Mittwoch, 15. Mai 2019

Too much, too many people.


Über 10.000 Wohnungen wurden letztes Jahr in Hamburg fertig gestellt, 2019 werden es noch mehr.
Meine Heimatstadt platzt aus allen Nähten. Und immer noch fehlen so viele Fachkräfte.

[…..] Der Zuzug in die Hansestadt ist ungebremst – damit steigt auch der Personalbedarf in den Krankenhäusern bis 2030 dramatisch.
Das Bevölkerungswachstum in der Metropolregion Hamburg bedeutet auch für die Krankenhäuser eine große Herausforderung. So müssen die mehr als 30 Hamburger Kliniken nach Berechnungen der Gesundheitsbehörde in den kommenden elf Jahren allein rund 4000 Ärzte einstellen – 2100, um Abgänge auszugleichen, und 1900, um die wachsende Zahl von Patienten behandeln zu können. Noch größer ist der Bedarf an Pflegekräften. [….]

Als Sozialdemokrat freue ich mich natürlich über so eine erfolgreiche Senats-Politik. Hamburg ist attraktiv, beliebt und prosperiert.
Man muss nur ein oder zwei Stunden gen Osten fahren und sieht überall das gegenteilige Problem: Verödete, überalterte, sterbende Orte, aus denen jeder, der noch da ist und unter 90 Jahre alt ist, wegziehen möchte.
Offenbar macht Hamburg also einiges richtig; konnte sogar noch ganz nebenbei bei kontinuierlich sinkender Kriminalitätsrate 30.000 Flüchtlinge, aufnehmen, integrieren und schneller als geplant der Hälfte von ihnen reguläre Jobs verschaffen.

Als Antinatalist und Sozialphobiker gruselt mich die Größe.
Hamburgs steter Bevölkerungszuwachs und der ökonomische Erfolg führt beispielsweise auch dazu, daß es inzwischen fast eine Million Fahrzeuge in der Stadt gibt.

[….] Nach Daten, die das Kraftfahrtbundesamt (KBA) veröffentlichte, nahm die Zahl der in Hamburg gemeldeten Pkw von Anfang 2018 bis Anfang 2019 um mehr als 11.000 zu. Auch die Zahl der Lkw wuchs deutlich.
Waren am 1. Januar 2018 noch 783.255 Pkw in Hamburg registriert, so stieg die Zahl zum Januar 2019 auf 794.618. Die der gemeldeten Lkw wuchs von 56.640 auf 58.821, [….]  Die Zahl aller in Hamburg gemeldeten Kraftfahrzeuge hat damit einen Rekordwert erreicht und bewegt sich langsam auf die Millionengrenze zu. [….]

Millionen Menschen, die konsumieren, CO2 produzieren, die Welt mit Plastik fluten, die Fleisch fressen, Platz verbrauchen und Fäkalien ausscheiden.

Einkaufen wird zur totalen Qual.

(….) Schon vor der Eingangstreppe dann ein Menschenauflauf wie bei der Duisburger Loveparade. Auf der Treppe kam man immer nur eine Stufe voran, stellte sich mit beiden Beinen drauf und spürte dann den warmen Currywurstatem vom Hintermann im Nacken, das Kaugummischmatzen des Nebentypen im Ohr.
Mein Plan war dann mir schlau einzuprägen wo die verdammte Essplatzabteilung ist, damit ich nicht dem vorgezeichneten Rundgang folgen müsste, den alle anderen Lemminge gehen würden.
Aber offensichtlich empfanden die anderen Arschgeigen IKEA nicht als unangenehm überfülltes Möbelgeschäft, in dem man bedauerlicherweise wegen seiner Arbeitszeiten nur am Samstag seinen Esstisch und die beiden Stühle kaufen könne (die der blöde Hermes einem von OTTO gleich zweimal nicht geschickt hatte, weil sie die Adresse nicht finden konnten).
Nein, das miese Psychopack genoss die Sardinendosen-Folter offensichtlich. Kaum wurde die Eingangstreppe hinter sich gelassen, breiteten sich Shopoholics aus, hakten sich ein, so daß hinter ihnen Drängelnde keinesfalls vorbei konnten, verlangsamten ihre Schritte in Zeitlupe und sobald sich auch nur die kleinste Gasse bildete, durch die ich hätte vorbei gehen können, blieb genau dort eine tratschende Familie stehen, oder eine dicke 13-Jährige im Smombi-Modus vergaß ob ihrer Tipperei auf dem rosa lackierten Mobiltelefon ganz und gar ihre Füße zu bewegen. (….)
(Wochenend und Feiertag, 31.10.2018)

Wir sind so verdammt viele, daß nicht nur Staus, Wohnungsnot und überfüllte Volksfeste nerven, sondern wir zerstören dabei auch noch das Ökosystem und rotten gerade eine Million Tier- und Pflanzenarten aus.

[…..] Erstmals seit 14 Jahren haben Experten wieder eine globale Bestandsaufnahme der Artenvielfalt vorgelegt.
Dem Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES zufolge sind etwa eine Million von acht Millionen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Besonders gefährdet sind Amphibien, Korallen und viele Pflanzenarten.
Verantwortlich sind Eingriffe des Menschen in die Natur. [….]


Wie viele Menschen brauchen wir eigentlich auf der Erde?
Wenn man mich fragt, gar keine.
Homo Sapiens ist geistig so verdammt eingeschränkt, physisch minderwertig und mit mangelhaften Sinnesorganen ausgestattet.
Aber Fauna und Flora könnten natürlich einige Menschen vertragen, ohne gleich die größte Aussterbewelle aller Zeiten zu generieren.

(….) Siebeneinhalb Milliarden Individuen sind einfach zu viel, wenn man so einen gewaltigen Ressourcen-Verschleiß aufzuweisen hat.

Wir roden die letzten Wälder, treiben den Meeresspiegel hoch, lassen die Gletscher schmelzen, verseuchen die Böden, trocknen Seen aus, verdrängen so effektiv andere Tierarten, daß täglich mehrere aussterben.
Wir erodieren, planieren und asphaltieren Gebirge, buddeln Kohle aus, pumpen Gas und Öl aus der Tiefe, generieren Ozonloch und CO2-Hüllen.

Homo Sapiens lebt auf Kosten der anderen Spezies.
Homo Sapiens vermehrt sich inzwischen nahezu ungehindert.

Pro Jahr werden es 83.686.000 Menschen mehr, das sind 229.277 Menschen pro Tag; 159 Menschen pro Minute und 2,7 Menschen pro Sekunde.

Ein paar von denen kann man aushalten, aber ein Zehntel würde locker ausreichen. 750 - 800 Millionen betrug die Gesamtweltbevölkerung Ende des 18. Jahrhunderts. Die Eine Milliarde-Menschen-Marke wurde 1804 geknackt. Reicht das nicht?

Schon damals konnten wir Ebenbilder Gottes bekanntlich Kriege, Genozide und Ausbeutung ganzer Kontinente vollbringen, weil es genug Soldatennachschub gab, weil die Frauen im Durchschnitt so viele Söhne hatten, daß sie es hinnahmen, daß ab und zu einer davon „auf dem Feld der Ehre“ zerhackt oder zerfetzt wurde.

Der enorme Bevölkerungsdruck, die Verzehnfachung der Menschen in 200 Jahren führte aber zu noch viel mehr Konflikten, Kampf um Ressourcen, Massenmigrationen, Fluchtwellen.

In den Teilen der Welt, die ein sehr geringes Bevölkerungswachstum ausweisen, oder gar wie Deutschland, Japan, Südkorea und die baltischen Länder (Fertilitätsrate bis 1,3) schrumpfen, ist die Kriegsmüdigkeit hingegen recht ausgeprägt.
Verständlich, denn wenn man/frau bloß ein Kind hat, geht es ihm einerseits ökonomisch besser, so daß es weniger wahrscheinlich auf die Idee kommt Soldat zu werden und andererseits sind die Eltern auch protektiver, lassen ihre Kindern weniger gern in den Krieg ziehen.

Länder mit den höchsten Fertilitätsraten – Gaza 4,9 Jemen 5,0 Ruanda 5,3 Kongo 5,8 Uganda 6,1 Somalia 6,3 Ost-Timor 6,3 Afghanistan 6,4 – sind offenbar auch besonders unfriedlich, weil die enorme Kinderzahl die Ressourcen erschöpft, Konkurrenz entsteht und Eltern auch eher mal den Tod eines ihrer Blagen verkraften.

Wir brauchen also weniger Menschen und daher weniger Nachwuchs.
Es ist wohl auch kein Zufall, daß die Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte auch die mit den geringsten Geburtenraten sind. (…..)

Ein Zehntel der Menschen von heute würde also ausreichen, um die Homo-Sapiens-Kulturvielfalt aufrecht zu erhalten.

Um Homo Sapiens einfach nur überleben zu lassen, sind aber offensichtlich nur extrem wenige Individuen notwendig.
Ein paar Tausend weltweit genügen. Erst mit der Sesshaftwerdung des Menschen vor etwa 11.000 Jahren begann sich die Zahl der Individuen kontinuierlich zu vermehren, weil man mit Landwirtschaft eine kontinuierliche Nahrungsquelle schuf und sich effektiv vor der Witterung schützen konnte.
Europa war während der längsten Zeit der Geschichte völlig menschenleer.
Obwohl es uns schon seit 298.000 v. Chr. gibt, hatten wir über Jahrhunderttausende nur Lust auf Afrika und Asien.

Erst vor etwa 45.000 Jahren latschten die ersten halbnackten Jäger mit ihren Keulen aus dem Osten entlang der Donau nach Deutschland, Frankreich und Spanien.

Inzwischen ist die Zeit des Aurignaciens vor 42 000 bis 33 000 Jahren recht gut untersucht. Viel los war aber über Myriaden Jahre nicht.
Die meisten Mammuts, Bisons und Karnickel haben die aggressiven Zweibeiner gar nicht bemerkt.

[…..]  […..]  Aus sogenannten ethnografischen Analysen, also vor allem dem Vergleich mit heutigen Jäger-und-Sammler-Gesellschaften, ergibt sich eine durchschnittliche Gruppengröße von etwa 40 Personen. Daraus errechneten die Forscher um Schmidt die absolute Anzahl der Menschen. So ergab sich ein Wert von etwa 1500 Personen, mit einer Untergrenze von 800 und einer Obergrenze von 3300. Nicht eben viel für Mittel- und Westeuropa - so viele Menschen werden heute in sechs Minuten weltweit geboren.
Nur in fünf Regionen gab es überhaupt eine dauerhaft überlebensfähige Population von 150 Personen oder mehr: in Nordspanien, Südwestfrankreich, Belgien, in Teilen Tschechiens und im Tal der Urdonau in der Schwäbischen Alb. Im Südwesten Frankreichs mit seinen Karsthöhlen lebte dabei mit 440 Personen die größte Gruppe. Die Zentren lagen rund 400 Kilometer voneinander entfernt, dazwischen lagen große Landschaftsräume, die nur kurzfristig, saisonal oder gar nicht besiedelt waren. Das sei ein europaweit einheitliches Muster, so die Forscher. […..] 

Klar, man wanderte herum, musste ja auch mal genetisch etwas durchlüften, indem man von Belgien nach Spanien lief, dort einer Menschenfrau mit der Keule auf den Kopf schlug und sie mit nach Hause schleifte.
War natürlich blöd für ihren Mann, der in Ermangelung von Parship und Tinder nicht leicht Ersatz fand, aber andererseits war sein inzestuöses Sperma ohnehin keine Dauerlösung.

[…..] In Europa nahm in der auf das Aurignacien folgenden Epoche des sogenannten Gravettien die Bevölkerungszahl auf rund 2500 Personen zu, die Zahl der überlebensfähigen Kernregionen stieg dabei von fünf auf neun. […..]   "Erst gegen Ende des Gravettien vor rund 27 000 Jahren bricht dieses Netzwerk aufgrund von Klimaänderungen zusammen", sagt Schmidt. "Wir sehen ein regionales Aussterben von Populationen und den Beginn einer Neuorganisation." Die alten Strukturen brachen zusammen, und neue Netzwerke tauchten auf.
[…..]   Manche Forscher glauben, dass die Menschheit vor rund 74 000 Jahren kurz vor der Auslöschung stand, als im nördlichen Bergland von Sumatra der Vulkan Toba ausbrach. Die vermutlich stärkste Eruption in den vergangenen zwei Millionen Jahren könnte zumindest auf der Nordhalbkugel die Erde drastisch abgekühlt haben. Populationsgenetiker liefern hier grobe Schätzungen von maximal 10 000 Menschen weltweit, vielleicht waren es sogar nur noch 2800 Individuen. […..] 

2.800 oder 3.300 Menschen Gesamtbevölkerung.
Das sind Zahlen, die mir gefallen.
Mehr als vierstellig ist wirklich nicht notwendig.

Dienstag, 14. Mai 2019

Es regiert der Herr des Hasses


Eins muss man Donald Trump lassen; er hat wirklich ein Händchen für Hass.
Seine Händchen mögen winzig sein wie andere Körperteile (zB das Gehirn), aber so eifrig wie sie Pussy-grabben, so perfide und skrupellos schafft er es Politiker, Menschen, Parteien, ethnische Gruppen, Nationen, Religionen, Regionen, Senatoren, Minister, Mitarbeiter, Gesellschaften gegeneinander aufzuhetzen.


Mit 10.000 Lügen im Amt schuf er eine echte Kultur des Hasses in Washington, die grundlegende Mechanismen der amerikanischen Demokratie außer Kraft setzt. Die Republikaner haben sich so sehr in diesen Lügenstrom hineinziehen lassen, daß sie nicht mehr rauskommen, ohne zuzugeben wie sehr sie seit Jahren selbst lügen und die Werte der Verfassung russischen Wünschen unterordnen.

[….] Nach einer Zählung der „Washington Post“ hat der US-Präsident soeben die Grenze von 10.000 falschen und irreführenden Behauptungen während seiner etwas mehr als zwei Jahre dauernden Amtszeit überschritten. Die Frequenz der Falschaussagen sei deutlich gestiegen, berichtet das Blatt.
26 irreführende oder falsche Behauptungen pro Tag
Nach 601 Tagen im Amt sei bereits die Grenze von 5000 erreicht worden – acht pro Tag. Nur 226 Tage später – am 26. April - seien es bereits 10.000 Falschaussagen gewesen. Pro Tag kamen in diesen sieben Monaten im Durchschnitt 26 falsche oder irreführende Behauptungen aus dem Mund oder der Feder Trumps. Die „Washington Post“ nennt dies einen „Tsunami der Unwahrheit“.
Verantwortlich für die Zunahme der vergangenen Monate dürften Wahlkampfauftritte vor den Zwischenwahlen vergangenen Herbst sein, aber auch ein langes Interview mit dem Fox-News-Moderator Sean Hannity vor wenigen Tagen spielt eine Rolle. 45 falsche Behauptungen fielen den Fact-Checkern in dem Gespräch auf. Bei einem Wahlkampfauftritt in Wisconsin vergangenen Samstag waren es sogar 61. Dort kritisierte Trump gleichzeitig erneut die Medien mit den Worten: „Sie sind Fälscher.“
Für besonders krasse Falschaussagen hat die „Washington Post“ die Negativ-Auszeichnung „Bottomless Pinocchio“ erdacht und bereits 21 Mal verliehen – für faktenferne Aussagen, die der US-Präsident mindestens 20 Mal wiederholt hat. [….]

Warum sollte man nach 10.000 Lügen anfangen die Strategie zu ändern?

Weite Teile der Medien, die gesamte republikanische Partei, der Oberste Gerichtshof und 40% der amerikanischen Wähler stehen fest zu ihm. Sie alle sind total verseucht.


Interessanterweise hat Trump aber außer seines Händchens für den Hass scheinbar gar keine Talente. Er kann noch mal Golf spielen und gewinnt seine Spiele nur durch massiven Betrug.
Er hat nicht die leiseste Ahnung von internationaler Politik, ist kulturell vollkommen ungebildet, verfügt über keine Empathie und ist darüber hinaus als Geschäftsmann und Finanzinvestor vollkommen unfähig.
Als er von seinem Papi Mitte der 1980er eine halbe Milliarde Dollar erbte, gab es tolle Zinsen und die Aktienmärkte boomten.
Hätte er nichts mit dem Geld getan, sondern sie einfach nur in der Bank liegen lassen, wäre er heute wirklich Milliardär.
Trump schaffte aber etwas nie Dagewesenes – er verlor über eine Milliarde Dollar in einer Dekade; faszinierenderweise ausgerechnet mit Spielcasinos, die gemeinhin als Lizenz zum Gelddrucken gelten und andere Casinobesitzer wie Sheldon Adelson (37 Milliarden) zum dutzendfachen Dollarmilliardären machten.

[…..] Regarding the recent New York Times report that, between 1985 and 1994, Trump's business lost more than $1 billion and avoided paying any taxes, Maher wondered why Democrats were not using this information to attack the president more vehemently. He suggested that presidential candidate Senator Elizabeth Warren — whom the president has mockingly called "Pocahontas" — should start referring to Trump as "Broke-ahontas."
"He sold himself to this country as a business genius," said Maher. "Turns out, he's a reverse billionaire — his economic value was minus $1.17 billion. And today, Melania was like 'Tell me again why I'm fucking this guy.'" […..]


Grandioserweise vermag es Trump aber auch über seine Dekaden währenden Pleiten derartig dreist zu lügen, daß sine Millionen Fans ihn immer noch für einen Super Businessman halten.

(…..) Es gehört nicht viel Phantasie dazu sich vorzustellen, weswegen Donald Trump sich so hartnäckig weigert seine Steuerunterlagen zu veröffentlichen.
Der Mann will zwar vermutlich nicht US-Präsident werden, aber garantiert will er nicht, daß die Welt erfährt was für ein mieser Geschäftsmann er ist.

Warren Buffett hatte den Reichtum Trumps damit relativiert, daß der GOP-Kandidat zu einem Zeitpunkt Millionen von seinem Papi geschenkt bekam, als auch ein Affe an der Börse mehr Profit gemacht hätte.

Natürlich würden viele wahlkampfinteressierte Amerikaner gern wissen was sich hinter Trumps pekuniärer Geheimnistuerei verbirgt.

Man stochert.
Die New York Times enttarnte gewaltige Schuldenberge. (…..)

Trump scheitert insbesondere an der Kernaufgabe eines guten Unternehmers, nämlich fähige Mitarbeiter zu finden.
Sämtliche Top-Staffer seiner Administration haben sich inzwischen als hoffnungslos überforderte Idioten, korrupt oder extrem verlogen herausgestellt. Am besten funktionieren die Regierungsabteilungen, deren Spitze nie von Trump besetzt wurden. Vakanz bietet mehr Qualität als Trump-Appointees.
Das ist insofern schlüssig, als verschiedene Untersuchungen zeigten, daß Amerikaner, die überhaupt keine Nachrichtensendungen und Zeitungen konsumieren, immer noch deutlich besser informiert sind, als die FOX-News-Stammzuschauer.


Wie lange kann Trump sich so erfolgreich gegen die Realität stemmen?
Bis zu den Präsidentschaftswahlen im November 2020 sollte er bei weiter zunehmender Lügenfrequenz bei 30.000 Lügen angekommen sein und damit eine derartiges Fake-Gebäude errichtet haben, daß er womöglich sogar wiedergewählt wird.

Möglicherweise gerät #45 aber schon vorher in Schwierigkeiten, wenn nämlich sein totales außenpolitisches Versagen durch einen Handelskrieg oder einen heißen Krieg nicht mehr zu übertünchen ist.
Keins seiner Versprechen konnte er auch nur ansatzweise halten, Mexiko zahlt nicht für die Mauer, das Außenhandelsdefizit wird größer statt kleiner, das Etatdefizit erreicht immer neue Rekorde, China, Nordkorea und Russland tanzen ihm auf der Nase herum und der Nahe Osten ist weiter vom Friesen entfernt denn je. Gut möglich, daß die USA demnächst einen Krieg mit dem Iran beginnen und das wird schlimm, da der Iran (mit einer Bevölkerung von 81 Millionen Menschen) nicht unvorbereitet ist und militärisch wesentlich stärker als der Irak 2003 oder gar Afghanistan 2001 ist.

[…..] Egal ob in China, Iran oder Nordkorea: Donald Trump kann auf internationaler Bühne bislang kaum Erfolge vorweisen. Das macht ihn nur gefährlicher.
Ein Geheimnis von Donald Trumps Wahlerfolg war, dass er im Wahlkampf für die hochkomplexen globalen Probleme dieser Zeit besonders einfache und griffige Antworten parat hatte.
Der Handel mit China, die Einwanderung, der Aufstieg neuer Atommächte wie Iran oder Nordkorea - für jedes Thema versprach Trump eine passende Lösung. Seine Vorgänger erklärte er quasi zu Dummköpfen. Das Motto lautete: "I alone can fix it" - "Nur ich kann es lösen."
Es paarten sich Größenwahn und Ahnungslosigkeit, das Ergebnis war vorhersehbar: Als Präsident scheitert Trump bislang an der Komplexität dieser Aufgaben. Seine großen Versprechungen fallen in sich zusammen wie ein kaltes Soufflé. Fähige Berater, die ihn von Dummheiten abhalten könnten, hat er nicht mehr. […..] Der US-Präsident hat sich offenkundig nicht nur zu viel vorgenommen, sondern er schätzt auch immer wieder die Intelligenz, Verschlagenheit und Härte seiner Gegner falsch ein. Die Ergebnisse sind: Chaos und eine Zuspitzung von Krisen. […..] Trumps Außenpolitik mit der Brechstange ist gescheitert. [….]

Auch der Wahnsinn an der amerikanischen Südgrenze wird sich nicht ewig weiter verheimlichen lassen und massive Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben. Schon jetzt ist das Chaos gewaltig und jeden Tag gehen viele Millionen Dollar verloren durch Trumps Borniertheit.

[….][….] Dabei hat der US-Präsident seine Drohung, die südliche Landesgrenze zum Schutz vor Drogenkurieren und "Flüchtlingskarawanen" aus Mittelamerika zu schließen, noch gar nicht wahr gemacht, denn selbst seine eigenen Berater warnen vor dem Chaos, das entstünde, wenn zwei der am meisten miteinander verwobenen Volkswirtschaften der Welt über Nacht auseinandergerissen würden. In Wahrheit jedoch ist das Chaos längst da, denn vielerorts geht schon jetzt kaum mehr etwas an der amerikanisch-mexikanischen Grenze: Obst- und Gemüselieferungen verrotten, Blutproben verderben, Autoteile kommen nicht bei ihren Bestellern in den USA an, Menschen verlieren ihre Jobs und Schüler kommen zu spät zur Schule. Allein in der Millionenstadt Juárez, die über gerade einmal vier Brücken mit der 700 000-Einwohner-Metropole El Paso verbunden ist, sind nach Angaben der örtlichen Wirtschaftsvereinigung Index 100 000 Arbeitsplätze von dem Durcheinander bedroht. Der Schaden für die Firmen in beiden Ländern lässt sich noch gar nicht absehen. [….] Was passiert, wenn die Grenze plötzlich ganz dicht ist, zeigte sich im letzten Dezember, als die Regierung Trump den Übergang San Ysidoro nach Streitereien zwischen US-Beamten und einer Gruppe Migranten schloss: Obwohl die Sperrung nach nur fünf Stunden wieder aufgehoben wurde, verlor die Wirtschaft in San Diego nach Angaben örtlicher Behörden mehr als fünf Millionen Dollar an Umsätzen. Sollten die Schlagbäume tatsächlich einmal länger unten bleiben, wie Trump es immer wieder androht, kämen allein auf die USA dreistellige Milliardenschäden zu, wie die Ökonomen Kadee Russ und Aaron Sojourner errechnet haben. Die US-Handelskammer erklärte gar, eine Abriegelung der Südgrenze wäre "noch zerstörerischer als ein Handelskrieg mit den Chinesen." [….]

Trump wird nicht durch ein Impeachment oder durch seine Lügen oder durch ethische Verfehlungen abgelöst.
Selbst wenn er einfach tot umfiele, blieben seine 63 Millionen von geiferndem Hass zersetzten Wähler eine Realität.


Nein, die Politik dieses Tyrannen muss die amerikanische Ökonomie so schwer schädigen, daß auch der letzte Redneck merkt, wie dumm es war Trump zu wählen.

Montag, 13. Mai 2019

Problemverschärfung.


Viele der ganz großen politischen Probleme sind in der Tat heute nicht mehr durch eine nationale Regierung zu lösen.
Der Theorie nach entwickelte sich in der Bevölkerung ein Problembewußtsein, die Parteien diskutierten über den besten Lösungsweg, einigten sich auf ein Konzept und beauftragten die Bundesregierung dies zu exekutieren.
Oder aber ein besonders weitsichtiger Regierungschef wie Helmut Schmidt erkannte vor allen anderen ein Problem, entwickelte eine Strategie, um es zu lösen und bat die ihn stützenden Parlamentarier ihm zu folgen.
Auch für die Bevölkerung sehr lästige Maßnahmen wie der autofreie Sonntag (wegen der Ölkrise) oder flächendeckende Verkehrskontrollen (wegen der RAF) konnten durchgesetzt werden, weil selbst diejenigen, die sich überhaupt nicht für die ursächliche Thematik interessierten genügend Vertrauen in die Regierung setzten. Schmidt würde schon seine Gründe haben.

Schon Helmut Schmidt erkannte aber, daß die Entscheidungen zunehmend auf die Internationale Ebene promoviert würden. Daher war er die treibende Kraft für einige der wichtigsten internationalen Errungenschaften: Weltwirtschaftsgipfel, Euro, NATO-Doppelbeschluss, Interaction Council.
Er erkannte als erster westlicher Staatsmann die fundamentalen Sorgen der arabischen Welt und entdeckte auch als erster das gewaltige Potential Chinas.

G8- und G20-Gipfel sind leider inzwischen zu Entscheidungssimulationen verkommen, weil die Politiker des 21. Jahrhunderts sie eher als Gelegenheit sehen sich in Szene zu setzen, statt Probleme zu lösen.
Probleme allerdings, die verglichen mit dem RAF-Terror und der Ölkrise der 1970er noch erheblich komplexer wurden.
Mit Rasterfahndung kann man nicht den IS erledigen, mit Fahndungsplakaten in Postfilialen nicht die tausendfachen rechtsextremen Ausschreitungen beenden und auch die Erderwärmung lässt sich nicht bei einem Gesprächswochenende unter einer Handvoll Regierungschefs von Industrienationen stoppen.

Unglaublich, aber wahr, unter den führenden Industrienationen gibt es mehrere, die fundamentale wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen, neroesk handeln oder völlig irrational die internationale Zusammenarbeit torpedieren.

Vor zehn Jahren ließ sich Angela Merkel „Klimakanzlerin“ nennen und freute sich darüber, daß nach dem Blockierer Bush nun ein dem Thema aufgeschlossener Obama im Weißen Haus saß.
Die deutsche Presse maulte aber, das bringe doch gar nichts, da der größte Klimasünder China nicht mitmache.
Im Jahr 2019 stehen die Verhältnisse auf dem Kopf.
Merkel interessiert sich nicht, Deutschland reißt selbst die minimalen sich selbst versprochenen Klimaziele dramatisch. Nicht etwa wegen gewaltigen Gegendrucks, sondern bedingt durch Phlegma und Unfähigkeit der Regierung.
Im Weißen Haus sitzen Irre, die gar nicht wissen, daß es einen Unterschied zwischen Klima und Wetter gibt und daher alle Umweltschutzmaßnahmen abschaffen. Ausgerechnet das Smog-geplagte China ist nun Vorreiter und baut jährlich mehr Windkraft- und Solaranlagen als alle westlichen Länder zusammen.
Die tumbe Merkel und ihr debakulierender Wirtschaftsminister sehen derweil achselzuckend zu wie Deutschland Knowhow verliert. Deutsche können bekanntlich keinen Smartphones und Computer bauen, so wie sie auch unfähig sind Elektroautos oder Fahrzeuge mit niedrigem Benzinverbrauch zu konstruieren – mal ganz abgesehen von Großprojekten.
Deutschland hat aber auch bereits seinen Vorsprung in Green Technology verspielt. Obwohl wir eine Nordsee- und Ostseeküste haben, gibt es kein einziges deutsches Errichterschiff mehr, das Off-Shore-Windkraftanlagen bauen kann. Darum müssen wir Briten, Dänen oder Norweger bitten.
In der gesamten adulten Stammzellenforschung und dem so wichtigen genetic engineering ist Deutschland ohnehin aufgrund verbohrter politscher Verbote soweit von der Weltspitze entfernt, daß jeder deutsche Forscher, der sich für so etwas interessiert, auswandern muss.
Theoretisch könnte man auch die Ausbildung an deutschen Universitäten verbessern, aber wir haben leider eine fachfremde Forschungsministerin, die sich seit über einem Jahr einliest und bisher nur beschloss den schädlichen Einfluss von gleichgeschlechtlichen Eltern zu untersuchen und schnelles Internet irgendwie auch für überflüssig hält.
Bayer, der größte deutsche Chemiekonzern entscheidet sich unterdessen für ein Produkt aus dem letzten Jahrtausend und kauft für 63 Milliarden Dollar eine Giftfirma, die weltweit von Myriaden Menschen verklagt wird.

[….] Der Börsenwert im Keller, zigtausende Gerichtsverfahren in den USA wegen des Verdachts, dass Glyphosat den Krebs von Anwendern verursacht habe und damit zusammenhängend drohend Milliardenzahlungen haben die Aktionäre die Reißleine ziehen lassen. Sie werden über die jüngsten Nachrichten aus dem Hause Bayer-Monsanto nicht amüsiert sein. [….]

Schlimmer als Merkels politisches Phlegma und die offensichtliche Unfähigkeit deutscher Konzernbosse in Banken, Automobilfirmen und Pharmaunternehmen, ist aber die geradezu groteske Lobbyhörigkeit der Unionsminister, so daß sie jeglichen Fortschritt nicht nur verlangsamen, sondern fundamental Deutschland schaden, indem sie aktiv dafür sorgen, daß Klimaschutz torpediert und das Artensterben forciert wird.

Die kleine Glyphosat-Dirne Julia ist inzwischen gar nicht mehr mit politischen Maßstäben zu bewerten, sondern ein Fall für die Comedy.


Und so eine gilt als Zukunft der Regierungspartei CDU.
Gute Nacht, Deutschland.


Dabei ist es alles andere als witzig, wie sich die Landwirtschaftsministerin an ihrem Volk und ihrem Land versündigt.

Sonntag, 12. Mai 2019

Die Hardcore-Fraktion ist noch da.


Wenn einzelne Topkleriker sich punktuell liberal benehmen, also Flüchtlingen die Füße waschen (Franz) oder Rettungsschiffen Geld spenden (Marx) schockiert das die Rechtsextremen aus der dunkelkatholischen Szene. Darin erkennen sie die Hauptgründe für die Kirchenaustrittswelle.
Als Nicht-Geistesgestörter gerät man ebenfalls in Sorge, weil man befürchtet ein Kirchismus mit menschlichem Antlitz könnte die Kirchenaustrittswelle abebben lassen.
Glücklicherweise ist die Schwulen und Frauen-feindliche Altmännerkirche nicht wirklich wandlungsfähig.

In Bonn erklärt Pater Romano Christen seinen Priesteramtskandidaten, die Schwulerei sei eine narzisstische Störung und müsse geheilt werden.


 [….] Anders als der "Mainstream" denke, sei Homosexualität nicht angeboren, sondern, so heißt es im Manuskript, "die Folge einer psychologischen (Fehl)Entwicklung", die in der Kindheit oder Jugend stattfinde und zu einem "Geschlechtsminderwertigkeitskomplex" führe. Homosexuelle Liebe sei weniger "die reale Begegnung mit einem Du", sondern vielmehr "eine narzisstische Suche". Die "Fixierung auf die Lust" solle "die eigene innere Wunde heilen und das Selbstmitleid stillen".
"Ist Homosexualität therapierbar?", fragt der Ordensgeistliche und gibt die Antwort: "Auch wenn sie von der Schwulen-Lobby regelrecht dämonisiert werden, gibt es Therapien und Männer, die sie erfolgreich bestanden haben." [….]

Das sieht auch die Evangelische Allianz so, die der Homosexualität mit Globuli und Gebeten beikommen will.

[….] Die Deutsche Evangelische Allianz hat sich dagegen gewandt, sogenannte „Konversionstherapien“ gesetzlich zu verbieten. Sie sollen Homosexuellen helfen, ihre sexuelle Neigung zu verändern. [….] Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Ekkehart Vetter (Mülheim/Ruhr) und deren Generalsekretär Hartmut Steeb (Stuttgart), wandten sich jetzt in einem Brief an die Fachkommission. Darin heißt es, die Allianz unterstütze das Anliegen, dass Menschen gleich welcher sexuellen Orientierung, sich in ihrer Persönlichkeit frei entfalten und angstfrei leben können. Leider gebe die von sechs Bundesländern eingebrachte Gesetzesinitiative Anlass zur Sorge, dass sie dieses Anliegen konterkariere: „Durch ein pauschales Verbot von unscharf definierten Konversionstherapien könnten grundlegende Freiheits- und Persönlichkeitsrechte beschnitten und hilfreiche Angebote erschwert werden.“ [….]

Ex-Papst Ratzinger, der zweite Unfehlbare neben Bergoglio, hatte kurz zuvor entdeckt wer schuld ist, wenn katholische Priester kleine Jungs sexuell missbrauchen: Die 68er!

(….) Als von Amts wegen Unfehlbarer hat der rechtsradikale Geront im Schwuchtelkleid selbstverständlich auch eine Erklärung für das Hunderttausendfache Kinderficken seiner Priester.
Benedikt XVI. beantwortet damit eine Frage, die gar nicht mehr gestellt wird, weil jeder längst die Antwort kennt.
Wir wissen warum es extrem überproportional viele katholische Geistliche sind, die Kinder sexuell missbrauchen:

1.   Ratzingers Schwulenbann aus den Priesterseminaren
2.   Ratzingers Sexualmoral
3.   Ratzingers Misogynie
4.   Ratzingers Verbot des Frauenpriestertums und natürlich auch
5.   Ratzingers Befehl weltweit alle Missbrauchsfälle unter Androhung schwerster Kirchenstrafen zu vertuschen!

Wir müssen nicht mehr darüber rätseln was sexuell Frustrierte in die Priesterseminare der RKK zieht.
Wir brauchen keine Erklärung mehr von der 92-Jährigen Ehefrau Georg Gänsweins.

Dennoch bekommen wir sie.

[….] Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat die sexuelle Revolution der Zeit um 1968 und die Säkularisierung der westlichen Gesellschaft für den sexuellen Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche mitverantwortlich gemacht. Benedikt führt diese Taten in einem jetzt veröffentlichten Aufsatz vor allem auf außerkirchliche Entwicklungen zurück. [….] "Wieso konnte Pädophilie ein solches Ausmaß erreichen? Im letzten liegt der Grund in der Abwesenheit Gottes." Eine Welt ohne Gott sei eine Welt ohne Moral: "Es gibt dann keine Maßstäbe des Guten oder des Bösen." Von Machtstrukturen in der Kirche ist in dem Papier nicht die Rede.
"Zu der Physiognomie der 68er Revolution gehörte, dass nun auch Pädophilie als erlaubt und als angemessen diagnostiziert wurde", schrieb Benedikt [….] Unabhängig davon hätte sich zeitgleich "ein Zusammenbruch der katholischen Moraltheologie ereignet, der die Kirche wehrlos gegenüber den Vorgängen in der Gesellschaft machte". [….]

Kann man sich nicht ausdenken!

Jeder anderen Trümmertranse des Jahrgangs 1927 würde man so einen Unsinn ob des fortgeschrittenen Alters verzeihen, aber dieses bösartige Exemplar wurde vom Heiligen Geist als Papst auserkoren und redete vor 20 oder 50 Jahren, als es noch nicht senil war, ganz genauso. (….)

Das erinnert an die guten alten Zeiten, als Prügel- und Prass-Bischöfe (Mixa und TVE) die Schlagzeilen bestimmten und damit die Gläubigen in Rekordzahlen aus der Kirche trieben.

Tatsächlich ist der handgreifliche Alkoholiker aus Augsburg auch wieder da. Man hatte ihn schon fast wieder vergessen, den kleinen sexuell übergriffigen sadistischen Fachmann für Nazivergleiche und besonders perfide Lügen.

(…..) Für den organisierten Atheismus in Deutschland ist es wahrlich ein großer Verlust, daß Mixa (abgesetzt wegen Prügel, Lügen und Alkoholismus), Meisner (Abgesetzt wegen Gerontentums) und Müller (versetzt nach Rom als Nr.3 des Vatikans, nachdem er vorbildlich die Aufklärung von priesterlichem Missbrauch blockiert hatte) verschwunden sind.
Ich vermisse Mixa….

Dabei hatte er vom kruden Holocaustvergleich, über Veruntreuung von Geld bis hin zum beherzten Griff unter die Soutanen seiner Priesteramtskandidaten („Bleib hier - ich brauche deine Liebe!“) so ziemlich alles drauf, womit die allerhöchsten Kleriker des Vatikans glänzen.
Noch wichtiger ist natürlich sein hervorragender Draht zum Ratzinger, Joseph, der Mixa äußerst symbolträchtig als erste Amtshandlung seines Pontifikats zum Bischof von Augsburg beförderte. (….)

Mixa vereinte alle negativen Exzesse, die man sich für einen Bischof vorstellen konnte, in einer Person:
Er begrabschte junge Männer, befummelte Kinder, war schon als Dorfpfarrer dafür berüchtigt Waisenkinder in kirchlichen Heimen grün und blau zu schlagen, veruntreute Kirchengelder, soff wie ein Loch, frönte extrem rechten Ansichten und war im persönlichen Umgang so unerträglich, daß sogar seine Mitbrüder im Amte zum Vatikan liefen, um sich für seine Absetzung auszusprechen.

[…]   Empfohlen hatte sich Mixa damals durch seine besondere Liebe zur Förderung junger Priester und durch die Disziplinierung eines Pfarrers, der beim Ökumenischen Kirchentag an einem evangelischen Abendmahl teilgenommen hatte - trotz großer Widerstände der Kirchenbasis. […]   Scheinheilig in einer vergoldeten Parallelwelt. Bischof Walter Mixa war für Benedikt XVI., alias Joseph Ratzinger, ein wichtiger Mann zur Durchsetzung seiner kirchenpolitischen Linie in Deutschland. Er bezeichnete sich selbst als "kultivierten Konservativen". Mixa verkörperte eine Kirche, wie sie der Papst will. Ein Fundamentalist, ein Hardliner, ein Rückwärtsgewandter - doch der papsttreue Stadtpfarrer von Schrobenhausen hat sich als Scheinheiliger enttarnt.   Je frommer und schriller seine Sprüche wurden, desto größer wurde die Kluft zu Mixas Parallelwelt, in der er lebte und sich dazu auch noch ganz komfortabel mit Wein, Solarium und Blattgold eingerichtet hatte. Bischöfe wie Mixa sind das Ergebnis einer negativen Auslese: Nicht seelsorgerliche oder theologische Qualifikationen entschieden über ihren Aufstieg, sondern Papsttreue und blindes Befolgen römischer Anweisungen. […]  

Einige Zeit verbrachte der miese Mixa im klerikalen Abklingbecken; nun ist er wieder da – als Gastredner der AfD!

Bei den Nazi-Appeasern, die so revanchistisch, antisemitisch, xenophob, frauenfeindlich und islamophob sind, daß der israelische Botschafter Deutschlands grundsätzlich alle Kontakte mit AfDlern verweigert, fühlt sich der Ex-Bischof richtig wohl.

[….]  Immer wieder ist der frühere Bischof von Augsburg und Eichstätt für seine provokanten Aussagen als Hardliner kritisiert worden. Demnächst tritt er auch in Augsburg mal wieder in Erscheinung. Und zwar hält er am Freitag, 24. Mai, um 19 Uhr im Zeughaus einen Vortrag.
Der frühere Bischof Walter Mixa kommt auf Einladung der AfD zu Vortrag nach Augsburg
Das Thema, dem sich Walter Mixa bei der Veranstaltung widmen wird, lautet: „Islamisierung? Christentum“. Eingeladen hat ihn dazu die Alternative für Deutschland (AfD). Landtagsabgeordneter und Stadtrat Markus Bayerbach teilte dies mit.
Schon im Januar hatte der frühere Bischof von Augsburg und Eichstätt auf Einladung der AfD einen Vortrag zu einem ähnlichen Thema gehalten - damals in Stuttgart beim Neujahrsempfang. Bei der Veranstaltung war es unter anderem auch um Moscheebau-Pläne in einem Stuttgarter Stadtteil gegangen. [….]  Angesichts des geplanten Vortrags in Augsburg gibt es in den Sozialen Netzwerken ersten Widerstand gegen die Veranstaltung. Cemal Bozoglu, Landtagsabgeordneter der Grünen, hat auf Twitter beklagt, dass Walter Mixa mit dem Vortrag Teil der AfD-Propaganda werde. [….]