Dienstag, 13. August 2019

Privatwirtschaftsversagen


Heute hatte ich wieder einmal eine dieser unangenehmen Begegnungen mit einem Asklepios-Krankenhaus, der ewigen Reminder nie im Leben CDU zu wählen.
Nach wie vor eine der größten politischen Sauereien Hamburgs, daß die CDU-Regierung von Beust gegen den überwältigenden Willen der Bevölkerung die Hamburger Krankenhäuser an eine Heuschrecke verkaufte. An einen Konzern des Mannes, mit dem CDU-Finanzsenator Peiner zuvor gemeinsam im Vorstand einer Versicherung saß. Unter den katastrophalen Folgen der Peiner-von-Beust-Privatisierungen wird Hamburg noch Generationen leiden.
Asplekios-Eigner Bernd grosse Boermann wird alle zwei bis drei Tage um eine Million Euro reicher. 150 Millionen Euro zieht er jährlich aus dem Gesundheitssystem heraus und stopft sie in seine eigenen Taschen.
Der Mann ist mit den von der CDU zugeschobenen vorher den Hamburger Bügern gehörenden Krankenhäusern so reich geworden, daß er gar nicht mehr weiß wohin mit all seinem Geld und wahllos Luxushotels in Deutschland aufkauft.

Jeder, der sich über seine Krankenkassenbeiträge ärgert, sollte sich bewußt machen welchen Parteien er zu verdanken hat, daß sein Geld in die Privattaschen von Milliardären umgeleitet wird: CDU, FDP und Grünen.
Die Grünen haben die CDU in Hamburg an der Macht gehalten und blinken nun schon wieder schwarz, möchten möglicherweise bald wieder mit den Typen koalieren, die nach der Pfeife von Milliardären tanzen und mit dem Megakraftwerk Moorburg die größte CO2-Dreckschleuder Europas genehmigten.

Während Peiner, Beust und Co immer noch von der angeblichen Überlegenheit der Privatwirtschaft faseln, leiden die Hamburger Patienten und die Angestellten unter den Folgen.

Grundsätzlich ist es nicht falsch ein teures Gesundheitssystem zu haben und mit Krankenhäusern Gewinne zu erzielen.
 Das Hamburger Universitätskrankenhaus UKE, das von der CDU nicht mitverkauft werden konnte, weil es der Uni gehört, schreibt immer noch schwarze Zahlen.

Gewinne sind dann zu begrüßen, wenn sie im System erhalten bleiben.
Damit können Pfleger und Reinigungskräfte besser bezahlt werden, es kann zum Wohle der Patienten mehr Personal eingestellt werden oder es kann auch in Forschung und Neubauten investiert werden – all das geschieht im großen Maßstab im UKE.

Die üppigen Gewinne der Broermannschen Asklepios-Kliniken werden aber dem System entzogen. Sie fließen auf das Privatkonto des Peiner-Freundes Broermann.
Damit werden also gerade nicht Gehälter aufgestockt, es wird nicht mehr eingestellt und das Patientenwohl hat immer hinter Renditeüberlegungen zurück zu stehen.

Asklepios bedeutet für den Patienten Warten, Hektik, Überfüllung.
Statt Zuwendung gibt es Medikamente.
Statt einer Krankenschwester, die sich Zeit nimmt eine 90-Jährige zur Toilette zu begleiten, wird gleich ein Katheter gesetzt.
Dann braucht man sich nicht mehr um Toilettengänge zu kümmern und kann auch gleich viel mehr bei der Krankenkasse abrechnen.

Inzwischen vergeht kein Tag mehr, an dem nicht in den Medien die katastrophale Unterversorgung mit Pflegekräften thematisiert wird. Seit Jahren geht das so.
Können wir uns wirklich nicht leisten, den Beruf so attraktiv zu gestalten und so zu bezahlen, daß jemand das erlernen möchte?
Vielleicht.
Aber Ausbildung kostet die Unternehmen Zeit und Geld.
Anders als das Universitätskrankenhaus, das schon per Definition der Ausbildung dient, haben private Besitzer wie Broermann daran kein Interesse. Das schmälert nur die Gewinne.
Für sie ist Gesundheit eine Ware, sind andere Krankenhäuser Konkurrenten, sind Krankenschwestern Kostenfaktoren und Ausbilder nur teure Zeitverschwendung.
Sollen doch die anderen ausbilden. Man selbst kann sich immer noch ausgebildete Billigkräfte im Kosovo oder Griechenland einkaufen, wenn es dringend sein muss.

Noch nicht einmal die Hälfte der deutschen Krankenhäuser bildet überhaupt aus!
Ein ungeheuerlicher Skandal angesichts eines dauerpräsenten Themas.

  […..] Trotz Fachkräftemangels in der Krankenpflege bildete zuletzt gerade einmal jede zweite Klinik in Deutschland entsprechende Fachkräfte aus. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach beteiligten sich im Jahr 2017 insgesamt 965 von bundesweit 1942 Krankenhäusern an der Ausbildung von Krankenpflege-Fachkräften. Das entspricht einem Anteil von 49,7 Prozent. Laut Gesundheitsministerium gab es 2017 in den Krankenhäusern insgesamt 80.285 entsprechende Ausbildungsplätze. 
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aus dem Mai ist in fast allen Bundesländern ein Fachkräftemangel in der Krankenpflege zu verzeichnen. [….]

Ich sehe hier zwei Hauptschuldige.

Einerseits die schwarzen und grünschwarzen Politiker, die diese Gesundheitsprivatisierungen überhaupt zugelassen haben.

Andererseits natürlich auch die CDU-Gesundheitsminister Gröhe und Spahn, die offenbar nie auf die Idee gekommen sind im Sinne der aus den 1970er Jahren bekannten „Ausbildungsplatzabgabe“ die privaten Krankenhausbetreiber zu bestrafen, wenn sie sich derartig an der Zukunft versündigen, daß sie gar nicht mehr ausbilden.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB reagierte schon 2004 zu Schröder-Zeiten höchst allergisch auf „Ausbildungsplatzabgaben“.

[…..] Die geplante Ausbildungsplatzabgabe belastet vor allem solche Bereiche, in denen die Ausbildung sehr teuer ist und Ausbildungsinvestitionen sich erst langfristig auszahlen. Begünstigt wird dagegen die Ausbildung in Bereichen, in denen Ausbildung weniger kostet und die Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis seltener ist.
Für das Ausbildungsverhalten der Betriebe könnte dies fatale Folgen haben: Weil der geplante Abgabebetrag pro Auszubildenden für Großbetriebe in aller Regel geringer ist als die Kosten für eine erfolgreiche Ausbildung, kann davon ausgegangen werden, dass Großbetriebe ihre zurzeit noch aus gesellschaftlichem Engagement betriebene Überbedarfsausbildung weiter einschränken und ihre Ausbildungsaktivitäten zurückfahren werden. Für kleinere Betriebe mit sehr niedrigen Ausbildungskosten werden dagegen positive Anreize für zusätzliche Ausbildungsplätze gegeben. […..]

Offenbar waren die Strafen für Großbetriebe noch viel zu niedrig angesetzt, wenn diese wie die Krankenhäuser zahlen würden statt auszubilden.
Durch die schwarzgelbe Mehrheit Merkel im Bundesrat wurde das von Rotgrün im Bundestag beschlossene Gesetz aber abgeschmettert. Seit dem sitzt Merkel am Ruder und blockiert Ausbildungs-Anreize.
Das, liebe Wähler, hat man davon, wenn man immer CDU-Mehrheiten wählt.


Der extreme Personalmangel im Gesundheitswesen ist jedem bekannt, jeder erlebt es in den Kliniken und Altersheimen, jeder beklagt es.
Aber Merkel, Spahn, Gröhe und AKK blockieren alle von der SPD angedachten Maßnahmen bis heute.
Schließlich sollen ihre superreichen Spender noch superreicher werden und nicht die blöden kranken Bürger profitieren.

[….] Das merken die Krankenpfleger, die oft nur noch im Galopp durch die Stationen eilen können, von der Arztvisite, zur Patientenaufnahme, zum Blutabnehmen. Das merken die Patienten, an Wartezeiten und gestressten Fachkräften, die keine Minute extra erübrigen können – nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie schlicht keine Zeit haben.
All das ist kein wohl gehütetes Geheimnis, sondern Klinik-Alltag. Umso erstaunlicher ist es, wenn Krankenhäuser darauf verzichten, Fachpersonal auszubilden – die Leute also, die sie selbst immer wieder händeringend suchen.
Natürlich brauchen Auszubildende Betreuung, natürlich ist damit Aufwand verbunden. Das passt möglicherweise nicht in die Finanzplanung der Geschäftsführung von Kliniken, die zunehmend als gewinnorientierte Unternehmen arbeiten. Aber so auf die Sache zu blicken, zeugt von einem reichlich begrenzten Horizont, es ist ein kleinliches und sehr kurzfristig angelegtes Sparen am falschen Ende.
Es funktioniert nun mal nicht, wenn ein Teil einer Gruppe sich immer nur aus dem großen Topf bedient und auf einen eigenen Beitrag verzichtet. Das ist nicht nur unsolidarisch, sondern einfach unklug: Irgendwann ist dann für alle nichts mehr da. […..]

Montag, 12. August 2019

Wenn sich Atheisten und Katholiken einig sind.

Diejenigen Dunkelkatholiken weltweit, die sich über die verweltlichten Episkopate Europas und Nordamerikas echauffieren und in ihnen den Untergang des Christentums wittern, können langsam aufatmen.
Nach Lesart der Lohmanns, Kubys, Bergers, Matusseks, Kisslers, Baddes, Mosebachs, Spaemanns, Brandmüllers, Launs, Ockenfels‘, Geis‘, Gaulweilers und Posselts ist es die „Beliebigkeit“ der deutschen Katholiken, die zu den Kirchenaustritten führt.
Zölibat, Homophobie und Frauenverachtung könnten nicht der Grund sein, da die EDK noch schneller Mitglieder verliere.
Außerdem sind da noch die radikalen Episkopate Afrikas und Asiens, deren Bischöfe und Kardinäle sich freundlich zustimmend zu radikalen Homogesetzgebungen zeigen, ja sogar für Verständnis gegenüber der Todesstrafe für Schwule werben.

  […..] Vor einigen Tagen hat die Aussage eines Kardinals aus Tansania große Empörung ausgelöst: Er wolle lieber verhungern als Homosexuelle zu akzeptieren. Die Worte von Erzbischof Pengo zeigen, dass Schwule und Lesben in den meisten afrikanischen Ländern diskriminiert werden – auch durch Mithilfe der Kirche.
Zynischer geht es kaum: "Es ist besser, an Hunger zu sterben, als Hilfe zu erhalten und zu Dingen gezwungen zu werden, die dem Wunsch Gottes widersprechen", sagte der tansanische Kardinal Polycarp Pengo vor kurzem – ausgerechnet bei einer Erntedank-Feier. Der Erzbischof der Hauptstadt Daressalam bezog sich darauf, dass die Entwicklungshilfe einiger Länder an die Akzeptanz von Homosexualität gebunden ist. Dabei greift Pengo ein Thema auf, das bereits seit einigen Jahren in Tansania präsent ist. Denn: Die Diskriminierung von Homosexuellen ist dort weit verbreitet – wie in den allermeisten Ländern Afrikas. [….]

Kardinal Turkson, der als so papabil gilt, daß er 2013 als Ratzis Nachfolger gehandelt wurde, findet es ebenfalls richtig Schwule hinrichten zu lassen. Aber viele Kardinäle haben derart radikal menschenfeindliche Ansichten. Auch ein gewisser Jorge Bergoglio paktierte mit der rechtsradikalen argentinischen Junta und könne daher sicher nicht Papst werden orakelte der katholische „Tagesanzeiger“ Anfang 2013 und warf ihn in eine Schublade mit den fanatischen Hass-Kardinälen Turkson, Burke und Sarah.

[….] In kürzester Zeit ist der 64-jährige Kardinal Peter Turkson aus Ghana zum Star der Medien avanciert. Der smarte vielsprachige Präsident des päpstlichen Rats für Gerechtigkeit und Frieden wird zum «Obama des Vatikans» erklärt. Er selber sagt dazu: «Sollte ich zum Papst gewählt werden, wäre das ein Signal einer grossen Veränderung.»
Der deutsche Grünen-Politiker Volker Beck hat nun auf die schwulenfeindlichen Ausfälle gewisser Papstanwärter und im Besonderen auf Kardinal Turkson aufmerksam gemacht, der unlängst wieder die Todesstrafe für Homosexuelle befürwortet habe. Tatsächlich hat der Kardinal in afrikanischen Zeitungen Anti-Gay-Gesetze bis hin zu der in Uganda geplanten «Kill-the-Gays-Bill» verteidigt.
Vor allem kritisierte er UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, weil dieser die afrikanischen Staaten aufforderte, Homosexualität zu entkriminalisieren. Turkson meinte, einige Gesetze seien vielleicht übertrieben, aber aufgrund der Tradition verständlich. So wie man die Menschenrechte respektieren müsse, sei auch die Kultur eines Landes zu respektieren. 2009 warnte Turkson, Kondome wiegten die Afrikaner in einem falschen Gefühl der Sicherheit. [….] Viele afrikanische und auch lateinamerikanische Kardinäle vertreten extreme Positionen – zumal in Sachen Moral sind sie oft von der Kultur ihrer Herkunftsländer geprägt. Manchmal waren oder sind die Kardinäle des Südens auch mit Unrechtsregimen verbandelt. In Lateinamerika sind die Zeiten der befreiungstheologisch engagierten und hierarchiekritischen Hirten vorbei. Schon Papst Johannes Paul II. hatte mit der systematischen Ernennung konservativer Bischöfe eine Wende gebracht. Heute paktieren teils selbst sozial aufgeschlossene Latino-Kardinäle mit den Mächtigen. [….] Ein ähnlicher Vorwurf klebt an einem anderen prominenten Papabile aus Lateinamerika, an Jorge Bergoglio, dem Erzbischof von Buenos Aires. [….]  Ungeklärt ist bis heute, welche Rolle Bergoglio als Jesuitenoberer zur Zeit der Militärdiktatur (1976–1983) spielte.  

Wie der katholischen Kirche insgesamt wird auch Bergoglio vorgehalten, in jener Zeit mit der Junta kooperiert und sich nicht für die Verschwundenen interessiert zu haben. Vor allem das Schicksal linker Priester habe ihn und die Kirche kaltgelassen. Konkret wirft man ihm vor, an der Entführung zweier Priester durch das Militärregime beteiligt gewesen zu sein und von dessen systematischem Raub von Neugeborenen gewusst zu haben. Bergoglios Anhänger betonen im Gegenteil, er habe viele sozial engagierte Priester vor der Verfolgung durch die Todesschwadronen der Militärs gerettet.
Der Latino-Kardinal ist erneut Papabile, mit 76 allerdings etwas alt für das hohe Amt. Was die familien- und sexualethischen Positionen betrifft, stimmt er in den Chor der Drittweltkardinäle ein. Als etwa der argentinische Kongress die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften debattierte, wetterte er gegen «die Initiative des Teufels». [….]

Jesus war zwar möglicherweise nicht so ein großer Fan der Todesstrafe („Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“), aber was interessiert die RKK schon der olle Nazarener?


 Innozenz III. (*1161, Pontifex Maximus ab 1198, †1216) einer der ganz großen Mittelalterpäpste, fing an in ganz großen Stil Ungläubige hinrichten zu lassen. Der göttliche Grundsatz Ecclesia non sitit sanguinem (‚die Kirche dürstet nicht nach Blut‘) wurde dezent ausgehebelt, indem die Bischöfe und Kardinäle Todesurteile ausdrücklich in ihrer Eigenschaft als weltliche Herrscher (Fürsten, Regenten, Richter, Lehensherren u.ä.) fällten. Damit waren die Schleusen geöffnet und die Kleriker wurden kontinuierlich brutaler. Mordeten immer mehr, dachten sich perfidere Todesfoltern aus. Das setzte sich bis ins 20ste Jahrhundert fort, in dem die RKK bekanntlich die brutalsten faschistischen Regime stützte, das Totenrequiem für den Katholiken Hitler sprach, den KZ-Mördern zur Flucht vor der alliierten Justiz verhalf, mit der francistischen Diktatur 300.000 Kinder verkaufte und die eifrig den rechtsradikalen südamerikanischen Diktatoren halfen Myriaden Menschen verschwinden zu lassen.
Auch der Genozid in Ruanda 1994, als Christen 850.000 Christen abschlachteten zeichnete sich durch besondere Mordlust der Geistlichen aus.

  [….] Eins kann man aber mit Sicherheit sagen: Die Länder mit extrem hohen Katholikenanteil sind keineswegs, wie von den Bischöfen so gern behauptet, moralisch überlegen.
Im Gegenteil; offensichtlich sind die säkularen und religionsfreisten Länder auch die Friedlichsten.
Katholische Ländern hingegen haben oder hatten auffällig oft faschistische oder faschistoide Diktaturen, neigen auch 2018 wie Polen, Ungarn oder Österreich zu besonders menschenfeindlichen rechtslastigen Regierungsformen.
Einige der katholischsten Länder wie Uganda, Ruanda, Angola, der Kongo, Ost-Timor befinden, oder befanden sich bis vor kurzem in veritablen Genoziden.
Mexiko, Kolumbien, Brasilien, Guatemala, El Salvador gehören zu den kriminellsten Nationen überhaupt. Dort gibt es Mordraten, die sogar noch über der Amerikanischen liegen.
In Venezuela errichtet sich gerade eine Diktatur, in Guatemala (85% Christen) herrscht immer noch teilweise Bürgerkrieg.

Und das womöglich religiöseste Land der Welt, die Philippinen, haben sich wie die Religioten in den USA mit ihrem Idol Donald Trump, ein besonderes Schätzchen als Präsidenten gewählt. [….]

In Lateinamerika und Afrika haben die Kirchen viel Zulauf, in Westeuropa Schwund.
Also müsse man nur so radikal homophob und menschenfeindlich wie dort werden, um auch in Deutschland oder Frankreich oder Holland wieder mehr Anklang zu finden.

Ein lustiger Trugschluss, denn in Westeuropa verlieren EKD und RKK nicht deswegen Mitlieder, weil sie zu lasch und homofreundlich sind, sondern weil die Menschen gebildet sind und in relativer sozialer Sicherheit leben. Dort verfangen irreale Drohungen und Heilsversprechen weniger.

Eine Kirche, die sich noch Frauen- und Minderheitenfeindlicher als ohnehin schon generiert, ist daher ganz in meinem (atheistischen) Sinne: Sie wird die verbleibenden Mitglieder umso schneller aus ihren Reihen treiben.

Daher freue ich mich über die jüngsten extrem schwulenfeindlichen Ausraster der osteuropäischen Bergoglio-Gang!
 Immer weiter so, ihr ungevögelten Geronten im CSD-Dress: Das wirkt auch so gar nicht lächerlich und lässt die Radikal-Katholiban Nahles, Thierse und AKK so richtig gut aussehen.




[…..] Krakauer Erzbischof warnt vor "Regenbogen-Pest"
[…..] Nicht einmal zwei Wochen nach der brutalen Gewalt gegen den ersten CSD in der polnischen Stadt Bialystok hat die katholische Kirche des Landes erneut ihre Kampfrhetorik gegen LGBTI-Rechte verstärkt: In einer Predigt zum 75. Jahrestages des Beginns des Warschauer Aufstandes forderte der Krakauer Erzbischof Marek Jedraszewski am Donnerstag Widerstand der Gläubigen gegen eine vermeintliche LGBT-Ideologie ein.
"Die rote Plage hat unser Land nicht mehr im Griff, was nicht bedeutet, dass es keine neue gibt, die unsere Seelen, Herzen und unseren Verstand kontrollieren will", meinte Jedraszewski in Anspielung auf den Kommunismus. Die neue Bedrohung sei "nicht marxistisch, bolschewistisch, sondern aus dem gleichen Geist geboren: neomarxistisch." Sie sei "nicht rot, sondern Regenbogen", so der Bischof, der in früheren Reden "absolutistische" und "neomarxistische Bestrebungen" der "LGBT-Ideologie" kritisiert hatte. "Maximale Toleranz" führe zu Intoleranz, so Jedraszewski weiter: "Gewalt, Erniedrigung und ein Lächerlichmachen der heiligsten Zeichen unserer Madonna von Tschenstochau zeigen sich auf den Lippen derer, die Toleranz einfordern." […..] Jedraszewski hatte erst am Mittwoch in Tschenstochau vor Gläubigen gefordert, "die Wahrheit zu verteidigen über die Schöpfung von Mann und Frau, um zusammen zu leben und Kinder zu haben". In einer Predigt im April bezeichnete er die "LGBT-Ideologie" als "trügerische Ideologie", die im Widerspruch zur christlichen Moral, dem "Naturgesetz" und der Vernunft stehe. Die Einführung einer "Gender-Ideologie" und Standards der Weltgesundheitsorgansation zur Sexualaufklärung an polnischen Schulen würde Kinder ihrer Unschuld berauben. Die "Bewerbung der LGBT-Ideologie" leugne die Menschenwürde.
Ähnliches hatte er bereits zum Karfreitag in einer Predigt betont und beklagt, dass man "in einer Welle des linken Hasses" als Fanatiker, Faschist oder Homophober bezeichnet werde, wenn man sich den Versuchungen des Teufels widersetze. […..]

Kardinal Burke

[….]  Polnische Bischofskonferenz verurteilt "LGBT-Ideologie"
Krakaus Erzbischof Marek Jedraszewski hatte in der vergangenen Woche von einer "Regenbogen-Seuche" gesprochen. Jetzt gab die Bischofskonferenz in Polen eine Erklärung ab – und fordert Politiker auf, sich gegen die Einführung der Homo-Ehe zu wehren. [……]


[…..] Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transpersonen seien zwar "unsere Brüder und Schwestern", allerdings dürfe dies nicht zur "Akzeptanz einer Ideologie" führen, "die gesellschaftliche und zwischenmenschliche Beziehungen" revolutionieren wolle. Mit dieser Aussage stellte der Chef der katholischen Bischofskonferenz in Polen, Stanislaw Gadecki, am Donnerstag klar, dass der Staat etwa gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht rechtlich anerkennen dürfe. Sein kritischer Kommentar auch zu Schulaufklärung über LGBTI und "sogenannten 'Pride-Märschen'" wurde auf der Homepage der Bischofskonferenz veröffentlicht.
Gadecki appellierte an die polnische Regierung, Forderungen von LGBTI-Aktivisten und Bürgerrechtlern nicht nachzugeben. Er begründete dies damit, dass die homosexuelle "Ideologie den natürlichen Geschlechterunterschied und die gegenseitige Ergänzung von Mann und Frau" ablehne. LGBTI-Aktivisten würden "unter dem Vorwand, Diskriminierung zu bekämpfen", versuchen, ihre ideologischen Ziele durchzusetzen. […..] In dem Text sprach Galecki auch von einem "ideologischen Totalitarismus" durch LGBTI-Aktivisten und "Arbeitgeber" […..] Die Äußerung kommt nach mehreren Attacken polnischer Bischöfe gegen Homo- und Transsexuelle. In den letzten Tagen bat etwa Weihbischof Miroslaw Milewski Gottesmutter Maria um Hilfe gegen die "kranke LGBT-Ideologie", während der Krakauer Erzbischof Marek Jedraszewski in einer Predigt vor der "Regenbogen-Pest" warnte. […..] (DK, 08.08.2019)



[…..] Auch in Amerika versucht die katholische Kirche, Druck auf Politiker aufzubauen, um gleiche Rechte für LGBTI zu verhindern. Kardinal Burke kritisiert deshalb die demokratischen Präsidentschaftsbewerber.
[…..] Raymond Leo Kardinal Burke hat am Freitag im konservativen Meinungskanal "Fox News Channel" die demokratischen Präsidentschaftskandidaten für ihre Haltung zur Abtreibung und zu LGBTI-Rechten kritisiert. "Mir haben nichtkatholische Anführer dieser Nation gesagt, sie wären sicher, dass sich die katholische Lehre über Abtreibung und die sogenannte gleichgeschlechtliche Ehe verändert hat, weil so viele Katholiken im Parlament regelmäßig derartige Gesetze unterstützen. Das ist ein Skandal", so Burke. […..]
(QDE, 11.08.2019)


[…..] Das Oberhaupt der katholischen Kirche in Tschechien, Dominik Kardinal Duka, hat sich einer umstrittenen Erklärung der polnischen Bischofskonferenz zur Homosexualität angeschlossen. Das berichteten tschechische Medien am Wochenende.
In der am letzten Donnerstag veröffentlichten Erklärung des polnischen Katholikenchefs Stanislaw Gadecki war eine angebliche "LGBT-Ideologie" kritisiert worden, welche "die gesellschaftliche und zwischenmenschliche Beziehungen" revolutionieren wolle. Kritikern dieser "Ideologie" werde mit "Totalitarismus" begegnet. Gadecki appellierte daher an die rechtspopulistische Regierung in Warschau, LGBTI keine Rechte zu gewähren (queer.de berichtete).
Der Prager Erzbischof Duka rief auch seine slowakischen und ungarischen Kollegen auf, sich der Erklärung anzuschließen. "Ich nehme es als alarmierend wahr, dass die Themen der LGBT-Ideologie in letzter Zeit um atheistische und satanische Ziele ergänzt werden", erklärte der 76-Jährige, ohne diese Punkte näher zu erläutern. [….]


Sonntag, 11. August 2019

Wir heuchlerischen Arschlöcher


Dank des alten Herren, für den ich die rechtliche Betreuung übernommen habe, werde ich nebenbei zum Hausverwalter.
Vorher lief die Treppenhausreinigung seines Hauses leicht kuddelmuddelig. Da ich jetzt für seine Finanzen geradestehen muss, kann ich natürlich niemand für kleines Geld schwarz beschäftigen, sondern mache alles überkorrekt mit Rechnungen und Belegen.
Wie wir schon gesehen haben, sind Deutsche sich fast immer zu fein, um Dienstleistungen anzubieten. „Fleiß“ ist eine Konnotation, die man beim Begriff „Deutschland“ endlich mal streichen sollte. Hilfsbereite, freundliche und flexible Hilfe bieten nur Migranten an.
Heute war ein junger, sehr gut aussehender Eritreer im Kleid da. Mit seinen kleinen Söhnen, die ebenfalls farbenfrohe bodenlange Kleider trugen.
Natürlich, denn es war Sonntag, 14.00 Uhr und als gute Christen kamen sie gerade aus dem Gottesdienst, der bekanntlich in afrikanischen Ländern viel weniger steif und dröge abgehalten wird.
Man möge mir den positiven Rassismus verzeihen: Aber diese knallbunten Regenbogenfarben sehen zu „schwarzer“ Haut natürlich viel besser aus, als zu der Käseweiß/rosa-Epidermis herkömmlicher Fischköppe (daher trage ich auch nur schwarz).
Der gute Mann betreibt eine kleine Gebäudereinigungsfirma, arbeitet ausgesprochen gründlich und gewissenhaft. Allerdings mit einer völlig undeutschen Einschränkung: Er guckt dabei nicht griesgrämig gequält, sondern verbreitet ausgesprochen gute Laune, strahlt jeden freundlich an.
Natürlich sei es gar kein Problem am Sonntag zu kommen.

Sogar das konservative Burda-Magazin „Focus-TV“, dessen online-Ableger immer vorn dabei ist, wenn Flüchtlinge kritisiert werden, lobte in der letzten Wochenende nicht nur den Einsatz von Altenpflegern aus Afrika, Asien und Osteuropa, sondern bekannte klar, daß Deutschland ohne sie zusammenbreche.

[…..] Deutsche Altersheime finden keine Pfleger mehr. Hoher Arbeitsdruck, große Verantwortung und ein Gehalt von nur 2500 Euro brutto machen den Job unattraktiv. Weil mindestens 15.000 Fachkräfte fehlen, werben deutsche Heimbetreiber immer mehr Altenpfleger aus dem Ausland an.
Doch wie kommen Asiaten oder Südeuropäer mit wenigen Sprachkenntnissen bei uns zurecht, und werden sie von den Heimbewohnern akzeptiert? FOCUS TV hat eine Gruppe Vietnamesen bei der Arbeit in einem Münchner Altenheim begleitet. Fern der Heimat mussten sie sich an eine andere Umgebung und Kultur gewöhnen. Das steht der 23-jährigen Benedetta aus Italien noch bevor: Sie will Altenpflegerin in Bayern werden. Aber gelingt es ihr, in der Fremde Fuß zu fassen? Geschafft hat es inzwischen die Kongolesin Nadine Condurachi. Seit sie vor 20 Jahren aus Afrika flüchten musste, hat sie sich in Karlsruhe bis zur Pflegedienstleiterin hochgearbeitet und sogar selbständig gemacht. Die FOCUS TV Reportage über Ausländer, die unser Pflegesystem vor dem Kollaps bewahren und über deutsche Senioren, die damit eine ganz neue Erfahrung machen. [….]

Um das klar zu stellen: wäre kein einziger Nicht-Biodeutscher arbeitsfähig, würden sie allesamt nur enorme Kosten und ökonomischen Schaden verursachen, wäre ich trotzdem aus grundsätzlichen humanitären Erwägungen dafür alle aufzunehmen.
Verstärkt wird das Argument noch dadurch, daß deutsche und europäische Politik massiv dazu beiträgt das Leben in den „Herkunftsländern“ unerträglich zu machen. Unsere Landwirtschafts-, Export-, Subventions-, Klima-, Fischfang-, Waffenexport- und Finanzpolitik ruiniert schließlich die afrikanischen Nationen.

Allerdings benötigen wir meine Gutmensch-Bahnhofsklatscher-Argumente gar nicht, denn die Migranten in Deutschland erhalten unsere Wirtschaft am Leben, generieren Nachfragen und spülen Geld in die Steuerkassen.

Umso abartiger, verwerflicher und amoralischer, daß EU, USA und Deutschland nach wie vor Terrorregime stärken, Waffen in Krisengebiete exportieren und Entwicklungsländer ökonomisch drangsalieren, so daß vielen nur noch die Flucht bleibt.


Mit einer Kanzlerin Merkel und Unions-Kräften à la von der Leyen, AKK, Söder, Spahn, Merz, Linnemann, Klöckner regiert aber nach wie vor das rassistisch-völkische Ressentiment, welches der aus dem Osten über Deutschland quellenden AfD-Pest nach dem Munde redet. Eine aberwitzige Politik.
Wider die Vernunft und des Humanismus.

Nach wie vor sorgen Deutschland und Europa dafür immer neue Fluchtursachen zu schaffen.

[…..]  Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel wirft führenden europäischen Staaten vor, den Bürgerkrieg in Libyen durch Unterstützung gegnerischer Kriegsparteien anzuheizen und zu verlängern. Europa mache sich "mitschuldig", dass der Krieg kein Ende finde. So treibe Europa auch die Fluchtbewegung über das Mittelmeer an. Die Europäische Union schaffe "die Voraussetzung dafür, dass der Migrationsdruck größer wird", sagte Gabriel Panorama. […..]  Der SPD-Politiker hebt die Folgen dieser widersprüchlichen europäischen Politik für die Migrationsfrage hervor. Die Aussichten, die Flüchtlingsbewegungen einzudämmen und menschenwürdige Bedingungen für Migranten herzustellen, bewertet Gabriel negativ: "Solange dieser Bürgerkrieg tobt, werden wir praktisch keine Chancen haben". Hier bemängelt Gabriel eine eklatante Widersprüchlichkeit in der europäischen Außenpolitik gegenüber der südlichen Nachbarregion, weil die europäischen Staaten ausnahmslos die Migration über das Mittelmeer stoppen wollten. Durch die Unterstützung gegnerischer Kriegsparteien bewirke man jedoch das Gegenteil.
[…..] 

Samstag, 10. August 2019

The last family


Lori Lightfoot, die neue Bürgermeisterin von Hamburgs Partnerstadt Chicago, ist richtig klasse.
Man muss sich solche Menschen bewußt vergegenwärtigen, wenn man sich so viel mit der Trump-Administration beschäftigt. Irgendwann glaubt man sonst alle US-Politiker wären solche widerlich-rassistischen und korrupten Idioten wie Moscow-Mitch, Lyin‘ Ted, Burr oder Pence.


Daß IQ45 Lightfoot, 57, hasst wie die Pest, versteht sich von selbst: Sie ist eine Frau, Demokratin, hochgebildet, Staranwältin, schwarz und lesbisch.
Wenn eine Metropole mit fast drei Millionen Einwohnern so Eine zur Bürgermeisterin wählt, ist das für die Trumps Grund genug die ganze Stadt zu verdammen.
Wer immer noch der irrigen Annahme anhängt, die Trump-Frauen wären einen Hauch moralischer als Donald, kennt Lara (Erics Frau, die perfide Lügen über Minderheiten ausposaunt), Melania (die von Anfang an die rassistische Birther-Lüge ihres Mannes öffentlich unterstützte) und Ivanka schlecht.
Auch Trumps korruptes Daughter-Wife poltert per Twitter gegen schwarze Gemeinden. Ganz wie ihr Vater will sie den Rassismus anstacheln. Auch sie weiß, daß GOPer in überwiegend schwarzen oder liberalen Städten wie New York, Chicago, Washington oder Baltimore nichts zu verlieren haben. Im Gegenteil, das groteske amerikanische Wahlrecht hilft den Republikanern sogar, wenn sie diese urbanen Zentren verlieren.

Lori Lightfoot weiß das natürlich auch und lässt sich gar nicht erst von den perfiden Twitter-Lügen Ivankas provozieren.


Nein, kein Demokrat leugnet die Probleme in den großen Städten mit armer Bevölkerung, aber sie arbeiten kontinuierlich und erfolgreich daran die Zustände zu verbessern.

Allerdings gibt es völlig amoralisch profitgierigen superreiche Weiße, die systematisch den hauptsächlich von People Of Color bewohnten Stadtteilen schaden.

[…..]  Schließlich ist da noch Jared Kushner, Berater und Schwiegersohn des    Präsidenten. Dieser besitzt eine erhebliche Zahl an Immobilien - unter anderem im Bereich Baltimore. Also genau dort, wo der Schwiegerpapa eine "Rattenverseuchung" wähnt. Und in vielen der angeblich 17 Wohnkomplexe der Kushner Cos. herrschen laut einem Bericht der "Washington Post" alles andere als blitzsaubere Zustände.
Im Jahr 2017, so die Zeitung, habe es in den Kushner-Immobilien mehr als 200 Verstöße gegen die Vorschriften gegeben. Eine Untersuchung von "New York Times" und ProPublica hat demnach ergeben, dass sich die Bewohner über Mäuseplagen, Schimmel und Madenbefall beschwert hätten. Christine Taylor, Sprecherin der Firma, als deren Chef Kushner bei seinem Wechsel ins Weiße Haus zurückgetreten war, erklärte, man habe sich stets an lokale Vorschriften und Gesetze gehalten.
Das dürften viele Bewohner der Kushner-Häuser anders sehen. Laut "Baltimore Sun" wollte eine Gruppe von ihnen eine Sammelklage wegen unzulässiger Mietverhältnisse gegen die Immobilienfirma einreichen. Ihr Ansinnen wurde von einem Gericht im Bundesstaat Maryland zurückgewiesen. […..]

Die gesamte Trump-Familie ist völlig verkommen.