Mittwoch, 13. November 2024

Konfessionelle Klischees

Mit katholischen Kirchen-Vertretern assoziiere ich den süddeutschen jovialen wohlgenährten konservativen Mann im bunten Kleid, der allerlei Schmuck und Hüte trägt, in einem großzügigen Palais residiert, privat mit CSU-Ministerpräsidenten verkehrt, die Messdienerchen stets etwas zu lang herzt, Akten der Päderastenpriester schreddert und eins absolut nicht leiden kann: Frauen.

Der moderne Protestantismus wirkt in jeder Hinsicht, wie ein Gegenentwurf. Die EKD-Spitze wird von Frauen dominiert, die gern aus Norddeutschland kommen, neckische Kurzhaarfrisuren tragen, sich demonstrativ bescheiden geben, in der Friedensbewegung aktiv sind, jede Menge eigener Kinder haben und öffentlich auch mal was Nettes über Schwule sagen. Ihre Gottesdienste sind bewußt karg gehalten und schmücken sich gern mit einem Hilfsprojekt für Arme, Blinde, oder Kinder in einer Kirche, die maximal weit entfernt ist und aus Dankbarkeit Bilder schickt, wie sie die milden Gaben empfangen.

Auf der einen Seite die erzkonservativen prassenden Sadisten Müller, Meisner, Mixa, Woelki und auf der Anderen die Normalo-Frauen Käßmann, Jepsen, Kurschus, Fehrs.

Als Norddeutscher, oder als Atheist, liegen die Sympathien selbstverständlich auf der protestantischen Waagschale.

Man sagt den Katholiken nach, die viel bessere Show zu machen. Die Prachtentfaltung und das Brimborium der katholischen Messen, der Gigantismus des Vatikans, all das Gold, die Edelsteine, die kostbarsten Materialien, die schiere Größe sind atemberaubend. Aber nicht nur die optischen, sondern auch die olfaktorischen und akustischen Sinne werden durch Knabenchöre und Weihrauchschwaden angeregt.  Da kann ein Probst in einer mecklenburgisch-strengen Kleinkirche natürlich nicht mithalten. Auf den ersten Blick.

In Wahrheit veranstalten die Evangeliban sogar noch mehr Show. Ihr bescheidenes Image verdeckt die garstige Realität.

Sie frönen in erster Linie dem zweit-widerlichsten Antisemiten und Menschenhasser nach Adolf Hitler, nämlich dem Hassprediger Martin Luther mit seinen blutig-sadistischen Vernichtungsphantasien. Folgerichtig waren auch die protestantischen „Deutschen Christen“ wichtigste Stütze Adolf Hitlers, während die katholischen Kirchenfürsten zwar auch mit dem Holocaust sympathisierten, aber sich selbst nicht gern staatlichen Stellen unterordneten.

Die Evangelischen Bischöfe bekommen von den atheistischen Steuerzahlern dieselben absurd hohen Gehälter, wie ihre katholischen Kollegen.

Eisern verteidigen sie ihre finanziellen Privilegien, weigern sich über eine Ablösung der Staatsdotationen in Höhe von 600 Millionen Euro jedes Jahr zu sprechen, bestehen auf das kirchliche Arbeitsrecht, welches sie dazu ermächtig, Angestellte zu diskriminieren und geringer zu bezahlen. Beim Kindesmissbrauch durch ihre Geistlichen stehen sie den Katholiken in nichts nach, sind aber noch wesentlich effektiver bei der Vertuschung ihrer Verbrechen.

(….) Als bei den Katholiban ihr massives Kinderfi*ken in den Fokus der Öffentlichkeit geriet – ab 2002 in den USA und ab 2010 (Canisius) in Deutschland – wußten die Evangeliban, die wichtigsten Unterstützer Hitlers und Betreiber sadistischster Kinderfolterheime, in denen noch Jahrzehnte nach 1945 Hunderttausende Jungs und Mädchen bestialisch gequält wurden, was auf sie zukommt.

Die Tatsachen an sich, also Kinder brutal zu verprügeln, zu quälen, sexuell zu misshandeln und auch gelegentlich zu töten, war selbstverständlich kein Dealbreaker für die protestantische Kirche. Schließlich ist es einer der Signature Moves ihres Gottes, Erstgeborene abzumurxen.  Kinder zu schlagen, wird ebenfalls als ausdrückliche Pflicht in ihrer heiligen Bibel gefordert.

„Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol.“

(Sprüche 23,13-14, siehe auch 13,24;22:15;20,30).

„Rute und Zucht geben Weisheit; aber ein sich selbst überlassener Knabe macht seiner Mutter Schande“

(Sprüche 29,15).

Zudem berufen sich Protestanten dezidiert und stolz auf die maximal-antisemitische Horrorgestalt Martin Luther.

Die lästigen Blagen zu misshandeln ist kein Problem für die Evangeliban, aber sie mussten sich um den Imageverlust, Mitgliederverlust und damit Geldverlust sorgen, wenn die Öffentlichkeit zu viele Fragen stellt.

Zum Glück sind deutsche Öffentlichkeit, Presse, Politik und Justiz in dieser Causa extrem träge und extrem tolerant gegenüber der Täterorganisation. Massenhaftes Kinderfic*en ist kein Grund, um den Kirchen ihre Gemeinnützigkeit oder Privilegien zu entziehen. Man muss das auch nicht, wie in anderen Ländern, staatlich untersuchen. Lieber Schwamm drüber.

Und so entwickelten die Evangelischen für die nächsten 14 Jahre nach Canisius eine geniale Strategie des Umgangs mit dem sexuellen Missbrauch durch ihre Geistlichen: Wegducken, Schweigen, mit dem Finger auf die Katholiken zeigen, Fallakten dezent vernichten und darauf hoffen, der Kelch möge an ihnen vorüber gehen.

Das klappte recht gut bis 2024 die erste Studie über Kindesmissbrauch in der evangelischen Kirche Deutschlands veröffentlicht wurde und auf einmal schwarz auf weiß dastand, nicht besser als die Katholiken zu sein.

Dabei hatte die EKD in den 14 Jahren seit Canisius so erfolgreich die Akten verschwinden lassen, daß für die Studie kaum Material vorlag.

Tja, um Akten herauszugeben, habe man bedauerlicherweise kein Personal, erklärte die kommissarische Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Bischöfin Kirsten Fehrs achselzuckend. Pech für die Opfer. Fehrs ist übrigens nur kommissarisch im Amt, weil ihre Vorgängerin, Präses Annette Kurschus zwei Monate zuvor wegen der Vertuschung eines Falles von sexuellen Kindesmissbrauchs zurücktreten musste. Just saying. (…)

(Protestantische Probleme, 19.04.2024)

Die evangelischen Führungsfrauen handeln bei sexuellen Missbrauch an Kindern durch ihre Pfaffen genau wie ihre dicken männlichen Amtsbrüder in Süddeutschland. Sie vertuschen es und belügen die Öffentlichkeit. Siehe Bischöfin Jepsen. Siehe Pröbstin Kurschus. Nachdem Letztere zurücktrat, wurde Fehrs diese Woche ganz offiziell Ratsvorsitzende der EKD. Und auch sie soll sexuellen Missbrauch vertuscht haben, so lauten die Vorwürfe, die aber ganz offensichtlich bei der Würzburger Synode niemand störten. Es ist schließlich der Signature Move aller Kirchenführer, Kindesmissbrauch zu ermöglichen. Mir fehlen die investigativen Mittel, um zu verifizieren, ob die Anschuldigungen gegen Fehrs zutreffen.

[…] Auch gegen Fehrs wurden kurz vor ihrer Wahl überraschend Vorwürfe laut. Bei der Tagung des Kirchenparlaments war am Montagnachmittag eine “Anwältin des Publikums” vor Ort, um Missbrauchsbetroffene zu Wort kommen zu lassen. Sie las die E-Mail eines Mannes vor, in der er Fehrs beschuldigt, sie habe als Hamburger Bischöfin den Aufarbeitungsprozess einer Betroffenen in der Nordkirche bewusst scheitern lassen.  Fehrs sagte vor Journalisten, der Mann erhebe die Vorwürfe schon seit Jahren. Sie seien gegenstandslos. Der Fall werde in der Nordkirche regelhaft aufgearbeitet. EKD-Ratsmitglied Andreas Barner sagte, für ein Fehlverhalten Fehrs’ sehe der Rat keine Anhaltspunkte. Sie habe sich in den vergangenen Jahren aktiv und überzeugend für Aufarbeitung von Missbrauch eingesetzt.  [….]

(KNA, 12.11.2024)

Sicher feststellen lassen sich aber immerhin drei Dinge.

1.) Die Synode stört sich nicht daran, wieder eine Vorsitzende zu wählen, die mit solchen Vorwürfen konfrontiert ist und wählte Fehrs mit 97 von 130 Stimmen. Kindesmissbrauch scheint weitgehend akzeptiert zu sein.

2.) Fehrs agiert, wie ihr Kollege Woelki und lässt statt christlicher Gnade, Nächstenliebe oder Verzeihen, die advokatische Keule schwingen. Sie unternimmt juristische Schritte.

3.) Die Opfer des evangelischen Missbrauchs werden auch unter Fehrs im Stich gelassen.

Die evangelische Missbrauchsstudie wurde unter der Verantwortung von Bischöfin Fehrs behindert, indem sie kaum Akten lieferte und mit Unschuldsmine erklärte, dafür fehle das Personal.

Detlev Zander, 60, hat in einem Heim der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal in Baden-Württemberg bereits als Kleinkind schwerste sexuelle, physische und psychische Gewalt erfahren. Als Betroffenensprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) setzt er sich bundesweit für Missbrauchsopfer ein. Er ist Mitglied im EKD-Beteiligungsforum, in dem Betroffene und Kirchenvertreter paritätisch vertreten sind, erklärt im Spiegel:

[…] die hohen Fallzahlen […] muss man angesichts des immensen Dunkelfelds ja noch hochrechnen. Auch, dass die Opfer beim ersten Übergriff im Schnitt gerade mal elf Jahre alt waren, ist schrecklich. Da waren auch kleine Jungen dabei, das ist vor dem Hintergrund, dass die EKD jahrelang nach außen vermittelt hat, in ihren Reihen gebe es vor allem betroffene Frauen und ältere Mädchen, ein völlig anderes Bild. Auch das EKD-Mantra, es habe bundesweit nur 858 bekannte Fälle gegeben, kann man nun ad acta legen. […]

SPIEGEL: Kann man den Bericht überhaupt ernst nehmen? […]

Zander: Das fällt schwer, denn er weist etliche Mängel auf. So wurden zum Beispiel aus der Diakonie nur Fälle bis zum Jahr 1970 aufgenommen. Was danach geschah, bleibt unerwähnt. Man hat vor allem Disziplinarakten konsultiert, aber kaum Personalakten – obwohl doch gerade die viel aussagen über Verdachtsmomente und mögliche Vertuschung. Die Landeskirchen haben das mit Personalmangel begründet – das ist beschämend, das lasse ich als Ausrede nicht gelten. Wenn Bischof oder Bischöfin es mit der Aufklärung ernst meinen, sind sie verpflichtet, in so einem Fall mehr Leute einzustellen. […] Vielleicht hatte man Angst, dass in den Personalakten Dinge stehen, die Rückschlüsse darauf zulassen, wer wann was gewusst hat und wie lange es gedauert hat, bis Schritte unternommen wurden. Gut möglich, dass man Vertreter der Institution schützen wollte. Mich als Betroffenen hat diese Herangehensweise sehr geärgert. Ich frage mich auch, wer eigentlich kontrolliert hat, ob die Landeskirchen vollständige und korrekte Angaben gemacht haben. […] Vertuschung wird in der Studie gar nicht thematisiert. Kein Verantwortlicher wird mit Namen genannt. Wer waren denn die Bischöfe zum Tatzeitpunkt? Stellt irgendwer sein Amt zur Verfügung? Es sind die Betroffenen, die gerade die Verantwortung übernehmen und im Beteiligungsforum versuchen, Reformen anzuschieben. […] […]

(Zander Interview, 25.01.2024)

Die im Namen der evangelischen Kirchen vergewaltigten, gequälten, geschlagenen, gedemütigten und missbrauchten Kinder können auch unter der neuen EKD-Chefin versichert sein, daß Täterschutz immer vor Opferschutz kommt. Daß Opfer in ihren Reihen keinen Platz haben, daß man die Strukturen nicht ändern wird, ihnen nicht zuhören mag und ganz bestimmt keine Entschädigung zahlen will.

[….] Auf ihren Warnwesten mit der Aufschrift „Vertuschung beenden“ perlt der Nieselregen ab. Trotzdem bleiben die etwa zehn Männer und Frauen stehen. Wenig Raum zu bekommen, das sind sie gewohnt. Als Kinder und Jugendliche wurden sie einst von Pastoren oder in Heimen der Diakonie sexuell missbraucht, seither kämpfen sie für Anerkennung. Auf der anderen Seite der Straße im Kongresszentrum tagt das oberste evangelische Kirchenparlament, die EKD-Synode.

Das Kirchenparlament ist zum ersten Mal zusammengetreten, seit vor zehn Monaten ein großes Forscher-Konsortium die erste umfassende Untersuchung zu sexueller Gewalt in evangelischer Kirche und Diakonie vorgestellt hat. Schon kurz nach der Studie hatten einige in der Kirche eine Sondersynode gefordert, stattdessen gab es eine Online-Tagung, die auf mäßiges Interesse stieß. Aber vielleicht wäre eine Sondersynode eine gute Idee gewesen. [….]  „Der Aufschrei ist ausgeblieben“, sagt auch Detlev Zander, der Sprecher des Beteiligungsforums Sexualisierte Gewalt. [….] In ihrer Studie attestieren die Forum-Forscher der evangelischen Kirche im Umgang mit Betroffenen schwere Mängel: Sie wurden pathologisiert, emotionalisiert und gegeneinander ausgespielt. Jene Betroffenen, die sich der Logik der Kirche unterwarfen, wurden als hilfreich und konstruktiv aufgewertet. Jene, die sich distanzierten und die Kirche anklagten, wurden ausgegrenzt.

Für die Demonstranten draußen auf der Straße organisierte die EKD ein „Awareness-Team“, eine „Anwältin des Publikums“, öffnete einen „Dialog-Raum“ – schönster flauschiger Kirchensprech, am Ende war es nichts anderes als ein leerer Nebenraum. Im Foyer standen Sicherheitsleute. [….]

(Annette Zoch, 13.11.2024)

Dienstag, 12. November 2024

CDU verlässt demokratisches Spektrum

Lügen und extremistische Sprüche generieren so viel Aufmerksamkeit, daß man damit Wahlen gewinnen kann, weil seriöse Politiker mit detaillierten Antworten auf die hochkomplizierten Problemlage der Welt, in den Musk- und Döpfner-Medien keine Chance haben, beim Wahlvolk durchzudringen.

Nach der US-Wahl, als feststand, daß Trump mit unbeschränkter Macht regieren wird, meldet Google Suchanfragen in seinen Wahlhochburgen zum Thema Zölle.

Der Urnenpöbel lässt sich also wieder einmal – wie beispielsweise beim Brexit – von populistischen Stimmungen tragen, ohne auch nur darüber nachzudenken, wofür sie da eigentlich votieren.

Demokratie kann nicht funktionieren, wenn der Souverän aus von Fake-News und russischen Bots debilisierten, Denk-Phlegmaten besteht.

Unter Bundeskanzler Merz wird es ähnlich sein. Die Verbrenner-affinen Klimahasser Merz und Söder wollen beispielsweise das Deutschlandticket abschaffen, weil es dem schwarzbraungelben Bestreben entgegensteht, das Kapital von unten nach oben umzuverteilen und möglichst schnell den Planeten unbewohnbar zu machen.

[….]  Mit dem Deutschlandticket können Abonnenten seit Mai 2023 für 49 Euro im Monat bundesweit den Nahverkehr nutzen, die alten Tarifstrukturen sind passé. [….]  Doch die Union scheint gar nicht daran zu denken, ein wichtiges Gesetz zum Tarif durchzuwinken. [….]  Zumal CDU und CSU laut ersten Äußerungen am Ticket als Ganzes zu zweifeln scheinen. »Ich glaube, da müssen wir den Schwerpunkt setzen bei Investitionen in die Infrastruktur«, sagte etwa Thorsten Frei, der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, dem Nachrichtenmagazin »Politico«. Dort fehlen die Milliarden, die Bund und Länder in den Billigtarif stecken. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder stellt als erster Landeschef das Ticket infrage. »Es muss der Bund bezahlen«, sagte er am Dienstag. »Und wenn der Bund es nicht bezahlt, dann muss es fallen.« [….]

(SPON, 12.11.2024)

Der Urnenpöbel, der sich so sehr für Fritze Merz als Kanzler begeistert, wird also drastisch höhere ÖPNV/Bahn-Preise bezahlen, weil er sehenden Auges genau das wählt.

Rationale Politik unterliegt im Kampf um Aufmerksamkeit immer mehr den scharf rechts abbiegenden CDU-Lautsprechern, die sich inzwischen fast täglich mit neuen trumpesken Positionen überbieten.

Döpfners Adepten drängen die CDUCSUAfD massiv in den Trumpismus. Schließlich ist die Lüge auch Kern des pekuniären Erfolgs bei BILD, WELT und den anderen rechten Hetzorganen des Döpfner-Konzerns.

Die Union liefert.

(….) Drei Beispiele aus den letzten Wochen.

1)   Detlef Gürth, CDU

[….] Gürth hatte in seinem Tweet den Tod des gewalttätigen Afghanen durch eine Polizeikugel begrüßt. „Gut, dass die Polizisten diesen feigen, hinterlistigen Afghanen erschossen hat“, schrieb er. Anschließend äußerte er sich ganz allgemein über diese Flüchtlingsgruppe. „Wir füttern sie durch und dann ermorden sie unschuldige Menschen. Dieses Pack muss raus aus Deutschland.“ Die Aussagen lösten bundesweit Empörung aus. Der 62-Jährige ist das dienstälteste Mitglied des Landtags. Von 2011 bis 2015 war er Landtagspräsident und damit der protokollarisch höchstrangige Politiker in Sachsen-Anhalt.

Auch derzeit hat er herausgehobene parlamentarische Ämter. Als Vorsitzender des Finanzausschusses ist er maßgeblich an den derzeit laufenden Haushaltsberatungen beteiligt. Innerhalb der CDU-Fraktion ist er zudem Vorsitzender der Arbeitsgruppe für Infrastruktur und Digitales.  [….]

(MZ, 07.11.2024)

2.) Alexander Räuscher, CDU

[….] Im Landtag von Sachsen-Anhalt hat der CDU-Abgeordnete Alexander Räuscher mit einem Beitrag auf "X" (vormals Twitter) für Aufsehen gesorgt. Er hatte am Donnerstag auf einen Beitrag des Grünen-Politikers Christian Franke-Langmach reagiert. Dieser hatte scherzhaft beklagt, Kopfschmerzen von Räuschers Inhalten zu bekommen. Als Lösung für die Kopfschmerzen schrieb Räuscher, der selbst Jäger und Waffenbesitzer ist: "Ich bin Konservativer, entsprechend die Behandlungsmethoden zur Auswahl". Dazu postete er ein Foto, auf dem drei Patronen, eine Euro-Münze und ein Tablettenblister zu sehen waren. Inzwischen ist der X-Beitrag nicht mehr abrufbar.  [….]

(MDR, 27.10.2024)

3.) Bülent Büyükbayram, CDU

[….] Mit einem Foto bei Facebook hat der Delmenhorster CDU-Kommunalpolitiker Bülent Büyükbayram für Aufsehen gesorgt. Dieses zeigt eine Sexpuppe, die einen St.-Pauli-Pullover trägt und an einem Galgen hängt. Auf ihrer Stirn ist der Schriftzug „ScheiSS St. Pauli“ zu lesen, wobei das „SS“ offenbar Nazi-Runen darstellt. Gepostet wurde das Foto am 26. Oktober vom Account von Büyükbayram in einer privaten Facebook-Gruppe.  Nach Aussage eines anonymen Hinweisgebers ist dieses „absolut hasserfüllte Foto“ in der Gruppe von Hunderten Nutzern gesehen und teilweise geteilt worden. Die Aufnahme stamme von der Geburtstagsfeier des CDU-Mannes.  [….]

(NWZ, 05.11.2024)

Räuscher, Büyükbayram und Gürth würden sicher gern CDU-AfD-Koalitionen eingehen. Die inhaltliche Nähe der beiden Parteien ist offensichtlich und so würden sicherlich auch Linnemann, Söder, Merz und Spahn am liebsten regieren. (….)

(Rechts im Glück. Noch. 08.11.2024)

Gestern wurde bekannt, wie der tief in den ostdeutschen Rechtsextremismus verstrickte ehemalige Berliner CDU-Senator Peter Kurth sogar bereit ist terroristische Umsturzpläne zu finanzieren.

[…] Peter Kurth und die »Sächsischen Separatisten«: Ex-CDU-Politiker überwies 100.000 Euro[…] Am Morgen des 5. November rückten schwer bewaffnete Sicherheitskräfte zu einer Großrazzia aus. Im Auftrag des Generalbundesanwalts gingen mehr als 500 Polizisten, darunter Beamte der Eliteeinheit GSG 9, gegen eine rechtsextreme Terrorgruppe namens »Sächsische Separatisten«, kurz: »SS«, vor. […] Auch für ein dreistöckiges Gebäude im sächsischen Grimma interessierten sich die Fahnder. In dem fast fensterlosen Gebäude unweit des örtlichen Bahnhofs sollte den Ermittlungen zufolge ein rechtsextremer »Szenetreff« entstehen.  Gekauft worden war die Gewerbeimmobilie nach SPIEGEL-Recherchen von drei mutmaßlichen »SS«-Terroristen: […] […] Der Kauf des mutmaßlich geplanten Rechtsextremisten-Treffs dürfte auch politisch Kreise ziehen. Denn finanziert hat das Immobiliengeschäft ein langjähriger Spitzenpolitiker der CDU: Berlins ehemaliger Finanzsenator Peter Kurth. […] Im Januar 2024 überwies Ex-Senator Kurth nach SPIEGEL-Recherchen 100.000 Euro auf ein Privatkonto des Terrorverdächtigen Kevin R. – das Geld soll als Darlehen deklariert gewesen sein. […] Kurths 100.000-Euro-Kredit für das Grimma-Projekt war jedoch nicht das einzige großzügige Darlehen, das der ehemalige CDU-Finanzsenator Aktivisten der rechtsextremen Szene gewährte.

So soll Kurth nach Recherchen des SPIEGEL und des MDR zwischen 2019 und 2022 insgesamt rund 240.000 Euro in Firmengeflechte der rechtsextremen »Identitären Bewegung« gesteckt haben. Mithilfe des Geldes sollen unter anderem identitäre Immobilienprojekte in Ostdeutschland sowie ein Regionalzentrum der Bewegung in Österreich finanziert worden sein. […] Kevin R., auf dessen Konto Kurths 100.000 Euro flossen, war in den vergangenen Jahren zudem in der Berliner Schülerverbindung Iuvenis Gothia aktiv. Laut interner Dokumente war er noch 2023 »Übergangskassenwart« in der Verbindung – Mitglieds- und »Altherrenbeiträge« gingen auf sein Privatkonto bei der Sparkasse Muldental in Grimma. […] Der Sitz der Verbindung, das »Gothenhaus« in Berlin-Zehlendorf, gilt seit Jahren als Treffpunkt rechtsextremer und konservativer Milieus. Hier war auch Peter Kurth als Vorstand der »Vereinigung alter Gothen« aktiv. […]

(SPON, 11.11.2024)

Auch ein Kölner CDU-Bundestagskandidat folgt dem Merz-Linnemannschen Kurs nach Rechtsaußen.

[….] Sollte es so sein, dass Frauenstimmen den politischen Heiratsschwindler Robert H. ins Kanzleramt hieven und damit Deutschland über die Klippe, muss über das Frauenwahlrecht inoffiziell, über antiemotionalen Demokratieunterricht offiziell nachgedacht werden....  […..]

(Gundolf, Siebeke, 09.11.2024)

Kritik an seiner Infragestellung des Frauenwahlrechts, weist der CDU-Mann mit einem Gegenangriff auf die „emotionaleren“ Weiber, die dem inhaltslosen Habeck auf den Leim gingen.

[…] Robert Habeck stellt das Frauenwahlrecht zur Disposition, wenn es ihm gelingt ohne Inhalte, durch das Schüren von Emotionen in das Bundeskanzleramt zu kommen.

Denn Robert Habeck unterstellt Frauen, sie ließen sich ohne Inhalte, rein emotional an ihn binden.

Richtig ist, dass Männer gewalttätiger sind als Frauen.

Frauen sind emotionaler. Wobei diese Emotionalität zuallermeist etwas Gutes für die Menschheit bringt, Gewalt nichts.

Also bitte ich sehr darum sich um die Politik zu kümmern für die Robert Habeck steht. Er kann in drei Jahren Minister keine einzige Entscheidung vorweisen, die sich als richtig erwiesen hat. Das ist wesentlich.  [….]

(Gundolf Siebeke, 12.11.2024)

Glückwunsch, CDU! Glückwunsch, Merz! Glückwunsch, Siebeke! Geradezu idealtypisch generieren sie Poschardt-Trump-artig Aufmerksamkeit mit abseitigen rechtsradikalen Idiotien.

Montag, 11. November 2024

In eine sehr unerfreuliche sozial kalte Zukunft.

So oft stimme ich nicht mit katholischen Theologen überein, aber wenn einer Recht hat, kann ich nicht nur aus Bockigkeit widersprechen.

Bernhard Emunds, geboren 1962, ist Professor für Christliche Gesellschaftsethik und Sozialphilosophie und leitet das Nell-Breuning-Institut in Frankfurt am Main. Der Pflegeexperte sagt zum Thema Kostensteigerung in der Pflegebranche noch mehr Unheil voraus. Das System ist derzeit unterfinanziert und wird garantiert immer teurer werden.

Noch werden 84% der zu Pflegenden durch Ausbeutung der Angehörigen oder minimal bezahlter osteuropäischer 24/7-Kräfte irgendwie versorgt. Das geschieht oft nicht professionell und verlangt enorme Opfer.

[….] Das ist die Geringschätzung von Sorgearbeit in Deutschland. Sorgearbeit in der Familie bleibt nicht nur unbezahlt. Vielmehr wird, wer viel Sorgearbeit leistet, vom Staat kaum unterstützt. Zudem liegt das Lohnniveau für soziale Berufe immer noch knapp 20 Prozent unter dem vergleichbarer Berufe. Sorgearbeit zählt einfach nicht viel in unserer industrie- und exportfixierten Gesellschaft! [….] Arbeit, die mit dem Körper eines anderen Menschen oder mit unserer körperlichen Präsenz im Raum zu tun hat, wird in der Öffentlichkeit abgewertet; geistige Arbeit, aber auch Industriearbeit wird als wichtiger angesehen. Diese Abwertung ist zudem eng mit den Geschlechterverhältnissen verbunden, die Sorgearbeit ist klassischerweise Frauenaufgabe.  [….]  Auch wenn Pflegedienste im Einsatz sind, tragen die Angehörigen die Hauptverantwortung. Zumeist jedoch sind sie ganz auf sich gestellt. Viele geraten in soziale Isolation oder werden chronisch krank. Manche rutschen in Armut.  […..] Pflegegeld ersetzen durch ein Pflegendengeld. Das bekommen Angehörige, wenn sie im Job kürzertreten oder vorübergehend ganz aussteigen. Es sichert die Menschen materiell ab und sollte sich am Mindestlohn orientieren. Wer daneben in Teilzeit im alten Job bleibt, bekommt es anteilig. Beratung und Sachleistungen in der häuslichen Pflege wären davon unabhängig, auch die Leistungen der Pflegeversicherung für die stationäre Pflege würden dadurch nicht tangiert.  [….]

(Bernhard Emunds, 11.11.2024)

In den USA und in Deutschland werden aber durch ein Potpourri von Ursachen alle Parteien gehasst und abgewählt, die mehr Mittel für die soziale Versorgung ausgeben wollen. Lindners, Merzens, Trumps, Spahns, Weidels, Söders sozialpolitische Vorstellungen sind weitgehend deckungsgleich: Massiv bei den Ärmsten kürzen. Sozialleistungen streichen und dafür die Superreichen entlasten.

Und nein, sie machen damit nicht „Politik gegen das Volk“. Das Volk will es offenbar genauso. 70-80% der Wähler in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wählen so. Das Bürgergeld der SPD ist höchst unpopulär. Merz versteckt seine einseitig Millionärs-fördernden Ansichten nicht, sondern posaunt sie laut hinaus. Der Urnenpöbel liebt es scheinbar und so steigen die CDUCSU-Werte, während Linken und Sozis die Wähler weglaufen.

Die Söders und Merzens und Lindners hetzen auf, streuen Falschinformationen und schüren Neid. Aber es sind die Wähler, die den Mist kaufen, die schwarz, gelb und braun wählen, mit Mehrheiten versehen.

So wie auch die US-Wähler mit einer bewußten und demokratischen Entscheidung dafür votierten, Millionen Amerikanern die Krankenversicherung zu nehmen, sie zur Obdachlosigkeit und Straßen-Opioiden zu verdammen, Schusswaffengewalt auszusetzen und dafür Trillionen neues Staatsdefizit anzuhäufen, um die Billionäre mit einer nie dagewesenen Geldflut zu übergießen.

So werden auch die Deutschen CDUCSUFDP-Superspender von Steuerfahndern oder Vermögenssteuer verschont, während es den Ärmsten und Schwächsten an den Kragen geht. Der Urnenpöbel will es so.

Für drei Millionen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen wird es brutal, wenn Merz im Kanzleramt sitzt. Denn ob Braun, ob Schwarz, ob Blau, ob Gelb – alle wollen „den Staat verschlanken“, das Bürgergeld abschaffen und Sozialleistungen zusammenstreichen. Sie alle propagieren, daß Pflege und Gesundheit billiger gehen müsste.

Jens Spahn war bereits vier Jahre Gesundheitsminister und hatte dazu die entsprechenden Ideen offen kommuniziert: Mehrarbeit in diePflegeberufen.

Unser Theologe des Tages hingegen, erklärt, wieso das diametrale Gegenteil erforderlich ist. Es muss mehr Geld für Pflege ausgegeben werden. Ob durch Sozialabgaben, oder viel bessere durch Mittel aus dem Bundeshaushalt: Es muss mehr Geld ins System, auch wenn die Konservativen anderes versprechen.

[….] Emunds: [….] mehr öffentliches Geld für Pflege auszugeben, liegt daran, dass vielen ein ganz grundlegender Zusammenhang nicht klar ist: Pflegeleistungen, die von Erwerbstätigen erbracht werden, sind dazu verdammt, immer teurer zu werden. Da kann man so viel reformieren wie man will, diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten. [….] Das ist einfache Volkswirtschaftslehre: Bei der Industriearbeit sind starke Steigerungen der Arbeitsproduktivität möglich, durch Innovationen, durch Maschinen und Computer, durch KI. Das bedeutet, dass mit der gleichen Zahl von Arbeitskräften immer mehr Waren hergestellt werden können. Bleibt es in etwa bei den Absatzpreisen, dann können die Industrieunternehmen ohne Gewinneinbußen höhere Löhne zahlen und bessere Arbeitsbedingungen bieten. Bei Pflegearbeit sind solche Steigerungen der quantitativen Produktivität kaum möglich, weil die Arbeit immer am einzelnen Menschen erbracht wird. Wenn Menschen auch in Zukunft in der Pflege erwerbstätig sein sollen, müssen sich Löhne und Arbeitsbedingungen dort ebenfalls verbessern. Deshalb müssen professionelle Pflegeleistungen im Verhältnis zu industriell produzierten Waren auf die Dauer immer teurer werden. Das haben wir über Jahrzehnte erlebt.

SPIEGEL: Demnach müssten in Zukunft die Ausgaben der Gesellschaft für Pflege weiter steigen.

Emunds: Richtig. Leider geht die Politik fast immer den gegenteiligen Weg: Sie verspricht, dass die Sozialabgaben eben nicht steigen. Damit hungert sie den Pflegebereich aus. Das ist der Kern der Misere.  [….]

(Bernhard Emunds, 11.11.2024)

Es ist verrückt. Wieso sind sich alle so einig, daß man im Gesundheitswesen sparen müsse? Selbstverständlich gehören Exzesse bei Pharmapreisen - Zolgensma, eine Spritze gegen die tödliche genetische „spinale Muskelatrophie“, kostet zwei Millionen Euro – und abstruse Chefarztgehälter abgeschafft. Aber wieso sind eine große Auto-Industrie und ein großer Maschinenbausektor gut, aber ein großer Gesundheitssektor grundsätzlich schlecht?


Wie absurd! Im medizinischen und Pflegebereich könnten noch viel mehr Menschen sehr gut verdienen. Das würde die Nachfrage stärken und damit die Wirtschaft ankurbeln. Pharmahersteller, soviel medizinisch Forschende, Pflegemittelhersteller könnten prosperieren, Patienten zufriedener sein und so könnte ein florierendes gesundes Gesundheitssystem auch international attraktiv sein. Man könnte Knowhow exportieren und reiche Scheichs zum Kuren und für Spezialoperationen nach Deutschland holen, die dann so viel bezahlen, daß das deutsche System insgesamt profitiert. Ein teures Gesundheitssystem ist nur schlecht, wenn es so unausgewogen ist, daß sich Beamte und Reiche per Privatversicherung der Solidarität entziehen und Milliardäre sich Helios- oder Asklepios-Konzerne schaffen, mit denen sie Milliarden Euro der Beitragszahler auf ihre privaten Konten umleiten. Natürlich müssen Kliniken gemeinnützig sein, um Millionenüberschüsse den Patienten zukommen zu lassen und nicht als Shareholder Value zu verpulvern.

Krankenhäuser dürfen nicht verpflichtet sein, Geld zu erwirtschaften, sondern sollen dem Patientenwohl dienen und das soll aus dem Steuerzahlertopf möglich gemacht werden. Das wäre leicht, wenn man statt weniger hundert Millionen bei Bürgergeldempfängern zu sparen, die Schleusen öffnete, um hunderte Milliarden bei der Steuerhinterziehung, Reichensteuer, Vermögenssteuer und auch durch Kredite reinzuholen. Anders als Lindner und Merz behaupten, sind Schulden etwas Gutes! Mit ihnen können staatliche Investitionen getätigt werden und wir müssten sie auch nicht wie die USAner beim chinesischen Staat aufnehmen. 

Die deutsche private Sparquote ist enorm hoch. Staatskredite könnten von deutschen Durchschnittsverdienern in Form von rentenwirksamen Darlehen gegeben werden, so daß die Zinszahlungen des Staates im Land blieben, wieder den eigenen Bürgern und somit der ökonomischen Nachfrage zu Gute kämen.

Aber der Urnenpöbel will das nicht und läuft lieber Merz hinterher.

Sonntag, 10. November 2024

Konservativ-psychotisch

Es gibt auf der ganzen Welt sicherlich niemanden, der so frei von Selbstreflexion, Scham, Reue und Demut ist, wie Donald Trump.

Er hält sich nicht nur für den klügsten, schönsten, besten und edelsten Mann dieses Planeten, sondern schreit es auch noch täglich hinaus. Highest IQ, best words, best president ever, nobody knows more about…, I alone can fix it. Alle Frauen lieben ihn, er hat den größten Penis, spielt am besten Golf und hat noch nie in seinem Leben einen Fehler gemacht. Wenn etwas schiefgeht, sind immer andere Schuld. Er trägt niemals Verantwortung. Natürlich ist er auch der ehrlichste und bescheidenste Politiker der Welt.

Sein europäisches Pendant heißt Markus Söder.

Auch er ist der schönste, größte und klügste Politiker überhaupt. Niemand wird so sehr geliebt wie er. Daher zahlt sein bajuwarisches Wahlvolk liebend gern Hunderttausende Euro jedes Jahr für Söders Privat-Photographen, die ihn mehrmals täglich beim Fressen auf Instagram und X unter #soederfrisst inszenieren. Jegliche Demut liegt ihm völlig fern.

Wie man hört, („they say“) läßt der bayerische Imperator die Staatskanzlei so umbauen, um aus dem Paradeschlafzimmer Markus, des Großen („Chambre de Parade“), wie einst Sonnenkönig Louis XIV, jeden Morgen das Lever du Roi (Aufstehen des Königs) live auf Instagram zu übertragen.

Wikipedia hilft weiter:

Petit lever

    8 h: Der Erste Kammerdiener, der die Nacht am Fuß des königlichen Paradebettes auf einer Pritsche verbracht hat, mit einem ans Handgelenk gebundenen Faden, an dem der König ziehen konnte, nähert sich dem schlafenden Markus und flüstert: «Sire voilà l’heure» (Sire, die Stunde ist gekommen). Dann treten die Leibärzte ein, die den König examinieren werden. Sodann tritt der CSU-Generalsekretär ein und öffnet den Bettvorhang, während sieben CSU-Bezirksvorsitzende ihm folgen.

    8 h 15: «Entrée familière», die Söders von Geblüt aus dem engsten Familienkreis (keine Cousins) betreten das Gemach. Anschließend «grandes entrées» einiger Großwürdenträger der Krone: grand chambellan, grand-maître de la garde-robe, premier valet de garde-robe sowie einige CSU-Staatsminister, denen der König Markus eine besondere Ehre erweisen will, ferner drei CSU-Staatssekretäre und drei JU-Vorstände. Damit sind bereits mindestens 22 Personen im Raum. Der Erste Kammerdiener Martin Huber besprengt die Hände des Königs mit einigen Tropfen Weißbier. Der Großkammerherr Dobrindt reicht eine Weihwasserschale, der König bekreuzigt sich. Begleitet von einem Nürnberger Prälaten begeben sich die Anwesenden in das angrenzende Ratszimmer, wo eine Viertelstunde lang eine Andacht gehalten wird, welcher der König vom Bett aus in seidener CDU-Wäsche beiwohnt. Danach treten der Barbier und der Perückenmeister ein. Der König wählt eine Allongeperücke aus, steigt aus dem Bett, legt seine robe de chambre (Morgenrock) an, setzt sich auf einen Sessel und lässt sich die Nachtmütze abnehmen. Der Barbier frisiert ihn; eine Rasur findet nur alle zwei Tage statt, jedoch erst nach dem Ankleiden.

Grand lever

    8 h 30 : «Petite entrée» des Leibarztes und des Leibchirurgen, des Intendanten sowie des bayerischen Finanzministers, des Ersten Valets der Garderobe und der Titularbeamten des «brevet d’affaires». Der König erhält seine Morgenperücke aufgesetzt, die nicht ganz so hoch ist wie die Tagesperücke. «Entrée de la chambre»: der Großalmosenier von Bayern, eskortiert von den Almoseniers des Trimesterdienstes, die Minister, die Staatsräte, die Marschälle von Bayern, der Großjägermeister von Franken, der Grand louvetier (Großwolfsjägermeister), der Großzeremonienmeister Scheuer treten ein. Seine Heiligkeit Markus Söder lässt sich den Morgenrock ausziehen, der Meister und der Erste Diener der Garderobe ziehen ihm sein Nachthemd aus, der eine mit der rechten, der andere mit der linken Hand. Sie ziehen der nun nackt im Raum stehenden Majestät ein frisches Hemd an, welches Katja Wildermuth, die Intendantin des BR, oder Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising ihnen reicht, es folgen die Seidenstrümpfe. Der König steht auf, ihm werden die Schuhe angezogen, ein Dutzend Weißwürste umgürtet, der Großmeister der Garderobe zieht ihm die Lederhose, den Justaucorps und die blauweiße Krawatte an. Nun treten die «CSU-Speichellecker» ein, deren Namen aufgerufen werden. Mindestens 50 Personen befinden sich nun im Paradeschlafzimmer.

    9 h : Der König trinkt zwei Maß Bier. Man reicht ihm drei Taschentücher, von denen er zwei einsteckt. Er kniet auf einem Betstuhl nieder und betet. Dann wechselt er die Perücke und betritt sein Arbeitszimmer.

Frisch in den Morgen gestartet, verflucht Markus Söder alle anderen Parteien und insbesondere Armin Laschet, des selbsternannten direkten Nachfahren Karl, des Großen, der ihm 2021 die Regentschaft über ganz Deutschland versaute und somit Alleinschuldiger an der satanisch-sozialistischen Ampel ist. Zweifellos hätte die CDUCSU bei der letzten Bundestagswahl die absolute Mehrheit geholt, wenn er, Söder, der Große, Kanzlerkandidat gewesen wäre.

Umso mehr ackert sich der große Bayern-Herrscher daran ab, den zu Unrecht auf seinem Kanzlerthrone sitzenden Scholz, mit seinen gelbgrünen Epigonen, zu verjagen. Um sich dabei möglichst altruistisch zu verkaufen, überließ er zunächst Fritze Merz den Zugriff auf die Kanzlerkandidatur.
Die Sauerländer Luftpumpe ist immerhin fast 70 und redet sich oft selbst um Kopf und Kragen. Bis zur Wahl im Herbst 2025 vergeht noch viel Zeit, um den unerfahrenen Blackrocker wieder zu demontieren. Und wer könnte besser demontieren, als der größte Wurstfresser Europas?

Blöderweise wurde dieser nun Opfer seines eigenen Talents. Die Ampel kollabiert schon ein Jahr früher und so wiederholt sich das CSU-Trauma von 2005, als ein SPD-Kanzler so schnell verschwand, daß die/der CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzende(r) auf die Kanzlerkandidatur zugriff, in einen sicheren Sieg ritt, weil keine Zeit mehr blieb, ihn/sie parteiintern zu demontieren. Söder kann es nicht fassen, daß er bei dieser großartigen Ausgangslage für die Rechten, wieder leer ausgeht, statt die ihm, seiner Meinung nach, allein Zustehende Kanzlerschaft, einfach an sich zu reißen.

Zu allem Übel muss er auch noch zusehen, wie ausgerechnet die verhassten Grünen, kanzlerkandidieren. Dabei sind die doch sowas von unbescheiden!

[….] Dieser Post ist für mich eines der wahrnehmbarsten Zeichen, wie sehr die deutsche politische Debatte von Projektion anstatt von Inhalt, Differenzierung und Sachlichkeit getragen ist. Es fehlt bei vielen gänzlich eine Selbstwahrnehmung oder Selbstkenntnis. Das ist so gefährlich. […]

(Gilda Sahebi, 09.11.2024)

 

Bundeskanzler zu werden, dürfte sich für Merz ziemlich leicht erreichen lassen. Bundeskanzler zu sein, wird aber erheblich komplizierter. Es warten nahezu unlösbare Koalitionsverhandlungen und unlösbare Probleme.

Der nach Trump weltweit zweitgrößte Egomane Söder, bebt aber immer noch vor Missgunst. So wie er dem Kanzlerkandidat Laschet bereits aus Rache, die Chancen versaute, bemüht er sich nun, dem mutmaßlich nächsten Kanzler Merz, Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Er soll es möglichst schwer haben. Also demontiert der König von Bayern a priori die Koalitionsmöglichkeiten der CDUCSU.

[…..] CSU-Chef Söder über die Grünen "Immer linker, immer seltsamer, immer schlimmer"[…..] Nicht mit der Lindner-FDP. Und mit der SPD nur ohne Scholz: CSU-Chef Söder macht sich laut Gedanken über mögliche Koalitionspartner der Union. Mit den Grünen will er gar nichts zu tun haben. […..] Die Union bereitet sich aufs Regieren vor. Aber auch ein möglicher Kanzler Friedrich Merz wird Koalitionspartner brauchen. Mindestens einen, womöglich auch zwei. Für CSU-Chef Markus Söder ist klar, wer nicht in die engere Auswahl kommt: die Grünen. "Wir wollen sie nicht in der Regierung", sagte Söder beim bayerischen Landestag der Jungen Union in Nürnberg. […..] Vor allem Robert Habeck steht im Fokus der Söder-Kritik: Der grüne Wirtschaftsminister habe einen Großteil der Wirtschaftskrise in Deutschland zu verantworten. "Ich bleibe bei unserer Haltung: Ob er, oder das was bei den Grünen noch alles nachkommt. Es wird ja immer linker, immer seltsamer und immer schlimmer." Habecks Bewerbung um die Kanzlerkandidatur quittierte Söder mit beißender Kritik. Dass Habeck, "der verantwortlich für das ökonomische Desaster und Abrutschen der Industrie ist, sich zum Kanzlerkandidaten erklärt, ist geradezu eine Verhöhnung der Wählerinnen und Wähler". So sehe Demut nicht aus. […..] Auch eine Zusammenarbeit mit der FDP von Christian Lindner sah Söder skeptisch: "Ich schätze Christian Lindner. Aber auch er hat in dieser Ampel viele Fehler gemacht. Ich kann nur allen raten: Abstand nehmen, Zeit nehmen, Pause einlegen. Eine Rückkehr ist nie ausgeschlossen. Aber einfach weitermachen - da bin ich skeptisch." […..]

(Tagesschau, 10.11.2024)

Merz hat Glück; mit Söder an seiner Seite, braucht er keine Feinde mehr.

Samstag, 9. November 2024

Jesus und die Milliardäre.

Das Christentum ist die Ideologie der Reichen, der Rechten, der Männer, der Mächtigen, der Nazis.

Daher waren es auch die frommen Christen, die den raffgierigen, rassistischen, Vergewaltiger Trump, mit seinem Adoptivsohn Elon Musk, ins Weiße Haus brachten. Die beiden Milliardäre werden massiv von unten nach oben umverteilen, sich die eigenen Taschen füllen, während sie, untermalt von einem Lügen-Tsunami, Gottes Schöpfung zerstören.

[….] Zu Donald Trumps Wahlsieg haben laut Nachwahlbefragungen weiße, christliche Wählerinnen und Wähler wesentlich beigetragen.

Der frühere Präsident und nun wiedergewählte Republikaner erhielt in zehn wahlwichtigen Bundesstaaten 81 Prozent der Stimmen der weißen evangelikalen Wähler, 71 Prozent bei weißen Protestanten und anderen Christen sowie 60 Prozent bei weißen Katholiken. Das ergab eine Nachwahlbefragung (Exit Polls) vom Sender NBC und anderen Medien. Nur 26 Prozent der weißen Wählerinnen und Wähler ohne religiöse Bindung hätten sich für Trump entschieden. Laut der Nachwahlbefragung hielten 92 Prozent der republikanischen Wählerinnen und Wähler Abtreibungen in den meisten Fällen für illegal. […]

(Jesus.de, 07.11.2024)

 
Die tiefsitzende christliche Menschenfeindlichkeit brach sich sofort Bahn.

So gestärkt, machte die Religiotenpest gleich Jagd auf Minderheiten.

Musks Investition von ca 150 Millionen Dollar in Trumps Wahlsieg verschaffte ihm in Rekordzeit eine astronomische Rendite von ca. 2.000 Prozent. So geht Gottes Wille!

[…..]  Das Vermögen der zehn reichsten Menschen der Welt ist nach der Wahl von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten um 64 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das berichtet CNN unter Berufung auf den Milliardärs-Index des Finanznachrichtendienstes Bloomberg. Der listet, täglich anhand von Börsenentwicklungen aktualisiert, das geschätzte Vermögen der 500 reichsten Menschen der Welt auf. Bloomberg zufolge ist die Entwicklung nach der aktuellen Trump-Wahl der „größte, tägliche Anstieg“ seit dem Start der Liste im Jahr 2012.

Besonders ins Auge fällt die Entwicklung bei den Trump-Unterstützern, allen voran Elon Musk, unter anderem Chef des Kurznachrichtendiensts X und des E-Autobauers Tesla. Sein Vermögen ist laut dem Index direkt nach der Wahl um 26,5 Milliarden US-Dollar auf 290 Milliarden US-Dollar gewachsen.

Ebenfalls gestiegen ist das Vermögen von Larry Ellison, Mitgründer des IT-Konzerns Oracle. Ellison ist Nummer 4 auf der Liste und ebenfalls Trump-Unterstützer. [….]

(Svenja Bergt, 08.11.2024)

Angeblich gab es vor 2.000 Jahren mal einen Typen, der Jesus, oder so ähnlich hieß. Der fand diesen abstrusen Reichtum nicht so geil und ließ seine Follower später auch ein Büchlein schreiben; Bibel oder so ähnlich; in dem noch mal ausgeführt wurde, wie er zu Geldsäcken, Spekulanten und Banken steht. Aber zum Glück hat das Christentum von heute; haben die Kirchen; mit so einem Unsinn nichts mehr am Hut, betreiben selbst Banken und kassieren mit Zinsen ab.

(….) Während es im Islam heute noch  Zakat und Zinsverbot gibt, ist völlig in Vergessenheit geraten, daß die  Katholische Kirche die längste Zeit ihrer Existenz kein Herz für Kredithaie und Wuchergeschäfte hatte.
Im Gegenteil; die Bibel verbietet dies.


35 Wenn dein Bruder verarmt und sich neben dir nicht halten kann, sollst du ihn, auch einen Fremden oder Halbbürger, unterstützen, damit er neben dir leben kann. 36 Nimm von ihm keinen Zins und Wucher! Fürchte deinen Gott und dein Bruder soll neben dir leben können. 37 Du sollst ihm weder dein Geld noch deine Nahrung gegen Zins und Wucher geben.
(Levitikus 25)


20 Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten, denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen. 21 Ihr sollt keine Witwe oder Waise ausnützen. 22 Wenn du sie ausnützt und sie zu mir schreit, werde ich auf ihren Klageschrei hören. 23 Mein Zorn wird entbrennen und ich werde euch mit dem Schwert umbringen, sodass eure Frauen zu Witwen und eure Söhne zu Waisen werden. 24 Leihst du einem aus meinem Volk, einem Armen, der neben dir wohnt, Geld, dann sollst du dich gegen ihn nicht wie ein Wucherer benehmen. Ihr sollt von ihm keinen Wucherzins fordern.
(Exodus 22)

20 Du darfst von deinem Bruder keine Zinsen nehmen: weder Zinsen für Geld noch Zinsen für Getreide noch Zinsen für sonst etwas, wofür man Zinsen nimmt. 21 Von einem Ausländer darfst du Zinsen nehmen, von deinem Bruder darfst du keine Zinsen nehmen, damit der Herr, dein Gott, dich segnet in allem, was deine Hände schaffen, in dem Land, in das du hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen
(Deuteronium 23)

Insbesondere ab dem 12. Jahrhundert hat eine Vielzahl unfehlbarer Päpste das Zinsverbot als „unveränderliches kirchliches Gebot“ bestätigt.

 Seinen Ausgangspunkt nahm das schon altkirchliche Zinsverbot im Mittelalter mit dem Zweiten Laterankonzil von 1139, dem Decretum Gratiani, einem ausdrücklichen Zinsnahmeverbot durch Papst Innozenz III. von 1215 und dem Konzil von Vienne von 1311. Danach war es verboten, Zinsen auf geliehenes Geld zu verlangen.
[…] Noch 1745 wandte sich Papst Benedikt XIV. in der an die hohe Geistlichkeit Italiens adressierte Enzyklika Vix pervenit entschieden gegen den Zins. In § 3, Absatz I heißt es: Die Sünde, die usura heißt und im Darlehensvertrag ihren eigentlichen Sitz und Ursprung hat, beruht darin, dass jemand aus dem Darlehen selbst für sich mehr zurückverlangt, als der andere von ihm empfangen hat […] Jeder Gewinn, der die geliehene Summe übersteigt, ist deshalb unerlaubt und wucherisch.
(Wiki)

 In den nächsten Jahrhunderten fand man allerdings auch im Vatikan heraus wie wunderbar einfach man sich mit Geldverleih eine goldene Nase verdienen kann.
Insbesondere katholische Ritterorden waren extrem kreativ dabei die biblischen und Vatikanischen Regeln zu umgehen.
Im 19. Jahrhundert waren Zinsen dann inzwischen so alltäglich geworden, daß es überhaupt keinem mehr auffiel als Papst Pius VIII. am 18. August 1830 alle vorherigen Zins-Gesetze aufhob. (……)

(Wie sich die Zeiten ändern – Teil II, 06.10.2013)

Hahaha, Jesus! Hahaha, Bibel! Den sozialistischen Gammler und seine Luschen-Fibel kann man halt einsetzen, wenn es gegen Frauen, Schwule, Sklaven oder Kinderrechte geht.

Aber wenn es darum geht, Trump und Musk die Milliardärs-Hintern zu küssen, kann man sich den Lattenhansel auch entsprechend zurecht biegen. Jesus ist ein rechter Milliardärsfan, befanden die Katholiban schon in den früheren Wahlkämpfen Trumps und stellten sich klar auf seine Seite.

(….) Der unter Ratzinger und Bergoglio drittmächtigste Katholik der Erde Kardinal Müller, Präfekt der Glaubenskongregation mischt sich gerade in den amerikanischen Wahlkampf ein. Nach JFK könnte mit Joe Biden erst der zweite von 46 US-Präsidenten ein Katholik sein. Biden ist bekanntlich ein „devoted catholic“, sehr fromm und regelmäßiger Kirchgänger.

Also ein Grauen für Kardinal Müller, der dramatisch vor der Wahl Bidens warnt und sich hinter Trump stellt. Der Milliardär, der seine Nächsten hasst, ist dem deutschen Panzerkardinal viel lieber.

Grund der Müllerschen Ablehnung sind vermutlich die sozialen Vorstellungen Bidens, der an eine Krankenversicherung für alle denkt und internationale Verträge einhalten will, ja regelrecht internationale Organisationen anerkennen möchte, sich sogar um globale Themen wie Umwelt- und Klimaschutz kümmert.

International? Armen helfen? Schöpfung bewahren?

Da graust es Müller und den frommen Christen in den USA.

Nun gibt es bösartige Dialektiker, die sich an gewisse Bibelstellen erinnern, in denen Jesus Armut pries und die Geldverleiher aus dem Tempel prügelte.

Aber das war eben der frühe Jesus, der sich noch nicht so perfekt an faschistische und autokratische Regime angepasst hatte.  

Die RKK des 20. und 21. Jahrhunderts frönt/e General Franco, Mussolini, Hitler, den rechtsextremen südamerikanischen Diktaturen.

(…..) Und auch in Europa steht die Kirchen besonders unterstützend an der Seite der Regierungen Ungarns, Polens und Russlands, weil sie dort Macht, Geld und Privilegien zurückbekommen, während lästige Bürgerrechte für Schwule oder dieser ganze demokratische Unsinn wie Pressefreiheit oder unabhängige Justiz konsequent abgeschafft werden. Das gefällt den Bischöfen, die nicht nur Putin und Orban lobpreisen, sondern auch die stärkste Stütze des Syrischen Diktators Assad sind.

„Der Islam“ ist da weiter. Dort werden Reichtum und Verteilungsungerechtigkeit nicht in dem Maße unterstützt. Jeder Muslim muss fünf Mal am Tag beten – auch Könige und Emire. Bei der höchsten Pflicht, der Haddsch in Mekka, tragen Multimilliardäre und Wanderarbeiter, Hochadelige und Putzfrauen das gleiche schlichte weiße Gewand. Für alle gelten die gleichen Regeln, weil niemand vor Allah mehr wert ist als ein anderer.

Auf allen Kontinenten der Erde rafften christliche Geistliche auf diese Art und Weise ungeheure Schätze und Geldmittel zusammen. Die Kirchen sind heute der größte Grundbesitzer des Planeten.

Allein die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland sitzen auf einem Vermögensberg von geschätzten 700 Milliarden Euro.

Bis heute werden Bischöfe üppig bezahlt; in etwa so wie Ministerpräsidenten.

Bezahlt aus den Haushalten der Bundesländer; also nicht etwa nur von Kirchenmitgliedern, sondern unter anderem auch von Konfessionslosen und Muslims. (…..)

(Halt du sie arm, ich halt sie dumm, 03.05.2018)

Bergoglio trägt nicht ganz so teure gay-rote Prada-Slipper wie sein Vorgänger und legt bei seinen Messgewändern etwas weniger Wert auf Gold, Perlen und Edelsteine. Er redet von Armut und Flüchtlingen.

Glücklicherweise für all die Luxus-verliebten Kardinäle in ihren 700-Quadratmeter Palazzi in Rom bleibt es beim Reden.

Die Kirchlichen Milliarden behält Bergoglio strikt bei sich. (….)

(Wie der Vatikan Jesus das Messer in den Rücken rammt, 11.10.2020)

Zum großen Glück der steinreichen Kirchen, sind ihre Gläubigen nicht nur elementar verdummt, sondern lassen sich mit Social-Media-Algorithmen und Fernsten-Hass so wunderbar gegen andere Menschen aufhetzten, daß man sie perfekt ausbeuten kann.

Sprung ins Bayerische CSUistan; ins Bistum Augsburg, Dioecesis Augustana Vindelicorum und die ArGe Kriegshaber: Die Arbeitsgemeinschaft Kriegshaber ist ein Zusammenschluss von Vereinen und Organisationen im Augsburger Stadtteil Kriegshaber. Unter dem Dach versammeln sich die Vereine Pfarreiengemeinschaft Augsburg-Kriegshaber St. Thaddäus/Hlgst. Dreifaltigkeit, Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Thomas, Allgemeiner Sparverein Kriegshaber 1905 e. V.,  CSU-Ortsverband Kriegshaber, Sportverein der Stadtpfarreien.

[…] Ein Sparverein ist eine schöne Tradition, viele kleine Guthaben machen eine große Summe, für die man bei der Bank bessere Konditionen bekommt. Der Allgemeine Sparverein Kriegshaber aus Augsburg hat jahrelang die Ersparnisse seiner Mitglieder bei der katholischen LIGA Bank e.G. angelegt. Oberste Priorität war immer, einmal im Jahr die Auszahlungswünsche der Mitglieder zu erfüllen. Doch stattdessen legte die Bank das gesamte Geld in schlecht verzinste und langfristige Papiere an. Die Bank ist nicht sehr gesprächsbereit, und der Verein kommt nicht ans Geld seiner Mitglieder. […]

(Quer, 09.11.2024)

Der Sparverein hatte die die schlaue Idee, seine Millionen in einer katholischen Bank, also dem Kinderf**kerverein mit der schönen IOR-Tradition, anzulegen und bekam die gerechte Strafe für so viel Doofheit.