Es wäre schon blöd, bis zu seinem Renteneintrittsalter,
zu darben und zu sparen, um nach Jahrzehnten eine halbwegs lebensabsichernde
Reserve zu haben und dann einen Tag später zu sterben. Wäre es nicht sinnvoller,
sein Leben mit dem Luxus zu erfüllen, den man sich gerade so eben leisten kann?
Mit vollen Händen, alles zu verprassen, so lange es geht? Zu genießen, was
möglich ist?
Ich habe in meinem täglichen Leben einige alte
Baustellen, bei denen ich aus Sparsamkeit und/oder Desinteresse an einem
Provisorium festhalte.
Anfang der 1970er wollte ich unbedingt mein eigenes
Zimmer und zog in die leere Dachkammer des Hauses meiner Oma. Meine Mutter fuhr
mit mir zu einem Möbelmarkt auf der grünen Wiese – es gab noch kein IKEA – und kaufte
extra dafür eine „Jugendschrankwand“ mit einigen Regalen, Fächern, einer
ausklappbaren Schreibtischplatte und einer kleinen Vitrine. Sie besteht aus
billigstem Pressholz, einem glitzernden Plastik-Furnier mit silbernen Plastik-Verschnörkelungen.
Unfassbar häßlich, aber als Kind war es „meins“ und ich fand es toll. Wir zogen
noch zweimal um, die Schrankwand kam mit. Meine erste eigene Wohnung war zu
klein, aber da ich gar keine eigenen Möbel hatte, stellte ich die halbe
Plasikschrankwand in die Küche als Regal, der Rest lagerte auf dem Dachboden.
Bei meinem letzten Umzug setzte ich das ganze Ding wieder zusammen und schob es
in ein langes 7qm-Zimmer, welches als meine Abstellkammer dient. Es sollte ein
Provisorium sein, weil ich gar nicht so lange in der Bude bleiben wollte. (Das
war im letzten Jahrtausend).
Inzwischen ist diese Schrankwandungetüm weitgehend
zusammengebrochen. Regalböden sind aus ihrer Verankerung geplatzt und haben Teile
des spröden Pressplattenmaterials und des Plastiks mit sich gerissen. Das Teil
liegt in Trümmern und ist nicht zu reparieren, weil man in das billige Material
weder Schrauben, noch Nägel treiben könnte. Und warum sollte ich das auch noch
reparieren? Das muss auf den Müll und ist ein Beweis dafür, weshalb man lieber
in ewig langlebige hoch qualitative Möbel investieren sollte.
Bedauerlicherweise bin ich von dem „Ich bin noch zu jung,
um mir richtig gute Möbelstücke zu leisten“-Zustand direkt in die „Ich bin
jetzt zu alt; es lohnt sich nicht mehr, teure Möbel zu kaufen“-Phase gewechselt.
Ich ärgere mich darüber, mich Dekaden über das Plastikschrott-Regal
geärgert zu haben. Wieso habe ich nicht all die Jahre mit einem optisch
ansprechenden Regalsystem gelebt? Wozu sparen, wenn irgendwann eh kleine
Lebenszeit mehr übrig ist?
Das dachten sich weltweit auch Millionen Menschen, als sich 1910 der Halleysche
Komet ankündigte, um das Leben auf der Erde zu vernichten. Viele hörten auf zu
arbeiten und verkauften alles, das sie hatten. Das erschien nur sinnvoll: Wenn
man eh nur noch ein paar Wochen oder Tage zu leben hat, dann besser nicht
Trübsal blasen, sondern sich endlich das leisten, was man schon immer wollte. Die
menschliche Zivilisation mit „Koks und Nutten“ ausklingen lassen. Das hat
sicher Spaß gemacht.
Blöd war es nur, als der giftig tödliche Komet vorbeiflog
und man immer noch lebte – allerdings total pleite.
[….] Bei seiner Wiederkehr
im Jahr 1910 löste der Halleysche Komet sogar eine weltweite Massenpanik aus.
Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Astronom William Huggins bei Untersuchungen
festgestellt, dass sich im Licht von Kometenschweifen die Spektrallinien für
Kohlenstoffverbindungen nachweisen ließen. Unter anderem wurden auch Spuren von
Cyan gefunden, das in der Verbindung mit Kalium das hochgiftige und tödliche
Gas Zyankali ergibt.
Als es nun so aussah, dass
die Erde 1910 in den riesigen Schweif des Halleyschen Kometen geraten würde,
waren die Menschen wochenlang in Panik. In Konstantinopel (dem heutigen
Istanbul) standen 100.000 Menschen in Nachtgewändern auf den Dächern, in Chicago
verstopften die Hausbewohner alle Tür- und Fensterfugen mit Lappen, und Papst
Pius X. verurteilte das Hamstern von Sauerstoffflaschen. Alle Welt fürchtete
den Tod durch Giftgas.
Als der Komet dann
vorüberzog, zeigten die Messgeräte nicht die geringste Spur von Cyanid: Die
Gasdichte von Kometenschweifen ist viel zu gering. [….]
Wenn der kurzperiodische 1P/Halley im Jahr 2061
wiederkehrt, bin ich ohnehin mit hoher Wahrscheinlichkeit längst von dieser
irren Affenkugel abgereist. Der Periheldurchgang wird also meine persönliche
finanzielle Situation kaum beeinflussen. Ich mutmaße allerdings, daß in35
Jahren menschliches Leben auf diesem Planeten ohnehin kaum noch möglich sein
wird. Vielleicht unter großem Elend, oder für die wenigen Superreichen, die
sich schon jetzt abseits der Bevölkerungszentren, gerne auf Privatinseln, gewaltige
autarke Bunkeranlagen bauen lassen, in denen sie atomaren Fallout, Pandemien
oder höllisch-heiße Außentemperaturen aussitzen können, während draußen die
Zombiapokalypse tobt.
Auf funktionierende staatliche Strukturen für die Masse –
Grundsicherung, Energie/Gesundheitsversorgung, Pflege, Lebensmittel, Schutz vor
Hitze – wird man vermutlich nicht mehr bauen können, wenn Dobrindt, Reiche und
Co, ihr Zerstörungswerk bis dahin fortsetzen. Diejenigen, für die 2033 ungefähr
in die statistisch wahrscheinliche ablaufende biologische Uhr fällt, haben
Glück. Sie können zurückblicken und sich daran erfreuen, zumindest das erste halbe
Jahrhundert ihres Lebens in Frieden gelebt zu haben. Millennials, GenZ und Gena sind allerdings die Gelackmeierten
und brauchen eine Exit-Strategie.
[…] Empörung in Paris über
Wadephuls Einmischung[…] Der Name Johann Wadephul ist in französischen
Medien derzeit omnipräsent. Der sonst eher zurückhaltend agierende
Außenminister schaffte das mit einem am Montag ausgestrahlten Interview im
Deutschlandfunk, in dem er die französische Haushaltspolitik heftig kritisiert.
Mehr noch: Für einen Diplomaten durchaus ungewöhnlich machte er sogar
Vorschläge, wo und wie Paris sparen könnte.
Die Bewertung
„unzureichend“ findet sich in fast allen Schlagzeilen wieder: „Deutschland hält
Frankreichs Bemühungen um eine Erhöhung der Verteidungsausgaben für
‚unzureichend‘ und fordert Frankreich auf, ‚Einsparungen vorzunehmen‘
inbesondere bei Sozialausgaben“, titelt die Zeitung Le Monde. Im
Wirtschaftsblatt La Tribune lautet die Schlagzeile: „Verteidigungsausgaben:
Deutschland erteilt Frankreich eine Lektion“. Es schreibt „von einer
ungewöhnlich scharfen Erklärung des Außenministers“. Auch Liberation kommt zu
einer ähnlichen Einschätzung und interpretiert die „ungewohnt scharfe
Radioansprache“ Wadephuls als Aufforderung an die Adresse des französischen
Präsidenten Emmanuel Macron, „die Sozialausgaben zu kürzen und das Geld
stattdessen für die Verteidigung zu verwenden“. […] Macron spreche
„immer wieder richtigerweise von unserem Streben nach europäischer
Souveränität“, sagt Wadephul. Wer so spreche, müsse im eigenen Land handeln.
„Bedauerlicherweise sind die Anstrengungen auch in der Französischen Republik
bisher unzureichend, das zu leisten.“ Nicht genug der Rüge, Wadephul preist
auch noch das Vorgehen der Regierung in Berlin als Vorbild an. Deutschland
setze das Fünf-Prozent-Ziel der Nato für Verteidigungsausgaben um. „Unsere
Haushalte, unsere mittelfristige Finanzplanung geben das her.“
Das ist ein Seitenhieb auf
die französische Regierung, die erst vor zwei Wochen und nur mit Mühe den
Haushalt für 2026 durchbekommen hat. […]
Braunfußtölpel Wadephul, immerhin oberster Diplomat
Deutschlands, ist leider genauso wenig in der Lage, seine Worte abzuwägen, wie
sein Chef: Trottellumme Merz. Ungebremst von jeder Selbstkontrolle, plappert er
ungefiltert die einfältigsten Gedanken raus, die gerade durch seinen hohlen
Eierkopp rollen. Nur um anschließend ganz überrascht von den negativen Reaktionen
zu sein, die er natürlich nicht kommen sah.
Merz kuschelt demonstrativ lieber mit den Faschisten
Trump und Meloni, während der EU-Motor „Paris<->Berlin“ immer mehr
stottert.
Es gibt genügend Formate aller Ebenen, auf denen sich
Franzosen und Deutsche hinter verschlossenen Türen gegenseitig Ratschläge geben
können.
Aber ausgerechnet der Außenminister erhebt den stolzen
Franzosen gegenüber die Zeigefinger. Was hatte Wadephul denn erwartet?
Eine demütige öffentliche Macron-Ansprache mit den Worten:
„Oh DANKE Wadephul! Wir freuen uns über deine wertvollen
Tipps. Wir sind noch nie selbst auf die Idee gekommen Sozialleistungen zu
streichen! Wenn es doch nur in Frankreich auch jemals so spitzenmäßig mit der
Wirtschafts- und Finanzpolitik liefe, wie bei euch in Berlin!"
[….]Diese Zerrüttung zwischen Deutschland und
Frankreich kann sich niemand leisten […] Wenn sich Franzosen und Deutsche
streiten, weht immer auch eine Schwade Melancholie mit. Wenn sie gegeneinander
sticheln, vor und hinter den Kulissen schlecht übereinander reden, alte
Ressentiments lauter drehen und abgewetzte Klischees bedienen – was für eine
Tristesse. Ohne ein Grundverständnis zwischen Paris und Berlin, ohne etwas
Groove auf der Achse, ohne Chemie zwischen beiden Akteuren, ist die Europäische
Union noch nie weit gekommen.
Dieses Verständnis war
selten wichtiger als in diesen Zeiten, da die Weltordnung neu sortiert wird.
Der Kontinent ist mit multiplen Risiken konfrontiert, sie kommen aus Russland,
aus China, sogar aus Amerika. Und ausgerechnet an diesem Wendepunkt der Geschichte
ist Europas stärkstes Duo, sein Motor, sein Getriebe, vielleicht auch sein
Herz, so zerrüttet wie schon lange nicht mehr. […]
Unterdessen verkündet der Sauerländer Komiker, der schon
innerhalb von neun Monaten Deutschland nachhaltig ruiniert und die EU an den Rand der Implosion bringt,
er wolle eine zweite Amtszeit regieren. Also volle acht Jahre, bis er so alt
wie sein Idol Donald Trump ist.
[…] Bundeskanzler Friedrich
Merz (CDU) strebt eine zweite Amtszeit nach der für 2029 geplanten
Bundestagswahl an. „Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen“,
sagte der 70-Jährige beim Politischen Aschermittwoch in Trier und verwies
darauf, dass sein Vater im Januar 102 geworden sei.
An den
rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 22. März,
Gordon Schnieder, gerichtet, sagte er: „Wenn wir dann, sagen wir in fünf
Jahren, hier wieder stehen, dann möchte ich, dass wir beide gemeinsam, du als
Ministerpräsident, ich im Amt als Bundeskanzler, wir beide zurückschauen und
sagen: Das waren harte Zeiten, aber wir haben damals in der CDU Deutschlands
und in dieser Bundesregierung und in dieser Landesregierung, geführt von Gordon
Schnieder, die richtigen Entscheidungen getroffen.“ […]
Wahrscheinlicher ist, daß Merz 2029 von Spahn und/oder
Weidel abgelöst wird. Angesichts des rechten medialen Trommelfeuers für Merz
und des täglich mehr verblödenden Urnenpöbels, kann man aber auch nicht ausschließen,
daß Merz wiedergewählt wird.
Da ich schon nach neun Monaten
Merz/Reiche/Wadephul/Dobrindt, am Rande eines psychischen Zusammenbruchs bin,
will ich mir volle acht Jahre dieser Konstellation gar nicht vorstellen. Allzu
viele Sorgen muss ich mir aber wohl nicht machen. Lange bevor wir das Jahr 2033
mit einem Gerontokanzler Merz erleben könnten, werden „diese Männer die Welt verbrennen“ und
uns von diesem elenden Diesseits erlösen.
Für Europa, welches von der Nazi-kuschelnden EVP, der
Trump-affinen Ursula von der Leyen, sowie den Putin-U-Booten Orbán und Fico
unter Beschuss genommen wird, bleibt nur eine Möglichkeit:
Die wenigen Willigen innerhalb und außerhalb der EU, sollten, wie gelegentlich
gegenüber der Ukraine, eine Allianz der Willigen bilden. Gemeinsam mit Kanada
und Großbritannien voran gehen. Dafür müssten wir Merz allerdings irgendwie
loswerden.
[…]Europa der zwei Geschwindigkeiten: […]
Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Niederlande und Spanien wollen
gemeinsame Regeln für die Börsen und Finanzmärkte der gesamten EU entwickeln.
[…] Das „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ nimmt Gestalt an. Eine kleine,
schnelle Ländergruppe, die andere mitzieht, soll jetzt bei der
Kapitalmarktunion ausprobiert werden. Dies sagte Bundesfinanzminister Lars
Klingbeil (SPD) nach einer Ratstagung mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel.
„Wir wollen die Tempomacher
sein“, erklärte Klingbeil zu einem Treffen im sogenannten E6-Format. Darin
arbeiten Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Niederlande und Spanien an
gemeinsamen Lösungen. „Wir wollen am Ende Lösungen für ganz Europa, immer mit
dem Ziel, Europas Souveränität zu stärken“, betonte Klingbeil.
Die neue Vorreitergruppe
ist umstritten, denn EU-Gründerstaaten wie Belgien sind nicht dabei. Dafür darf
Polen mitmachen, obwohl es nicht einmal den Euro eingeführt hat. […]
Hartnäckig hält sich die kollektive Fehleinschätzung von der
finanzökonomischen überlegenen Kompetenz der konservativen Parteien in Europa
und Nordamerika.
Das wirkt zunächst einmal erstaunlich, weil die Realität
seit vielen Jahrzehnten das diametrale Gegenteil beweist: Republikanische
US-Präsidenten, Tory-Premierminister, CDU-Kanzler hinterließen stets ein Land
in Agonie, mit Rekordschulden und gewaltigem Reformstau, den nachfolgende
Regierungen ausbaden mussten.
Die Erkenntnis „Linken können besser mit Geld umgehen“ bleibt
aber dennoch nicht hängen, weil das von interessierter Seite verhindert wird.
Durch Parteispenden, Lobbyorganisationen und
erzkonservative Medienhäuser (Murdoch, Döpfner, Gotthardt, Burda, Musk, Ellison),
können die Superreichen nicht nur die Regierungspolitik, sondern auch das
Wählerverhalten beeinflussen.
Es war natürlich lange vor der letzten Bundestagswahl im
Februar 2025 bekannt, wie vollkommen unfähig, ökonomisch ahnungslos und lobbyhörig
Spahn, Klöckner, Linnemann und Merz sind, daß sie auf gar keinen Fall
Regierungsverantwortung übernehmen dürfen. Aber das konservative Trommelfeuer
wirkte.
Rechte und Blöde glauben das nicht, halten diese
Erkenntnis für linke Propaganda.
Aber auch wenn man alle „Meinungen“, „Bewertungen“ und „Analysen“
ausblendet, sich stattdessen nur auf offizielle Zahlen und Fakten konzentriert,
kann man zu keinem anderen Schluss kommen.
Gaslobbyisten Reiche schafft aktiv die erneuerbaren
Energien ab, sorgt durch eine von ihr erzeugte Gasmangellage für
drastische steigende Gas-Einkaufspreise, die – ÜBERRASCHUNG – den Gaskonzernen
Milliarden in die Kassen spülen.
Da kann es keine zwei Meinungen geben. Man gucke nur auf
die Zahlen! Merz und Reiche brauchten noch nicht einmal ein Jahr, um trotz der
gewaltigsten Konjunkturspritze aller Zeiten – eine Billion Euro neuer Schulden –
Arbeitslosigkeit, Insolvenzkrise und Inflation zurück zu bringen!
[….] Inflationsrate steigt
auf 2,1 %
Steigende Preise für
Lebensmittel haben die Inflationsrate in Deutschland zum Jahresanfang in die
Höhe getrieben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um 2,1 %
zum Vorjahresmonat - nach 1,8 % im Dezember, wie das Statistische Bundesamt
mitteilte. Lebensmittel legten um 2,1 % zu, nach plus 0,8 % im Dezember. Die
Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation,
lag bei 2,5 %. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflation
von 2 % an. [….]
[….] "Die heute vom
Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen bestätigen die schwierige Lage
der deutschen Wirtschaft. Wir erleben leider wieder einen Rekord bei den
Betriebsschließungen. Allein im November 2025 mussten so viele Betriebe
insolvenzbedingt ihre Pforten schließen wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Für das Gesamtjahr 2025 ist
letztlich mit deutlich mehr als 23.000 Unternehmensinsolvenzen zu rechnen – das
sind mehr als 60 Betriebsaufgaben pro Tag. Hinter diesen Zahlen steht nicht nur
der Verlust von unternehmerischem Herzblut und Innovationsgeist, sondern auch
viele verlorene Arbeitsplätze, ausbleibende Investitionen und eine Schwächung
ganzer Regionen.[….]
In der Wirtschaftskrise hat
die deutsche Industrie 2025 im großen Stil Jobs gestrichen. Ende vergangenen
Jahres arbeiteten dort rund 5,38 Mio. Menschen - gut 124.000 oder 2,3 % weniger
als im Vorjahr. Das zeigt eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY vorliegt.
Der Stellenabbau in der Industrie fiel damit fast doppelt so hoch aus wie 2024,
so die Studie.
Am härtesten traf es 2025
die kriselnde Autobranche, wo allein rund 50.000 Jobs verloren gingen, während
die Chemie- und Pharmaindustrie mit einem Minus von rund 2000 Stellen
glimpflich davonkam. [….]
Ungeniert verlangt Carsten Linnemann nach wie vor drastische
Umverteilung von den finanziell Schwächsten zu den Superreichen.
[…]Der CDU-Politiker will die Grenze, ab der
der Spitzensteuersatz greift, von derzeit 68.000 Euro brutto im Jahr auf 80.000
Euro anheben. Doch zuletzt lag das mittlere Jahreseinkommen von
Vollzeitbeschäftigten bei rund 47.000 Euro. Die Mehrheit der arbeitenden
Bevölkerung ist also weit davon entfernt, in den Genuss von Linnemanns
Vorschlag zu kommen. Und: Das Ehegattensplitting sowie zahlreiche
Abschreibungsmöglichkeiten führen schon jetzt dazu, dass nur eine kleine
privilegierte Minderheit wirklich den Spitzensteuersatz zahlt. Stattdessen
würden von Linnemanns Vorschlag vor allem auch Superreiche profitieren, weil
der Anteil ihres Einkommens, für den sie den Spitzensteuersatz zahlen müssen,
dadurch sinkt. […]
Wäre der Urnenpöbel zurechnungsfähig, gäbe es in den Umfragen
breite RRG-Mehrheiten. Man kann das alles wissen. Auch, wenn man sich nicht
24/7 mit Nachrichten beschäftigt. Aus allgemein zugänglichen Quellen. Ohne
Paywall.
Der Irrsinn der Merz-Bande kennt keine Grenzen und wird
uns alle in den Abgrund führen.
[…] Integrationskurse
gestrichen: Bundesregierung verbaut Ukrainer*innen den Weg in den Job
Ukrainer*innen finden sich
bisher gut in Deutschland ein. Die Bundesregierung gefährdet das, indem sie
Jobcenterberatung und Integrationskurse streicht.
Die Bundesregierung reißt
einen der größten Erfolge deutscher Integrationspolitik ein. Zwar haben immer
mehr geflüchtete Ukrainer*innen in Deutschland einen Job, wie eine Studie des
Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt – doch Union und
SPD streichen systematisch die Programme zusammen, auf die diese Entwicklung
zurückzuführen ist. Expert*innen kritisieren insbesondere, dass die neu
Ankommenden inzwischen nicht mehr von den Jobcentern betreut werden. Seit
Kurzem wird ihnen nun auch der Zugang zu Integrationskursen verwehrt.[….]
Es gibt mehr als genug Kinder auf der Welt. Ganz
offenkundig mehr, als wir zu schützen und zu ernähren bereits sind. Auch wenn
es der globalen Gesellschaft einLeichtes wäre. Aber durch die Wahlentscheidungen in Europa und den USA
verschieben wir lieber Billionen Dollar zu ein paar Tausend Milliardären. Aber
durch die Wahlentscheidungen in Europa und den USA, knallen wir hungernden Kindern
lieber die Tür vor der Nase zu, streichen Entwicklungshilfe, USAID und beharren
auf Wirtschaftsmodelle, die Afrika gnadenlos ausbeuten. Aber durch die
Wahlentscheidungen in Europa und den USA, beliefern wir die milliardenschweren
Kriegsherren am Golf mit Waffen, um die jemenitische und palästinensische Bevölkerung
in die Steinzeit zu bomben, Myriaden Kinder zu töten, verhungern zu lassen.
[…] A child under five could die every forty
seconds by 2030 due to U.S. aid cuts, Oxfam analysis finds
One year since Trump administration’s slashing
of U.S. lifesaving aid, deadly impacts continue to grow
The series of cruel and illegal cuts to U.S.
lifesaving humanitarian and development aid the Trump administration initiated
on day one has already cost lives and undermined the entire global aid system.
Oxfam analysis of aid cut impact predictions finds that that these actions have
led to the risk that a child under 5 could die every 40 seconds by 2030.
Already, conservative estimates projected that 200,000 children under five
would die in 2025 due to these cuts, leading to the first rise in under-five child
mortality this century.
President Trump’s freeze on lifesaving aid and
subsequent closure of USAID left millions of people living through crisis
without lifesaving food, water, healthcare and other basic support. Chaotic and
cruel bureaucratic processes and additional rollbacks came in the months to
follow, and billions of dollars already approved by Congress were slashed from
the U.S. humanitarian assistance budget, leaving vital programs in limbo or
forced to close.[…]
200.000 Kinder getötet durch einen Federstrichs Trumps.
So gefällt es den selbst ernannten PRO-LIVE-Lebensschützer-Christen, die sich
für Trump begeistern.
(….) Ja, Trump isoliert die
USA in der Welt, schafft die Demokratie ab, installiert eine auf ihn
zugeschnittene dystopische Autokratie ohne Gewaltenteilung. Ja, er umgibt sich
mit Sexualstraftätern, Rassisten und sonstigen Verbrechern, die alles daran
setzen ihre eigenen Taschen zu füllen. Ja, er arbeitet daran, der Menschheit ihre Lebensgrundlagen zu entziehen.
Ja, er hetzt Todesschwadronen auf die eigene Bevölkerung. Aber er kann sich
immer noch auf die Christen verlassen, die Trumps Hass nicht nur teilen,
sondern zelebrieren und hartnäckig einfordern.
[…] Weiße bibeltreue
Christen bleiben bei Trump
US-Präsident Donald Trump
findet seine größte Unterstützung weiterhin bei weißen evangelikalen Christen
und Christinnen. Doch der Rückhalt schwindet wie bei fast allen religiösen
Gruppen.
Das geht aus einer am
Mittwoch verbreiteten Umfrage des Pew Research Center in Washington hervor.
Laut der Umfrage sehen 69 Prozent der weißen Evangelikalen Trumps Amtsführung
insgesamt positiv. In der Gesamtbevölkerung teilen 37 Prozent diese Sicht. Evangelikale
zeichnen sich durch ein wörtliches Bibelverständnis, konservative Ansichten und
eine missionarische Haltung aus.
Die zweithöchsten
Zustimmungswerte erzielt der Präsident unter weißen Katholiken und
Katholikinnen (52 Prozent), gefolgt von weißen Protestanten und Protestantinnen
(46 Prozent).[….]
Nur eine planetare Gefahr ist noch dramatischer als der
Klimawandel: Die Überbevölkerung. Wir sind einfach zu viele Menschen auf dieser
kleinen Kugel des Irrsinns. Über acht Milliarden Individuen mit Energiehunger, auf
der Jagd nach Ressourcen, überfordern Fauna und Flora.
(….) Siebeneinhalb Milliarden
Individuen sind einfach zu viel, wenn man so einen gewaltigen
Ressourcen-Verschleiß aufzuweisen hat.
Wir roden die letzten Wälder,
treiben den Meeresspiegel hoch, lassen die Gletscher schmelzen, verseuchen die
Böden, trocknen Seen aus, verdrängen so effektiv andere Tierarten, daß täglich
mehrere aussterben.
Wir erodieren, planieren und
asphaltieren Gebirge, buddeln Kohle aus, pumpen Gas und Öl aus der Tiefe,
generieren Ozonloch und CO2-Hüllen.
Homo Sapiens lebt auf Kosten
der anderen Spezies.
Homo Sapiens vermehrt sich
inzwischen nahezu ungehindert.
Pro Jahr werden es 83.686.000
Menschen mehr, das sind 229.277 Menschen pro Tag; 159 Menschen pro Minute und
2,7 Menschen pro Sekunde.
Ein paar von denen kann man
aushalten, aber ein Zehntel würde locker ausreichen. 750 - 800 Millionen betrug
die Gesamtweltbevölkerung Ende des 18. Jahrhunderts. Die Eine Milliarde-Menschen-Marke wurde 1804 geknackt.
Reicht das nicht?
Schon damals konnten wir
Ebenbilder Gottes bekanntlich Kriege, Genozide und Ausbeutung ganzer Kontinente
vollbringen, weil es genug Soldatennachschub gab, weil die Frauen im
Durchschnitt so viele Söhne hatten, daß sie es hinnahmen, daß ab und zu einer
davon „auf dem Feld der Ehre“ zerhackt oder zerfetzt wurde.
Der enorme Bevölkerungsdruck,
die Verzehnfachung der Menschen in 200 Jahren führte aber zu noch viel mehr
Konflikten, Kampf um Ressourcen, Massenmigrationen, Fluchtwellen.In den Teilen der Welt, die ein sehr geringes
Bevölkerungswachstum ausweisen, oder gar wie Deutschland, Japan, Südkorea und
die baltischen Länder (Fertilitätsrate bis 1,3) schrumpfen, ist die
Kriegsmüdigkeit hingegen recht ausgeprägt. Verständlich, denn wenn man/frau bloß ein
Kind hat, geht es ihm einerseits ökonomisch besser, so daß es weniger
wahrscheinlich auf die Idee kommt Soldat zu werden und andererseits sind die
Eltern auch protektiver, lassen ihre Kindern weniger gern in den Krieg ziehen.
Länder mit den höchsten
Fertilitätsraten – Gaza 4,9 Jemen 5,0 Ruanda 5,3 Kongo 5,8 Uganda 6,1 Somalia
6,3 Ost-Timor 6,3 Afghanistan 6,4 – sind offenbar auch besonders unfriedlich,
weil die enorme Kinderzahl die Ressourcen erschöpft, Konkurrenz entsteht und
Eltern auch eher mal den Tod eines ihrer Blagen verkraften.Wir brauchen also weniger Menschen und daher
weniger Nachwuchs.
Antinatalisten verweigern sich nicht der Vermehrung, weil
sie keine Kinder mögen, sondern ganz im Gegenteil, weil sie damit den bereits
geborenen Kindern dienen wollen.
Mit abrahamitischen religiösen Vorstellungen, die auf
möglichst zahlreiche Vermehrung und Ausbeutung der Ressourcen („Macht euch die
Erde untertan!“) ausgerichtet sind und damit im doppelten Sinne eine destruktive
Ideologie verfolgen, kann man so eine kinderfreundliche Politik, die sich erst
einmal um die Versorgung und das Wohl aller geborenen Menschen kümmert, statt
ständig Neue zu produzieren, nicht umsetzen.
[…] Sie arbeiten daran, die
biologischen Grenzen des Menschen mithilfe der Technik zu überwinden, wie
beispielsweise das Altern und den Tod. Sie investieren viel Geld in die
Langlebigkeitsforschung und in künstliche Befruchtungstechnologien. Ihre eigene
DNA halten sie natürlich für die überlegenste. So soll Elon Musk gemäß Schätzungen des Atlantic bereits
über 100 Kinder haben, genauso wie der russische
Tech-Milliardär und Gründer von Telegram, Pavel Durov. Auch der chinesische
Tech-Milliardär Zhu Bo hat über 100 Kinder, will diese mit Musks Kindern paaren
und eine Dynastie gründen. Epstein soll auf seiner Zorro Farm in New Mexico ein
Massenfortpflanzungsprogramm seiner eigenen Nachkommen zumindest geplant haben.[….]
Wenn schwarze, muslimische, afghanische, nordkoreanische
Kinder verhungern, ist ihnen das bestenfalls herzlich egal.
Keinen Cent ihrer astronomischen Vermögen geben sie dafür
aus, „das Leben“ zu retten, wenn es in der falschen Hautfarbe steckt. Der Souverän
wählt so, daß die Überreichen nicht nur überreich bleiben, sondern stündlich
reicher werden. Parteien mit Vermögenssteuern und Erbschaftssteuerreformen im
Angebot, verschmäht der Urnenpöbel.
(…) Das Sterben dort ist zu
weit weg und betrifft „nur“ schwarze und arme Menschen. Dafür empfindet der
westlich-industrielle Christ keine Empathie.
Im ostafrikanischen
Hunger-Land Sudan bekriegen sich seit zwei Jahren die Rapid Support Forces
(RSF) und die Armee des Militärherrscher al-Burhan. Es gibt mutmaßlich an die
HUNDERTTAUSEND Tote bisher, mehr als 21 Millionen Menschen sind laut UN-Angaben von akutem Hunger betroffen.
Kinder sterben wie die Fliegen.
Dem Fritzekanzler und Joe
Wadephul ist es Wurscht. Die frommen CDU-Männer interessieren keine schwarzen
Kinder.Noch nicht einmal beim
G20-Gipfel in Südafrika spielte das Thema Sudan eine Rolle.
Seit 2015 greifen unsere
geschätzten Energielieferanten und Handelspartner Saudi-Arabien, die
Vereinigten Arabischen Emirate und weitere Golf-Monarchien den Jemen an. Das Martyrium der
verhungernden Bevölkerung lässt sich kaum in Worte fassen. Alle 13 Minuten stirbt ein jemenitisches Kind.
Mutmaßlich gab es bisher rund 500.000 Tote im Jemen. Das Elend ist apokalyptisch.
[….] Seit Beginn des
Krieges hat sich die humanitäre Lage im Jemen weiter dramatisch verschlechtert.
Laut Angaben der Vereinten Nationen gibt es derzeit 4,5 Millionen
Binnenflüchtlinge. Über 18 Millionen von insgesamt ca. 30,5 Millionen Menschen
benötigen humanitäre Unterstützung. Circa 17,6 Millionen Menschen haben keinen
sicheren Zugang zu Nahrung. Fast die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren
leiden an moderater bis schwerer akuter Unterernährung. [….]
Auch die Lage im Jemen
interessiert den Sauerländer Popelfresser nicht im Geringsten.
Das Ausmaß der
Kriegsverheerungen, die Zahl der Toten, das Leiden des Bevölkerung lässt sich
üblicherweise nur grob schätzen. Es gibt kaum verlässliche Quellen, weil der
Horror und Zahlen gepresst, immer auch ein Teil der Kriegspropaganda ist. (…)
In Japan, Südkorea und Westeuropa werden die Grenzen für
Migranten hermetisch geschlossen, während die eigene Bevölkerung massiv
überaltert und dringend auf Zuwanderung angewiesen ist. Eine offensichtliche
Absurdität, der nationalistische pseudo-eugenische Politiker mit der dringenden
Aufforderung zum Geschlechtsverkehr an die eigene Bevölkerung begegnen.
[….] In Frankreich hat die
Regierung angekündigt, jedem Menschen, der 29 Jahre alt wird, einen Brief zu
schicken, in dem einem nahegelegt wird, langsam mal ans Kinderkriegen zu
denken. Es geht der Regierung in Paris darum, die Geburtenrate zu erhöhen, und
das Mittel, das dafür gewählt wird, besteht darin, erst einmal den sozialen
Druck zu erhöhen. Die Entscheidung sei jedem selbst überlassen, bien sûr. Aber:
Die biologische Uhr tickt! Meilleures salutations.
Das ist ein Brief, von dem
man sich ausrechnen kann, dass kein einziger Mensch sich darüber freuen wird.
Vielleicht ist man mit 29 Jahren unglücklich darüber, dass man noch keine
Kinder hat, weil Probleme der Partnerschaft, Lebenssituation oder auch Medizin
im Weg stehen; dann ist man danach noch genervter. Oder man ist ganz froh, dass
man keine Kinder hat; dann ist man auch genervt über so eine ungefragte
Einmischung ins Private, als sei das eine Sache, die die Gemeinschaft überhaupt
etwas angehen würde.
In den 1970er- und
1980er-Jahren wurde ein solches, übergriffiges Politikverständnis endlich
zurückgedrängt
Es ist aber auch auf einer
grundlegenden Ebene – und das betrifft nicht nur Frankreich – ein Ausdruck
davon, wie sich westliche Demokratien gerade wieder stärker anmaßen, sich in
solche persönlichen Entscheidungen einzumischen, zumindest durch sogenanntes
Nudging, also zwangloses Anstupsen. Wieder – denn in den 1950er-Jahren ging die
Familienpolitik genau damit los. Als Konrad Adenauer erstmals einen Minister
für das Thema berief, den CDU-Politiker Franz-Josef Wuermeling im Jahr 1953, da
erklärte der seine Daseinsberechtigung mit der „Sicherung gegen die
kinderreichen Völker des Ostens“.
Die Konsequenz hieraus
hatte der Kanzler schon zuvor klar benannt. In einer Regierungserklärung 1952
forderte Adenauer eine „konstante Zunahme der Geburten“ sowie eine „Stärkung
des Willens zum Kind“. Es hat erst starker gesellschaftlicher Auseinandersetzungen
bedurft, bis in den 1970er- und 1980er-Jahren ein solches übergriffiges
Politikverständnis endlich zurückgedrängt und ihm ein liberalerer, im besten
Sinne bürgerlicher Gedanke effektiv entgegengestellt werden konnte: Der Staat
hat die Menschen so zu nehmen, wie sie sind. Auch mit ihren
Lebensentscheidungen.[….]
„Kinder statt Inder“ nannte es einst die rassistische
Rüttgers-CDU in NRW, „ficken für’s Vaterland“ fordert der völkische Faschist und
achtfache Vater Maximilian Krah von seinen Ossis. Der Erfolg lässt allerdings
zu wünschen übrig, weil die AfD-Fans in Ossistan einerseits die Frauen in den
Westen vertrieben haben und andererseits Leihmutterschaft und Homosexualität
ablehnen. Dumm gelaufen.
Es vergeht keine Woche, in der Merz und seine C-Cronies
keinen neuen politischen Tiefpunkt erreichen. Ob nun durch Lobbyhörigkeit,
rechtsextreme Ideologie oder Borniertheit getrieben, kann uns letztlich egal
sein.
Nach den 16 Jahren Merkel-Stillstand und dem daraus
resultierenden toxischen Reformstau, treibt der Sauerländer Sabbelkopp nun
endgültig den Sargnagel in diese Republik. Wie fehlgeleitet die
CDUCSU-Wirtschafts-, Integrations-, Klima- und Energiepolitik ist, scheint
immerhin bei einem Großteil der Medien angekommen zu sein. Ich halte allerdings
das außen- und geopolitische Versagen des Fritzekanzlers für noch gravierender.
Sein Festhalten an der Nazi-Pädo-Plattform „X“, die Spaltung der EU, der
Schulterschluss mit den Faschisten Meloni und Netanjahu. Und immer wieder der
Kniefall vor der größten Gefahr der Menschheit: Donald Trump!
Die CDUCSU-Blamage von München bereitet mir physische
Schmerzen – aus Scham für diese erbärmliche Regierung.
[…]Hillary Clinton sprach auf dem Panel mit
Ministern aus Polen, Tschechien und Bulgarien über das, was sie als „West-West
Divide“ bezeichneten. Das Podium wollte eine Spurensuche darüber versuchen, was
von den „gemeinsamen Werten“ des Westens noch übrig sei. Und um es
vorwegzunehmen: Es ist nicht viel – jenseits von rechten Bündnissen. Das machte
auch die Rede des US-Außenministers am Samstag deutlich.
Marco Rubio trat bei der
Münchner Sicherheitskonferenz ideologisch als Fürsprecher der Neuen Rechten auf
– und fast der gesamte Saal in München spendete ihm nach seiner Ansprache einen
stehenden Applaus. „Wir wollen nicht unter der Vorgabe leben, dass unsere
Lebensweise nur eine unter vielen ist“, sagte der US-Außenminister zu den
Staats- und Regierungschefs, die unmittelbar vor ihm saßen. Die
transatlantischen Beziehungen bezeichnete er offen als ein Vehikel für eine
Vorherrschaft der „westlichen Zivilisation“, die er wiederum knapp vorm
Untergang sah.
„Wir sollten die
Möglichkeiten nutzen, um ein neues westliches Jahrhundert zu schaffen“, so
Rubio. Die USA seien bereit, dies alleine zu tun. „Aber wir hoffen, dass wir
dies gemeinsam mit Ihnen, mit unseren Freunden hier in Europa, tun.“ [….]
Die USA, Trump, Rubio, Vance wollen die EU, „den Westen“,
die regelbasierte Ordnung, die UN, das Klima ZERSTÖREN und unsere deutschen Minister
springen dazu brav auf, um in der ersten Reihe zu applaudieren!
[…] Der Inhalt von Rubios
Rede war keineswegs grundsätzlich gemäßigter. Egal, was der Außenminister
persönlich auch denken oder glauben mag – die Maga-Ideologie ist inzwischen so
tief in die Außenpolitik der USA eingesickert, dass er daran nicht vorbeikommt.
[…] Kurz vor der Konferenz verkündete der für politische Dinge zuständige
Staatssekretär im Pentagon, Elbridge Colby, bei einem Nato-Treffen in Brüssel
eine stocknüchterne, hart kalkulierte Linie: Europa muss sich künftig um seine
konventionelle Verteidigung kümmern, Amerika hält nur noch den nuklearen
Schutzschirm über die Verbündeten. Gemeinsame Werte? Forget it! Es zählen nur
noch kalte Interessen. Punkt. Das ist die „America first“-Doktrin in Reinform. […]
Dann kam Rubio, der ein schwammiges, ideologiegesättigtes Maga-Mischmasch
auskippte: Amerika sei auf einer Art Kreuzzug, um den von einer
links-grün-queer-woken Elite bedrohten Westen zu retten, argumentierte er.
Rubio wiederholte den rechtspopulistischen Kampfbegriff von der
„zivilisatorischen Auslöschung“, die Europa wegen zu vieler Einwanderer aus
fremden Kulturen und zu niedriger Geburtenraten angeblich droht. Der
Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika hielt es sogar für klug und
angebracht, in München, der einstigen „Hauptstadt der Bewegung“, davon zu
schwadronieren, dass die USA Verbündete wollten, die „nicht gefesselt sind von
Schuld und Scham“. Sondern die stolz seien auf ihr „historisches Erbe“.
Zieht man all das
nostalgische Pathos einmal ab, dann lautete Rubios Botschaft an die Europäer:
Macht aus euren Ländern, was Trump aus Amerika gemacht hat. Folgt dem Weg, den
Trump geht, dann bleibt das Bündnis bestehen. Folgt nicht, dann gehen wir den Weg
eben allein.
Dass Trump auf allen
Werten, Normen und Institutionen herumtrampelt, ohne die der Westen nicht der
Westen ist – von der Rechtsstaatlichkeit über die Bürgerrechte und die Freiheit
von Wissenschaft und Kunst bis hin zu Marktwirtschaft und Demokratie –, fällt
Rubio offenbar nicht auf. Er glaubt vielleicht, er diene dem Retter des
Westens, aber in Wahrheit dient er dem Zerstörer. […]
Trumps treuer Völkerrechtszerstörer, Außenminister, Sicherheitsberater,
Möchtegern-Vizekönig von Kuba und Venezuela, zeigt in jeder Hinsicht deutlich,
was er von Brüssel und der EU hält, indem er von der Münchner
Sicherheitskonferenz demonstrativ weiter nach Bratislava und Budapest reist, um
die Demokratie-zerstörenden Putin-Freunde Robert Fico und Viktor Orbán zu
treffen.
[….]Kleine Hausarbeitenunterbrechung für einen
Rant zur Münchener Sicherheitskonferenz: Marco Rubio, der US-amerikanische
Außenminister, hat dort eine Rede gehalten, die sich inhaltlich überhaupt nicht
von Trump unterscheidet - nur in freundlicheren Worten. Und von Merz, Söder und
Co gab es Standing Ovations. Wenn so unsere Reaktionen auf Trumps Regierung
aussehen, können wir uns all die schönen Worte über europäische Souveränität
auch einfach in die Haare schmieren. [….]
Der Kanadische Premierminister Mark Carney hatte vor zwei
Wochen beim Weltwirtschaftsforum mit einer großartigen, wegweisenden Rede
gezeigt, wie es geht. Wie wir gemeinsam unsere Werte verteidigen und die
Zukunft bewahren, statt sich jämmerlich von einer autokratisch-rassistischen
weltzerstörenden USA plattwalzen zu lassen. Die Europäer hätten die
ausgetreckte Hand ergreifen müssen und Kanada fest an die EU binden sollen.
[….]On plurilateral trade, we're championing efforts to build a bridge
between the Trans Pacific Partnership and the European Union, which would
create a new trading bloc of 1.5 billion people. On critical minerals, we're
forming buyers’ clubs anchored in the G7 so the world can diversify away from
concentrated supply. And on AI, we're cooperating with like-minded democracies
to ensure that we won't ultimately be forced to choose between hegemons and
hyper-scalers.
This is not naive multilateralism, nor is it
relying on their institutions. It's building coalitions that work – issues by
issue, with partners who share enough common ground to act together.
In some cases, this will be the vast majority
of nations.
What it's doing is creating a dense web of
connections across trade, investment, culture, on which we can draw for future
challenges and opportunities.
Argue, the middle powers must act together,
because if we're not at the table, we're on the menu.[….]
Merz, Söder, Wadephul wählen stattdessen jubelnd, mit Standig
Ovations den Weg in die Hölle, werfen sich Trumpmerica devot zu Füßen. Ich
kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte. Die Dummheit und
Naivität der Merz-Regierung kennt wirklich keine Grenzen.
[…] Keine Frage, die Zeiten
sind düster für die Europäer. Donald Trump konnte nur mit Mühe davon abgehalten
werden, sich mit Gewalt Grönland zu holen. Wladimir Putin macht keine
Anstalten, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Die Techkonzerne im Silicon
Valley sind dabei, die europäische Wirtschaft plattzuwalzen. […] Und als
Rubio seine Rede mit dem Satz schloss, die Vereinigten Staaten seien bereit,
mit den »geschätzten Partnern« die westliche Zivilisation zu verteidigen,
applaudierte die versammelte europäische Politelite stehend. Wolfgang
Ischinger, der Chef der Sicherheitskonferenz, versicherte dem amerikanischen
Außenminister, dessen Rede habe einen »Seufzer der Erleichterung« ausgelöst:
»Vielen Dank für die Bestätigung unserer Partnerschaft.« Der deutsche
Außenminister Johann Wadephul sagte in heiliger Einfalt über Rubio: »Wir
wissen, dass er ein echter Partner ist.« […] Sollte Donald Trump die
Rede seines Außenministers und die Reaktion darauf verfolgt haben, dürfte er
sich totgelacht haben. Wie naiv kann man sein? Rubio glich in München dem
Assistenten eines Folterknechts, der dem Delinquenten ein Glas Wasser reicht, nachdem
dieser über glühende Kohlen gejagt wurde.
Rubio wich in der Sache
nicht einen Millimeter hinter die Politik von Trump zurück. Er verteidigte
dessen Zollpolitik und Imperialismus. Er vertrat ohne Wenn und Aber eine
Politik, die sich allein an nationalen Interessen ausrichtet und nannte die
»regelbasierte Weltordnung« einen überstrapazierten Begriff. Rubio machte
unmissverständlich klar, dass die Europäer nur dann die Partner der USA sein
können, wenn sie der »America First«-Ideologie Trumps folgen. […] Es
traten US-Demokraten auf, die den Freunden in München in den leuchtendsten
Farben schilderten, wie Trump die amerikanische Demokratie untergräbt. So
gesehen war die Sicherheitskonferenz ein Moment der Klarheit. Die Europäer
sollten ihn nutzen. Und nicht an das Märchen glauben, die Rubio-Rede sei eine
Rückkehr zur Normalität.[…]
Als meine Mutter im Sterben lag, überlegten wir auf der Intensivstation,
eine riskante Operation zu wagen. Die Chirurgen hatten alles ausreichend
erklärt und nun besprachen wir uns zu zweit. Sie war zwar an diverse Schläuche
angeschlossen, aber mental vollkommen auf der Höhe. Die Dramatik der Situation
hatte sie noch rationaler, als ohnehin schon gemacht. Glücklicherweise, aber
wenig überraschend, waren wir uns völlig einig: Nein zu weiteren Behandlungen
und risikoreichen chirurgischen Aktionen, nur um zu überleben. Der große
Eingriff sollte nur gewagt werden, wenn es eine gute Chance auf ein Gelingen
gäbe. Dem Ärzteteam brachte sie es später auf eine einfache Formel: Ich erwarte
nicht, jemals wieder wie ein junger Mensch rumlaufen zu können, aber ich möchte
in meiner Wohnung autark sein; mir allein in der Küche einen Tee machen und selbstständig
ins Badezimmer können. Wenn das Szenario nicht wahrscheinlich ist, keine OP.
In jenen Jahren verbrachte ich sehr viel Zeit in der
Wartezone vor der Intensivstation, da sich auch mein Vater und meine Tante aus
dem Diesseits verabschiedeten. So langsam kannte ich alle Leute und konnte
frisch eingetroffenen, psychisch aufgelösten Angehörigen die Abläufe erklären;
spielte den Wegweiser. Eine Oberärztin, der ich nachts begegnete, sagte einmal
zu mir „so langsam können wir Ihnen hier auch ein Büro einrichten.“ Es ist
keine angenehme Situation, aber auf einer Meta-Ebene stellte ich psychosoziale
Feldstudien an. Viele Angehörige werden emotional überwältigt, wenn sie vom
behandelnden Arzt final schlechte Nachrichten bekommen. Ich habe sie schreien
und heulen gesehen. Immer wieder wurde ausgedrückt, wie ungerecht und
überraschend das sei. Es erinnerte mich an die dramatischen „WARUM?“-Schilder,
die trauernde Bürger an Tatorten oder Unfallszenerien aufstellen.
Im Moment der tiefsten Trauer möchte man Menschen trösten
und unterstützen, aber die richtige Frage wäre natürlich „Warum nicht?“. Es ist
das eiserne und nie gebrochene Gesetz des Lebens, das mit dem Moment unserer
Geburt feststeht: Wir werden sterben. Jeder. Ganz sicher. Trump, Merz, dein Nachbar,
dein Sohn, deine Eltern, die Person, die gerade zufällig neben dir steht,
jeder, den du liebst und selbstverständlich auch du und ich. Gerade weil unsere
Lebensspanne nicht nur endlich, sondern im historischen, oder gar kosmischen Kontext,
mikroskopisch kurz ist, gilt es, sich des Todes und des Lebens bewußt zu sein.
Mit Hysterie und Metaphysik lässt sich der Tod nicht
beeinflussen, sondern nur kostbare Lebenszeit vergeuden.
Ich würde mich selbst niemals als besonders mutig
bezeichnen, wäre sicher als Soldat genauso unnütz, wie als Beschützer gegenüber
wilden Tieren. Ich bin nicht Konfrontations-affin, vermeide gern Konflikte. Man
darf mich feige nennen. Ich mache auch keine Bungee-Sprünge.Aber wenn es richtig ernst wird, werde ich
auch ernst, kann meine Emotionen vollkommen ausblenden.
Ich glaube, ich
bin der Ideal-Angehörige für Intensivmediziner, weil ich ruhig, rational bleibe
und aufmerksam alle Informationen registriere. Von mir geht nicht die Gefahr
aus, heulend den Ärzten um den Hals zu fallen, zu schimpfen oder zu zetern.
Ich bin noch unsicher, ob das genetisch oder umweltbedingt
so ist. Diese Eigenschaft teilte ich mit vielen Familienmitgliedern, aber
keineswegs mit allen. Zum Glück war meine Mutter auch so und daher führten wir
ein ruhiges Gespräch auf der Intensivstation, als plötzlich eine aufdringliche
Mitt-60erin mit Kurzhaarfrisur hereinplatzte. Ich war von dem einzigen Stuhl
aufgesprungen, auf den sie sich sofort setzte: „Ich bin die
Krankenhausseelsorgerin und möchte mit ihnen darüber sprechen, was sie erwartet!“
Ohne Punkt und Komma, begann sie, ihre „Angebote“ durch zu deklinieren:
Gemeinsames Gebet, ich sei willkommen im überkonfessionellen „stillen Raum“, es
wäre auch möglich, andere Geistliche zu holen. Ich war so perplex, daß mir
tatsächlich die Worte fehlten. Meiner Mutter gelang es als erste, gegen den
Wortschwall anzukommen und sie stellte sehr höflich klar: „Danke, aber nein
danke, wir sind wirklich nicht religiös!“
Das war der Zeugen-Jehovas-Moment der
Religioten-Fachkraft. Da grätschte sie sofort mit leicht triumphierenden Ton
hinein, „jaaaa, sie mögen im Leben Atheistin gewesen sein, aber in dieser
Situation überdenken sie ihre Haltung…“ Nun wurde es meiner Mutter doch zu
bunt, sie nahm ihre Kraft zusammen und stellte klar: „Würden sie bitte jetzt
das Zimmer verlassen, ich möchte meine vielleicht letzte Zeit mit meinem Sohn
verbringen!“
Endlich zog sie ab. Ich machte große Augen und scherzte „Du
bist wirst also nicht auf den letzten Metern plötzlich gläubig? Da bin ich ja
erleichtert!“ Und meine Mutter konnte noch einmal richtig lachen.
Die Krankenhausseelsorgerin befindet sich in Hamburg,
einer Stadt, in der 99% der Bewohner nicht regelmäßig in Gottesdienste gehen,
in der Christen eine deutliche Minderheit sind und kaum noch Beerdigungen mit
kirchlichem Brimborium stattfinden. Wenn man als Religiot seinen Laden am
Laufen halten möchte, kann man sich vermutlich keine Pietät leisten und stürzt
sich aufdringlich auf Sterbende. Die Kirche attackiert, wenn man verwundbar
ist. Kleine Kinder oder Todkranke.
Ich hatte Glück, inzwischen sind alle meine engen
Angehörigen abgereist und verbaten sich allesamt religiöse Bekundungen auf der
Beerdigung.
Atheisten sind reflektierter, gebildeter und
intelligenter als Religiöse. Deswegen überrascht sie die eigene Endlichkeit
weniger und sie geraten nicht so leicht in existentielle Verzweiflung.
Im Gegenteil, totale existentielle Not kann Gläubige zu
Atheisten machen, wenn sie allzu deutlich sehen, daß da eben kein Gott ist, der ihnen hilft.
„Gut“ UND „allmächtig“ schließen sich gegenseitig aus. Gott kann nicht
existieren.
(….) Fall A) Ein allmächtiger
Gott existiert nicht.
Fall B) Ein allmächtiger Gott
existiert. Dann zeigen aber Auschwitz und die weiteren bekannten Genozide, daß
er ein Arschloch sein muß und das ist per Definition eben nicht göttlich. Also
existiert eben doch kein (lieber) Gott.
Der Begriff wurde durch
Gottfried Wilhelm Leibniz, dem letzten Universalgelehrten der Geschichte in
seiner Abhandlung„Essai de Théodicée“
(1710) geprägt.
Damit griff er aber einen
Jahrtausende alten Gedankengang auf.
Die große Theodizee-Frage („Rechtfertigung
Gottes“) wird immer wieder gestellt - seit Jahrtausenden, seit Epicur.
Sextus Empiricus, der Arzt und Philosoph des 2. Jahrhunderts, formulierte das
Dilemma folgendermaßen:
Entweder will Gott die Übel
beseitigen und kann es nicht: Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft, Oder er kann es und will es nicht: Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist, Oder er will es nicht und kann es nicht: ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott, Oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt: Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?
„In letzter Zeit war die Leistungsbilanz Gottes, was die Juden anbelangt nicht
gerade überwältigend." Er könne nicht zugleich allmächtig und gerecht sein
- denn wäre er es, hätte er Ausschwitz nicht zugelassen. Doch offensichtlich
konnte er es nicht verhindern.
Und was ist wenn es einen Gott gibt, der Ausschwitz verhindern wollte, aber
nicht konnte?
Auch dazu hat Bauer eine einfache Antwort: „Ein armer Kerl, der
Unterstützung braucht, der sich seine Stärke von uns holen muß - einen solchen
Gott brauche ich nicht!“
Interessanter als die große Theodizee-Frage an sich finde ich die Tatsache, daß
professionelle Priester, Ordensleute und klerikaler Hochadel nach 2000 Jahren
Kopfzerbrechen immer noch keine Alibi-Antwort gefunden haben. (….)
Die schlichteren Geister gehen allerdings ohne
grundlegende Erkenntnis über ihre Existenz durchs Leben, sind dann völlig
überrascht, wenn es zu Ende geht und brauchen ein Ventil, um ihre
Begriffsstutzigkeit zu kanalisieren. Hier greift die Kirche ab und saugt ihren
Nektar aus dem Leid der Menschen. Vor wenigen Tagen starb James van der Beek mit 48 Jahren
an Darmkrebs. An ihm hätte die erwähnte Krankenhausseelsorgerin
ihre wahre Freude gehabt. Christliche Medien schlachten den Fall entzückt aus:
[…] Schauspieler James van
der Beek gestorben: „Der Liebe Gottes würdig“
Der amerikanische
Schauspieler James van der Beek ist am Mittwoch im Alter von 48 Jahren an
Darmkrebs gestorben. Und das offenbar im Frieden mit Gott. So heißt es auf
seinem Instagram-Profil und dem seiner Frau, er sei friedlich verstorben.
Seinen letzten Tagen sei er mit „Mut, Glaube und Würde“ begegnet. […] Durch
die Krebsdiagnose veränderte sich Van der Beeks Beziehung zu Gott, sagte er in
einem Interview. „Vor dem Krebs war Gott etwas, was ich versuchte, so gut wie
möglich in mein Leben einzupassen“, zitiert die Website Premier Christian News
den Schauspieler. Nach der Diagnose habe er anders auf die Liebe Gottes
geschaut und eine stärkere Verbindung zu ihm gehabt. […] mit der
Krebsdiagnose habe er seiner eigenen Sterblichkeit und dem Tod ins Auge
gesehen. „All diese Definitionen, die so wesentlich für mich waren, hatten
keinen Bestand mehr“, sagt Van der Beek. Durch seine Krankheit sei er nicht
mehr in der Lage gewesen sei, sie auszufüllen. Das habe ihn zu der Frage
gebracht: Was macht mich aus, wenn ich all das nicht mehr bin? Und er kommt zu
dem Schluss: „Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.“ Das
gelte für jeden Menschen. […]
(christliche Medieninitiative PRO, 12.02.2026)
Die Tragik
des Falls van der Beek erklärt Matt Bernstein; obwohl es der
Familie finanziell recht gut ging, wurde sie durch das US-Krankheitssystem in
den Bankrott getrieben. Van der Beek musste alles verkaufen was er hatte. Der Familie droht das Haus zu verlieren.
Nur durch seine Prominenz kam nach seinem Tod eine Gofundme-Kampagne zustanden,
die eine Million Dollar generierte, um der hinterbliebenen Ehefrau und den
sechs Kindern ihr Obdach zu bewahren.
Die Freie und Hansestadt Hamburg ist dank der vergangenen
15 Jahre durchgängig roten Regierung ökonomisch so attraktiv, daß sie mehr
binnendeutschen Zuzug als alle anderen Bundesländer erlebt. Die Menschen wollen
weg von den schwarz regierten Ossi-Ländern und hin zum rotgrünen Hamburg.
(….) Hamburg funktioniert
politisch viel besser, hat ein viel höheres Prokopfeinkommen, als Berlin.Aber seit den 1980ern, als Hamburgs
Bevölkerung auf 1,5 bis 1,6 Millionen Menschen gesunken war, haben wird eine
halbe Million mehr Menschen gewonnen und kratzen an der 2-Millionenmarke. Wenn
man auf derselben Fläche die Einwohner um ein Drittel vermehrt, muss man die
Stadt massiv verändern. Daher fühlt es sich so an, als ob man auf einer
Baustelle lebt. Es ist immer Stau und wenn man in eine eigentlich vertraute
Gegend möchte, die man aber nicht jeden Tag sieht, erkennt man nichts wieder,
weil überall neue Gebäude stehen und sich die Straßen veränderten.
Ebenfalls stabil ist der Trend
in Ossistan. In den dunkeldeutschen Problembundesländern wurde enorm viel
investiert, die Infrastruktur ist sehr gut, die niedrigen
Lebensunterhaltskosten sind ein Standortvorteil; die ausgedünnte Bevölkerung
führt zu Leerstand bei den Vermietern. Das Mieter-Schlaraffenland. Wer sich um
eine Wohnung bewirbt, wird mit Kusshand genommen und bekommt sie das erste
Vierteljahr als Bonus mietfrei. Finanziell betrachtet, spricht also sehr viel
dafür, nach Thüringen oder Sachsen-Anhalt zu ziehen.
Leider überkompensieren die
Nachteile die finanziellen Argumente. Es wimmelt dort nämlich von unangenehmen
Klischee-Jammerossis, die AfD wählen, keinerlei Sinn für bürgerliches
Engagement entwickelt haben, sich mit Vorliebe rechtsextremen Schwurbelideen verschreiben
und ihre chronische Untervögelung kurieren, indem sie irgendjemanden
verprügeln. (….)
Hamburg hatte unter der peinlichen und ökonomisch
verheerenden CDU-Herrschaft (von Beust 2001-2011) den Wohnungsbau komplett
eingestellt. Mit dem Regierungsantritt Scholz, rissen die Sozis das Ruder rum
und taten alles dafür, um 10.000 neue Wohnungen jährlich fertig zu stellen. Bei
dem enormen Bevölkerungszuwachs und dazu nun auch noch den vielen Flüchtlingen,
reicht das natürlich immer noch nicht. Aber die Mieten sind dank der klugen
rotgrünen Politik immerhin nicht ganz so explodiert, wie in anderen Metropolregionen.
[…] Hamburgs Innensenator
Andy Grote, Polizeipräsident Falk Schnabel und der Leiter des
Landeskriminalamtes Jan Hieber haben am heutigen Donnerstag (12. Februar) die
Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 vorgestellt.
Wesentliche Ergebnisse:
·Zahl der Straftaten in Hamburg sinkt um
insgesamt 5 Prozent
·Rückgang der Straftaten in allen Hamburger
Bezirken
·Aufklärungsquote auf höchstem Niveau seit 28
Jahren
·Gewaltkriminalität sinkt spürbar, auch
deutlich weniger Straftaten mit Messern und Schusswaffen
·Mehr Vergewaltigungen angezeigt – Täter
stammen häufig aus dem sozialen bzw. familiären Umfeld
Nach einem Anstieg der von
der Polizei erfassten Straftaten im Jahr 2023, ist die Kriminalität in Hamburg
nach dem Rückgang im Vorjahr (-4 Prozent) auch im Jahr 2025 um weitere -5
Prozent gesunken. In der Langzeitbetrachtung der letzten 25 Jahre liegt die
Zahl der erfassten Straftaten mit 213.596 (-11.317 Fälle) damit fast auf dem
Niveau des Vor-Pandemie-Jahres 2019 und unter dem aller Vorjahre bis
einschließlich 2018. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr bei 49,1
Prozent.
Damit wurden in den letzten
drei Jahren die höchsten Gesamtaufklärungsquoten seit 1997 erreicht.
Gleichzeitig setzt sich der
Trend der vergangenen Jahre auch im Langzeitvergleich fort: Demnach war die
Kriminalitätsbelastung im Verhältnis zur Bevölkerung und damit das Risiko, von
einer Straftat betroffen zu sein, in jedem Jahr vor 2019 höher als aktuell. Die
sog. Häufigkeitszahl setzt dabei die Zahl der Straftaten in Beziehung zur
Bevölkerungszahl (pro 100.000 Einwohner).
Demnach ergibt sich
gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um -5,6 Prozent. Ein exakter Vergleich mit
den weiteren Vorjahren ist jedoch aufgrund der neuberechneten Bevölkerungszahl
nach dem neusten Zensus nicht sinnvoll. Dennoch: Ohne die Zensuskorrektur wäre
der Rückgang noch deutlicher.
Insgesamt wurden im
vergangenen Jahr rund 64.500 Tatverdächtigen der PKS erfasst.
Der Rückgang der
Tatverdächtigen um knapp -4 Prozent gegenüber dem Vorjahr geht insbesondere auf
einen spürbaren Rückgang der Tatverdächtigen unter 21 Jahren zurück (-7,8 Prozent).
Dabei ist sowohl die Zahl
der deutschen Tatverdächtigen (-5,6 Prozent), als auch die der nichtdeutschen
Tatverdächtigen (ohne ausländerrechtliche Verstöße) gesunken (-8,9 Prozent).
Betrachtet man nur die
Tatverdächtigen, die auch tatsächlich in Hamburg gemeldet sind, fallen die
Zahlen der deutschen und insbesondere der nichtdeutschen Tatverdächtigen noch
niedriger aus.
Rückgang der Straftaten in
allen Hamburger Bezirken
Der Rückgang der
Kriminalität bildet sich in allen sieben Hamburger Bezirken ab, insbesondere in
Harburg (-9,3 Prozent), Mitte (-6,6 Prozent) und Altona (-6,5 Prozent). [….]
Das sind natürlich keine guten Nachrichten für die
garstig parteiische CDU und das notorisch CDU-affine rechte „Hamburger
Abendblatt“, die nur zu gern den Erfolg ihrer Angstkampagne von 2001
wiederholen möchten. Damals gelang es ihnen, der Bevölkerung wider die Realität,
eine so enorme gefühlte Kriminalität einzureden, daß sie den rechtsextremen
nymphomanen Kokser Schill zum zweitenBürgermeister wählten.
Die Zahlen der aktuelle Kriminalitätsstatistiksind
allerdings zu eindeutig. Da haben selbst die rechten FUNKE-Kommentatoren kaum
eine Chance, der SPD einen Strick draus zu drehen.
[…] Beschleicht Sie auch ein ungutes Gefühl, wenn Sie morgens aus dem
Hauptbahnhof treten und auf Heroinsüchtige, Alkoholabhängige oder Dealer
stoßen, die sich in St. Georg konzentrieren? […] Fährt Angst mit, wenn Sie abends allein in der
Bahn sitzen? Irritiert es Sie, anschließend auf einem menschenleeren Gehweg
unterwegs zu sein?
Das sind die Momente, die
auf ein ungutes Sicherheitsgefühl einzahlen. […] Viele Menschen fühlen sich nicht wohl
in ihrer Stadt. […] Dass dieses subjektive Gefühl trotz solcher Fälle
nicht mit der tatsächlichen, objektiven Sicherheitslage korreliert, zeigt die
aktuelle Kriminalstatistik der Hamburger Polizei. Danach ist die Gesamtzahl der
Straftaten genauso zurückgegangen wie die der Gewaltdelikte. Die Zahl der
Diebstähle ist gesunken, die der Einbrüche ist es auch.
[…] Dabei leistet die
Polizei in Hamburg hervorragende Arbeit. Die Gesamtkriminalität sinkt, die
Aufklärungsquote steigt, die Prävention wirkt. Hamburg ist, selbst, wenn
das Gefühl ein anderes sein mag, eine sichere Stadt. Dank der Polizei. […]
(Kommentar von Stephan
Steinlein, Stv. Chefredakteur, 12.02.2026)