Montag, 3. Juli 2023

Die Ossis schaffen sich ab

Nun also auch noch ein Bürgermeisteramt für die AfD in Ostdeutschland.

Hannes Loth heißt der neue braune Bürgermeister des 9.000-Einwohner-Kaffs Raguhn-Jeßnitz in Sachsen-Anhalt, Dunkeldeutschland.

Letzte Woche gewannen die Faschisten schon eine Landratswahl in Höckestan.

Natürlich gibt es in den „sozialen Medien“ nun viel Ossi-Bashing.

Nach den rund zwei Billionen Euro, also ZWEITAUSEND MILLIARDEN EURO, zwei Millionen Millionen Euro, die seit 1990 gen Osten flossen, reagieren immer mehr Westdeutsche empfindlich auf das Gejammer der Ex-DDRler, die sich auch noch unterstehen, zu behaupten, sie hätten es nun so schwer, daß es verständlich wäre, aus Rache völkische Faschisten zu wählen.

17 Millionen DDRler, die nie in die westdeutsche Rentenkasse eingezahlt hatten, kamen in den Genuss, auf Kosten anderer eine Alterssicherung zu erhalten, die ein Vielfaches der DDR-Mark-Kaufkraft hat und beklagen sich auch noch.

[….] Als ich das letzte Mal in Zwickau war, das Büro der damaligen Firma besuchen, schwor ich mir, nie wieder einen Fuß auf Neufünfland zu setzen, so lange ich dies irgendwie vermeiden kann. Flugzeugabstürze und Bahnevakuierungen  ausgenommen. Wie einige Kommentatoren wohl zurecht anmerken: das ist von oben herab und mag zu der Stimmung beitragen. Nur habe ich die Stimmung und Ressentiments die mir als gefühlter Vertreterin der bösen „Urban Elite“ entgegengebracht wurde jahrelang erlebt. Und geschluckt. Ausgeschluckt. Mag man mich als Wessi-Bitch oder elitist bezeichnen, gerne doch. Ich bin aus Erfahrung Ostphobikerin geworden, dazu stehe ich. Und sollte der Osten mitsamt seinem widerwärtigen „wir sind das Volk“ Gegröle auch nur in die Nähe einer Machtergreifung kommen, bin ich weg. […]  im Gegensatz zu uns hatten die DDRler die Möglichkeit, über die Wiedervereinigung zu entscheiden. Hat mich irgendwer gefragt ob ich das will?

Für uns hat sich nichts verändert? Wie arrogant ist denn diese Geschichtsklitterung, wo ist denn hier die ach so oft vom Osten eingeforderte Empathie? Selbstverständlich hat sich für uns Wessis einiges geändert. Angefangen vom Soli für ein Land, das wohl den meisten meiner Generation fremder als die USA, Australien und Island war. Und zumindest mich weniger als Neufundland interessierte. Ich habe es damals angenommen, mich für die Menschen gefreut. Nicht für irgendwelche Deutsche, sondern für Menschen, die jetzt reisen konnten. Habe mich 91 durch eine DDR Tour gequält, mir das Land angeschaut. Was ich sah, war größtenteils erschreckend. Dann kam Rostock. Kohl wurde mit Ost-Stimmen zementiert. Wir zahlten weiter. Das Gejammer exponierte sich mit jeder Transferbillion. Im Westen verrottete die Infrastruktur, im Osten blühten Gewerbeparks im Nirgendwo.

Gut, dachte ich, braucht eben etwas. Die Nuller kamen, Merkel, das Geseier, die AfD, NSU, national befreite Regionen, die Bräsigkeit kam wie Mehltau übers Land.

Pegida machte mir zum ersten Mal in meinem Land wirklich Angst, zum ersten Mal war ich am überlegen, die Koffer zu packen - nicht weil ich will sondern muss.

Wir sind das Volk Geschrei vom Idioten, die keinen geraden Satz schreiben können. Thomas Brauner, der Kraft durch Freunde Kackbratzen, Björn Banane obendrauf. Passiv-aggressives Gejammer von Kolleg:innen in Sachsen, Verkäufer mit offener Swastika-Tattoo im Yormas in Zwickau. Ganze Bundesländer am Rande der faschistischen Machtübernahme, geritten von permanenter Unzufriedenheit.

Und wir mussten nichts ändern? Doch, mehr als genug. Wir hatten ein Land, das durchaus ok war, sicher nicht ohne Fehler, ich hatte genügend Grund auf die Straße zu gehen und ich tats das auch. Aber haben wir den Anschluss gesucht? Haben wir uns ungefragt an den großen Bruder gehängt, nachdem wir unser eigenes Land verkackt haben?

Nein haben wir nicht.

Und ja, schon damals wurden alle über einen Kamm geschert. Leider. Ob mit der lächerlichen Währungsunion und surrealen Kursen für Aluchips. Wer hat das wohl gezahlt? Wessen Renten hängen im Limbo wegen Rentnern die keinen Cent eingezahlt haben?

Der Osten hat Solidarität gefordert und bekommen. War aber wohl nicht genug. Die Ossis haben die DDR verkackt und jetzt wollen sie wohl auch die BRD verkacken. Brauchst nur mal die Kommentare zum grandiosen Durchmarsch und Anfang der Zeitenwende in dem gottverlassenen Kaff Sonneberg lesen.

Aber für uns hat sich nichts geändert, gell?

Genau wegen solchen Positionen wäre eine Spendenaktion zum Wiederaufbau der Zonengrenze ein umwerfender Erfolg.  [….]

(Sarah J., 25.06.2023)

Online habe ich schon viel Ost-Kritik gelesen; eins ist immer gleich: Auch die „guten Ossis“, die nie AfD gewählt haben, fühlen sich kollektiv angegriffen und nehmen ihre braunen Brüder in Schutz.

Dieser sprungbereite „ich bin beleidigt“-Modus ist mir vollkommen fremd.

Erstens sind öffentliche Social-Media-Diskussionen generell der Platz für Pauschalisierungen, auf dem eben nicht jeder einzelne mit seinen Befindlichkeiten persönlich angesprochen wird und zweitens ist es grundsätzlich absurd, sich betroffen zu fühlen, wenn über 17 Millionen gesprochen wird.

Ich bewege mich seit ich die entsprechenden Accounts habe immer in höchst USA-kritischen Gruppen. Die stärkste Kritik an den US-Verhältnissen kommt von Amerikanern selbst. Ich habe seit meiner Geburt einen US-Pass und käme nie auf die Idee, mich persönlich verletzt zu fühlen, wenn „die“ US-Außenpolitik oder „die“ US-Wähler beschimpft werden.  Ich nehme keine Trumpwähler in Schutz und suche keine Ausreden für DeSantis-Fans.
Merken „die“ Ossis auch nach 30 Jahren nicht, wie unsympathisch es ist, wenn sie sich jeden Schuh sofort anziehen und öffentlich jammern?

Glauben sie, die Bayern oder die Ostfriesen oder die Fischköppe erleben nie Social-Media-Bashing?

(….)  Die PEGIDA-Stadt Dresden, Hochburg des Rechtsextremismus und der AfD, vormals „Tal der Ahnungslosen“ sorgt beinahe täglich für negative Schlagzeilen. Die bizarre Beziehung der Dresdner zu den britischen Bombenangriffen vor 72 Jahren ist legendär.

[….] Antonie Rietzschel: Ein zentraler Punkt des Mythos Dresden sind die Opferzahlen - als 2008 eine Historikerkommission zu dem Ergebnis kommt, dass durch die Bombardierung 25 000 Menschen getötet wurden, gibt es unter den Dresdnern einen Aufschrei. Warum?

Prof Malte Thießen: Die hohe Opferzahl war lange der Beweis der Einzigartigkeit dieses Angriffs und somit der Beweis für die Einzigartigkeit dieses Orts. In keiner anderen Stadt gab und gibt es einen solchen Wettlauf um die höchsten Opferzahlen. 25 000 Tote sind viel. Aber bei der Bombardierung von Hamburg starben 34 000 Menschen, das spielt dort nicht so eine starke Rolle. In Dresden dagegen läuft man durch die Stadt und plötzlich ist die Zahl an die Wand gesprüht und jeder Dresdner weiß, was damit gemeint ist. [….]

(SZ 12.02.2015)

Obwohl Berlin und Hamburg viel mehr zerstört wurden, halten die Dresdner eisern nicht nur an der Vorstellung fest, daß sie am meisten abbekommen hätten, sondern daß sie auch noch völlig unschuldig gewesen wären.

Eine durch und durch absurde Idee. Der tiefsitzende Judenhass der Dresdner ist durch Victor Klemperers „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“ dokumentiert. Alle 5.000 Dresdner Juden wurden in der Nazizeit umgebracht. Bei der Reichstagswahl von 1933 errang die NSdAP in Dresden-Bautzen 43,6 %. (Zum Vergleich: Berlin 31%, Hamburg 38%, Köln 30%)

Während der Kriegsjahre gab es tausende KZ-Häftlinge in Dresdner Außenlagern, zB in der Schandauer Straße 68 in Dresden-Striesen. Darunter hunderte Kinder, die vor den Augen der Dresdner Zwangsarbeit leisten mußten.

[….] Im Oktober 1944 werden in Dresden insgesamt drei Außenlager für weibliche Häftlinge errichtet: zwei für die Zeiss Ikon AG (im Goehle-Werk und in Dresden-Reick), eines in der Universelle Maschinenfabrik. Alle Häftlinge kommen aus dem KZ Ravensbrück. Ein erster Transport mit 500 Frauen im Oktober 1944, weitere 200 im Februar 1945. Deutsche politische Häftlinge, »Asoziale« und »Zigeunerinnen« sind in der Mehrheit, daneben lettische, russische, serbische und tschechische Frauen. 685 Häftlinge werden in den Firmenunterlagen am 26. März 1945 als »entlassen« verzeichnet. […..]

(KZ Gedenkstelle Flossenbrück)

Ein anderes direkt in Dresden gelegenes KZ war die sogenannte „SS Pionierkaserne“

Außenlager Dresden (SS-Pionier-Kaserne)  Juni 1942 bis 15. April 1945. Das am längsten bestehende Flossenbürger Außenlager und das erste in Dresden. Die ersten Gefangenen sind Bauhandwerker – vor allem Deutsche, daneben wenige polnische, russische und tschechische Häftlinge. Später kommen Slowenen, Italiener, Franzosen sowie Häftlinge aus vier weiteren Ländern hinzu. Häufig werden Gefangene nach Flossenbürg rücküberstellt. Im Dezember 1943 sind 198 Männer in der SS-Pionierkaserne, Ende Februar 1945 noch 120.

(Gedenkstätte Flossenbrück)

Schon 1933 wurden in Sachsen insgesamt 20 frühe KZs errichtet. In der Jugendburg Hohnstein bei Dresden wurden schon März 1933 etwa 400 Kinder inhaftiert.

Selbstverständlich gab es solche Verbrechen auch in vielen anderen deutschen Städten, aber keine andere deutsche Großstadt betrachtet sich im Jahr 2017 immer noch so hartnäckig als unschuldiges Opfer.

 [….]  Dresden ist eine traumzauberhaft schöne Stadt und ein Sehnsuchtsort selbst für jene, die hier schon immer lebten. Dresden hat aber auch, das muss man so sagen: heftig einen an der Waffel; eine manifeste narzisstische Störung. Dazu gehört der Wahn, in der zweifellos schönsten aller Städte zu leben, jener mit der höchsten Hochkultur und dem meisten Prunk der Geschichte. Diese Sehnsucht nach Superlativen hört leider nicht auf beim Gedenken an die Zerstörung durch Briten und Amerikaner am 13. Februar 1945. Die Erinnerung in der maßgeschneiderten und bei Weitem nicht geschichtsklitterfreien Dresdner Spezialversion ist längst als Opfermythos bekannt: Kein zweiter Ort sei so sinnlos zerbombt worden wie das angeblich unschuldige Dresden, nirgendwo sei das Leid so groß gewesen.  Diese verdrehte und verkürzte Sicht ist das Ergebnis von Missbrauch, der teilweise Jahrzehnte überdauerte. Noch die Nazis gingen mit der Zerstörung Dresdens lieber Mitleid heischen, als den von deutschem Boden ausgehenden Krieg endlich zu beenden, zum kleinen Restwohl des eigenen Volkes. Der sonst bis zur Lächerlichkeit bemüht antifaschistischen DDR schien der Untergang Dresdens als Narrativ gegen die Anglo-Amerikaner brauchbar zu sein, deutsche Schuld hin oder her. Und nach der Wiedervereinigung witterten Rechtsextreme neue Zugriffsmöglichkeiten auf den Jahrestag. Es begannen zersetzende Jahre mit Aufmärschen, zankenden Politikern, kopfloser Bürgerschaft. [….]

 (Cornelius Pollmer, SZ vom 14.02.2017)

Anlässlich der grandiosen und beeindruckenden Bus-Installation des Dresdner Syrers Manaf Halbouni zeigen Dresdner wieder wie verkommen und verstockt sie sind. Nein, nicht alle Dresdner sind so, aber die PEGIDA nicht zustimmenden Bürger lassen es desinteressiert geschehen, wehren sich nicht gegen Neonazis, wie es in anderen Städten der Fall ist.

Die Skulptur stößt in gewissen Teilen der Dresdner Bevölkerung auf Kritik. Mit "Schande, Schande" und "Der Schrott muss weg"- Rufen störten rechte Demonstranten am Dienstag die Einweihung des Kunstwerks. Die AfD und die Pegida-Bewegung, die seit Oktober 2014 in Dresden fast wöchentlich auf die Straße geht und Stimmung gegen Muslime, Flüchtlinge, Politiker und Medien macht, hatten die Kunstaktion bereits im Vorfeld kritisiert und unter anderem als "Missbrauch der Kunstfreiheit", "Schrottplatz" und "Schande" bezeichnet.

(dpa 07. Februar 2017)

Wie so oft zeigt sich Dresden noch fieser und noch rechter als andere ostdeutsche Städte. (….)

(Dumpf und Dunkel, 23.02.2017)

Es ist auch keine taugliche Ausrede, auf die nicht AfD-wählende Mehrheit in Ossistan zu verweisen, wenn diese Mehrheit wie in Sonneberg zu indolent ist, überhaupt wählen zu gehen, weil es ihr schlicht egal ist, ob sie von einem Nazi regiert werden.

Ja, es gibt auch in Westdeutschland Pegida und AfD, aber die völkischen „Merkel muss weg“-Demos verschwanden auch schnell wieder, weil sofort Gegendemonstrationen in vielfacher Stärke stattfinden. Die Hamburger Zivilgesellschaft schämt sich für solche Ausrutscher (Schill 2001). Das passiert dann nicht noch einmal und wird nie als Normalität akzeptiert.

Die Ossis mit ihrer enormen Ausländerfeindlichkeit und dem verfestigten rechtsextremen Gedankengut sind schon deswegen so gefährlich, weil natürlich westliche Populisten wie Markus Söder, Christoph Ploß, Tilman Kuban, Alexander Dobrindt, Friedrich Merz, Jens Spahn, Andreas Scheuer, Julia Klöckner gern damit spielen und das Nazi-Gift immer mehr verbreitet wird.

[….] Wer geht Populisten auf den Leim? Ganz normale Menschen in der Mitte der Gesellschaft. Das ist das für viele wohl überraschende Ergebnis einer neuen Studie. Laut dem Forschungsinstitut Sinus sind Ansichten, die zum Beispiel von der AfD verbreitet werden, in Deutschland mittlerweile mehrheitsfähig. Wie das Institut schreibt, ist der Populismus „in der Mitte der Bevölkerung angekommen“. Das hat eine Onlineumfrage ergeben, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung von 18 bis 69 Jahren ist. Die Zahl der Menschen, die populistischen Aussagen zustimmt, hat sich in den vergangenen zwei Jahren enorm erhöht: 2021 waren es noch 43 Prozent, ein Jahr später 50 Prozent. Heute sind es mehr als die Hälfte, nämlich 56 Prozent. Sinus-Geschäftsführerin Silke Borgstedt erläutert dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Die Milieus der Mitte definieren in hohem Maß, was in einer Gesellschaft als normal gilt.“  [….]

(MoPo, 30.06.2023)

Natürlich bleiben westliche Großstädte liberalere Enklaven, in denen sich Migranten wohler fühlen.

Migranten, die unseren Wohlstand sichern. Denn ohne Ausländer, viele Ausländer, kann Deutschland nicht überleben und geht ökonomisch ganz schnell in Knie.

[….] Deutschland braucht 1,5 Millionen Zuwanderer im Jahr, wenn wir abzüglich der beträchtlichen Abwanderung jedes Jahr 400 000 neue Bürger haben und so die Zahl der Arbeitskräfte halten wollen. Ist das zu schaffen? Ich bin eher skeptisch. Bemühen wir uns genug? Das neue Fachkräftegesetz geht in die richtige Richtung. Allerdings braucht es noch mehr. Etwa Ausländerämter, die Einwanderer nicht abschrecken, sondern Service bieten. Wir sollten nicht für jeden Job fordern, dass die ausländischen Fachkräfte Deutsch können. Sondern dafür sorgen, dass die Mitarbeiter der Ausländerbehörde Englisch können.  Wir brauchen dringend eine Willkommenskultur. Wenn Intel eine Fabrik in Magdeburg baut und dafür auch ausländische Fachkräfte gewinnen will, müssen die sich dort willkommen fühlen. [….]

(Prof. Monika Schnitzer, 02.07.2023)

Die Ossis, in ihrer völkischen Verblendung, begreifen das aber nicht. Dadurch schaufeln sie sich ihr eigenes Grab.

[….] Wirtschaft und die AfD: Wie Rassismus zum Standortrisiko wird. [….] Es gibt klare Hinweise, dass die Wirtschaft in Ostdeutschland besser laufen könnte, wenn große Teile der Bevölkerung dort nicht so weit rechts stehen würden. Das hat vor allen Dingen mit einem Problem zu tun, das für viele Firmen bereits heute virulent ist, in den kommenden Jahren aber noch drängender werden könnte: dem Mangel an Arbeitskräften. [….] Heute ist die Zahl potenzieller ausländischer Arbeitskräfte im Osten geringer als im Westen: Deutschlandweit lag der Anteil von Ausländern an der Bevölkerung im Jahr 2020 bei 12,7 Prozent, in den neuen Bundesländern sind es um die fünf Prozent. In absoluten Zahlen heißt das: In den fünf ostdeutschen Flächenländern lebten zusammengenommen weniger Menschen aus dem Ausland als in Berlin.

Das Reservoir für die Rekrutierung neuer Arbeitskräfte ist in Sachsen oder Thüringen also deutlich geringer als etwa in Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz. [….]. In der Forschung gilt die Eingliederung von Migranten in den Arbeitsmarkt als ein wichtiger Indikator für die Integration. Und dort schneidet Ostdeutschland schlechter ab als der Westen.  [….] Auf den Rassismus angesprochen, schob Sachsens Ministerpräsident Kretschmer im Gespräch mit dem DLF kürzlich noch die Schuld den Medien zu. »Die Berichterstattung entspricht in weiten Teilen nicht der Realität«, sagte der CDU-Politiker. Die Statistiken sprechen eine andere Sprache: Die Zahl der Gewalttaten mit rechtsextremem Hintergrund liegt – gerechnet im Verhältnis zur Bevölkerung – in Sachsen oder Thüringen im Osten noch immer um ein Vielfaches höher als in Schleswig-Holstein oder Baden-Württemberg.  [….]

(Benjamin Bidder, 03.07.2023)

Sonntag, 2. Juli 2023

Haha ha, Singhammer!

Vielleicht haben einige der Jüngeren diesen lustigen CSU-Vogel schon wieder vergessen.

Johannes Singhammer, 70, stramm rechter, erzkatholischer CSU-Mann, sechsfacher Vater, der als Büroleiter der Schwulen-Nemesis Peter Gauweiler 1986-1990 lernte, wie man seinen Hass auf Minderheiten politisch auslebt.

Er ist Kuratoriumsmitglied des Deutschen Familienverbandes, 1922 als Reichsbund der Kinderreichen zum Schutz der Familie gegründet.

(…..) Da die CSU also gerade wieder einmal nichts Sinnvolles zu tun hat, besinnt sie sich auf das einzige, das ihr in den letzten Jahren wirklich gelungen ist: Als xenophobe Rechtsaußen Ressentiments gegen alle Ausländer zu schüren und damit die AfD stark zu machen.  Gerade gibt es einen neuen Vorstoß als Wahlhelfer der Nazis.

CSU und Sachsen-CDU leckten devot den von Frauke Petry hingekotzten Begriff des „Völkischen“ auf.

[….] CSU und Sachsen-CDU preisen "Heimat und Patriotismus" als "Kraftquelle"   Vertreter von Sachsen-CDU und CSU stellen einen "Aufruf zu einer Leit- und Rahmenkultur" vor. [….]  Drei Seiten ist das Papier lang. Nach dem Wunsch der Autoren soll es der Auftakt für eine neue Leitkultur-Debatte in Deutschland sein. Verfasst haben es Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU), der Generalsekretär der Sachsen-CDU, Michael Kretschmer, Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU), der Chef der CSU-Grundsatzkommission, Markus Blume, sowie der Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Reinhold Bocklet (CSU). [….] Die Autoren preisen "Heimat und Patriotismus" als "Kraftquelle" der Gesellschaft. [….] Eigentlich hat die Sachsen-CDU derzeit drängendere Probleme als eine neue Leitkultur-Debatte - die sächsische Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla steht gerade wegen ihres Umvolkungs-Tweets in der Kritik. Und Kudlas Kollegin Veronika Bellmann hat mit der Bemerkung, die CDU dürfe Koalitionen mit der AfD nicht ausschließen, für erheblichen Unmut gesorgt. [….]

 (Robert Roßmann, SZ vom 01.10.2016)

Die CSU versteht sich nach wie vor als die christliche Partei, die durch ihre kirchliche Orientierung in einem diametral entgegengesetzten Verhältnis zu den gottlosen Linken steht. (…..)

(Bayerisches Vomitat, 30.09.2016)

Von 1994-2017 war er Bundestagsabgeordneter, die letzten vier Jahre Bundestagsvizepräsident. In der Unionsfraktion stand Singhammer stets am äußersten rechten Rand.

[….] Singhammer forderte im September 2012 eine Verschärfung des sogenannten Blasphemie-Paragrafen im deutschen Strafgesetzbuch, nachdem das islamfeindliche Schmähvideo Innocence of Muslims in einigen Ländern zu gewalttätigen Ausschreitungen geführt hatte. Am 30. September 2016 legte Singhammer gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten Michael Kretschmer und Markus Blume einen „Aufruf zu einer Leit- und Rahmenkultur“ vor. Darin wird der umstrittene Begriff Leitkultur als „verbindende Rahmenkultur“ bezeichnet. In gesellschaftlich unruhigen Zeiten brauchten die Menschen Orientierung, die sie in Begriffen wie „Heimat und Patriotismus“ sowie eben in der „Leitkultur“ finden würden. Konkret wurden der Gebrauch der deutschen Sprache, bewährte Umgangsformen, die geistige Tradition der Aufklärung sowie Deutschlands Nationalsymbole wie die Fahne und die Hymne genannt.[….]

(Wikipedia)

Bei Singhammer gibt es noch klare Geschlechterrollen. Frauen an den Herd und ins Ehebett. Männer sind das Haupt der Familie. Bei so viel Katholizismus und Gebär-Begeisterung, ist es nur folgerichtig, daß er eins nicht ausstehen kann: Schwule! Die „Ehe für alle“ bekämpft wie kaum ein anderer im Bundestag.

(….) Für die Situationen, in denen es erforderlich ist, etwas richtig Dummes zu sagen, hat der liebe Gott Johannes Singhammer erfunden.  Als zu Beginn der Rotgrünen Bundesregierungszeit die umgangssprachliche „Homoehe“ eingeführt wurde, gab es eine dieser Situation, die einen echten Singhammer erforderte, weil der übliche Geis nicht mehr ausreichte. Im Bundestag gibt es unter 622 Abgeordneten im Grunde nur noch zwei ausgewiesene Homohasser, die das auch laut sagen - Johannes Singhammer und Norbert Geis; selbstredend beide CSU.

Bei aller Nächstenliebe aber darf in der Öffentlichkeit nicht der Eindruck entstehen, als sei diese Lebensform etwas ganz selbstverständliches, als sei es richtig, wenn junge Menschen sich für eine solche Lebensform entscheiden. Es ist daher an der Zeit, dass diese Lebensform endlich auch in der Öffentlichkeit als das bezeichnet wird, was sie ist: die Perversion der Sexualität. Die Aufdringlichkeit, mit der sich Homosexuelle öffentlich prostituieren, ist nur noch schwer zu ertragen. Sie lassen jede Scham vermissen. Der Verlust der sexuellen Scham aber ist immer ein Zeichen von Schwachsinn, wie es Freud formuliert hat. Deshalb muss in der Öffentlichkeit Widerspruch laut werden, damit der Schwachsinn nicht zur Mode wird.“
(Norbert Geis)

„Der Arbeiter am Fließband oder der Kumpel unter Tage muss sich krumm legen, damit die Rente der „Homo-Witwe“ mitfinanziert wird“

(Singhammers Warnung zur Homosexuellen-Gleichstellung bei der Rentenreform)

„In der Ehe und bei heterosexuellen Paaren liegt die Zukunft. Und nicht bei irgendwelchen Fehlentwicklungen.“
(Norbert Geis 2009)

Man freut sich fast, daß Guido Westerwelle Außenminister ist.
Nicht weil auch nur ein Promille seiner Person sympathisch wäre, oder er jemals gute Politik gemacht hätte, aber immerhin wird es Singhammer und Geis jeden Tag gehörig ärgern, daß ausgerechnet ihre schwarzgelbe Regierung einen „fehlentwickelten Schwachinnigen“ zum obersten Vertreter Deutschlands weltweit bestimmt hat.   (….)

(Bayern blicken durch, 10.05.2013)

Als die Diskriminierung Homosexueller 2017 weitgehend aufgehoben wurde, stand Singhammer an der Spitzer derer, die sich damit nicht abfinden konnten.

[….] Bundestagsvize Singhammer rät Bayern zur Verfassungsklage

Der Vizepräsident des Bundestags, Johannes Singhammer (CSU), rät der bayerischen Staatsregierung, vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Öffnung der Ehe für Homosexuelle zu klagen. Dies könne rasch Klarheit schaffen, ob die Neudefinition des Ehebegriffs verfassungswidrig ist, sagte er der Welt. Der Bundestag hatte am Freitag mit einer breiten Mehrheit von SPD, Linken und Grünen sowie knapp einem Viertel der CDU/CSU-Fraktion die völlige rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen beschlossen, einschließlich des uneingeschränkten Adoptionsrechts.  [….]

(ZEIT, 03.07.2017)

Genau sechs Jahre nach der „Eheöffnung“ stellen wir verblüfft fest: Deutschland wurde nicht von einem Höllenschlund verschluckt, es gibt immer noch heterosexuelle Männer und Frauen, die gemischtgeschlechtliche Ehen eingehen und es werden sogar noch Kinder geboren. Singhammer war gehörig auf dem Holzweg.

Nach seinem Abschied von der Berufspolitik, engagiert er sich nun ausschließlich dort, wo man Schwule noch klar ablehnt und Frauen grundsätzlich auf einen niederen Rang abstellt: Der katholischen Kirche in Bayern!

Der Träger des Päpstlichen Gregoriusordens engagiert sich als Mitglied des Diözesanrates des Erzbistums München-Freising.

Herr Marx wird also von stramm homophoben Konservativen beraten.

Das läuft aber auch nur so mittel.

[….] Im vergangenen Jahr sind 49 029 Katholiken im Erzbistum München und Freising aus der Kirche ausgetreten - 13706 mehr als im Jahr 2021. Es ist die höchste Zahl seit Einführung der hauseigenen Statistik in den 1970er-Jahren.   [….]

(SZ, 28.06.2023)

[….] So viele Menschen wie noch nie sind im Jahr 2022 aus der katholischen Kirche ausgetreten. Das gilt sowohl für den Freistaat als auch für die gesamte Bundesrepublik. So sind 153.586 Menschen in Bayern aus der katholischen Kirche ausgetreten, mehr als eine halbe Million Menschen sind es bundesweit. „Die katholische Kirche stirbt einen quälenden Tod vor den Augen der gesellschaftlichen Öffentlichkeit“, kommentierte der Kirchenrechtler Thomas Schüller.  [….]

(Merkur, 30.06.2023)

(….) 522.821 zahlende Mitglieder nahmen im Jahr 2022 aktiv ihren Hut. Damit trat nahezu jede Minute ein Mensch aus der Katholischen Kirche aus. […..]

[….]  Rechnet man Todesfälle mit dazu, hat die katholische Kirche deutschlandweit 763 000 Mitglieder verloren. [….]

(Annette Zoch, 29.06.2023)

380.000 Menschen verließen 2022 lebendig die Evangelische Kirche, hinzu kommen 365.000, die tot ausfielen. Zusammen mit den katholischen Kollegen, konnten die deutschen Kirchen also allein im Jahr 2022 rund 1,51 Millionen Menschen aus ihren Mitgliedslisten streichen.  (…)

(Eins Komma Fünf Millionen weniger, 29.06.2023)

Singhammers Lebenswerk in Trümmern: Selbstbestimmungsgesetz, Schwulenehe, Lesbenehe, Blasphemie-Paragraf wurde nie verschärft, keiner will die Nationalhymne singen, die Weiber wollen gleichen Lohn und in dem Bistum, in dem er sich engagiert, rasen innerhalb eines Jahres 50.000 Menschen schreiend weg.

Was soll man dazu sagen? Hätte Singhammer einen Funken Realitätsbewußtsein, müsste er anerkennen, auf ganzer Linie gescheitert zu sein. Seine Konzepte waren allesamt Rohrkrepierer. Wenn er dereinst begraben sein wird und eine KI von einem seiner Urenkel gefragt wird, was Uropa eigentlich politisch vertrat, wird sie antworten: „Nur haltlosen Unsinn, der schon zu seinen Lebenszeiten abgelehnt wurde und heute als schlechter Witz gilt“.

[…..] Der Exodus der Gläubigen nimmt kein Ende. Im vergangenen Jahr sind 522.821 Menschen hierzulande aus der katholischen Kirche ausgetreten – ein Negativrekord. Seit Bekanntwerden der Missbrauchsskandale ab 2010 haben rund drei Millionen Menschen ihre Kirche verlassen. Das liegt auch an der Art, wie die Kirchenführung mit der epochalen Krise umgeht. […..] Sonst folgt auf den Exodus bald der kirchliche Exitus.  [….]

(Felix Bohr, 30.06.2023)

Noch ist der homophobe Johannes allerdings putzmunter und gibt Auskunft über seine Bewertung des Kirchensterbens.

[….] Angesichts der hohen Austrittszahlen bei der katholischen Kirche sorgt sich der frühere Bundestags-Vizepräsident Johannes Singhammer (CSU) um die Zukunft der Gesellschaft. [….] Die bisherigen Strategien, die Kirchenflucht zu stoppen, seien nur begrenzt erfolgreich, so Singhammer. [….]  Ob allerdings eine möglichst schnelle Umsetzung des sogenannten Synodalen Wegs «statt Austritten wieder auch Eintritte bewirkt, darüber herrscht schon weniger Einigkeit».  [….]

(ZEIT, 01.07.2023)

Die Katholische Kirche versucht verzweifelt die Austrittswelle zu stoppen und ihre „Strategie“ führt zu einem noch viel rasanteren Austrittstempo – die Menschen können gar nicht schnell genug wegrennen. Das nennt dieser CSU-Clown dann begrenzt erfolgreich und stellt sogleich den Synodalen Weg in Frage.

Wenigstens passt Singhammer zu dem superverschwenderischen Multimillionen Luxus-Kardinal Marx in seinem edlen Palais Holnstein: Dem ist 13 Jahre nach Canisius auch noch kein einziger sinniger Satz eingefallen, der die Menschen zum Verweilen bei seinem raffgierigen Kinderfic**rförderverein mit den antihumanistischen Regeln einer primitiven Hirtenkultur animieren könnte.

[….] Wie sehr diese Zahlen die Kirche schmerzen und offenbar auch etwas ratlos zurücklässt, zeigt nun auch eine Aussage des Erzbischofs von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx. »Die Nachrichten dieser Woche bewegen mich zutiefst«, sagte Marx bei einem Gottesdienst, bei dem er drei Priester weihte. Auch im größtenteils katholisch geprägten Bayern hatte es mehr als 153.000 Austritte gegeben. »Ich frage mich: Was kann ich tun? Was ist meine Aufgabe? Was ist unsere Aufgabe, unser gemeinsames Wirken?« Marx sagte weiter, es gebe keine einfachen Antworten – aber Aufgaben. Es mache ihm große Sorge, wenn Gottesdienste als kraftlos und langweilig empfunden würden.  [….]

(SPON, 02.07.2023)

Für mich als Atheisten sind Marx und Singhammer Grund zum Optimismus. Wenn selbst diesen Profikirchisten so offensichtlich gar nichts einfällt, wozu ihr Verein gut sein soll, kann ich mich auch weitere Austrittsrekorde freuen.

Samstag, 1. Juli 2023

Impudenz des Monats Juni 2023

Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.

Ob meiner generellen Resignation und Misanthropie, werde ich bei den täglich auf mich einprasselnden Schreckensnachrichten selten wirklich überrascht oder schockiert.

Meistens denke ich nur ein sarkastisches „das passt ja ins Bild“ oder muss mich für die Doofheit anderer mitschämen. Im Juni schaffte Friedrich Merz es allerdings, mich ernsthaft wütend zu machen.

Das ändert nicht an meiner generellen Verachtung für ihn, die seit Jahrzehnten besteht und sich mit jeder seiner Äußerungen verfestigt.

Aber die Merz-Strategie nach dem Schock von Sonneberg ließ selbst mein Blut in meinen Adern gefrieren.

Daher küre ich Friedrich Merz (wieder einmal) zur Impudenz des Monats.

Zur Erinnerung, in der Landrats-Stichwahl gab es nur zwei Kandidaten: Den AfD-Wahlsieger Robert Sesselmann und CDU-Amtsinhaber Jürgen Köpper.

Es gibt ausschließlich um die Frage „AfD oder CDU“. Kein Grüner stand zur Wahl. Im Gegenteil, die Grünen hatten einhellig zur Unterstützung des schwarzen Landrats Köpper aufgerufen.

Zum Dank beschloss der CDU-Chef ganz ungeniert ein „AfD-Wahlprogramm“.

[….] Agenda für Deutschland“ von Union: Pappmaché-Mauer nach Rechts

Mit der „Agenda für Deutschland“ will die Union die „bürgerliche Mitte“ ansprechen. Es ist das übliche Wettern gegen Ampel, angebliche Bevormundung und Migration.

CDU und CSU haben sich auf einer gemeinsamen Präsidiumssitzung in München auf ein Zehn-Punkte-Programm mit einer „Agenda für Deutschland“ verständigt. Breiten Raum nehmen darin die Themen Innere Sicherheit und Wirtschaftsförderung ein. Eine Absage gibt es an „illegale Migration“ sowie „Verbote und Bevormundung“. [….]

(taz, 30.06.2023)

Ganz offen schließt sich CDU-Merz dem rechtsextrem-populistischen Grünen-Hass an, macht in dieser Hinsicht deckungsgleiche Politik mit der AfD.

[….] In Umfragen liegen die Grünen in ostdeutschen Ländern fast ausschließlich im einstelligen Bereich, bei vielen ist die Ökopartei regelrecht verhasst. Ost und grün, das passt derzeit kaum zusammen.  Die AfD hingegen kommt in Umfragen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt auf bis zu 30 Prozent. Im thüringischen Landkreis Sonneberg wurde gerade der erste AfD-Landrat in Deutschland gewählt. Sind die Grünen mit Schuld daran? CDU-Chef Friedrich Merz jedenfalls machte die »Energiepolitik« der Grünen für die »Polarisierung« der Gesellschaft verantwortlich. Was er damit sagen wollte: Die AfD werde aus Protest gegen die Grünen gewählt. Also erklärte er kurzerhand die Grünen zum »Hauptgegner« der CDU. [….] Vergangenes Jahr kam Robert Habeck in die Uckermark, nach Schwedt, zum PCK-Werk. [….] Die Fernsehbilder und Berichte von Habecks Besuch waren eindeutig: Er garantierte der Raffinerie zwar eine Zukunft, traf aber dennoch auf blanke Wut. »Hau ab«, riefen Demonstrierende dem Minister zu und buhten ihn aus. Auf einem Plakat war zu lesen: »Grüne an die Ostfront«. [….] Einen aktuellen Anlass für die Wut vieler Ostdeutscher gegen die Grünen gab es zunächst nicht, im Gegenteil: Auch wegen der Verdienste Habecks um die Energieversorgung kam das Land um einen heißen Herbst der Proteste und einen entbehrungsreichen Winter herum. [….]

(Susanne Beyer, SPIEGEL, 01.07.2023)

Merz ist offensichtlich nicht einfach unbelehrbar. Nachdem der xenophobe und homophobe Rechtspopulist die AfD, die er zu halbieren versprach, in Sonneberg auf 53% hochgejazzt hatte, kann er sich nicht mehr mit Unwissenheit oder Doofheit rausreden.

Er muss wissen, wie er durch Kopieren der AfDschen Hetz-Thesen nur die AfD stärkt. Da aber nicht nur mit diesem braunen Kurs fortfährt, sondern sogar noch weiter nach rechts driftet, scheint er ganz offensichtlich Allianzen mit den Faschisten anzustreben. Das kennen wir schon von den deutschen Konservativen.

Nach links treten, nach rechts kuscheln.

[….] Auch CDU-Chef Friedrich Merz scheint die Wahl nicht als Aufforderung zu sehen, sich mit seinem Landesverband Thüringen zu befassen (der sich in desolatem Zustand befindet), sondern erklärt sein Lieblingshobby – das Grünen-Bashing – zur Parteistrategie. Er rief nach der Niederlage seines Kandidaten in Sonneberg ausgerechnet die Grünen als Hauptgegner aus. Dabei hat der CDU-Kandidat nicht gegen die Grünen, sondern gegen die AfD verloren. Die Grünen sind allerdings auch der Hauptgegner der AfD. Merz schlägt sich also zumindest verbal auf ihre Seite.  [….]

(Sabine Rennefanz, 29.06.2023)


 

Freitag, 30. Juni 2023

Trump und Taylor Taranto

Der orange Messias der US-Republikaner ist natürlich ein hochkrimineller Rechtsextremist, Lügner und Verfassungsfeind. Politisch steht er für alles, das ich verachte. Er ist die Apotheose des Nichtfunktionieren der modernen Demokratie, da er täglich überdeutlich darstellt, wie hochgradig ungeeignet er für jedes Staatsamt ist – geschweige denn für das Höchste: Sturm auf das Kapitol, Negierung von freien Wahlen, Hochverrat, Ausplaudern sakrosankter Staatsgeheimnisse.

Gebildete und mit neutralen Fakten vertraute Wähler würden so einem statt 75 Millionen, genau Null Stimmen geben.

Was tun, wenn der Souverän, also das Wahlvolk, so offensichtlich geistig nicht in der Lage ist, im Sinne des Erhalts der US-amerikanischen Verfassungsordnung zu handeln?

Oder noch schlimmer, wenn sich das Volk bewußt von der Demokratie abwendet und eine Autokratie der Bösartigkeit anstrebt?

Trump ist kein Politiker, sondern der narzisstischste Demagoge der USA.  Für eine kurze Befriedigung seines eigenen Egos, würde er ohne zu zögern Millionen in den Tod schicken, weil er als Soziopath unfähig ist, Empathie zu empfinden und zudem intellektuell zu beschränkt ist, um die Konsequenzen zu erahnen.

Neben dem sechsfachen Pleitier, Betrüger, Kriminellen, Politiker, Ex-Präsidenten und Kandidaten Trump, gibt es auch noch den Menschen Trump.

Der ist sogar noch schlimmer.  Der Bully, Feigling, bornierte, sexuell übergriffige, unfaire, angeberische Prolet zeigt sich immer wieder völlig unfähig, sich zumindest vorzustellen, welche Empörung er hervorruft. Der Mann wirft im Weißen Haus Fast Food an die Wände, schleudert Ketchup-Flaschen an die Wand.

Er fantasiert nicht nur über Sex mit seiner Tochter Ivanka, sondern erzählt das auch noch jedem in seiner Umgebung.

[….] Ex-Präsident Donald Trump soll angeblich über die Brüste und den Hintern seiner Tochter Ivanka schwärmen – ja, sogar darüber, wie es sei, mit ihr Sex zu haben. Das schreibt Miles Taylor in seinem Buch "Blowback: A Warning to Save Democracy from the Next Trump". Taylor arbeitete als ehemaliger Stabschef im Ministerium für Innere Sicherheit (Department of Homeland Security) unter Trump. In seinem Buch gibt er brisante Details preis – darunter die Sexfantasien Trumps mit seiner eigenen Tochter. [….] "Berater sagten, dass [Donald Trump] über Ivanka Trumps Brüste, ihren Hintern und darüber sprach, wie es wäre, mit ihr Sex zu haben – Bemerkungen, die den (ehemaligen Stabschef) John Kelly einmal dazu veranlassten, den Präsidenten daran zu erinnern, dass Ivanka seine Tochter ist", schreibt er und löst damit eine Welle der Empörung aus.   [….]

(Anne-Kathrin Hamilton, 29.06.2023)

Trump äfft Behinderte nach, macht sich über das Aussehen und Alter von Frauen lustig.

Er ist aber vor allem ein in der Wolle gefärbter Sadist, dem es die größte Freude bereitet, andere Menschen zu quälen, ihnen Schmerzen zuzufügen.

Das begann schon bei seinen rassistischen Attacken auf die „Central Park Five“.

Vor rassistischem Hass rasend, hatte er in immer größeren Kampagnen die Todesstrafe für fünf völlig unschuldige Menschen gefordert. Nur weil sie schwarz waren. Nachdem ihre Unschuld bewiesen war, lehnte er brüsk eine  Entschuldigung ab.

[….]  Fünf Jugendliche werden 1989 zu Unrecht wegen Vergewaltigung verdächtigt. Mit einer rassistischen Kampagne fordert Donald Trump daraufhin damals in vier Zeitungsannoncen, die Todesstrafe wieder einzuführen. Trotzdem will er sich dafür heute nicht entschuldigen.

Ende Mai veröffentlichte Netflix die Miniserie "When They See Us". Darin wird die Geschichte der sogenannten Central Park Five erzählt: fünf unschuldige afro-amerikanische und Latino-Jugendliche, die vor 30 Jahren für die Vergewaltigung einer Joggerin verurteilt worden sind. [….] Dabei steht nun auch Präsident Donald Trump im Fokus der Kritik. Trump, seinerzeit noch Immobilienunternehmer, forderte damals mit ganzseitigen Anzeigen in vier New Yorker Tageszeitungen die Todesstrafe für die Täter, ohne deren Namen zu nennen. 85 000 Dollar soll er laut Medienberichten für die Zeitungsannoncen ausgegeben haben. Darin schrieb er unter anderem: "Ich möchte diese Räuber und Mörder hassen dürfen. Sie müssen leiden – und wenn sie töten, dann müssen sie wegen ihrer Verbrechen hingerichtet werden."  [….]

(STERN, 19.06.2019)

Schon im 2016er Wahlkampf rief er immer wieder zu Prügeln und Schlägen auf.

Der sich an Gewalt ergötzende Sadist Trump, fördert natürlich Gewalttätigkeit, stiftet sie seit dem Sturm auf das Kapitol, als er hoffte, sein Vizepräsident Mike Pence würde gelyncht und aufgehängt, immer mehr an.

Seine Nemesis Barack Obama hasst er nach wie vor am meisten und hilft Terroristen bei ihren Versuchen, seinen Amtsvorgänger zu töten.

[….] Nun haben Behörden einen mutmaßlichen Trump-Fan nahe dem Haus des früheren US-Präsidenten Barack Obama in Washington festgenommen. [….] Bei dem Mann soll es sich demnach um einen 37-jährigen Anhänger handeln, der am Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 beteiligt war und per Haftbefehl gesucht wurde. Nach Angaben der »Washington Post«  führte der Mann in seinem Kleinbus Schusswaffen mit sich. Bevor er festgenommen wurde, soll er versucht haben, vor Mitarbeitenden des Secret Service zu fliehen. [….] Der Mann soll Veteran der U.S. Navy sein und habe zuletzt als Onlineredakteur für einen Ortsverein der Republikaner gearbeitet. [….] Bei seiner Festnahme soll der Mann damit geprahlt haben, auch über Sprengstoff zu verfügen. Die Sicherheitskräfte sollen Material gefunden haben, mit dem man eine Art Molotowcocktail herstellen kann. Weiter heißt es, der Mann soll in den vergangenen Wochen in Livestreams im Internet Drohungen ausgestoßen haben. Laut Sicherheitskräften sei es kein Zufall gewesen, dass er in der Nähe des Hauses der Obamas gewesen sei.  […]

(SPON, 30.06.2023)

Die Privatadresse der Obamas bekam der White Supremacy-Terrorist von Trump.

[….] A January 6 rioter on the run from the law who was arrested outside the Washington DC home of former President Barack Obama shared a social media post by ex-president Donald Trump revealing his predecessor’s address hours before he was detained. Taylor Taranto, 37, was arrested on Thursday on charges stemming from his activities during the Capitol riot in early 2021. But he was also discovered to have several firearms and the materials needed to make a Molotov cocktail in the neighbourhood of the US capital where the Obamas live. The matter is being reviewed by the FBI’s Joint Terrorism Task Force. [….]

(Independent, 30.06.2023)

Die Privatadresse der Familie seines schwarzen Vorgängers an rechtsextreme Terroristen zu verteilen, ist wieder eins dieser Vorkommnisse, das allein dafür ausreichen müsste, ihn komplett unwählbar zu machen und die Zahl seiner Unterstützer auf Null runterzufahren.

Aber die Republikaner haben ihre Transmutation von einer rechten Partei in einen morbiden Todeskult längst abgeschlossen und so findet sich heute kein GOPer, der Trump verurteilt.

[….] Earlier Thursday, a Truth Social account that uses the same screen name that Taranto uses on other social media accounts re-posted a Trump post that included what is alleged to be the address of Obama’s home in Washington and noted that the home is near a mosque. “Got them surrounded!” the Truth Social account wrote. [….]

(NBC News, 30.06.2023)

Schwer vorstellbar, wie man moralisch und menschlich noch tiefer sinken könnte, aber bei Trump bin ich sehr zuversichtlich: Er wird es schaffen.

Donnerstag, 29. Juni 2023

Eins Komma Fünf Millionen weniger

Der ZdK-Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Söding hatte heute die eher unangenehme Aufgabe, sich im Morgenmagazin Dunja Hayali zu stellen, die ein paar Antworten zu den neuesten Mitgliedszahlen stellte.

Der prominente Exeget hatte es mit den schlimmsten Zahlen der Katholischen Kirchengeschichte zu tun.

522.821 zahlende Mitglieder nahmen im Jahr 2022 aktiv ihren Hut. Damit trat nahezu jede Minute ein Mensch aus der Katholischen Kirche aus.

[….] Insgesamt 522 821 Katholikinnen und Katholiken haben der Kirche im vergangenen Jahr den Rücken gekehrt, teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Mittwoch in Bonn mit. Im bisherigen Rekordjahr 2021 waren es 359 338 Menschen.

Rechnet man Todesfälle mit dazu, hat die katholische Kirche deutschlandweit 763 000 Mitglieder verloren. Auf der Haben-Seite stehen rund 160 239 Eintritte durch Taufe, Übertritt oder Wiederaufnahme. Damit gehören noch 20,9 Millionen Menschen der katholischen Kirche an, das entspricht 24,8 Prozent der Bevölkerung. [….]

(Annette Zoch, 29.06.2023)

Sogar im frommen Bayern sagten 153.586 Mitglieder der Kirche Byebye.

380.000 Menschen verließen 2022 lebendig die Evangelische Kirche, hinzu kommen 365.000, die tot ausfielen.

Zusammen mit den katholischen Kollegen, konnten die deutschen Kirchen also allein im Jahr 2022 rund 1,51 Millionen Menschen aus ihren Mitgliedslisten streichen.

Man könnte also annehmen, daß Zentralkatholik Söding einen Funken Zerknirschung oder Besorgnis bei seinem Fernsehauftritt zeigen würde. Schließlich zerbröselt sein Lebenswerk gerade vor seinen Augen. Seit Jahrzehnten brütet er über der Bibel, verfasste viele Dutzend Bücher zum Thema, engagiert sich rund um die Uhr für den katholischen Glauben und im Rentenalter angekommen, zeigen ihm gleich 763.000 Katholiken auf einmal den Mittelfinger.

Aber weit gefehlt. Der 67-Jährige Familienvater verzog nicht einmal das Gesicht, gab sich tiefenentspannt. Schließlich verzeichneten alle großen Organisationen Schwund. Dazu kämen auch hausgemachte Probleme bei den Katholiken, aber daran arbeite man ja jetzt und werde sich ändern. Den 523.000 Ausgetretenen hatte er nichts zu sagen, kein Wort des Verständnisses oder Bedauerns. Dabei ist Söding noch nicht mal einer der Oster-Ackermann-Heße-Woelki-Fraktion, über den man sich ärgern würde. Er wirkt ganz nett, leidet nur ganz offensichtlich unter völligem Realitätsverlust, wenn er ernsthaft annimmt, man sei auf einem „guten Weg“ und demnächst strömten die Menschen wieder in Scharen in die RKK.

Als Atheist kann ich nur DANKE sagen!

Die katholischen Geistlichen arbeiten weiterhin aktiv daran, die Mitglieder immer schneller zu verjagen und die katholischen Laien scheinen alle auf Valium zu sein.

Ich habe also keinen Grund, zu befürchten, die Kirche könnte sich wirklich ändern und wieder attraktiver werden.

Sicher, die Weltkirche wächst stark, aber nur dort, wo Armut, Unbildung und Doofheit herrscht. Je höher das Bildungsniveau einer Gesellschaft, desto mehr Menschen wenden dem Religiotismus den Rücken zu.

Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang, daß noch nicht einmal gewaltige Großkrisen wie Krieg, Corona und Klimakollaps etwas daran ändern.

Schließlich nehmen die Kirchen für sich in Anspruch, Trost zu spenden, für die Seelsorge prädestiniert zu sein.

Pandemie, Hyperinflation, Atomkriegsangst, Russischer Überfall auf die Ukraine am 24.02.2022.

Mehr Apokalypse in einem Jahr war bisher kaum denkbar – was sollten das für goldene Zeiten für eine jenseitige Organisation sein, die „sinnstiftend“ die Antworten zu geben meint, die Wissenschaft oder Politik nicht kennen.

Aber weit gefehlt. Obwohl es dermaßen krachte, zog es die Menschen eben nicht auf der Suche nach Trost in die Gotteshäuser, sondern auf die Bezirksämter, um den Pfaffen die rote Karte zu zeigen.

Mutmaßlich wird der Ausstiegstrend immer stärker werden, da die verbissen an ihren Privilegien und Reichtümern festhaltenden Kleriker ganz offensichtlich außerstande sind, zu begreifen, wieso sie so verdammt unsympathisch sind.

[…] Nach Einschätzung des Religionssoziologen Ebertz befindet sich die Kirche in einem Teufelskreis. Die Gründe dafür, dass die Mitglieder in Scharen wegliefen, verstärkten sich gegenseitig und führten zu einer Abwärtsspirale, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Der Mitgliederschwund beginne mit immer knapper werdenden personellen und finanziellen Ressourcen, wodurch die Qualität der kirchlichen Angebote leide.

Die Führungsriege habe keine positive Idee, wie die Kirche in der Zukunft aussehen solle, sagte Ebertz. Stattdessen bekämpfe man sich gegenseitig auf offener Bühne und spreche sich das Katholischsein ab. Zudem schaffe es die katholische Kirche nicht, die Menschen, die ein Interesse an ihren Angeboten haben, einzubinden, sagte er.  Diese Probleme allerdings sehe man in der katholischen Kirche gar nicht, weil sie sich nur mit sich selbst beschäftige. Ein Blick von außen, der dringend notwendig sei, sei unerwünscht, kritisierte Ebertz. Die Kirche sei wie ein Karussell, das sich immer weiterdrehe, und niemand sehe die Menschen, die draußen stünden und mitfahren oder es erneuern wollten.  […]

(Kirche und Leben, 29.06.2023)

Also noch einmal, Danke, Danke, Danke Woelki, Ackermann, Marx, Gänswein, Bergoglio – Ihr schaltet Euch zuverlässig selbst den Saft ab.

Gut so, denn das Produkt, das Ihr immer noch zu verkaufen versucht, ist nicht zu retten. Dafür müsste man erst einmal den Katechismus und die Bibel wegwerfen.

Welcher Mensch des Jahres 2023, der auch nur über Verstandesrudimente verfügt, soll denn für solche „Heiligkeiten“ zahlen?

1.Samuel 18,27

Da machte sich David auf und zog hin mit seinen Männern und erschlug unter den Philistern zweihundert Mann. Und David brachte ihre Vorhäute dem König in voller Zahl, um des Königs Schwiegersohn zu werden. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zur Frau.

Lukas 14,26

Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Richter 19,29

Als er nun heimkam, nahm er ein Messer, fasste seine Nebenfrau und zerteilte sie Glied für Glied in zwölf Stücke und sandte sie in das ganze Gebiet Israels.

Hesekiel 23,20

Wieder packte sie die Gier nach ihren früheren Liebhabern, deren Glied so groß war wie das eines Esels und die so brünstig waren wie ein Hengst.

Psalm 137,9

Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!

1.Petrus 2,18

Die Sklaven sollen sich voll Ehrfurcht ihren Herren unterordnen, nicht nur den gütigen und freundlichen, sondern auch den unberechenbaren.

Tröstende Worte, vor allem für Sklavenbesitzer.

2.Mose 35,2

(...) Am siebenten Tag (...) sei für euch Sabbat, ein Ruhetag, heilig dem HERRN. Wer an diesem Tag arbeitet, soll sterben.

5.Mose 25,11-12

Wenn zwei Männer in Streit geraten sind und die Frau des einen kommt ihrem bedrängten Mann zu Hilfe und packt den andern bei den Hoden, dann dürft ihr kein Mitleid mit ihr haben; ihr müsst ihr die Hand abhacken.

4.Mose 31,17

Tötet alle Kinder, die männlichen Geschlechts sind, und alle Frauen, die schon mit einem Mann Verkehr gehabt haben!

Matthäus 10,34

Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

Mittwoch, 28. Juni 2023

Trumpisierung der europäischen Konservativen

Inzwischen bin ich mit fast sicher; die ersteAfD-CDU-Koalition wird kommen.

Die Union ist ein viel zu unsicherer Kantonist bei der Verteidigung der Demokratie; schielt selbst immer ungenierter auf völkische Lügenthemen.

Da erscheint es als reiner Hohn, wenn ARD/ZDF heute zurückrudern, nachdem „funk“ in einer Instagram-Story die C-Parteivorsitzenden als „rechts“ bezeichnete.

[….] ARD räumt Fehler bei funk-Beitrag ein

In einer Instagram-Story des Jugend-Netzwerks funk wurden Vertreter von CDU und CSU politisch in die Nähe der AfD gerückt. Die verantwortliche ARD teilt nun mit: Der Beitrag entspreche nicht den eigenen Standards.

»Die da oben!« stand über der Instagram-Story, die das Content-Netzwerk funk ins Netz gestellt hat, so heißt das öffentlich-rechtliche Politik-Format, das sich an junge Zuschauer und Zuschauerinnen richtet. Die Story hatte für Diskussionen gesorgt, da in dem Beitrag für das Video »Was ist rechts?«  geworben wurde, in dem erklärt wird, welche Personen, Verbände und Strömungen als »politisch rechts« gelten. Der verhängnisvolle Satz: »Björn Höcke, Alice Weidel, Friedrich Merz und Markus Söder haben was gemeinsam: Sie sind rechts.«  […..]

(SPON, 28.06.2023)

Wenn Söder und Merz nicht rechts sind; wer den bitte sonst?

Die Sphäre des „seriösen Konservatismus“ haben sowohl Merz, als auch Söder, längst überschritten, indem sie schrille Lügen verbreiten und gezielt antidemokratische Tendenzen fördern. Diese Union ist nicht regierungsfähig und gefährlich für Deutschland.

[…]  Das Heizungsgesetz ist da - und die extreme Wut über die neuen Regeln, geäußert auch von Politikern, hat jetzt hoffentlich ein Ende. […] Sehr bedenklich ist die Geräuschkulisse, mit der das Gesetz zustande kommt. Hammer, Chaoten, Deppen, Rotzen und Kotzen - es wurde gepöbelt auf Teufel komm raus. Teile der CDU/CSU, der Linken, FDP plus der ganze Hubert Aiwanger verloren in ihrem Geschrei Respekt und Anstand. Die politische Debatte verrohte. Das darf gerade den Parteien der Mitte nicht noch einmal passieren. Denn das stärkt nur die Leugner und Verharmloser des Klimawandels und alle Extremisten, denen der Aushandlungsprozess namens "Demokratie" zu kompliziert ist. […]

(Thomas Hummel, SZ, 28.06.2023)

CDU und CSU entziehen sich der Sachdebatte, setzen stattdessen auf schnelle demoskopische Punkte, indem sie mit Dreck werfen und Nebel produzieren.

[….]  Klimaschutz, das ist nun allen klar, hat etwas mit unserem Alltag zu tun. Er kostet Geld, bedeutet Veränderung und das Ablegen von alten Gewohnheiten. Und er kommt schneller als gedacht. Veränderung löst Unsicherheiten aus – und die können wehtun. So gesehen muss man Friedrich Merz vermutlich recht geben, der nach der Wahl in Sonneberg anmerkte, das Heizungsgesetz der Ampelregierung habe viele Menschen verunsichert. Deshalb seien die Grünen »auf absehbare Zeit die Hauptgegner in dieser Bundesregierung«, so Merz. Interessant ist die Frage, wer diese Verunsicherung ausgelöst hat. […] Die Konservativen attackierten zusammen mit der AfD, rechten Medien und Boulevardzeitungen seit Monaten die Klimaschutzpolitik der Regierung, sie polemisierten und schreckten auch nicht vor Desinformation zurück: Alle Heizungen müssen raus! Verbrenner dürfen ab 2035 nicht mehr fahren! Solche unwahren Schreckensszenarien malten Opposition und Boulevard lustvoll an die Wand. […] Natürlich muss die Opposition die Regierung kritisieren. Doch die gemeinsame Fokussierung regelrechter Hetzkampagnen gegen Klimaschutzgesetze ist strategisch. AfD und Teile der Union verbreiten mit ähnliche Worten, was große Klimaleugner-Thinktanks aus den USA den Menschen einzutrichtern versuchen: Klimaschutz ist gleich Reglementierung, eine Bedrohung der Freiheit und damit autoritär. […] Dass Populisten alles ausnutzen, was ihnen Stimmen bringt, ohne Lösungen für die Probleme anzubieten, ist verwerflich. Sie interessieren sich nicht für Inhalte, ihnen ist der Klimawandel egal. Es ist nur ein weiteres Thema, das sie für ihre Tiraden gegen »die da in Berlin« nutzen können. Allerdings muss eine Demokratie auch solch verantwortungslose Politiker aushalten – und vor allem muss sie mit ihnen rechnen. Schlimm genug, wenn Vertreter von CDU und CSU in diesen Chor einstimmen. […]

(Susanne Götze, SPIEGEL, 28.06.2023)

CDU und CSU sind zur Sachpolitik unfähig und längst zu einer unseriösen gärigen schwarzbraunen Masse mutiert. Es gibt keine konstruktive Arbeit der Unionsgrößen.

Stattdessen drängt es sie in Talkshows, wo sie mit Tabubrüchen prahlen, oder wie Philipp Amthor ernsthaft mit SchwarzRotGold-Geschwurbel als Zukunftskonzept auftreten.

[….] Amthor initiiert Patriotismus-Antrag

[….] Die Unionsfraktion spricht sich dafür aus, Patriotismus und nationale Symbole in Deutschland stärker zu fördern. Dazu solle die Bundesregierung ein „Bundesprogramm Patriotismus“ entwickeln, heißt es in einem Antrag von CDU/CSU, der am Mittwochnachmittag (24. Mai) im Bundestag in erster Lesung debattiert wurde.  Das Programm solle unter anderem „die ganzjährige Sichtbarkeit nationaler Symbole – insbesondere der Bundesflagge – im öffentlichen Raum“ erhöhen und dafür sorgen, „dass die Nationalhymne häufiger bei öffentlichen Anlässen gesungen und weiter als fester Bestandteil des deutschen Liedguts gepflegt wird“. [….]

(KSTA, 24.05.2023)

Damit wären dann wohl alle Fragen zur Energiewende zufriedenstellend beantwortet.

Diese Trumpisierung der konservativen Politik, also die Substitution von Sacharbeit durch Hetze, Hass und Ideologie, gibt es bedauerlicherweise nicht nur in Deutschland.

Die Tories in England, die PiS in Polen, die Fidesz in Ungarn, die ÖVP in Österreich und natürlich die Forza Italia sind längst GOP-Klone und bringen kontinuierlich ihre eigenen Boeberts und Greens hervor.

Der niederbayerische CSU-Mann Manfred Weber (*1972), Partei- und Fraktionsvorsitzender der EVP, galt einmal als liberales Aushängeschild seiner Partei, während der CSU-Vorsitzende Seehofer radikal xenophobe Politik betrieb.

Lang ist es her. Heute macht Weber Wahlkampf für die stramm faschistische Giorgia Meloni und stellte auch auf EU-Ebene die Sacharbeit vollständig zu Gunsten eines plumpen Populismus ein.

[…..] Manfred Weber, der Populist[…] Die EVP versus Naturschutz: Europas Konservative veranstalten ein Trauerspiel aus Kalkül und Inkompetenz.

Die Europäische Volkspartei hat sich dazu entschieden, mit Angst Politik zu machen. Wegen des EU-Naturschutzgesetzes drohten Nahrungsmittel knapp zu werden und noch teurer, verbreitete sie und warnte gar, das Gesetz könne zu globalen Hungersnöten führen. Es gebe außerdem einen Zielkonflikt zwischen Klima- und Umweltschutz, weshalb sie das Gesetz habe ablehnen müssen. Fragen nach der wissenschaftlichen Evidenz hinter ihren starken Behauptungen können die Abgeordneten der EVP-Fraktion nicht seriös beantworten. Weil es keine gibt.

So hat sich die EVP aus partei- und wahltaktischen Gründen von einer vertrauenswürdigen parlamentarischen Arbeit verabschiedet und die bis zu diesem Sommer intakte große Europa-Koalition aus Christ- und Sozialdemokraten, Grünen und Liberalen aufgekündigt. […]

(Jan Diesteldorf, SZ, 28.06.2023)

Extrem pessimistisch in die deutsche und europäische Zukunft zu blicken ist reiner Realismus.

Dienstag, 27. Juni 2023

Medial nicht repräsentiert.

Heute schraubte sich der immerwährende Woelki-Pädosexskandal eine weitere Umdrehung um seinen Hals zu.

Natürlich bin ich über so ein Vorgehen gegen den Lügenkardinal latent besorgt, weil ich befürchte, er könnte irgendwann so weit der Lächerlichkeit ausgesetzt sein, daß er es sogar selbst merkt und zurücktritt.

Das wäre aber ein schrecklicher Verlust für den Atheismus, da niemand unter den deutschsprachigen Christen so effektiv darin ist, die Mitglieder zum Austritt zu bewegen.

In meiner speziellen atheistischen Social-Media-Blase wird das inzwischen von einigen auch so gesehen und gefeiert.

Obwohl inzwischen die Mehrheit der Deutschen konfessionsfrei ist, wird meine Ansicht zum Thema interessanterweise in den klassischen Medien überhaupt nicht wiedergegeben; nicht einmal erwähnt, daß es solche Ansichten gibt.

In Presseberichten gibt es nur zwei andere Denkschulen:

Die sehr viel Kleinere (AfD, Dunkelkatholiken, Urinduscher, Piusbrüder, Vatikan, Kuby/Beverfoerde/Kelle) steht auf der Seite Woelkis und verteidigt seinen Kurs gegen die angebliche „Beliebigkeit“ und Protestantisierung der katholischen Kirche.

Die sehr viel Größere (Boulevard, seriöse Zeitungen, öffentlich-rechtliche Medien, alle Parteien außer AfD) ergeht sich in Larmoyanz, bedauert wie sehr Woelki der Kirche schade und den engagierten Gläubigen das Leben schwer mache und betrachtet ganz selbstverständlich Kirchenaustritte als negativ, weil man die Kinderfi**erorganisation unbedingt erhalten müsse.

Natürlich lehne ich jede Gängelung der Presse ab; jeder soll das schreiben, was er möchte. Ich halte es nur für nicht sorgfältig, die Sicht der Humanisten auf das Thema komplett zu unterschlagen.

Vermutlich fühlen sich die vielen Putinfreunde in Deutschland ähnlich, weil sie den Eindruck haben, die gesamte Presse stehe auf der Seite der Ukraine.

Das kann frustrieren. Der Vergleich hinkt aber insofern, daß die Weidelknechte durchaus in den „Mainstreammedien“ vorkommen. Entweder als Talkshowgäste oder zumindest als Faktor, den Leitartikler mit ganz anderen Meinungen immerhin auch darstellen.

Öffentliche Meinung und VERöffentlichte Meinungen divergieren traditionell sehr stark beim Thema Sport. Insbesondere Sportgroßveranstaltungen.

Obwohl bei der Fußball-WM in Katar eine große Mehrheit der Bevölkerung angab, kein Interesse daran zu haben, wurde die Meinung, sich die mutmaßlich 300 Millionen Euro für die Übertragungsrechte an die hochkorrupte und zutiefst antihumanistische FIFA zu sparen, so gut wie nicht vertreten. Keine Bundestagspartei sprach sich gegen Fußball-Übertragungen auf Kosten der Beitragszahler aus.

Selbst wenn die divergierende Ansicht der Bürger zur einhelligen Medienmeinung wie bei den gescheiterten Olympia-Bewerbungen durch Volksentscheide belegt ist, ärgern sich so gut wie alle Parteien und Presseorgane und Vereine kollektiv über die Mehrheitsansicht, weil gar nicht erst gedacht wird, der Urnenpöbel könnte sich auch mal NICHT irren.

Da ich konservativ, alt und langweilig bin, lebe ich seit 35 Jahren in demselben Stadtteil. Er liegt relativ zentral und ist daher schwer von Eventisierung betroffen. Fast jedes Sommerwochenende findet irgendein „Event“ statt. Die Anlässe – CSD, Schlagermove, Harleydays, Marathon, Triathlon, Halbmarathon, Weinfest, Alstervergnügen, Dom, Japanisches Kirschblütenfest, Stadtteilfest, Weihnachtsmarkt Hafengeburtstag, Elbfest.Hamburg, Maskenzauber, Osterstraßenfest,  Holsten Brauereifest, Discomove,  Stadtfest St. Georg,  Eppendorfer Landstraßenfest, Harburger Binnenhafenfest, 48h Wilhelmsburg, STAMP - The Street Art Melting Pot, altonale, Wedeler Hafenfest, Musikfest am Jungfernstieg, Barmbek schwingt, Außenmühlenfest, Weißes Dinner, Winzerfest St. Pauli, Alafia Afrikafestival, Kreativnacht St. Pauli, Oktoberfeste, Weltkinderfest, Norddeutsche Apfeltage – sind austauschbar; das Bild ist immer gleich: Fressen und Saufen, sehr laute Musik, Rumgrölen.

Zweifelsfrei gibt es diese Menschen, die sich gerne in Massen zusammenballen, sich zusammengedrängt wie Ölsardinen kollektiv besaufen und das zu einem aberwitzig überteuerten Bier/Wein/Glühwein-Preis.

In den letzten 35 Jahren hatte ich natürlich genügend Gelegenheit mit Nachbarn darüber zu sprechen und erlebe dabei ein nahezu homogenes Meinungsbild, welches diametral der veröffentlichen Meinung entgegensteht.

Jeder hasst diese Veranstaltungen, niemand geht dahin, jeder fühlt sich belästigt.

Ich mache mir seit Jahren systematisch einen Spaß daraus, anschließend jeden zu fragen „Na, und waren Sie beim Straßenfest?“ Darauf gibt es zwei Antworten. Entweder „nein, das ist nichts für mich“, oder „ich war vor Jahren einmal da und nie wieder“. (Ich gehöre zu letzterer Kategorie)

Solche Events ziehen Touristen und eine bestimmte Saufklientel an. Ich verstehe, daß dadurch Umsatz generiert wird und Geld in die Hamburger Kassen kommt. Ich verstehe auch, daß ich mir selbst ausgesucht habe, in der Innenstadt zu leben.  Um lediglich zu hören, wie sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, bin ich am falschen Ort. Daher fordere ich auch keine Einschränkungen oder Verbote solcher Veranstaltungen.

Aber die mediale Begleitung treibt mich um. Es ist wie bei Woelki, Katar oder Olympiabewerbungen: Es gibt in den Hamburger Zeitungen und Fernsehsendern und in der Kommunalpolitik zu 100% nur Event-Freunde.

Selbst wenn es offensichtlich ist, daß das gemeine Volk kein Interesse daran hat, wird diese Tatsache ignoriert.

Das 2023er „Uhlenfest“, das  hiesige Stadtteilfest, wurde gestern mangels Interesse abgesagt. Genau wie schon 2022. Die Veranstalter können keine Fress- und Saufbudenbetreiber mehr finden, die den Unsinn mitmachen wollen.

Das kann man bedauern, man kann aber auch froh sein, ein Wochenende Ruhe zu haben und damit die Umwelt zu schonen. Letzteres wird aber noch nicht einmal erwähnt. Kollektiv bedauern alle Medien den Ausfall des „so beliebten Stadtteilfestes“.

[…] Beliebtes Hamburger Stadtteilfest findet wieder nicht statt […] Erneut gucken Uhlenhorster in diesem Jahr in Sachen Straßenfest in die Röhre: Das beliebte Fest auf dem Hofweg und der Papenhuder Straße fällt ins Wasser. Schon im vergangenen Jahr fand auf der Uhlenhorst nichts statt. […] Auf dem Facebook-Kanal des Uhlenhorster Stadtteilfest teilten die Veranstalter:innen mit, dass die beliebte Veranstaltung im Alster-Stadtteil auch diesen Sommer gecancelt ist. Dort schreiben sie: „Leider müssen wir euch mitteilen, dass das Uhlenhorster Stadtteilfest in diesem Jahr nicht stattfinden wird. Wir haben uns alle auf das tolle Stadtteilfest gefreut.“ […] Schon im vergangenen Jahr hatten sich viele Menschen auf das beliebte Stadtteilfest gefreut – vor allem nach der coronabedingten Zwangspause. […]

(MoPo, 27.06.2023)

Es liegt offenbar aber nicht an meinem speziellen Stadtteil, sondern die „besonders beliebten Stadtteilfeste“ sind offenbar unbeliebt.

[….] Volksdorfer Stadtteilfest vor dem Aus – eine Spendenaktion soll helfen

Seit vielen Jahren ist das Volksdorfer Stadtteilfest ein wichtiges Ereignis für Hamburger am nordöstlichen Rand der Stadt. Coronabedingt musste es in den vergangenen beiden Jahre ausfallen und auch dieses Jahr steht das für Anfang September geplante Stadtteilfest nun auf der Kippe – denn es fehlt an finanziellen Ressourcen. […] Zuletzt wurden das Osterstraßenfest (Eimsbüttel) und das Außenmühlenfest (Harburg) abgesagt. […]

(MoPo, 21.07.2022)

Obwohl es wie bei den Volksbefragungen zu Olympiabewerbungen ganz offensichtlich keine Begeisterung für diese Vorhaben in der Bevölkerung gibt, plappern alle Journalisten Pawlowsch mit Tränen in den Augen von den „beliebten“ Festen und bedauernd die Absagen gar fürchterlich.

Genau wie bei den Kirchenausstritten.

[…] Weiteres beliebtes Hamburger Straßenfest fällt aus

Eigentlich hätte es dieses Jahr endlich ein Comeback nach zwei Pandemie-bedingten Absagen geben sollen. Doch jetzt ist klar: Das Osterstraßenfest in Eimsbüttel kehrt auch in diesem Jahr noch nicht zurück. „Aus logistischen und organisatorischen Gründen“, wie es von den Veranstalter:innen heißt. Zuletzt war schon der Ausfall des Außenmühlenfests bekanntgeworden. […]

(MoPo, 02.07.2022)

Beliebt, beliebt, beliebt – SO beliebt ja offenbar auch nicht, wenn keiner dahin will.

Ich möchte wenigsten einmal einen einzigen Artikel erleben, in dem steht „Zum Glück wurde das abgesagt, das ist kein Verlust!“

[….] Feiern an der Außenalster Uhlenhorster Stadtteilfest

Abgesagt: Das Stadtteilfest wird leider auch 2023 nicht stattfinden! Am Ostufer der Außenalster heißt es: Feiern, Tanzen, Stöbern und Genießen beim Uhlenhorster Stadtteilfest! Das Straßenfest verwandelt den Hofweg und die Papenhuder Straße in eine Kunst-, Kultur-, Gourmet- und Unterhaltungsmeile.

Leider musste das Stadteilfest auch für 2023 abgesagt werden!

[…] Das Uhlenhorster Stadtteilfest […] gehört nicht umsonst zu den beliebtesten und stilvollsten Straßenfesten Hamburgs. […]

(Hamburg.de)

Zumindest ich bin glücklich.