Freitag, 1. November 2019

Impudenz des Monats Oktober 2019


Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.

Der heutige Gewinner ist der greise Ex-Papst Ratzinger.

Santo Subito schallte es durch die Straßen als nach einem 27-jährigen Rekord-Pontifikat und einem groteskem öffentlichen Parkinson-Martyrium Karol Józef Wojtyła am 02.04.2005 endgültig die Hühner sattelte.
Der Pole hatte zweifellos Maßstäbe gesetzt.
Viele halten ihn für den ersten modernen Papst. Aber der erste wirklich moderne Reformer auf dem Papst-Thron war natürlich JP-I, Albino Luciani (pp 26. August 1978, † 28. September 1978), der als “Il Papa del sorriso” („Papst des Lächelns“) und “Il sorriso di Dio” („Das Lächeln Gottes“) in Erinnerung bleibt.
JP-I war der Erste, der auf Prunk verzichtete und dann so gründlich den vatikanischen Finanzsumpf trockenlegen wollte, daß er mutmaßlich von Kurialen ermordet wurde.
Es war schlau von Wojtyła sich schon durch die Namenswahl an den populären Vorgänger anzuschließen und die Gläubigen ebenfalls zu erstaunen, indem er persönlich bescheiden auftrat, sich nicht in einer Sänfte mit Tiara umhertragen ließ. Schließlich musste der Vatikanstaat den Schock verdauen das erste mal seit 500 Jahren nicht von einem Italiener angeführt zu werden; schlimmer noch, ausgerechnet von einem Slawen, der aus einer kommunistischen Diktatur stammte.
Er war zweifellos ein Kommunikations- und Sprachtalent, der als Reisepapst die Mega-Events erfand und so ungeahnte Erfolge als Missionar feierte.
Seine persönliche Bedürfnislosigkeit war ehrlich. Er machte sich nichts aus Prunk und Protz; interessierte sich umso mehr für Menschen aus allen Winkeln der Welt. Er stieg herab vom hohen Ross und sprach mit Vertretern anderer Religionen, die der Vatikan vorher kategorisch mit Missachtung gestraft hatte.
Ein sehr umgänglicher Papst und daher war es auf den ersten Blick verständlich, daß seine Fans sofort nach der Todesnachricht die Heiligsprechung forderten.

Vatikanexperten schlossen das allerdings schon während der folgenden Sedisvakanz aus. JP-II konnte gar nicht heiliggesprochen werden. Er mochte ja sehr nett gewesen sein, aber darüber hinaus war er nicht nur radikal unversöhnlich erzkonservativ, hatte alle Befreiungstheologen vertrieben und weltweit Frauen mit steinzeitlichen Ansichten zu Verhütung vor den Kopf gestoßen, sondern er war bekanntermaßen auch ein begeisterter Freund von Kinderfickern in der ganzen Welt.
Demonstrativ traf er sich mit den übelsten Kindervergewaltigern und lobte diese Sexualbestien, die während seines Pontifikats mit seinem Segen Myriaden Leben zerstören konnten. Wojtyła gefällt das.
Das wäre viel zu riskant so einen Kinderfickerfreund heilig zu sprechen; kein zukünftiger Papst würde es wagen damit der RKK schweren Schaden zuzufügen.

Bekanntlich war das 2005 eine Fehleinschätzung.
Die große Enthüllungs-Welle der Sexualstraftäter-Priester in den USA warf 2002 ihre Schockwellen durch die katholische Welt. Anschließend wurde es nur noch schlimmer. In immer mehr Ländern wurden ungeheuerlichen Zahlen katholischen Klerikern bekannt, die kleine Kinder gequält, geschlagen und vergewaltigt hatten. 2010 erreichte die Welle Deutschland, das Heimatland des nächsten Papstes.

Unglaublich, aber wahr, während der Kindersex-Marathonenthüllungen am 1. Mai 2011 sprach Ratzinger den großen Kinderfickerfreund Wojtyła selig. Bergoglio legte noch einen drauf und sprach Johannes Paul II. am 27. April 2014 heilig.
Damit ist dreifach unfehlbar ex cathedra gesagt „wir ficken kleine Jungs und das ist gut so!“

(…..)  Die Rede ist, mal wieder, von den Legionären Christi, LC, die römisch-katholische Kongregation päpstlichen Rechts und ihrem legendären Gründer Marcial Maciel Degollado.

Kinderfickende Nazis ersetzten auf Geheiß Woytilas und Ratzingers die verhassten südamerikanischen „Befreiungstheologen“, die sich für die Armen einsetzen und den faschistischen Mörder-Diktatoren kritisch gegenüberstanden.
Der Priester Maciel Marcial Degollado, (1920–2008), Chef der LC und Multimillionär war der erklärte Liebling des Papstes Johannes-Paul II.
Da er sagenhafte Summen in die Kasse der RKK spülte, drückte der Wächter der Glaubenslehre Ratzinger alle Augen zu.
Maciel Marcial Degollado hatte mindestens fünf Kinder von zwei Frauen und vergewaltigte darüber hinaus mehrere Dutzend (bis zu 100) Jungs.
Die Vorgehensweise war laut STERN immer gleich:

Vater Maciel rief die ca 12-Jährigen Jungs zu sich, klagte über „schmerzhaften Samenstau in den Hoden“, müsse sich zur Abhilfe masturbieren lassen und dabei auch Kinder penetrieren.
Er erklärte dazu, er habe eine persönliche Erlaubnis von Papst Pius XII „die Schmerzen im uro-genitalen Bereich“ derart zu behandeln.
Hochwürden Samenstau bevorzugte dabei blonde und hellhäutige kleine Jungs, die ihm seine „Legionäre“ weltweit suchten und zuführten.
Seit 1976 wurden Berichte über diese Kindesvergewaltigungen nach Rom geschickt.
Man hielt dort immer die schützende Hand über Maciel.
JP-II ("Maciel ist ein vorbildlicher Priester") würdigte ihn 2004 mit einem Empfang im Petersdom, Ratzinger stellte die Untersuchungen gegen ihn bereits 1999 ein.

Dokumente aus den Vatikan-Archiven belegen laut AP, dass der Heilige Stuhl schon in den fünfziger Jahren Beweise hatte, wonach Maciel drogenabhängig und pädophil gewesen sein soll. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge ermittelten damals drei sogenannte Visitatoren, das Ergebnis sei jedoch bis heute nicht veröffentlicht worden. 1998 sollen sogar einige seiner Opfer Anzeige erstattet haben.    Doch Papst Johannes Paul II. verband eine enge Freundschaft mit Maciel, die sich seit dem ersten Zusammentreffen im Januar 1978 entwickelt hatte. Der Papst verehrte den Mexikaner, führte ihn gern als Vorbild an und widmete ihm noch 2001 eine Festmesse auf dem Petersplatz.

Der gegenwärtige Papst, der im Bundestag mit standing Ovations bedacht wurde, ist der Beschützer eines der perfidesten pädosexuellen Gewalttäter.
 Die seit Dekaden bekannten Untersuchungsergebnisse über den brutalen Päderastensumpf seiner Legionäre hält Ratzinger bis heute unter Verschluß.

Tatsächlich aber hatten zehn Opfer, die von Marcial Maciel in den 50er-Jahren im römischen Seminar missbraucht worden waren, den Vatikan schon vor 30 Jahren verständigt. Seit 1983 war auch Papst Johannes Paul II. über die Missbräuche informiert. Doch er schätzte den Ordensgründer und lobte noch 1994 öffentlich dessen «effiziente Führung für die Jugend». 1997 sagte die Gruppe der zehn Opfer vor den Medien, Maciel habe Hunderte Knaben missbraucht.
Ein Jahr später erhob die Gruppe Anklage gegen Maciel bei der Glaubenskongregation, die unter Kardinal Ratzinger für alle schwerwiegenden Missbrauchsfälle in der Kirche zuständig war. Ratzinger aber war nie bereit, die Gruppe der Opfer anzuhören und gegen Maciel etwas zu unternehmen. Worauf sich die Gruppe 2002 bei der UNO Gehör verschaffte und im Genfer Palais des Nations die Medien über die Untätigkeit der Glaubenskongregation informierte.
(Tagesanzeiger 02.05.2010)

Ratzinger führt also die Tradition seines Vorgängers fort und ermutigt die Legionäre geradezu weiterhin Kinder zu ficken und zu quälen. Rom weiß schließlich Bescheid und hat noch nie etwas unternommen.

Im Gegenteil, mit der Rapid-Seligsprechung des größten Marcial Maciel Degollado-Fans Woytila, hat Ratzinger noch mal unterstrichen, daß er fest an der Seite der Sextäter steht und nicht an die Opfer zu denken gewillt ist.
 Sein ganzes Mitgefühl gilt nur den LC. Er ernannte nach Maciels Tod 2008 einen neuen Chef und ließ mitteilen Benedikt XVI. werde den Ordensmitgliedern "auf dem Weg der Reinigung" beistehen und sie nicht alleinlassen.

Wojtyła, Ratzinger und Bergoglio stehen diesbezüglich wirklich in einer Tradition. Mag sie auch noch so viel unterscheiden – Ratzingers Prunksucht steht im krassen Missverhältnis zu seinem Vorgänger und Nachfolger – aber ein Herz für Kindervergewaltiger haben sie alle.

Noch im Jahr 2012, kurz vor dem Ende des Ratzi-Pontifikats konnte ein aus dem dubiosen Mixa-Umfeldes des bayerischen Bistum Eichstädt stammender Prälat im Staatssekretariat des Vatikans ungehindert junge Priesteranwärter sexuell belästigen. Die massiv Befummelten beschwerten sich sowohl bei Ratzi als auch bei seinem Sekretär Kurienerzbischof Gänsi; aber der betreffende Prälat hatte Ratzi entscheidend bei seiner Papstwahl geholfen, indem er Absprachen liberalerer Kardinäle verriet.

[….] Der Geistliche arbeitete während der Amtszeit von Papst Benedikt XVI. im Vatikan und wurde dann nach Eichstätt versetzt. Obwohl sie von den Übergriffen gewusst hätten, seien weder der von 2005 bis 2013 amtierende Papst noch dessen Privatsekretär Georg Gänswein gegen ihn vorgegangen, schreibt die "Bild"-Zeitung. Sie zitiert den Anwalt mit den Worten, es gehe um "systematische Strafvereitelung durch die oberste Führungsriege der Kirche".
Nach Angaben des Anwalts hat sein Mandant Strafanzeige gegen den mutmaßlichen Täter erstattet und wurde ausführlich von der Kriminalpolizei vernommen. Gegenüber unserer Zeitung hatte die Staatsanwaltschaft Ingolstadt bereits im April bestätigt, dass es Vorermittlungen dazu gebe, ob die erhobenen Vorwürfe strafrechtlich relevant seien. […..]

Ratzinger war offenbar gern bereit Gefallen zu erwidern, die Sex-Täter zu schützen und damit noch einmal als Stellvertreter Gottes auf den Opfern herumzutrampeln.

[……]  Die Bild-Zeitung berichtete am Mittwoch, sie sei im Besitz von E-Mails aus dem Jahr 2012, aus denen hervorgehe, dass sowohl der Papst wie sein Privatsekretär Erzbischof Georg Gänswein von den Vorwürfen gegen den Prälaten Kenntnis gehabt hätten. Dieser hatte demnach mindestens zwei Geistliche, ebenfalls Mitarbeiter des Vatikan, massiv sexuell belästigt. Gänswein wurde demnach 2013 nochmals über die Übergriffe informiert, habe aber nicht reagiert. Dem Bericht zufolge habe Papst Benedikt dem Verdächtigen einen Gefallen geschuldet, weil dieser bei der Wahl des Kirchenoberhauptes beitrug, dass unter den Kardinälen beim Konklave eine Mehrheit für Joseph Ratzinger zusammenkam.
[……]  Einer der betroffenen Geistlichen will die Übergriffe strafrechtlich klären lassen. Sein Anwalt Alexander Stevens sagte der Süddeutschen Zeitung am Mittwoch, er sei entsetzt, dass die zuständige Staatsanwaltschaft in Ingolstadt den Fall noch immer als Vorverfahren behandle und kein Ermittlungsverfahren eröffnet habe. Sein Mandant sei im August vier Stunden lang von Kriminalbeamten gehört worden, welche die Vorwürfe sehr ernst genommen hätten. Zudem, so Anwalt Stevens, liege inzwischen die eidesstattliche Aussage eines weiteren Geistlichen vor, der die Vorwürfe gegen den Prälaten bestätige. Dieser habe zudem per Whatsapp einem der Betroffenen vorgeschlagen, für eine Gegenleistung die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen. Dies lasse sich als Verdunkelungsversuch auslegen. [……]  

Diese Bereitschaft zum Ränkeschmieden und die offensichtliche Erpressbarkeit des Alt-Papstes heizt natürlich wieder einmal Gerüchte über seine eigenen sexuellen Abenteuer an.
Ratzingers unerklärliche Großzügigkeit gegenüber dem Opus Dei und den Holokaustleugnern in den Reihen der FSSPX hatte immer wieder Vermutungen befeuert, daß in den ultraorthodoxkonservativen Kreisen Material über das Liebesleben Gänsis und Ratzis existiert.
Gerüchte. Natürlich weiß ich nicht, ob Ratzinger schwul ist und gern junge Geistliche befummelt. Er könnte auch eine der seltenen heterosexuellen oder gar asexuellen Ausnahmen im Vatikanstaat sein.








Fest steht aber, daß auch der Vatikan von 2019 unter Bergoglios Führung hartnäckig das Offensichtliche bestreitet.
Kinderfickertum und die Vertuschung Derselben?
Wer das dokumentiert, handelt sich drastischen Widerspruch der alten Männer im Kleid ein. Dementsprechend gefällt der neue Ratzinger-Film aus Deutschland in Rom niemand.

Verteidiger des Glaubens, D 2019 - Regie, Buch: Christoph Röhl. Realfiction, 95 Minuten.

[….] Der Kardinal ist ungehalten. Gerade ist er aus dem Appartementhaus gekommen, in dem er wohnt, Joseph Ratzinger, der Präfekt der Glaubenskongregation. Und dann tritt dieser Journalist einfach auf ihn zu und möchte den Kardinal über die Männer ausfragen, die Marcial Maciel, dem Gründer der stramm konservativen "Legionäre Christi", vorwerfen, er habe sie als Kinder und Jugendliche vergewaltigt. "Ich bin da nicht so informiert", sagt Kardinal Ratzinger, "ich finde es auch unangebracht, dass Sie damit zu mir kommen."


Sehr wohl wusste Joseph Ratzinger Bescheid über die Vorwürfe gegen Maciel, die Informationen über das Doppelleben des angeblich so frommen Mannes lagen ihm vor. Doch erst nach dem Tod von Papst Johannes Paul II., dem großen Förderer der Legionäre, sollte er es wagen, gegen den Gewalttäter im Priestergewand vorzugehen. Über viele Jahre hinweg ist es ihm wichtiger, dass es keinen Skandal gibt, der die Gläubigen verwirren und die katholische Kirche beschmutzen könnte.
Christoph Röhls Dokumentarfilm über Benedikt XVI. ist kein Film über Joseph Ratzingers Leben und Wirken. Röhl hat einen Thesenfilm produziert, montiert; das macht die Wucht von "Verteidiger des Glaubens" aus und markiert zugleich seine Grenze. Die These lautet: Gerade weil Benedikt seine Kirche rein und unbefleckt halten wollte, steht sie nun besudelt da. Gerade weil er ihren Anspruch auf die Wahrheit verteidigen wollte, ist ihre Glaubwürdigkeit dahin. Und gerade weil er ängstlich den überlieferten Glauben gegen alle Zweifel bewahren wollte, hat er zum Glaubensverlust beigetragen. Sein Glaubens- und Kirchenverständnis hat ihn zum Vertuscher und Verharmloser der sexuellen Gewalt gegen Kinder, Jugendliche, Frauen in der katholischen Kirche gemacht. [….]

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Sex im Dunkeln.

Das Thema Sex zu meinen Jugendzeiten oder gar der Jugendzeit meiner Eltern unterscheidet sich natürlich erheblich von dem heute.

In meiner Kindheit erfuhr man was es mit Geschlechtsverkehr, Genitalien und Kinderkriegen auf sich hat, tatsächlich durch ein Aufklärungsgespräch. Irgendein Erwachsener oder Erwachsenerer nahm einen beiseite und erklärte die Funktionsweise der entsprechenden Organe. In meiner Erinnerung galt das als so eine Art bürgerliches Ritual. Notwendig für Stadtkinder. Die Bauernjugend wußte ohnehin alles, weil sie die entsprechenden Vorgänge bei all ihren Tieren beobachtet hatten.
Meine Jugendzeit war ziemlich liberal. Im Sommer badeten alle in einem nahe gelegenen Teich. Natürlich nackt. Man wollte ja nicht anschließend mit dieser nassen Hose rumlaufen und blöde weiße Stellen beim Sonnen bekommen.
Erst beim Schwimmunterricht in der Schule musste ich Badehosen tragen, aber das waren natürlich diese möglichst Kleinen, die keinen Wasserwiderstand bieten sollten.
Bis heute ist es mir vollkommen unverständlich, daß diese „Speedos“ heute so verpönt sind und Männer am Strand weite, überknielange Bein-Burkas mit mehreren Quadratmetern Stoff tragen. Dabei will ich nicht den modischen Aspekt bewerten, aber im Wasser ist so viel Textil eine echte Bremse und wer will denn anschließend mit den vollgesogenen nassen Sachen rumlaufen?
Offenbar geht es darum auch nur die leisesten Umrisse männlicher Genitalien unkenntlich zu machen, als ob die etwas völlig Unnatürliches wären, das versteckt und tabuisiert gehört.
Verwunderlich ist das allerdings nicht in einer Welt mit Milliarden Facebook-Nutzern, die sich alle dem äußerst strengen US-amerikanischen Nippel-Verbot fügen. Mord, rassistische Hetze, drastische Gewaltdarstellungen fallen unter „Meinungsfreiheit“, aber bei einer weiblichen Brustwarze schrillen Zuckerbergs Alarmglocken.
Vermutlich gehört das zu den Dingen, über die sich zukünftige Generationen totlachen werden. Was war das nur für eine grotesk-heuchlerische Gesellschaft Anfang des 3. Jahrtausends.
Der Effekt dieser starken, strafbewährten Tabuisierung und abstruser Moden wie Baggy-Swim-Pants und dem Zwang zur totalen Genitalrasur auch bei Männern ist natürlich eine umso stärkere Aufmerksamkeit.
Ich habe schon oft Altersgenossen oder Ältere gefragt, die in ihrer Jugend ähnlich wie ich viele andere nackte Menschen am Strand, beim Schwimmen oder beim Sport gesehen haben, ob sie sich konkret an die Achsel- oder Genitalbehaarung Anderer erinnern. Hat man noch Busen-Formen und Penis-Größen vor Augen?
Meine Antwort ist ein klares NEIN. Denn ohne die entsprechende Modezwänge und Tabus war das so natürlich, daß es keiner besonderen Aufmerksamkeit bedurfte.
Man guckte im Freibad nicht genau hin, ob der Typ vor einem auf dem Sprungbrett eine besonders große Wölbung in der knappen Badehose hatte, weil die Idee, daß so etwas Aufmerksamkeit verdiente noch nicht existierte.
Nach meinem Eindruck wird jetzt aber im Zuge der allgegenwärtigen Diskussionen um Brustimplantate, Bauchstraffungen und Genitalwaxing ein so öffentliches Interesse geschaffen, daß man überhaupt gezielt weggucken muss, wenn in Werbung oder Social Media nackte Körperregionen zu sehen sind.
Die längste Zeit meines Lebens kannte ich den Begriff „Six Pack“ gar nicht. Zu meiner Jugendzeit gab es keine „Fitnessstudios“; ich wäre daher auch nie auf die Idee gekommen anderen Jugendlichen in der Sportumkleide kritisch auf den Bauch zu gucken, um abzuschätzen wie wohl der Körperfettanteil ist.
Heute sind perfekt gewachste Model-Männer mit muskulösen Waschbrettbäuchen in Werbung und TV so omnipräsent, daß sogar mir auffällt, wenn einer aus dem Raster fällt.

Social Media schafft einen Aufmerksamkeitswahn, der vermutlich auch erklärt, wieso Jugendliche heute viel später als vor 50 Jahren das erste mal Sex haben, obwohl sie wegen ihrer Klugtelefone schon im präpubertären Alter ausführlicher über alle nur erdenklichen Sexualpraktiken im Bilde sind, als alle Generationen vor ihnen.
Vermutlich schüchtert das ein. Bodyshaming, Bulimie, Mobbing, Angststörungen aller Art bis hin zum Suizid haben dadurch Konjunktur.

Die Zugehfrau meiner Großmutter, Frau Tiedemann, war eine herzensgute Seele, die viel lachte. Aufgewachsen war sie vor dem Krieg als älteste von zehn Kindern in echter Mecklenburger Armut.
Sie hatten nur einen Raum mit drei Betten, in denen sich 12 Personen drängelten. Gearbeitet wurde 16 Stunden am Tag und als älteste Tochter war Frau Tiedemann quasi immer dabei, wenn ihre Eltern ihre Geschwister produzierten. Muttern hatte vermutlich nicht immer Lust dazu. Nachts hörte sie den Vater dann zischen „nun nimm die Füße auseinander!“ bevor ein kurzes Geruckel des Bettes losging.
Unter solchen Umständen braucht es keine weitere Aufklärung. Da wissen die Kinder automatisch was sie in ihrer eigenen Hochzeitsnacht zu tun haben.
Aus Sicht der Jugendlichen im Westen des 21. Jahrhunderts sind das vermutlich keine erstrebenswerten Zustände.
Aber natürlich blieb Frau Tiedemann auch viel sozialer Druck erspart. Sie musste als Teenagerin nie Bilder von sich der Welt präsentieren, sich um die neuesten Schmink- und Frisurentrends sorgen, bangen wie viele Likes ihre Selfies bekommen, konnte Geld für Lippenfüllungen, Botox-Spritzen und Kochsalzimplantate sparen. Ihre Brüder waren nie verunsichert, ob ihre Penisse zu krumm, der Bauch zu wabbelig oder die Achseln zu haarig waren.
Ich mutmaße, daß auch der erste Sex unter solchen Umständen mit viel weniger Erwartungshaltung und Erfolgsdruck stattfindet.
Aber ist es wirklich ein Segen überall so genau hinzusehen, daß man verschreckt und hysterisch rund um die Uhr damit beschäftigt ist sich mit Kosmetik, Schönheitschirurgie, Mode, Instagram-Filtern, Photoshop zu verhüllen?
Daß man jeden Quadratzentimeter der eigenen Haut mit Piercings, Tattoos, Brandings, Tönungen optimiert, bevor man sie dann mit züchtig verhüllten Nippeln und garantiert Bulging-freien Baggy-Shorts Millionen Menschen zeigt?

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Wenn das Geld jemand anderem gehört


Wenn Gier, Anmaßung und sehr viel Geld zusammenkommen, geht das oft schief.

Im besten Fall geht es einem dann so wie Madeleine Schickedanz, 76, die als einzige Tochter des legendären Quelle-Gründers Gustav Schickedanz (1895–1977) Milliarden erbte und dann mit der unglücklichen Kombination aus völliger kaufmännischer Unfähigkeit und Raffgier Karstadt schluckte, 2008 vier Milliarden schwer geschätzt wurde und ein Jahr später alles verlor, weil sie auf dubiose Typen gesetzt hatte, ohne selbst die Übersicht zu behalten.
Sie beklagte anschließend öffentlich von HartzIV leben zu müssen.
Das generierte ihr allerdings kein Mitleid, da andere HartzIV-Empfänger üblicherweise nicht über ihre Armut klagen, wenn ihnen noch Immobilien im Wert von 500 Millionen Euro verblieben sind.

Anton Schlecker, 75, war sogar noch reicher und raffgieriger als Schickedanz. Er fuhr seinen Laden 2012 gegen die Wand. In dem Fall gab es allerdings sehr viel heftigere Kollateralschäden – und damit meine ich nicht seine geldgeilen kleinen Bratzen, die sich wie Möchtegern-Trumps noch schnell selbst die Taschen füllten und schließlich im Gefängnis landeten.
Den Schlamassel ausbaden mussten hingegen die Zehntausenden sogenannten „Schleckerfrauen“, die ohnehin mies bezahlt von eben auf jetzt arbeitslos wurden. Erschwerend kam hinzu, daß die Pleite in die schwarzgelbe Regierungszeit fiel. Der extrem fromme Christ, Mitglied des Zentralrates der Katholiken, Vizekanzler, Millionen-Spenden-Empfänger des rechtsextremen Baron von Finck und Wirtschaftsminister Philipp Rösler befand eiskalt die Schleckerfrauen sollten sich nun selbst „nach einer geeigneten Anschlussverwendung umsehen“.

Auch im Fall Donald J. Trump, 73, kamen Raffgier, Milliardenerbe und Dummheit unvorteilhaft ins Spiel. Trump vollbrachte das Kunststück selbst Geschäftsmodelle, die gemeinhin als „Lizenz zum Gelddrucken“ gelten, gleich mehrfach in die Pleite zu reiten. Mit Casino-Lizenzen hatte das bisher noch niemand geschafft.
Anders als Schlecker oder Schickedanz hatte er aber bei seinen gewaltigen Pleiten meistens seinen noch reicheren Papi Fred (1905-1999) an seiner Seite, der ihn immer wieder mit neuen Millionen flüssig machte.
Dadurch war selbst ein so doofer und krimineller Pleitier wie er nicht klein zu kriegen, so daß er schließlich begünstigt von einem absurden Wahlsystem, einem Netz rechtsradikaler Medien und dem virulenten Rassismus zum US-Präsidenten aufstieg. Das trifft nicht nur wie bei Schlecker Myriaden Angestellte.
Die ganze Welt muss nun diese Inkarnation der Primitivität aushalten.

Auch die alten Männer im Vatikan lieben Luxus und Milliarden.
Das Kirchenvermögen bedeutet ihnen womöglich sogar noch mehr als der –Homo-Sex mit heißen helvetischen Hellebardieren.

[…..] Die Finanzen des Vatikans sind eine lange Geschichte voller Skandale. Doch nun hat er sich peinlich verspekuliert. Papiere zeigen, dass er quasi pleite ist.
[…..] Nur schon der Klang der Adresse: 60 Sloane Avenue, Stadtteil Chelsea, London. Eine Toplage. […..] Ein massiver Backsteinbau mit 17 000 Quadratmetern Geschäftsfläche. […..] Nun sollen da 49 Luxuswohnungen entstehen, nonplusultra, für eine sehr vermögende Klientel. Das jedenfalls ist der Plan, und auch das will nicht zum genügsamen Ideal von Franziskus' Kirche passen. Doch dieses Geschäftshaus in London gehört nun mal dem Vatikan. […..]
 Der Vatikan übernahm 45 Prozent der 60SA. Die Operation wurde über einen Investmentfonds abgewickelt, der ebenfalls Mincione gehörte. Bemerkenswert war das hohe Engagement des Vatikans auch deshalb, weil der Plan des Umbaus zu jenem Zeitpunkt von der Stadt noch gar nicht genehmigt war. […..][…..]  Im Staatssekretariat versuchte man nun recht panisch, die stockende Operation mit einer Offensivstrategie irgendwie zu retten und kaufte Mincione offenbar für weitere 168 Millionen Pfund den Rest der Anteile ab. Ein toller Deal für den Geschäftsmann, weniger für die Kirche. Die lud sich auch die ganzen Schulden auf, die auf dem Haus lasteten.
Für die Finanzierung wandte sich das Staatssekretariat an die Vatikanbank, das früher übel beleumdete Istituto per le opere di religione, besser bekannt unter der Abkürzung IOR. […..] Da herrscht viel Ernüchterung. Und die Bilanzzahlen sind offenbar katastrophal. In seinem neuen Buch "Giudizio Uinversale", "Jüngstes Gericht", schreibt der bekannte Enthüllungsjournalist Gianluigi Nuzzi, der Vatikan stehe kurz vor der Insolvenz. […..]

120.000 Euro Miese macht der Vatikan durch seine Pleite-Deals jeden Tag.
Die Personalkosten der prunksüchtigen Kardinäle steigen aber kontinuierlich an. Zum Glück gibt es noch den „Peterspfennig“, mit dem der Vatikan weltweit für die Armen sammelt. Und wer wäre ärmer als der Vatikanstaat selbst? Daher werden bis zu 90% des Peterspfennig dazu genutzt päpstliche Finanzlöcher zu stopfen.

Allzu große Sorgen müssen sich die päpstlichen Prasser nicht machen.
Auch sie haben ihren Fred Trump in Gestalt von 1,3 Milliarden zuverlässig zahlenden Katholiken. Die Schafe spenden weiter.

Dienstag, 29. Oktober 2019

Me Too, Helvetia.


Kann man sich das vorstellen? Ich war als Teenager so naiv, daß ich noch erstaunt war als mir ein wenig älterer Bekannter, der nach der Schule für zwei Jahre nach Rom ging, ob seines knappen Salärs in der teuren Stadt lachend erzählte, er wäre besser Stricher geworden. Die hätten rund um den Vatikan ein paradiesisches Leben. Tausende notgeile reiche Topkleriker aus aller Welt, die sich die jungen hübschen Männer in ihre luxuriösen Palazzi luden.
Natürlich haben all die dauerhaft im Vatikan ansässigen Monsignori, Bischöfe und Kardinäle ihre Stamm-Callboys und müssen sich nicht selbst in die vielen Stricher-Bars in unmittelbarer Nähe des Vatikans begeben.
Aber natürlich kommen darüber hinaus jeden Tag Kleriker aus aller Welt zu Besuch nach Rom, die gern die Gelegenheit nutzen, um außerhalb ihrer gewohnten Umgebung, wo sie jeder kennt in der großen Stadt unkompliziert zu poppen.

Vor über 30 Jahren staunte ich noch über die relative Offenheit mit der die spezifisch vatikanische Prostitution vor sich ging.
Seit dem habe ich natürlich unzählige Bücher und Zeitungsartikel gelesen, die genau das bestätigen.

(…..) Zuweilen hat man den Eindruck, der ganze Petersdom sei wie zu früheren Jahrhunderten üblich ohnehin eine einzige Callboy-Börse - ähnlich den Republikaner in den USA, deren Spitzenvertreter massiv gegen die same-sex-marriage vorgehen und gleichzeitig dermaßen viele Gay-sex-Skandale produzieren, daß man sie satt "Grand old party" nur noch "Gay old party" nennt.

"Tutti perversi?" fragt das italienische politische Wochenmagazin "Panorama" angesichts des vatikanischen Stricherrings, der im März 2010 aufflog.

Chinedu Thomas Ehiem, der vatikanische Chorsänger, organisiert für die Herren in den Soutanen neben den gesanglichen auch andere orale Freuden.
Pfaffen lieben es oral.
Ehiem vermittelt Callboys.

"Im Vergleich zu dem bin ich bloß normal ausgestattet, er hat einen unglaublichen Körper. Ab zehn Uhr hat er Zeit, er ist ein Freund von mir und tut, was ich ihm sage." Solche Mitschnitte aus Telefonaten, aus sehr delikaten Telefonaten, haben dem Vatikan einen deftigen Skandal um Sex und Prostitution beschert.

Angehende Priester wurden ebenfalls von dem Vatikanischen Chorsänger als Lustknaben an den höheren Klerus vermittelt:

Und Ehiem ist äußerst rührig: "Ich habe da einen aus Neapel, einen Kubaner, einen Deutschen, gerade aus Deutschland eingetroffen, zwei Schwarze, einen Fußballer, einen Tänzer der RAI", heißt es laut der Tageszeitung "Libero" in einem Mitschnitt. Einmal wird der Kuppler konkret und bietet einen Prostituierten an, "zwei Meter groß, 97 Kilogramm schwer, 33 Jahre alt." Auch Priester-Seminaristen sollen zu den jungen Männern gehört haben, die Ehiem an Balducci weiterreichte; in einem Gespräch jedenfalls kommt die Frage auf, wann denn der Jüngling "wieder im Seminar" sein müsse.


Als Zuhälter für schwule sexuelle Dienstleistungen im Vatikan fungierte hauptsächlich Angelo Balducci; "Gentiluomini di Sua Santità" ("Ehrenmänner Seiner Heiligkeit") des Papstes und Präsident des Obersten Rates für Öffentliche Arbeiten.

Die "Gentiluomini di Sua Santità" hatte Papst Paul VI. im Jahr 1968 statt des früheren Hofstaates eingesetzt. Um einer der 147 "Ehrenmänner Seiner Heiligkeit" zu werden, muß man ganz besondere Verdienste gegenüber dem Heiligen Stuhl erworben haben - eine Voraussetzung, die Baldulucci offensichtlich erfüllte.

Sexuelle Dienstleistungen durch junge hübsche Männer sind im Staat der Zölibatären heiß begehrt.
Sich die Stricher selbst in einer der vielen Schwulenbars rund um den Vatikan aufzugreifen, ist erstens umständlich, zweitens zeitaufreibend, drittens indiskret und viertens mitunter auch gefährlich, wie das Schicksal des adeligen Herrn Luzi beweist.

Auch Luzi, a Roman nobleman, war einer der "Ehrenmänner Seiner Heiligkeit"; ein Kollege Angelo Balduccis.

The Vatican yearbook notes that Mr. Sini Luzi began service as a Gentleman of His Holiness in April 1989, and today national newspapers published photographs of him, a smiling, bespectacled man, with Pope John Paul II, or standing in the Vatican clad in the black cutaway and decorations of his office.

Der Kammerherr des Papstes, Enrico Sini Luzi, ist 1998 in einer Vatikanwohnung bei schwulen SM-Spielchen umgekommen.
Der in den römischen Schwulenbars stadtbekannte Papst-Freund hatte sich einen Stricher aufgegabelt und wurde dann in Reizwäsche mit einem Kerzenleuchter erschlagen gefunden – der Videorekorder mit den Homopornos lief noch. (….)

Schwule Prostitution im Vatikan ist mittlerweile so bekannt, daß selbst der alte homophobe Ratzinger, der in seiner unfehlbaren Weisheit erkannte, daß Kondome die Aids-Epidemie verschlimmern eine Ausnahme bei seinem Hass auf Präservative machte. Schwule Callboys dürfen mit Ratzis Segen Gummi-geschützt vögeln. Offenbar machte sich der Papst Sorgen anderenfalls seine gesamte Priesterschaft zu verlieren.

[….] Papst Benedikt XVI. rückt im Kampf gegen Aids von einer völligen Ablehnung der Kondome ab. In "begründeten Einzelfällen" sei der Gebrauch erlaubt [….] Eine neue Position der katholischen Kirche im Kampf gegen Aids: Papst Benedikt XVI. hat die Benutzung von Kondomen in "begründeten Einzelfällen" für erlaubt erklärt. [….] Die Leitlinie ergibt sich aus dem Interview-Buch Licht der Welt, das am Mittwoch erscheint. [….] Die katholische Kirche, so der 83-jährige Benedikt, sehe die Verwendung von Kondomen "natürlich nicht als wirkliche und moralische Lösung an". Ein begründeter Einzelfall für eine Ausnahme von dieser Haltung könne aber etwa sein, dass männliche Prostituierte ein Kondom verwenden. [….]  Noch bei seiner Afrikareise im März vergangenen Jahres hatte Benedikt eine Zustimmung zur Nutzung von Kondomen abgelehnt. "Man kann das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln. Ihre Benutzung verschlimmert vielmehr das Problem", sagte Benedikt damals und erntete dafür weltweite Kritik. [….]

Es erstaunt nicht so sehr, daß Ratzi gar nicht auf die Idee kam an weibliche Prostituierte zu denken, weil es die in seinem Umfeld offenbar in Ermangelung heterosexueller Freier gar nicht gibt.

Grundsätzlich betrachte ich schwule Prostitution genauso wie weibliche (heterosexuelle) Prostitution: Jeder Zwang muss verboten sein, Elendsprostitution aus blanker Not oder zur Drogenbeschaffung ist verwerflich und selbstverständlich kommt der Beruf nur für Erwachsene in Frage.

Wenn hingegen weibliche/männliche/transsexuelle homo/heterosexuelle Prostituierte freiwillig dem Beruf nachgehen, soll das legal sein.

Die auf Priester spezialisierten Callboys Roms haben darüber hinaus auch eine wichtige Funktion, um die Triebabfuhr der zwangszölibatären Soutanen zu gewährleisten.
Denn ganz offensichtlich führt das päpstliche Verbot von Homosexualität und Geschlechtsverkehr für die weltweit über 400.000 Geistlichen dazu, daß sie sexuell so unterentwickelt und verantwortungslos sind, daß sie rund um den Globus Messdiener und andere Jugendliche vergewaltigen.
Ephebophiler Not-Sex unter Zwangsausübung, wenn sich allzu hartnäckig das kleine Zelt in der Soutane bildet.

Man kann nur hoffen, daß die Messdienerchen im Petersdom etwas sicherer leben, obwohl sie von derart vielen Priestern umgeben sind, wenn es in der heiligen Stadt genügend Stricher gibt.

Ob die Anzahl schwuler Sexworker in der Vatikanstadt ausreicht, muss allerdings bezweifelt werden, denn die Geistlichen sind trotzdem noch spitz wie Nachbars Lumpi und stellen den Schweizer Gardisten nach.
Lauter junge, durchtrainierte, ledige Männer in fescher Uniform sind das.
Die 135 Männer der Pontificia Cohors Helvetica sind genau das was sich so eine Klemmschwester im Kleid sexuell erträumt.
Neben den Offizieren gibt es 8 Wachtmeister, 12 Korporäle, 13 Vizekorporäle, 78 Hellebardiere.
Sie alle müssen männliche Schweizer, zwischen 19 und 30 Jahren alt, mindestens 1,74 m groß, sehr sportlich und nicht verheiratet sein.
(Nur die Offiziere dürfen Frauen heiraten).
Wenig überraschend, daß die kopulationsaffinen Kleriker da nicht nur gern zugreifen würden, sondern das offensichtlich auch fleißig tun.

[…..] Im Vatikan sorgt derzeit ein Buch für Aufregung. Schweizer Gardisten erzählen darin, wie sie von Kirchenvertretern sexuell belästigt werden.
[…..]  Dass sich das Umfeld für die kleinste Armee der Welt tatsächlich verändert hat, zeigt das Buch «Sodom» von Frédéric Martel. Der Journalist bezeichnet den Vatikan darin als eine Metropole schwuler Priester, Bischöfe und Kardinäle.
[…..] Dies bekommen auch die Gardisten zu spüren. Von Dutzenden Kirchenführer sollen sie belästigt und sogar genötigt worden sein. Die jungen Katholiken seien schockiert und traumatisiert. Die Anmache werde kaum verborgen, meint ein anonymer Gardist.
[…..]  Ein Kardinal hätte einen seiner Kollegen regelmässig mitten in der Nacht angerufen. Dieser erklärte dann, er brauche ihn in seinem Schlafgemach.
Drastischere Worte findet ein anderer Beschützer des Heiligen Stuhls: «Ich habe lange gebraucht, bis mir klar war, dass wir im Vatikan umgeben sind von frustrierten Alten. Die Schweizergardisten als Frischfleisch ansehen».[…..]