Die Gründe, weswegen Merz und Reiche, Linnemann und Söder, Frei und Bär, ihre längst von der Realität eingeholten Fossillobby-Märchen nicht räumen, liegen auf der Hand:
§ Die enorme Finanzkraft der Öl/Gas-Konzerne
§ Die ideologische Verbohrtheit.
§ Die Unfähigkeit, Fehler einzugestehen
§ Der Unwille, eine Lebenslüge aufzugeben
§ Intellektuelle Unzulänglichkeit, Verwechslung von „Wetter“ und „Klima“
§ Die Missgunst gegenüber RRG, die nicht Recht haben sollen
Dr. Wiebke Winter, 30, CDU, 2025 Fraktionsvorsitzende und
Oppositionsführerin in der Bremischen Bürgerschaft, CDU-Spitzenkandidatin für
die Bürgerschaftswahl 2027 und Mitglied des Präsidiums der CDU Deutschlands,
bringt es auf den Punkt:
Ja, die CDU könnte sich gegen den Klimawandel engagieren, aber mit der
Übernahme dieser „Grünen Themen“ helfe man letztendlich den Grünen.
Honi soit qui mal y pense ; offenkundig versteht die CDU doch, wen sie mit der Übernahme der AfD-Forderungen groß macht.
Merz wird eben nicht die Fukushima-Erkenntnis erfahren, weil er sich nur erinnert, wie anschließend die CDU-Hochburg Baden Württemberg den verhassten Grünen zu viel.
Dann lieber ein paar Myriaden Hitzetote mehr im Monat, als Felix Banaszak, Lisa Badum und Andreas Audretsch einen Punkt mehr Zustimmung bei der Sonntagsfrage zu gönnen.
[…] Ein verantwortungsbewusster Kanzler würde jetzt sagen:
„Was wir gerade erleben – Tausende Hitzetote, verdorrende Felder, Schäden für die Wirtschaft –, sind die Folgen unseres bisherigen Versagens beim Klimaschutz. Und zur bitteren Wahrheit gehört, dass wir auf unabsehbare Zeit nur noch dafür sorgen können, dass es nicht noch viel, viel schlimmer wird und dieser Sommer nicht in zehn oder zwanzig Jahren als kühler Sommer gilt. Deshalb braucht es jetzt einen nationalen und europäischen Kraftakt für den Klimaschutz und den Schutz vor dem neuen Klima.“
Der zweite nötige Schritt ist die Kurskorrektur in der Energiepolitik. Das ist mit Katherina Reiche als verantwortlicher Ministerin nicht zu machen, sie ist das Symbol der Rolle rückwärts hin zu fossiler Energie. An die Spitze dieses Ministeriums gehört jemand, der weiß, dass Klimaschutz und Wirtschaftspolitik schon lange keine Gegensätze mehr sind, sondern ein und dieselbe Sache – und eine ökonomische Chance für das Exportland Deutschland mit seiner trotz Gegenwind starken und wachsenden Green-Tech-Branche. Wie das Niedrigwasser in den Flüssen nun auf die Wirtschaftsleistung drückt, sollte dem Letzten klar machen, wie absurd es ist, Ökonomie gegen Ökologie auszuspielen. [….]
(Chr. Schwägerl, Riffreporter, 08.08.2026)
Der Fritzekanzler ist tatsächlich so borniert, immer noch zu glauben, Klimaschutz schade der Wirtschaft; Ökologie und Ökonomie wären Gegensätze. Zahlreiche Merz-Aussagen belegen das.
Viele scheuen sich, ihn „dumm“ zu nennen. Ein dummer Mensch könne nicht so weit kommen.
Aber „dumm“ ist ein relativer Begriff. Der Mann kommt aus bürgerlichem Haus, absolvierte ein Jurastudium, spricht englisch, beherrscht Rechtschreibung und vermochte es offenkundig, sich in seiner Partei bis ganz nach oben zu beißen.
Damit ist er nach gängiger Ansicht nicht so „dumm“, wie der gemeine AfD-Pöbler bei den Ossis, der keinen einzigen Satz grammatikalisch korrekt rausbringt und noch nie ein Buch gelesen hat.
Aber Merz war ein schlechter Schüler, erwarb keinerlei juristische Meriten, überraschte seine Blackrock-Chefs mit seiner wirtschaftlichen Ignoranz und schaffte es erst mit fast 70 ganz nach oben. Reüssieren konnte er auch nur in der CDU, deren Mitglieder sich mit plakativen Sprüchen und zackigen Attacken auf Schwächere blenden lassen.
Friedrich Merz trägt nicht nur die Last mit sich, daß er sich in ökonomischen Fragen meistens irrt und groteske Fehlprognosen in die Welt setzt, daß er ein erstaunliches Talent an den Tag legt, alle Fettnäpfchen zu treffen und innerparteilich als Serienverlierer dasteht, sondern immer mehr als ewig-gestriger AfD-Opa gegen Schwule und Gendersternchen wettert.
Auch die Merz-typischen grotesken Fehlprognosen vermögen es nicht, seiner angeblichen Wirtschaftskompetenz zu schaden. Merz mag ökonomisch ein bißchen dämlich sein, aber das ist kein Hindernis für einen Spitzenpolitiker, um Wirtschaftslobbyist zu werden.
In der SPD hätte das nie funktioniert, weil er gefragt worden wäre, wie das funktionieren könnte, wie man seine Voodoo-economics bezahlt. Merz hat nie im Leben eine politisch praktikable Version entwickelt, niemals ein praxistaugliches Konzept präsentiert, nie seine Partei mit eigenen Gedanken inspiriert.
Nur einmal, beim West-LB-Verkauf für die Soffin, hatte Merz Gelegenheit, seine Fähigkeiten in der Praxis umzusetzen. Es lief, wie zu erwarten: Er machte sich selbst die Taschen voll und steuerte den Verkauf gegen die Wand, bis die Bank 2012 abgewickelt werden musste.
Er kann eben NICHTS aus eigener Kraft und überlebt in der schwarzgelben Fossil-Welt, indem er alte Lobby-Parolen mit Verve nachplappert, ohne sie jemals zu hinterfragen. Er lernt nicht dazu, er hört nicht zu. Es ist die klassische From echter Borniertheit. Er kompensiert seine fachlich Leichtgewichtigkeit mit umso niederträchtigen Attacken auf Schwächere.
Verglichen mit einem grölenden Pegida-Demonstranten, der zwischen modrigen Zähnen mit Alkoholfahne primitive Hassattacken in falschem Deutsch rauslässt, ist Merz natürlich nicht dumm. Sondern gebildet.
Verglichen mit den intellektuellen Fähigkeiten der bisherigen Kanzler, ist Merz allerdings durchaus dumm.
Es gibt andere Berufe, die für ihn geeignet sind. Spitzenpositionen in der Regierung der drittgrößten Volkswirtschaft der Erde, überfordern ihn allerdings erheblich.
Seine Bauernschläue reicht aber wohl, zu erkennen, wie es ihm bei seinen Fossilfreunden schaden könnte, wenn er nun „umfiele“.
[….] Es brennt in
Deutschland. Doch statt entschlossenem Handeln gegen die Klimakrise sieht
ARD-Korrespondentin Sabine Henkel bei der Bundesregierung vor allem eines:
Abwarten und Beobachten.
„Es brennt in Deutschland. Und der Kanzler beobachtet die Wetterlage – das hat
er vor seinem Urlaub angekündigt. Handlungsbedarf sieht er offensichtlich
nicht. Klimaschutz spielt für diese Regierung keine Rolle. Wo immer Merz gerade
das Wetter beobachtet: Es brennt auch im Sauerland vor seiner Haustür.
Vielleicht öffnet ihm das endlich die Augen“, kommentiert ARD-Korrespondentin
Sabine Henkel.
Weiter kritisiert sie den klimapolitischen Kurs der Regierung Merz: günstigere
Flüge, Festhalten am Verbrennungsmotor, Rückschritte beim Heizungsgesetz und
eine Politik, die angesichts von Hitze, Dürre und Waldbränden auf Regen zu
hoffen scheine. […]
Seine eigene Karriere ist ihm selbstverständlich viel wichtiger als das Wohlergehen Deutschlands oder der vermeidbare Tod zehntausender Bürger, die zu arm sind, um sich bei Hitze chillend in runtergekühlten Räumen aufzuhalten.
In seiner konservativen Welt reicht das.
Dort hat er immer noch Fans, die glauben, man müsse das Hitzethema nur aussitzen. Sobald es jahreszeitlich bedingt abkühle, wäre es vorbei mit dem „grünen Wahn.“
Ja, konservatives Funke-Abendblatt, das seit Jahr und Tag gegen die Grünen und Roten wettert, dafür aber umso liebesdienerischer für Merz, Reiche und die CDU wirbt; das immer Lindner und Kubicki den Roten Teppich auslegt; das gegen den Hamburger Zukunftsentscheid polemisierte; WORAN KÖNNTE DAS BLOSS LIEGEN? Es ist mir auch ein echtes Rätsel.









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