Donnerstag, 14. Juli 2022

Jura-Laie Lindner

Mit seiner tagelangen Luxussause auf Sylt mit Porsches und Privatfliegern, während er als Finanzminister bei den Sozialleistungen streicht und die Bürger aufgefordert werden, kürzer zu duschen, hat sich Lindner am meisten selbst geschadet.

Insofern will ich das nicht weiter kritisieren und begrüße ihn eher als innerparteilichen Anti-FDP-Aktivisten, der dafür arbeitet, die Wähler loszuwerden.

Also immer weiter so Lindner, Du bist für mich das, was Woelki in der RKK bewirkt. Also schön im Amt bleiben und weitermachen.

Peinlicher und schädlicher als die BILD-Berichterstattung geht es ohnehin nicht.

Grinse-Franca aus dem eigenen erzkonservativen Schwurbel-Haus (in dem Christians Ex-Frau Dagmar Francas Chefin ist) und dann lassen sie dazu eine Astrologin faseln.

Nachdem aber auch Blitzbirne Käßmann sich ob der kirchlichen Trauungszeremonie der beiden erregt und klar stellt, daß es ohne Geld gar nichts gibt in der Kirche, springen auch die erzkonservativen FDP-Presselobbyisten auf das Thema an.

[….] Den Fall, dass keiner der beiden Mitglied ist, sieht das Regelwerk indes nicht vor. Die Bochumer Theologieprofessorin Isolde Karle hält die Trauung zweier Nichtmitglieder für „erstaunlich und ungewöhnlich“.  Die Gültigkeit der Eheschließung ist aus theologischer Sicht dabei gar nicht das Problem. Nach lutherischer Auffassung wird die Ehe nämlich vollgültig vor dem Standesbeamten geschlossen. In der Kirche spricht der Pfarrer diesem schon geschlossenen Bund dann den Segen zu. Allerdings werden in der evange­lischen Trauung auch Elemente der katholischen Auffassung weiter mitgeführt, dass das Brautpaar die Ehe in der Kirche schließt. Der Ringwechsel und das Trauversprechen („Ja, mit Gottes Hilfe“) zählen dazu. Der bei Kirchenfunktionären beliebte Versuch, die Trauung „bloß“ als Segnungsgottesdienst zu deuten, bei dem es auf einen religiösen Akt der Brautleute gar nicht ankommt, stimmt also zumindest mit der rituellen Praxis der Kirche nicht überein. [….]

(FAZ, 07.07.2022)

Was Normalsterblichen, die sich um die Zahlung der Kirchensteuer drücken, also verwehrt bleibt, macht in diesem Fall eine Lex Lindner doch möglich: Der Mann ist reich und mächtig. Also kriecht die Kirche vor ihm.

Natürlich, aus der SPRINGER-Presse kommen nur Jubel-Berichterstattungen über ihr Paar. Aber kritische Töne aus der FAZ mag der passionierte Porschefan gar nicht und keilt zurück.

[…] Dazu hat der Politiker nun Stellung bezogen und im evangelischen Magazin „Chrismon“ erklärt: „Bekanntlich habe ich meinen Amtseid auf Gott geschworen. Aus einer Kirche auszutreten, bedeutet nicht, aus jeder Form der Spiritualität auszutreten.“

Weiterer Kritikpunkt: Das Brautpaar habe auf Kosten der zahlenden Kirchenmitglieder gefeiert. Linder: „Irritierend waren für mich Hinweise, man möge bitte eine Rechnung stellen. Wenn zwei Seelen um Segen bitten, sollte man nicht die finanziellen Gegenleistungen thematisieren. Ein Gottesdienst ist eben keine Dienstleistung“. Er betonte, der Gemeinde sei „kein wirtschaftlicher Nachteil entstanden.“ [….]

(MoPo, 13.07.2022)

Angeblich soll Lindner an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn als Nebenfach auch Staatsrechtsvorlesungen belegt haben.

Der Magister Artium der Politikwissenschaft, Major der Reserve, Inhaber einer  Rennlizenz, des Sportbootführerscheins See, des Fischereischeins und des Jagdscheins in Mecklenburg-Vorpommern kennt aber offensichtlich simple staatsrechtliche Zusammenhänge nicht. In dem berühmten Reichskonkordat, mit dem der Vatikan Hitler-Deutschland adelte, wird nämlich genau das festgehalten.

 [….] Am 20. Juli 1933 unterzeichneten der deutsche Vizekanzler Franz von Papen und der vatikanische Kardinalstaatssekretär und spätere Papst Pius XII., Eugenio Pacelli, das "Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich". Es ist bis heute geltendes Recht und regelt das Verhältnis zwischen Staat und katholischer Glaubensgemeinschaft. [….] Nach der Gründung der Bundesrepublik wurden am 01. Juni 1954 die diplomatischen Beziehungen mit dem Vatikan wieder aufgenommen. Die Bundesregierung vertrat den Standpunkt, dass das Reichskonkordat weitergelte und binde deshalb auch die Bundesländer. Auch ein Urteil des Interner Link: Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1957 stellte fest, dass das Konkordat gültig zustande gekommen sei und deshalb für die Bundesrepublik Deutschland gemäß Art. 123 Abs. 1 und 2 GG fortbestehe. Dies hat nach den Worten des Bundesverfassungsgerichts zur Folge, "dass die sich daraus ergebenen beiderseitigen Verpflichtungen zu erfüllen sind". [….]

(bpb, 16.07.2018)

Wenn ein Katholik wie Lindner aus der Kirche austritt, ist er damit exkommuniziert und bekommt eben keinen Segen mehr. Lindner ist entweder sehr schlecht informiert oder lügt.

[….] Ob jemand auf den Papst losstürmt und ihn verprügeln will oder schlicht keine Lust hat, die Kirchensteuer zu bezahlen, macht für die meisten Menschen wohl einen großen Unterschied. Kirchenrechtlich gesehen werden beide Fälle aber sehr ähnlich behandelt. Wer dem Papst "physische Gewalt" antut, zieht sich die Exkommunikation als Tatstrafe zu, so will es Canon 1370 des kirchlichen Gesetzbuchs "Codex Iuris Canonici" (CIC). Bei einem Kirchenaustritt fällt das Wort "Exkommunikation" seit 2012 zwar nicht mehr, die Konsequenzen sind aber fast die gleichen geblieben.   Mit dem Verzicht auf die Mitgliedschaft in der Kirche verliert eine Person laut dem Dekret der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) von 2012 das Recht, Sakramente zu empfangen, kirchliche Ämter zu bekleiden, Tauf- oder Firmpate zu sein, Mitglied von pfarrlichen oder diözesanen Räten zu werden oder diese zu wählen sowie Mitglied in öffentlichen kirchlichen Vereinen zu sein. Die Taufe ist zwar ein unauslöschliches Prägemal und kann nicht verloren werden, die rechtliche Stellung eines Ausgetretenen ist durch die kirchlichen Restriktionen aber auf ein absolutes Minimum heruntergefahren. […]

(Katholisch.de, 02.07.2020)

Beim Geld verstanden die Kirchen noch nie Spaß. Einfach wie Lindner zu behaupten, er wäre weiterhin spirituell und müsse daher den Segen bekommen, ist absurd.

Mittwoch, 13. Juli 2022

Trump ist der größte amerikanische politische Verbrecher aller Zeiten

Pat Cipollone empfahl während seiner Aussage vor dem Jan6th-Committee, Mike Pence die presidential medal of honor zu überreichen, für seine außergewöhnliche Tapferkeit an dem Tag, weil er Trumps verbrecherischen und hochverräterischem Ansinnen widerstand, bei der offiziellen Zertifizierung des Sieges Joe Bidens im Kongress, zu intervenieren und Trump zum Sieger zu erklären.

Da glühten die Twitteraccounts und jeder politische Kommentar befasste sich mit dieser Aussage, weil es so ungewöhnlich war, daß der oberste Justiziar des Weißen Hauses so etwas empfiehlt. Einen Twist bekam die Geschichte außerdem, weil jeder sich vorstellen konnte, wie der garantiert zuhörende Donald Trump vor Wut tobend Ketchup-Flaschen an die Wände Mar A Logos feuert. War doch Cipollone von ihm persönlich installiert worden, bis zum Schluß ein treuer Trump-Loyalist und Pence der Typ, den Trump eigentlich hängen lassen wollte, nachdem er ihn schon am Telefon als „Whimp“ und „Pussy“ angrölte.

Ein weiterer Twist entstand, weil vor Mike Pence erst Liz Cheney diesen höchsten US-Orden für ihre Rolle im 10-köpfigen Untersuchungsausschuss zum größten politischen Verbrechen in der Geschichte der USA bekommen müsste.

Sie ist neben Adam Kinzinger eine von zwei Republikanerinnen in dem Ausschuss und überstrahlt als Vice-chair für jedermann offensichtlich den verschnarchten chairmann Bennie Gordon Thompson. Die Ansprachen des charismalosen 74-jährigen Demokraten aus Mississippi's 2nd congressional district hat man eine Minute später schon vergessen, während Cheneys Aussagen brutale Geschosse auf Mar A Lago und DOJ Merrick B. Garland sind.

Diese Orden zu verteilen, wäre natürlich unsinnig, denn Mike Pence konnte gar nichts anderes tun, als er tat. Was Trump von ihm verlangte, war nicht nur rechtlich unmöglich, sondern es war auch unter stramm republikanischen Anwälten vollkommen unumstritten unmöglich. Auch Trump wußte das. Daher griff er zu dem aus seiner Sicht einzig übrigen anderen Mittel: Verrat, Staatsstreich, Mord, Verbrechen, Coup.

Da nicht mitzumachen, sollte eigentlich die Mindestanforderung an jeden Politiker sein und nicht mit höchsten Ehren bedacht werden. 

Zudem verwendete Mike Pence nur diesen einen kurzen Tag ein Rückgrat und schnurrte kurz danach wieder zu jeder Trump-lobenden Arsch-Amöbe zurück, die er immer war. Nun küsst er schon wieder den Hintern des Mannes, der ihn eben noch lynchen lassen wollte. Sofern er einen Platz am orangen Schließmuskel ergattern kann; denn da gibt es auch noch Ted Cruz, der gar nicht aufhören kann an Trumps Anus zu lecken, nachdem dieser seine Frau Heidi Cruz als „ugly“ bezeichnete und verbreitete, Teds Vater habe etwas mit dem Kennedy-Mord zu tun.Hintern des Mannes, der ihn eben noch lynchen lassen wollte -,

Cheney ist da etwas aufrechter, weil sie auch heute noch Trump verurteilt und verhindern möchte, daß er erneut als Präsidentschaftskandidat für ihre Partei antritt.

Man darf vermuten, daß sie a) glaubt, im Sinne ihrer eigenen Partei zu handeln, indem sie versucht, die Republikaner vom unberechenbaren Trumpismus zu emanzipieren und daß sie b) eigene Ambitionen hat.

Nur weil Pence und Cheney einmal das Richtige taten, sollten sie aber nicht zu Helden der Demokraten avancieren. Beide sind nach wie vor erzkonservative Lobby-hörige Waffenfanatiker, die selbstverständlich homophob und misogyn handeln, den menschengemachten Klimawandel bestreiten und eisern dafür sorgen, Steuermilliarden zu den Superreichen zu schaufeln, während sie bei den Armen und der öffentlichen Versorgung sparen wollen.

Übersetzt ins deutsche Parteiensystem wären beide in der AfD. Das ist zwar immer noch sympathischer, als der orange Psychopath von äußersten rechten Rand der NPD, aber kein Grund zum Applaudieren.

Ich hatte eine anstrengende Nacht, weil ich auch bei der siebten öffentlichen Anhörung nicht widerstehen konnte und insgesamt zehn Stunden lang CNN-Aufzeichnung sehen mußte. Ich kann dabei immer nur immer wieder einen Festplattenrecorder empfehlen, weil man die lästige Werbung überspielen kann und bei Schlaftabletten wie Bennie Thomson die Geschwindigkeit erhöhen kann. Thomson in 1,75-facher Geschwindigkeit spricht so schnell wie Cheney in 1,25-fach. Das ist effizientes Fernsehen.

Je tiefer man in die Materie eindringt, desto faszinierender wird es. Insbesondere weil Trump und seine Enabler, die ich eigentlich schon maximal verachtet hatte, es immer wieder schaffen, noch verachtenswerter zu erscheinen.

Die Arbeit des „16CMTE“ ist insofern beeindruckend, weil die 10 Abgeordneten nicht nur darlegen, wie geplant und wie durchgehend kriminell Trump agierte, sondern weil sie all das mit ausschließlich republikanischen Quellen belegen.

Trump wußte, daß er die Wahl verloren hat. Nicht weil er das von offiziellen Stellen, von Demokraten, aus den Medien oder von irgendwelchen Republikanern im Kongress hörte. Nein, das Komitee zeigte, wie Trumps engster Zirkel, allesamt Hardcore-Trumpfans, dem Chef genau das sagte. Trumps Rechtsberater, sein Stabschef, seine Pressesprecherin, seine Minister, sein Generalstaatsanwalt, die von ihm ernannten Richter, das Justizministerium, die Dienste und seine Campaign-manager. Sogar seine eigene Brut machte ihm klar, verloren zu haben.

Trump entschied sich aber dennoch dagegen vorzugehen, indem er zur massenhaften Gewalt greift und „the big lie“ verbreitet. Stabschef Mark Meadows fiel daraufhin um, entschloss sich bewußt zusammen mit dem „Team Crazy“ (Sidney Powell, Michael Flynn, Mark Lindell, Roger Stone, Rudy Giuliani) seinem Mafiapaten Trump in die tiefste Kriminalität zu folgen. Trump glaubt ohnehin über dem Gesetz zu stehen und begnadigte immerhin Stone und Flynn, die nur deswegen an dem Blutbad im US-Kapitol mitwüten konnten.  Anderenfalls hätten sich noch im Knast geschmort.

[….] Ayres wurde als einer von fast 900  Kapitolstürmern angeklagt , er hat sich schuldig bekannt, das Strafmaß erfährt er im September, ihm droht bis zu einem Jahr Gefängnis[….] Sein dramatischer Auftritt vor dem Ausschuss illustriert, wie naiv sich selbst einfache Trump-Anhänger ins Netz der Brutalität ziehen ließen. Die Aussage war zudem Teil eines viel größeren Puzzles der Ermittler, die dem Ex-Präsidenten nachweisen wollen, dass er die Meute vorsätzlich aufhetzte, als Fußtruppe seines versuchten Putsches.

Und dieser Nachweis wurde selten so klar geführt wie bei dieser siebten öffentlichen Sitzung des Ausschusses. Der hat in den letzten Wochen zwar schon viele Hintergründe und Details  enthüllt – doch das, was am Dienstag zutage trat, verschlug selbst Zynikern den Atem. [….] »Ein amtierender Präsident ruft zum Bürgerkrieg auf«, entsetzte sich sogar Trumps früherer Wahlkampfchef Brad Parscale in einer internen SMS an Trump-Beraterin Katrina Pierson, die das Gremium veröffentlichte. »Ich fühle mich schuldig, dass ich ihm geholfen habe.« [….] Der Ausschuss untermauert das mit einer schwindelerregenden Montage von Videoclips eidesstattlicher Aussagen seiner damaligen Topberater. Darunter Justizminister William Barr, Arbeitsminister Eugene Scalia, Trump-Tochter Ivanka, Trump-Sprecherin Kayleigh McEnany – und erstmals Pat Cipollone, der Ex-Chefjustiziar des Weißen Hauses, der erst am Freitag acht Stunden lang ausgesagt hatte. Alle wollen sie Trump mit der harschen Realität konfrontiert haben.

Schließlich kam es im Weißen Haus zu einem sechsstündigen, konspirativen Treffen, das selbst Trumps engste Vasallen anschließend als »derangiert« beschrieben [….] An der Runde nahmen den Aussagen zufolge mehrere suspekte Verschwörungsideologen teil – die letzten in Trumps Dunstkreis, die seine Wahnvorstellungen gestützt hätten: Adlatus Rudy Giuliani, Anwältin Sydney Powell, Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn, der Unternehmer Patrick Byrne. [….] Diese obskure Fraktion habe von ferngesteuertem Wahlbetrug durch Venezuela und China gefaselt, von Internet-Stimmenmanipulation durch »Nest-Thermostate«, sie habe vorgeschlagen, dass Trump das Kriegsrecht ausrufe und Wahlmaschinen einkassieren lasse. Es sei zu einem »erhitzten und profanen« Streit gekommen. Giuliani gab vor den Kameras des Ausschusses zu, die anderen angeschrien zu haben: »Ihr seid alle Pussys!« Brüllend sei man vom Oval Office durch den West Wing bis hinauf in die Präsidentenresidenz im Obergeschoss des Weißen Hauses gewandert und habe sich erst nach Mitternacht aufgelöst. Trumps Stabschef Mark Meadows habe Giuliani persönlich aus dem Gebäude eskortiert, damit er nicht weiter dort herumlungere, berichtete Cassidy Hutchinson, Meadows Ex-Assistentin, die im Juni mit anderen Skandalaussagen für Aufsehen gesorgt hatte .

Fast zwei Stunden später, um 1.42 Uhr nachts, blies Trump via Twitter zum Marsch am 6. Januar – verbunden mit der erneuten Lüge an seine Leute: »Statistisch unmöglich, die Wahl 2020 verloren zu haben.« [….]

(Marc Pitzke, 13.07.2022)

Am schlimmsten ist aber etwas anderes: 95% der Republikaner, darunter auch diejenigen, die sich am 06.01.2021 in Todesangst vor dem bewaffneten Trump-Mob in Besenkammern verammelten und wie Lindsey Graham, Fraktionschef McCarty oder Senatschef McConnell mit Trump brachen, ihn aufforderten, seine Mörderbande abzuberufen, sind alle wieder auf QTrumpliKKKan-Linie! Sie pilgern devot und servil nach Mar A Lago, um dem kriminellen Clown die orangen Füße zu küssen. Sie verbreiten „the big lie“ weiterhin und haben damit die USA inzwischen unwiederbringlich beschädigt.

Ihre brutalen menschenfeindlichen extremistischen Supremecourt-Richter konvertieren die USA kontinuierlich zu einem Talibanstaat.


Die Einheit der amerikanischen Nation ist endgültig dahin. Ein Bürgerkrieg ist durchaus wahrscheinlich und es würde mich nicht wundern, wenn ich noch zu meinen Lebzeiten eine Aufspaltung der USA in zwei Nationen erlebe. Die Mitte und der Süden werden ein fanatisch religiöser Apartheitsstaat, der sich wie Nordkorea von der UN abwendet und als absolute Trump-Monarchie organsiert ist. Die Küsten und der Norden werden sich zu einem Rechtsstaat mit modernerer Verfassung zusammenschließen.

Es wird eine richtig hohe Mauer gebaut und wird viele Millionen Umsiedlungen geben.

Dienstag, 12. Juli 2022

Die Papst-Plage

Alle Religionen sind destruktiv und unsinnig.

Aber der Katholizismus ist insofern einzigartig, weil er radikal zentralistisch organisiert ist und alles auf einen Typen zuläuft, der vom Heiligen Geist persönlich erwählt wurde, mit seinem Amt als einziger Mensch einen direkten Zugang ins Himmelreich bekommt, selbst mit „Heiligkeit“ angesprochen wird, als „Stellvertreter Gottes auf Erden“ fungiert und innerhalb der RKK über absolute Machtfülle verfügt.

(……) Das Papstamt steht für maximale Machtfülle.

Er wird direkt vom Heiligen Geist (=Gott) ausgesucht, amtiert folglich auf Lebenszeit als Stellvertreter Gottes auf Erden.

Weltlich betrachtet ist es ein absolutistisches Amt. Ein Papst ist nicht nur oberster Chef der Exekutive, Judikative und Legislative, sondern er ist praktischerweise auch noch unfehlbar.

Noch beindruckender ist seine kirchenrechtliche Stellung.

Franzi verfügt über Primatialgewalt (der Primatsanspruch des Papstes ergibt sich aus Matthäus 16 : Als Nachfolger des Apostels Petrus, irdischer Stellvertreter Jesu Christi und Hirte der Universalkirche verfügt der Papst in der römisch-katholischen Kirche „über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt, die er immer frei ausüben kann“ (can. 331 CIC).

Der Papst ist Träger der Höchstgewalt (potestas suprema); es steht also nichts und niemand über ihm; und der

 Vollgewalt (potestas plena), also maximale Gewaltenfülle in materieller und formeller Hinsicht. Materiell meint, daß sich päpstliche Gewalt über absolut alle Sachgebiete der Kirche erstreckt. Formal heißt Amtsgewalt des Papstes über Exekutive, Legislative und Judikative umfasst.

Franzi ist oberster Richter der Kirche und zwar ohne sich selbst an kirchliches Recht halten zu müssen (prima sedes a nemine iudicatur). Was er entscheidet ist daher automatisch letztinstanzlich und unanfechtbar.

Die Primatialgewalt ist unmittelbar (potestas immediata), so daß sich der argentinische Einlunger willkürlich in alles was ihm beliebt einschalten kann ohne irgendwelche Vorinstanzen abwarten zu müssen.

Ferner verfügt Bergoglio über Universalgewalt (potestas universalis), kann also seine Primatialgewalt auch auf alle Teile wie Bistümer, Klöster, Pfarren anwenden; und:

bischöfliche Gewalt (potestas vere episcopalis) und frei ausübbare Gewalt. Kein Kardinal, kein Kirchengericht, noch nicht mal alle 4.000 Bischöfe der RKK zusammen können Franzi bei seinem Machtgebrauch hindern. (…..)

(Gerontenzickenkrieg, 14.01.2020)

Es versteht sich von selbst, daß sich so eine Stellung nicht mit Demokratie verträgt.

Da der Unfehlbare im Konklave vom HeiGei und somit Gott persönlich* ausgesucht wurde, kann er auch per Definition keine Fehlebsetzung sein, da der HeiGei nicht nur unfehlbar, sondern auch noch allwissend und allmächtig ist.

*Das ist schließlich die schizophrene Grundkonstruktion der monotheistischen Groß-Konfession: Es gibt nur einen einzigen Gott und der ist dreieinhalb Götter: Nämlich Vater, Sohn und HeiGei, die jeweils eine Stimme haben und auch noch Maria mit halbem Stimmrecht. Die klare Abgrenzung zum älteren und überholten Polytheismus der Griechen, Ägypter und Römer zeigt sich in den tausenden Heiligen und Seligen, die ebenfalls als unfehlbare und unsterbliche Gott-gleiche Wesen durch den Himmel schwirren.

Laut des Martyrologium Romanum von 2004 gibt es zur Zeit 6650 Heilige und Selige und zudem auch noch 7400 Märtyrer. Da ist also richtig was los im Himmel an Jesu Frühstückstisch, wenn man sich morgens zum Kaffee trifft.

Kurioserweise kommt diese immense katholische Vielgötterei des Jenseits, anders als in der heiligen Mutter Kirche im Diesseits, nicht als „Penis-Only-Club“ daher.

Da werden misogyne Klemmschwestern wie Ratzinger noch schwer zu schlucken haben, wenn sie an die Himmelspforte klopfen und dort haben sich bereits die schwanzlosen Ungeheuer Anjezë Gonxhe Bojaxhiu, Edith Stein, Francesca Maria Rubatto, Maria Domenica Mantovani, Maria Rivier und Maria von Jesus Santocanale mit all ihren Vaginen eingenistet.

Verständlich, daß men-only-Fetischisten wie der bayerische Kinderfi**erförderer aus Marktl am Inn sich möglichst lange im Diesseits festkrallen.

Die katholische Hierarchie bringt das allerdings in Wanken, denn anders als die pflichtbewusste und ältere Elisabeth Windsor, warf der faule Sack Ratzi bereits vor neun Jahren hin, konnte allerdings dabei seine überbordende Eitelkeit und seinen grenzenlosen Egoismus nicht überwinden.

Die Stabilität seiner angeblich so geliebten Kirche erfordert einen eindeutigen Chef. Im Heiligen-Business der absolutistischen Staaten ist ja gerade das Papsttum der Signature-Move.

Ein Rücktritt ist sehr unüblich, da man damit dem HeiGei den Stinkefinger zeigt und ihn bezichtigt, falsch ausgewählt zu haben. Für besonders arbeitsscheue Typen wie den perfiden Bayern, der schon als Erzbischof Pädophile auf Kinder losließ, wäre aber dennoch eine Ausnahme möglich. WENN er das heilige Papstamt schützt. Das erfordert die Rückgabe seine heiligen Insignien, Titel und Roben. Er müsste sich zum einfachen Priester zurückschrumpfen, sich als „Hochwürden“ anreden lassen und zudem wieder schwarze Kittel tragen.

Zu so viel Altruismus ist der Ex-Panzerkardinal aber nicht fähig; also beharrt er darauf weiterhin, die dem Papst vorbehaltenen weißen Nachthemden zu tragen, mit „Eure Heiligkeit“ angesprochen zu werden und, um seinen Nachfolger ganz besonders zu piesacken, auch noch genau vor seiner Nase wohnen zu bleiben.

Damit untergräbt Benedikt jede Minute seines Daseins die Autorität Bergoglios, der eigentlich davon leben müsste, über eben gerade nicht untergrabbare heilige Autorität zu verfügen.

Kein Wunder, daß die Kurie endgültig in Fraktionen zerfallen ist und die nazifreundlichen Schwurbelkurialen wie Müller, Burke oder Viganò dem armen  Franziskus andauernd in den Arsch treten.

Obwohl Franzi erst vergleichsweise jugendliche 85 Jahre alt ist, geht er buchstäblich schon am Stock. Das schlimme Knie kann er nicht operieren lassen, da der Einlunger keine Narkose verträgt.

Alles deutet daraufhin, daß er beim großen Konsistorium am 27.08.2022 in Rom, wenn er gleich 21 neue Kardinäle kreieren wird, ebenfalls entnervt hinschmeißt.

Die meisten der 121 wahlberechtigten Kardinäle wären dann ohnehin gerade in Rom und könnten schnell einen neuen Papst wählen.

Das wäre dann Nummer Drei.

Es gab früher schon drei und mehr Päpste gleichzeitig, aber die wurden von unterschiedlichen Gremien gewählt, amtierten in verschiedenen Städten und hassten sich nicht bloß heimlich, sondern versuchten sich gegenseitig mit Armeen umzubringen – wie es eben für so heilige Männer üblich ist.

Säßen aber im Spätsommer 2022 gleich drei Pontifices Maximi im selben winzigen Vatikanstaat, die auch allesamt von den weitgehend selben Kardinälen gewählt und anerkannt wurden, stünde natürlich der HeiGei reichlich blamiert da. Der doppelte personelle Griff ins Klo wird zwar von vielen Chefs (Merkel, Trump..) beherrscht, aber die sind ja keine Götter – auch wenn Trump das sicherlich von sich selbst denkt.

Für vatikanische Verhältnisse wäre das aber eine regelrechte Papstplage. Und selbst der sportliche Gänsi, der traditionell für alle Päpste die Termine macht, dürfte bei so einer papalen Inflation an seine physische Grenzen geraten. Zumal es unwahrscheinlich ist, daß nach Bergoglio gleich das zweite mal ein Hetero zur Chef-Dragqueen gemacht wird. Gut möglich, daß der nächste Papst in vielfacher Hinsicht sein physisches Wohl von Bel Giorgio befriedigen lassen will.

Bergoglio scheint zu ahnen, was da auch ihn zukäme: Eifersüchteleien, Hauen und Stechen. Eigentlich eine Domäne des Prügel-freundlichen Argentiniers, der schon darauf beharrte, Kinder müssten ab und zu vermöbelt werden und daß er jedem auf’s Maul gibt, der seine Mutter beleidigt.  Mit seinem bösen Knie wäre er dem aber nicht gewachsen und kündigte schon mal an, in dem Fall schnell die Hühner zu satteln.

[….] Papst Franziskus würde nach Rücktritt Vatikan verlassen

[….]  Er würde dann nicht im Vatikan wohnen bleiben, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche im Interview des mexikanisch-US-amerikanischen TV-Senders Televisa Univision.  Auch in sein Heimatland Argentinien würde er nicht zurückkehren. Stattdessen würde er in Rom wohnen wollen, so Franziskus. Er verwies darauf, dass er dann in diesem Fall der »emeritierte Bischof von Rom« wäre. Er wolle wieder den Menschen dienen, beispielsweise Kranke besuchen oder die Beichte abnehmen. [….]

(SPON, 12.07.2022)

Hauptsache, er hält sich von den zahlreichen Stricher-Etablissements rund um den Vatikan fern, in denen die Kurialen ihre Betthäschen aufsammeln.

Sonst trifft Jorge beim Seelsorgen doch mal auf einen Ratzi-Fan, der ihm die Rübe eindrückt.