eine 50 bis 70 Liter fassende Feuerbombe aus einer explosiven und hochentzündlichen Flüssigkeit platziert. Eine Substanz, die hauptsächlich aus autokratischen Kriegsnationen stammt, deren Usurpatoren man reich macht und beim Verbrennen erst die Umgebung in nicht mehr atembaren Smog verwandelt und schließlich das Erdklima so aufheizt, daß es schon jetzt ein Massensterben gibt. Ein Gaga-Konzept, bei dem man auf sehr niedrigen Wirkungsrad setzt, stattdessen die Umgebung aufheizt und ein Netz von über 14.000 Tankstellen in Deutschland betreiben muss.

Die völlig falsche Weichenstellung in den Management-Etagen der riesigen deutschen Automobilkonzerne geschah nicht durch Einfältigkeit, oder Doofheit. Nein, es war schlimmer. Die Spatzen pfiffen längst vom Dach, wie in Asien und den USA moderne Auto gebaut werden; nämlich elektrisch.

Auch Klimawandelleugner oder bizarre Gestalten, wie die parlamentarische Staatssekretärin und  Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU (MIT), wissen Bescheid.

 Gitta Connemann, die zuweilen einen kleinen Benzinkanister mit sich schleppt: "Nicht, dass ich noch anfange zu schnüffeln, ich mag den Geruch".

No Kink-Shaming; wenn sie so auf den „Duft“ verschiedener langkettiger Alkane und Benzol-Verbindungen abfährt, so sei ihr das gegönnt. Aber auch die größten olfaktorischen Benzin-Fans und Klimawandelleugner müssen einräumen, daß die fossilen Brennstoffe dieses Planeten endlich sind. Noch in diesem Jahrhundert wird der Zeitpunkt kommen, an dem die schwarze Schmiere aus dem Erdreich schlicht und ergreifend alle ist. Fanatiker, wie Connemann oder Lindner wollen dann auf „EFuels“ umsteigen. Dabei wird mit gewaltiger elektrischer Energie aus Kohlendioxid, Ammoniak und Wasserstoff mit uralten Techniken (Fischer-Tropsch-Synthese, Haber-Bosch-Verfahren, etc) synthetisches Benzin gewonnen.

Jeder Chemie-Student im Ersten Semester schlägt sich an dieser Stelle wegen des energetischen Wahnsinns an den Kopf. Wenn man schon so viele elektrische Energie einsetzt, wäre es vielfach effektiver, damit gleich Elektromotoren anzutreiben, statt erst unter enormen Energieverlusten Efuels herzustellen und aus diesen wiederrum bei sehr niedrigen Wirkungsgraden, also unter Verschwendung des größten Teils der Energie, wieder Strom und mechanische Energie zu gewinnen UND dann auch noch zu allem Übel wieder klimaschädigendes Kohlendioxid und giftige Stickoxide auszustoßen, die beim E-Motor nicht anfallen. Die Schildbürger wären für so einen Unsinn viel zu rational. Aber man darf eben nie die Schwachsinnigkeit schwarzer, gelber und brauner Spitzenpolitiker unterschätzen.

Während also chinesische, französische, italienische, koreanische, japanische und US-Amerikanische Automobilkonzerne schon lange nicht mehr das tote Pferd reiten, können Merz, Söder und die VW-Bosse gar nicht davon lassen.

Um das Sterben am Weltmarkt aufzuhalten, setzen sie auf gewaltig übermotorisierte PlugIn/Hybride – also Straßenpanzer, die elektrisch und mit Benzin angetrieben werden können.

In der Praxis greifen dadurch sehr reichen Menschen auf Kosten des Steuerzahlers hohe EAuto-Förderprämien ab, fahren aber weiterhin zu 100% mit Benzin und übergeben bei einem Weiterverkauf das Ladekabel noch originalverschweißt, weil es nie benutzt wurde.

Die Karren sind sozialer und ökologischer Betrug; gewissermaßen also ganz passend für den Schummelkonzern VW. Die Wolfsburger Marketingabteilung war entzückt; wußten sie doch, daß deutsche Batterien und E-Antriebe international als minderwertig gelten. Aber durch den mit angebotenen VW-Verbrennermotor sollte diese Scharte ausgewetzt werden. Die Merz-Regierung war begeistert und unterstützt deutsche PlugIn-Hybride in Brüssel mit viel Druck.

Das Ergebnis ist, wie soll man es auch anders erwarten; ein Desaster. Die chinesischen Konkurrenzmodelle bieten die viel besseren E-Motoren, Verbrenner mit maximalen Wirkungsgrad zu niedrigeren Preisen.

[….]  Von »China Speed« ist häufig die Rede, wenn es um die deutlich kürzeren Entwicklungszeiten chinesischer Automodelle im Vergleich zu deutschen Fabrikaten geht. Schnell sind Fahrzeughersteller aus China aber auch in einer anderen Disziplin: der Anpassung an veränderte Marktbedingungen. Jüngstes Beispiel ist der Siegeszug chinesischer Plug-in-Hybridfahrzeuge in Deutschland. [….]  Seit Monaten führt das chinesische Modell BYD Seal U DM-i die Neuzulassungsstatistik dieser Kategorie in Deutschland an. Allein im Juli wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 1821 Exemplare des SUV erstmals zugelassen. Vom Spitzenplatz dieser Statistik verdrängt findet sich der Wolfsburger Hoffnungsträger VW Tiguan  mit 1379 Fahrzeugen auf Platz zwei, gefolgt vom Audi A5  mit 1220. Europaweit kommt BYD im bisherigen Jahresverlauf sogar auf einen Marktanteil von 60 Prozent, mit weitem Abstand vor den deutschen Marken.

Damit erweist sich die Überzeugung gerade der deutschen Hersteller, bei dieser Antriebsart werde ihnen aufgrund ihrer Kompetenz im klassischen Motorenbau so schnell keiner in die Quere kommen, als kolossaler Irrtum. »Plug-in-Hybride«, heißt es in einem Papier des Verbands der Automobilindustrie (VDA) aus dem vergangenen Jahr, seien ein »essenzieller Bestandteil einer breiten Elektrifizierungsstrategie« und ein wesentliches Argument für die Technologieoffenheit.

Auch deshalb drängte die deutsche Regierung auf die Aufweichung des EU-Nullemissionsziels für Neuwagen, damit Plug-in-Hybridfahrzeuge auch über 2035 hinaus zugelassen werden dürfen. Auch deshalb kommen Plug-in-Hybridfahrzeuge in den Genuss der aktuellen staatlichen Förderung von Elektrofahrzeugen. Die Selbstgewissheit bei diesem Thema war sogar so groß, dass die im Herbst 2024 beschlossenen Zusatzzölle für Elektroautos aus chinesischer Produktion ausdrücklich nicht für Modelle mit Plug-in-Hybridantrieb gelten.

All das erweist sich jetzt als Bumerang. Was auch daran liegt, dass der BYD Seal U DM-i zu einem Listenpreis ab 39.990 Euro angeboten wird. Im besten Fall ist der Wagen sogar ab 28.990 Euro erhältlich, sofern der von BYD aktuell gewährte E-Bonus in Höhe von 6500 Euro eingerechnet wird und die maximale staatliche Förderprämie von 4500 Euro in Anspruch genommen werden kann. Zum Vergleich: Der VW Tiguan mit Plug-in-Hybridantrieb kostet mindestens 46.250 Euro, der Audi A5 e-hybrid mindestens 65.100 Euro (jeweils ohne Prämie und Rabatt). [….]  Wer jedoch daraus folgert, dass der chinesische Hersteller die elektrische Dominanz deshalb so betont, weil es an Verbrennerkompetenz fehle, liegt falsch. Der im Seal U DM-i eingesetzte »Xiaoyun«-Vierzylinder-Benziner gehört zu den Ottomotoren mit dem besten thermischen Wirkungsgrad überhaupt. Dieser liegt laut BYD in der günstigen »Boost«-Version bei 43 Prozent. Der Wirkungsgrad ist die Messgröße für den Anteil der eingesetzten Energie, die tatsächlich in Vortrieb umgewandelt wird. Bei herkömmlichen Benzinmotoren liegt dieser Wert zwischen 25 und 38 Prozent [….]  Aktuell scheint der chinesische Hersteller Geely den Rekord zu halten – mit einem Wirkungsgrad von 48,4 Prozent. [….] 

 (Jürgen Pander, SPON, 04.09.2026)

Nach diesem Jahrelangen Totalversagen des VW-Managements und der Verbrenner-fanatischen C-Toppolitiker, überlegten die sehr viel dümmeren Cousins der Schildbürger, wie sie das tote Pferd, das zudem auch noch im tiefsten Brunnen liegt, weiterreiten könnten und kamen auf die glorreiche Idee, den Schweif der modrigen Leiche zu heben, um 60 Milliarden Euro ins Rektum der toten Technologie zu schieben.

[…] Volkswagen investiert auch in Zukunft massiv in die Verbrenner-Technologie. Bis zum Jahr 2028 sollen 60 Mrd. € in die Weiterentwicklung von entsprechenden Fahrzeugen fließen, berichtet das Fachmagazin „Auto Motor und Sport“.  […..]

(VDI, 2024)

VW sitzt allein bei den deutschen Fabriken derzeit auf 500.000 Autos Überproduktion, die niemand in der Welt mehr kaufen will, weil sie so katastrophal an den Kundenwünschen vorbei gebaut werden.

50.000 Arbeitsplätze verschwinden und vermutlich vier Stadtorte werden abgewickelt: Die VW-Werke Emden, Zwickau, Hannover und das Audi-Werk in Neckarsulm. 50.000 Familien, die ihre Existenz verlieren aufgrund der Dummerhaftigkeit ihrer Chefs? Da sind die Aktionäre, die traditionell allein durch HABEN und niemals durch TUN, immer reicher werden, entzückt.

[….] Der VW-Konzern soll insgesamt auf eine Jahresproduktion von neun Millionen Fahrzeugen jährlich getrimmt werden - rund eine Million weniger als derzeit und drei Millionen weniger als noch vor der Corona-Pandemie. Bis 2030 soll eine operative Umsatzrendite von neun Prozent erreicht werden. Zum Halbjahr lag der Anteil des Gewinns am Umsatz bei 3,8 Prozent.   [….]

(Tagesschau, 04.09.2026)