Die Hauptstadt Söderistans tritt nun also offiziell als
deutscher Kandidat an und unsere vorgestriger 70-Jähriger Kanzler demonstriert
der Jugend noch einmal, was das Wort „cringe“ heute bedeutet, indem er auf 2044
blickt, wenn er 89 Jahre alt sein wird. Kanzler-Postings zum Mitschämen.
[…] KI erschafft Bilder.
Aber Olympia muss man einfach selbst erleben.
Zusammenhalt, echte Emotionen und das Gefühl, gemeinsam etwas Großes zu erleben
– das lässt sich nicht künstlich erzeugen.
Mit München haben wir einen starken Kandidaten für Olympische und Paralympische
Spiele in Deutschland. Deutschland kann Olympia. Jetzt packen wir gemeinsam die
internationale Bewerbung an. [….]
Ein historisch unbeliebter, vom Volk völlig abgehobener
Gescheiterter, lässt sich in Opa-Sprache bunte KI-Bilder der paradiesischen
Olympischen Zukunft erstellen.
Gut möglich, daß seine physische Kondition dem Kanzler ermöglicht,
noch mit 89 Jahren fit und aktiv zu sein.
(….) Vor noch nicht allzu
langer Zeit fabulierte der Sauerländer Simpel, mit dem Verweis auf die
hervorragende Gesundheit seines 102-Jährigen Vaters Joachims, nach 2029 eine zweite Amtszeit anzustreben. Über
die physische Langlebigkeit mag er durchaus verfügen; seine 98-Jährige Mutter
lebt ebenfalls noch. Aber seine politische Unfähigkeit; so viel ist jetzt schon
sicher, wird definitiv verhindern, noch einmal als Kanzlerkandidat zur Wahl
anzutreten. (…)
Weniger wahrscheinlich, aber theoretisch möglich, ist
eine erfolgreiche Bestechung der maximal-korrupten IOC-Funktionäre mit
bayerischen Millionen, um den Zuschlag für die Spiele zu bekommen. Geld spielt
keine Rolle!
[…..] Eine
Olympia-Bewerbung bedeutet eine Unterwerfung unter das Regime des IOC. Ob sie
dagegen das Land zusammenbringen kann, ist fraglich.
Golf für München! Die Stadt
darf sich um die Ausrichtung Olympischer Sommerspiele bewerben. 2036, 2040 oder
2044 könnten wieder Olympische Spiele in Deutschland stattfinden. Jetzt muss
nur noch das Internationale Olympische Komitee (IOC) von den Vorzügen der
bayerischen Landeshauptstadt überzeugt werden.
Einfach ist das gewiss
nicht. Und es erfordert einen Akt der beinahe totalen Unterwerfung unter das
Regime des IOC. Das fordert jede Menge staatliche Garantien zur Finanzierung
der Spiele und für die Sicherheit von Athletinnen und Fans bei dem Megaevent. Der
Bund, das Land Bayern und die Kommune München werden sich großzügig zeigen.
Während in den Etats für Soziales oder Kultur gespart wird, werden für Olympia
die Kassen geöffnet. Lange bevor aus ersten Plänen echte Konzepte geworden
sind, hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) bereits ein
Finanzierungsversprechen für die Spiele abgegeben. Für Olympia in Deutschland
scheint kein Preis zu hoch zu sein.[….]
Für noch weniger wahrscheinlich, als den IOC-Zuschlag für
Merz, halte ich allerdings die Existenz einer funktionsfähigen Stadt München im
Jahr 2044.
Der 55°C heiße Sommer läßt dann vermutlich nur noch
KI-gesteuerte Roboter-Athleten zu. Die Zuschauer werden einige wenige
Superreiche sein, die aus ihren unterirdischen Bunkern virtuell zugeschaltet
sind. Die Klimakatastrophe ist nicht aufzuhalten mit Politikern wie Söder,
Reiche, Merz, Putin und Trump.
Aber vielleicht sind dystopische Hitze-Spiele in einem
wüstenähnlichen Rudimentär-Deutschland schon das bestcase-Szenario.
Wir könnten auch eine aus Peking gesteuerte Kolonie sein.
Deutschland kann mit seiner digitalen Rückständigkeit und dem völlig
verblödeten Urnenpöbel, der mehrheitlich Fossillobby-Parteien wählt, auf keinen
Fall bei der Globalisierung mithalten.
In der asiatischen Regierungszentrale der nördliche
Hemisphäre würde längst entschieden worden sein, die Ressourcen für ein
Sport-Event nicht im untergegangenen politisch irrelevanten Europa zu verschleudern.
Auch das wäre noch ein optimistisches Szenario, welches das Überleben der
Menschheit vorsieht.
Oder es liegt einfach nur alles brach, weil eine 100% letale
Pandemie leichtes Spiel im nicht vorbereiteten Schwurbelstan hatte. Das wären
gute Nachrichten für das Tierreich und die Flora.
Schließlich bleibt immer noch die reale Chance, daß eins
der acht Genies, das von den Menschen an die roten Atomknöpfe gesetzt wurde –
Bibi, Putin, Trump zum Beispiel – den letzten Weltkrieg startet.
Die Tages des Otto-Motors sind vorbei. Jener Technik, bei
der man unter dem Sitz eines fahrbaren Untersatzes, eine 50 bis 70 Liter
fassende Feuerbombe aus einer explosiven und hochentzündlichen Flüssigkeit
platziert. Eine Substanz, die hauptsächlich aus autokratischen Kriegsnationen
stammt, deren Usurpatoren man reich macht und beim Verbrennen erst die Umgebung
in nicht mehr atembaren Smog verwandelt und schließlich das Erdklima so
aufheizt, daß es schon jetzt ein Massensterben gibt. Ein Gaga-Konzept, bei dem
man auf sehr niedrigen Wirkungsrad setzt, stattdessen die Umgebung aufheizt und
ein Netz von über 14.000 Tankstellen in Deutschland betreiben muss.
Die völlig falsche Weichenstellung in den
Management-Etagen der riesigen deutschen Automobilkonzerne geschah nicht durch
Einfältigkeit, oder Doofheit. Nein, es war schlimmer. Die Spatzen pfiffen
längst vom Dach, wie in Asien und den USA moderne Auto gebaut werden; nämlich
elektrisch.
Auch Klimawandelleugner oder bizarre Gestalten, wie die parlamentarische
Staatssekretärin undVorsitzende der Mittelstands-
und Wirtschaftsunion der CDU/CSU (MIT), wissen Bescheid.
No Kink-Shaming; wenn sie so auf den „Duft“ verschiedener
langkettiger Alkane und Benzol-Verbindungen abfährt, so sei ihr das gegönnt.
Aber auch die größten olfaktorischen Benzin-Fans und Klimawandelleugner müssen
einräumen, daß die fossilen Brennstoffe dieses Planeten endlich sind. Noch in
diesem Jahrhundert wird der Zeitpunkt kommen, an dem die schwarze Schmiere aus
dem Erdreich schlicht und ergreifend alle ist. Fanatiker, wie Connemann oder Lindner
wollen dann auf „EFuels“ umsteigen. Dabei wird mit gewaltiger elektrischer
Energie aus Kohlendioxid, Ammoniak und Wasserstoff mit uralten Techniken (Fischer-Tropsch-Synthese,
Haber-Bosch-Verfahren, etc) synthetisches Benzin gewonnen.
Jeder Chemie-Student im Ersten Semester schlägt sich an
dieser Stelle wegen des energetischen Wahnsinns an den Kopf. Wenn man schon so
viele elektrische Energie einsetzt, wäre es vielfach effektiver, damit gleich Elektromotoren
anzutreiben, statt erst unter enormen Energieverlusten Efuels herzustellen und
aus diesen wiederrum bei sehr niedrigen Wirkungsgraden, also unter Verschwendung
des größten Teils der Energie, wieder Strom und mechanische Energie zu gewinnen
UND dann auch noch zu allem Übel wieder klimaschädigendes Kohlendioxid und
giftige Stickoxide auszustoßen, die beim E-Motor nicht anfallen. Die
Schildbürger wären für so einen Unsinn viel zu rational. Aber man darf eben nie
die Schwachsinnigkeit schwarzer, gelber und brauner Spitzenpolitiker
unterschätzen.
Während also chinesische, französische, italienische,
koreanische, japanische und US-Amerikanische Automobilkonzerne schon lange
nicht mehr das tote Pferd reiten, können Merz, Söder und die VW-Bosse gar nicht
davon lassen.
Um das Sterben am Weltmarkt aufzuhalten, setzen sie auf
gewaltig übermotorisierte PlugIn/Hybride – also Straßenpanzer, die elektrisch
und mit Benzin angetrieben werden können.
In der Praxis greifen dadurch sehr reichen Menschen auf
Kosten des Steuerzahlers hohe EAuto-Förderprämien ab, fahren aber weiterhin zu
100% mit Benzin und übergeben bei einem Weiterverkauf das Ladekabel noch originalverschweißt,
weil es nie benutzt wurde.
Die Karren sind sozialer und ökologischer Betrug;
gewissermaßen also ganz passend für den Schummelkonzern VW. Die Wolfsburger
Marketingabteilung war entzückt; wußten sie doch, daß deutsche Batterien und
E-Antriebe international als minderwertig gelten. Aber durch den mit angebotenen
VW-Verbrennermotor sollte diese Scharte ausgewetzt werden. Die Merz-Regierung
war begeistert und unterstützt deutsche PlugIn-Hybride in Brüssel mit viel
Druck.
Das Ergebnis ist, wie soll man es auch anders erwarten;
ein Desaster. Die chinesischen Konkurrenzmodelle bieten die viel besseren
E-Motoren, Verbrenner mit maximalen Wirkungsgrad zu niedrigeren Preisen.
[….]Von »China Speed« ist häufig die Rede,
wenn es um die deutlich kürzeren Entwicklungszeiten chinesischer Automodelle im
Vergleich zu deutschen Fabrikaten geht. Schnell sind Fahrzeughersteller aus
China aber auch in einer anderen Disziplin: der Anpassung an veränderte
Marktbedingungen. Jüngstes Beispiel ist der Siegeszug chinesischer
Plug-in-Hybridfahrzeuge in Deutschland. [….]Seit Monaten führt das chinesische Modell
BYD Seal U DM-i die Neuzulassungsstatistik dieser Kategorie in Deutschland an.
Allein im Juli wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 1821 Exemplare des SUV erstmals
zugelassen. Vom Spitzenplatz dieser Statistik verdrängt findet sich der
Wolfsburger Hoffnungsträger VW Tiguanmit 1379 Fahrzeugen auf Platz zwei, gefolgt vom Audi A5mit 1220. Europaweit kommt BYD im bisherigen
Jahresverlauf sogar auf einen Marktanteil von 60 Prozent, mit weitem Abstand
vor den deutschen Marken.
Damit erweist sich die
Überzeugung gerade der deutschen Hersteller, bei dieser Antriebsart werde ihnen
aufgrund ihrer Kompetenz im klassischen Motorenbau so schnell keiner in die
Quere kommen, als kolossaler Irrtum. »Plug-in-Hybride«, heißt es in einem Papier
des Verbands der Automobilindustrie (VDA) aus dem vergangenen Jahr, seien ein
»essenzieller Bestandteil einer breiten Elektrifizierungsstrategie« und ein
wesentliches Argument für die Technologieoffenheit.
Auch deshalb drängte die
deutsche Regierung auf die Aufweichung des EU-Nullemissionsziels für Neuwagen,
damit Plug-in-Hybridfahrzeuge auch über 2035 hinaus zugelassen werden dürfen.
Auch deshalb kommen Plug-in-Hybridfahrzeuge in den Genuss der aktuellen staatlichen
Förderung von Elektrofahrzeugen. Die Selbstgewissheit bei diesem Thema war
sogar so groß, dass die im Herbst 2024 beschlossenen Zusatzzölle für
Elektroautos aus chinesischer Produktion ausdrücklich nicht für Modelle mit
Plug-in-Hybridantrieb gelten.
All das erweist sich jetzt
als Bumerang. Was auch daran liegt, dass der BYD Seal U DM-i zu einem
Listenpreis ab 39.990 Euro angeboten wird. Im besten Fall ist der Wagen sogar
ab 28.990 Euro erhältlich, sofern der von BYD aktuell gewährte E-Bonus in Höhe von
6500 Euro eingerechnet wird und die maximale staatliche Förderprämie von 4500
Euro in Anspruch genommen werden kann. Zum Vergleich: Der VW Tiguan mit
Plug-in-Hybridantrieb kostet mindestens 46.250 Euro, der Audi A5 e-hybrid
mindestens 65.100 Euro (jeweils ohne Prämie und Rabatt). [….]Wer jedoch daraus folgert, dass der
chinesische Hersteller die elektrische Dominanz deshalb so betont, weil es an
Verbrennerkompetenz fehle, liegt falsch. Der im Seal U DM-i eingesetzte
»Xiaoyun«-Vierzylinder-Benziner gehört zu den Ottomotoren mit dem besten
thermischen Wirkungsgrad überhaupt. Dieser liegt laut BYD in der günstigen
»Boost«-Version bei 43 Prozent. Der Wirkungsgrad ist die Messgröße für den
Anteil der eingesetzten Energie, die tatsächlich in Vortrieb umgewandelt wird.
Bei herkömmlichen Benzinmotoren liegt dieser Wert zwischen 25 und 38 Prozent [….]Aktuell scheint der chinesische Hersteller
Geely den Rekord zu halten – mit einem Wirkungsgrad von 48,4 Prozent. [….]
Nach diesem Jahrelangen Totalversagen des VW-Managements
und der Verbrenner-fanatischen C-Toppolitiker, überlegten die sehr viel
dümmeren Cousins der Schildbürger, wie sie das tote Pferd, das zudem auch noch im
tiefsten Brunnen liegt, weiterreiten könnten und kamen auf die glorreiche Idee,
den Schweif der modrigen Leiche zu heben, um 60 Milliarden Euro ins Rektum der
toten Technologie zu schieben.
[…] Volkswagen investiert
auch in Zukunft massiv in die Verbrenner-Technologie. Bis zum Jahr 2028 sollen
60 Mrd. € in die Weiterentwicklung von entsprechenden Fahrzeugen fließen,
berichtet das Fachmagazin „Auto Motor und Sport“.[…..]
VW sitzt allein bei den deutschen Fabriken derzeit auf
500.000 Autos Überproduktion, die niemand in der Welt mehr kaufen will, weil
sie so katastrophal an den Kundenwünschen vorbei gebaut werden.
50.000 Arbeitsplätze verschwinden und vermutlich vier
Stadtorte werden abgewickelt: Die VW-Werke Emden, Zwickau, Hannover und das
Audi-Werk in Neckarsulm. 50.000 Familien, die ihre Existenz verlieren aufgrund
der Dummerhaftigkeit ihrer Chefs? Da sind die Aktionäre, die traditionell
allein durch HABEN und niemals durch TUN, immer reicher werden, entzückt.
[….] Der VW-Konzern soll
insgesamt auf eine Jahresproduktion von neun Millionen Fahrzeugen jährlich
getrimmt werden - rund eine Million weniger als derzeit und drei Millionen
weniger als noch vor der Corona-Pandemie. Bis 2030 soll eine operative
Umsatzrendite von neun Prozent erreicht werden. Zum Halbjahr lag der Anteil des
Gewinns am Umsatz bei 3,8 Prozent.[….]
Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe
Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.
Habituell bin ich sehr konservativ (lat. conservare =
bewahren, erhalten); ich sieze, mag klassische Musik, bin im Alltag
ausgesprochen höflich, trage immer lange Hosen und Sakko, gehe lieber in Läden,
als online zu bestellen, koche mit saisonalen frischen Zutaten, lese vorzugsweise
Bücher, gewöhne mich schwer an neue Techniken. Mein erstes Klugtelefon schaffte
ich mir 2018 an und erinnere mich fast täglich mit Grauen an den Tag im Jahr
2019, als meine VHS-Videorekorder plötzlich nicht mehr aufzeichnen konnten,
weil das analoge Kabelsignal abgeschaltet war. Über die Jahrzehnte hatte ich
eine perfekte Routine entwickelt, wie ich mit einer begrenzten Anzahl
wiederbespielbarer VHS-Cassetten die Flut der +300 TV-Sender bewältige, sorgsam
ausgesucht die für mich relevanten Sendungen aufzeichnete und mich gleichzeitig
zwang, all die Reportagen und Dokus anzugucken, indem ich chronologisch
Aufnahmekapazitäten schaffen musste.
An dem bedauerlichen Tag wurde ich aber gezwungen, einen digitalen
Festplattenrekorder zu kaufen, den ich bis heute einmal wöchentlich
programmiere, um alles aufzuzeichnen, das mich interessiert. Live kann ich
nicht gucken, da ich daran gewöhnt bin, die Abspielgeschwindigkeit zu erhöhen
und „vorzuspulen“. Aber die Festplatte ist viel zu groß; sie zwingt mich
natürlich nicht hinreichend, neue Aufnahmen zu reduzieren. Und, viel schlimmer:
Da es sich um kein analoges Band handelt, picke ich mir zunächst die Rosinen
raus und wichtige informative Dokus bleiben liegen. All das raubt übrigens so
viel Zeit, daß ich die aufgezeichneten Sendungen nie alle schaffe. Daher habe
ich auch noch nie gestreamt. Offizielle tue ich das nicht, um Trump-affine
US-amerikanische Anbieter zu boykottieren und um das Klima zu schonen, indem
ich nicht zum Stromverbrauch der Server beitrage. Tatsächlich könnte ich aber
keine einzige zusätzliche Serie in meine siebenmal 24 Stunden die Woche
pressen. Ich wünschte, es würde alles für immer so bleiben, wie es war. Ich mag
mich nicht verändern.
Glücklicherweise bin ich ein alter kinderloser Single-Mann,
der sich solche Spleens leisten kann. Mein Privatleben kann ich gestalten, wie
ich will, wenn ich damit niemanden störe.
Als politische Persönlichkeit ticke ich
selbstverständlich ganz anders. Politischer Konservatismus ist ein Grundübel,
das ich ablehne. Insbesondere in Deutschland warben die Konservativen mit ihrem
Phlegma und ihren Beharrungskräften. Die bekanntesten CDU-Bundestagswahlslogans
lauten „keine Experimente“, „die Karawane zieht weiter“ oder „Sie kennen mich“!
Unglücklicherweise war das erfolgreich, weil sich der deutsche Michl vor allen
Veränderungen fürchtet und diejenigen wählt, die ihnen versprechen, sie von
allen Unsicherheiten und Zumutungen zu verschonen.
Ich kann sehr gut Streamingdienste und Klugtelefone aus
meinem Schlafzimmer fernhalten. Wenn aber ein Regierungschef Neues aus
Deutschland fernhält, führt das unmittelbar in eine Katastrophe, weil wird
nicht als Single-Land auf diesem Planeten chillen, sondern von allen
erdenklichen globalen Faktoren abhängig sind. Klima, Kriege, Handel, Tourismus,
Kultur, Technik, Gesundheit und vieles andere mehr.
Daher ist die deutsche Veränderungsresistenz die
Impudenz des Montags August 2026.
Es ist inzwischen eine legendäre Episode verfehlter
deutscher Zukunftsgestaltung: 1981 (sic!) plante das sozialdemokratische Schmidt-Kabinett
die Verlegung von Glasfaserkabeln in Deutschland. Aber
die Deutschen wollten lieber den bräsigen Pfälzer Kohl als Kanzler, der die Pläne
einstampfte und auf Kupferkabel setzte. Deutschland hat also durchaus
innovative Phasen, in denen es technisch international vorn mitspielt. Zum
Beispiel während der Schröder/Fischer-Regierung in der Windkraft und
Solar-Branche.
Aber das geschieht immer nur unter SPD-Kanzlerschaften,
die eher selten sind und vom Urnenpöbel gern durch bräsige Technik- und
Zukunftsfeindlichkeit mit CDU-Kanzlern ersetzt wird.
Es ist pathologisch, wie CDU/FDP-Politiker mit der
Wahl-Zustimmung der Bürger, immer wieder zum Schaden Deutschlands in die
Vergangenheit steuern.
(….) Aus ideologischer Verblendung und/oder kurzfristiger
Raffgier wollen Merz, Spahn und Reiche uns in den Hitzetod treiben.
Nach dem Ende der ersten und einzigen rotgrünen Bundesregierung 2005, sorgte
Merkels Lieblingsminister Altmaier in der Westerwelle-Merkel-Horrorregierung ab
2009 dafür, 60.000 Topjobs in der Windenergiebranche und 100.000 Jobs in der Solarbranche
zu vernichten, um wieder auf billiges klimaschädliches russisches Gas zu setzen
und sich in die Abhängigkeit von Putin zu begeben. Das passiert, wenn man
Schwarz und Gelb wählt, Urnenpöbel.
[….] Die Reaktion
insbesondere unionsgeführter Regierungen der vergangenen Jahrzehnte war verlässlich
die gleiche: erst mal bremsen (egal, ob die anderen das auch tun). Deutschland
setzte auf Kupferkabel statt Glasfaser, das mobile Internet galt lange als
etwas alberne Spielerei, das Smartphone auch. Die Digitalisierung der
Verwaltung steht als Ziel in jedem Koalitionsvertrag. Immer wieder.
Beim Thema künstliche
Intelligenz war es das Gleiche: spätestens mit dem Sieg von AlphaGo gegen den
Go-Meister Lee Sedol im Jahr 2016 hätte eigentlich klar sein müssen, dass gerade
eine neue Ära der Technikgeschichte begonnen hat. Exemplarisch für die
Bräsigkeit deutscher Regierungen im Umgang mit Transformationsprozessen war ein
Satz des damaligen Wirtschaftsministers Peter Altmaier, gesprochen im Jahr 2018
bei einem der zahllosen, stets folgenlosen »Digitalgipfel«: Er freue sich auf
eine Zukunft, scherzte Altmaier damals, in der ihm ein in Deutschland
hergestellter Digitalbutler das Bier aus dem Kühlschrank hole. So stellen Unionsminister
oft die Zukunft dar: wie die Vergangenheit, nur noch ein bisschen bequemer.
[….] Unionsgeführte
Regierungen reden immer viel von Strategie und Veränderungswillen und tun
gleichzeitig möglichst viel dafür, den armen Deutschen die Veränderung
möglichst lang vom Leib zu halten. Verbrenner retten! Gasheizung erhalten! Man
versucht jetzt, das absolut unausweichliche Ende des Verbrennungsprozesses als
zentraler Energiequelle zu ignorieren, zu vertagen, zu bremsen, zu verschieben.
Das wird sich ebenso rächen wie bei den Themen Digitalisierung, Internet,
künstliche Intelligenz. Denn die anderen warten nicht. [….] Huch,
Elektroautos! Huch, Batteriespeicher! Huch, Wärmepumpen! Huch, billiger Strom
aus Sonne und Wind! Huch, China! Huch, exponentielles Wachstum!
Man kann gerade live
beobachten, wie eine unionsgeführte Regierung erneut versucht, die Fehler der
Vergangenheit sehenden Auges zu wiederholen. Die Parallelen sind verblüffend. Aber
die geopolitischen Gefahren womöglich noch größer. [….]
[….] "5G ist nicht an jeder Milchkanne notwendig", sagte
Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) vor anderthalb Jahren. Mit dieser
Aussage löste sie einen Sturm der Entrüstung aus. Doch, gerade an der
Milchkanne – zum Beispiel in der Hightech-Landwirtschaft – müsse der neue
Mobilfunkstandard der fünften Generation verfügbar sein, sagen ihre Kritiker.
Oder in der Industrie, für smarte Städte oder für die Telemedizin. Also dort,
wo der schnelle Austausch großer Datenmengen neue Technologien und Geschäftsmodelle
ermögliche – künftig also eigentlich überall. […..]
[…] Diese populistische
Dummschwätzerei des bayerischen CSU-Ministerpräsidenten Markus Söder ist
verantwortungslos. Denn sie schadet der deutschen Wirtschaft, vornehmlich der Autoindustrie.
Und die hat schon genug Probleme.
Kurz vor dem Start der
Internationalen Automesse in München tat sich Söder mit einem 10-Punkte-Plan
hervor. Mit dem will er die für Deutschland so wichtige Autoindustrie retten,
dürfte aber bei Realisierung genau das Gegenteil bewirken. Mit den meisten dieser
zehn Punkte will Söder zurück in die Vergangenheit und das Verbrenner-Auto
retten. Damit, das dürfte das Kalkül des Populisten Söder sein, möchte er den Geschmack
der meisten deutschen Autofahrer treffen. […] „Stopp des
Verbrennerverbots“, „CO₂-Zahlungen aussetzen“, „’Unrealistische‘ CO₂-Ziele neu
formulieren“, „Keine Fahrverbote für Verbrennerautos“, „Kein Zwang zu
Elektroautos“ – Fünf dieser zehn Punkte enthalten eigentlich dasselbe. […] Experten
sind sich einig, dass Deutschland die Entwicklung hin zur E-Mobilität lange
Zeit verschlafen hat und jetzt mit großer Verspätung zur Aufholjagd ansetzt. Der
Grund dafür lag vor allem darin, dass die Politik hierzulande keinen
eindeutigen Kurs vorgegeben hat. Immer wieder wurde – zu Zeiten der Ampel von
der FDP – gebremst. Keinesfalls wollte man eindeutig auf die Entwicklung von
Elektro-Fahrzeugen setzen. Der Verbrenner sollte unbedingt bleiben. […]
Leider betrifft der deutsche Beharrungswahn nicht nur Unions-
und AfD-Politiker.
Wenn eine Kohlemine geschlossen werden soll, oder einer
der großen Auto-Konzerne darüber nachdenkt, ein Werk stillzulegen, rasen Kommunal-
und Landespolitiker jeder Couleur zu Hilfe, um das zu verhindern. Was einmal da
war, soll unbedingt für immer bleiben. Auch wenn es sich um radikal
klimaschädliche Methoden handelt oder überteuerte Verbrenner-Modelle gefertigt
werden, die langfristig auf dem Weltmarkt keine Chance haben.
Das ist Gift für die Wirtschaft, aber auch langfristig für
die Beschäftigten und das Klima. Natürlich sollen Arbeitsplatzverluste sozial
abgefedert werden, aber statt auf stures „es soll alles so bleiben wie immer!“
zu setzen, sollte man sich überlegen, was man sinnvollerweise stattdessen an
den Produktionsstandorten bauen könnte.
Klimatechnik, Wärmepumpen, Batteriespeicher, Maschinenbau
für moderne grüne Wirtschaft, E-Mobilität, Drohnen – es gäbe so viele sinnvolle
Richtungen, in die Industriepolitik weisen könnte.
Man mag den Wegfall geliebter deutscher Industrieprodukte
bedauern. Aber mit der Herstellung von Videorekordern, kabelgebundenen
Tastentelefonen, Faxgeräten, analogen Fotoapparaten, gedruckten Stadtplänen
gibt es ebenso wenig eine ökonomische Zukunft, wie mit Braunkohlekraftwerken
oder Ottomotoren.
CDU, CSU, BSW und AfD suggerieren aber genau das und
bekommen dafür viel Wählerzuspruch. Es führt geradewegs ins Verderben. Wir sind
nicht allein auf der Welt und haben somit nicht die Wahl, wie in meinen
privaten vier Wänden auf Museums-Methoden zu setzen.
[….] Ich war von 2012 an
acht Jahre Chinakorrespondent, bin jetzt nach Peking zurückgekehrt – […] Was
Autos angeht, kamen mir die Menschen in China immer vor wie Amerikaner. Je
größer, je auffälliger und bunter, desto besser. Wer es in den Jahren des
Aufstiegs zu etwas gebracht hatte, kaufte sich das Beste, was das Budget
hergab. Am liebsten einen Mercedes, einen Ferrari oder einen teuren
Geländewagen – den Mercedes gern in Pink, den Ferrari in Giftgrün, den SUV mit
einem Auspuff wie ein Ofenrohr.
Und wenn dann eines dieser
Autos in Shanghai oder Shenzhen einen Kavalierstart hinlegte oder, vor
möglichst vielen Bewunderern, genussvoll eingeparkt wurde – keine Spur von
Naserümpfen wie im etablierten Europa. Begeisterte Anerkennung: »Hen ku, hen
haokan!« – »Sehr cool, sieht super aus!«
So habe ich, bis vor sechs
Jahren, das Verhältnis der Chinesen zu ihren Autos erlebt. Vor ein paar Wochen
bin ich zurückgekehrt. »Das alte Peking«, hatte mich ein Freund gewarnt, »gibt
es nicht mehr.« Das war eine Übertreibung, in vieler Hinsicht. Aber was Chinas
Autokultur betrifft, stimmt es.
Sie fahren immer noch
herum, die Mercedes, Ferraris und getunten SUV aus dem Westen. Sie fallen sogar
auf – aber nicht mehr so sehr als Statussymbole einer zu Wohlstand gekommenen
oberen Mittelschicht, sondern wie Dinosaurier aus einem zu Ende gehenden Autozeitalter.
Das Straßenbild in China
hat sich völlig verändert. Man hört es, bevor man es sieht: Die Innenstädte
sind messbarleiser geworden – zum Teil,
weil wegen der Immobilienflaute weniger gebaut wird, zum Teil, weil die öffentlichen
Verkehrsnetze mittlerweile so dicht sind, dass weniger Leute selbst mit dem
Auto fahren. Vor allem aber, weil die Zahl der Elektroautos so sprunghaft
angestiegen ist.
Wenn man in Peking heute
einen Zebrastreifen überquert, geht man oft an Kolonnen von E-Autos mit ihren
grün-weißen Nummernschildern vorbei. Sie stehen lautlos vor der Ampel, und
genauso lautlos bleibt es, wenn es grün wird und sie losfahren. Die alten Brummer
mit den blauen Verbrennerkennzeichen werden immer weniger. Nach den einst
dominanten westlichen Premiumautos muss man regelrecht suchen.
Stattdessen beherrschen so
viele Marken und Modelle das Straßenbild, dass man selbst als Autofan den
Überblick verliert. Nio, Arcfox, Aito, Maextro, Xiaomi, Yangwang und Dutzende
andere – kleine, große, hässliche und schöne Autos, die außer ihrem Elektroantrieb
vor allem eines verbindet: Es sind – bis auf wenige Ausnahmen – chinesische
Fabrikate, und ihre Fahrer sehen sehr zufrieden aus. [….]
Ein 1,4-Milliardenmenschen-Volk kann sich so schnell und
so richtig wandeln. Die 0,08 Milliarden Deutschen verharren beleidigt in der
Vergangenheit. Die Chinesen werden aber zu ihrem Glück auch nicht von den
Fossil-Dinosauriern Reiche und Merz regiert.
[…]Die Energiewende in China schreitet voran:
Wie die Energiebehörde des Landes mitteilte, lagen Photovoltaikanlagen Stand
Ende Juli mit 1.286 Gigawatt installierter Leistung erstmals vor
Kohlekraftwerken. Deren installierte Leistung lag demnach - minimal geringer -
bei 1.285 Gigawatt.
Nach Angaben des
chinesischen Staatsfernsehens entfiel auf Solaranlagen damit ein Anteil von
31,5 Prozent an der gesamten installierten Stromerzeugungskapazität. China
treibt den Ausbau von Stromgewinnung aus Sonnenenergie seit Jahren voran.
Besonders im Westen und Nordwesten des Landes säumen Solarzellen ganze
Landstriche. […]
Kriege sind einfach großartig – für die Rüstungsindustrie!
Wenn minütlich Munition im Wert von Millionen verschossen wird, klingeln bei
den Konzernen die Kassen. Die Trump-Familie und ihre Cronies, die das
Insiderwissen schamlos ausnutzen und rechtzeitig entsprechende Aktien kaufen oder
sich direkt bestechen lassen, werden märchenhaft reich.
[….] Die 100 weltweit
größten Rüstungskonzerne haben 2024 Rekordeinnahmen von 679 Milliarden
US-Dollar (etwa 585 Milliarden Euro) verzeichnet. Deren Umsatz aus dem Verkauf
von Waffen und militärischen Dienstleistungen sei im vergangenen Jahr im
Vergleich zu 2023 um 5,9 Prozent gestiegen, hieß es in einem am Montag vom
schwedischen Friedensforschungsinstitut Sipri veröffentlichten Bericht.
Überdurchschnittlich stark
legten demnach die Umsätze der deutschen Rüstungskonzerne zu. Die vier
deutschen Unternehmen in der Sipri-Rangliste Rheinmetall, Diehl, ThyssenKrupp
Marine Systems und Hensoldt steigerten ihre Einnahmen aus Waffengeschäften um 36
Prozent auf 14,9 Milliarden Dollar (12,9 Milliarden Euro).[…..]
Nach dem Umsatz-Rekordjahr 2025 gibt es nichts Schöneres,
als einen weiteren Krieg, wie dem im Februar 2026 von Bibi und Taco
angezettelten Iran-Krieg, den das Mullah-Regime aufgrund der sagenhaften
Blödheit Washingtons de facto gewonnen hat.
Wenn die Opfer des Krieges keine weißen Christen sind,
interessiert es Deutschland traditionell wenig. Merz und Wadephul machen bis
heute keine Anstalten, Israel (wegen Gaza) oder die USA (wegen Iran) zu
sanktionieren. Im Gegenteil, die Israelis machten "die Drecksarbeit"
für die westlichen Verbündeten, lobte der christliche Fritzekanzler.
Die Ukraine, mit ihren weißen Todesopfern kümmert ihn
schon und man darf annehmen, der 70-Jährige Großvater aus dem Sauerland, würde
sich auch über lettische, estnische oder litauische Opfer grämen.
Genau das wird leider immer konkreter. Schon seit Jahren
wird spekuliert, Putin könne „zu Testzwecken“ einen nordöstlichen NATO-Staat
angreifen. Um 2030 wäre er militärisch bereit.
Offenkundig passiert das insbesondere deswegen bisher
nicht, weil seine Armee viel stärker, als von ihm erwartet, in der Ukraine
gebunden ist. Solange der russisch-ukrainische Krieg „heiß“ ist, sind die
NATO-Staaten einigermaßen sicher.
Aus Kreml-Sicht darf aber nicht zu viel Zeit
verstreichen, weil Europa aufrüstet und die Gefahr besteht, aber Januar 2029
seine besten Verbündeten zu verlieren: Donald Trump. Potus #48 könnte sich als
NATO-treuer und Moskau-kritischer entpuppen. Spinnt man den Gedanken weiter,
sollte Putin sein „Baltikum-Experiment“ nicht erst in fünf, sondern in ein bis
zwei Jahren starten.
[….] Rätsel um
Geheimbesuch: Warum die mysteriöse Moskaureise des CIA-Chefs so brisant ist [….] Erst US-Präsident Donald
Trump plapperte den prominenten Passagier am Mittwoch aus. [….] Doch der
Besuch eines CIA-Chefs in der russischen Hauptstadt ist alles andere als
Routine. Solche Reisen werden nur in geopolitischen Notlagen unternommen –
zuletzt im November 2021, als William Burns, der damalige Direktor, nach Moskau
flog, um den Machthaber Wladimir Putin persönlich davor zu warnen, die Ukraine
militärisch zu überfallen. [….] Am Mittwochabend meldetedas »Wall Street Journal« schließlich unter
Berufung auf informierte Kreise, Ratcliffe habe Russland gewarnt – und zwar vor
einem Angriff auf einen Nato-Staat. Zuvor hatte die Zeitung über neue
Erkenntnisse der US-Geheimdienste berichtet : Man fürchte, Putin wolle den
Zusammenhalt der Allianz »in den nächsten Jahren« mit einer begrenzten Attacke
auf ein Mitgliedsland testen. Die Szenarien reichten von einem Cyberangriff bis
zur »Landinvasion in kleinem Maße«, »wahrscheinlich« in einem baltischen Staat.
[….] Das Horrorszenario eines russischen Angriffs auf die Nato scheint noch
weit hin. Doch Trump nahm die Hinweise darauf wohl so ernst, dass er den
CIA-Direktor nach Moskau schickte – seine Delegation war die hochrangigste dort
seit acht Monaten. [….] Die Lage scheint sich zugespitzt zu haben.
»Normalerweise schicken die Amerikaner einen so hochrangigen Beamten nicht
unangekündigt kurzfristig nach Moskau, es sei denn, es stimmt etwas nicht«,
sagteJohn Foreman, Ex-Militärattaché
Londons in Moskau, dem Sender Radio 4. Die frühere US-Vizegeheimdienstchefin
Beth Sanner malte sich Ratcliffes Botschaft so aus: »Wir wissen, worüber ihr
nachdenkt, und ihr lasst es lieber sein«, sagtesie dem »Wall Street Journal«.[….]
Ob der Kreml sich vor US-Drohungen fürchtet, darf
bezweifelt werden. Denn der Iran-Krieg spielt nicht nur den Rüstungskonzernen
in die Hände, die ihre Produktion immer mehr hochfahren und immer mehr
verdienen, sondern auch dem Kreml.
Zum Einen lenken der Irankrieg und die Hormus-Krise von
Putins Überfall auf die Ukraine ab. Zum Anderen passt es bestens zur Putinschen
Erzählung gegenüber des globalen Südens: Nato, EU und die USA wären enorme
Heuchler mit ihrer Betonung von Recht und Demokratie. Natürlich verfängt das
angesichts der Bilder aus Gaza, des
Raketenhagels auf den Iran und der Präsenz der US-Navy mit ihren vollkommen
demoralisierten Seeleuten, die aus Frust über ihre eigene Führung über Bord
springen. Der Iran-Krieg stärkt BRICS als Gegengewicht zum Dollar-Raum. Trumps
Iran-Abenteuer führte zum atomaren MEKKA-Verteidigungsbündnis (Türkei, Saudi
Arabien, Pakistan) in direkter Konkurrenz zur NATO. Noch interessanter für
Russland ist aber, wie die parallelen Kriege die westlichen Arsenale leeren.
[….] Das US-Militär leidet
in Europa offenbar unter einem »mehr als kritischen« Mangel an
Raketenabwehrsystemen, der vor allem auf den Krieg von Präsident Donald Trump
gegen Iran zurückzuführen ist. [….] Der US-Verteidigungsbeamte erklärte
demnach gegenüber der Nachrichtenagentur, der besorgniserregendste Mangel
betreffe vorwiegend Patriot-Abfangraketen, mit denen Russlands ballistische
Hochgeschwindigkeitsraketen abgeschossen werden könnten. Der Nato-Beamte habe
die geringen Bestände an Patriot-Raketen bei den amerikanischen und
Nato-Streitkräften in Europa bestätigt. [….] Für die Nato-Länder in
Europa könnte das schwerwiegende Folgen haben. Im Falle eines russischen
Raketenangriffs, etwa auf ein Militärhauptquartier oder ein Kraftwerk, könnte
sich die Nato in einer ähnlichen Lage wie die mit Patriot-Raketen
unterversorgte Ukraine befinden und gezwungen sein, »einen Schlag nach dem
anderen einzustecken«, zitiert die AP den US-Verteidigungsbeamten.
Und weiter: In Europa
verfüge das US-Militär »definitiv« nicht über genügend Patriot-Raketen, um
einen möglichen anhaltenden ballistischen Raketenangriff abzuwehren. [….]
Im Internationaler Frühschoppen zum Thema „Trumps Schlingerkurs - Chance oder Risiko für Europa?“
gruselte Christoph Schiltz, der Brüssel-Korrespondent der erzkonservativen WELT,(ab
ca Minute 53) in seiner Antwort auf eine Zuschauerfrage mit dem Hinweis, es
könne die Situation entstehen, in der simultan China Taiwan angreift und
Russland einen Nato-Staat attackiert. In dem Fall wären die USA-Kräfte im
Pazifik gebunden und Europa wäre mit runtergelassenen Hosen erwischt, während
uns zudem die Munition ausgegangen ist. Die Nato spricht von dem „Two Theater“ Szenario.
[….] NATO’s Nightmare
The U.S. and Europe have no clear plan for a
joint attack from Russia and China.
Western military planners do not seem eager to
talk about their nightmare scenario, much less prepare for it. But they tend to
agree on how it would begin: a coordinated, near-simultaneous attack on
opposite sides of the planet, in which Russia targets a NATO member in Eastern
Europe while China makes its move against Taiwan. The U.S. military would need
to react on two fronts at once—three if it remains at war in the Middle East.
Until recently, this possibility sat at the
more outlandish end of the threat spectrum, somewhere between a loose nuke and
an alien invasion. Synchronized attacks would require a conspiracy too big for
Beijing and Moscow to hide. Satellites would see their forces getting into
position, giving the United States and its allies time to rally their defenses.
About a year ago, General Alexus Grynkewich,
the top NATO commander in Europe, issued a rare public warning about the risk
of a two-front war against Russia and China, and he called on European allies
to help the U.S. prepare. But when I asked a range of military experts and
strategists what the West would do in such a situation, the responses rang
surprisingly hollow. Most of them expressed bewilderment and a bit of shame
about how little has been done in recent years to study this risk in detail.[….]
Gäbe es Angriffe auf Litauen und Taiwan, während eine
völlig unfähige US-Militärführung sich mit leeren Waffenarsenalen in Nahost mit
dem Iran beschäftigt, könnten Putin und Xi sich die einst demokratische Welt
bald untereinander aufteilen.
Sein berühmtes „You are fired!” stieß er bei NBC in
seiner "The Apprentice"-Show nur unter kontrollierten
Kamera-Bedingungen aus. Als realer Firmenboss und Politiker traut sich Trump
nicht einmal das „You are fired!” den Gefeuerten direkt ins Gesicht zu sagen,
sondern läßt ihm treu Untergebene die Kündigung überbringen.
Trump ist ein Feigling. Das war bei GI Bone Spurs, dem
five Times Draft Dodger schon sein ganzes Leben so. Ihm gefällt es, sich selbst
als harter, mutiger Mann zu inszenieren, der rücksichtslos durchgreift und so
wurde er für ständige Rüpeligkeiten bekannt. Aber diese Attacken kommen
entweder aus der Sicherheit seines nächtlichen Telefons in Form von Tweeds und „Truths“,
oder aber aus einer absoluten Position der Stärke. Er, umgeben von Bodyguards
und loyalen Cronies, poltert gegen Schwächere, die sich nicht wehren können:
Frauen, Minderheiten, Arme, Queere. Seine Feigheit zeigt sich darin, wie er
sich seine Mitarbeiter aussucht: Sie müssen alle extrem devot sein, dürfen ihm
niemals widersprechen oder mit unangenehmen Wahrheiten konfrontieren, die sein
zartes Ego verletzen können.
Er legt sich nicht mit mächtigen weißen Männern an, die es
wagen, ihm direkt zu widersprechen.
Er spricht mit Wolodymyr Selenskyj nicht unter vier Augen
Klartext, staucht ihn nicht zusammen, wenn er mit ihm allein ist, sondern nur im
Oval Office, wenn er alle seine treuen Kabinettscronis als Unterstützung dabei
hat, wenn JD Vance und Rubio auch auf Selenskyj eindreschen und treu ergebene
FOX-Reporter den Ukrainer wegen seiner Kleidung angiften. Wenn sie mit
Heimvorteil eine „viele gegen einen“-Situation schaffen.
Als es in seiner Amtszeit einmal eine größere
Demonstration gegen Trump gab, verkroch sich der Feigling sofort in den Bunker unter
dem Weißen Haus.
[….] As protesters gathered outside the
White House Friday night in Washington, DC, President Donald Trump was briefly
taken to the underground bunker for a period of time, according to a White
House official and a law enforcement source.
The President was there for a little under an
hour before being brought upstairs.
A law enforcement source and another source
familiar with the matter tell CNN that first lady Melania Trump and their son,
Barron, were also taken to the bunker.
The law enforcement source familiar with
protocol said that if authorities moved Trump, they would move all protectees,
meaning Melania and Barron.
The second source told CNN that “if the
condition at the White House is elevated to RED and the President is moved” to
the Emergency Operations Center “Melania Trump, Barron Trump and any other
first family members would be moved as well.” [….]
Als es rund um den NATO-Gipfel in der Türkei Drohungen
aus dem nahen Iran gab, flüchtete Trump mit seiner Windel-Fachkraft Natalie
Harp heimlich im Supplytruck und ließ Marco Rubio mit der restlichen Regierungsmannschaft
und den Journalisten als Köder für iranische Raketen im Regierungs-Jumbo
zurück.
[…] Als Trump im Juli den
Nato-Gipfel in der Türkei verließ, schmuggelte ihn der Secret Service wegen
angeblicher Mordpläne Irans mit einem riskanten Täuschungsmanöver außer Landes.
Zugleich wurde seine ahnungslose Reisedelegation zur Zielscheibe.[….]
Regierungschefs, die nicht ganz so verblödet wie
Friedrich Merz sind, verstehen längst, wie Trump tickt. Er reißt das Maul auf,
um andere aus der Position US-amerikanischer Stärke einzuschüchtern, droht
wüste Konsequenzen an, bis alle einknicken und das tun, was er will, egal wie
dumm und schädlich es ist.
Wer sich aber nicht von dem Gebell der orangenen Töle
verjagen lässt und standhaft bleibt, erlebt ziemlich sicher, wie sich der mächtigste
Mann der Welt einnässt. Er wird nicht ohne Grund „der Gewindelte“ oder TACO
genannt: Trump always chickens out.
[….] Die Kunst der
Diplomatie gehört bekanntlich nicht zu den Stärken von Trump und seinen Leuten.
Das kann man gerade erst wieder im Zollstreit mit Kanada sehen. Dort spult
Donald Trump sein übliches Programm ab: Er droht, er eskaliert und überzieht
die Nachbarn mit Schimpftiraden. Doch der Erfolg dieser Politik ist
überschaubar, der kanadische Premierminister Mark Carney hält dagegen. Trumps
Drohgebärden haben sich abgenutzt. Jeder weiß, dass er wahrscheinlich bald doch
wieder einen Rückzieher macht.
Bis dahin richten Trumps
Rambo-Methoden viel Schaden an, vor allem im eigenen Land. Die Zölle gegen
Kanada stürzen die ohnehin angeschlagene US-Wirtschaft in noch größere
Turbulenzen. Damit beschädigt Trump nicht zuletzt mutwillig die Erfolgschancen
seiner Partei bei den bevorstehenden Zwischenwahlen im November.[……]
Der liberale Mark Carney und der Doug Ford, der konservative
Premierminister Ontarios, kuschen aber nicht vor Trump, sondern widersprechen
ihm furchtlos.
Damit kann der gewindelte Geront absolut nicht umgehen.
Trumps Feigheit bleibt auch ein Problem bei seinen
martialischen, von Superlativen strotzenden Drohungen gegen den Iran.
Er will die totalen Wirtschaftssanktionen, Teheran jede
Lebensader abschneiden. Aber dem Oman und Syrien zu drohen ist das eine. Wirklich
brutal und existenzbedrohend für die Mullahs, wären die Sanktionen nur wenn
Trump auch alle mit dem Iran geschäftlich verbundenen Banken und den
Hauptabnehmer Iranischen Öls sanktionierte.
Aber das sind finanziell mächtige Gegner, sowohl die
Banken, als auch China. Staatspräsident Xi zeigte schon zuvor, daß er nicht
einknickt und so weicht Trump auch diesmal feige vor dieser angekündigten
Maßnahme zurück.
[…] Der von den USA
angedrohte wirtschaftliche D-Day ist nur heiße Luft. Sanktionen gegen Banken
wären ernstzunehmender. Doch die finden nicht statt. […] Sie sollten ein
„ökonomischer D-Day“ sein, die neuen US-Sanktionen gegen die Islamische
Republik Iran. Alle noch bestehenden finanziellen Rettungsleinen sollten dem
Regime in Teheran gekappt werden, unter dem vollmundigen Namen „Operation
Economic Outcast“, also „wirtschaftlicher Ausgestoßener“. Dutzende Individuen
und Firmen sind betroffen, darunter Transportunternehmen und Zwischenhändler
vor allem in China und Hongkong. Ihre Kosten dafür, weiter mit Iran Handel zu
treiben, sollten dadurch deutlich erhöht werden.
Doch das Paket ist kein
D-Day, sondern eine kalkulierte Mini-Offensive. Viele betroffene Firmen
arbeiten eher regional in China und Hongkong, wie exponiert sie den
US-Sanktionen sind, ist unklar. Außerdem können sie schnell durch ähnliche,
bislang nicht designierte Firmen ersetzt werden. Wirklich haarig – und damit
auch effektiv – wäre es geworden, wenn auch große, mit Iran arbeitende Banken
in China sanktioniert worden wären.
Doch an die trauen sich die
USA nicht heran, denn das würde einen offeneren Konflikt mit Beijing
heraufbeschwören. Und davor scheinen die USA – trotz aller kampfeslustiger
Rhetorik – doch zurückzuscheuen. […]
Trump ist eben nur ein Hosenscheißer; im übertragenen und
wörtlichen Sinne. Wer ihm die Stirn bietet, hat gute Chancen, zwar sein Gebell
ertragen zu müssen, aber ohne die wirklich harten Konsequenzen davon zu kommen.
Einen ökonomischen Frontalangriff auf Irans größten Ölabnehmer China traut sich
das mit 40 Trillionen Dollar verschuldete Washington nicht, wenn die Midterms
bevorstehen und die Wähler über die jetzt schon viel zu hohen Preise stöhnen.
[….] Es sollte ein „D-Day“
werden, eine Operation wie die Landung der Alliierten an den Stränden der
Normandie, die 1944 das Ende des Zweiten Weltkriegs einleitete. So hatten es
US-Präsident Donald Trump und sein Finanzminister Scott Bessent vollmundig
angekündigt. [….] Doch das, was Bessent dann am Montag bekannt gab, war
kein „D-Day“. [….] Der
Trump-Minister fuhr zwar rhetorisch scharfe Geschütze auf. Er versprach, alle
noch verbliebenen „Lebensadern“ des iranischen Regimes zu kappen und erst
nachzulassen, wenn Teheran vollkommen allein dastehe. [….] Aber eine Bazooka, um es in den Worten von
Ex-Kanzler Olaf Scholz zu sagen, waren die Ankündigungen nicht. [….]