Sonntag, 18. Januar 2015

Same procedure as every week, Jorge.



Es nervt mich ja selbst mich immer zu wiederholen.
Aber was soll ich machen?
Mit dem frommen Katholik Matthias Drobinski berichtet in der SZ wieder einmal nur der größte Papstfan über den Papst-Besuch in Manila.

[….] Am Sonntag wird es wahrscheinlich die größte Menschenansammlung in der Weltgeschichte geben: Sechs Millionen Katholiken werden in Manila Papst Franziskus zujubeln, so die Prognosen stimmen, viermal so viele, wie am Wochenende zuvor in Paris der Opfer des Terrors gedachten. Das zeigt, welche Meisterin der Inszenierung die katholische Kirche nach wie vor ist. [….] Für Papst Franziskus ist Asien noch aus einem anderen Grund wichtig: Nirgendwo sonst existieren Turbokapitalismus und bittere Armut so unmittelbar nebeneinander, wachsen Volkswirtschaften derart rasant und ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt. Gerade hier ist für Franziskus die Kirche gefragt: Sie muss bei den Armen sein, den Opfern von Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung, des Klimawandels. [….] Europas Katholiken - und viele Menschen über die Kirche hinaus - sind mehrheitlich begeistert von dem Mann, der so bescheiden lebt und sich darangemacht hat, die Verhärtungen seiner Kirche aufzubrechen. [….] Dieser Papst ist nicht nur bemerkenswert, weil er sich im Mittelklassewagen fahren lässt. Mit ihm ist die katholische Kirche im Zeitalter der Globalisierung angekommen.

Kritik käme dem Kirchenmann nie in den Sinn. Es ist so überfällig, daß sich Herr Kister einen anderen Religionsredakteur für sein Blatt sucht.

Dabei hat Bergoglio gerade in der letzten Woche schlimme Dinge von sich gegeben.
Da war zunächst sein Einsatz gegen die Meinungsfreiheit, seine perfide Äußerung nach den 17 Toten von Paris, mit der er andeutete, die Charlie Hebdo-Redakteure hätten irgendwie selbst schuld. Schließlich dürfe man Religionen nicht kritisieren und im Übrigen würde er auch jedem in die Fresse hauen, der seine Mutter beleidige.


Das Jahr 2015, ja, in der Tat, wir befinden uns im 21. Jahrhundert, zog der fiese Franz aber noch einmal über die Schwulen her.

[….]  Bei einer Messe vor 10.000 Familien in Manilas Sportpalast "Mall of Asia Arena" warnte das Kirchenoberhaupt am Freitag – wie seine Vorgänger – vor einer "Gefährdung" und "Zerstörung" der Familie durch eine "Neu-Definition" der Ehe.
Ohne das Wort "Homosexuelle" dabei in den Mund zu nehmen, sagte Papst Franziskus: "Nehmen wir uns in Acht vor den neuen ideologischen Kolonisierungen! Es gibt ideologische Kolonisierungen, die versuchen, die Familie zu zerstören. Sie gehen nicht aus dem Traum, aus dem Gebet, aus der Begegnung mit Gott hervor, aus dem Auftrag, den Gott uns gibt; sie kommen von außen."
[….] Die Familie sei "außerdem bedroht durch zunehmende Bemühungen einiger, die Institution der Ehe selbst neu zu definieren, durch Relativismus, durch die Kultur der Kurzlebigkeit und durch mangelnde Offenheit für das Leben". Jede Gefährdung der Familie sei eine Gefährdung der Gesellschaft selbst.
Den Kampf gegen die Gleichstellung von Homosexuellen im Eherecht verglich der Papst dabei mit dem Kampf gegen Kolonialismus: "Und wie unsere Völker in einem bestimmten Moment ihrer Geschichte zu der Reife gelangten, 'nein' zu sagen zu jeglicher politischer Kolonisierung, so müssen wir als Familie sehr, sehr klug, sehr geschickt, sehr stark sein, um 'nein' zu sagen zu jeglichem Versuch ideologischer Kolonisierung der Familie."
[….] In der Medienberichterstattung zum viertägigen Papst-Besuch auf den Philippinen kam die Messe zum "Traum der Familie" kaum vor. [….]


Eine ekelhafte Aktion Bergoglios, da in vielen Teilen der Welt Homosexuelle aufgehängt, gesteinigt und drangsaliert werden.
Der Mann sollte sich schämen für seine mitleidslose Aufstachelung zum Hass.


Samstag, 17. Januar 2015

Nur die Guten und die Produktiven – Teil II


In deutschen Krankenhäusern tut man gut daran einige Fremdsprachen zu beherrschen.
Einerseits erscheint die Fachliteratur nach wie vor in Englisch und andererseits sind die Arbeitsbedingungen insbesondere in den privatisierten Kliniken so schlecht, daß deutsche Mediziner zu Myriaden jedes Jahr ins Ausland fliehen.
Wer junger Assistenzarzt ist, streckt ganz selbstverständlich seine Fühler in den angelsächsischen und skandinavischen Raum aus.
Ähnliche Fluchttendenzen gibt es aus den ländlichen Gebieten hin zu den großen Städten.
Schuld ist die völlig von Lobbyisten dominierte Gesundheitspolitik. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist so mächtig, daß sich auch Minister an ihm die Zähne ausbeißen. Dort sorgt man stets dafür, daß Pharmaindustrie, Krankenhauskonzerne und Medizintechnikhersteller große Gewinne machen, während das Patientenwohl hintan stehen muß. So kam es zum Prinzip der Fallpauschalen, das dafür sorgt, daß Kranke immer schneller durch das System gejagt werden und oft nur halbversorgt wieder aus dem Krankenhaus geschickt werden. So kommt es dazu, daß für Hygiene kein Geld und keine Zeit bleiben, so daß Zigtausende jedes Jahr an Krankenhausinfektionen sterben. So kommt es dazu, daß Radiologen sehr reich werden, während der Landarzt am Bettelstab geht und Hausbesuche aussterben. Die Gerätemedizin wird gepampert, die Zeit mit dem Patienten wird kaum bezahlt.
So  kommt es zum Facharzthopping mit vielen überflüssigen extrem teuren Diagnosemaßnahmen, weil den Patienten selbst niemand befragt. Der Patient tappt im Dunkeln und geht zu immer mehr Fachärzten, weil sich der einzelne doch keine Zeit nimmt.
Ein totaler Irrsinn.

In einem derart ausblutenden System, in dem moralisch verkommene CDU-Politiker wie Hamburgs Ole von Beust und Wolfgang Peiner Hamburgs Kliniken an einen Milliardär verschenken, der inzwischen so viel Geld der Beitragszahler an sich gerafft hat, daß er gar nicht mehr weiß wohin mit all den Milliarden und sich neuerdings Luxushotels kauft.
Das Geld stammt von uns allen und fehlt in Krankenhaus im Personaletat. Zu danken haben wir es der CDU, die aber beim Urnenpöbel die mit weitem Abstand beliebteste Partei ist.

Legendär ist das Desaster, das Beust mit dem Verkauf der Hamburger Krankenhäuser (LBK) an Asklepios anrichtete.

29.2.2004: Beim Volksentscheid stimmen 76,8 Prozent der Wähler gegen den LBK-Verkauf.

7.9.2004: Ole denkt sich „scheiß auf die Demokratie - Finanzsenator Peiner hat doch da diesen netten Vetter bei Asklepios“ und so beschließt der Senat den Verkauf des LBK an den privaten Betreiber Asklepios.

Neun Jahre später ist Aspklepios-Besitzer Broermann zwei Milliarden Euro reicher und seine Angestellten haben teilweise nicht mal einen Tarifvertrag. 
Heute streikten die Mitarbeiter vor dem Asklepios-Krankenhaus St. Georg.

100 Servicemitarbeiter fordern einen einheitlichen Haustarifvertrag. Doch die Unternehmensleitung lehnt weitere Verhandlungen ab […] Wenn sich Wut in Dezibel messen lassen würde, wäre die Obergrenze fast erreicht: Riesenwut. Gemeinsam mit etwa 100 anderen Servicemitarbeitern der Asklepios Kliniken steht Schoop vor dem Eingang des AK St. Georg an der Langen Reihe. Es sind Reinigungskräfte, Wachleute, Küchenhilfen, Lagerarbeiter aus allen Häusern. […]
Bereits zum dritten Mal seit Mitte Mai hat Ver.di zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Gewerkschaft fordert einen Haustarifvertrag für die Tochterfirma Asklepios Services Hamburg (ASH). […] "Nach wie vor gibt es keine Bereitschaft, die 900 Beschäftigten angemessen zu entlohnen", kritisiert Björn Krings von Ver.di. […] Nach der Privatisierung des Hamburger Landesbetriebes Krankenhäuser 2007 waren die Servicebereiche in Tochterfirmen des Asklepios-Konzerns ausgelagert worden. Die Folge: Der Tarifvertrag der Hamburger Krankenhäuser muss nicht angewendet werden. […] Margerit Amori verdient 1100 Euro im Monat. Seit zwei Jahren arbeitet sie als Servicekraft im Klinikum Nord, ist etwa für Essenverteilung zuständig. Die Schichten gehen von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends - mit zwei Stunden Pause. "Harte Arbeit, wenig Geld", sagt die 48-Jährige, während sie mit den anderen Demonstranten über den Steindamm zieht. Viele Kollegen hätten Zweitjobs oder seien auf Hartz IV angewiesen. Auch Amori denkt darüber nach.
So geht es vielen. Küchenhelfer Harald Lünstedts Bruttostundenlohn liegt bei 8,38 Euro.


In der Not frisst der Teufel Fliegen.
Wie schon in der ambulanten Pflege, baut man auch in den Krankenhäusern auf Ausländer.
Deutsche Reinigungskräfte gibt es ohnehin nicht mehr, weil sie zu mies bezahlt und behandelt werden.
Aber auch das Pflegepersonal wird inzwischen aus allen Teilen der Welt rekrutiert.

Die perverse Logik dahinter:
Bevor wir den Gewinn der Konzern-Spitzen schmälern, drängen wir lieber die deutschen Arbeitnehmer aus dem Gesundheitsbereich, weil uns das das Wohl der Kranken und Pflegebedürftigen ohnehin kaum etwas wert ist. Wir setzen eben darauf, daß es Länder gibt, in denen die Arbeitsbedingungen noch schlechter sind, so daß die zu uns kommen und hier die Arbeit tun, die unter unserer Würde ist.
Das gilt aber keineswegs nur für den Pflegebereich, sondern auch für die Ärzteschaft, die nur deswegen „funktioniert“, weil jährlich Myriaden junge Ärzte aus aller Welt gezielt hierher gelockt werden.

Prinzipiell ist natürlich nichts gegen einen hohen Ausländeranteil unter Krankenhausärzten einzuwenden. Im Gegenteil, nach meiner Erfahrung profitieren die Patienten sogar massiv, weil Menschen, die bereit sind ihre Heimat zu verlassen und in einer neuen Sprache unter ganz andere Bedingungen neu anfangen motivierter und enthusiastischer sind.
Außerdem bringen Ärzte, die in verschiedenen Ecken der Welt ausgebildet wurden, neue Perspektiven und zusätzliche Behandlungsmethoden ein.
So staunen viele deutsche Ärzte in großen Kliniken über das chirurgische Geschick ihrer osteuropäischen Kollegen, weil man sich hier viel stärker auf Geräte und Medizinroboter verlässt.
Es ist kein Nachteil Innere Medizin in einem Land zu studieren, in dem nicht so viele Hightech-Pharmaka zur Verfügung stehen.

Also alles gut?

Nein, keineswegs.
Denn bei dieser Betrachtung wird völlig ausgeklammert, daß die vielen polnischen, rumänischen oder griechischen Ärzte in Deutschland in ihrer Heimat fehlen!

Das deutsche Gesundheitssystem hat ein parasitäres Verhältnis zu Osteuropa.
Viel viel ärmere Länder investieren Milliarden in die Facharztausbildung ihrer Studenten und anschließend werden sind in speziellen Jobbörsen vor Ort abgeworben und fliegen direkt nach Berlin oder München.
Extrem übel ist die Lage in Rumänien, also dem Land gegen das CSU-Politiker ihre widerliche Hetzkampagne „wer betrügt, der fliegt“-Kampagne richteten.
Nach Angaben des rumänischen Ärzteverband-Präsidenten Vasile Astărăstoae haben in den letzten 20 Jahren 21.000 rumänische Ärzte das Land verlassen. Für ihre Ausbildung gab Bukarest umgerechnet fast vier Milliarden Euro aus.
In deutschen Krankenhäusern arbeiten zurzeit knapp 4.000 rumänische Ärzte, noch etwas mehr sind es in Frankreich und England.
In Rumänien selbst ist die Ärzteschaft auf einen Minimalstand von gerade mal 14.000 abgesunken.
Dadurch verschärft sich die Lage in Rumänischen Klinken so massiv, daß eine unaufhaltsame Abwärtsspirale in Gang gesetzt wurde. Die noch verbliebenen Mediziner stehen unter so gewaltigen Druck, daß sie nun erst recht ausreisen möchten.

Kapitalismus pervers.
Man nutzt die Armen aus, weil man in den reichsten Ländern nicht bereit ist die Milliardäre finanziell in die Pflicht zu nehmen.
Großkonzerne zahlen keine Umsatzsteuern, zig Milliarden schwere Erben wie die Albrechts zahlen keine Erbschaftssteuer und auch bei den Menschen sucht sich Deutschland nur die aus, die finanziell interessant sind.

Die Bilder gleichen sich in Osteuropa.
Auch das kleine Tschechien verliert jedes Jahr hunderte ausgebildete Ärzte gen Nordwesteuropa.
Deutschland nutzt das schamlos aus und war im November 2013 prominent bei einer internationalen Jobmesse für Mediziner in Prag vertreten. Dutzende deutsche Kliniken warben tschechische Mediziner für rund 500 freie Ärztestellen in ganz Deutschland an.

In anderen Ländern ist die Lage nicht viel anders als in Tschechien. Aus Polen sind nach einem Bericht der Zeitschrift W Sieci seit dem Ende des Kommunismus 1989 schon schätzungsweise 17 000 bis 22 000 Ärzte emigriert, vor allem nach Deutschland, Großbritannien, Irland oder Norwegen. Dort lägen die Gehälter um ein Fünf- oder Sechsfaches über dem polnischen Niveau, schrieb das Blatt. Diejenigen, die bleiben, führen zähe Kämpfe, bis heute. In den vergangenen Tagen kam es wieder zu Streiks und zur Schließung zahlreicher Polikliniken, weil ein Teil der niedergelassenen Ärzte das Angebot des Warschauer Gesundheitsministeriums für die Vergütung im Jahr 2015 nicht akzeptiert.
Auch Ungarn und die Slowakei haben medizinisches Personal in hellen Scharen verloren, ebenso Bulgarien. Besonders stark betroffen ist Rumänien, wo nach Angaben des dortigen Ärzteverbandes seit 1990 rund 21 000 Ärzte die Flucht ergriffen, davon zwei Drittel, 14 000, seit dem EU-Beitritt 2007. […]



Freitag, 16. Januar 2015

Regina Maria Bergoglio ist eine fette Kuh!

Regina Maria Bergoglio hat stärkere Flatulenzen als ein Nilpferd mit einer Tonne Pflaumenmus im Bauch.

Haha, das mit der Nächstenliebe, andere Wange hinhalten und Feinde lieben ist wohl nicht mehr up to date.

Regina Maria Bergoglio ist so attraktiv wie eine Feigwarze am Schließmuskel.

Papst Franz findet es normal, jemanden mit der Faust niederzustrecken, der seine Mutter beleidigt.
Soweit, so abartig.

Regina Maria Bergoglio riecht schlimmer als der Container für die Eiter-Abfälle am Hafenkrankenhaus.

Schlimmer noch, mit seinen persönlichen Empfindlichkeiten rechtfertigt er partiell auch noch die Mörder der Charlie Hebdo-Redaktion.
Meinungsfreiheit? Gefällt dem Papst gar nicht.

Regina Maria Bergoglio ist so häßlich, daß man Bilder von ihr als Hängolin einsetzen kann.

[…]  Papst Franziskus hält nicht viel von Meinungsfreiheit, wenn jemand die religiösen Gefühle anderer verletzt. "Viele Menschen ziehen über Religion her, das kann passieren, hat aber Grenzen", sagte der Pontifex auf dem Weg in die philippinische Hauptstadt Manila mit Blick auf die Terroranschläge auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo". Jede Religion habe eine Würde, über die man sich nicht lustig machen könne.
Zur Veranschaulichung zog der Papst daraufhin Parallelen zu seiner Mutter. Mit Gesten in Richtung seines Reiseorganisators Alberto Gasparri sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa: "Wenn Dr. Gasbarri, mein lieber Freund, meine Mutter beleidigt, erwartet ihn ein Faustschlag." Dann kam er wieder auf das Thema Glauben zu sprechen: Dieser könne nicht beleidigt oder lächerlich gemacht werden. […]

Regina Maria Bergoglio ist dümmer als Mardoof Käßmann nach einer Lobotomie

So schließt sich der Kreis zwischen CSU, Pegida und RKK mal wieder.
Der kriminelle Pegida-Chef Lutz Bachmann folgt dem extrem schlechten Beispiel Ratzingers, indem er gegen die TITANIC wegen eines Witzes auf seine Kosten vorgehen will.

Regina Maria Bergoglio treibt es mit jedem Lebewesen, das einen Puls hat.

Keine Woche nach den Charlie-Hebdo-Morden gibt der selbsternannte Abendland-Experte Einblick in sein Weltbild, das wenig mit unserer Verfassung und dafür umso mehr mit Scharia und Islamismus gemein hat. Meinungsfreiheit und Satire gefällt Bachmann gar nicht. Da gleicht er den zeternden Mullahs in Peschawar.

Regina Maria Bergoglio benimmt sich bei Tisch wie Godzilla auf Speed.

"Heil Hitler und einen schönen Tag": Die "Titanic" veräppelt den Pegida-Organisator Lutz Bachmann. Der droht nun damit, gegen das Satiremagazin vorzugehen.
"Bitte keine Vorurteile": Unter diesem Titel veröffentlichte das Satiremagazin "Titanic" auf seiner Webseite einen ausgedachten Gastkommentar von Lutz Bachmann, einem der Organisatoren der islamkritischen Pegida-Bewegung.
[…] Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet, fand Bachmann, der bei der jüngsten Pegida-Demonstration seine Solidarität mit dem Satiremagazin "Charlie Hebdo" bekundet hatte, das gar nicht lustig: "Was hier abläuft, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten!", teilte er in einem, laut "FR" mittlerweile gelöschten Kommentar auf seiner Facebook-Seite mit. "Ich habe nie irgendeinen Kommentar abgegeben, und mit Satire hat dies nix mehr zu tun!" […]

Regina Maria Bergoglio mußte von José Mario Francisco Bergoglio erst in Mehl gewälzt werden, um die feuchte Stelle für den Geschlechtsakt zu finden.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Einladungen – Teil II



Das Jahr 2015 bietet besonders viele runde Gedenktage.

01. Januar: 10. Jahrestag der Hartz-Reformen.
12. Januar: 10. Jahrestag EU-Parlament billigt Verfassung
24. Januar: 50. Todestag von Winston Churchill
    27. Januar: 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz
04. Februar: 70. Jahrestag Alliierte treffen zur Konferenz von Jalta zusammen
13. Februar: 70. Jahrestag Dresden erleidet schwerste Luftangriffe
16. Februar: 10. Jahrestag Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz tritt in Kraft
07. März: 75. Geburtstag Rudi Dutschke
11. März: Michail Gorbatschow wird Generalsekretär des ZK der KPdSU
26. März: 20. Jahrestag Schengener Abkommen tritt in Kraft
    1. April: 200. Geburtstag des deutschen Politikers Otto von Bismarck
09. April: 150. Jahrestag US-amerikanischer Sezessionskrieg endet
    15. April: 150. Todestag von Abraham Lincoln
    24. April: 100. Jahrestag des Beginns des Völkermords an den Armeniern
05. Mai: 60. Jahrestag Bundesrepublik Deutschland wird souverän
08. Mai: 70. Jahrestag Zweiter Weltkrieg: Kriegsende in Europa (Victory Day)
durch Unterzeichnung der Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht
12. Mai: 50. Jahrestag Bundesrepublik und Israel nehmen diplomatische
Beziehungen auf
14. Mai: 60. Jahrestag Warschauer Pakt unterzeichnet
21. Mai: 40. Jahrestag Baader-Meinhof-Prozess beginnt
31. Mai: 275. Jahrestag Friedrich II. wird König von Preußen
    9. Juni: Vor 200 Jahren endet der Wiener Kongress mit der Unterzeichnung der Kongressakte
14. Juni: 75. Jahrestag Zweiter Weltkrieg: Deutsche Truppen rücken in Paris ein
    18. Juni: 200. Jahrestag der Schlacht bei Waterloo
    20. Juni: Zusammen mit dem Weltflüchtlingstag findet in Deutschland erstmals der Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung statt.
26. Juni: 70. Jahrestag Charta der Vereinten Nationen unterzeichnet
    6. Juli: 600. Todestag des Predigers und Reformators Jan Hus
2. August: 70. Jahrestag Alliierte unterzeichnen Potsdamer Abkommen
06. August: 70. Jahrestag Erster Atombombenabwurf auf Hiroshima
    6. September: 100. Geburtstag des deutschen Politikers Franz Josef Strauß
15. September: 80. Jahrestag Reichstag beschließt »Nürnberger Rassengesetze«
20. September: 25. Jahrestag Deutscher Bundestag und Volkskammer der DDR
verabschieden Einigungsvertrag
    21. September: 600. Geburtstag des deutschen Kaisers Friedrich III.
22. September: 60. Jahrestag Hallstein-Doktrin verkündet und veabschiedet
30. September: 10. Jahrestag Jyllands-Posten veröffentlicht Mohammed-
Karikaturen
    3. Oktober: 25 Jahre Deutsche Wiedervereinigung
    04. November: 20. Jahrestag Israelischer Ministerpräsident Yitzhak Rabin ermordet
20. November: 70. Jahrestag Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem
Internationalen Militärgerichtshof eröffnet
22. November: 10. Jahrestag Angela Merkel wird zur Bundeskanzlerin gewählt.
24. November: 25. Jahrestag Der Angolaner Amadeu Antonio wird von jungen
Neonazis erschlagen. Er ist das erste Opfer fremdenfeindlicher Gewalt nach der Wiedervereinigung
08. Dezember: 50. Jahrestag Zweites Vatikanisches Konzil beendet

Nicht alle Jubiläen sind gleichermaßen emotional berührend.
Für mich ist sicher das bedeutendste Ereignis der 27. Januar 1945, als die Rote Armee das größte jemals existierende Vernichtungslager Auschwitz befreite.
Jener Apotheose des menschlichen Horrors; der Ort, an dem die Deutschen 1,5 Millionen Menschenleben auslöschten.


Es wird für immer ein an den Deutschen haftendes Menetekel bleiben.
Und es wird für immer unvergessen bleiben, daß die Rote Armee unter unendlich schwierigeren Bedingungen die deutschen Sadisten aus Auschwitz-Birkenau verjagten und die letzten Juden retteten.
Stalin hatte bis zuletzt nicht geglaubt, daß Hitler Russland angreifen würde und war dementsprechend schlecht vorbereitet.
Über zwei Wochen verfiel er nach dem Beginn des „Unternehmens Barbarossa“ am 21/22. Juni 1941 in Stupor, war nicht ansprechbar.
Die deutsche Wehrmacht machte es nicht nur möglich, sondern beteiligte sich auch selbst maßgeblich an der „Aktion Reinhardt“, also der systematischen Ausrottung aller Juden in den besetzten Gebieten Osteuropas.
Wie wir heute wissen waren Vatikan, sowie britische und amerikanische Geheimdienste spätestens ab Sommer 1942 über die sechs gewaltigen Vernichtungslager informiert:
Belzec (450.000 getötete Menschen), Sobibor (150.000–250.000 getötete Menschen), Treblinka (über 900.000 getötete Menschen), Auschwitz-Birkenau (über 1,2 Millionen getötete Menschen), Majdanek (80.000 getötete Menschen) und Chełmno (300.000 getötete Menschen).

Die USA und Großbritannien verfügten über die Mittel die Lager, oder zumindest die Bahnstrecken dorthin zu bombardieren.
Sie taten es nicht.
Und der Papst, der Deutschen- und Nazi-affine adelige Eugenio Pacelli, mochte sich auch nicht äußern. Immerhin war es seine Kirche, die über die Jahrhunderte den Antisemitismus ordentlich angeheizt hatte.
Vatikan-Vertreter sagen zu seiner Verteidigung gerne, daß der arme Papst es nicht habe noch schlimmer machen wollen, indem er die Deutschen noch zusätzlich durch Bannbullen gereizt hätte.
Die Katholische Anmaßung ist unglaublich. Was hätte denn angesichts von sechs Millionen ermordeten Juden „NOCH SCHLIMMER“ werden können?
Soll das im Umkehrschluß etwa heißen, daß die Juden noch glimpflich davon gekommen wären?

Papst und Heiliger Stuhl waren in der Causa „Nazis“ übrigens keineswegs völlig untätig. Sie ermöglichten nach 1945 den schlimmsten SS-Schergen und KZ-Wächtern über die von Kurienbischof Hudal organisierten Rattenlinie die Flucht vor der alliierten Justiz nach Südamerika.
Der ranghöchste deutsche Kardinal Bertram ließ am 30. April 1945 in ganz Deutschland Requien für den toten Adolf Hitler lesen.
Er wies an:

ein feierliches Requiem zu halten im Gedenken an den Führer und alle im Kampf für das deutsche Vaterland gefallenen Angehörigen der Wehrmacht, zugleich verbunden mit innigstem Gebete für Volk und Vaterland und für die Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland.

Deutschland und seine Alliierten waren Christen; Christen verübten diese Jahrtausendverbrechen.
95 Prozent aller Deutschen waren entweder evangelisch oder katholisch. Fast 32 Millionen Deutsche, über 40 Prozent, waren Katholiken. Auch fast die gesamte Bevölkerung der europäischen Verbündeten Deutschlands – ganz Österreich und Italien – war katholisch.
Die Römisch-katholische und die evangelischen Kirche profitierten massiv von den Arisierungen und Eroberungen Hitlers. Während des ganzen Krieges erhielten die großen Kirchen Millionen Reichsmark von der Hitlerregierung. Für die katholische Kirche war das geregelt in Artikel 17 und 18 des Hitler-Konkordates.


Anders als Hitler und die Nazis, verdammte Pius XII Hitlers Gegner mehr als deutlich. Beispielsweise in der Enzyklika „Divini Redemptoris“ (am 19. März 1937 veröffentlicht).

Die "acta apostolicae sedis", die Gesetzessammlung des Heiligen Stuhls vom Juni 1949 machte die Exkommunikation der Kommunisten und ihrer Anhänger aktenkundig und offiziell.

Die Weisung des Vatikans lautet: Kein Katholik kann Mitglied einer kommunistischen Partei sein oder sie begünstigen. Kein Katholik darf Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften veröffentlichen, lesen oder verbreiten, in denen die kommunistische Doktrin verkündet wird. Jeder Katholik, der die materialistische und antichristliche Lehre des Kommunismus verkündet, sie verteidigt oder gar verbreitet, verfällt als Abtrünniger des katholischen Glaubens der Exkommunikation.
(DER SPIEGEL)

Der unfehlbare Papst definiert „kommunistische Erzsünder“ als Intellektuelle und KP-Propagandisten, die automatisch exkommuniziert sind.

Mitglieder der katholischen Kirche blieben hingegen Adolf Hitler, Heinrich Himmler, Reinhard Heydrich, Rudolf Hoess, Julius Streicher, Fritz Thyssen, Klaus Barbie, Leon Degrelle, Emil Hacha, Ante Pavelic, Konrad Henlein, Pierre Laval, Franco, Mussolini, oder Josef Tiso.

Das ist die Realität der Heiligen Römisch-katholischen Kirche.
Die Befreier von Ausschwitz, die Rote Armee, wurden verdammt und exkommuniziert, aber der Lagerkommandant Rudolf Hoess, sowie der Megasadist Josef Mengele blieben Mitglieder der RKK.

Nach 1945 half der Vatikan den Massenmördern des Jüdischen Volkes der Justiz zu entkommen.

Adolf Eichmann, Alois Brunner, Dr. Josef Mengele, Franz Stangl (Kommandant der Vernichtungslager Sobibór und Treblinka), Gustav Wagner (Stangls Assistent), Klaus Barbie, Edward Roschmann („Der Schlächter von Riga“) und Aribert Heim (KZ Mauthausen) sind einige der Männer, die auf Veranlassung des Papstes durch Bischof Hudal mit Vatikanischen Papieren ausgestattet vor der alliierten Justiz nach Südamerika flüchteten.

Die überlebenden Juden, die sich nach Israel retten konnten, schätzte der Vatikan weit weniger.

Es dauerte bis 1993 - fast ein halbes Jahrhundert - bis sich der Vatikan dazu herab ließ auch nur diplomatische Beziehungen zu Jerusalem aufzunehmen.

Als es schließlich 1948 trotz vatikanischer Vetos zur Gründung des Staates Israel kam, polemisierte der "Osservatore Romano": "Der moderne Zionismus ist nicht der wahre Erbe des biblischen Israel, sondern ein weltlicher Staat ... deshalb gehören das Heilige Land und seine geheiligten Stätten der Kirche, die das wahre Israel ist."
Im Sommer 1948 schwieg Papst Pius XII. wochenlang, als arabische Artillerie Jerusalem beschoß. Aber kaum hatten Israels Truppen die Jerusalemer Neustadt besetzt, erließ er eine Enzyklika ("In multiplicibus curis"), in der er für die Internationalisierung Jerusalems eintrat, da die Sicherheit der Heiligtümer unter den Juden nicht gewährleistet sei -- ganz im Sinne des heiliggesprochenen Papstes Pius X.: "Es ist nicht angenehm, daß die Türken unsere Heiligtümer besitzen, aber die Juden in der Erlangung unserer heiligen Stätten zu begünstigen, das können wir nicht."
Im Mai 1949 wiegelte der Vatikan einige katholische Staaten gegen die Aufnahme Israels in die Uno auf, "weil das Land den vollen Internationalisierungsplan nicht durchgeführt hat". Daß auch Jordanien -- wie damals alle arabischen Staaten -- die Internationalisierung Jerusalems kategorisch ablehnte, kritisierte der Papst nicht, obwohl mehr als 90 Prozent aller heiligen Stätten Jerusalems in der Hand der Jordanier waren.
Gebete für die "treulosen Juden".
Und die Tatsache, daß die Juden die einzigen Pilger waren, die 19 Jahre lang ihre heiligen Stätten nicht besuchen konnten, überging der Vatikan mit Schweigen. Auch unter Pauls Regierung war die Kurie stets darauf bedacht, die Araber auf Kosten Israels zu hofieren. Der Staat Israel wird vom Vatikan noch immer nicht offiziell anerkannt. Als der Papst 1964 zehn Stunden in Israel weilte, vermied er für das israelische Staatsoberhaupt die Anrede "Herr Präsident".

(DER SPIEGEL 11.11.1974)


Reguläre diplomatische Beziehungen zu Russland, dem Rechtsnachfolger der Sowjetunion nahm der Vatikan erst im Dezember 2009 (sic!) auf.

Wie auch immer die Kurienkardinäle wirklich über Hitler, den Holocaust, die Juden, den Kommunismus, Russland und Deutschland denken mögen; mit den Tätern des Massenmordes an den Juden einigte sich der Vatikan ganz schnell. 1951 nahm der Vatikan diplomatische Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland auf und eröffnete eine Apostolische Nuntiatur in Bad Godesberg.

Die Auschwitz-Befreier und die Opfer selbst waren weit weniger angesehen.

Es waren eindeutig und allein die Russen und ihre Rote Armee, die Auschwitz ein Ende bereiteten und die Deutschen daran hinderten, wie bei der Wannsee-Konferenz geplant elf Millionen Juden umzubringen.

Über 20 Millionen Sowjetbürger verloren ihr Leben als sie sich den nazis entgegenstellten.

Wenn man nun der Befreiung des größten KZ der Weltgeschichte gedenkt und sich 70 Jahre später erneut vor den Opfern verneigt, ist ein Mann vor allen anderen der wichtigste Gast; nämlich der oberste Repräsentant der Russen. Ihr Präsident Wladimir Putin.
Briten, Amerikaner und Katholiken sollten sich bei diesem Anlass lieber schämen und von den Deutschen will ich gar nicht erst reden.

Zur Gedenkfeier wurde Putin allerdings nicht eingeladen!!!!!!!!!!

[…] Russlands Präsident Wladimir Putin wird nicht an der Auschwitz-Gedenkfeier in Polen teilnehmen. "Eine solche Reise steht nicht in seinem Terminkalender", zitierte die Nachrichtenagentur Interfax einen Sprecher des Präsidenten.
[…] Zu den Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers wollen zahlreiche Staats- und Regierungschefs nach Auschwitz reisen. Das Lager war am 27. Januar 1945 von sowjetischen Soldaten befreit worden.
Den Insidern zufolge ist nicht Polen für die Einladungen verantwortlich, sondern die Veranstalter, darunter das staatliche Auschwitz-Museum. Die Regierung in Warschau habe ihrerseits lediglich diplomatische Noten verschickt. Eine formelle Einladung an Putin sei in einem Wahljahr allerdings als zu heikel gesehen worden. […] Putins Sprecher bestätigte, dass keine persönliche Einladung an den Präsidenten eingegangen sei. […] (SZ 13.01.2015)

Was für eine unfassbar peinliche Aktion.
Am Sonntag kuschelten sich noch die Europäischen Führungsfiguren an einige der schlimmsten Menschenrechtsverbrecher, wie zum Beispiel den Vertreter Saudi Arabiens bei den Je-Suis-Charlie-Demonstrationen, aber den Vertreter der Russen, die vor 70 Jahren Unglaubliches geleistet hatten, will man nicht sehen.

Sich dafür zu schämen ist viel zu wenig!

Peinlich, peinlicher, EU.