Es frustriert mich jeden Tag mehr, durch meine beiden Staatsbürgerschaften, ausgerechnet mit Trump und Merz als Regierungschefs geschlagen zu sein. Gefährlichere Idioten kann man sich in der demokratischen westlichen Welt kaum wählen. Die Deutschen konnten zwischen Scholz, Habeck und Merz entscheiden und votierten ausgerechnet für den Sauerländer Simpel. Die Amerikaner hätten eine intelligente, erfahrene hochgebildete und sympathische Kamala Harris zur Präsidentin machen können, entschieden sich aber lieber für den debilen kriminellen, rassistischen Vergewaltiger in der Windel. Es ist so unnötig, sich die Zukunft und Gegenwart der Nation mit diesen bornierten rechten Geronten zu ruinieren.
Wie viel besser könnte die Stimmung im Land sein, wie viel besser könnte die Wirtschaft dastehen, wenn wir einen Pedro Sánchez als Bundeskanzler hätten!
Man könnte ja auch mal stolz sein, wenn ein hoch sympathisches Co-Staatsoberhaupt öffentlich auftritt.
Man wäre gern mal nicht peinlich von der CDUCSU-Heuchelei berührt, wenn der Fritzekanzler nach einer langen Vergangenheit voller eigener homophober Ausfälle die Attacke auf den Berliner CSD beklagt.
Ich hätte so gern einen Bundeskanzler Rob Jetten.
Jetten, der sich wie Sánchez, aber auch beispielsweise Macron, darauf versteht international bella figura zu machen.
Als Deutscher und US-Amerikaner kann man hingegen versichert sein; Merz und Trump werden sich international blamieren und die Gastgeber beleidigen, wenn sie ins Ausland reisen.
Es ist ein einziges Elend mit den beiden ökonomisch umnebelten Zündel-Geriatrikern, für die man sich sogar noch mehr mitschämt, wenn sie ihre jeweiligen Schreckschrauben dabei haben. Wie Arsch auf Eimer!
Während ich heute so neidisch auf die Niederlande blicke, wie ich neidisch auf Ardern-Neuseeland und Trudeau-Kanada war, befördern junge Leute, wie Hannes Kreschel…
...oder VollMarcant Polit-Gesochs in meine Timeline, daß ich lieber als gestern als heute auf den Neptun geschossen werden möchte.
Deutsche wählen solche Typen, Amerikaner wählen solche Typen.
Andere Nationen entscheiden sich für andere.
Selbst mitten im liberalen Hamburg, am Tag des Rekord-CSDs passiert sowas:
[….] Sicherheitspersonal an der Europa Passage hat nach Angaben der Polizei mehreren Menschen mit Regenbogenflaggen beim Christopher Street Day (CSD) in Hamburg den Zutritt zum Einkaufszentrum in der Innenstadt verweigert. Der Sicherheitsdienst habe an zwei Seiteneingängen Menschen »mit sichtbaren Regenbogenflaggen« wiederholt abgewiesen, teilte die Hamburger Polizei auf SPIEGEL-Anfrage mit. Die Menschen sollen dazu aufgefordert worden sein, ihre Flaggen einzurollen oder nicht sichtbar zu tragen, hieß es weiter. Die Hamburger Polizei war nach eigenen Angaben am Samstag »mehrfach aufgrund von Streitigkeiten beim Eintritt in die Einkaufspassage gerufen worden«. Den angerückten Beamten habe der Sicherheitsdienst mitgeteilt, dass mit der Maßnahme das Hausrecht ausgeübt werde. [….]
Unterdessen huldigt die Fuldaer Zeitung ihrem Erzbischof Dyba zu seinem 25. Todestag, indem sie einen Brief des ehemaligen Neuenberger Pfarrers Winfried Abel abdrucken.
[….] Für den katholischen Pfarrer Winfried Abel ist der Anschlag auf den Berliner CSD ein "Signal des Himmels" und "Aufruf zur Besinnung und zur Umkehr". Die Pride-Demo sei eine "Parade der Schamlosigkeit" und "Verherrlichung der Perversion".[….] Der katholische Pfarrer Winfried Abel aus Hünfeld-Großenbach hat den islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD, bei dem eine Frau getötet und 31 Personen verletzt wurden, als "Signal des Himmels" und "Aufruf zur Besinnung und zur Umkehr" bezeichnet. Die menschenverachtende Entgleisung fiel in einem Leserbrief an die "Fuldaer Zeitung", den das Regionalblatt tatsächlich abdruckte. Über den Skandal hatte zuerst das regionale Nachrichtenportal "Osthessen News" berichtet. [….] In seinem Kommentar kritisierte der 87-Jährige, der bis 2014 Pfarrer von St. Andreas in Fulda-Neuenberg war, den Berliner Erzbischof Heiner Koch, der sich nach dem CSD-Anschlag solidarisch mit der queeren Community gezeigt hatte. "Ein katholischer Bischof nennt also die Parade der Schamlosigkeit und die zur Schau gestellte Verherrlichung der Perversion ein 'frohes und bewegendes Fest'!?", fragte Abel empört. "Haben die Hirten der Kirche nicht den prophetischen Auftrag, solche Ereignisse im Sinne des Evangeliums zu deuten und ins rechte Licht zu stellen?" […]
Die FZ heizt weiter die Stimmung an, obwohl ihr der notorische Hassprediger lange bekannt ist.
[….] Im Folgenden bezeichnet Abel Veranstaltungen wie den CSD als „Symptome einer sittlich entfesselten Gesellschaft“, welche „die Grenzen des Anstands und der Moral überschritten“ hätten. Derlei Paraden seien „eine bunte Darbietung von Perversionen, die Verherrlichung geschmackloser Obszönitäten und ein Spektakel des verloren gegangenen Schamgefühls“. [….]
Auch Tage nach dem Shitstorm, kann sich die Fuldaer Zeitung nicht dazu durchringen, es als Fehler zu bezeichnen, den Abel-Brief überhaupt abgedruckt zu haben.





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