Aaron Parnas erzählte mir heute Morgen, es gäbe eine Kongressmehrheit für ein Trump-Impeachment, falls er es wagen sollte, militärisch gegen Grönland vorzugehen.
Das wäre sehr zu begrüßen, weil potus #48 Vance gleich ein bißchen mit-eingenordet wäre und wüßte, er könne sich nicht alles erlauben. Falls Trump einfach tot umfiele, ohne daß sich die GOPer je von ihm distanzierten, würde Präsident Vance einfach so weiter machen und wäre vermutlich sogar noch gefährlicher, weil er nicht so senil, wie der orange Prolet ist.
Allein; es handelt sich wohl wieder einmal um Wunschdenken. Die real existierenden Republikaner sind durch die Bank weg mikrotestikeläre Gummirücken, die immer schleimspurziehend zu seinen Füßen kriechen werden, während sie sich darum drängeln, seinen gewindelten flatulierenden Hintern zu küssen.
[….] Republikaner im US-Senat knicken ein
Der Versuch der Demokraten, die militärischen Befugnisse Trumps zu beschneiden, ist gescheitert. Im US-Senat entscheidet die Stimme von Vize Vance.
Der Versuch, die Befugnisse von US-Präsident Donald Trump einzuschränken und mögliche weitere Militärschläge gegen Venezuela nur nach einer Abstimmung im Kongress zu erlauben, ist gescheitert.
Die republikanische Führung im US-Senat schaffte es, genug Senator:innen davon zu überzeugen, gegen die sogenannte War Powers Resolution zu stimmen. Die Stimme von Vizepräsident J. D. Vance war ausschlaggebend, nachdem die Abstimmung im Senat mit einem Unentschieden von jeweils 50 Stimmen geendet hatte. Die Abstimmung zeigt, dass die Republikaner knapp ein Jahr nach Trumps Amtsantritt noch nicht gewillt sind, dem Präsidenten Einhalt zu gebieten. […]
Wie soll es nun aber weitergehen mit Grönland, das der Oberbefehlshaber der mächtigsten Armee der Welt völkerrechtswidrig annektieren will? Kein europäisches Land verfügt über die militärischen Kapazitäten, Trump aufzuhalten und der US-Kongress will ihn nicht stoppen.
Es könnte sein, daß ich in meinem gestrigen Posting über Grönland ein winziges bißchen Ironie durchklingen ließ und nicht vollständig zufrieden mit dem außenpolitischen Kurs der Bundesregierung war.
Die Merzsche und Wadephulsche Unterwürfigkeit gegenüber der Aggro-autokratischen US-Administration ist unerträglich. 13 deutsche Soldaten gegen die US-Army zu schicken, schien mir zunächst als größter Witz aller Zeiten.
24 Stunden später revidiere ich diese Einschätzung aber. Offensichtlich steckt die dänische Regierung mit ihrer fähigen sozialdemokratischen Regierungschefin Mette Frederiksen (48) dahinter.
Die Frau, die vom Bully Trump als „nasty“ beschimpft wird, weiß selbstverständlich, wie aussichtslos es ist, sich tatsächlich militärisch gegen den wildgewordenen Oberamerikaner zu behaupten. 99% der Amerikaner, darunter garantiert der Präsident, wären nicht in der Lage Dänemark auf einer Weltkarte zu finden. Sie wissen nicht nur nichts, über so kleine Europäische Länder, sie wollen auch nichts wissen.
Der Name Mette Frederiksen poppt ganz neu auf dem politischen Bildschirm der US-Newssender auf, weil Trump seiner kriminellen Grönland-Obsession frönt und sich dabei für USAner völlig überraschend herausstellte, daß es sich bei der Rieseninsel doch nicht um eine unbewohnte Einöde handelt, die niemanden gehört.
Miller und Vance tun weiter so, als ob es so wäre. Trump hetzte gestern gegen Kopenhagen, er habe gehört, Frederiksen plane, einen weiteren Hundeschlitten in Grönland zu stationieren.
Schlau zieht die dänische Regierungschefin die diplomatischen Register, indem sie immer wieder (zu Recht) betont, mit einem US-Angriff auf das Staatsgebiet eines NATO-Partners sei das Ende der NATO besiegelt. Das scheint tatsächlich Eindruck zu machen; selbst bei Republikanern. Versehentlich die NATO zerstören, wollen sie dann doch nicht so gern. Schon allein, weil sie Europa als militärischen Brückenkopf in den Nahen Osten und nach Russland brauchen. Bei allen Militäreinsätzen gegen Syrien, den Irak, Afghanistan, Libyen, Somalia, den Iran, spielen die US-Basen in Europa eine wichtige logistische Rolle. Insbesondere Ramstein in Deutschland mit seinem Militärkrankenhaus ist wichtig.
Dänemark fädelt es gut ein, wenn nun Soldaten aus verschiedenen europäischen Nationen nach Grönland geschickt werden. Gestern waren vier Länder bekannt – Dänemark, Schweden, Norwegen und Deutschland.
Heute ziehen mindestens noch Holland und Frankreich mit.
Die alle zusammen haben immer noch nicht die geringste Chance gegen die USA.
[….] "Ich glaube nicht, dass Soldaten in Europa den Entscheidungsprozess des Präsidenten beeinflussen oder dass das irgendeinen Einfluss auf sein Ziel hat, Grönland zu erwerben", sagte die Regierungssprecherin von US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, vor Journalisten im Weißen Haus. […]
(NTV, 15.01.2026)
Leavitt und Trump sind, wenig überraschend, viel zu dämlich, das Problem zu begreifen.
Was würde passieren, wenn Trump militärisch zugreift?
Nuuk hätte nichts entgegen zu setzen, die paar Franzosen und Holländer wären
ebenfalls schnell erledigt.
Aber indem die USA dann gezwungen wäre, direkt die Soldaten der NATO-Partner zu attackieren, wäre es auch unwiederbringlich das Ende der NATO. Berlin, Paris und London könnten sich keinen schlanken Fuß mehr machen und müssten das Bündnis auflösen.
Etwas anderes könnte man nicht mehr rechtfertigen. De facto ist die Trump-NATO jetzt schon erledigt, weil sich niemand mehr darauf verlassen kann, ob die USA zu Artikel 5 stehen.
[…] Es heißt, die Nato ist erledigt, sollten sich die USA Grönland einverleiben. Doch sie ist es wohl schon. Europa hat keine überzeugende Antwort darauf.
[…] Vor vier Jahren pilgerten europäische Politiker nach Moskau und versuchten, Wladimir Putin vom Einverleiben der Ukraine abzubringen – vergeblich. Heute pilgern andere europäische Politiker nach Washington und versuchen, Donald Trump von seinen Übernahmeplänen für Grönland loszueisen – mit offenem Ausgang. Geschichte wiederholt sich nicht, aber manchmal reimt sie sich, wie einst der US-Schriftsteller Mark Twain schrieb.
Die Nato sei am Ende, sollten die USA Grönland und damit das Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Dänemark angreifen, heißt es. Ist sie das nicht schon? Trump sagt, Grönland müsse vor Russland und China geschützt werden, und das gehe nur, wenn es Teil der USA sei. Das kann nur heißen: Trump schützt ausschließlich US-Staatsgebiet. Andere Länder nicht, also auch keine Nato-Verbündeten, und Grönland ist Nato-Territorium. Die wichtigste Grundlage der westlichen Militärallianz – dass Nato-Mitglieder im Ernstfall unter US-Schutz stehen – ist unter diesem US-Präsidenten praktisch eingefroren. […]
Mit dem formalen Ende der NATO beginnen aber viele amerikanische Probleme. Die US-Army müsste ihre europäischen Basen räumen – ein Alptraum für die US-Generäle, die damit ihre Schlagkraft in Nahost, dem Baltikum und dem Mittelmeerraum verlören.
Der raffgierige Trump hofft offenkundig, im Gegenzug durch die Ausbeutung grönländischer Bodenschätze, reich zu werden. Das ist aber nur eine gedankliche Option, wenn man total verblödet, wie die Trumpanzees ist.
Denn abgesehen davon, daß gar nicht sicher ist, was wo im Grönländischen Boden steckt: Das Riesenland ist infrastrukturell nicht erschlossen. Es müsste unter aberwitzigem Aufwand, ein kilometertief durchgefrorenes Land mit 2.166.086 km2 Fläche, also mehr als sechs Mal so groß wie Deutschland (348.672 km2) erschlossen werden. Mit Häfen, Krankenhäusern, Kraftwerken, Straßen und Flughäfen versehen werden. Kein US-Unternehmen könnte die Investitionen stemmen und die Republikaner würden sich bedanken, wenn Trillionen Steuergelder nach Grönland flössen. Im besten Fall fände man tatsächlich Erze mit Seltenen Erden. Die müsste man zum Raffinieren aber nach China schicken, weil die USA nicht über die Technologie verfügen. Und wieso sollte Peking dabei helfen, sich eine Konkurrenz zu schaffen?
