Montag, 16. Februar 2026

Die Kunst am richtigen Ort von den richtigen Eltern geboren zu werden.

Es gibt mehr als genug Kinder auf der Welt. Ganz offenkundig mehr, als wir zu schützen und zu ernähren bereits sind. Auch wenn es der globalen Gesellschaft ein  Leichtes wäre. Aber durch die Wahlentscheidungen in Europa und den USA verschieben wir lieber Billionen Dollar zu ein paar Tausend Milliardären. Aber durch die Wahlentscheidungen in Europa und den USA, knallen wir hungernden Kindern lieber die Tür vor der Nase zu, streichen Entwicklungshilfe, USAID und beharren auf Wirtschaftsmodelle, die Afrika gnadenlos ausbeuten. Aber durch die Wahlentscheidungen in Europa und den USA, beliefern wir die milliardenschweren Kriegsherren am Golf mit Waffen, um die jemenitische und palästinensische Bevölkerung in die Steinzeit zu bomben, Myriaden Kinder zu töten, verhungern zu lassen.

[…] A child under five could die every forty seconds by 2030 due to U.S. aid cuts, Oxfam analysis finds

One year since Trump administration’s slashing of U.S. lifesaving aid, deadly impacts continue to grow

The series of cruel and illegal cuts to U.S. lifesaving humanitarian and development aid the Trump administration initiated on day one has already cost lives and undermined the entire global aid system. Oxfam analysis of aid cut impact predictions finds that that these actions have led to the risk that a child under 5 could die every 40 seconds by 2030. Already, conservative estimates projected that 200,000 children under five would die in 2025 due to these cuts, leading to the first rise in under-five child mortality this century.

President Trump’s freeze on lifesaving aid and subsequent closure of USAID left millions of people living through crisis without lifesaving food, water, healthcare and other basic support. Chaotic and cruel bureaucratic processes and additional rollbacks came in the months to follow, and billions of dollars already approved by Congress were slashed from the U.S. humanitarian assistance budget, leaving vital programs in limbo or forced to close.  […]

(OXFAM, 15.01.2026)

200.000 Kinder getötet durch einen Federstrichs Trumps. So gefällt es den selbst ernannten PRO-LIVE-Lebensschützer-Christen, die sich für Trump begeistern.

(….) Ja, Trump isoliert die USA in der Welt, schafft die Demokratie ab, installiert eine auf ihn zugeschnittene dystopische Autokratie ohne Gewaltenteilung. Ja, er umgibt sich mit Sexualstraftätern, Rassisten und sonstigen Verbrechern, die alles daran setzen ihre eigenen Taschen zu füllen. Ja, er arbeitet daran, der Menschheit ihre Lebensgrundlagen zu entziehen. Ja, er hetzt Todesschwadronen auf die eigene Bevölkerung. Aber er kann sich immer noch auf die Christen verlassen, die Trumps Hass nicht nur teilen, sondern zelebrieren und hartnäckig einfordern.

[…] Weiße bibeltreue Christen bleiben bei Trump

US-Präsident Donald Trump findet seine größte Unterstützung weiterhin bei weißen evangelikalen Christen und Christinnen. Doch der Rückhalt schwindet wie bei fast allen religiösen Gruppen.

Das geht aus einer am Mittwoch verbreiteten Umfrage des Pew Research Center in Washington hervor. Laut der Umfrage sehen 69 Prozent der weißen Evangelikalen Trumps Amtsführung insgesamt positiv. In der Gesamtbevölkerung teilen 37 Prozent diese Sicht. Evangelikale zeichnen sich durch ein wörtliches Bibelverständnis, konservative Ansichten und eine missionarische Haltung aus.

Die zweithöchsten Zustimmungswerte erzielt der Präsident unter weißen Katholiken und Katholikinnen (52 Prozent), gefolgt von weißen Protestanten und Protestantinnen (46 Prozent).   [….]

(ORF, 12.02.2026) (….)

(Strafe muss sein, 12.02.2026)

Nur eine planetare Gefahr ist noch dramatischer als der Klimawandel: Die Überbevölkerung. Wir sind einfach zu viele Menschen auf dieser kleinen Kugel des Irrsinns. Über acht Milliarden Individuen mit Energiehunger, auf der Jagd nach Ressourcen, überfordern Fauna und Flora.

Ich bin Antinatalist und sehe in der menschlichen Vermehrung das größte Unglück des Planeten.

(….) Siebeneinhalb Milliarden Individuen sind einfach zu viel, wenn man so einen gewaltigen Ressourcen-Verschleiß aufzuweisen hat.

Wir roden die letzten Wälder, treiben den Meeresspiegel hoch, lassen die Gletscher schmelzen, verseuchen die Böden, trocknen Seen aus, verdrängen so effektiv andere Tierarten, daß täglich mehrere aussterben.

Wir erodieren, planieren und asphaltieren Gebirge, buddeln Kohle aus, pumpen Gas und Öl aus der Tiefe, generieren Ozonloch und CO2-Hüllen.

Homo Sapiens lebt auf Kosten der anderen Spezies.

Homo Sapiens vermehrt sich inzwischen nahezu ungehindert.

Pro Jahr werden es 83.686.000 Menschen mehr, das sind 229.277 Menschen pro Tag; 159 Menschen pro Minute und 2,7 Menschen pro Sekunde.

Ein paar von denen kann man aushalten, aber ein Zehntel würde locker ausreichen. 750 - 800 Millionen betrug die Gesamtweltbevölkerung Ende des 18. Jahrhunderts. Die Eine Milliarde-Menschen-Marke wurde 1804 geknackt. Reicht das nicht?

Schon damals konnten wir Ebenbilder Gottes bekanntlich Kriege, Genozide und Ausbeutung ganzer Kontinente vollbringen, weil es genug Soldatennachschub gab, weil die Frauen im Durchschnitt so viele Söhne hatten, daß sie es hinnahmen, daß ab und zu einer davon „auf dem Feld der Ehre“ zerhackt oder zerfetzt wurde.

Der enorme Bevölkerungsdruck, die Verzehnfachung der Menschen in 200 Jahren führte aber zu noch viel mehr Konflikten, Kampf um Ressourcen, Massenmigrationen, Fluchtwellen.  In den Teilen der Welt, die ein sehr geringes Bevölkerungswachstum ausweisen, oder gar wie Deutschland, Japan, Südkorea und die baltischen Länder (Fertilitätsrate bis 1,3) schrumpfen, ist die Kriegsmüdigkeit hingegen recht ausgeprägt.   Verständlich, denn wenn man/frau bloß ein Kind hat, geht es ihm einerseits ökonomisch besser, so daß es weniger wahrscheinlich auf die Idee kommt Soldat zu werden und andererseits sind die Eltern auch protektiver, lassen ihre Kindern weniger gern in den Krieg ziehen.

Länder mit den höchsten Fertilitätsraten – Gaza 4,9 Jemen 5,0 Ruanda 5,3 Kongo 5,8 Uganda 6,1 Somalia 6,3 Ost-Timor 6,3 Afghanistan 6,4 – sind offenbar auch besonders unfriedlich, weil die enorme Kinderzahl die Ressourcen erschöpft, Konkurrenz entsteht und Eltern auch eher mal den Tod eines ihrer Blagen verkraften.  Wir brauchen also weniger Menschen und daher weniger Nachwuchs.

Es ist wohl auch kein Zufall, daß die Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte auch die mit den geringsten Geburtenraten sind. (…..)

(Menschenmassen, 14.10.16)

Man sollte gar nicht erst geboren werden.

Antinatalisten verweigern sich nicht der Vermehrung, weil sie keine Kinder mögen, sondern ganz im Gegenteil, weil sie damit den bereits geborenen Kindern dienen wollen.

Mit abrahamitischen religiösen Vorstellungen, die auf möglichst zahlreiche Vermehrung und Ausbeutung der Ressourcen („Macht euch die Erde untertan!“) ausgerichtet sind und damit im doppelten Sinne eine destruktive Ideologie verfolgen, kann man so eine kinderfreundliche Politik, die sich erst einmal um die Versorgung und das Wohl aller geborenen Menschen kümmert, statt ständig Neue zu produzieren, nicht umsetzen.

Rassistische Pronatalisten wie Xu Bo, Elon Musk und Pavel Durow, die angeblich jeweils schon weit über 100 genetische Kinder haben, wollen ihre eigenen Gene, die sie den Genen anderer Ethnien für weit überlegen halten, verbreiten. Pronatalismus ist die Pest dieses Jahrhunderts.

[…] Sie arbeiten daran, die biologischen Grenzen des Menschen mithilfe der Technik zu überwinden, wie beispielsweise das Altern und den Tod. Sie investieren viel Geld in die Langlebigkeitsforschung und in künstliche Befruchtungstechnologien. Ihre eigene DNA halten sie natürlich für die überlegenste. So soll Elon Musk gemäß Schätzungen des Atlantic bereits über 100 Kinder haben, genauso wie der russische Tech-Milliardär und Gründer von Telegram, Pavel Durov. Auch der chinesische Tech-Milliardär Zhu Bo hat über 100 Kinder, will diese mit Musks Kindern paaren und eine Dynastie gründen. Epstein soll auf seiner Zorro Farm in New Mexico ein Massenfortpflanzungsprogramm seiner eigenen Nachkommen zumindest geplant haben.  [….]

(Merkur, 11.02.2026)

Wenn schwarze, muslimische, afghanische, nordkoreanische Kinder verhungern, ist ihnen das bestenfalls herzlich egal.

Keinen Cent ihrer astronomischen Vermögen geben sie dafür aus, „das Leben“ zu retten, wenn es in der falschen Hautfarbe steckt. Der Souverän wählt so, daß die Überreichen nicht nur überreich bleiben, sondern stündlich reicher werden. Parteien mit Vermögenssteuern und Erbschaftssteuerreformen im Angebot, verschmäht der Urnenpöbel.

(…) Das Sterben dort ist zu weit weg und betrifft „nur“ schwarze und arme Menschen. Dafür empfindet der westlich-industrielle Christ keine Empathie.

Im ostafrikanischen Hunger-Land Sudan bekriegen sich seit zwei Jahren die Rapid Support Forces (RSF) und die Armee des Militärherrscher al-Burhan. Es gibt mutmaßlich an die HUNDERTTAUSEND Tote bisher, mehr als 21 Millionen Menschen sind laut UN-Angaben von akutem Hunger betroffen. Kinder sterben wie die Fliegen.

Dem Fritzekanzler und Joe Wadephul ist es Wurscht. Die frommen CDU-Männer interessieren keine schwarzen Kinder.  Noch nicht einmal beim G20-Gipfel in Südafrika spielte das Thema Sudan eine Rolle.

Seit 2015 greifen unsere geschätzten Energielieferanten und Handelspartner Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und weitere Golf-Monarchien den Jemen an. Das Martyrium der verhungernden Bevölkerung lässt sich kaum in Worte fassen. Alle 13 Minuten stirbt ein jemenitisches Kind. Mutmaßlich gab es bisher rund 500.000 Tote im Jemen. Das Elend ist apokalyptisch.

[….] Seit Beginn des Krieges hat sich die humanitäre Lage im Jemen weiter dramatisch verschlechtert. Laut Angaben der Vereinten Nationen gibt es derzeit 4,5 Millionen Binnenflüchtlinge. Über 18 Millionen von insgesamt ca. 30,5 Millionen Menschen benötigen humanitäre Unterstützung. Circa 17,6 Millionen Menschen haben keinen sicheren Zugang zu Nahrung. Fast die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren leiden an moderater bis schwerer akuter Unterernährung. [….]

(Welthungerhilfe)

Auch die Lage im Jemen interessiert den Sauerländer Popelfresser nicht im Geringsten. 

Das Ausmaß der Kriegsverheerungen, die Zahl der Toten, das Leiden des Bevölkerung lässt sich üblicherweise nur grob schätzen. Es gibt kaum verlässliche Quellen, weil der Horror und Zahlen gepresst, immer auch ein Teil der Kriegspropaganda ist.  (…)

(Zahlen und Moral, mangelnde, 02.12.2025

In Japan, Südkorea und Westeuropa werden die Grenzen für Migranten hermetisch geschlossen, während die eigene Bevölkerung massiv überaltert und dringend auf Zuwanderung angewiesen ist. Eine offensichtliche Absurdität, der nationalistische pseudo-eugenische Politiker mit der dringenden Aufforderung zum Geschlechtsverkehr an die eigene Bevölkerung begegnen. 

[….] In Frankreich hat die Regierung angekündigt, jedem Menschen, der 29 Jahre alt wird, einen Brief zu schicken, in dem einem nahegelegt wird, langsam mal ans Kinderkriegen zu denken. Es geht der Regierung in Paris darum, die Geburtenrate zu erhöhen, und das Mittel, das dafür gewählt wird, besteht darin, erst einmal den sozialen Druck zu erhöhen. Die Entscheidung sei jedem selbst überlassen, bien sûr. Aber: Die biologische Uhr tickt! Meilleures salutations.

Das ist ein Brief, von dem man sich ausrechnen kann, dass kein einziger Mensch sich darüber freuen wird. Vielleicht ist man mit 29 Jahren unglücklich darüber, dass man noch keine Kinder hat, weil Probleme der Partnerschaft, Lebenssituation oder auch Medizin im Weg stehen; dann ist man danach noch genervter. Oder man ist ganz froh, dass man keine Kinder hat; dann ist man auch genervt über so eine ungefragte Einmischung ins Private, als sei das eine Sache, die die Gemeinschaft überhaupt etwas angehen würde.

In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde ein solches, übergriffiges Politikverständnis endlich zurückgedrängt

Es ist aber auch auf einer grundlegenden Ebene – und das betrifft nicht nur Frankreich – ein Ausdruck davon, wie sich westliche Demokratien gerade wieder stärker anmaßen, sich in solche persönlichen Entscheidungen einzumischen, zumindest durch sogenanntes Nudging, also zwangloses Anstupsen. Wieder – denn in den 1950er-Jahren ging die Familienpolitik genau damit los. Als Konrad Adenauer erstmals einen Minister für das Thema berief, den CDU-Politiker Franz-Josef Wuermeling im Jahr 1953, da erklärte der seine Daseinsberechtigung mit der „Sicherung gegen die kinderreichen Völker des Ostens“.

Die Konsequenz hieraus hatte der Kanzler schon zuvor klar benannt. In einer Regierungserklärung 1952 forderte Adenauer eine „konstante Zunahme der Geburten“ sowie eine „Stärkung des Willens zum Kind“. Es hat erst starker gesellschaftlicher Auseinandersetzungen bedurft, bis in den 1970er- und 1980er-Jahren ein solches übergriffiges Politikverständnis endlich zurückgedrängt und ihm ein liberalerer, im besten Sinne bürgerlicher Gedanke effektiv entgegengestellt werden konnte: Der Staat hat die Menschen so zu nehmen, wie sie sind. Auch mit ihren Lebensentscheidungen.[….]

(Ronen Steinke, 16.02.2026

„Kinder statt Inder“ nannte es einst die rassistische Rüttgers-CDU in NRW, „ficken für’s Vaterland“ fordert der völkische Faschist und achtfache Vater Maximilian Krah von seinen Ossis. Der Erfolg lässt allerdings zu wünschen übrig, weil die AfD-Fans in Ossistan einerseits die Frauen in den Westen vertrieben haben und andererseits Leihmutterschaft und Homosexualität ablehnen. Dumm gelaufen.

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