Es wird so knallen. Die MerzSöder-CDUCSU rutscht auf SPD-Niveau
ab, die Nazis sind bald doppelt so stark.
Aber die Konservativen prügeln auf die zweifellos demokratische Elif
Eralp ein, während sie achselzuckend den Nazi-Durchmarsch in höchste
Sachsen-Anhaltinische Staatsämter hinnehmen. Es ist das Rezept für das finale
Desaster.
Während ich zu Anfang der Merz-Kanzlerschaftskrise noch befürchtete, es
liefe auf irgendeine Form der Zusammenarbeit zwischen AfD und Union hinaus –
Tolerierung, Kooperation, Koalition – indem die Schwarzen, die Braunen
wohlwollend an der Macht knabbern lassen, scheinen wir nun einen Schritt weiter
zu sein. Einen Schritt weiter im Abgrund.
Wir erinnern uns an den konservativen Zentrumspolitiker
und Merz-Opa Josef Paul Sauvigny, der 20 Jahre Briloner Bürgermeister war, 1937
das Zentrum verließ, dafür in SA und NSDAP eintrat.
Die Unionspolitik macht die Nazis so stark, daß sie
womöglich den Kooperationsschritt überspringt und direkt dazu übergeht, allein
zu regieren. Es wird das Ende der Demokratie, der RRG-Parteien und der CDU
sein.
Offenbar sind weite Teile der CDU von einem drastischen
Todeswunsch befallen und schaufeln wie besessen an ihren eigenen Gräbern.
Ganz vorn dabei Katherina Reiche, die unbedingt nicht nur
ihre Partei beerdigen möchte, sondern geradezu manisch auch die deutsche
Demokratie und Wirtschaft zu ruinieren trachtet.

[….] Die Linke wirft der
CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vor, das Neutralitätsgebot verletzt
zu haben. Deshalb versucht die Partei mit einem Eilantrag vor dem
Bundesverfassungsgericht zu erzwingen, dass Reiche ein Video löscht, in dem sie
die Linke als Gefahr für die deutsche Wirtschaft und als antisemitisch
bezeichnet. Es geht dabei um ein Video,
das Reiche auf dem Insta-Account des Bundeswirtschaftsministeriums postete. Es
zeigt sie am 23. September auf dem „Wirtschaftsgipfel für Familienunternehmen“,
veranstaltet vom Medienunternehmen ThePioneer. In dem Video warnt Reiche, es
sei gefährlich für die Hauptstadt und den Investitionsstandort Deutschland,
dass eine Partei über Enteignung spreche und in ihr Programm schreibe. Außerdem
sei es eine Partei, „die Antisemitismus offen lebt, die den Juden in dieser
Stadt Angst macht, jüdisches Leben bekämpft, die die organisierte Kriminalität
fröhlich auf Wahlpartys begrüßt“.
Als erste Reaktion hatte
die Linke letzte Woche einen Brief an Reiche geschrieben und sie aufgefordert,
das Video bis zum Sonntag zu entfernen. Bisher ist es aber weiter online.
Deshalb nun der Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht. [….] Die Klage
gegen Reiche ist nur die jüngste einer ganzen Reihe, die die Linke aktuell am
Laufen hat. Nach ihrem Wahlsieg in Berlin geht die Linke mit anwaltlichen
Schreiben auch gegen andere Politiker vor. Zum Beispiel gegen CSU-Innenminister
Alexander Dobrindt und einen Post von Sachsens Innenminister Armin Schuster,
die beide ebenfalls die Linke oder Linken-Politikerinnen als antisemitisch
bezeichnet hatten. Schuster löschte daraufhin einen entsprechenden Post in den
sozialen Medien. [….]
(Jana Laborenz, 05.10.2026)
[….] Schleswig-Holsteins
Ministerpräsident Daniel Günther hat in einem Brief an Bundeskanzler Friedrich
Merz Änderungen der geplanten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
gefordert. Damit stellt sich Günther gegen den vom Kabinett bereits Ende Juli
beschlossenen Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums von Katherina Reiche
(alle CDU).
Die geplante Reform des EEG
und das sogenannte Netzpaket hätten »das Potenzial, der Bundesrepublik
Deutschland und meinem Bundesland zu schaden«, heißt es in Günthers Brief an
Merz, der auf vergangenen Freitag datiert ist und der ZEIT vorliegt. Günther schließt
sich darin der Kritik an dem Gesetzentwurf an, die sich vor allem auf das Ende
bestimmter Förderungen und die Einschränkung des Baus neuer Windkraftanlagen in
bestimmten Gebieten bezieht. [….] »Zum EEG muss ich feststellen, dass
die Ausschreibungsvolumina für Wind an Land deutlich zu gering sind. Nicht mal
die bereits genehmigten Windprojekte können damit realisiert werden«, schreibt
Günther in dem Brief. Netzbetreiber würden ihre Netze »bereits auf die
erwartete Leistung hin« planen; der Bund sei dafür verantwortlich, »dass diese
Flächen auch mit Projekten belegt werden können«. Dafür müssten die
Ausschreibungen »signifikant heraufgesetzt werden«, fordert Günther.
»Auch über die Absichten
zur Dach-PV bin ich hochgradig irritiert«, heißt es in dem Schreiben weiter.
Damit dürften die im EEG-Entwurf festgehaltenen Pläne gemeint sein, Strom aus
neuen Solaranlagen auf Privatdächern nicht mehr garantiert zu vergüten. Betreiber
neuer kleinerer Solaranlagen, die Strom ins Netz einspeisen wollen, müssen
diesen künftig selbst vermarkten. [….]
(Die Zeit, 05.10.2026)
[…] Integration in
Unternehmen: Reiche-Ministerium droht erfolgreichem Flüchtlingsprojekt mit
Geldstopp[….] Das Landhotel Hermannshöhe liegt an der Bundesstraße 474,
im tiefsten Münsterland zwischen Legden und Holtwick. Weiden, Äcker und kleine
Wäldchen umgeben den 120-Betten-Betrieb, am Horizont drehen sich Windräder.
Münster, die nächste Großstadt, ist eine knappe Autostunde entfernt. Es ist
nicht unbedingt ein Ort, an dem man viele Arbeitskräfte aus Indonesien vermuten
würde.
Doch das Landhotel hat nach
eigenen Angaben in den vergangenen acht Jahren 40 Frauen und Männer aus dem
südostasiatischen Inselstaat zu Hotelfachfrauen und Köchen ausgebildet, neun
davon arbeiten noch heute dort. Ohne sie würde es das Hotel, das seit 1884 besteht,
womöglich gar nicht mehr geben. »Wir könnten unseren Betrieb nicht mehr
aufrechterhalten«, sagt Betriebsleiter Andreas Beckhaus. »Es gibt nur noch
wenige Deutsche, die eine Ausbildung in der Gastronomie machen möchten.«

Umso irritierter war
Beckhaus, als er von einem Kürzungsvorhaben des Bundeswirtschaftsministeriums
erfuhr: Das von CDU-Politikerin Katherina Reiche geführte Haus will offenbar
die Mittel für das »Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge« streichen. [….]
»Es ist unverständlich, dass gerade in diesem Bereich gekürzt werden soll.«
[….] Das »Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge«, kurz NUIF, wurde
2016 von der Deutschen Industrie- und Handelskammer als Reaktion auf die
Migrationswelle des Vorjahres gegründet. Bundesweit engagieren sich rund 5100
Unternehmen. Der Verbund dient als zentrale Austauschplattform für Unternehmen,
die Zugewanderte ausbilden und beschäftigen. [….] »Ich bin fassungslos, dass dieses Netzwerk
eingestampft werden soll«, sagt Ulla Kampers, Personalchefin bei der Firma
Nordluft Wärme- und Lüftungstechnik in Lohne, Niedersachsen. Die Firma gehört
zu den Gründern des Netzwerks, Kampers ist eine der Regionalbotschafterinnen. Als Unternehmen brauche man das NUIF als
verlässlichen Ansprechpartner, es helfe schnell und unbürokratisch. Kampers
sagte dem SPIEGEL, sie habe »die Befürchtung, dass dann die Unternehmen nicht
mehr bereit sind, Migranten einzustellen, da keiner genau weiß, wie das
Prozedere abläuft«.
Ähnlich äußert sich Kai
Holzmüller, Personalleiter der ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi in Sachsen. »Die
Einstellung des Netzwerks wäre ein schwerer Fehler, es wäre das falsche Signal
zum falschen Zeitpunkt«, sagt Holzmüller. »Das Netzwerk leistet wertvolle Arbeit
für die Integration Zugewanderter und den Zusammenhalt der Gesellschaft. Davon
brauchen wir mehr, nicht weniger.« Das gelte auch »besonders im Hinblick auf
die demografische Situation unserer Gesellschaft, die sich besonders in unserer
sächsischen Region darstellt«.[….]
(SPON, 05.10.2026)

[….] Es soll einen strengen
Mietendeckel geben – für Windräder. Die Idee dazu stammt von
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Das ist eine rigide, mit hohen
Bußgeldern belegte Begrenzung der Pachtpreise für Flächen, auf denen
Windanlagen Strom erzeugen. Für Wohnungen aber lehnen die Christdemokrat:innen
so etwas kategorisch ab. Weil eine Preisbremse angeblich dafür sorgen würde,
dass kaum noch jemand in Bau oder Sanierung von Gebäuden investiere. Wohnraum
würde so knapper und nicht erschwinglicher.
Das stimmt zwar nicht, aber anscheinend glauben Unionsleute das
tatsächlich. Das zeigt, was Reiche und ihre Parteifreund:innen mit dem
Pachtdeckel für Windräder erreichen wollen, der in der Novellierung des
Erneuerbaren-Energien-Gesetzes vorgesehen ist: den weiteren Ausbau von Wind-
und großen Solaranlagen bremsen, Betreiber:innen verunsichern, Investor:innen
abschrecken. [….] Reiche lehnt Markteingriffe für gewöhnlich kategorisch
ab, Preisdeckel hält sie für Teufelszeug. Dass die Hüterin der reinen
Marktlehre ausgerechnet bei der Windenergie eine Ausnahme machen will, ist
bezeichnend. Sie steht mit der Energiewende, wie sie von der Ampel eingeleitet
wurde, auf Kriegsfuß. Ihre Gesetzesentwürfe strotzen nur so vor Regelungen, die
den Erneuerbaren schaden. [….]
(Anja Krüger, 04.10.2026)
[….] EU-Verfahren gegen
Deutschland eingeleitet: Die Gas-Richtlinie muss kommen[….] Schon vor
einem halben Jahr hatte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche einen
Gesetzentwurf zur Umsetzung der Gasrichtlinie durchs Kabinett gebracht. Seitdem
scheint das Gesetz verschwunden zu sein.
Die Europäische Union hat
in dieser Woche ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland und andere
Mitgliedstaaten eröffnet und fordert die Länder auf, die neuen Vorschriften für
den Gas- und Wasserstoffmarkt umzusetzen. "Die Mitgliedstaaten mussten die
Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht bis spätestens zum 5. August 2026
mitteilen. [….] Passiert dies
nicht, kann die EU vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die Mitgliedstaaten
klagen. Im schlimmsten Fall drohen dann Zwangsgelder an Brüssel. [….] Das
Umweltinstitut München kritisiert die Bundesregierung für ihr fehlendes
Engagement in diesem Bereich. Till Irmisch, Referent für Energie und Klima beim
Umweltverband, sagt: "Dass die Bundesregierung es inmitten der zweiten
fossilen Energiekrise innerhalb weniger Jahre nicht geschafft hat, klare Regeln
für den Gasausstieg festzulegen, ist ein Armutszeugnis, das Verbraucher:innen
und Industrie teuer zu stehen kommen könnte." [….]
(Amy Walker, 02.10.2026)
[….] Es wird schon wieder
an der Förderung für nachhaltige Energie gesägt. Dieses Mal fordern CDU und CSU
in Verhandlungen mit der SPD das Ende des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
schon ab 2045. Und das, obwohl CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bereits
scharfe Einschnitte bei der Förderung von Solar- und Windanlagen angekündigt
hatte.
Die aus den Verhandlungen
durchgesickerten Forderungen widersprechen dabei nicht nur dem eigenen
Parteichef Friedrich Merz, der am Dienstag bei seiner Rede zur 25-Jahr-Feier
des Rats für Nachhaltige Entwicklung großspurig die Bedeutung von
Umwelttechnologien für die deutschen Wachstums- und Nachhaltigkeitsziele
betonte. Sie zeugen auch von einer dramatischen Verantwortungslosigkeit
angesichts wachsender Umweltrisiken.
Europa hat in diesem Jahr
einen beispiellosen Hitzesommer erlebt. Untersuchungen gehen von Zehntausenden
Toten infolge der Extremtemperaturen aus. Ernteausfälle und Engpässe bei der
Wasserversorgung unterstreichen die Dramatik der Situation. [….] In
diesen Zeiten zeugen die Forderungen der Union von einer gefährlichen Blindheit
politischer Entscheidungsträger gegenüber den Gefahren des Klimawandels. [….]
(Nils Thomas Hinsberger, 01.10.2026)
[….] Eine Lehre aus dem
Fachbuch für politische Kommunikation lautet: Denk dir einen möglichst
komplizierten Fachbegriff aus, wenn du willst, dass die Leute nicht verstehen,
worum es geht. Schließlich wird im politischen Raum nur über das gesprochen,
was dem Wahlvolk diskussionswürdig erscheint. Darin ist Katherina Reiche (CDU)
Meisterin: Sie erfand den Begriff „Redispatch-Vorbehalt“. Den hat die
Bundeswirtschaftsministerin in ihren ersten Entwurf zum neuen Netzgesetz
geschrieben.
Das ist schlau, denn bevor
man diese Politik kommentieren kann, muss man sie erst erklären: Weil die
Bundesrepublik in vier Jahren 80 Prozent ihres Stromes aus Erneuerbaren
produzieren will, haben Windräder, Solaranlagen, Biomassekraftwerke einen
Vorrang beim Einspeisen. Ihr Strom darf immer zuerst ins Netz, die
Netzwirtschaft nennt diese Abfertigung „Dispatch“. Weil es aber immer häufiger
passiert, dass Sonne, Wind und Co mehr Strom produzieren, als das Netz
aufnehmen kann, müssen mancherorts Kraftwerke abgeschaltet werden – die
Netzbetreiber ordnen Redispatch an.
Betreiber von Solarparks
und Windrädern können nichts für diesen Stillstand. Denn nicht sie, sondern die
Besitzer der Netze tragen Schuld daran, dass sie nicht liefern können. Deshalb
erhalten die Betreiber eine Entschädigung für jenen Strom, den sie nicht
liefern konnten. Unter dem Stichwort „Redispatch“ sieht Katherina Reiches
Gesetzentwurf vor, diese Entschädigung ganz oder teilweise zu streichen.
Grundlage jeder Investition ist die Kalkulation der Refinanzierung. Wer nicht
weiß, wie oft sein Windrad entschädigungslos abgeschaltet wird, der investiert
nicht mehr. [….] Die Union von Friedrich Merz war angetreten, das
Wirtschaftswachstum in Deutschland anzuschieben, dafür muss investiert werden.
Doch statt sich ins Zeug zu legen und ein Investitionsfeuerwerk bei den
Erneuerbaren zu kreieren, bremst die „Fachfrau für den Aufschwung“. [….]
(Nick Reimer, 29.09.2026)
[….] Das Netzpaket von
Wirtschaftsministerin Reiche hat der Energiekonzern erfunden. Er profitiert
auch am meisten davon, zeigt eine neue Analyse. [….] Erneuerbaren-Expert*innen
und -Verbände zerpflücken den Entwurf seit Monaten, weil er den Bau von Wind-
und Solaranlagen in Deutschland abwürge. Am Dienstag hat der Bundesverband Neue
Energien (BNE) nachgelegt: Eine BNE-Analyse zeigt, dass vor allem Töchter des
Eon-Konzerns von den neuen Regelungen des Netzpakets profitieren dürften. Beim
Eon-Unternehmen Westenergie war die CDU-Politikerin Reiche zwischen 2020 und
2025 Chefin.
Die Bundesregierung dürfe
„sich nicht vor den Karren einzelner Konzerne spannen lassen“, sagte
BNE-Geschäftsführer Robert Busch. Und forderte, den aus seiner Sicht größten
Knackpunkt im Netzpaket komplett zu streichen: den sogenannten
Redispatch-Vorbehalt. Er setze „genau den falschen Anreiz“, so Busch.
Netzbetreiber würden „auf dem Papier effizienter“, aber die Engpässe in
Deutschlands Stromnetzen blieben. [….]
(Kai Schöneberg, 29.09.2026)
Mit dieser Regierungspolitik geht Deutschland auch unter,
ohne den finalen Arschtritt in den Orkus durch einen Reichs…, Bundeskanzler
Höcke.