Montag, 22. August 2016

Irrer als Trump? - Teil II



Was für Wahnsinnige hat Trump nur um sich geschart – Stephen Bannon, Kellyanne Conway und Paula White!

Daneben gibt es Jakes Freundin Katrina Pierson, die als Trumps Sprecherin fungiert und verkündete Barack Obama habe den Afghanistankrieg angezettelt.
Eine ganz reizende Person.

The Donald Trump experience just keeps getting weirder. Trump campaign spokeswoman Katrina Pierson, who previously made headlines for wearing a necklace of bullets during an interview, was questioned about her 2012-2013 tweets in which she referred to President Obama as the “head Negro” in charge and that he wasn’t a “pure breed” because his father wasn’t born in the United States.


Ein weiterer bekannter Trump-Unterstützer ist Jim Gilmore, der Ex-Gouverneur von Virginia (1998-2002), der so heftig lügt, daß er innerhalb weniger Minuten dreimal von der MSNBC-Moderatorin Joy Reid zurechtgewiesen und korrigiert werden mußte.


Ein weiterer GOPer mit Regierungserfahrung hinter Donald Trump ist der ultra-fundamentalistische radikale Schwulenhasser Sam Brownback, 59, seit 2011 Gouverneur, der Abtreibungen als „Holocaust“ bezeichnet.
Brownback vermochte es die Wirtschaft seines Bundesstaats innerhalb weniger Jahre zu ruinieren und gewann daher die Wiederwahl in seinem traditionell extrem konservativen Kansas nur noch ganz knapp.

This column has spent a fair number of words over the past couple of years defaming Kansas Governor Sam Brownback for the damage he’s wrought on the ignoramus Kansas residents that keep voting for him. Brownback has inflicted such an incredible amount of economic devastation on the state due to his adherence and allegiance to the Ronald Reagan-era disaster known as ‘trickle down’ economics, that even George W. Bush’s Commerce Secretary said he is terrified of what a Trump economy would do to the country and is happily voting for Hillary Clinton.
Brownback boasted that as governor, he would prove once and for all that if the Republican economic agenda was fully implemented in Kansas, the entire nation would see what truly glorious prosperity would look like.
Thus far, Brownback’s glorious experiment looks like massive debt, credit downgrades, hospital closures, drastically underfunded schools, massive healthcare cuts, raided budgets, perpetual revenue shortfalls, and as reported this week, massive job losses. Most Americans comprehend that in Republicans’ minds, closing schools, hospitals, allowing roads to deteriorate, and massive debt is not a bad thing, and they justify those atrocities as necessary sacrifices to develop a job-creating Utopia. In fact, Governor Sam Brownback pledged to Kansas residents that his brilliant ‘trickle down’ scheme would create at a minimum 2,000 jobs a month; and that was just the start.  Well this week it was revealed that not only has Kansas not created 2,000 jobs each month, the jobs losses in Kansas are increasing each month. [….]

Nachdem Brownback also Kansas’ Wirtschaft niederrang, dachte sich Trump, der Mann sollte mein ökonomischer Berater werden. Kein Witz.

Gov. Sam Brownback, who tanked Kansas’ economy, now advising Trump on economics.

Geschäftsleute sind wenig überzeugt.

A policy survey of National Association for Business Economics (NABE) members released Monday shows that 55% of business economists feel that former Secretary of State Hillary Clinton would do the best job as president of managing the U.S. economy. The candidate with the next-largest percentage of the vote was Libertarian candidate Gary Johnson: 15% of NABE members said he’d do the best job managing the economy. Another 15% or respondents said they didn’t know who would be best or that they didn’t have an opinion.
Just 14% chose Donald Trump. [….]

Es ist schwer noch irrer als Trump zu sein, wenn selbst das ultrakonservative FOX verzweifelt den Kopf über den GOPer schüttelt.

Tatsächlich gibt es aber in Amerika eine Person, die sogar noch dümmer und noch irrer als Donald Trump ist:
Michele Bachmann, Ikone der Doofheit, die jeden Satiriker in den Schatten stellt.


Die ultrarechte Verschwörungstheoretikerin ist so sehr von der Realität entkoppelt, daß man verzweifelt nach Worten ringt, um ihren Wahnsinn zu beschreiben. Verglichen mit Bachmann ist Sarah Palin („I can see russia from my house!“) ein Genie.
Der Punkt, an dem man Satire und Realität noch unterscheiden kann, ist überschritten. 


Ich borge mir ein paar Überschriften zum Thema:

With Trump's campaign now led by blatant racists and hillbillies, Bachmann couldn't possibly have found a more welcoming (and appropriate) home.

Person With IQ Lower Than Her Shoe Size Hired By Trump To Teach Him Foreign Policy.

Michele Bachmann Advising Donald Trump On International Policy, Radical Islam, Underpants Gnomes.


Gratulation Herr Trump! You have reached a new low!

[….] Donald Trump does a lot of stupid stuff. Shocking, I know. The particular kind of stupid, though, is really a cut above the garden variety. Out of all his available options for someone to help teach him about foreign policy he picked (oh my God why?) Michele Bachmann.
Yes, the Minnesotan mental case who we spent years laughing at while she was a member of Congress is advising Trump on foreign policy because nobody understands the world the way she does.
If Trump got a phone call that there was a massive earthquake and the entire city of London lay destroyed. Would Michele tell him not to help, because God sent it to punish the gay people?


[….][….] Among the vast collection of stupidity that composes 100 percent of her congressional career, she had a few truly wonderful foreign policy gems.

    She said that the Muslim brotherhood infiltrated and “influenced” the U.S. government.
    She thinks the U.S. has a secret agenda to do away the dollar and embrace one global currency.
    Benghazi — that needs no explanation of any kind.
    Don’t forget that time she didn’t understand that Libya was in Africa
    She invented fake U.S. air strikes in North Africa to use as a sound bite during a congressional hearing.
    She still thinks that Iran is going to seize Iraq
    She thinks the global initiative to cut carbon emissions is a waste of time because carbon dioxide is necessary to life on this planet. [….]


Sonntag, 21. August 2016

Kirche in Watte



Unter der Überschrift „Das Abendland wird christlich bleiben“ veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung bedauerlicherweise mal wieder prominent auf Seite Zwei („Thema des Tages“) einen dieser langen, langen sinnlosen weder Fisch-noch-Fleisch-Kirchenartikel von Matthias Drobinski, 52.

Das ist einer der von mir immer wieder beklagten Presse-Missstände.
Alle Kirchenthemen werden von frommen Gläubigen behandelt.
Dafür hat Springer Badde und Englisch, der Tagesspiegel die unvermeidliche Claudia Keller, die Zeit Frau Finger und die SZ eben Matthias Drobinski.
(……) Man stelle sich vor über die CDU würden nur noch CDU-Mitglieder schreiben. Oder nur noch Soldaten über die Bundeswehr. 

Geht es um die Grundfrage des Christentums in Deutschland – was geht da eigentlich so sagenhaft schief, daß jedes Jahr Hunderttausende aus der Religionsgemeinschaft flüchten, während aus anderen Kontinenten ein reger Zulauf herrscht – wird es bei den großen Zeitungen ganz gediegen.

Der Oberkirchenjournalist der Münchner schafft es dabei erneut in epischer Breite (=1.492 Worte, 10.489 Zeichen) im Grunde nichts auszusagen.
Es ist die typischer Drobinski-Larmoyanz mit der er das Schrumpfen der beiden Kirchen in Deutschland beklagt, den Bedeutungsverlust der Glaubens beschreibt, unterschwellig ein paar Bosheiten einfügt (Atheismus erwähnt er nur als Gegenmodell zum Glauben in Form von Pegida und Nationalsozialismus), ein bißchen die Ungerechtigkeit der Menschen beklagt, die sich trotz des lieben Papstes und der selbstlosen sozialen Wohltaten der Kirchen abwenden und schließlich noch ein bißchen Emulgator beifügt.
Alles sei irgendwie komplex und kompliziert.

Es gibt Regionen mit nach wie vor hoher Kirchenbindung wie die Gegend um Passau oder das Münsterland. Es gibt Gegenden in Ostdeutschland, in denen nur noch jeder Zehnte Mitglied einer Kirche ist - oft Regionen, in denen die Säkularisierung schon mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann; 40 Jahre DDR haben den Prozess beschleunigt.
Es löst sich zudem die Religiosität zumindest teilweise von der Kirchenzugehörigkeit. Es gibt das faktisch nichtgläubige Paar, das nur deshalb kirchlich heiratet, damit die Großeltern zufrieden sind; und es gibt den Ausgetretenen, der irgendwie doch an Gott glaubt und täglich betet.
Das ist anders, als die Soziologen lange dachten, nämlich dass in modernen Gesellschaften der Glaube quasi von allein verschwindet, erst bei den Gebildeten in den Städten, zuletzt bei den Hinterwäldlern auf dem Land. Das Stadt-Land-Gefälle gibt es, doch die Religiosität ist vor allem bei den Armen und weniger Gebildeten verschwunden. […..]

Das war ja klar; den mußte der SZ-Mann uns noch mitgeben: Nicht die Klugen und Gebildeten gehen seiner Ansicht nach aus der Kirche, sondern die Doofen.
Und Ätschibätschi, auch wenn viele aus der Kirche austräten, bliebe das Abendland doch christlich, weil die Menschen dennoch an Gott glaubten.

Und wer sich darüber lustig macht, wird verklagt.
Drobinski ging tatsächlich gegen den „Eulenspiegel“ vor, der sich satirisch mit ihm auseinandergesetzt hatte.
Sagenhaft. Damit beging Drobinski den dramatischen Fehler des von ihm so verehrten Ratzingers, der mit seiner Klage gegen die Titanic dem Magazin erst die gewaltige Aufmerksamkeit zukommen ließ, noch einmal.

Ob die Satire gelungen ist – sie beginnt bushidoesk mit den Worten Schwuchteln, Homo, Schwanzlutscher –, kann man bezweifeln: Sie ist eher was für Freunde des gepflegten Schulhofhumors.
Nicht aber, dass sie dem Eulenspiegel, der permanent im Schatten der Titanic segelt, nun einiges an Aufmerksamkeit einbringen wird. Als sich die Titanic vor einem Jahr mit einer Papstsatire mit dem Vatikan anlegte, bekam das Heft dafür wochenlang Schlagzeilen.
Der eine Experte, den Eulenspiegel-Redakteur Gregor Füller in seiner Satire auftreten lässt, trägt den Namen Andreas Englisch – wie der langjährige Vatikankorrespondent der Bild. Der andere Experte heißt Matthias Drobinski. Drobinski, das ist im echten Leben der Kirchenfachmann der Süddeutschen Zeitung. Und der ist nun gegen die Satire vorgegangen.

Ohne es zu wollen offenbart der studierte Theologe und lebenslang kirchlich Engagierte weswegen die Kirchen schrumpfen:
Christen sind humorlos und latent unterbelichtet. Da wendet man sich ab.

Es gibt einerseits diejenigen, die aus intellektueller Überzeugung bewußt für eine radikale Trennung von Kirchen und Staat eintreten.
Die Mehrheit der Austrittswilligen wird aber weniger gut informiert sein, nicht so genau die finanziellen Verflechtungen der Kirchen und ihre amoralischen Taten kennen, sondern lediglich die Vertreter des Christentums immer unattraktiver empfinden.
Der Grund dafür sind sagenhaft oberflächliche und dümmliche protestantische Prediger und eben nichtssagende müde journalistische Kirchenvertreter wie Drobinski.

Sehr viel mehr los ist im Oberstübchen des SZ-Mannes Cornelius Pollmer, 32, Studium VWL und Journalistik.
Der Sachse brachte ebenfalls in der letzten Wochenendausgabe der SZ in der Gesellschaftsrubrik (s.51) einen ganzseitigen Artikel über den Lutherwahn der frommen Thüringer und Sachsen-Anhaltiner unter.
Anders als Kollege Drobinski verfügt Pollmer über Humor und verfolgt mit seinem Text ein erkennbares Konzept.
Er macht sich über die abstrusen Merchandising-Auswüchse im Vor-Lutherjahr lustig.
Anders als das journalistische Elend von Seite Zwei, liest man Pollmer gern und zügig.

Ministerpräsident Reiner Haseloff hatte geladen, der vertraute Empfangsadel und die Häppchenjäger waren gern gekommen. Haseloff, dessen Vorfahren Luther persönlich gekannt haben, baute sich vor der Abendgesellschaft auf und hielt eine Rede. 2016, sagte er, gebe es leider nicht so viele Jubiläen. Aber danach komme 2017 und damit das Lutherjahr, und schon jetzt müsse und sollte man, dürfe man aber auch, denn es könnte ja. Das eben erst beginnende Jahr? Eine Opfergabe, gerade gut genug als Countdown für die großen Lutherfestspiele im Jahr darauf.
In Wahrheit wird das Jubiläum schon totbegangen, bevor es überhaupt begonnen hat. [….]

Bezeichnenderweise erwähnt Pollmer die unvermeidliche Lutherbotschafterin Margot Käßmann kein einziges mal.
Dafür bekommen die frommen Landespolitiker, die sich verzweifelt an die Protestantenparty klammern ihr Fett weg.

Besonders in Sachsen-Anhalt und Thüringen kartografieren Werbetreibende noch den letzten Ort, in dem Luther bei der Durchfahrt vielleicht mal zum Pinkeln gehalten haben könnte. Überall wird man zugeluthert, und die Touristiker der Ost-Länder jubeln: endlich mal ein Anschlag, der sich vermarkten lässt! [….]

Auch ganz nett:

Wozu führt dieses Überangebot? Nun, es führt zu noch mehr Angeboten. In Thüringen gibt der Staat 350 000 Euro für eine Geschäftsstelle, die zwei Aufgaben hat. Erstens: dafür sorgen, dass trotz der vielen Luther-Aktionen niemand den Überblick verliert. Zweitens: die Produktion von "Broschüren, Präsentationen, Imagefilm", worin Fachabteilung eins sowohl Legitimation als auch Bürde erkennen mag. Nicht ganz klar ist, in welchem Verhältnis die Geschäftsstelle zum "Lutherinformationszentrum" in Mühlhausen steht, gefördert vom Land mit knapp 200 000 Euro. Der zuständige Staatssekretär Maier begründete die Zuwendung seines Hauses mit Transparenz und argumentativer Kraft gleichermaßen: "Auch wenn Luther selbst nie in Mühlhausen war, spielt die Stadt . . . eine zentrale Rolle im Lutherjahr". Denkbar wäre jetzt noch eine übergeordnete Geschäftsstelle, die die Aktivitäten aller Geschäftsstellen koordiniert und nicht minder kraftvoll bündelt. [….]

Als atheistischer Spielverderber muß ich allerdings rügen, daß Pollmers ausführlicher Artikel in 30 Absätzen, 209 Zeilen, 2.029 Worten und 14.066 Zeichen nicht einen einzigen Luther-kritischen Gedanken formuliert.

Luther war ein rasender Hassfanatiker, der mit seinem bestialischen Antisemitismus die ganz große Inspiration Adolf Hitlers war.
Hitler lobpreiste Luther immer wieder und die evangelischen „Deutschen Christen“ lobpreisten Hitler bei jeder Gelegenheit.


Luther. Ein widerlicher Geselle, ein Verbrecher an der Menschheit. Den haben wir noch nicht richtig aufgearbeitet. Wir gehen mit Luther um, als sei er ein „Heiliger“ der evangelischen Kirche. Er war aber ein für die damalige Zeit untypisch aggressiver Antisemit, Frauen verachtend bis ins Mark und vom Denken her völlig mittelalterlich. Teufel war sein Lieblingswort. Die Gesellschaft war sehr viel weiter.

Samstag, 20. August 2016

Ist Trump (mal wieder) pleite?



Oscar-Preisträger Michael Moore liefert eine überzeugende Erklärung dafür weswegen sich Trump mit unglaublich herablassenden rassistischen Tönen selbst sabotiert.

Eigentlich wollte er den Job nie und erfand die Kampagne nur um in den Verhandlungen mit NBC seinen Marktwert zu steigern.

Trump was unhappy with his deal as host and star of his hit NBC show, “The Apprentice” (and “The Celebrity Apprentice”). Simply put, he wanted more money. He had floated the idea before of possibly running for president in the hopes that the attention from that would make his negotiating position stronger. But he knew, as the self-proclaimed king of the dealmakers, that saying you’re going to do something is bupkus — DOING it is what makes the bastards sit up and pay attention.
Trump had begun talking to other networks about moving his show. This was another way to get leverage — the fear of losing him to someone else — and when he “quietly” met with the head of one of those networks, and word got around, his hand was strengthened. He knew then that it was time to play his Big Card. [….]

Die Big Card entwickelte sich dann aber so überraschend “gut”, daß Trump jetzt befürchtet nicht mehr aus der Nummer rauszukommen.
Seine anderen NBC-Deals (Miss USA and Miss Universe) sind inzwischen auch geplatzt.

Schon blöd, denn Trump sitzt auf gewaltigen Schulden. Sehr viel Geld schuldet er der Deutschen Bank, weil JP Morgan Chase, Morgan Stanley und Citigroup sich schon lange weigern aufgrund der windigen Geschäftspraktiken mit Trump zusammen zu arbeiten. Geld besorgt sich der Potus-Kandidat daher in China und Deutschland.

 [….] Trumps Firmen haben Schulden: Mit mindestens 315 Millionen Dollar stehen sie aktuell bei mehreren Banken in der Kreide. Das belegen Unterlagen, die der Unternehmer im Mai veröffentlichte. Doch wohl kein Geldhaus gewährte ihm so gewaltige Kredite wie die Deutsche Bank. Aktuell stehen mehr als 100 Millionen Dollar aus. Einer Analyse des "Wall Street Journal" zufolge war die Deutsche Bank seit dem Jahr 1998 sogar an Krediten über mindestens 2,5 Milliarden Dollar für Projekte seiner diversen Firmen beteiligt. Die Frankfurter sind offenbar stärker in seine Geschäfte eingebunden als ihre Konkurrenten.
[….] Trumps Geschäfte mit der Deutschen Bank sind noch aus einem anderen Grund problematisch: Das Geldhaus kämpft in den USA um seinen Ruf, es gilt als Mitverursacher der Finanzkrise von 2008. Britische und US-Behörden haben die Bank wegen Zinsmanipulationen zu Strafzahlungen von mehr als zwei Milliarden Dollar verdonnert. Dennoch nimmt Trump ihre Dienste weiterhin in Anspruch. Dabei wettern gerade konservative Republikaner gegen den Einfluss ausländischer Unternehmen in den USA.
[….] Im Jahr 2008 kämpften die Deutsche Bank und Trump vor Gericht um die Rückzahlung eines Darlehens, das er für Immobiliengeschäfte in Chicago verwendet hatte. Trump verweigerte die Rückzahlung persönlicher Garantien in Höhe von 40 Millionen Dollar mit dem Argument, die Finanzkrise von 2008 sei eine "höhere Macht" gewesen. [….]



Bei der Vorstellung Trump würde die USA genauso wie sein “business” regieren, gruselt sich der zehnmal so reiche Michael Bloomberg – God help us!

Zuletzt erwischte es das Casino "Trump Taj Mahal", welches völlig ruiniert ist und nun 3.000 Mitarbeiter entlässt.

USA Casino "Trump Taj Mahal" macht endgültig dicht
Ein vor 26 Jahren von Donald Trump eröffnetes Casino macht immense Verluste und muss schließen. 3000 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs.
Für den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump läuft es im Wahlkampf gerade ziemlich holprig - nun verbindet sich mit seinem Namen eine weitere Pleite: Das von ihm gegründete Casino "Trump Taj Mahal" in der Vergnügungsstadt Atlantic City muss schließen.
"Dass Taj verliert derzeit mehrere Millionen Dollar im Monat", erklärte der Chef der Inhabergesellschaft Tropicana Entertainment, Tony Rodio, am Mittwoch. Deshalb sei im September endgültig Schluss. betroffen davon sind 3000 Beschäftigte, die ihren Job verlieren.
Das Casino war 1990 mit großen Pomp eröffnet und als "achtes Weltwunder" bezeichnet worden. Doch schon ein Jahr später musste Trump für die Spielhölle mit den goldenen Kuppeln Insolvenz anmelden. Das "Taj" rutschte später noch dreimal in die Insolvenz, zuletzt im September 2014. Nun brach laut Rodio ein Streik der Mitarbeiter gegen den jüngsten Sanierungsplan dem Casino endgültig das Rückgrat.
Seit 2015 gehört das Casino zu Tropicana Entertainment - Eigentümer der Gesellschaft ist der bekannte Investor und Milliardär Carl Icahn. Er wurde von Trump für den Fall eines Wahlsiegs als möglicher Finanzminister genannt. Den Chef der Gewerkschaft UniteHere in Atlantic City, Bob McDevitt, graust es angesichts der Lage des "Taj" bei dieser Vorstellung: "Wenn das der Typ ist, den Donald Trump als Finanzminister der Vereinigten Staaten will, dann ist dieses Land dem Untergang geweiht."
 (AFP, 04.08.2016)

Es gehört nicht viel Phantasie dazu sich vorzustellen, weswegen Donald Trump sich so hartnäckig weigert seine Steuerunterlagen zu veröffentlichen.
Der Mann will zwar vermutlich nicht US-Präsident werden, aber garantiert will er nicht, daß die Welt erfährt was für ein mieser Geschäftsmann er ist.

Warren Buffett hatte den Reichtum Trumps damit relativiert, daß der GOP-Kandidat zu einem Zeitpunkt Millionen von seinem Papi geschenkt bekam, als auch ein Affe an der Börse mehr Profit gemacht hätte.

Natürlich würden viele wahlkampfinteressierte Amerikaner gern wissen was ich hinter Trumps pekuniärer Geheimnistuerei verbirgt.

Man stochert.
Die New York Times enttarnte gewaltige Schuldenberge.

But an investigation by The New York Times into the financial maze of Mr. Trump’s real estate holdings in the United States reveals that companies he owns have at least $650 million in debt — twice the amount that can be gleaned from public filings he has made as part of his bid for the White House. The Times’s inquiry also found that Mr. Trump’s fortunes depend deeply on a wide array of financial backers, including one he has cited in attacks during his campaign.
For example, an office building on Avenue of the Americas in Manhattan, of which Mr. Trump is part owner, carries a $950 million loan. Among the lenders: the Bank of China, one of the largest banks in a country that Mr. Trump has railed against as an economic foe of the United States, and Goldman Sachs, a financial institution he has said controls Hillary Clinton, the Democratic nominee, after it paid her $675,000 in speaking fees. [….]

Der Milliardär protzt im Wahlkampf gerne mit seinem wirtschaftlichen Erfolg, bleibt aber dennoch intransparent: Trump stellt immer wieder sein angeblich extrem erfolgreiches Immobilien-Imperium heraus. Seinen Besitz gibt er mit umgerechnet 8,8 Milliarden Euro an. Forderungen auch aus der eigenen Partei, seine Steuererklärung zu veröffentlichen oder eine unabhängige Überprüfung seines Vermögens zuzulassen, wies er jedoch stets zurück.
Die Untersuchung zeige, "wie rätselumwoben Trumps Geschäfte sind", kommentiert die "New York Times". Zudem werde deutlich, dass Trumps Wohlstand "stark von einem großen Geflecht finanzieller Unterstützer abhängt, darunter einer, den er während seines Wahlkampfes attackiert hat".[….]