[…..] In den kommenden
Tagen steigen die Werte nach Angaben der Europäischen Raumfahrtorganisation Esa
in einigen Regionen auf weit über 40, stellenweise auch deutlich über 45 Grad
an. Der europäische Hitzerekord liegt bislang bei 48,8 Grad und wurde im August
2021 in Floridia auf Sizilien gemessen.
Möglicherweise wird er noch
in diesem Monat wieder erreicht, etwa auf Sardinien oder Sizilien. Das
italienische Gesundheitsministerium hat bereits für etliche Städte die höchste
Hitze-Alarmstufe ausgerufen, so wie hier in Rom. In Spanien setzte die Hitze
den Menschen in vielen Regionen ebenfalls schwer zu. Die höchsten Temperaturen
wurden in den vergangenen Tagen mit knapp unter 45 Grad in Andalusien und in
Murcia gemessen. Aber auch auf Mallorca übertraf die Quecksilbersäule
zeitweilig die 40-Grad-Marke. [….]
(SZ, 15.07.2023)
Na, da war AfD-Einpeitscher Fritze Merz aber mächtig
stolz, als es seiner Partei gelang, ein Klimaschutzgesetz der Ampel auf die
lange Bank zu schieben.
Der Blackrock-Millionär mit seine beiden Privatflugzeugen,
der nach den Vorstellungen des Urnenpöbels, Deutschlands wahrscheinlichster
nächster Kanzler ist, muß sich mit seinen knapp 70 Jahren und genügend Geld für
leistungsfähige Klimaanlagen auf Kosten der nachfolgenden Generationen, sicher
nicht um die 40°-Glutofentemperaturen auch in Deutschland
nicht sorgen. Also blockiert er die Ampel und damit den Klimaschutz auch mit
einem Gang nach Karlsruhe.
(…) Monika Schnitzer, die
bayerische Ökonomin und Leiterin des Sachverständigenrates der Bundesregierung,
wählt ihre Worte sorgsam und neigt nicht zu Alarmismus. Sie beantwortet die
Frage, ob es endgültig bergab ginge mit Deutschland, nüchtern.
[….] So weit würde ich
nicht gehen, aber wir kommen in der Tat nicht so voran, wie wir könnten und
müssten. Das liegt vor allem an den Versäumnissen der Vergangenheit: Wir haben
die Friedensdividende nicht genutzt und nicht in die Infrastruktur investiert,
als noch genug Geld da war. Wir haben uns auf den demografischen Wandel nicht
genügend vorbereitet, wir haben unsere jungen Menschen nicht gut genug
ausgebildet, wir hinken bei der Digitalisierung weit hinterher. Und wir haben
zu spät mit dem Klimaschutz begonnen. [….] Dann bräuchten wir
endlich eine umfassende langfristige Planung für die Energiepolitik, damit die
Menschen wissen, wo es hingehen soll und die Unternehmen planen können. Die
gerade viel diskutierte kommunale Wärmeplanung etwa hätte man schon vor zehn
Jahren machen müssen. Jetzt kommt sie 2028. [….]
(Prof. Dr. Monika Schnitzer, 03.07.2023)
Es ist ein Elend mit der CDU.
Immer, wenn sie an die Regierung kommt, zerstört sie aus Doofheit und
ideologischer Verblendung die völlig vernünftigen und zukunftsorientierten
Pläne der SPD-Vorgängerregierung. (…)
(CDU-Kurs Richtung AfD, 11.07.2023)
Die Klimakleber nerven mich auch, weil ich befürchte, sie
schaden ihrem mehr als gerechtfertigten Anliegen mehr, als sie nutzen.
Allerdings kann ich die Tatenlosigkeit der europäischen
Regierungen auch nur noch mit Blick auf mein fortgeschrittenes Alter und meine
Kinderlosigkeit ertragen. Ich verlasse diese glühende Affenkugel in absehbarer
Zeit.
[…..] In Griechenland
stellen sich die Menschen auf Extreme ein: Vor allem in Mittelgriechenland
erwartet das Meteorologische Amt Temperaturen von bis zu 44 Grad. Bereits in
der Nacht zum Freitag blieben die Temperaturen über 30 Grad. Das ist für den
menschlichen Körper besonders anstrengend, da er sich bei solchen Temperaturen
nur schlecht erholen kann. [….]
(SZ, 15.07.2023)
Als Teen oder Twen, hat man aber noch zu viel Lebenszeit auf der Uhr, um achselzuckend
hinzunehmen, wie Porscheminister Lindner und Fossilfanatiker Wissing auf immer
mehr Überhitzung zuarbeiten.
[….] Der Juni war der
heißeste Monat, der je auf der Erde gemessen wurde, Anfang Juli wurden dann die
heißeste Woche und die heißesten Tage registriert. In der Antarktis, wo derzeit
Winter ist, fehlt ein Fünftel der um diese Jahreszeit sonst üblichen Eisfläche.
Weltweit scheint die Klimakrise plötzlich zu eskalieren, Starkregenereignisse,
Stürme, Dürren, Hitze, Waldbrände. Michael Mann ist von den aktuellen Rekorden
nicht überrascht. "Natürlich erwarten wir auf einem wärmeren Planeten
häufigere und intensivere Hitzewellen", sagt der an der University of
Pennsylvania lehrende Klimaforscher der SZ. Und erwärmt hat sich der Planet
ohne Zweifel, im globalen Durchschnitt um mehr als 1,1 Grad seit Beginn der
Industrialisierung, "eine Konsequenz aus der Verbrennung fossiler
Rohstoffe". [….]
(Süddeutsche Zeitung, 15.07.2023)
Obwohl die Mineralölkonzerne gigantische, nie dagewesene Gewinne
machen, werfen die EU und insbesondere Lindner-Deutschland ihnen Subventionen
in Höhe von 30-50 Milliarden Euro hinterher, um die Erderhitzung möglichst
massiv zu beschleunigen.

[….] Die Entwicklung in
dieser Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer ist
entscheidend, da sie zusammen für rund drei Viertel der globalen
Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind. Climate Transparency ist ein
Netzwerk von 16 Thinktanks und Organisationen aus 14 Staaten, darunter die
deutsche Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. Der Anstieg der
fossilen Subventionen ist in der Tat besorgniserregend. Bereits im Corona-Jahr
2021 erreichten sie laut dem Report 190 Milliarden Dollar, ein Plus von fast 30
Prozent gegenüber 2020. "In diesem Jahr sehen wir nun nochmal massiv
wachsende Investitionen in fossile Infrastruktur", sagte Jan Burck von
Germanwatch, einer der Autoren des Reports. Das ist offenbar einer der
Hauptgründe dafür, dass die G20-Staaten beim grünen Umbau zu wenig Fortschritte
machen. Schlussfolgerung des Berichts ist denn auch, dass die Staaten sich von
ihren selbstgesetzten CO2-Zielen für 2030 zu entfernen drohen, statt ihnen
näher zu kommen. [….]
(Klimareporter, 22.10.22)
Betrachtet man eine größere Staatengruppe, wird das Bild entsprechend
noch deprimierender.
[….] Die staatliche
Förderung von Kohle, Öl und Erdgas ist einer
Studie zufolge drastisch gestiegen. Mit den steigenden Energiepreisen
infolge der weltweiten Konjunkturerholung habe sie sich 2021 fast verdoppelt
auf 697,2 Milliarden Dollar von 362,4 Milliarden im Jahr zuvor, wie aus der am
Montag veröffentlichten Analyse der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Internationalen Energieagentur
(IEA) hervorgeht.
Dafür wurden 51 Länder
untersucht. In diesem Jahr dürften die Verbrauchssubventionen aufgrund höherer
Energiepreise und eines gestiegenen Energieverbrauchs weiter anziehen. „Russlands
Angriffskrieg gegen die Ukraine hat zu einem starken Anstieg der Energiepreise
geführt und gefährdet die Energieversorgungssicherheit“, sagte OECD-Generalsekretär
Mathias Cormann.
„Deutlich höhere
Subventionen für fossile Energieträger schaffen jedoch Anreize zur
Energieverschwendung, ohne zwangsläufig bei den einkommensschwachen Haushalten
anzukommen.“ [….]
(Handelsblatt, 29.08.2022)
Stichwort Linder-Tankrabatt. Deutschland reißt alle
Klimaziele und selbst Minimalmaßnahmen, wie Autobahntempolimit blockieren wir,
weil die hepatitisgelben Microphalli mit ihren Porschepenisprothesen rumheizen
müssen.
Der Windkraftausbau hinkt in den konservativen Süd- und Ost-Bundesländer weit hinterher
und der Urnenpöbel bevorzugt gerade dort die rechten Parteien; AfD, CDU, Aiwangers
Liste, CSU; die massiv gegen rotgrüne Klimaschutzmaßnahmen hetzen.
Daß die grün regierten Länder Hessen und Baden-Württemberg ebenfalls ganz
hinten beim Ausbau erneuerbarer Energien liegen, kann man nur als extragroße
Schande der Olivgrünen CDU-affinen Landesverbändewerten und muss bedeuten, das
nächste mal SPD zu wählen.
[…..] In der Türkei ist vor
allem die Westküste von der Hitze betroffen. Am Samstag wurden dort laut Nachrichtenagentur
Anadolu 48 Menschen mit Hitzschlag in Krankenhäusern behandelt. Das
Kandilli-Observatorium in Istanbul riet den Menschen, viel Wasser zu trinken
und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Ein Sprung in den Bosporus verspricht
zumindest ein bisschen Abkühlung. [….]
(SZ, 15.07.2023)
Die Forderungen der LG und FFF sind noch wesentlich zu
lasch, wenn man das Überleben der Menschheit erreichen möchte.
Für junge Menschen ist das verständlicherweise
frustrierend.
Allerdings gibt es, nüchtern betrachtet, keinen Grund,
der das Überleben der Menschheit rechtfertigt. Homo Demens hat sich als
unwürdiger Schädling der Erdgeschichte erwiesen. Ich weine ihm keine Träne
nach. Schon gar nicht meinen deutschen Landsleuten, die weiter Verbrenner
fahren wollen und sich gegen energetischen Umbau ihrer Häuser sperren, weil sie
nicht einsehen, daß beim Klimaschutz Handlungsbedarf bestünde. Dem Urnenpöbel
gefällt die Merzsche Blockade und die AfD-Klimawandelleugnung. Er wendet sich den rechten Klimakillerparteien
zu, verdammt Rotgrün und hasst Klimaaktivisten.
[….] Daten des
Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-3 zeigten in den letzten Tagen extrem hohe
Landtemperaturen vor allem in Italien und dem Mittelmeerraum. So wurden in Rom,
Neapel und weiteren Städten mehr als 45 Grad gemessen, an den Hängen des Ätna
auf Sizilien erreichten die Temperaturen sogar Werte von über 50 Grad – schon
am späten Vormittag. In Spanien heizte sich die Landoberfläche ebenfalls
regional extrem auf. In Sevilla erreichten die Werte 47 Grad, in Madrid 46
Grad. Für die kommenden Tage erwarten die Meteorologen noch stärkere Hitze.
Denn dann wandert ein Hochdruckgebiet namens „Cerberus“ über den Süden Europas
hinweg und bringt noch mehr Sonne und heiße Luft mit sich. Laut Copernicus
müssen dann Italien, Spanien und Frankreich, aber auch Deutschland und der Rest
von Mitteleuropa mit einer neuen Hitzewelle rechnen. Auf Sizilien und Sardinien
könnte das Thermometer dann auf Temperaturen von 48 Grad steigen – so hoch wie
nie zuvor in Europa. „Wir bewegen uns in unbekanntes Territorium und müssen
neue Rekorde erwarten“, warnte Christopher Hewitt, Leiter des
WMO-Klimadienstes. [….]
(Scinexx, 15.07.2023)
Schon 2022 hatten wir in Europa 61.672 Hitzetote, 2023 werden es
garantiert mehr.
[….] Besonders ungewöhnlich
waren die Temperaturen im Juni im nördlichen Atlantik. "Was im
Nordatlantik passiert, beunruhigt mich sehr, da die Temperaturen weit über den
Schwankungen dessen liegen, was wir in den letzten Jahrzehnten beobachten
konnten. Und wir wissen noch nicht so richtig, wo das herkommt", sagt
Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. [….] Absolut
unumstritten ist aber, was passieren muss, damit sich die Temperatur jemals
stabilisieren kann: Die Emissionen langlebiger Treibhausgase wie CO₂ müssen
nicht nur sinken, sondern möglichst bald aufhören. Das ist ein entscheidender
Unterschied: "Null Emissionen beutet nicht, dass wir weniger von allem
machen müssen", sagt Levermann. "Sondern, dass wir alles anders
machen müssen." [….]
(Süddeutsche Zeitung, 15.07.2023)