Freitag, 13. Mai 2022

Tot durch Kleiderbügel

Menschen haben immer Sex, weil das ein Trieb ist.

In Deutschland liegt die durchschnittliche Häufigkeit heterosexuellen Geschlechtsverkehrs bei etwa dreimal im Monat. Solche Studien sind natürlich mit Vorsicht zu genießen, da Menschen nicht ehrlich antworten.  Heterosexuelle Frauen haben im Durchschnitt mit 6,1 Männern in ihrem Leben Sex. Heterosexuelle Männer mit 9,8 Frauen. Eigentlich müsste die Zahl genau gleich sein, aber Männer übertreiben die Anzahl ihrer Sex-Erlebnisse und Frauen untertreiben.

Die gute Nachricht ist, daß im Deutschland des Jahres 2022 vor allem die Männer öfter Sex haben wollen, aber die Frauen tatsächlich bestimmen, wie oft es geschieht.  Wenn sie nicht will, hat er Pech gehabt.

Das ist ein eindeutiger zivilisatorischer Vorteil, da Männchen der Gattung Homo Sapiens wie andere Primaten oder auch Delfine körperlich in der Lage sind, den Geschlechtsverkehr zu erzwingen.

Die längste Zeit der Geschichte der Menschheit, passierte genau das. In der Ehe hatte die Frau die Pflicht, ihrem Mann sexuell gefügig zu sein und deswegen stimmte Friedrich Merz mit der überwältigen Anzahl der CDUCSU-Parlamentarier im Bundestag auch gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe. Für die Christen-Partei ist das Selbstbestimmungsrecht der Frau dem Sexualtrieb des Mannes untergeordnet. Wenn er spitz wie Nachbars Lumpi ist, sollte er nach den Vorstellungen des Friedrich Merz seine Frau mit physischer Gewalt zum Geschlechtsverkehr zwingen dürfen, ohne dafür bestraft zu werden.

Ob eine Ehe überhaupt besteht und gültig ist, definierten Kirche, Parteien und Staat bis 1976 danach, ob die Frau vaginal penetriert wurde, oder nicht.

Erst dann wurde bei Ehescheidungen in der Bundesrepublik Deutschland das Schuldprinzip durch das Zerrüttungsprinzip abgelöst.

Eine feine Sache war das für Königs- und Fürstenhäuser, die politische Ehen eingingen und bei geostrategischen Veränderungen lieber eine andere Prinzessin heiraten wollten. Denn eine christliche Ehe ist bekanntlich vor Gott geschlossen und damit nicht zu trennen. Die Hintertür war immer, zu behaupten, die Ehe sei gar nicht vollzogen worden und daher ungültig. Das blutige Betttuch nach der Hochzeitsnacht, welches der geifernden Verwandtschaft gezeigt wurde, konnte auch manipuliert sein. Beweisen konnte Frau den Vollzug der Ehe erst, indem sie ein Kind gebar. Bis dahin konnte sie auch wieder rausfliegen oder wahlweise auch geköpft werden, wie von Heinrich, VIII.

Der Bundesgerichtshof hatte am 02.11.1966 mit unserem Grundgesetz eine Bumspflicht für die Frau festgelegt. Dabei genügte es nicht, wenn die Frau wie ein Brett dalag und sich nicht gegen den Geschlechtsverkehr wehrte, sondern sie hatte nach Ansicht der höchsten Richter auch die Pflicht zu einem „engagierten ehelichen Beischlaf“, anderenfalls könnte sie bei einer Scheidung nach dem damaligen Schuldprinzip schuldig gesprochen werden und damit alle weitere Rechte – Erziehungsberechtigung, Unterhalt – verlieren. Kinder weg und Geld weg, wenn Frau beim Bumsen keine Begeisterung zeigte.

  [….]  „Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, dass sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen lässt. Wenn es ihr infolge ihrer Veranlagung oder aus anderen Gründen (...) versagt bleibt, im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen. Denn erfahrungsgemäß vermag sich der Partner, der im ehelichen Verkehr seine natürliche und legitime Befriedigung sucht, auf die Dauer kaum jemals mit der bloßen Triebstillung zu begnügen, ohne davon berührt zu werden, was der andere dabei empfindet. (...) Deshalb muss der Partner, dem es nicht gelingt, Befriedigung im Verkehr zu finden, aber auch nicht, die Gewährung des Beischlafs als ein Opfer zu bejahen, das er den legitimen Wünschen des anderen um der Erhaltung der seelischen Gemeinschaft willen bringt, jedenfalls darauf verzichten, seine persönlichen Gefühle in verletzender Form auszusprechen.“  [….] 

(BGH, 02.11.1966 - IV ZR 239/65)

Wenn sich die Deutschen immer nur nach Kirche und C-Parteien gerichtet hätten, gäbe es immer noch diese Rechtsprechung und Richter Friedrich Merz könnte weiter in seiner Traumwelt leben, in der er seine Frau vergewaltigen darf und kein Weibsbild in der CDU eine Führungsrolle übernimmt. Ach, ich vergaß; letzteres ist ja immer noch so:

Von den 60 Top-Führungspositionen in der CDU werden nur 59 von weißen Männern besetzt. Eine Männerquote von lediglich 98,3%!

Das ist keine schöne Welt für die Weibchen in unserer Fauna.

[….] Ein im Tierreich relativ weit verbreiteter Brauch ist der Sex gegen den Willen des Partners. Sowohl bei Delfinen, Schafen, Fledermäusen als auch Stockenten haben Forscher ihn beobachten können.  Häufig attackieren die Männchen die Weibchen dabei in Gruppen, was dramatische Folgen haben kann. Stockentenweibchen werden zum Beispiel oft so hartnäckig von mehreren Erpeln gleichzeitig verfolgt, dass sich der Sex in einen Kampf um Leben und Tod verwandelt.  Jedes Männchen will sich als Erstes mit dem Weibchen paaren. In diesem Fortpflanzungseifer drücken die Männchen das Weibchen häufig unter Wasser. Experten schätzen, dass bis zu zehn Prozent der Stockentenweibchen bei solchen Übergriffen ihrer Geschlechtspartner ertränkt werden.  [….]

(Lena Ganschow, 20.06.2017)

Wenn Frau nicht selbst bestimmen kann, ob sie Sex haben will, ist schon aus dem Grunde klar, daß es immer wieder Schwangerschaftsunterbrechungen gibt.

Das sind so elementar wichtige, intime und persönliche Vorgänge, daß die Rechtslage relativ egal ist. Auch in der Nazi-Zeit, als Abtreibungen mit der Todesstrafe geahnt werden konnten, wurden sie weiter durchgeführt. Allerdings unter erbärmlichen Bedingungen, so daß die Frau daran sterben konnte. 

Mit der Liberalisierung des deutschen Abtreibungsparagraphen 218 sank die Zahl der Fälle auf etwa 100.000 im Jahr.

In den 1970ern waren es in der Illegalität allein in Westdeutschland etwa 400.000 Abtreibungen.

Wer wie CDU oder Kirche oder GOP nun wieder vehement für Abtreibungsverbote eintritt, erreicht nicht nur ein Vielfaches der Schwangerschaftsunterbrechungen, sondern ermordet dabei auch Frauen, die dann in Hinterhöfen oder auf dem Küchentisch verbluten, wenn sich Laien an dem Eingriff versuchen.

[…] Jedes Jahr sterben weltweit zehntausende Frauen bei oder an den Folgen illegaler Schwangerschaftsabbrüche. Eine Studie der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität aus dem Jahr 2019 schätzt, dass allein in Nigeria jährlich mehr als 6.000 Frauen bei dem Versuch, eine Schwangerschaft zu beenden, ihr Leben verlieren. Doch eine Abtreibung steht in Nigeria unter hoher Strafe. In vielen Bundesstaaten darf sie nicht einmal dann vorgenommen werden, wenn das Leben der Frau in Gefahr ist.   [….]

(SWR2, 18.01.2022)

Die katholischen Bischöfe finden es geil und wollen mehr Frauen verrecken sehen.

[….] US-amerikanische Bischofskonferenz ruft zu Gebet dafür auf, das Gesetz Roe vs. Wade zu kippen!  Kraftvolles Prolife-Zeugnis von den US-Bischöfen: 13. Mai (Fatima-Tag) wird als Tag des Gebets, des Rosenkranzes und des Fastens für die Abschaffung des liberalen Abtreibungsgesetzes ausgerufen. Als Reaktion auf das Durchsickern eines Gutachtenentwurfs im Fall Dobbs gegen die Jackson Women’s Health Organization am Obersten Gerichtshof der USA rufen einige Abtreibungsbefürworter zu landesweiten Demonstrationen, Störungen des Gottesdienstes und zur persönlichen Einschüchterung bestimmter Höchstrichter auf. Erzbischof José H. Gomez von Los Angeles, Präsident der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB) und Erzbischof William E. Lori von Baltimore, Vorsitzender des Ausschusses für Pro-Life-Aktivitäten der USCCB, laden die Gläubigen ein, sich in Fasten und Gebet zu vereinen:

„Inmitten der aktuellen Spannungen laden wir Katholiken im ganzen Land ein, am Freitag, dem 13. Mai, dem Gedenktag Unserer Lieben Frau von Fatima, mit uns zu fasten und den Rosenkranz zu beten. Lassen Sie uns unsere Gebete und unser Fasten für diese Absichten darbringen:

-    Für unsere Nation, für die Integrität unseres Justizsystems und dafür, dass sich alle Regierungszweige dem Streben nach dem Gemeinwohl und dem Schutz der Würde und der Rechte der menschlichen Person von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod widmen.

-    Für die Aufhebung von Roe v. Wade und Planned Parenthood v. Casey in der endgültigen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Dobbs v. Jackson. [….]

(Kath.net, 10.05.2022)


 

Donnerstag, 12. Mai 2022

Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom

Die Hamburger Morgenpost mag nur ein kleineres, etwas seriöseres Boulevardblatt sein, aber glücklicherweise sind ihre Meinungsartikler allesamt Hellseher und können daher ungeheuer sicher prognostizieren, was Putin wann, warum, unter welchen Umständen tun wird.

Das ist eine feine Sache, während Militärs, Regierungen und Experten aller Fachrichtungen über die besten Strategien grübeln müssen.

Ich bin unglücklicherweise auch nicht klug genug, um klar die Zukunft der Ukraine und Russlands vor mir zu sehen. Anders als die Hamburger Morgenpost, die einheitlich und vehement auf Hofreiter-Linie argumentiert, viel schneller, viel mehr deutschen Waffen in die Ukraine schaffen will, höhnisch über die angebliche Zögerlichkeit der Ampel herzieht und bedingungslos zu Andrij Melnyk steht.

Wenigstens die Mopo-Hobbyautoren aus der Lokalredaktion, die sonst über entlaufene Katzen und das Liebes-Aus zwischen Marc Terenzi und Jenny Elvers berichten, haben den klaren Durchblick.

(…)  Die Feuilletonisten und die Verfasser offener Briefe  an die Bundesregierung können sich aufgrund schweren Hinkens auch nicht auf den passenden Weltkriegsvergleich einigen: Erinnert die Situation eher an den Beginn des Ersten Weltkrieges 1914, als allgemeine Begeisterung und übergroße Bereitschaft, sich an Konflikten außerhalb der Landesgrenzen zu beteiligen zu Millionen Toten führten? Oder passt eher der Vergleich mit 1939, dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, als es genau umgekehrt war, und die mangelnde Bereitschaft vieler Europäer, sich rechtzeitig Hitler entschieden entgegen zu stellen und sich kriegerisch in anderen Ländern zu engagieren, dazu führte, daß Deutschland immer weiter ging und schließlich über 60 Millionen Tote und einen zerstörten Kontinent hinterließ?

Ist Putin so hitzköpfig, daß er militärisch in die Enge getrieben und von einem entschlossenen Westen aufgehalten, neroesk mit seinem Untergang alles mitreißt und Atombomben abschießen lässt?

Ist Putin so eiskalt, daß er kleine Atombomben oder andere Massenvernichtungsmittel gegen die Ukraine/Moldau einsetzt, wenn er eben nicht von einem entschlossenen Westen militärisch aufgehalten wird?

Die Argumentationslinien sind kompliziert in so einer Gemengelage. Es ist einfacher, die Ungereimtheiten in den Argumenten der Gegner herauszustellen, als stringent die eigenen Argumente vorzulegen.

Müssen wir jetzt dringend, ganz schnell, viele Deutsche Panzer in die Ostukraine schicken, weil nur so Putins gewaltige Militärmaschine daran gehindert werden kann auch in Polen einzumarschieren?

Oder handelt es sich bei Putins Wunderwaffen eher um Potemkinsche Truppen, die von ukrainischen Zivilisten mit Traktoren vernichtet werden können?

Kommt die russische Armee eher nach Berlin, wenn sie sich gerade im Zuge der Feierlichkeiten des Sieges über Hitlerdeutschland über westliche Demütigungen und Nato-Engagement ärgert?

Oder hatte die russische Armee das nie vor, macht es aber, weil die NATO so viel Rücksicht nimmt, sich in der Ukraine zurückhält und das in Moskau als Schwäche gedeutet wird? (…)

(Maximal-Whataboutism, 07.05.2022)

Der Rigorismus der Hofreiter/Melnyk-Fraktion ist aber nicht nur absurd, weil er das Ende des Krieges schon kennt; nämlich daß der angeblich so „irre“ Putin nach ein paar Jahren der zermürbenden Erfahrung mit den tapfer kämpfenden Ukrainern, rational einsehen würde, sich verzettelt zu haben, um dann für Verhandlungen bereit zu sein.

Absurd ist aber meiner Ansicht auch, das Verhalten des Westens über Jahre zu extrapolieren.  Ich hingegen halte es für wahrscheinlicher, daß die Russen unter dem Trommelfeuer der Kreml-Propaganda noch jahrelange drastische Entbehrungen aushalten, als Westeuropa.

In Deutschland haben wir bisher im Alltag noch kaum merkbare Einschränkungen – im Vergleich zu Russland. Die Benzinpreise sind raufgegangen, man sieht ab und zu Autos mit der UA-Kennung auf den Straßen und das Sonnenblumenöl ist überall ausverkauft.

Schon das führt aber zu innenpolitischen Verwerfungen und schweren parteipolitischen Gefechten über die Frage, wie und ob man den Pendlern an der Tankstelle unter die Arme greift.  Laut Umfragen ist jetzt schon die Hälfte der Deutschen dafür, keine schweren Waffen gen Osten zu schicken. Das ist insofern schlecht, weil CDU, CSU, Grüne, FDP und SPD im Bundestag für die Lieferung schwerer Waffen sind und damit 50% der Bürger nur noch von Linken und AfD vertreten werden.  Darunter werden aber viele sein, die genau mit diesen beiden Parteien, oder mindestens einer von ihnen, gar nichts zu tun haben wollen.

Schon jetzt haben wir einen 20%-Sumpf von Deutschen, die ins Covidioten-Leerdenker-Pegidisten-Seuchenfreunde-Putinisten-Milieu abgerutscht sind und nicht mehr von seriösen Informationen erreicht werden. Das können noch viel mehr werden, wenn sich so viele nicht mehr von der ganz großen Koalition der „Altparteien“ vertreten fühlen.

Zudem sind die Deutschen mental nur für eine Krise geeicht. Mehr halten sie nicht aus, dann beginnt das große Verdrängen.

„Corona ist vorbei“, niemand trägt im Supermarkt noch Masken. Das ist aber nicht etwa so, weil die Infektionszahlen drastisch sinken würden, oder die Impfquote endlich ausreichend hoch wäre. Nein, die Fakten erfordern weiterhin Maskenpflicht, aber nun haben die tumben Teutonen die Ukraine im Kopf und in die kleinen Hirne passt einfach nicht mehr rein; deswegen wurde die Pandemie einfach rausgeworfen. Putin ist das Kuckucksei in unserem Nest zwischen die Ohren. Kaum ausgeschlüpft, wirft er die anderen Nestbewohner über den Rand, um zukünftig ganz allein alle Zuwendung zu bekommen.

Deutschland war 20 Jahren intensiv militärisch in Afghanistan engagiert. 16 Jahre lang schickten CDU/CSU-Bundesverteidigungsminister Soldaten und Ausrüstungen an den Hindukusch.

Na gut, vielleicht würde man doch nicht die Demokratie einführen können, aber es ginge schließlich um die Menschenrechte, die Frauen, die selbstbestimmter leben könnten, die Mädchen, die erstmals zur Schule gehen könnten. Daher wäre der Afghanistan eben nicht umsonst und wichtige humanitäre Ziele erreicht.

Und nun? Wenige Monate später ist auch das komplett aus den deutschen Hirnen gelöscht. Die Taliban sind voll durchmarschiert, haben ihr Schreckensregime wieder eingeführt, zwingen jede Frau in die Burka, schariamorden durch die Provinzen und verbieten Mädchen in die Schule zu gehen.

Der einzige Unterschied zu vor 20 Jahren: Uns ist es scheißegal, was mit den Mädchen geschieht.

[….] Das vergessene Land: Die Taliban berauben die Frauen wieder systematisch ihrer Rechte, sogar die Burka ist wieder Pflicht [….] Im vergangenen Sommer, haben die Taliban Kabul wieder eingenommen. Eine unfähige afghanische Regierung und ein an seiner Hybris gescheiterter Westen ermöglichten ihnen den Weg zurück an die Macht. Der Präsident floh, in seinem Palast präsentierten nun die Vollbärtigen stolz ihre Kalaschnikows. Ein Bild des Schreckens.

Der Einsatz des Westens steht im Lehrbuch für fehlgeschlagene Interventionen an besonders prominenter Stelle. Am Ende verweisen die Besiegten noch kleinlaut auf die unter ihnen erreichten Fortschritte für Frauen und Mädchen, die arbeiten und zur Schule gehen dürfen. Doch einige Monate später ist klar: Die Taliban haben die Uhren längst wieder zurückgedreht.

Die Taliban schließen erneut Frauen aus dem öffentlichen Leben aus. Afghaninnen dürfen nicht mehr allein reisen, nicht den Kabuler Zoo besuchen, ältere Mädchen in vielen Teilen des Landes nicht in die Schule gehen. Nach einer Reihe frauenfeindlicher Dekrete haben die Taliban nun ein Burka-Gebot erlassen und belegen damit erneut, wie grundlegend sie das Selbstbestimmungsrecht für Frauen missachten. Dieser Schritt hat die längst vorherrschende Afghanistan-Apathie im Westen wenigstens für einen Augenblick unterbrochen und ein wenig Kritik nach sich gezogen.  Aber mehr als geißeln können und wollen die Westler auch nicht mehr. Afghanistan, das steht nicht nur für eine peinliche Niederlage. Es gerät auch in Vergessenheit. Das Land untersteht jetzt erneut Männern, die sich militärisch und auch diplomatisch geschickt an die Macht zurückgebracht haben, die aber gesellschaftspolitisch in der Vergangenheit verharren. Die oberste Maxime der Taliban: Die eigenen Reihen schließen, die religiösen Fanatiker zufriedenstellen. Besonders bitter ist das für die Frauen und Mädchen, die das Land nicht verlassen können - die Fortschritte der vergangenen beiden Jahrzehnte werden ihnen nun einfach wieder weggenommen. [….]

(Tobias Matern, 12.05.2022)

So könnte es bei der Ukraine auch laufen. Wenn 2024 immer noch Krieg herrscht und die Deutschen frieren müssen, werden sie ihre Solidarität mit dem angegriffenen Volk längst vergessen haben.

Mittwoch, 11. Mai 2022

CDUCSU goes GOP

Gesetzliche Abtreibungsregelungen sind immer hochproblematisch. Insbesondere, weil damit der Gesetzgeber über das Innere des Körpers einer Frau bestimmt und das geht ihn grundsätzlich nichts an. Das zweite riesige Problem ist die mangelnde Akzeptanz für ein so hanebüchen übergriffiges paternalistisches Vorhaben im Jahr 2022.

In keinem US-Bundestaat ergeben Umfragen mehr als 30% Zustimmung für ein Abtreibungsverbot. Dennoch haben schon die Hälfte der US-Bundesstaaten so drastische Abtreibungsverbote, daß bereits die Verwendung „der Pille danach“ zu lebenslanger Haftstrafe führt. Das ist aber unpopulär.

Logischerweise, denn schließlich wurden auch schon Frauen, Schwestern oder Töchter republikanischer Männer vergewaltigt.  Böse Zungen behaupten sogar, daß nicht alle 75 Millionen Trump-Wähler ausschließlich ehelichen Sex haben (und auch das nur widerwillig, wenn es zum Kindezeugen unbedingt erforderlich ist).

Möglicherweise hat sich auch schon mal eine evangelikale stramm republikanische Collegestudentin betrunken oder verliebt, so daß sie ihren Daddy versprochenen „Promis-Keeper“-Ring vergaß und doch mal mit dem heißen Kommilitonen Malik in die Besenkammer ging.   Nicht jede Trump-adorierende Karen schafft es beim Republikaner-Grillfest zum 04. Juli nach 12 Tassen Wodka-Bowle ihre Beine zusammengepresst zu halten.

Und, noch viel unglaublicher, es soll sogar rechtsgerichtete Männer geben, die nicht von Natur aus keusch sind, jede Sexualität angewidert in Liebe zu Jesus Christus sublimieren, sondern bereit sind, sogar ohne Zwang und Androhung von Prügeln, ihren Zipfel aus der Hose zu nehmen, um mit Damen zu kopulieren, mit denen sie nicht verheiratet sind.

Donald Trump, das Vorbild der Moral, täte sowas natürlich nie, würde nie fremdvögeln und war stets ein treusorgender mustergültiger Ehemann.  Aber abgesehen von diesem reinkarnierten Jesus, gibt es selbst unter den GOPern, einige Bürger, die schon einmal gesündigt haben und es nicht ganz ideal finden, wenn ein 13-Jähriges Opfer von Inzest oder Vergewaltigung auch noch von lebenslanger Haft bedroht wird

Daher drücken die rechtsradikalen GOP-Parlamentarier ihre Unterstützung für knallharte Abtreibungsverbote ein bißchen verklausuliert aus.

Andere greifen zu ungeheuer einleuchtenden Beispielen.

US-Senator Steve Daines erklärte, Frauen könnten nicht abtreiben, da wir auch die Gelege von Seeschildkröten und Adlern besonders schützen. Dann wäre ein menschlicher Embryo doch erst recht tabu.

[….] The proposed bill, Daines said, would leave a fetus with fewer legal protections than certain animal eggs.

“If you were to take or destroy the eggs of a sea turtle, the criminal penalties are severe,” he said. “Why do we have laws in place that protect the eggs of a sea turtle or the eggs of eagles? Because when you destroy an egg, you’re killing a preborn baby sea turtle or a preborn baby eagle.”

Under the Bald and Golden Eagle Protection Act of 1940, deliberately destroying — or even disturbing — a bald eagle’s egg or nest carries a $100,000 fine and a sentence of up to a year in prison for a first offense, according to the U.S. Fish and Wildlife Service.   Sea turtles are protected by the Federal Endangered Species Act of 1973. In Florida — which provides further safeguards — any act against a sea turtle’s nest and eggs is considered a third-degree felony, wielding a penalty of $100 per egg. […..]

(Washington Post, 11.05.2022)

Diese extrem frauenfeindliche Position, die im Übrigen zu nur noch mehr Abtreibungen führen würde, ist auch in Deutschland nicht populär, wird aber ebenso wie in den USA, von der radikal Rechten und den Hardcore-Religioten so vehement verlangt, daß sich CDU und CSU dem Wahn ihrer GOP-Vorbilder verschreiben und mit dem Paragraf 219a für das Verbot von Informationen über Abtreibungen eintreten.  Nach Unions-Logik verschwindet das Problem der ungewollten oder lebensgefährlichen Schwangerschaften auf mirakulöse Weise von ganz allein, wenn man nicht drüber reden darf.

[….] Die geplante Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen stößt in der Union auf Kritik. Die Bundesregierung möchte den entsprechenden Paragrafen 219a streichen – doch die Unionsfraktion kündigt Widerstand an. Mit einem Antrag wollen die Christdemokraten an diesem Freitag im Bundestag erreichen, dass der Paragraf im Strafgesetzbuch bestehen bleibt.   Ein Schwangerschaftsabbruch sei »nicht das Gleiche wie ein kosmetischer Eingriff«, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andrea Lindholz (CSU). »Das Schutzgut des ungeborenen Lebens« sei stets mitzuberücksichtigen.

Die Ampelkoalition hatte sich als eines ihrer ersten gesellschaftspolitischen Projekte die Abschaffung des Paragrafen 219a vorgenommen und im März im Kabinett verabschiedet. Er regelt bislang das Verbot, für Schwangerschaftsabbrüche zu werben.   Dies führt unter anderem dazu, dass Ärztinnen und Ärzte keine ausführlichen Informationen über solche Eingriffe öffentlich anbieten können, ohne Strafverfolgung befürchten zu müssen. Für eine Verurteilung reicht es schon, wenn eine Ärztin auf ihrer Homepage nicht nur angibt, dass sie Abtreibungen durchführt, sondern auch, mit welchem Verfahren. [….]

(DER SPIEGEL, 11.05.2022)

Es fragt sich nur, wie populär diese neueste Umdrehung des rechten Friedrich Merz wirklich ist.

Klar, eigentlich sind alle CDU-CSU-Politike,r ebenso wie ihre GOP-Kollegen in den USA, von Natur aus keusch, würden niemals fremdgehen oder womöglich schon vor der Ehe geschlechtsverkehren.

Allerdings gibt es unter den 219a-Befürwortern einige ganz wenige Einzelfälle.

[…] CSU: Partei der Schnacksler [….] Die Ehe und die traditionelle Familie waren der CSU seit je heilig. [….] Gut, nicht allen Christsozialen war die Ehe jederzeit heilig. Aber das sind unbedeutende Einzelfälle. Der frühere bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß soll eine Affäre mit einer 17-Jährigen gepflegt haben und wurde Anfang der Siebzigerjahre im Rotlichtmilieu gesichtet – ganz ohne Ehefrau Marianne. Aber auch das war gewiss nur ein Ausrutscherl. [….]  Auch dass der heutige Ministerpräsident Markus Söder vor seiner heutigen Ehe ein uneheliches Kind mit einer Affäre zeugte, die er einst in einem Nürnberger Sonnenstudio kennenlernte, sollte man nicht überbewerten. Ein Einzelfall war natürlich auch das uneheliche Kind von Horst Seehofer, der sich nach langem öffentlichen Hin-und-hergerissen-Sein schließlich doch für seine Ehefrau entschied – zum wiederholten Male gewissermaßen. Die Liste ließe sich fortsetzen. Auch das Doppelleben von Ex-CSU-Chef Theo Waigel mit Ehefrau Karin einerseits und der Ex-Skirennläuferin Irene Epple andererseits gilt bis heute als klarer Einzelfall. [….] Der allerjüngste Einzelfall ist der bisherige General­sekretär der CSU, Stephan Mayer. Als die »Bunte«, das Fachmagazin für uneheliche Kinder aller Art, über ein angeblich uneheliches Kind berichtete, soll Mayer dem Reporter am Telefon nicht nur freundliche Sachen gesagt haben: »Ich werde Sie vernichten«, zum Beispiel. Oder: »Ich werde Sie ausfindig machen, ich verfolge Sie bis ans Ende Ihres Lebens.« 200.000 Euro Schmerzensgeld wollte Mayer angeblich auch noch überwiesen bekommen. [….]

(DER SPIEGEL, 06.05.2022)

Dienstag, 10. Mai 2022

Die parteipolitische Welt ist echt verrückt geworden.

Ein strenggläubiger Katholik wird als einziger katholischer Abgeordneter in Schleswig-Holstein für die CDU mit Rekordergebnis zum Ministerpräsidenten gewählt, weil man ihn allgemein als so besonders liberal einschätzt.

Ein anderer konservativer Katholik, der im Zentralrat der Katholikenaktiv ist, sich für Abschiebungen und sichere Drittstaatenregelungen einsetzt und als Ministerpräsiden eines grundkonservativen südwestlichen Bundeslandes vehement die Interessen er Automobil-Lobby vertritt, ist Mitglied der Grünen. Winfried Kretschmann ist da selbst nur wenig liberaler als der erzkonservative xenophobe Rechtspopulist Boris Palmer, der für die Grünen als Bürgermeister von Tübingen agiert, soll aber nach einer Flut rassistischer Hetz-Aussagen, das Grüne Parteibuch ins Abklingbecken legen.   Na schön, der Mann ist so AfD-affin, daß er schon fast deckungsgleich mit Bernd Höcke spricht, aber die linke Studentenstadt Tübingen liebt ihn dafür.

Warum auch nicht, wenn die Partei „Die Linke“ von einer sexistischen Übergriffs-Clique beherrscht wird und die beiden prominentesten Figuren Wagenknecht und Lafontaine (inzwischen ausgetreten) nicht nur völkisch-nationalistisch raunen, sondern als Putinfans und Covidioten schweren gesellschaftlichen Schaden anrichten?

Im linken Wählerspektrum ist eine Partei gerade gar nicht beliebt und das ist die SPD, weil sie es wagt, ein paar Zweifel hegen, wenn es darum geht deutsche Panzer und andere schwere Waffen in ein Kriegsgebiet zu liefern und diese ausgerechnet gegen ein Volk eingesetzt werden, welches durch deutsche Schuld im zweiten Weltkrieg 27 Millionen Leben verlor.

Lieber mögen die Wähler Anton Hofreiter, den langhaarigen bayerischen grünen Ökopax, der nun endlich sein großes Thema gefunden hat: Schwere Angriffe auf die seiner Meinung nach viel zu pazifistische SPD, während er als nationaler Chef-Bellizist durch die Talkshows zieht und mit sichtlicher Wonne technische Spezifika aller schweren Waffen herunterbetet.

Nach den 18,3% für die olivgrünen Panzerfans bei der Schleswig-Holstein-Wahl, profitieren auch die benachbarten Hamburger Grünen vom gepanzerten Trend.

Die Hanseaten-Grünen sind seit Jahren extrem CDU-affin, haben in mehreren Hamburger Bezirksparlamenten die breiten rotgrünen Mehrheiten aufgekündigt, um sich mit der konservativen Ploß-CDU zu paaren.  Dafür werden sie in Umfragen seit Jahren stabil bei 23-26% gehandelt.

Ganz offenbar lieben die Grünen-Wähler diesen Kurs und daher gehen die Grünen konsequent ihrem wichtigsten Hobby nach: Straßenbäume abhacken.

Weg mit jedem Grün.

Im grün regierten Hamburg-Altona wird so viel gefällt wie nie, Nachpflanzungen finden nicht statt, wie eine kleine Anfrage der oppositionellen SPD ergab.

[….] 1        Wie viele Bäume wurden 2020 im Bezirk Altona gefällt?

[….] 1.1.  Anzahl der Baumfällungen auf privaten Grund, Baumarten, Alter der Bäume, Grund der Fällung.

Zu 1.1: [….] Im Kalenderjahr 2020 wurde für eine Anzahl von 2043 Bäumen die Genehmigung zur Fällung erteilt.

[….] 1.2.  Anzahl auf öffentlichen Grund, Baumarten, Alter der Bäume, Grund der Fällung. [….] Zu 1.2:

Fällungen Straßenbäume 2020:  189 Stück

Fällungen Grünanlagen    2020: 307 Stück[….]

    Wie viele Bäume wurden 2020 im Bezirk Altona nachgepflanzt? [….] 3.1.  Anzahl der Neupflanzungen auf privaten Grund, Baumarten, Alter der Bäume, Grund der Fällung.

Zu 3.1:  Nach den Angaben zu Antwort 1.1 fällt auf, dass die im Zusammenhang mit der nachfolgenden Antwort zu der Frage nach den in „2020 im Bezirk Altona“ nachgepflanzten Bäumen unter rein zahlenmäßiger Betrachtungsweise deutlich auseinander liegen. […]

(Baumbilanz Altona, 01.03.2022)

Montag, 9. Mai 2022

The same old procedure

Bundesparteivorsitzende sind in unserer Parteiendemokratie richtigerweise mächtige Menschen, weil sich in ihrer Person die politische Willensbildung vieler Menschen ganz unabhängig von Regierung oder Opposition manifestiert.

Es gibt zunehmend mehr Vizeparteivorsitzende, weil beim Proporz mehr Kriterien berücksichtigt werden.

Die Partei-Vizes sind aber in Wahrheit nur Grüßonkel, die kaum Bedeutung haben. Ich bezweifele sehr, daß in einer Straßenumfrage mehr als ein Prozent der Passanten, die Partei-Vizes der Bundestagsparteien aufzählen könnte.

Ganz anders ist das bei den formal rangniedrigeren Generalsekretären, die nicht nur medienpräsenter sind, sondern als Zwitterwesen fungieren.  Sie sind einerseits Vordenker, prägen die programmatische Ausrichtung, erstellen politische Konzepte. Andererseits sind sie die parteiischen Raufbolde und Wadenbeißer, die als Wahlkampfmanager für die Abteilung „Attacke“ verantwortlich sind und dem politischen Gegner möglichst schwere verbale Treffer verpassen. Ein anspruchsvoller Job, der leider von vielen völlig überforderten Menschen gemacht wurde.

(……) Bei Deutschen Parteien haben Generalsekretäre den Parteiapparat zu leiten, Wahlkämpfe zu organisieren, die Parteiprogrammatik zu entwickeln und gleichzeitig Wadenbeißer zu sein, die den politischen Gegner in die Schranken weisen und die eigenen Standpunkte pointiert dem Wähler vermitteln.

Das waren einmal sehr wichtige Posten. Natürlich können Parteigeneräle nur dann dynamisch schalten und walten, wenn der Vorsitzende stark und selbstbewußt genug ist, um nicht verdrängt zu werden.

Helmut Kohl duldete einst noch selbstständige Denker und strategische Planer wie Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler.
Seit Merkel Chefin ist, fungieren sehr kleine Leuchten eher als Parteiverwalter: Ruprecht Polenz, Laurenz Meyer, Volker Kauder, Ronald Pofalla, Hermann Gröhe und Peter Tauber.

 

Es gab auch durchaus interessante und konstruktive FDP-Generäle; Karl-Hermann Flach, Günter Verheugen oder Cornelia Schmalz-Jacobsen zum Beispiel.

Aber irgendwann kamen nur noch Vollpfeifen.

 Nach der aktuellen Wahlkampfchefin Nicola Beer müssen vermutlich 99% der Deutschen erst mal googeln, weil sie so eine politische Null ist, daß noch niemand den Namen gehört hat. Aber damit passt sie ja zu ihren Vorgängern wie Werner Hoyer, Cornelia Pieper, Dirk Niebel oder Patrick Döring.

Die folgende Generalsekretär-Liste kommentiere ich lieber nicht, weil ich mich sonst strafbar mache:

Franz Josef Strauß | Josef Brunner | Heinz Lechmann | Friedrich Zimmermann | Anton Jaumann | Max Streibl | Gerold Tandler | Edmund Stoiber | Otto Wiesheu | Gerold Tandler | Erwin Huber | Bernd Protzner | Thomas Goppel | Markus Söder | Christine Haderthauer | Karl-Theodor zu Guttenberg | Alexander Dobrindt | Andreas Scheuer.

Die Sozis hatten von allen Altparteien am längsten selbst denkende, strategisch fähige Generalsekretäre. Da sind eine Menge gute Namen auf der Liste.

Hans-Jürgen Wischnewski, Holger Börner, Egon Bahr, Peter Glotz, Anke Fuchs, Günter Verheugen, Franz Müntefering und Olaf Scholz.

Aber mit Benneter und Heil zog auch in der SPD die C-Klasse in das Generalsekretärsamt, bevor es dann 2009 zum GAU kam und die frömmelnde Verwirrte Andrea Nahles vier Jahre lang die Mitglieder aus der Partei trieb.

Die heutige Arbeitsministerin hatte echt ein Händchen, das mich bis heute beeindruckt: Was sie anfasste, ritt sie sofort knietief in die Scheiße.

Man erinnere sich an ihr totales Scheitern beim versuchten Sarrazin-Parteiausschluss, ihr bockiges Verbot einer säkularen AG innerhalb der SPD oder das verblödete Wahlkampfmotto „Das wir entscheidet“ – welches sie ausgerechnet bei einer ausbeuterischen Zeitarbeitsfirma gestohlen hatte.

Schlimmer als Nahles geht einfach nicht; da kann sich die unerfahrene Nachfolgerin Yasmin Fahimi noch so große Mühe geben. (……)

 (Fahimi mit Klartext, 18.01.2015)

Andy Scheuer wurde 2018 zum schlechtesten Bundesverkehrsminister aller Zeiten befördert und als Generalsekretär vom eher geräuschlosen früheren Eistänzer Markus Blume ersetzt. Er war weniger peinlich als Protzner oder Dobrindt und auch nicht so kriminell wie die Dr.-Titelbetrüger Guttenberg und Scheuer, aber dafür gingen unter seiner Ägide die Wahlergebnisse weiter zurück, so daß Söder ihn 2022 durch den jähzornigen Vollproleten Stephan Mayer ersetzte. Nach drei Monaten war das zeternde Rumpelstilzchen nicht mehr haltbar.

[….] »Ich verabscheue Sie!«

Weil er einen Reporter bedroht haben soll, trat Stephan Mayer vom Amt als CSU-Generalsekretär zurück. Vorwürfe verbaler Tiefschläge durchzogen seine bisherige Karriere [….] Es gibt da aber noch eine andere Erzählung über Stephan Mayer. Sie handelt von einem Politiker, der seit vielen Jahren regelmäßig ausraste und seine Kritiker massiv angehe. Einem Reporter der »Bunten« soll er nun angedroht haben, ihn »zu vernichten«, weil dieser eine Geschichte über ein angeblich bislang unbekanntes Kind des CSU-Politikers veröffentlicht hatte.  [….]

(SPIEGEL, 06.05.2022)

In der CSU war bekannt, wie wenig sich Mayer kontrollieren kann. Dennoch berief ihn Söder auf den Generalsekretärsstuhl und ist durch diesen schweren Fehlgriff selbst angeschlagen.

Eine lange Vakanz wollte er sich nicht leisten und griff nach den Experimenten mit dem für CSU-Verhältnisse fast seriösen Blume und der tickenden Zeitbombe Mayer, zur Sicherheit wieder auf das bewährte Modell Dr.-Titel-Betrüger zurück.   Nach Guttenberg und Scheuer dürfte der neueste CSU-General Martin Huber schon der Dritte sein, der bei seiner Dissertation betrog und zu Unrecht promoviert wurde.

Legal, illegal, scheißegal – das alte Motto der CSU, nach dem die Christsozialen immer gern kriminell agieren, sollte angesichts der gewaltigen Maskenbetrügereien auch bei der Berufung des Generalsekretärs gelten.

Ein ehrlicher Parteimanager würde habituell gar nicht zu den CSU-Größen passen und vermutlich wie ein bizarrer Fremdkörper automatisch abgestoßen werden. Wer keine Raffke- oder Betrugsaffären zu bieten hat, sollte sich in der Söder-Partei gar nicht erst für eine Führungsposition bewerben.

[….] Die nächste CSU-Affäre [….] Von der JU-Konferenz ist auch dieses Huber-Zitat überliefert: Die CSU könne nur Volkspartei bleiben, "wenn wir ein Spiegelbild der Gesellschaft sind".  Ein Vorsatz, der mit Blick auf seine eigene Person schon am späten Samstagabend eine komische Note bekommt. Da macht nämlich eine Nachricht der Bild die Runde, die eine abenteuerliche CSU-Woche endgültig ins Groteske kippt: Plagiatsverdacht gegen Huber, der neue General soll bei seiner Doktorarbeit getrickst haben. Das will ihm der Journalist und Plagiatsforscher Jochen Zenthöfer nachgewiesen haben. "Es sieht nicht nach handwerklichen Fehlern aus. Da zeichnet sich schon eine gewisse Systematik ab", sagte er der SZ am Sonntag. [….]  Laut Zenthöfer gibt es mehrere Passagen, in denen Huber übernommene Textpassagen anderer Autoren nicht oder nicht sauber als solche kennzeichnet. Wer eine Doktorarbeit schreibe, müsse sich an wissenschaftliche Standards halten, findet Zenthöfer. Bei Huber sei das "nicht durchgehend der Fall. Von einzelnen Fehlern oder einem Versehen kann man nicht mehr sprechen." Letztendlich komme es aber nicht so sehr auf die Zahl der Plagiatsstellen an, sondern darauf, welche Geisteshaltung sich dahinter ausdrückt", so Zenthöfer. [….]

(SZ, 08.05.2022)

 

Sonntag, 8. Mai 2022

Katholischer Durchmarsch

Es ist so wie immer bei Landtagswahlen:

Die Bundespartei, die verloren hat, weist auf Landesspezifika hin, spricht dem Ergebnis eine bundespolitische Bedeutung ab. Die Bundespartei, die im Land gewonnen hat, betont hingegen den Rückenwind aus Berlin und wertet den Sieg als bundespolitischen Schwung.

Das trifft umso mehr zu, wenn gleich die nächste Landtagswahl vor der Tür steht: In NRW wird am 15.05.2022 gewählt.

Der heutige Durchmarsch des frommen CDU-Mannes Daniel Günther in Kiel ist ein schöner Tag für CDU-General Czaja, der sogleich die Jamaika-Führungsqualitäten im hohen Norden als Beleg für die angeblich schlechte Scholz-Führung innerhalb der Ampel sieht. Ein offenkundig hanebüchener Vergleich; als ob Günther mit einem drohenden Atomkrieg und der Lieferung schwerer Waffen in einen heißen Krieg beschäftigen müsste.

Einigermaßen abwegig auch Czajas Schwurbel, die CDU habe auf „Null Toleranz gegen Kriminalität“ gesetzt und damit gewonnen.

Abstrus auch, daß sich ausgerechnet Friedrich Merz, der innerhalb der CDU, die Antipode zu Günther bildet, bei keinem seiner drei Anläufe an die Spitze von dem Kieler unterstützt wurde und in so ziemlich jeder inhaltlichen Frage anders als Günther denkt, sich heute selbst ein Stück für den Erfolg in Schleswig-Holstein mitverantwortlich macht.

[….] Der CDU-Chef gratulierte Daniel Günther via Twitter - nicht ohne sich auch ein bisschen selbst zu gratulieren: "Ein überragendes Ergebnis für dich persönlich, aber auch die gesamte CDU", schrieb Merz. Das gebe Rückenwind für Nordrhein-Westfalen. [….]

(SZ, 08.05.2022)

Das Gegenteil ist der Fall, selbst unter den CDU-Wählern hält nur eine kleine Minderheit Merz‘ Beitrag für die heutige Landtagswahl für hilfreich.

Dem Landespolitiker Günther wird mehr Bundeskompetenz zugetraut als dem Bundespolitiker Merz.




Tatsächlich bestätigen alle Wahlforscher die schwindende Bedeutung der „längerfristigen parteipolitischen Bindungen“. Es gibt immer weniger Bürger mit parteibuchartiger Verbundenheit, die ohnehin immer CDU oder immer SPD wählen.

Galt von 1970 bis 2000 bei Landtagswahlen PLUS vier Prozentpunkte oder MINUS drei Prozentpunkte schon als enorme Verschiebung, sind inzwischen zweistellige Veränderungen die Regel.

Die Beust-CDU gewann in Hamburg 2004 satte 21 Prozentunkte hinzu, Olaf Scholz holte 2011 sagenhafte 14,2 Prozentpunkte zusätzlich und errang damit die absolute SPD-Mehrheit. Die kümmerliche Ahlhaus-CDU verlor am selben Tag 20,7 Prozentpunkte. In Berlin gab die CDU 2001 gegen den neuen SPD-Star Klaus Wowereit auf einen Schlag 17 Prozentunkte ab.

Winfried Kretschmann gewann in Baden-Württemberg 2011 ungeheuerliche 12,5 Prozentunkte hinzu und wurde damit erster grüner Ministerpräsident.

In Sachsen 2019 schockte die AfD mit zusätzlichen 17,8 Prozentpunkten.

2008 erlitt die Beckstein/Huber-CSU einen Erdrutschverlust von 17,3 Prozentpunkten. Beide wurden gegangen und von dem ungeliebten Seehofer ersetzt.

Die eben noch regierende SPD erlitt 2002 in Sachsen-Anhalt mit 15,9 Prozentunkten einen ähnlichen Totalabsturz wie ein Jahr später in Niedersachsen mit Minus 14,5 Prozentunkten.

Die Wahl im Saarland vor wenigen Wochen am 27.03.2022 zeigte ebenfalls dieses Phänomen; die Leute waren sauer auf Lafontaine und Hans, mochten aber Anke Rehlinger.

Große Ausschläge werden weiterhin durch die geringeren Wahlbeteiligungen begünstigt. Wähler können durch die tägliche Umfrageflut viel genauer antizipieren, wer wohl gewinnen wird.

Wenn es auf keinen Zweikampf hinausläuft und der Amtsinhaber der beliebteste Ministerpräsident Deutschlands ist, während der Herausforderer erst ein Jahr bei der SPD ist und niemand den Namen zuvor gehört hat, gehen die SPD-Wähler im Zweifelsfall gar nicht erst zur Wahl und somit sank die Wahlbeteiligung von 65% auf 61%.

Gut, daß die Linke mit derzeit 1,7% in der Hochrechnung für das Chaos und das Gewähren-Lassen der rechtspopulistischen Schwurblerin, Covidiotin und Putinista Sahra Sarrazin schwer bestraft wurde. So eine Partei kann man nicht wählen.

Zu begrüßen ist der Dämpfer für populistische Kubicki-FDP, die tatsächlich auch nur Stimmen von der AfD gewinnen konnte, während sie in alle anderen Richtungen abgab.

Noch mehr zu begrüßen ist das erstmalige Ausscheiden der faschistischen AfD aus dem Landesparlament. Das ist ein Sieg für die Demokratie und eine herbe Klatsche für den konservativen Unionsflügel (Ploß, Kretschmer, Merz, Söder, Mohring, Seehofer), der immer wieder fatalerweise versuchte, die AfD rechts zu überholen und sie damit überflüssig zu machen. Das funktionierte nie, weil die Dumpfdeutschen dann das Original wählen. Die AfD aus dem Landtag getrieben hat ausgerechnet zuerst Daniel Günther, der ganz klar den liberalen Flügel der CDU vertritt.

Kein schöner Tag für die SPD. Kein schöner Tag für einen Atheisten, wenn so ein strenggläubiger Katholik wie Günther, der den Gottesbezug in den Kieler Verfassung setzen wollte und im vorherigen Wahlkampf islamophob und antisemitisch mit einem Schweinefleisch-Pflichttag in schleswig-holsteinischen Kantinen warb.

Derartig religiöse Menschen möchte ich nicht an der Regierungsspitze sehen, aber offensichtlich ist das eine Minderheitenmeinung. Zudem wird Günther offenkundig nicht als so konservativ wahrgenommen.

Samstag, 7. Mai 2022

Menschen sind widerlich

In der sehr blutigen, aber verblüffend hochwertigen Spartacus-TV-Serie wetteifern Julius Cäsar (Todd Lasance) und Tiberius Crassus (Christian Antidormi)  in der finalen Staffel (Spartacus: War of the Damned) um die Gunst des reichsten und mächtigsten römischen Senators Marcus Crassus (Simon Merrells). Nur über ihn führt der Weg an die Spitze Roms.

Julius ist Kriegsheld aus dem Hochadel, Tiberius ist dafür der leibliche Sohn des alten Crassus.

Schließlich wird das Kräfteverhältnis der beiden in einer Szene geklärt, als sie in einem kleinen Kommandozelt die Strategie gegen das Spartacus-Heer besprechen und Cäsar versucht, den Junior zu verprügeln. Tiberius weist die Wachen an, Cäsar festzuhalten und sofort gehorchen sie ihm, beugen ihn vornüber, Tiberius zerrt blitzartig seinen Lendenschurz weg und vergewaltigt den aufmüpfigen Konkurrenten.

Das ist für den Zuschauer recht schockierend, weil es eine unerwartete Wendung ist. Aber es passt in die Zeit. Einerseits waren Orgien beliebt und keine sexuellen Spielarten tabuisiert, wie später unter dem Christentum.

Das was wir heute an antiken Kulturen schätzen und lieben, gilt andererseits immer nur für wenige reiche Männer. Im alten Griechenland und Rom hatten aber die allermeisten Menschen gar keine Würde, keine Rechte und konnten nach Belieben gedemütigt, vergewaltigt und getötet zu werden.

Die Erfindung der Demokratie, verklärt etwas die Tatsache, daß vor 2.000 oder 3.000 Jahren nur männliche Patrizier daran teilnehmen durften.

Aber eine Vergewaltigung als Machtdemonstration verwundert schon, wenn man die biologischen Voraussetzungen bedenkt. Das Opfer will offenbar nicht, es gibt kein Gleitgel von Beate Uhse und der eigentlich heterosexuelle Vergewaltiger muss offensichtlich blitzartig eine sehr stabile Erektion generieren.  Für die meisten Menschen sollte aber doch eine derart gewalttätige Situation, voller Angst und Schmerzen, gerade eben nicht sexuell erregend sein. Also, wie klappte das, über 2.000 Jahre vor der Erfindung des Viagras?

Tatsächlich beruht diese Frage aber auf einem Denkfehler, der Erektion und Analverkehr automatisch mit Sex assoziiert.

Darum geht es in diesem Fall aber gar nicht, sondern um Gewalt.

Ohne das recherchiert zu haben; man möge mich korrigieren; ist mutmaßlich bei allen Vergewaltigungen weniger Sexualität die eigentliche Triebfeder, sondern Gewalttätigkeit.

(….)  Wenn ich das neulich in einer Krimiserie richtig verstanden habe, handelt es sich bei Vergewaltigungen grundsätzlich gar nicht um Sex, sondern immer um Gewalt.

So argumentiert auch die Sexualforscherin Dr. Rachel Jewkes.

Demnach können die Täter keinen wie auch immer geltenden sexuellen Notstand geltend machen, sondern sind in jedem Fall wegen schwerer Körperverletzung anzuklagen.  Wir reden also demnach gar nicht mehr über Sex, wenn wir über all die katholischen Priester sprechen, die kleine Messdiener anal missbraucht haben.

Mit dieser Sichtweise bin ich sehr einverstanden, da der kriminologische Begriff „sexueller Missbrauch“ immer auch ein bißchen impliziert, es gäbe eine Gemeinsamkeit zwischen Täter und Opfer, nämlich den zusammen begangenen Akt der sexuellen Befriedigung. Damit sitzen sie beide schon halbwegs in einem Boot und das ist falsch.  Wenn ein Pfaff einen Jungen gefummelt, hat der Junge eben keinen Sex, sondern ist ausschließlich Opfer eines Verbrechers. (….)

(Sex ist kein Sex, 13.09.2013)

Ein extremes Beispiel dafür ist der Corrective Rape, bei dem „homophobe“ Männer, lesbische Frauen durch Vergewaltigung heterosexuell machen wollen.

(….) Just as disturbing is a practice called “corrective rape” — the rape of gay men and lesbians to “cure” them of their sexual orientation.  In 2011, Noxolo Nogwaza’s body was found in a drainage ditch in the Kwa Thema township near Johannesburg. She was raped; her body was mutilated; her eyes were pulled from their sockets; her brain was split open; and her teeth were scattered around her body. Her mother sits by her grave. In one of the few cases to attract press attention, in 2008, Eudy Simelane, a lesbian, was gang-raped and stabbed to death. Her naked body was dumped in a stream in the Kwa Thema township outside Johannesburg. A soccer player training to be a referee for the 2010 FIFA World Cup, she was targeted because of her sexual orientation.  In 2011, Noxolo Nogwaza, 24, was raped, and stabbed multiple times with glass shards. Her skull was shattered. Her eyes were reportedly gouged from their sockets. Ms. Nogwaza had been seen earlier that evening in a bar with a female friend.

(NYT 27.07.13)

Brent Girouex, 31, ein “Jugendpastor” der Victory Fellowship Church in Iowa, gab die Vergewaltigung von mindestens vier Jungs zu.  Natürlich nur aus edelsten Absichten.

Girouex told detectives that his actions were meant to “help with homosexual urges by praying while he had sexual contact with [them]” in order to keep them “sexually pure” for God. He then allegedly told police that “when they would ejaculate, they would be getting rid of the evil thoughts in their mind.”

Victims say Girouex took them to his own home to violate them. It’s the same home Girouex’s wife and four children resided in.

(Addictinfo, 11.09.13)

Zu freundlich. Das Ejakulat als Reinigungsmilch vor Gott. Der Pastor wird übrigens keinen Tag im Gefängnis verbringen  (….)

(Sex ist kein Sex, 13.09.2013)

Wenn Krieg und Pfaffen zusammenkommen, wird es widerlich. Der „russische Papst“ Kyrill I. ist ein glühender Anhänger Putins und des Ukraine-Krieges, da Russland sich damit vor der aus dem Westen herüberschwappenden totalen Verschwulung rette.

[….]  Patriarch Kyrill I., [….] hasst einfach alle Ukrainer, nennt es eine „heilige Pflicht“ der Russen, sich freiwillig als Soldaten gegen die Ukraine zu melden, weil Selenskyjs Landsleute bekanntlich alle Schwuchteln wären und die armen frommen (heterosexuellen!) Russen homopervertieren wollten. Eine völlig einleuchtende Darstellung also, die erklärt, weshalb Kyrill I. den Krieg gut und richtig findet.  (…)

(Kriegsansichten, 25.03.2022)

Die Ukrainischen Soldaten sind aber laut Kyrills neuester Analyse nicht nur allesamt schwul, sondern zudem auch noch Satanisten!

[…] Kyrill: „Satanismus“ bei ukrainischen Streitkräften

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill hat in einem propagandistischen Video von „offenem Satanismus in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte“ gesprochen. Sogar Opferdarbringungen seien „unter den radikalsten Nazis“ verbreitet. [….]

(AMB, 07.05.2022)

Diese Information ist wichtig, um eine weitere Meldung aus dem Ukrainekrieg zu verstehen. Denn auch dort setzten russische Soldaten auf Massenvergewaltigungen. Es werden Frauen vergewaltigt, aber auch Jungs und Männer. Nun könnte man sich fragen, wie „Corrective rapes“, die lesbische Frauen von der Freude einer Penis-Penetration überzeugen sollen, die allesamt schwulen Ukrainischen Männer von ihrer gleichgeschlechtlichen Liebe abbringen sollen. Das klingt selbst für einen christlichen Patriarchen widersinnig.

[…] Russen sollen auch Männer und Jungen vergewaltigt haben

Was in der Ukraine passiert, muss abscheulich sein: Aus mehreren Städten und Orten gibt es Berichte über schwerste Kriegsverbrechen. Die Vereinten Nationen (UN) untersuchen Dutzende Fälle von potenziellen Vergewaltigungen, bei denen Frauen, Männer und Kinder von russischen Soldaten malträtiert worden sein sollen. Es könnte, so die UN, „nur die Spitze des Eisbergs“ sein.  Die Schilderungen klingen furchtbar: Offenbar wurden und werden derzeit vermehrt Männer und Jungen von russischen Soldaten in der Ukraine vergewaltigt. Das teilten Vertreter der UN und der Ukraine am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Kiew mit, wie der britische „Guardian“ berichtet. […]

(Mopo, 04.05.2022)

Aber offenbar geht es nicht um die Austreibung der Homosexualität, sondern Teufelsaustreibung bei all den Satanisten in der Ukraine.

Es geht nicht um Schwulsein, es geht nicht um Sexualität, wenn man rätselt, wie ganz normale Männer in einer Armee physisch zu analen Vergewaltigungen fähig sind. Es ist pure Gewalttätigkeit und die steckt Homo Sapiens in den Genen.