Donnerstag, 27. Dezember 2018

Solche und Solche


Eine meiner amerikanischen Tanten stammt ebenfalls aus Hamburg. Sie ist in den 1950er Jahren nach New York ausgewandert und wie so viele amerikanische Einwanderer total assimiliert.
Keins ihrer Kinder oder Enkel spricht ein Wort Deutsch, sie wurde religiös und lebt wie sich das klein Fritzchen so vorstellt inzwischen behütet weit außerhalb der City auf Long Island in einer Senioren-Community, wo niemand die Türen abschließt und man zu Weihnachten und Thanksgiving 300 bis 500 Karten verschickt.
Das sind Bilderbuch-Amerikaner.

Ein Typ, den ich nur über Emails kenne verbrachte just ein Jahr an der Uni Yale in New Haven, CT. Als mir auffiel, daß das schräg gegenüber von Longs Island liegt, dachte ich ein Kontakt vor Ort könne hilfreich sein, habe eine kurze Nachricht geschickt und sofort wurde er von der ganzen Familie eingeladen, inklusive Übernachtung.
Amis können so nett sein.
(Ich wäre nicht so nett auf eine Email einen Unbekannten gleich bei mir aufzunehmen.)
Meine Tante, inzwischen 80+ und Witwe spricht neuerdings ganz gern mal wieder deutsch. Während der letzten 60 Jahre hatte sie das fast ganz eingestellt, aber das scheint eine typische Alterserscheinung zu sein, daß man sich irgendwann wieder an diese Dinge aus der Jugend erinnert.
Auf Long Island gibt es keine Gelegenheit deutsch zu reden.
Am liebsten würde sie noch mal nach Hamburg fliegen, aber leider lässt ihre Gesundheit das nicht mehr zu.
Einem der Kinder fiel inzwischen ein, daß in Manhattan ein Wempe-Geschäft existiert. Das ist ein aus Hamburg stammender Juwelier, bei dem meine Tante in den 50ern eine Ausbildung begonnen hatte, aber dort nicht arbeitete, weil sie dann aus privaten Gründen in die USA auswanderte.
Ein Besuch bei Wempe-NY wäre quasi das „next best thing Hamburg“, wenn man nicht mehr selbst rüber fliegen könnte.
Das Geschäft liegt weit außerhalb der Price-Range meiner Tante und so trauten sie sich nicht einfach reinzumarschieren.
Da kam ich ins Spiel, weil ich über drei Ecken jemand kenne, der hier bei Wempe arbeitet. Ich schickte eine Mail, erklärte meine Familiengeschichte, woraufhin offensichtlich eine Mail nach Manhattan ging, um mein Anliegen weiter zu leiten.
Gestern starteten mein Ami-Verwandten ihren Familienausflug nach Manhattan, klopften bei Wempe an und was passierte? Der Geschäftsführer persönlich hatte sie erwartet, freute sich über die Geschichte, bewirtete alle mit Champagner und führte sie herum.

Meine Cousine mailt mir heute überglücklich:

„She truly had the best time. He treated her like royalty. I have not seen her that happy in a long time. She was so surprised. She thought we were just going to the theatre. Then she pointed out the Wempe store. I pulled over and told her let’s get a picture and they took her in for coffee. It was so nice. She said it was the best day of her life. Rudy made us feel very comfortable! It was the most beautiful day today in the city. Seeing my mom’s face light up as we were greeted with champagne and a tour of the jewelry store.”

Das ist eben auch so typisch amerikanisch. Die Amis können so nett sein und so unkompliziert. Der Geschäftsführer stellt sich gleich mit dem Vornamen vor und nun sind sie alle Freunde.
Solche Geschichten kennt jeder, der ab und zu mal in den Staaten ist oder dort Verwandte hat.
Insbesondere in Notsituationen, zB nach Naturkatastrophen, kann man nur staunen wie wenig gejammert wird und mit welch ungeheuren Hilfsbereitschaft sich sofort alle in Gang setzen, um den Betroffenen in der Not beizustehen.
Meine Ami-Verwandten wunderten sich auch dementsprechend als meine Eltern länger im Krankenhaus lagen, daß ich immer noch in deren Wohnungen fahren musste, um Blumen zu gießen.
In ihrer Gegend springen ganz automatisch die Nachbarn ein, gehen mal rüber (die Türen sind ja ohnehin nicht abgeschlossen), räumen auf, kochen etwas für einen, wenn man wieder kommt.

Aber dann gibt es in unmittelbarer Nähe von Wempe-New York den Trump-Tower mit den Menschen, die das diametrale Gegenteil dieser netten Amis sind.
Donald Trump ist selbstverständlich ein besonders extremes Arschloch, das völlig unfähig ist Mitleid zu empfinden, Hilfsbereitschaft zu zeigen oder überhaupt Empathie aufzubringen.
Im Gegenteil, er lebt einen ausgesprochen egomanischen und sadistischen Charakter aus, frönt Rassismus und Bösartigkeit.
Und so singulär kann das auch nicht sein, da es eine hohe zweistellige Millionenzahl von Amerikanern gibt, die ihn großartig finden und hingebungsvoll unterstützen.

Es fällt schwer die beiden Amerika-Bilder unter einen Hut zu bekommen.
Trump steht für das durch und durch verrottete, unmenschliche Amerika, in dem zur Belustigung seiner FOX-Fanschar kleine Immigranten-Kinder an der Grenze umgebracht werden.

[…..] Ein achtjähriger Junge aus Guatemala ist in US-Gewahrsam ums Leben gekommen. Damit ist bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Monats ein Kind nach seiner Festnahme durch US-Grenzbehörden gestorben. [….]

Das miese Stück Dreck Trump ist noch nicht mal in der Lage für ein paar Stunden die US-Truppen, die im Irak im Dreck hocken zu besuchen, ohne sich selbst maßlos zu loben und in Szene zu setzen, statt zumindest für das TV die Soldaten in den Vordergrund zu stellen.

[……] So gaben Soldaten Trump rote Kappen zum Unterschreiben - Kappen aus dem Wahlkampf mit der Aufschrift "Make America Great Again". Militärische Regeln verbieten eigentlich eine solche Parteinahme. Kritik gab es auch an seiner Ansprache: "Wir sind nicht mehr die Trottel der Welt. Ich mag euch, weil ihr nickt - wir werden als Nation wieder respektiert."
Trump behauptete, er habe den Soldaten die erste Solderhöhung seit zehn Jahren verschafft - was die Faktenchecker der US-Medien sofort widerlegten. Außerdem kritisierte er vor den Soldaten die oppositionellen Demokraten im Streit um eine Mauer an der Grenze zu Mexiko. Der Demokrat Jimmy Panetta gab sich deswegen enttäuscht: "Das ist eine Chance für ihn, zuzuhören, zu lernen und nicht zu belehren und eine politische Kundgebung abzuhalten. Leider kennt dieser Präsident nur ein Tempo, er kann nur diese politischen Kundgebungen abhalten - und das haben wir auch im Irak gesehen." [….]

G.I. Bone Spur bringt es fertig sich selbst weiter zu desavouieren, während er gerade auf einem PR-Trip ist, um von seinen gesammelten Peinlichkeiten abzulenken.

[….] Truppenbesuche von Präsidenten in Kampfgebieten, auch und gerade an Feiertagen, sind eigentlich üblich und in der Öffentlichkeit in den USA gern gesehen - als moralische Unterstützung für die Soldaten im Einsatz. Anders als seine Amtsvorgänger hatte Trump bisher in seiner Präsidentschaft aber noch nie US-Kampftruppen im Ausland besucht. [….] Im Irak kam es offenbar zu einem peinlichen Fauxpas. Trump hat wohl unbeabsichtigt den Stationierungsort eines Teams der US-Spezialeinheit Navy Seals öffentlich gemacht. Der Präsident veröffentlichte bei Twitter ein Video, das ihn zeigt, wie er mit US-Soldaten posiert, Hände schüttelt und Autogramme gibt. [….]

Auf dem Rückweg stoppte Präsident Peinlich auch noch in Ramstein, aber auch das gefiel ihm gar nicht.

[….] Trump enttäuscht von Ramstein-Besuch: "Ich dachte, da gibt es harte Musik und eine krasse Pyro-Show!"
Was für eine Debakel! US-Präsident Donald Trump hat seinen Blitzbesuch in Deutschland enttäuscht abgebrochen, nachdem er nicht wie erwartet von harter Rockmusik und Pyrotechnik, sondern lediglich von langweiligen Soldaten begrüßt wurde. Aus dem Umfeld Trumps heißt es, der Präsident sei außer sich.
Dabei soll die Zwischenlandung in Deutschland sogar Trumps Idee gewesen sein. Als ein Angehöriger seines Stabs einen möglichen Zwischenstopp in der Ramstein Airbase vorschlug, soll der Präsident sofort Feuer und Flamme gewesen sein. "Aber natürlich! Ich wollte schon immer mal Ramstein sehen", soll er ausgerufen haben. "Ich habe schon so viel darüber gehört."
Während des mehrstündigen Flugs vom Irak nach Deutschland habe Trump sich dann zurückgezogen und sich auf seinem iPod eigenen Angaben zufolge "erstmal wieder ein bisschen reingehört". […..]

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Die Trump-Sekte.


An mein Posting von gestern anschließend:

Herr Trump muss ungeheuer verzweifelt sein, daß er nun so ein Feuerwerk abbrennt, um bei seiner Basis zu punkten.
Nun also der heldenhafte Weihnachtsbesuch im Irak, um von seinem gewaltigen Problemberg in Washington abzulenken.
Ein Problemberg, den er freilich selbst aufgehäuft hat.
Die Regierung steht still, die Aktienkurse brechen ein wegen Trump.
Aussicht auf Besserung besteht nicht. Die außenpolitischen Probleme dürften sich durch Trumps Geschenke an die Türkei, Russland und den Iran gewaltig verschärfen.
Wie soll die US-Administration das managen, wenn der Chef noch nicht mal in der Lage ist nach zwei Jahren im Amt all die vakanten Stellen zu besetzen?
Es herrscht Chaos in der US-Regierung; trump-Chaos.

[…..]  The Plum Line
When the new year begins next week, President Trump will have an acting chief of staff, an acting secretary of defense, an acting attorney general, an acting EPA administrator, no interior secretary, and no ambassador to the United Nations. The officials originally in all those positions have either been fired or have quit in various measures of disgust or scandal. His former campaign chairman, deputy campaign chairman, national security adviser and personal lawyer have all pleaded guilty to crimes. His campaign, his transition, his foundation and his business are all under investigation. The United States’ allies are horrified at the chaos Trump has brought to our foreign policy. The stock market is experiencing wild swings as investors are gripped with fear over what might be coming and what Trump might do to make it worse — a situation alarming enough that the treasury secretary felt the need to call up the CEOs of major banks to assure them that everything is under control.
And, oh yeah, the government is shut down.
This, my friends, is exactly what we were afraid of when Trump somehow managed to get elected president two years ago. This is what we warned you about. [….]

Das sind keine Auflösungserscheinungen, sondern das ist full turmoil. #45 reißt gerade alles in den Abgrund.
Über die Hälfte der Amerikaner lehnt nicht nur den Kurs der eigenen Regierung ab, sondern sie schämt sich in Grund und Boden für die peinliche Gestalt im Weißen Haus.

Aber was ist mit den anderen? Seiner core base, dem harten Kern aus etwa 40 Millionen rechtsradikalen FOX-verseuchten Amis, die ihren orangenen Erlöser immer noch frenetisch feiern, verteidigen und bejubeln?
Was ist los mit denen, daß sie sich ebenso hartnäckig wie ihr Führer der Realität widersetzen?

Es gibt einige Hauptgründe. Einerseits gibt es keinen amerikanischen Top-Politiker, der so klar rassistisch agiert und andererseits ist Trump kein politischer Anführer, sondern vielmehr ein Religiöser.


Religionen sind das Mittel der Wahl, wenn man irrealen Unsinn verkaufen will.

Was könnte unsinniger als das Christentum sein? Schlangen, die sprechen, Frauen, die ohne Sex schwanger werden und leibhaftig zum Himmel hinauffliegen, Männer, die 900 Jahre alt werden und dann auch noch der langhaarige Gammler, der übers Wasser gehen kann und nach dem Tod wieder lebendig wird.

Das widerspricht alles eindeutig der Realität, aber indem man es zum Glaubensgrundsatz erklärt und dann möglichst viele Menschen zusammenbringt, die sich alle demselben Wahn verschreiben, bildet man eine zusammengeschweißte Gemeinschaft, die dem Cult-leader schon deswegen nicht widerspricht, weil man damit ausgestoßen wäre.
Je offensiver man sich zu der von ihm verkündeten Fiktion bekennt, desto enger ist das Band der Epigonen, die ihm folgen untereinander.

[…..] Beim US-Prä­si­den­ten Do­nald Trump ist un­ter­des­sen der Lü­gen­zäh­ler der »Wa­shing­ton Post« – Stand vom 30. Ok­to­ber – auf 6420 nach­weis­lich fal­sche oder ir­re­füh­ren­de Be­haup­tun­gen ge­klet­tert. Trump lügt sich fast schon wahl­los durch den Tag. Als nach den US-Zwi­schen­wah­len in Flo­ri­da nach­ge­zählt wer­den muss­te, be­haup­te­te er, Be­trü­ger hät­ten sich ver­klei­det, um mehr­mals ab­zu­stim­men und sei­ner Par­tei den Wahl­sieg zu rau­ben.
Und den­noch: Die Zu­stim­mungs­wer­te für Trumps Kar­ne­val der po­li­ti­schen Ver­wahr­lo­sung sind un­ter den ame­ri­ka­ni­schen Re­pu­bli­ka­nern sta­bil. Sei­ne Ge­folgs­leu­te er­klä­ren je­den aus der Luft ge­grif­fe­nen Aber­witz im Nach­hin­ein ve­he­ment für wahr.
[….]
(SPIEGEL Nr. 50, 08.12.2018, s.108 ff)

Die unzähligen Menschen, die abstruser Hass-Propaganda à la Trump, Berger, AfD, PI frönen, die Verschwörungstheorien anhängen, Merkel für eine Reptiloidin halten, annehmen eine „jüdische Verschwörung zur Umvolkung Deutschlands“ existiere und sinistere Mächte übten Einfluss durch Chemtrails aus, tun das nicht aufgrund wissenschaftlicher, politischer oder journalistischer Überzeugung.
Dahinter stecken vielmehr religiöse, psychologische und metaphysische Aspekte.
Deswegen funktionieren ganz offensichtlich unsinnige PP/PI/AfD-Lü­gen ge­gen den recht­lich nicht bin­den­den Uno-Mi­gra­ti­ons­pakt.
Trump lügt ohne sich Mühe zu geben, widerspricht sich wahllos selbst und versucht gar nicht erst den hanebüchenen Quatsch irgendwie plausibel aussehen zu lassen. Seine Jünger halten das für mutig und erfrischend. Sie fühlen sich endlich von den lästigen Fakten befreit und überziehen die armen irdischen Wesen, die auf der Realität beharren mit Hass und durchaus realen Drohungen.

[…..] Für eine Spe­zi­es, die sich in ei­ner kom­pli­zier­ten Welt zu­recht­fin­den muss, ist kol­lek­ti­ver Rea­li­täts­ver­lust ei­gent­lich kein gu­tes Re­zept. Aber Men­schen ha­ben schon im­mer von ge­mein­sa­men Fik­tio­nen pro­fi­tiert. Das zeigt die Ge­schich­te der Re­li­gio­nen. An­thro­po­lo­gen ha­ben her­aus­ge­fun­den: Ge­ra­de der Glau­be an Un­glaub­li­ches war es, der mäch­ti­ge Ge­mein­we­sen her­vor­brach­te.
Und war­um ist die­se Stra­te­gie so er­folg­reich? Weil das Be­kennt­nis zur Fik­ti­on Über­win­dung kos­tet. Es fällt nicht leicht, un­er­schro­cken Wi­der­sin­ni­ges zu be­haup­ten. Gott­lo­se und An­ders­gläu­bi­ge krin­geln sich: Wie kann man nur! Ste­he ich trotz­dem zu mei­ner Über­zeu­gung, ist das ein star­kes Si­gnal an die Mit­gläu­bi­gen: Sie se­hen, dass auf mich Ver­lass ist. Als Be­weis mei­ner Loya­li­tät brin­ge ich das Op­fer mei­nes Ver­stands.
Re­li­gi­ons­for­scher spre­chen von »kost­spie­li­ger Hin­ga­be«. Der Glau­be er­weist sich als umso stär­ker, je mehr er den Sei­nen ab­ver­langt. Der ame­ri­ka­ni­sche An­thro­po­lo­ge Ri­chard So­sis hat nach­ge­wie­sen, dass stren­ge, for­dern­de Glau­bens­ge­mein­schaf­ten be­son­ders lang­le­big und so­mit er­folg­reich sind. Auf die Art des Op­fers kommt es da­bei kaum an. Ob die Mit­glie­der sich um­ständ­li­chen Fas­ten­re­geln un­ter­zie­hen oder, wie die Ka­tho­li­ken im Mit­tel­al­ter, mehr­stün­di­ge la­tei­ni­sche Mes­sen durch­ste­hen – es dient al­les dem glei­chen Zweck: Die Men­schen zei­gen öf­fent­lich, wie weit sie zu ge­hen be­reit sind, nur um ih­rer Ge­mein­schaft wil­len.
[…..]
 (SPIEGEL Nr. 50, 08.12.2018, s.108 ff)

Es macht keinen Sinn sich wie die Anhänger des Opus Dei selbst zu geißeln, sich die Neunschwänzige zum Gefallen Gottes auf den Rücken zu knallen, einen Bußgürtel mit nach innen gerichteten rostigen Stacheln zu tragen, auf Knien tagelang zur Fatima in Portugal zu rutschen, oder auf Knien die unzähligen Stufen zur Schwarzen Madonna von Częstochowa (Tschenstochau) hochzukraxeln. Vier Millionen Katholiken tun es aber dennoch jedes Jahr, weil sie damit in ihrer Gemeinschaft beweisen welche Strapazen sie für den Glauben auf sich nehmen.
In Manila lassen sich Katholiken sogar mit echten Nägeln zu Ostern an ein Kreuz nageln, um Jesus zu ehren.
Derlei Leidensbeweise gibt es in allen Religionen.

Schiiten fügen sich blutige Verletzungen durch Peitschen und Säbel zu, um ihre Zugehörigkeit zum Kult zu demonstrieren. Erst wenn alle blutig sind hören sie auf.


Trumps aberwitzige Lügen zu glauben, ihn kollektiv anzufeuern, auf seinen Rallys in einen Massenwahn zu geraten folgt dem gleichen psychologischen Prinzip.

[…..] Das Si­gnal der kost­spie­li­gen Hin­ga­be schafft ei­nen star­ken Zu­sam­men­halt. Es er­mög­licht Frem­den der glei­chen Fik­ti­ons­ge­mein­schaft, ein­an­der mit Ver­trau­en zu be­geg­nen; und es hält Tritt­brett­fah­rer fern, die nichts bei­tra­gen und im Zwei­fels­fall schnell wie­der weg sind. Un­ter güns­ti­gen Um­stän­den kön­nen auf die­se Wei­se gro­ße ver­schwo­re­ne Grup­pen her­an­wach­sen – und die ge­teil­te Fik­ti­on wird zur his­to­ri­schen Macht.
Da­von pro­fi­tie­ren nicht nur Re­li­gio­nen, son­dern in glei­chem Maß po­li­ti­sche Sek­ten. Denn auch die Be­reit­schaft, ge­gen jede Evi­denz zu lü­gen, ist ein fäl­schungs­si­che­res Si­gnal der Hin­ga­be – je kras­ser, des­to bes­ser.
Ab­sur­de Ge­schich­ten sind in der An­hän­ger­schaft im­mer ge­fragt, und sie ver­brei­ten sich auch noch be­son­ders gut. Das ist kein Zu­fall. Das Un­glaub­li­che er­staunt, es bleibt leicht hän­gen – bes­ter Er­zähl­stoff, so­lan­ge es noch ir­gend­wie stim­mig scheint.
[…..]
(SPIEGEL Nr. 50, 08.12.2018, s.108 ff)

So wenig man einen überzeugten Christen/Juden/Muslimen mit wissenschaftlichen Fakten und klaren Beweisen dazu bringen kann sich aus seiner andere extrem exkludierenden Fiktionsgemeinschaft zu lösen, so sehr ist es auch zum Scheitern verurteilt Impfgegner, Homöopathie-Anhänger, Aldebaraner-Jünger, Soros-Verteuflern, Gauland-Fans oder Trump-Wählern von ihrem offensichtlichen Irrsinn abzubringen. Wer sich die „Beweise“ für eine gefakte Mondlandung oder eine Unterwanderung durch extra-terrestrische Reptilien einmal als Beitrittsgeschenk zu einer Hassgruppe verinnerlicht hat, bleibt auch dabei, weil er die Sphäre des Realen für seinen Glauben verlassen hat.

 […..]  Nicht min­der ein­präg­sam ist die Fa­bel, dass in Deutsch­land die Flücht­lin­ge in Lu­xus­her­ber­gen schwel­gen und zum Dank sich auch noch Zie­gen aus dem Strei­chel­zoo gril­len. Auf sol­che Mi­ra­kel ist die Hass­re­li­gi­on des rech­ten Ran­des fi­xiert; Ge­gen­be­le­ge tut sie als Blend­werk ab. Sie ver­teu­felt die Mi­gra­ti­on als Mut­ter al­ler Pro­ble­me – der bös­ar­ti­ge Son­der­fall ei­nes Glau­bens. Sei­nen An­hän­gern ist kei­ne hö­he­re Se­lig­keit ver­hei­ßen, nur das häss­li­che Ver­gnü­gen, Schwä­che­re zu mal­trä­tie­ren.
Auf über­zeug­te Rechts­ex­tre­me mag spe­zi­ell die­se Aus­sicht eu­pho­ri­sie­rend wir­ken. Mit­läu­fer ge­nie­ßen wohl ein­fach nur die Frei­heit zum Kra­kee­len. Denn sei­en wir ehr­lich: Lü­gen macht frei. Es ist be­flü­gelnd, sich an Fak­ten nicht mehr ge­bun­den zu füh­len.
[….]
(SPIEGEL Nr. 50, 08.12.2018, s.108 ff)

Die vielen Trump-Epigonen im Weißen Haus haben sich für alle anderen späteren Jobs außerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft verbrannt.
Sarah Sanders und Kellyanne Conway sind so schlimme, amoralische Lügnerinnen, daß kein seriöser Politiker sie jemals wieder einstellen wird. Wer sich im Dezember 2018 noch von Trump anheuern lässt, verspielt seine bürgerliche Reputation. Daher sind viele Stellen unbesetzt; Menschen, die noch mit Fakten leben, können nicht für ihn arbeiten.
Aber diejenigen, die sich ihm völlig hingeben, die Abermillionen Rednecks, Hillbillies, Fox-Hörer und Rassisten sind schon so weit in den Sog der Trump-Sekte geraten, daß sie nicht mehr zu erreichen sind für die Außenwelt der Ungläubigen.

[….] Do­nald Trump bie­tet den An­hän­gern be­son­ders reich­lich Ge­le­gen­heit zur Un­ter­wer­fung, wenn er bei­spiels­wei­se das Ge­gen­teil ei­ner Be­haup­tung vom Vor­tag zur neu­en Wahr­heit er­klärt. Trump hat die Rea­li­täts­ver­leug­nung nicht er­fun­den, aber zur Se­ri­en­rei­fe ge­führt. Lü­gen bringt er qua­si schon voll­au­to­ma­tisch her­vor, die Fak­ten­che­cker kom­men kaum noch hin­ter­her. Sei­ne bis­he­ri­ge Best­leis­tung er­reich­te der US-Prä­si­dent am 7. Sep­tem­ber mit ei­nem Aus­stoß von 125 fal­schen oder ir­re­füh­ren­den Be­haup­tun­gen.
Den­noch ist Trump kein po­li­ti­scher Lüg­ner neu­en Typs, er kennt nur kei­ner­lei Scham. Er hat nie ei­nen Zwei­fel dar­an ge­las­sen, wor­um sein Den­ken kreist: um die Fik­ti­on sei­ner Un­be­sieg­bar­keit. Jede Wahl, die er nicht ge­won­nen hat, müs­se dem­nach ir­gend­wie ge­fälscht sein.
[….]
(SPIEGEL Nr. 50, 08.12.2018, s.108 ff)

Man stellt seinen Gott nicht in Frage, so wie man sich nicht von Jesus abwendet, weil er (=Gott=HeiGei) bei der Sintflut nahezu die gesamte Erdbevölkerung killte.

Dienstag, 25. Dezember 2018

Weihnachten vor zehn Jahren


Ende 2008 saßen viele amerikanische Top-Ökonomen, Finanzexperten und erfahrene Manager zitternd vorm Telefon und hofften, daß es nicht klingeln möge.
Das waren nervöse Weihnachtstage.
Es handelte sich nämlich um eine dramatische „transition“. George W. Bush würde nur noch wenige Wochen im Amt bleiben und hatte wie so viele republikanische Präsidenten eine tiefe Wirtschafts- und Finanzkrise, sowie ein gewaltiges Budget-Defizit hinterlassen, das der demokratische Nachfolger aufräumen musste.
Aber diesmal war es schlimmer denn je. Zwei katastrophal verlaufende Angriffskriege hatten das Ansehen der USA ruiniert, astronomische Kosten verursacht und die destruktive Trickle-down- und Steuersenkungspolitik, verbunden mit radikaler Deregulierung hatte nicht nur die US-Börsen auf Talfahrt geschickt, sondern die größte weltweite Finanzkrise seit 80 Jahren ausgelöst.
Was für ein Schlamassel.
Wer tat es sich freiwillig an dieses Erbe aufzuräumen?
Barack Obama hatte rund 400 Top-Jobs in Washington neu zu besetzen.
Dabei war die Arbeitswut seines Teams legendär. Man würde kein Privatleben mehr haben, so gut wie nicht mehr schlafen und binnen kürzester Zeit zumindest graue Haare bekommen.
Die Staffer von Clinton und Obama arbeiteten in so einem brutalen Daueraufmerksamkeitsmodus, daß es für die meisten physisch kaum länger als zwei Jahre auszuhalten war.
Noch heute erzählen sich Bill Clintons Mitarbeiter Horrorgeschichten über ihren Chef, der offenbar gar nicht schlief und nach 48 Dauerverhandlungen am anderen Ende der Welt, Jetlag und roten Augen im Weißen Haus einflog, dann schon am Hubschrauber von einer frisch ausgeruhten Gruppe Experten eines ganz anderen Themas zum Briefing abgepasst wurde und diese so lange und intensiv befragte, bis die nicht mehr konnten.
Clinton verfügte dazu auch noch über ein so phänomenales Gedächtnis, daß er über jedes noch so exotische Thema meistens mehr als die Spezialisten wußte.
Das legendär talentierte Sprachgenie Jonathan E. „Jon“ Favreau, Jahrgang 1981, also zu Obamas Amtsantritt erst 27, arbeitete rund um die Uhr als der Redenschreiber von #44.  Natürlich verfügte er über ein ganzes Team der besten Experten als Mitarbeiter.
Aber sie alle kamen an ihre Grenzen, wenn es etwa eine Woche vor den ganz großen öffentlichen Reden zum Treffen mit ihrem Chef kam, da Barack Obama selbst vermutlich der beste Redenschreiber von allen war und bis zum letzten Tag seiner Amtszeit alle mit seinen brillanten Ideen verblüffte.
Das war kein entspanntes Arbeitsumfeld, sondern purer Stress, der vergleichsweise schlecht bezahlt war. Zwischen 150.000 und 170.000 Dollar jährlich verdienten die Top-Mitarbeiter des Weißen Hauses im Jahr.
Ein schlechter Scherz verglichen zu dem, was CEOs, Banker oder Top-Berater vorher in der amerikanischen Wirtschaft verdient hatten.
Zu allem Übel konnte man nichts nebenbei verdienen, selbst wenn das zeitlich möglich gewesen wäre.
Aber Barack Obama hatte den als „Mr. No“ verschrienen „Ethik-Zar“ Norman Eisen installiert. Der Harvard-Jurist war Mitgründer der government watchdog organization “Citizens for Responsibility and Ethics in Washington” (CREW), arbeitete schon in der Präsidentschaftskampagne Obamas mit, gehörte zum Transition-Team und wurde schließlich als „Special Counsel for Ethics and Government Reform in the White House“ eingestellt, um mit Argusaugen darauf zu achten, daß nicht die geringsten Interessenkonflikte oder Korruption möglich wurden.

Wenn also bei Top-Experten vor zehn Jahren das Telefon klingelte und das Obama-Transition-Team sich meldete, war das kein Grund zur Freude.
Es würde ein nahezu nicht zu bewältigender Berg Arbeit, brutaler physischer und psychischer Stress bei mieser Bezahlung auf einen warten.

In einem waren sich von links bis ganz rechts zu den Republikanern allerdings einig: Wenn einen dieser Anruf vom President elect ereilte, konnte man nicht Nein sagen.
Das war schon aus patriotischen Gründen unmöglich, ergab sich aber auch aus dem enormen Respekt, der in den USA traditionell dem Amt des Präsidenten entgegengebracht wird.

So übernahm Robert Gates, der schon als Verteidigungsminister unter GWB amtierte auch nach Obamas Amtsantritt am 20.01.2009 den Posten, weil Obama ihn darum gebeten hatte.
Chuck Hagel, GOP-Senator aus Nebraska amtierte vom 27. Februar 2013 – 17. Februar 2015 als Obamas Verteidigungsminister, als die Republikaner schon längst im Teebeutel-Wahn alles bekämpften was aus dem Weißen Haus kam. Aber man sagt nicht Nein zum US-Präsidenten, wenn dieser einem so ein Amt anträgt.

Diese Zeiten scheinen allerdings inzwischen mindestens 1000 Jahre zurück zu liegen.
Allein die Vorstellung eines Ethik-Zars in der Trump-Administration ist schon ein Brüllwitz.
Kaum ein Mitglied seiner Regierungsmannschaft, das noch nicht durch Raffgier, Korruption, Meineid oder Selbstbedienung aufgefallen wäre.

Bestechlich zu sein ist vielmehr die Voraussetzung, um für das Trump-White-House zu arbeiten.


Aber was will man auch anderes erwarten, wenn der Chef selbst eine Kleptokratie errichtet hat, in der Faulheit und Nepotismus blühen.
Wichtigste Posten vergab Trump an seine Kinder, stopft sich ungeniert die Taschen voll, lügt den ganzen Tag wie gedruckt und sucht sich seine Mitarbeiter gern in Tittenshows oder bei rechten Verschwörungstheoretiker-Moderatoren aus.
Er selbst liest nicht, ist nicht zu briefen, kann kaum lesen, weiß nichts, behandelt seine Mitarbeiter wie Dreck und glaubt unerschütterlich, ihm gehöre die Regierung, das DOJ sei seine persönliche Anwaltskanzlei, er besitze das Weiße Haus und alle hätten nur seinem Wohl zu dienen, statt dem Wohle der Nation.
Das einzig Positive, das man über Trump sagen kann, ist daß er glücklicherweise stinkend faul ist, generell kaum arbeitet und stattdessen lieber Junkfood frisst, mit Speichelleckern telefoniert, TV guckt und natürlich golft.
Vermutlich ist das der Grund, weswegen die USA noch nicht implodiert sind. Der US-Präsident ist glücklicherweise kaum im Oval Office.
Nicht auszudenken was der wahnsinnige Psychopath anrichten könnte, wenn er auch nur annähernd das Arbeitspensum Clintons oder Obamas absolvieren würde.

Trump ist dabei trotz seiner überwiegenden Abwesenheit ein so unangenehmer Chef, daß seine Mitarbeiter trotz der „Ehre“ für den US-Präsidenten zu arbeiten in Scharen davonlaufen, über Skandale stolpern oder auch per Twitter gefeuert werden, wenn sie es wagen #45 zu widersprechen.

Fired 208 days
Mira Ricardel Deputy National Security Adviser | Trump White House staffer

Fired 639 days
Jeff Sessions Attorney General | Trump appointee

Unknown 636 days
Don McGhan White House Counsel | Trump White House staffer

Resigned 533 days
Joe Hagin Deputy Chief of Staff for Operations | Trump White House staffer

Resigned 504 days
Scott Pruitt Environmental Protection Agency Administrator | Trump appointee

Resigned 526 days
Tom Homan Director of ICE | Trump appointee

Resigned 292 days
Ty Cobb White House Special Counsel | Trump White House staffer

Fired 409 days
Nadia Schadlow Deputy National Security Adviser for Strategy | Trump White House staffer

Fired 446 days
Tom Bossert Homeland Security Adviser | Trump White House staffer

Fired 434 days
Michael Anton National Security Council | Trump White House staffer

Fired 411 days
H.R. McMaster National Security Adviser | Trump White House staffer

Fired 432 days
David Shulkin Secretary of Veterans Affairs | Trump appointee

Unknown 357 days
Josh Raffel Deputy Communications Director | Trump White House staffer

Resigned 279 days
John Dowd Trump's lead lawyer | Trump legal team

Resigned TBD days
Nikki Haley US Ambassador to the UN | Trump appointee

Resigned 434 days
Hope Hicks White House Communications Director | Trump White House staffer

Fired 406 days
Rex Tillerson Secretary of State | Trump appointee

Fired 418 days
John McEntee Personal aide to the President | Trump White House staffer

Resigned 414 days
John Feeley US Ambassador to Panama | Obama appointee

Resigned 411 days
Gary Cohn Chief Economic Adviser | Trump White House staffer

Resigned 268 days
Rachel Brand Associate Attorney General | Trump appointee

Resigned 285 days
David Sorensen White House speechwriter | Trump White House staffer

Resigned 384 days
Rob Porter White House Staff Secretary | Trump White House staffer

Resigned 215 days
Taylor Weyeneth Deputy Chief of Staff of the White House Office of National Drug Control Policy | Trump White House staffer

Resigned 209 days
Brenda Fitzgerald Director of the US Centers for Disease Control and Prevention | Trump appointee

Fired 375 days
Andrew McCabe FBI Deputy Director | Obama appointee

Resigned 546 days
Marc Short Director of Legislative Affairs | Trump White House staffer

Resigned 366 days
Omarosa Manigault Newman Assistant to the President and Director of Communications for the Office of Public Liaison | Trump White House staffer

Resigned 354 days
Dina Powell Deputy National Security Adviser | Trump White House staffer

Resigned 309 days
Jeremy Katz Deputy Director at the National Economic Council | Trump White House staffer

Unknown 347 days
Rick Dearborn Deputy White House Chief of Staff | Trump White House staffer

Resigned 209 days
George Sifakis  Assistant to the President and Director of the Office of Public Liaison | Trump White House staffer

Resigned 232 days
Tom Price Health and Human Services Secretary | Trump appointee

Resigned 244 days
Keith Schiller Director of Oval Office Operations | Trump White House staffer

Unknown 214 days
Sebastian Gorka White House deputy assistant | Trump White House staffer

Resigned 211 days
Carl Icahn Special Adviser on Regulatory Reform | Adviser

Fired 211 days
Steve Bannon White House Chief Strategist | Trump White House staffer

Fired 195 days
Ezra Cohen-Watnick Senior Director for Intelligence on the National Security Council | Trump White House staffer

Resigned 193 days
George Gigicos White House Director of Scheduling and Advance | Trump White House staffer

Fired 11 days
Anthony Scaramucci White House Communications Director | Trump White House staffer

Fired 190 days
Reince Priebus White House Chief of Staff | Trump White House staffer

Fired 183 days
Derek Harvey National Security Council Adviser | Trump White House staffer

Unknown 187 days
Michael Short Assistant Press Secretary | Trump White House staffer

Fired 183 days
Rich Higgins Strategic Planning Aide | Trump White House staffer

Resigned 183 days
Sean Spicer White House Press Secretary | Trump White House staffer

Resigned 50 days
Mark Corallo Spokesman and Communications Strategist for Trump's legal team | Trump legal team

Resigned 181 days
Walter Shaub Office of Government Ethics Director | Obama appointee

Unknown 168 days
Tera Dahl Deputy Chief of Staff for the National Security Council | Trump White House staffer

Resigned 119 days
Michael Dubke White House Communications Director | Trump White House staffer

Fired 110 days
James Comey FBI Director | Obama appointee

Unknown 106 days
Angella Reid White House Chief Usher | Non-political White House employee

Resigned 95 days
Vivek Murthy Surgeon General | Obama appointee

Resigned 80 days
K.T. McFarland Deputy National Security Adviser | Trump White House staffer

Resigned 70 days
Katie Walsh Deputy Chief of Staff | Trump White House staffer

Fired 25 days
Michael Flynn National Security Adviser | Trump White House staffer

Fired 11 days
Sally Yates US Deputy Attorney General | Obama appointee

Seine ständigen Lügen und die Unfähigkeit sich beraten zu lassen, bringen ihn inzwischen in echte Schwierigkeiten.



Inzwischen hat sich Trump in ein tiefes, tiefes Loch manövriert, weil er ein Government Shutdown verursacht hat und nun allein im Weißen Haus sitzt und sich langweilt.

Vor Anrufen aus dem Weißen Haus muss sich niemand mehr fürchten.
Für Trump zu arbeiten ist keine Ehre.
Man kann ihn einfach auslachen und auflegen.

Es geht bergab mit Trump und niemand mag ihm mehr helfen.

[….]  Trump allein zu Haus
Streit mit Noch-Verteidigungsminister Mattis, sinkende Börsenkurse angesichts der Haushaltsdebatte mit den Demokraten: US-Präsident Trump ist umgeben von Problemen - und mokiert sich über seine Einsamkeit im Weißen Haus.
US-Präsident Donald Trump schlägt Weihnachten offenbar aufs Gemüt. Eigentlich wollte er in Florida sein, mit seiner Familie dort die Feiertage verbringen, golfen gehen. Stattdessen sitzt er nun in Washington fest. [….]  Überhaupt nutzte der Präsident die unverhoffte zusätzliche Zeit im Weißen Haus am Wochenende und am Montag, um ausgiebig per Twitter Frust abzulassen und auszuteilen - gegen die Demokraten, gegen die Medien, gegen Andersdenkende, gegen die US-Notenbank Fed, gegen Leute aus seiner Administration, die das Weite suchen.
[….] Die "Washington Post" schrieb, nach der Absage seines Florida-Trips habe Donald Trump indessen das Wochenende damit verbracht, Stunden und Stunden Fernsehen zu schauen und sich über die Berichterstattung zu ärgern. [….]