Samstag, 11. November 2017

Autokratenparty.



Versucht man als Demokrat mit demokratischen Spielregeln mit Trump umzugehen, scheitert man unweigerlich, weil er sich allen Regeln des Anstands entzieht.
Er befindet sich ohnehin nicht auf derselben Realitätsebene, weil er seine Realität immer frei wählt.
Man kann aber nicht mit einem sprechen, der grundsätzlich alle Fakten negiert.

Um mit Trump zu kommunizieren, muss man zunächst einmal darum betteln, daß er einen nicht in die Fake-Schublade steckt.

Es gibt allerdings ein höchst wirksames Mittel, um Trump milde zu stimmen: Ostentatives Arschlecken.
Er ist extrem empfänglich für Schmeicheleien; sowie Protz, Prunk und finanzielle Zuwendungen.
Trump betrachtet sich selbst als so ungeheuer fabelhaft, daß er sofort gute Laune bekommt, wenn man in dieses groteske Selbstlob einstimmt.


Saudi Arabien verstand es. Der Trump-Besuch wurde als groteske Bejubelung inszeniert. Nach Xis Vorbild ließ man plump Geld fließen.

Noch besser als umschmeicheln funktioniert Bestechung.
Dazu schiebt man einfach ein paar Millionen zum dem einzigen Menschen, der Donald Trump etwas bedeutet außer ihm selbst: Ivanka.

Xi Jinping begriff als Präsident des Landes, welches Trump im Wahlkampf am meisten beschimpfte, als Erster wie man sich Trump gefügig macht.
Er schob Ivanka während seines Besuchs in den USA mehrere exklusive Markenrechte in China zu.

[….]  Ivanka Trump Marks LLC [verfügt] nach aktuellem Stand über 16 registrierte Marken in der Volksrepublik. Mit diesen bekäme die "First Daughter" angeblich Monopolrechte für den Verkauf von Schmuck, Taschen und Wellness-Dienstleistungen in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft.
Nach Recherchen der Nachrichtenagentur AP bekam die Firma an dem Tag den Zuschlag, als Ivanka Trump am 6. April abends mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida zusammensaß. [….]

Die Einnahmen sprudeln nur so; um zwei Drittel zogen Ivankas Verkäufe in China in den letzten 12 Monaten an. Genau wie ihr antimoralischer Vater kennt sie dabei keinerlei Skrupel. Der Renminbi rollt.

[….] 1 Dollar Stundenlohn: Ivanka Trump soll chinesische Arbeiter ausbeuten.
Ivanka Trump lässt ihre Kollektion in China produzieren - offenbar unter erschreckenden Arbeitsbedingungen. Hungerlöhne und 12-Stunden-Schichten seien an der Tagesordnung, so eine Arbeitsrechtsorganisation. [….]

König Salman, als Hüter der heiligsten Stätten des Islams und reichster und mächtigster Sunnit, war wie Xi indirekt eins der Hauptangriffsziele Trumps.
“Donald Trump calls for a total and complete shutdown of Muslims entering the United States” tönte er im Wahlkampf undversuchte sich als Präsident mehrfach (vergeblich) an einem Travel-Ban für Muslime.
Da kann ein Saudischer Herrscher schon nervös werden.

Aber Salman guckte sich bei Xi ab wie es geht.
Donald Trump steht auf Gold, Geld und Schmeicheleien.
Glücklicherweise verfügt das märchenhaft reiche Haus Saud über Gold-Paläste gegen die Mar A Lago ärmlich wirkt.
Und um den Sack zuzumachen, gab es wieder Millionen für Ivanka.

[….] Für Ivanka Trump hat sich die erste Auslandsreise ihres Vaters bereits jetzt gelohnt: Die Lieblingstochter von US-Präsident Donald Trump eroberte am Wochenende zunächst die sozialen Netzwerke der arabischen Welt. Dort entwickelte sich der Hashtag "Bint Trump" - auf Deutsch: "Trumps Tochter" - zum Top-Suchbegriff.
Dann erhielt Ivanka Trump von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Riesenspende in Höhe von 100 Millionen Dollar. Das Geld ist für einen von ihr mitinitiierten Fonds der Weltbank bestimmt, mit dem Unternehmerinnen gefördert werden sollen. [….]

Trump war sehr zufrieden. Nun bekommt Salman alles was er von den USA will. (…..)

Bei Trumps gegenwärtiger Asien-Reise übertraf sich Xi Jinping selbst. Er inszenierte eine gewaltige Show, um Trump zu schmeicheln und ihn zu lobpreisen.
Trump verhält sich dann wie ein Dreijähriger im Bonbonladen. Er bekommt strahlende Augen und ist so zufrieden, daß er China als neuen besten Freund lobt.
Wenn nach Trumps Abreise die Kulissen abgebaut werden, stellt sich heraus, daß China kein einziges Zugeständnis gemacht hat und die USA über den Tisch gezogen wurden.
Trump wurde so zum „zahmen Hündchen“, der neue Boss aber ist China.

[…..]  Donald Trump fühlt sich in China hofiert und kriegt sich kaum ein vor Freude. Tatsächlich aber macht Chinas Präsident Xi Jinping glasklar, wer seiner Meinung nach künftig das Sagen hat im Weltkonzert.
[…..] "Einige würden sagen, er ist der König Chinas", hatte Trump vor ein paar Wochen in seinem Haussender Fox News die Rolle Xis erklärt, um dann aber aufzuklären: "Aber man nennt ihn Präsident." Tatsächlich ist Xi Präsident eines Landes, dem Donald Trump noch vor einem Jahr vorgeworfen hatte, die USA "zu vergewaltigen". Weil China den USA Jobs klaue. Außerdem ist Xi Chef der allmächtigen Kommunistischen Partei, deren Propagandaorgane ihrerseits Trump "einen Angeber und Egomanen" nannten, und die Trumps Wahl vor einem Jahr deshalb bejubelten, weil es ihnen der beste Beweis dafür war, dass der Westen nun endgültig "im Chaos" versinke. Ein Jahr ist eine lange Zeit. Von persönlichen Grobheiten sehen beide Seiten längst ab. China und die USA, das sind die Rivalen des neuen Jahrhunderts. Trump aber bewundert starke Männer. Xi Jinping ist heute stärker denn je. Trump nennt Xi Jinping mittlerweile seinen "Freund". "Ich mag ihn und ich glaube, er mag mich sehr", sagte Trump nach ihrem letzten Treffen. […..]
Und so schlenderten der mächtigste und der zweitmächtigste Mann der Erde am späten Mittwochnachmittag demonstrativ lächelnd durch die Verbotene Stadt. Während draußen, vor den Bildschirmen, ein jeder Zuschauer seine eigene Antwort darauf hatte, wer von den beiden das wohl wäre, der mächtigste Mann der Welt. Weitgehende Einigkeit hätte voraussichtlich bei der Frage bestanden, wer nun der Schlauere von beiden ist. […..] Die Arbeit an der Herzensbildung ist, ebenso wie das freundlich herablassende Umgarnen von Barbaren, eine alte konfuzianische Tugend. Von allen Figuren, die dann auf die Bühne traten, berichteten die mitreisenden US-Reporter, habe der Affenkönig dem US-Präsidenten die meisten Lacher entlockt. […..] In Peking trifft der schwächste US-Präsident der letzten Jahrzehnte auf den stärksten chinesischen Präsidenten. [….]

Die internationalen Lücken, die Trump wegen seines rassistischen Hasses auf Obama aufreißt, die zertrümmerten Errungenschaften seines Vorgängers werden schnell zu Ungunsten der USA von anderen Staaten gefüllt.
Trump schadet also langfristig vor allem Amerika.
Mit Getöse katapultierte Trump die USA aus TTP.
Aber TTP lebt weiter, nun eben ohne Amerika, das dadurch schwach und ausgegrenzt wird.
Aber die ihm treu ergebenen Medien und seine verblödeten Anhänger begreifen das natürlich nicht.

Abgesehen von dem ökonomischen Unheil, das Trump für sein Land anrichtet, beschneidet er auch die politische Macht.
Denn bereits ein Jahr nach seinem Wahlsieg weiß die Welt wie unzuverlässig diese erratische Debilen-Administration ist.

Trumps Außenminister reiste vor einem Monat nach Asien, um direkte Gespräche mit Nordkorea einzuleiten, bekam aber sofort von dem „fucking moron“ (Tillerson über Trump) mehrere Messer in den Rücken geworfen.

[….] "Ich habe Rex Tillerson, unserem wundervollen Außenminister, gesagt, dass er seine Zeit verschwendet, wenn er versucht, mit dem kleinen Raketenmann zu verhandeln.  Spare dir deine Kraft, Rex, wir werden tun, was getan werden muss." [….]

Der US-Oberbefehlshaber hat augenscheinlich immer noch nicht die geringste Ahnung wie gefährlich das ist was er tut.

[….] The whispers in Washington are that “anything necessary” includes airstrikes on North Korea, such as a strike on a missile as it is being prepared for launch. When I asked North Korean officials what would happen in those circumstances, they answered unambiguously: war.
Tammy Duckworth, a former military pilot who is now a Democratic senator from Illinois, says that from what she hears, the chance is greater than 50/50 that the president will order a strike.
“I see a change in posture,” she told me. “I am extremely worried that we’ve moved beyond ‘Let’s prevent war’ to ‘It’s acceptable to do a first strike.’”   […..] Senator Lindsey Graham, a Republican, has said that Trump told him he’d choose a war with North Korea over allowing it to continue on its course. [….]

Bei der ersten Station seiner Asientour verschärfte Trump sogar seinen Ton. In Japan verkündete er, die Zeit der Verhandlung sei vorbei, seine Geduld habe sich erschöpft.

[….]  US-Präsident Donald Trump hat im Konflikt mit Nordkorea seine bisherige Rhetorik verteidigt. Die Zeiten strategischer Geduld seien vorbei, sagte Trump während seiner Asienreise in Japan. […..] Trump und Japans Premier Shinzō Abe kündigten an, den Druck auf Nordkorea "bis zum Maximalen" zu erhöhen. Dies sei nicht die Zeit für den Dialog mit dem Regime von Kim Jong Un. [….]
(DIE ZEIT, 06.11.2017)

Zwei Tage später in Südkorea plapperte der amerikanische Boris Johnson, offenbar noch unter Xis Einfluss, genau das Gegenteil.
Nordkorea solle verhandeln. Es sei Zeit für einen Deal.
So ist Trump. Binnen Stunden kann das diametrale Gegenteil des eben Verkündeten gelten. Auch wenn es um einen Atomkrieg geht, den er regelrecht herbei bettelt. Nun also:

[….] Trump ruft Nordkorea zu Verhandlungen auf!
Für Pjöngjang sei es sinnvoll, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sagt der amerikanische Präsident Donald Trump bei einem Besuch in Südkorea. [….]
(FAZ, 07.11.2017)

Offensichtlich läßt sich Trump nach Belieben von den Großen und Reichen manipulieren; Russland, China, Saudi Arabien können die USA einsetzten wie eine Marionette.
Worauf sich Trump gestern festgelegt hat, ist international irrelevant.

[….]  Trump widerspricht Trump […..] In einer Region, in der die Maßeinheit für Einfluss und Bedeutung vor allem die Handelszahlen sind, vermittelte Trump die entscheidende Botschaft auf dem Apec-Gipfel im vietnamesischen Da Nang: "Wir können und wollen nicht länger den chronischen Handelsmissbrauch tolerieren," schimpfte Trump. Amerika habe seine Handelsschranken geöffnet, andere Länder nicht; jahrelang seien Versprechungen gebrochen worden. "Die Vereinigten Staaten werden nicht länger die Augen verschließen vor Verstößen, Betrug oder wirtschaftlicher Aggression."
Den Zuhörern im Saal verschlug es die Sprache, sichtlich geschockt lauschten Minister und Handelsvertreter der Apec-Staaten dieser feindseligen Botschaft. Der Tenor war anschließend eindeutig: Warum beschimpft Trump alle Staaten pauschal, gibt aber am Vortag in China den zahmen Pudel, der freudig um den chinesischen Präsidenten scharwenzelt? […..] Besonders frustrierend ist die Belehrung für die elf Staaten, die das Freihandelsabkommen TPP mit den USA abschließen wollten. Trump zerriss das Papier in einer seiner ersten Amtshandlungen. […..] Der Kampf um die Herzen und Märkte der asiatischen Gesellschaften - Trump will ihn offenbar nicht führen. In Peking ließ er sich von Xi bezirzen und revanchierte sich mit Unterwerfungsgesten. Kein kritisches Wort zu den Handelsproblemen oder den Menschenrechten, keine klare Forderung in Sachen Nordkorea. [….]

Freitag, 10. November 2017

Mea culpa. Vorschnelles Urteil

Gestern könnte der Eindruck entstanden sein, daß ich kein großer Fan von Roy Moore, des mutmaßlichen nächsten US-Senators von Alabama bin.

Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Leider lagen mir noch nicht alle Informationen vor und so kam ich zu einem entsetzlichen Fehlurteil.

FOX-News, der kompetente Sender für sexuelle Belästigung, ließ Trumps Lieblingsjournalisten Sean Hannity erklären, was wirklich vorgefallen war.
Die linken Schweine sind Schuld!
Nur weil Moore so ein aufrechter Christ ist, der sich nicht vom Washingtoner „swamp“ kontrollieren lasse, beschuldige man ihn.

[…..]  “John McCain has now just called for Roy Moore to withdraw, whether or not the allegations are true. Okay, so now you’ve got the swamp, you’ve got the sewer, you’ve got the establishment — they hate Roy Moore. Roy Moore, to them, is another Ted Cruz, another Mike Lee, somebody they can’t control.” [….]
(Sean Hannity, 09.11.2017)

Außerdem gilt beim Kinderficken durch rechtskonservative Christen allgemein die Regel, daß nicht der Täter die Schuld hat, sondern entweder Gott oder das Opfer.

Nachdem FOX-Megastar Bill O'Reilly so viele Frauen sexuell belästigt hatte, daß er dafür 32 Millionen Dollar Schmerzensgeld zahlen mußte, war der arme Mann wütend auf Gott, der ihm das alles eingebrockt hatte.


Gott kann aber auch so ein Arschloch sein!

[…..] "You know, am I mad at God? Yeah, I'm mad at him," O'Reilly said on the latest episode of his web series, "No Spin News." "I wish I had more protection. I wish this stuff didn't happen. I can't explain it to you. Yeah, I'm mad at him." [….]


Im Fall Roy Moore erkannte Sean Hannity aber das Opfer als Schuldigen.

[….] “There are false allegations made. You know, I can tell you another thing that is a common practice, people make an allegation at, for example, big corporations. Big corporations, they make a business decision, ‘Alright, if I pay $200,000, this goes away, okay, you’re out of here, we’re done with you, it’s all over,’ even though they don’t believe it happened.” [….]

Die von Moore gegropte 14-Jährige log also!
Damit das mal klar ist.
Und falls sie nicht gelogen hat, ist dem rechtsextremen Senator in spe auch kein Vorwurf zu machen, denn sie wollte ja schließlich von ihm gebumst werden!

[….] Moore, of course, says that “this garbage is the very definition of fake news.”
Naturally, Sean Hannity was on the case, arguing on his radio program that the allegations were just “the establishment” trying to destroy Moore.
Hannity’s co-host also spoke up, arguing that the molestation “was consensual.” Hannity wholeheartedly agreed, apparently forgetting that  a 14-year-old girl can not consent to having sex with a man in his 30’s under any circumstances — no matter how much Ted Nugent sings about it. […..]


[…..] Die heute 53-Jährige Leigh C. schilderte der Zeitung Einzelheiten. Moore habe den Kontakt zu ihr gesucht, nach ihrer Telefonnummer gefragt. Tage später habe er sie mit zu sich nach Hause genommen. Moore soll ihr gesagt haben, wie hübsch sie sei und sie geküsst haben. Danach habe er sie bis auf BH und Slip entkleidet, sie betatscht und ihre Hand an seine Genitalien geführt. […..] Moore soll es auch auf andere junge Mädchen abgesehen haben, als er Anfang 30 gewesen sei. Damals war er stellvertretender Bezirksstaatsanwalt. […..]
Trump-Fan Sean Hannity von Fox News bezog sich ebenfalls in einem wirren Vergleich auf die Bibel und verteidigte Moores sexuelle Belästigungen von minderjährigen Mädchen mit dem Argument, König David habe immerhin auch 500 Konkubinen gehabt. […..]

Es gibt noch weitere zwingende Gründe weswegen man Moore keinen Vorwurf machen kann. Immerhin drei der vier Teenagerinnen, die er begrabschte waren ja schon älter als 14. So! Was sagen die Linksgrünversifften jetzt?

[….] Breitbart.com editor-at-large Joel Pollack told MSNBC’s Ali Velshi on Thursday that the real scandal around U.S. Senate candidate Roy Moore is The Washington Post used the word “teenagers” to describe the then-14, 16 and 18-year-old girls accusing Moore of sexual advances.
The 16-year-old and 18-year-old girls, Pollack said, were legally at the age of consent in Alabama when 32-year-old Moore attempted to have sex with them, encounters which Pollack described as “legitimate relationships.”   [….] While it is true that the age of legal consent for sexual activity in Alabama is 16, The Washington Post was not inaccurate in calling 16 and 18-year-old girls “teenagers” in that it is generally understood that one is still a teen when their numeric age includes the word “teen” at the end — as in “sixteen” and “eighteen.” [….]


Und außerdem war die heilige Mutter Maria auch erst 14, als der Heigei sie anbummerte.

[….] Alabama’s answer to the question “What does hell on earth look like?” and Republican Senate hopeful Roy Moore has been having a tough day. Four women allege women that when Roy was in his 30s, he pursued very young women, one as young as 14 years old, which is underage by anobody’s. Well, according to the Washington Examiner, not everybody’s standards.

    “There is nothing to see here,” Alabama State Auditor Jim Ziegler told the Washington Examiner. “The allegations are that a man in his early 30s dated teenage girls. Even the Washington Post report says that he never had sexual intercourse with any of the girls and never attempted sexual intercourse.”

This would be a salient point if it wasn’t both offensive and actually against the law for a 30-something year-old person to molest a 14-year-old person.

    “He’s clean as a hound’s tooth,” Ziegler claimed, before relying on Scripture to defend Moore.

    “Take the Bible. Zachariah and Elizabeth for instance. Zachariah was extremely old to marry Elizabeth and they became the parents of John the Baptist,” Ziegler said choosing his words carefully before invoking Christ. “Also take Joseph and Mary. Mary was a teenager and Joseph was an adult carpenter. They became parents of Jesus.”

Yes. He went there. Here’s another one for Mr. Ziegler:

Genesis 11:29.

    Abram and Nahor both married. The name of Abram's wife was Sarai, and the name of Nahor's wife was Milkah; she was the daughter of Haran, the father of both Milkah and Iskah.

Maybe Roy Moore should have married his niece and made it super biblical? [….]

Und ob man nun von Gott (=Heiliger Geist) oder Roy Moore gepoppt wird, macht ja wohl keinen Unterschied.
Da kann das 14-Jährige Huhn doch dankbar sein! Hier ist nämlich der Täter das Opfer!

Moore und Jesus, da passt kein Blatt Papier zwischen. Darauf weist auch Roys Bruder Jerry hin. So sind die Republikaner und Trump – gottgleich; genau wie Jesus Christus.


Nein, warum sollte die GOP Moore fallenlassen? Er ist immerhin ein wichtiger Partei-Finanzier. Da ist es schon in Ordnung, wenn er ein paar Minderjährige misshandelt.

Donnerstag, 9. November 2017

Kann man in Amerika zu rechts sein?



Gestern erweckte Virginia den Eindruck, als ob auch in ehemaligen Konföderiertenstaaten nicht jeder abseitige Rechtsradikale einfach durchmarschieren kann.

Sowohl Trump-Double Ed Gillespie, als auch der der selbsternannte Chefschwulenhasser Amerikas Bob Marshall verloren die Wahl gegen moderate Demokraten.
Allerdings entschied sich der eigentliche „red state“ Virginia bei den letzten drei Präsidentschaftswahlen demokratisch. Man grenzt schließlich an das ultraliberale Washington DC und liegt an der Ostküste.
Es gibt erheblich konservativere US-Staaten, in denen Demokraten gar keine Chance haben.

Verglichen mit Texas, Louisiana, Wyoming, North Dakota, Nebraska, Oklahoma, Utah,  Mississippi und Tennessee ist Virginia ein Hippie-Staat.

Über den grassierenden Rassismus in Kansas oder Alabama wurden in meiner Kindheit ganz schlechte Witze gemacht, die heute aktueller sind denn je.

Ein Scheißkaff irgendwo in Alabama.
Ein Schwarzer und ein Weißer prügeln sich auf offener Straße. Der Sheriff trennt die beiden und meint: " Eigentlich müßte ich euch beide einlochen. Weil ich aber einen guten Tag habe, gebe ich jedem eine Chance. Wer meine Frage beantworten kann, darf heim"
An den Weißen gewandt: "Wie hieß das Schiff, das am 15.April 1912 sank und 1500 Menschen mit in die Tiefe nahm?"
"Öhh, das war doch die Titanic!?!"
"Richtig. Und nun zu Dir, mein Freund: Wie waren die Namen der Opfer?"

In Alabama gehen die Uhren immer noch 200 Jahre nach.
Der große Roy Moore kämpft hier einen heroischen Kampf gegen die höllischen Homo-Horden.

[….] As we’ve reported, Alabama Chief Justice Roy Moore, who is calling on his state to flout a federal court ruling striking down the state’s ban on same-sex marriage, has a long history of virulent anti-gay activism.
His hostility to gay people has also played a role in his time on the bench.
[….] Moore filed a concurring opinion making it clear that he saw the mother’s same-sex relationship as the main reason that she should not have custody over her children.
He cited biblical law, including the story of Sodom and Gomorrah, to make his case that “a sexual relationship between two persons of the same gender-creates a strong presumption of unfitness that alone is sufficient justification for denying that parent custody of his or her own children or prohibiting the adoption of the children of others” since “homosexual conduct by a parent is inherently detrimental to children.”
Homosexuality, Moore wrote, is a “criminal lifestyle” that is “abhorrent, immoral, detestable, a crime against nature, and a violation of the laws of nature and of nature’s God upon which this Nation and our laws are predicated.”
“[E]xposing a child to such behavior has a destructive and seriously detrimental effect on the children. It is an inherent evil against which children must be protected,” he said.
“The effect of such a lifestyle upon children must not be ignored, and the lifestyle should never be tolerated,” he wrote. “The common law designates homosexuality as an inherent evil, and if a person openly engages in such a practice, that fact alone would render him or her an unfit parent.” [….]

[…..] Alabama Chief Justice Roy Moore [….] a favorite of Religious Right activists for his anti-gay rhetoric and disregard for federal court rulings, posted a piece on his Facebook page today declaring that same-sex marriage and homosexuality are both wrong just because: “Homosexuality is wrong and we all know it. Marriage of the same sex is wrong and we all know it.”
“This is ground zero in the battle for what God has defined as marriage,” the piece continued. “What He has said about homosexuality. How do you want to leave your country? Will your children, grandchildren ask why did you not fight for what is (was) right?”
[….] “Founded by Chief Justice Roy Moore, The Foundation for Moral Law’s goal is to be the sword of the spirit for Christians all over who don’t want to see Alabama or America become the next Sodom and Gomorrah,” she said. “We will continue our battle against evil, and judicial immorality.”
[….]   Today the sacred institution of marriage is being destroyed by the LGBT community and liberal politicians who “want change” as did our President; and they make their rulings based on their emotions and not law. […]

Für Alabama-Verhältnisse ist dieser Mann ein würdiger Senator, um den Staat im US-Senat zu vertreten.
Er setzte sich in den GOP-Vorwahlen sogar gegen Trumps stramm rechten Favoriten durch.

Der 20. Geistige Gigant des Konservatismus ist also der mutmaßliche neue US-Senator aus Alabama, Roy Moore.

Der ultrareligiöse Waffenfanatiker hasst Schwule, Muslime, Schwarze und Atheisten wie die Pest. Und er hat einen guten Freund – den Paten der amerikanischen „White Supremacy“-Bewegung, Steve Bannon.

[….] Er zieht bei Veranstaltungen gerne mal den Revolver. Er findet, Homosexualität sollte verboten werden. Er ist dafür, keine Muslime ins amerikanische Parlament zu lassen. Und seit Dienstagabend hat er gute Chancen, trotz der Unterstützung von Donald Trump für seinen Gegenkandidaten neuer Senator für den US-Bundesstaat Alabama zu werden: Der ehemaliger Richter Roy Moore, 70, hat eine parteiinterne Vorwahl der Republikaner für einen Senatssitz gegen den von Trump unterstützten Amtsinhaber Luther Strange gewonnen. Das Ergebnis aus der Provinz könnte ganz Amerika erschüttern. Denn hinter Moore steht Steve Bannon, der frühere Chefberater von Trump, der das Establishment der Republikaner entmachten will.
Erzkonservativ zu sein, gehört bei vielen Politikern aus dem amerikanischen Süden zum guten Ton, doch Roy Moores Konservativismus ist von einem anderen Stern. [….] Zur Stimmabgabe am Dienstag erschien Moore zu Pferde. [….]

Moore ist wie sein Klan-freundlicher Kollege Sessions so rechtsradikal, daß er selbst im ultrakonservativen Alabama aus dem obersten Gerichtshof des Staates entfernt werden mußte. Zweimal.

[……] But Mr. Moore, 70, has proved himself to be a political survivor. He has been effectively removed from the State Supreme Court twice — the first in 2003, over his refusal to remove a statue of the Ten Commandments in the courthouse; the second last year, when he urged the state’s probate judges to defy federal orders regarding same-sex marriage.
And in recent days, both the president and Vice President Mike Pence had campaigned for Mr. Strange. Mr. Trump, an enormously popular figure in Alabama, cast aside the tradition of presidents treading carefully in contested primaries, as well as the warnings from his own advisers regarding a candidate trailing in the polls. [….]

Toll, dachten sich die republikanischen Alabamesen. Die Scheiß Verfassung ist eh liberaler Unsinn. Den wählen wir!

Immer weiter so, liebe GOPer. Mit solchen Typen im Senat macht ihr die politische Kultur Amerikas endgültig kaputt und verhindert nachhaltig, daß eine Regierung lösungsorientiert arbeiten kann.

[….] Wenn bereits Sessions als Hardliner galt, muss für Moore eine Steigerung erfunden werden. Der Mann ist im christlich-konservativen Teil des Bundesstaats im tiefen Süden ein Held, weil er fanatisch religiös ist - und er deshalb zwei Mal als Richter entlassen wurde.
2003 ließ er im staatlichen Justizgebäude eine zwei Tonnen schwere Skulptur mit den zehn Geboten aufstellen - ein Zeichen religiöser Bevorzugung, das ihn das Amt kostete. 2013 wählten ihn die Bürger Alabamas zurück auf den Posten, von dem er 2016 suspendiert wurde: Er hatte sich geweigert, auf Anweisung eines Bundesgerichts gleichgeschlechtliche Ehen (Moore: "abnormal, unmoralisch, verabscheuungswürdig, ein Verbrechen gegen die Natur") anzuerkennen. Muslime, erklärte Moore 2006, sollten nicht für den Kongress kandidieren dürfen. Der 11. September, so Moores Analyse im Februar dieses Jahres, sei eine "göttliche Strafe" für die USA gewesen.
[….] Moore [….]  erhielt Unterstützung von Rechtsauslegern wie Sarah Palin, dem ehemaligen Trump-Berater Stephen Bannon, Trumps Wohnungsbau-Minister Ben Carson oder dem Briten Nigel Farage.
Beide Kandidaten hatten sich als wahre Vertreter des Trumpismus zu inszenieren versucht - Strange bezeichnete Trumps Wahl sogar als "biblisches Wunder". Dass er trotzdem verlor, lag neben der Nähe zum verhassten Senatsführer McConnell. […]

Man fragt sich welche Missetaten für Trumpmerikaner eigentlich von Bedeutung sind.
Kriminalität, mit den Russen Wahlen manipulieren, Homohass, Rassenhass, plumpe Frauenfeindlichkeit, Behinderte auslachen, Witwen gefallener Soldaten beleidigen, wie gedruckt lügen – all das wird offensichtlich begeistert gefeiert.

Mal sehen, ob der widerliche Hass-Aktivist Moore auch die nächsten Anschuldigungen so locker wegsteckt.

Im Alter von 32 Jahren soll er eine 14-Jährige missbraucht haben.


Pussygrabbing und anschließend auch noch stolz damit prahlen – alles festgehalten auf Band – war ja bewiesenermaßen kein Grund für Trumpmerikaner den Predator nicht zum Präsidenten zu wählen.

Wie ist es mit ein bißchen Kinderficken? Stört das die „moral majority“ der frommen evangelikalen Christen?
Immerhin wurde das der katholischen Kirche ja auch großzügig verziehen.

[….]  Woman says Roy Moore initiated sexual encounter when she was 14, he was 32
[….] Leigh Corfman says she was 14 years old when an older man approached her outside a courtroom in Etowah County, Ala. She was sitting on a wooden bench with her mother, they both recall, when the man introduced himself as Roy Moore.
[….] “He said, ‘Oh, you don’t want her to go in there and hear all that. I’ll stay out here with her,’ ” says Corfman’s mother, Nancy Wells, 71. “I thought, how nice for him to want to take care of my little girl.”
[….] Alone with Corfman, Moore chatted with her and asked for her phone number, she says. Days later, she says, he picked her up around the corner from her house in Gadsden, drove her about 30 minutes to his home in the woods, told her how pretty she was and kissed her. On a second visit, she says, he took off her shirt and pants and removed his clothes. He touched her over her bra and underpants, she says, and guided her hand to touch him over his underwear.
“I wanted it over with — I wanted out,” she remembers thinking. “Please just get this over with. Whatever this is, just get it over.” [….] Aside from Corfman, three other women interviewed by The Washington Post in recent weeks say Moore pursued them when they were between the ages of 16 and 18 and he was in his early 30s, episodes they say they found flattering at the time, but troubling as they got older. None of the women say that Moore forced them into any sort of relationship or sexual contact.
Wendy Miller says she was 14 and working as a Santa’s helper at the Gadsden Mall when Moore first approached her, and 16 when he asked her on dates, which her mother forbade. Debbie Wesson Gibson says she was 17 when Moore spoke to her high school civics class and asked her out on the first of several dates that did not progress beyond kissing. Gloria Thacker Deason says she was an 18-year-old cheerleader when Moore began taking her on dates that included bottles of Mateus Rosé wine. The legal drinking age in Alabama was 19. Of the four women, the youngest at the time was Corfman, who is the only one who says she had sexual contact with Moore that went beyond kissing. [….]

Moore verbündete sich aber nicht ohne Grund mit dem rechtsradikalen Abschaum Steve Bannon.
Dessen Breitbart kämpft massiv für den Grabbler.

Breitbart Defends Roy Moore From Allegations That He Pursued Young Girls