Samstag, 13. August 2022

Falsche Richtung

In den USA bricht die heiße Wahlkampfphase an, der demokratische Präsident kämpft mit historisch schlechten Zustimmungswerten, während die destruktiven Republikaner sich vollständig ihrem multikriminellen Messias verschrieben haben und gegen „law and order“ kämpfen. Sie attackieren, Polizei, Richter, FBI, Staatsanwälte, kreischen „Defund the FBI“ und veröffentlichen Adressen von FBI-Beamten, um ihnen Attentäter auf den Hals zu hetzen. Dafür wird ihnen ein Wahlsieg in House und Senat prognostiziert.

 

Die demokratische Partei agiert notorisch zurückhaltend, traut sich nicht, gegenzuhalten, glaubt immer noch an „common sense“ und Vernunft des Wahlvolkes, während Aktivisten, pundits, Experten sich wieder einmal den Mund fusselig reden, man möge endlich die Samthandschuhe ausziehen und die Wokeness-Themen vergessen.

Stattdessen sahen sie tatenlos zu, wie in den republikanischen Bundesstaaten die Wahlgesetze so vergewaltigt wurden, daß demokratische Kandidaten zukünftig kaum noch Siegeschancen haben.

Schon vor zwei Jahren rieten Demokratische Aktivisten wie Brian Tyler Cohen und David Pakmann, dringend der Biden-Regierung, ihre (knappen) Mehrheiten in beiden Kammern zu nutzen, um den Filibuster zu beerdigen. Um den Obersten Gerichtshof personell aufzustocken, so daß die absurde rechtsextreme Mehrheit der Richter gebrochen wird. Außerdem sollten Washington DC (700.000 Einwohner) und Puerto Rico (3,2 Millionen Einwohner) zu Bundesstaaten erklärt werden, damit vier zusätzliche (mutmaßlich demokratische) Mitglieder in den US-Senat geschickt werden, um die abstruse republikanische Dauerherrschaft gegen die überwiegende Mehrheit des Volkes abzuschwächen. Der erzrepublikanische Staat Wyoming hat 570.000 Einwohner und schickt immer zwei GOP-Senatoren nach Washington, die dasselbe Stimmengewicht haben, wie die beiden Kalifornischen Senatoren, die für 40 Millionen Einwohner sprechen.

Der arme fehlgeleitete Joe Biden glaubt aber immer noch an die Möglichkeit überparteilicher Zusammenarbeit in den USA. Der DNC schiss sich unterdessen ein, weil „expand the court“ womöglich Unfrieden bringe und die GOPer sauer machen könne.

Man kann nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen bei so viel demokratischer Naivität. Die GOP ist die Partei, die sich für einen Rassisten begeistert, einen blutigen Coup-Versuch nicht strafrechtlich verfolgen lassen will, unverhohlen dazu aufruft, FBI-Agenten zu ermorden, Kinder in Käfige sperrt und verbissen dafür kämpft, noch mehr als 40.000 Menschen jedes Jahr in den USA erschießen zu lassen.

Selbstverständlich werden Hawley und Cruz, die hochkriminellen Lügner und Hetzer, vollkommen ausflippen, wenn die Demokraten vier zusätzliche Sitze im Senat bekämen. Aber so what? Die rasten genauso aus, wenn in Alaska ein homosexuelles Karibu gesichtet wird. Außerdem wären sie immer noch vom Wahlrecht bevorzugt.

Wozu die Demokratische Partei offenbar nicht fähig ist, nämlich endlich in einen aggressiven Angriffsmodus zu gehen, versuchen progressive Gruppen wie „Meidastouch“ oder „Occupy Democrats“ zu kompensieren.

Sie fluten ihre Social Media Kanäle mit Informationen über die erfolgreiche Regierungsarbeit Bidens.

Die US-Demokraten sind genau wie die deutsche SPD völlig unfähig, ihre eigenen Erfolge zu bewerben, Talkingpoints vorzugeben und die öffentliche Diskussion zu prägen. Beide Parteien lassen sich lieber von rechten Schreihälsen vorführen und versuchen anschließend auf traurige Weise, die falschen Vorwürfe richtig zu stellen.

So dominiert beispielsweise Markus Söder die politische Diskussion für die Energieversorgung, setzt die SPD unter Druck.

Dabei ist es natürlich Söders völlig falsche Politik, die Bayern in so eine katastrophale Lage gebracht hat.

[….] Immer wenn der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit dem Rücken zur Wand steht, fährt er eine Attacke. Frei nach dem Motto: Wer laut ist, kann nicht gleichzeitig völlig im Unrecht sein. Er hat den Mechanismus oft genutzt. Auch, weil der sogar funktioniert, wenn das Publikum den Braten riecht. Und das wiederum liegt daran, dass Söder ein Meister einer ganz speziellen Disziplin ist: der Aufmerksamkeitsablenkungstrickserei.   In dieser Woche konnte man das wieder mal exemplarisch beobachten. Da schaffte es Söder mit einem Besuch im bayerischen Kernkraftwerk Isar 2 bei Landshut am Mittwoch in fast alle Medien. Ein dpa-Foto dokumentiert, wie er mit dem CDU-Chef Friedrich Merz irgendwo zwischen grünen Bäumen langläuft (Subtext: zwei ernsthafte Staatsmänner ins Gespräch vertieft). Ein anderes zeigt ihn auf einer Bühne vor dem Kühlturm (Subtext: Wir kümmern uns um eure Energieversorgung). Hören oder lesen kann man dann, wie Söder fordert, dass die deutschen AKW weiterlaufen sollen. An Neuigkeiten produziert die Pressekonferenz also genau nichts, null, niente. Der Politiker wiederholt, was er schon seit Wochen sagt, nur vor einer neuen Kulisse. Und trotzdem berichten viele Medien.  […]

(Zeit, 05.08.2022)

Söder schafft Probleme, aber keine Lösungen. Sozialdemokraten und Grüne arbeiten an Lösungen. Die gesamte Medienaufmerksamkeit greift aber Söder ab, dessen CSU 30 Punkte vor der bayerischen SPD liegt.

Wo ist eigentlich Kevin Kühnert geblieben? Von dem habe ich seit Wochen nichts gehört. Sollte er nicht als SPD-Generalsekretär Merz und Söder jeden Tag für ihre Unverschämtheiten abwatschen?

Wieso gibt es in Deutschland keine wirkungsmächtigen „SPD-pundits“, die wie Brian Tyler Cohen oder Meidastouch in den USA für die Demokraten, hierzulande SPD-Werbung betreiben?

Selbst die liberalsten Aktivisten der USA prahlen nun mit „Bidens“ niedrigen Benzinpreisen. Das ist verständlich, weil sich die Wähler offensichtlich mehr für ihre Tankrechnung, als für gay rights oder Umweltschutz interessieren.

Die Grünen haben das ebenfalls begriffen, und werfen erfolgreich alle ihre ökologischen Essentials über Bord. Nun plädieren sie für Kohlekraftwerke, liebäugeln mit Laufzeitverlängerungen für Atomanlagen und kaufen Fracking-Gas ein.

Wahlkampftechnisch ist das ein Fortschritt.

Für den Fortbestand der Fauna und Flora auf diesem Planeten ist das natürlich ein Rückschritt.

Die Apokalypse ist in vollem Gange. Benzinverbrauch und Kohlevertromung sollten nicht billiger, sondern unbezahlbar werden, damit endlich die CO2-Emissionen verringert werden.

Freitag, 12. August 2022

Schilda-Realität

Mit Republikanern zu reden ist sinnlos geworden. Ebenso ist es völlig vergeblich, sich mit Medien zu beschäftigen, die mit Morbus Trumpus infiziert sind. Sie sind nicht argumentativ greifbar, weil alle Phasen-verschoben in eine Schildbürger-Gedankenwelt versetzt wurden

Klan-Mum und die anderen Trump-Jünger setzten nach der Mar A Lago-Durchsuchung sofort zu einem gewaltigen Shitstorm gegen FBI, Richter und das Justizministerium an: Diese müssten sofort den Durchsuchungsbefehl veröffentlichen. Das nicht zu tun, zeige wie unfair mit Trump umgesprungen werde. Natürlich vergaßen sie zu erwähnen, daß Trump eine Kopie des search warrants erhalten hatte und selbst jederzeit veröffentlichen könnte, was gegen ihn vorgebracht wurde.

Gestern veröffentlichte der Justizminister tatsächlich das entsprechende Papier und ohne die geringste Scham, kritisierten ihn dieselben Leute nun dafür, er habe Trump damit unfair behandelt.

US-Atomwaffen-Geheimnisse: die Ereignisse überschlagen sich. Die Washington Post berichtet, es handle sich bei den Dokumenten, die Grund für die FBI-Razzia bei Trump waren, um US-amerikanische Dokumente zu Atomwaffen. Mehrere seriöse Nachrichtenseiten stellen eine Verbindung zu

(Paul Schuierer-Aigner, 12. Aug. 2022)

Alltag in den USA: Statt auch nur eine Mikrosekunde peinlich berührt zu sein, poltern und prahlen MTG und Co immer weiter. Demoskopische Konsequenzen: Keine.

Marco Rubio, erzkonservativer US-Senator aus Floria, der sich bei der US-Präsidentschaftskandidatur 2016 einen Kampf um den kleineren Penis mit Trump lieferte, verstand sich schon wenig später als 100%iger Trump-Jünger.

[….] “He’s always calling me ‘little Marco,’” Rubio said, while reading Trump’s Twitter feed at a rally in Virgina on Sunday. “I’ll admit he’s taller than me. He’s like 6’2’’, which is why I don’t understand why his hands are the size of someone who’s 5’2’’. Have you seen his hands? And you know what they say about men with small hands?”  Rubio’s supporters, realizing that their presidential candidate had just suggested that the other presidential candidate has an unusually small penis, roared with approval.  “You can’t trust ’em!” Rubio then shouted four or five times, to make clear that he hadn’t really “gone there.” […]

(NYMag, 29.03.2016)

Seinen orangen Messias verteidigt er wie eine tollwütige Bulldogge und lässt MAGA-World wissen, der Richter, der den Durchsuchungsbefehl unterschrieben habe, wäre ein linker Obama-Mann. Ebenso polterte Trumpland bereits gegen den FBI-Direktor Christopher Wray. Das Gegenteil ist wahr. Beide wurden von Trump selbst ernannt.

Aber im Trumpkosmos fallen den Jüngern ihre tolldreisten Lügen nicht mehr auf die Füße. Realität, Wahrheit und Fakten wurden in ihrer Untergangs-Sekte vollständig abgeschafft. Dreist zu lügen, ist noch nicht mal mehr dreist, sondern üblich. Wer noch in der Wirklichkeit lebt und auf solche Widersprüche hinweist, findet keinerlei Gehör mehr. Es schadet den GOPer Kandidaten kein bißchen, immer wieder bei kriminellen Aktivitäten und abstrusen Lügen ertappt zu werden. Im Gegenteil, es ist wie bei einer ultraorthodoxen Religion: Wer am lautesten offensichtlich irrealen Dinge behauptet, wird als besonders treuer Trumpist bewundert.

Ultra-Magats brüsten sich mit dem Slogan „back the blue“ (bedingungslose Unterstützung der Polizei), während sie den Trump-Mob verteidigen, der Dutzende Polizisten schwer verletzte und tötete. Wie von Sinnen, hetzen sie nun gegen das FBI und rufen ungeniert dazu auf FBI-Agenten zu töten.

Hold on, Breitbart just put out the names of the FBI agents who did the search? Are you kidding me? And presumably Breitbart got leaked this search warrant from Trump, unredacted?

Wow good luck to those agents & their families. Sheesh the right don’t give a damn about ‘the blue’.

(Mehdi Hasan, 12. Aug. 2022)

Daß Trump offensichtlich ein Hochverräter ist, hochgeheime Unterlagen über Atomwaffen entwendete, ist laut seiner Anhängerschaft erstens gar nicht wahr, weil das FBI falsche Beweise platzierte und zweitens durfte er die Unterlagen mitnehmen.

Es ist natürlich eine „Hexenjagd“ der „radikal Linken“, die in der Entwendung hochgeheimer Akten eine Straftat sehen.

Donald Trump signed a law that strengthened the penalty for mishandling classified documents from 1 year in prison to 5 years and made it a felony in an attempt to punish Hillary Clinton. Now it can be used against him. Oops.

(MeidasTouch, 12. Aug. 2022)

Trump, seine Claqueure, die GOP, FOX, die republikanischen Abgeordneten werden in Echtzeit widerlegt und bloßgestellt. Allein, es bleibt ohne Effekt auf ihre Zustimmungswerte. Politische Diskussionen sind in den USA unmöglich geworden, weil die eine Hälfte der Nation, die Andere hasst wie die Pest und keinerlei gemeinsame Koordinaten mehr anerkannt werden. Ultra-MAGAs attackieren nicht nur Fakten im Allgemeinen, sondern wenden sich zerstörerischer als jeder Terrorist gegen die Verfassung, den Staat, die Parlamente, die Polizei, die Gerichte.

 [….]  Trumps Basis dürfte nichts irritieren, weder die Aktenfunde von Mar-a-Lago noch die Ermittlungen von Letitia James oder des Ausschusses zum Angriff aufs Kapitol. Das zeigte sich ebenfalls am Donnerstag, als ein Trump-Anhänger versuchte, mit einem halbautomatischen Gewehr die FBI-Dependance in Cincinnati zu stürmen.  Der Mann, der später bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet wurde, hatte ersten Berichten  zufolge Kontakte zu rechtsextremen Gruppen wie den Proud Boys, die am Kapitol-Sturm teilgenommen hatten. Nach Bekanntwerden der Durchsuchung von Mar-a-Lago habe er auf Trumps Kurznachrichtendienst Truth Social einen »Aufruf zu den Waffen« gepostet: »Diesmal müssen wir mit Gewalt antworten.« […]

(Marc Pitzke, 12.08.2022)

Es gibt keinen Modus Vivendi mit US-Republikanern. Sie müssen besiegt werden.

Und wie wir wissen, akzeptieren sie bloße Wahlniederlagen nicht.

Donnerstag, 11. August 2022

Ohne Gatekeeping geht es nicht.

Früher war natürlich NICHT alles besser. Aber einiges eben doch. Als Teen und Twen, als Schüler und Student, war ich einen erheblich umständlicheren Weg zur Erlangung von Informationen gewöhnt. Wir stöberten in Lexika und Bibliotheken, lasen Zeitungen und Magazine. Interessierte ich mich besonders für ein Thema, ging ich in den kleinen Buchladen mit dem schrulligen Inhaber, besprach mich mit ihm; er begann zu recherchieren und bestellte Bücher.

Als Student gab es jedes Semester einen Run auf empfohlene Lehrbücher, die man zwar auch in der „Stabi“ ausleihen konnte, aber natürlich waren nie genug Exemplare für alle da. Einige Werke, von denen man sich besonders viel versprach, kaufte man am Anfang einer neuer Vorlesung. Das musste gut überlegt sein, denn Preise weit über 100 DM waren genauso üblich, wie ungeheuerlich in den 1980ern. Manchmal kaufte man sich zu zweit ein Buch, man ver- und entlieh sie, kopierte sich ganze Kapitel. Diese Lehrbücher waren ein Schatz, weil sie über ausgeklügeltes Layout und großartige Graphiken verfügten. Fasziniert blätterte man in ihnen und freute sich, die neue Welt, die sich vor einem ausbreitete, zu erlernen und zu verstehen.

Bald schon erreichte man ein fachliches Niveau, das über die Lehrbücher für das Grundstudium hinausging. Es wurde Aufgaben gestellt, für die man nicht einfach in eins der Bücher über seinem Schreibtisch greifen konnte, um die Lösung nachzuschlagen. Nun war man auf wissenschaftlicher Ebene angekommen. Die Staatsbibliothek half nicht weiter, aber man verbrachte endlos viel Zeit in der Fachbibliothek, in der all die wissenschaftlichen Zeitschriften mit aktuellen Forschungsergebnissen aufgereiht standen. Genaue Literaturangaben, wo man zu suchen hatte, waren Gold wert. Anderenfalls konnten es sehr lange Tage werden.

Der nächste Schritt nach Durchforstung der Fachliteratur war es, direkt zur Quelle zu gehen. Womöglich gab es Diplomanten oder Doktoranten, die sich genau mit dem Thema beschäftigten, gelegentlich hatte man besonderes Glück, indem man einen Professor, der daran forschte, direkt befragen konnte.

Obwohl ich selbst so lange in der analogen Welt lebte, kann ich kaum noch die Umständlichkeit nachvollziehen. Was für einen Aufwand hatte ich da betrieben, um an Informationen zu gelangen, für die ich heute zehn Sekunden googele und das auch noch dank der Klugtelefone immer und überall.

Wie viel effizienter muss man heute mit all der gesparten Zeit studieren können.

Kein Forscher wird sich die Zeiten ohne das Internet zurückwünschen, weil die Möglichkeiten unvergleichlich größer sind.

Aber, und das ist ein ziemlich großes ABER, die Informationsbeschaffung in der ersten Hälfte meines Lebens, hatte durchaus auch Vorteile. Man wertschätzte die Erkenntnisse viel mehr, konzentrierte sich entsprechend mehr darauf, lernte den Stoff intensiver. Insbesondere konnte man sich aber auf die Seriosität des Geschriebenen weitgehend verlassen. Das Veröffentlichte war gegengecheckt, lektoriert und illustriert. Es wurde Mühe darauf verwendet.

Heute sind Informationen oberflächlicher. Selbst auf Dissertationen ist kein Verlass mehr. Guttenberg und weitere CSU-Generalsekretäre zeigen, wie man offensichtlich auch an renommierten Universitäten seinen Dr.-Titel per Copy and Paste erstellen kann.

Die leichte Verfügbarkeit so vieler Informationen macht aber insbesondere auf der Laien-Ebene, unterhalb der Wissenschaftsszene, Gatekeeping wichtiger denn je.

Meyers Lexikon, die Bertelsmann-Lexikothek, Brockhaus Enzyklopädien, das 24-bändige dtv-Taschenlexikon oder gar die Britannica waren sehr teuer und nicht für jeden zugänglich. Wikipedia kostet nichts und wird von jedem verwendet.

Letzteres ist ein enormer sozialer Fortschritt. Aber was im Brockhaus steht, stimmt auch, wurde wissenschaftlich lektoriert. Wikipedia eignet sich im Grunde nur, um Namen und Daten nachzuschlagen, die man schon kannte, aber vergessen hatte.

Die wichtigsten Gatekeeper sind Redakteure in Sendern und Zeitungen. Sie wählen aus den täglich millionenfach auf sie einprasselnden Meldungen, die wichtigen und die wahren aus, so daß der Leser, der sich nicht hauptberuflich um Überprüfung von Informationen kümmern kann und über kein eigenes Spezialistenteam verfügt, eine zu bewältigende Menge relevanter Informationen bekommt.

Während alle seriösen Zeitungen seit Jahren mit schrumpfenden Auflagen kämpfen und die Verleger Sparmaßnahme nach Sparmaßnahme durchdrücken, werden sie paradoxerweise eigentlich immer wichtiger, da sich durch Social Media die Fehlinformationen exponentiell verbreiten. Wer wie David Berger, Identitäre Bewegung, Covidioten, Reichsbürger oder Attila Hildmann eine kontrafaktische Hasswelt erschaffen möchte, denkt sich einfach selbst etwas aus, tippt das in einen Blog und nennt es frech „alternative Medien“.

Für jeden, der noch mit einem Bein in der Gatekeeper-Welt steht und dem „Quelle: Internet“ nicht ausreicht, wirken diese rechtsextremen Verschwörer unfreiwillig lächerlich. Man schickt sich gegenseitig die neusten Elaborate der Q-Welt und lacht sie herzlich aus.

Damit unterschätzt man aber sträflich, daß weitere Teile der westlichen Gesellschaft bereits vollständig in die nicht mehr realitätsbasierte Wahnwelt abgedriftet sind.

Sie geben sich keine Mühe mehr bei der Informationsbeschaffung und schlucken bereitwillig leicht zu erreichende Propaganda.

Die Meldungen aus Fahrschulen bilden eine hübsche Metapher.

Nie waren die Durchfallquoten bei Hamburger Fahrschülern so groß wie heute. Mehr als 55 Fahrstunden werden durchschnittlich benötigt, wie das Abendblatt berichtet. Wer in den 80ern mehr als 20 Stunden brauchte, wurde schon ausgelacht. Wieso sind die Fahranfänger so gewaltig viel schlechter als meine Generation damals?

Der Grund ist einleuchtend: Klugtelefone!

Meine Generation achtete im Alter von 0-18 bei jeder Autofahrt genau darauf, was die Eltern taten, welche Pedale sie traten, wie diese Gangschaltung funktionierte und beobachtete den Verkehr ganz genau, so daß einem die Situation äußerst vertraut war, wenn man das erste mal im Fahrschulauto am Steuer saß.  Die nach 2000 Geborenen stierten nur auf ihr Handy, wenn Muttern sie zur Schule fuhr. In der ersten Fahrstunden ist für sie alles völlig neu und gleichzeitig reicht ihre Konzentrationskraft nicht mehr für einen 55-Minütige Prüfung aus, weil sie an TikTok-Clips und Instagram-Reels gewöhnt sind. Nach 90 Sekunden erschlafft die Großhirnrinde.

Das Internet erspart ihnen also nicht etwa Zeit oder macht das Fahren-Lernen effizienter, sondern behindert drastisch, indem die Verkehrs-Realität außerhalb des Mini-Bildschirms gar nicht wahrgenommen wurde.

Mir wäre es in der Fahrschule vermutlich nicht anders ergangen, wenn ich mit Klugtelefon aufgewachsen wäre. Es ist die Gnade der frühen Geburt, die den Führerschein für mich leicht machte. Sowohl Theorie- als auch Praxisprüfung erschienen mir völlig simpel.

Sich mit Führerschein zu quälen, ist eine Unannehmlichkeit. Und teuer. Aber eben auch nur eine Metapher für den ganz großen Schaden, den Social Media anrichtet, indem es Typen wie Trump zum mächtigsten Mann der Erde aufsteigen ließ, die Briten zum blödinnigen Brexit verleitete und zerstörerische Populisten in die Parlamente spült.

Früher gab es überall einen Dorftrottel, der unsinniges oder rechtsradikales Zeug glaubte. Er sagte das aber entweder nicht laut, weil er Widerspruch befürchtete, oder wurde nicht ernst genommen. Ganz sicher wurde er aber nicht veröffentlicht und als „alternativer Wissenschaftler“ in den Uni-Bibliotheken geführt.

Facebook und Twitter hingegen vernetzen diese einsamen Dorftrottel, die sich folglich in Trottel-Blasen zusammenschließen, alle anderen Informationen ausblenden und sich innerhalb dieser zu 100% vertrottelten Scheinwelt gegenseitig befruchten. Sie halten sich nun für eine Mehrheit und vervielfachen den Ausstoß ihrer Trottelleien so enorm, daß immer mehr Halb- oder Vierteltrottel ebenfalls in die Blasen gesaugt werden, dort eine Metamorphose zu Volltrotteln durchlaufen, weil sie nur noch Trottelinformationen sehen.

Die Techkonzerne, an vorderster Stelle Mark Zuckerberg und die Twitter-Bosse Patrick Pichette/Parag Agrawal, laden gewaltige Schuld auf sich, indem sie das Gatekeeping so mangelhaft einsetzen, daß eine gewählte US-amerikanische Abgeordnete wie Klan Mum aus Georgia, im Minutentakt Hetze an Millionen Follower verbreitet und somit erheblich dazu beiträgt, die USA in einen Bürgerkrieg zu führen.






Mittwoch, 10. August 2022

Heuchelei auf höchstem Level

James Comey, konservativer Jurist, Republikaner, wurde unter George W. Bush stellvertretender Justizminister, ging anschließend als Senior Vice President zum Rüstungskonzern Lockheed Martin, wurde 2013 Chef des FBI und kam in die Schlagzeilen, als er mitten in der heißen Wahlkampfphase 2016 wegen der mutmaßlich dienstlichen Emails Hillary Clintons auf ihrem privaten Server, gegen die damals stark favorisierte Präsidentschaftskandidatin ermitteln ließ.

Er schuf damit einen der meistverwendeten GOP-Talkingpoints gegen die Demokraten und war womöglich der letztendlich ausschlaggebende Grund für Trumps Sieg (mit drei Millionen Stimmen weniger) im November 2016.

Immer wieder höhnten FOXler und Republikaner, eine FBI-Ermittlung schließe die Eignung zur Präsidentschaftskandidatin aus und erklärten das FBI für sakrosankt.


Natürlich feierten die Republikaner aber auch ihren Mann Comey. 

Bis er 2017 wegen der Russland-Kontakte in Trumps Wahlkampfteam untersuchen ließ, ob Moskau Einfluss auf die Präsidentschaftswahl genommen hatte.

Präsident Trump flippte aus und feuerte ihn im Mai 2017. FBI-Chef amtieren üblicherweise sehr Partei-unabhängig für eine volle zehnjährige Amtszeit. Trump war noch frisch im Amt; eine Republikaner glaubten noch, er würde mit der Zeit seriöser, als der schrille-Wahlkampf-Trump werden und erklärten sogleich, die Entlassung des hochangesehenen Comeys hätte rein gar nichts mit persönlichen oder parteilichen Gründen zu tun.

[….] Trump schrieb, er entlasse ihn auf Rat des Justizministers Jeff Sessions und dessen Stellvertreters Rod Rosenstein. Am nächsten Tag empfing Trump den russischen Außenminister Lawrow und Botschafter Kisljak im Oval Office und sagte zu ihnen, dass er wegen der Russland-Untersuchung des FBI unter Druck gestanden habe und die Entlassung des „Spinners“ Comey ihn von diesem Druck befreit habe. Am darauffolgenden Tag während eines Interviews mit NBC Nightly News widersprach Trump der offiziellen Begründung für die Entlassung Comeys. Trump sagte, er habe den FBI-Direktor schon lange und unabhängig von der Empfehlung Rosensteins entlassen wollen. Ausschlaggebend für die Entscheidung war sein Ärger über Comeys Ermittlungen wegen möglichen Absprachen zwischen Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam und Vertretern Russlands. „Als ich mich entschied, sagte ich mir, dieses Russland-Ding mit Trump und Russland ist doch eine erfundene Geschichte“, äußerte Trump. In dem Interview bezeichnete Trump Comey zudem als „Blender“ und „Angeber“ und behauptete, das FBI sei unter Comey in Aufruhr gewesen. Der damalige kommissarische FBI-Direktor Andrew McCabe widersprach Trumps Darstellung. Comey genieße weiterhin Unterstützung und Hochachtung innerhalb des FBI. […]

(Wiki)

Allerspätestens jetzt, Anfang Mai 2017, musste Trumps krimineller Charakter für jeden offensichtlich sein.

Comey wurde durch einen von Trump handverlesenen erzkonservativen Republikaner und Multimillionär ersetzt: Christopher Wray aus dem erzkonservativen Georgia. Er ist Mitglied der “Federalist Society for Law and Public Policy Studies”, jener ultraorthodoxen  Juristenschule, die wie Amy Cohen Barrett die 250 Jahre alte Verfassung wörtlich auslegen –„textualist and originalist interpretation of the United States Constitution.“

Rechter geht es nicht mehr und nun ist es Wray, der die Durchsuchung von Mar A Lago veranlasste. Die gesamte Republikanische Sphäre rastete komplett aus und behauptet nun ungeniert lügend genau das Gegenteil dessen, das sie bis gestern noch vertraten.  Wray sei ein von dem Demokraten gesteuerter Linksextremist.

[….] Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene aus Georgia äußert verlässlich die wildesten Thesen auf dem Kapitolshügel in Washington. Auch am Tag nach der Durchsuchung von Donald Trumps Anwesen in Florida durch das FBI machte sie diesbezüglich keine Ausnahme. Man müsse dem FBI die Mittel streichen, forderte sie. Der zentralen Sicherheitsbehörde der USA, wohlgemerkt. Spätestens im Januar werde man sich des Feindes im Inneren annehmen, sagte sie. Und dann äußerte sie einen Satz, in dem abseits aller Zuspitzung, abseits der Provokation eine für die Demokraten unangenehme Wahrheit stecken könnte. Die "tyrannische Hausdurchsuchung", sagte sie, vereine die Republikaner in einer Weise, "wie ich es noch nie gesehen habe".

Tatsächlich äußerten sich unzählige Republikaner in heller Empörung, nachdem der ehemalige Präsident Donald Trump am späteren Montag bekannt gegeben hatte, dass das FBI seinen Golfklub Mar-a-Lago in Palm Springs, Florida, durchsucht habe. Trump selbst hielt sich zu diesem Zeitpunkt in Manhattan auf, er erfuhr von der Durchsuchung durch seinen Sohn Eric. Es handele sich um den verzweifelten Versuch der Demokraten, seine erneute Kandidatur für die Präsidentschaft im Jahr 2024 zu verhindern, teilte Trump mit. Das Vorgehen des FBI sei politisch motiviert.

In diesem Sinne äußerten sich viele Republikaner, manche in mehr, manche in weniger radikalem Ton, aber alle mit Verve. Es wirkte, als hätten sie ihr gemeinsames Thema für die Kongresswahlen im November gefunden. [….] Der Senator Josh Hawley aus Missouri forderte, Justizminister Merrick Garland solle sofort zurücktreten. Mindestens aber müsse umgehend ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eingeleitet werden. Es handele sich bei der Durchsuchung von Mar-a-Lago um einen "beispiellosen Angriff auf demokratische Normen und den Rechtsstaat".[….]

(Christian Zaschke, 10.08.2022)

Unterdessen musste Trump in New York zu seinen kriminellen Geschäftsgebaren vor 2016 aussagen, berief sich aber auf sein Aussageverweigerungsrecht, „the fifth“ (Fünfter Verfassungszusatz, mit dem man sich um Aussagen drücken kann, wenn diese einen selbst schaden) und tat damit genau das, was er immer wutentbrannt verdammt hatte, wenn es jemand anders tat.

“The mob takes the Fifth.”

“If you’re innocent, why are you taking the Fifth Amendment.”

“Taking the Fifth, I think it’s disgraceful.”

(Donald Trump on the Fifth Amendment)

Die New Yorker Staatsanwältin, die seinen Fall untersucht, ist eine junge, schwarze Frau, so daß der misogyne Rassist Trump, der wie sein Vater über Jahrzehnte keine Schwarzen in seinen Häusern als Mieter akzeptierte, maximal getriggert wird.

[….] New York - Unmittelbar vor seiner geplanten Aussage unter Eid hat der frühere US-Präsident Donald Trump das gegen seine Familienholding Trump Organization laufende Betrugsverfahren als „größte Hexenjagd in der Geschichte der USA“ bezeichnet. Er werde „von allen Seiten attackiert - Bananenrepublik“, schrieb Trump am Mittwoch in seinem Online-Netzwerk. Der frühere US-Präsident verweigerte eine Aussage unter Eid. „Ich habe die Beantwortung der Fragen entsprechend der aus der Verfassung der Vereinigten Staaten hervorgehenden Rechte jedes Bürgers verweigert“, erklärte Trump am Mittwoch nach seinem Termin in New York. Zugleich bezeichnete er sich erneut als Opfer einer „Hexenjagd“, welche von „Anwälten, Anklägern und den Fake-News-Medien unterstützt“ werde.

Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James geht im Zuge zivilrechtlicher Ermittlungen dem Verdacht nach, dass die Trump Organization den Wert von Immobilien künstlich aufgeblasen hatte, wenn sie Kredite von Banken erhalten wollte. In anderen Fällen sollen die Immobilienwerte kleingerechnet worden sein, um weniger Steuern oder Versicherungsbeiträge zahlen zu müssen.  [….]

(FR, 10.08.2022)

Der zweite große Bürgerkrieg rückt nun in greifbare Nähe, da die eine politische Seite keinerlei gemeinsame Institutionen mehr anerkennt. Weder Medien, noch, Regierung, noch Parlament, noch Justiz, noch Presse.

Allerdings sind die autoritären Rassisten des Jahres 2022 wesentlich mehr und unvergleichlich stärker bewaffnet als 1861. Im Sezessionskrieg starben in vier Jahren rund 600.000 US-Amerikaner. Das dürfte diesmal leicht zu übertreffen sein.

[….] Schon jetzt sind das Internet und rechte Fernsehkanäle voll mit einer schrillen Bürgerkriegsrhetorik, die noch lauter werden dürfte, sollte Trump wirklich angeklagt werden. Paul Gosar, republikanischer Abgeordneter aus Arizona, verglich das FBI mit den Schlägertruppen der SA ; der rechte Aktivist Charlie Kirk, auf dessen Veranstaltung in Washington Trump erst vor zwei Wochen gesprochen hatte, schrieb, Biden habe Amerika in eine »stalinistische politische Dystopie«  verwandelt. Es ist eine Sprache, die sich kaum noch steigern und viele fürchten lässt, dass sie in echte Gewalt umschlägt. Laut einer Umfrage der University of Chicago sind mehr als ein Viertel der Amerikaner davon überzeugt, dass es in naher Zukunft nötig sein werde, zu den Waffen zu greifen, um sich gegen eine übergriffige Regierung zu wehren. Die Republikaner tun im Moment alles dafür, um ihre Mitbürger in dieser furchtbaren Meinung zu bestärken. […]

(René Pfister, 10.08.2022)




Dienstag, 9. August 2022

Die moralische Mopo

Der ein oder andere wird es bemerkt haben; in der Welt, in Deutschland, in Hamburg, läuft derzeit nicht alles optimal. Es gibt hier und da kleine Problemchen, den ein oder anderen Missstand, gelegentlich auftauchende Unannehmlichkeiten, um die man sich vielleicht mal kümmern sollte.

Die politische und journalistische Klasse hätte eine Menge Anlass beschäftigt zu sein.

Aber nun titelt die Hamburger Morgenpost (MoPo) mit dem Ergebnis einer intensiven investigativen Recherche, die einen nie für möglich gehaltenen Mega-Skandal in dieser anständigen Stadt zu Tage fördert.

Ich kann es gar nicht glauben, bin am Boden zerstört, in meinen Grundfesten, im Glauben an das Gute erschüttert. DAS hätte ich niemals für möglich gehalten: Es gibt Prostitution! In Hamburg! Schock, schwere Not!

Mopo-Reporter Rüdiger Gärtner läßt Bob Woodward und Carl Bernstein wie Zwerge erscheinen und muss mit dem Pulitzer-Preis geehrt werden. Akribisch recherchierte er die ungeheuerlichen Details: 20 „Sexarbeiterinnen“ in Hamburg Stellingen, weitere 40 in Fuhlsbüttel und Langehorn, eine ähnliche Anzahl in Hamburgs Süden – für die Gäste aus Niedersachsen und unfassbar, sogar das konservative Wandsbek ist betroffen!

Es werden unerbittlich die abscheulichen Hintergründe erläutert: Da sich die Reeperbahn mit ihren traditionellen Großbordellen immer mehr von einem Rotlicht-Viertel zur Ballermann-Partymeile entwickelt, brachte das für die kopulationswilligen CDU-wählenden Familienväter, Trucker auf Durchreise und untervögelten Außendienstmitarbeiter den Nachteil, daß sie kaum noch unbeobachtet von Feierbiester-Pulks einen wegstecken gehen können.

Bei einer Millionen begattungswilligen Freiern in Deutschland pro Tag (!) passte sich gemäß der Lindnerischen Lehre das Angebot der Nachfrage an: Nun gibt es Dutzende Sexarbeiter allerlei Geschlechts, die nicht mehr von Zuhältern kontrolliert und von Puffmüttern ausgenommen in riesigen Etablissements anschaffen, sondern die sich auf eigene Faust einen kleinen Laden oder eine winzige Wohnung in einer gut erreichbaren, aber ruhigen Wohngegend mieten und auf eigene Rechnung ihre Kunden empfangen.

Gut für die Dienstleister, die nun selbst ihre Arbeitsbedingungen bestimmen und schön für den gemeinen Alltagsbumser, der nicht in verruchten Gegenden gesehen werden will und unauffällig bleibt.

Reporter Gärtner jault aber auf: Das sei verboten und unmoralisch. Wieso gingen die Bezirksämter nicht radikal gegen dieses weltgrößte Verbrechen vor? Aber, als investigatives Genie, durchschaut er die komplizierten Hintergründe und lässt die Mopo-Leser wissen:

[….] Den Behördenmitarbeitern wird bei Überprüfungen häufig nicht die Tür geöffnet. […] Haus- und Wohnungseigentümer reagieren in aller Regel nicht auf behördliche Anschreiben. [….]

(MoPo, 09.08.2022)

Aha, also handelt es sich um kriminelle Genies! Dagegen ist die Mafia nur Kindergarten! Behördenschreiben nicht beantworten?
Sodom und Gomorrha!

Einfach unfassbar. Da müssen Problem-Petitessen wie der Ukrainekrieg, Klimawandel oder Pandemien schon mal hintanstehen.

So, und nun muss ich beten, daß ich nicht zufällig auf einem der roten Sterne wohne!

Montag, 8. August 2022

Die FDP – einfach nur schlecht.

Bei Politikern, die man nicht mag oder deren Standpunkte man ablehnt, gilt es scharf zu unterscheiden, ob sie eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen, oder ob sie nur eine andere demokratische Zielrichtung verfolgen, die man für falsch hält.

Viele Sozialdemokraten halten Gerhard Schröder für unappetitlich. Aber er vertritt keinen menschenverachtenden oder undemokratischen oder verfassungswidrigen Positionen. Anders als Trump hat er den Angriff auf die Ukraine klar als Fehler Russlands bezeichnet, sich aus den Rosneft- und Gazprom-Aufsichtsräten zurück gezogen.  Sein guter Draht zu Typen wie Erdoğan oder Putin war in der Vergangenheit schon nützlich für Deutschland.

(….)  Es zeugt von erstaunlicher Naivität zu glauben, eine Regierung könne sich darauf beschränken nur zu den Staaten Beziehungen zu unterhalten, die von ganz lieben Menschen regiert werden.

Überraschung: Die wenigstens Regierungschefs und Staatsoberhäupter sind lieb!

Im Gegensatz zu Trump ist Putin zweifellos rechtmäßiger Präsident, weil er mit einer ¾-Mehrheit gewählt wurde.   Gerd Schröders diplomatische Fähigkeiten sind ein Segen für Deutschland. In einer hochangespannten Lage mit gegenseitigen Sanktionen und wüsten Beschimpfungen, ist es umso notwendiger zusätzlich zu den offiziellen Regierungskontakten über vertrauenswürdige Kanäle zu verfügen, so daß man im Notfall einen Krieg abwenden kann.   Schröder hat diesen Einfluss zum Wohle Deutscher schon mehrfach unter Beweis gestellt, indem er beispielsweise Geiseln befreite.

 

[….] Der frühere Bundeskanzler hatte bei der Freilassung des Journalisten Deniz Yücel und des Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner vermittelt, die beide in der Türkei inhaftiert waren. [….]

(SPON, 09.07.2018)

 

Gerade diejenigen, die Putin nicht trauen, sollten umso erleichterter sein, daß der Mann, der über ein derart gewaltiges Atomwaffenarsenal in einem riesigen unübersichtlichen Land verfügt, im Krisenfall stets über eine besondere Verbindung zu Deutschland verfügt.

Das sollten wir eigentlich seit 1969 wissen, als Egon Bahr damit begann die von ihm so genannten „Kanäle“ zu den damals durchaus feindseligen Regierungen des Warschauer Pakts einzurichten.

Kanäle, die auch die Nachfolgeregierung Kohl dankbar übernahm und nutzte.  (…)

(Realpolitik, 16.07.2018)

Einen direkteres Draht zu Putin zu haben, könnte noch wertvoll werden.

[….] Herr Schröder, warum distanzieren Sie sich nicht von Wladimir Putin? "Vielleicht kann ich noch mal nützlich sein" […]

(STERN, 03.08.2022)

Schröder durchdenkt intensiv, welche politischen Lösungen es geben könnte, um den Krieg zu beenden, weiß vermutlich am besten, wie realistisch, welche Zugeständnisse Putins sind. Ich halte es auch für unwahrscheinlich, daß der Ex-Kanzler einen Frieden organisieren kann. Aber man darf keine noch so kleine Möglichkeit unversucht lassen. Alle politischen Möglichkeiten zu nutzen, statt Merkelig alles auszusitzen, ist richtig.

[….] Wozu Schröders Draht zu Putin noch nützlich sein könnte

Es ist gerade sehr leicht und sehr in Mode, über den früheren Bundeskanzler herzuziehen. Durchdacht ist es trotzdem nicht.  Wer wird der Nächste sein, der all seinen Gratismut zusammennimmt und über Gerhard Schröder herzieht? Kurzer Überblick über die letzten Beschimpfungen: uneinsichtiger alter Mann, hat sein Format verloren, Mitglied von Putins Clique, sein Bild im Kanzleramt muss weg. Wer hat noch nicht, wer will noch mal?

[….] "Wenigstens eine Seite vertraut mir", nämlich Putin. Das ist kein Anlass zu höhnischem Lachen, sondern zum Durchzählen: Wie viele Menschen in Deutschland oder im Westen insgesamt gibt es denn, die derlei von sich behaupten können? Die, wie neulich, innerhalb von zehn Minuten einen Termin bei dem Kriegsherrn bekommen und mit dem Flugzeug in Istanbul abgeholt werden? [….] Nach allem, was man weiß, kam bei seinem Gespräch zwar wenig bis nichts heraus. Aber auch hier gilt: Alles, was keinen Schaden anrichtet, ist nützlich. Wenn jemand weiß, wo man Putin vielleicht packen kann (und wie und wo garantiert nicht) - dann er. Was wäre gewonnen, wenn Schröder nun seine beiden russischen Aufsichtsratsposten aufgäbe? So viele Kanäle in den Kreml gibt es nicht mehr, informelle schon gar nicht, dass man wollen sollte, auch diesen zu schließen, letztlich um einer Pose willen.  Vielleicht kommt ja der Tag, an dem man dankbar sein wird, auf eine aktuelle Einschätzung oder den sehr kurzen Draht von Gerhard Schröder zurückzugreifen. [….]

(SZ, 01.05.2022)

Max Otte und Hans-Georg Maaßen sind eine andere Kategorie. Sie sind nicht nur CDU-Mitglieder (gewesen – im Fall Otte), die man als besonders unsympathisch erachten darf. Ähnlich wie Sarrazin (Ex-SPD-Mitglied), Palmer (Grüne), Lafontaine (Ex-SPD und Ex-Linke) und Wagenknecht (Linke). Sie sind Hetzer, die menschenfeindliche Überzeugungen verbreiten. CDU und CSU verfügen traditionell über einen hart an der Grenze zur Verfassungsfeindlichkeit agierenden ultrarechten Rand.  Sie sind gefährlich für Volk und Demokratie.  

[….] Der Ex-Kanzler redet Befremdliches daher über Freund Putin und dessen Krieg gegen die Ukraine. Aber muss die SPD Gerhard Schröder deswegen gleich vom Hof jagen? [….] Aber soll man ihn deshalb aus der SPD werfen? Das Parteiengesetz macht eine solche Sanktion allen Parteien leicht und schwer zugleich. Den Ausschluss eines Mitglieds erlaubt es nur, "wenn es vorsätzlich gegen die Satzung oder erheblich gegen Grundsätze oder Ordnung der Partei verstößt und ihr damit schweren Schaden zufügt". In der Satzung der SPD und auch der CDU steht, dass dazu die öffentliche Unterstützung einer anderen Partei gehört.  Folglich war es für die CDU unabdingbar, in dieser Woche den Publizisten Max Otte auszuschließen. Der war im Februar als Bundespräsidenten-Kandidat der AfD angetreten. Noch deutlicher kann man gar nicht gegen die Grundsätze der CDU verstoßen und ihr schweren Schaden zufügen wollen. [….]

(Detlef Esslinger, 04.08.2022)

Lindners vierköpfige FDP-Truppe im Bundestag sind noch eine andere Kategorie. Auch die sind mir zutiefst unsympathisch.

Immer wieder spielte der FDP-Chef auf der braunen Klaviatur mit migrantenfeindlichen Tönen, biederte sich als Covidiot bei den Aluhüten an, imitierte Gauland, um seine Partei für Xenophobe interessant zu machen, kooperierte gar mit der AfD (Hamburg, Thüringen, Kemmerich). Dabei war er aber nie so platt rassistisch und völkisch wie Maaßen oder Sarrazin.

Zudem gibt er sich seit dem 2021er Wahlkampf Mühe, die schrill rechten Sprüche zu vermeiden und staatstragender zu wirken. Niemand bei Verstand kann der Regierungspartei FDP ihre Verfassungstreue absprechen.

Aber sie ist auch keine seriöse Partei, die nur zufällig andere politische Konzepte als ich vertritt (die FDP verteilt von unten nach ob um. Ich möchte von oben nach unten umverteilen). Es gibt aber zwei grundsätzlichere Probleme mit der FDP: 

Das Kleinere ist, daß Lindner und Kubicki lügen. Sie sind einfach nicht ehrlich und behaupten wider besseres Wissen gebetsmühlenartig Lobbypropaganda.

Die Destruktivität der FDP ist das größere Problem. 

Verbissen bekämpft sie jede sinnvolle Regierungspolitik. Sie blockiert vom 9€-Ticket über das Tempolimit über Corona-Vorsorge bis zur Vermögensabgabe jede Maßnahme, die das Land voran bringen würde. Die FDP schadet Deutschland, schafft sozialen Unfrieden, wirft die Ökonomie aus der Bahn, heizt das Klima auf blamiert uns international.

Fürs #Tempolimit sind keine Schilder da, beim #NeunEuroTicket ist kein Bahnhof in der Nähe und vor dem Corona-Virus darf man sich wg. Kubicki nicht schützen. Die FDP ist die lebendige Bankrotterklärung des dt. Staates vor notwendigen Maßnahmen.

(Holger Hinz, 07.08.2022)

Es gibt keine fragwürdige FDP-Politik, weil bedauerlicherweise alles, das sie tut, falsch ist. Eindeutig falsch. Selbst wenn einzelne Aktionen einzelner FDPler mal in die richtige Richtung gehen sollten, greift der Chef ein, um wieder mit Vollgas Kurs auf die Wand zu nehmen.

Die Lage für Verkehrsminister @Wissing ist wirklich verzwickt. Er schlägt eine Verlängerung des #9EuroTickets vor, doch sein Parteichef, Finanzminister #Lindner, lehnt umgehend ab. Umso energischer fordern nun allerdings SPD und Grüne eine Fortführung:

(Caspar Schwietering, 08.08.2022)

Selbst der stramm neoliberale BILD-Mann Blome echauffiert sich über Lindner.

[….] Die Umfragewerte sinken und der FDP flattern die Nerven. Parteichef Lindner verbindet nun vergünstigten Nahverkehr mit "Gratismentalität". Mit einem ähnlichen Pauschal-Vorwurf leitete vor mehr als einem Jahrzehnt schon einmal ein FDP-Spitzenpolitiker den Abstieg der Partei ein. [….] Aber WIE Finanzminister Christian Lindner Nein sagt - das überschreitet die Grenzen des politischen Anstands. Der FDP-Chef wettert aus heiterem Himmel gegen eine allgemeine "Gratismentalität", die er wahrnehme aber nicht unterstützen werde.  Das lässt tief blicken. "Gratismentalität" - das ist etwas vornehmere Wort für: "Ihr seid doch alle Schnorrer." Gratismentalität - das ist der Pauschal-Vorwurf mancher Reichen an die Armen. Das sollte kein Politiker übernehmen.  Der Verdacht liegt leider nahe, dass Lindner gezielt provozieren wollte oder besser: mobilisieren. Nämlich die Kernwählerschaft seiner FDP. Deren Umfragewerte nähern sich der kritischen Fünf-Prozent-Marke, und die Nerven beginnen zu flattern.  Da soll nun ein Klassiker helfen. Das Schimpfen auf vermeintliche Schnorrer und ihre parteipolitischen Helferlein, etwa bei der SPD oder den Grünen.  […]

(NTV, 08.08.2022)

Möge sich der Urnenpöbel 2025 gemerkt haben, was er 2021 mit dem Rekordergebnis für Lindner angerichtet hat.

Marie-Antoinette #Lindner ist als Person leer + uninteressant. Aber was sind das für Leute, d
ie einen Mann mit Stroh und Gier im Kopf wählen, der nur die Eigenschaften entfaltet, die er braucht, um seine Gier zu bedienen + die derjenigen, deren materielle Interessen er vertritt?

(Jutta Ditfurth, 08.08.2022)

 

Sonntag, 7. August 2022

Radikal bis es knallt.

Mit Trump ist es womöglich so, wie mit Woelki.

Immer spektakulärere Enthüllungen zeigen, wie total moralisch verdorben der Kölner Kardinal ist.

Noch immer empfindet der Rheinmische Alptraum nichts als Verachtung für die von seinen Priestern vergewaltigten Opfer. Woelki manipuliert, benutzt und bedroht sie – stets mit dem einen Ziel: Sich selbst zu schützen. Fast drei Millionen Euro ließ er für die Erstellung einer Kampagne der PR-Agentur "Ewald & Rössing" springen. Für ein über Jahre gequältes und vergewaltigtes Kind, das sein gesamtes Erwachsenenleben unter schweren psychischen Schäden leidet, sieht die katholische Kirche generell 5.000 Euro „Entschädigung“, also etwa ein Drittel von Woelkis Monatsgehalt vor. (In besonders schweren Fällen bis zu 50.000 Euro – also vier Woelki-Monatsgehälter.)

[….] Neue Enthüllung im skandalgeschüttelten Erzbistum Köln: Ein internes Papier einer PR-Beratung zeigt nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers, wie im Konflikt um das abgesagte Missbrauchsgutachten der Kanzlei WSW Ende Oktober 2020 der Betroffenenbeirat offenbar gezielt instrumentalisiert wurde. Die Zeitung zitiert aus einem 50-seitigen Papier der Leipziger Krisen-PR-Agentur "Ewald & Rössing". Diese soll dem Bistum detaillierte Empfehlungen vorgelegt haben, welche "Optionen" man dem Gremium zur Absage des Gutachtens vorlegen wolle. [….]  Die Unabhängige Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus, übte scharfe Kritik: Sollten sich die Recherchen des Kölner Stadt-Anzeigers bewahrheiten, zeige dies, wie wenig Woelki und sein Leitungsteam vom Wert der Betroffenenbeteiligung verstanden hätten, sagte Claus. Betroffenenbeteiligung müsse auf Augenhöhe und in voller Transparenz erfolgen, sagte sie: "Stattdessen Betroffene im Kontext von institutionellen Aufarbeitungsprozessen zur Verfügungsmasse zu degradieren und neuerlich die sich beteiligenden Mitglieder eines solchen partizipativen Gremiums massivster Machtmanipulation zu eigenem Nutzen zu unterwerfen, ist anmaßend und empörend." [….]  

(SZ, 05.08.2022)

[…..] Zwei Mitglieder des Beirats hingegen traten aus Protest zurück und warfen wie auch der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller dem Erzbistum vor, den Betroffenenbeirat instrumentalisiert zu haben. Das Erzbistum Köln informierte im Dezember 2021 darüber, dass Woelki rund 2,8 Millionen Euro für Gutachter, Medienanwälte und Kommunikationsberater ausgegeben hat.   […]

(Kirche und Leben, 05.08.2022)

Woelki passt damit zu seinem Franz in Rom, der sich angesichts 150.000 in Kanada von katholischen Geistlichen gequälten Kindern – viele davon zu Tode gefoltert – selbst auf seiner Bußreise nicht zu einem klaren „Mea Culpa“ durchringen konnte und wie ein garstiges dreijähriges Balg lieber auf andere zeigte.

[….] Misshandlung von Kanadas Ureinwohnern: Papst weist alleinige Schuld der Kirche zurück!  Bei einem Treffen mit Kanadas Premier Trudeau hat Papst Franziskus um Vergebung für die Übel gebeten, die Christen indigenen Völkern angetan haben. Zugleich sagte er, die Schuld liege auch bei anderen.  [….]

(SPON, 28.07.2022)

Natürlich vertraut dieser Papst auch weiterhin seinem Kölner Kardinal und das ist auch gut so, um immer mehr Gläubige aus der Kinderfic**rorganisation Kirche zu treiben.

Bei Trump ist es ähnlich. Nur durch seine öffentlich sichtbare Widerlichkeit vermochte er es 2020, dem eher öden Polit-Geronten Biden 81 Millionen Stimmen zukommen zu lassen. Gegen einen netten Republikaner hätten Biden/Harris wohl kaum so eine hohe Wahlbeteiligung generiert, aber Trump motivierte viele Wähler gegen ihn zu stimmen.

Zweifellos wurde der hochkriminelle orange geschminkte Rassist in den folgenden zwei Jahren sogar noch extremer. 

Zuletzt ließ nutzte er den dubiosen Unfalltod einer seiner früheren Ehefrauen, um sich a) vor einer Aussage bei einem New Yorker Gericht zu drücken und verscharrte sie anschließend lieblos auf einem seiner Golfplätze, weil sich dadurch jährlich 90.000 Dollar Steuern sparen lassen. Letzte Ruhe an Loch Eins.

Derzeit pöbelt und lügt sich IQ45 durch die CPAC-Konferenz in Texas.

[…] Ronald Solomons Firma heißt MAGA-Mall und hat alles im Angebot, was einen Trump-Fan als solchen erkennbar macht: Fahnen, T-Shirts, vor allem aber Baseballkappen mit jeder nur erdenklichen Aufschrift: »Trump won«, »Truckers for Trump«, »Veterans for Trump«, »God, Guns and Trump«, »MAGA«, »ULTRA MAGA«. Solomon hat seinen Stand auf der Conservative Political Action Conference, kurz CPAC, in Dallas aufgebaut, einer Konferenz, die seit einigen Jahren eine Art Wallfahrtsort der treuesten Trump-Basis ist.  Wer will, kann sich dort ein Brettspiel kaufen, an dessen Ende Donald Trump doch noch die Präsidentschaftswahl gewinnt. Es gibt Kinderbücher, die schon dem Nachwuchs erklären, warum Trump ein Opfer linker Medien ist (»The Plot Against the King«). Und eben den Stand von Solomon, an dem man nun auch Kappen mit dem Namen des Gouverneurs von Florida kaufen kann: »DeSantis 2022«. Ron DeSantis ist derzeit Trumps schärfster innerparteilicher Konkurrent, in einigen Bundesstaaten liegt er in den Umfragen sogar vor dem ehemaligen Präsidenten. Auch hier auf der CPAC? »Von den DeSantis-Kappen habe ich zehn verkauft«, sagt Solomon und winkt ab. »Von den Trump-Kappen gingen Hunderte weg.« [….]

(René Pfister, 07.08.2022)

So wie Dunkelkatholiken der Morast-Kategorie David Berger, von Woelki begeistert sind, fliegen Trump in Dallas auch die Herzen seiner fanatischsten Jünger zu.

Die allerdings würden ihn ohnehin wählen. Wählten ihn 2020. Aber das reichte bekanntlich nicht.

Bleibt zu hoffen, daß Trump mit der CPAC-Show alle etwas moderateren GOPer abschreckt.