Samstag, 24. Oktober 2020

Die Grünen auf Anja Hajduks Spuren.

Die Grüne Umweltsenatorin Hajduk hatte 2008 im Wunsch-Senat mit der tiefkonservativ-völkischen Hamburger CDU die Ursünde begangen.

(……) Die vorher amtierende CDU-Alleinregierung hatte nicht nur grünes Licht für den Baubeginn des gigantischen Vattenfall-Steinkohlekraftwerks Moorburg gegeben, sondern auch noch den Betreiber dazu verpflichtet die Europaweit größte CO2-Schleuder doppelt so groß wie geplant zu bauen.

Die Grünen liefen Sturm dagegen, plakatierten im 2008er Wahlkampf „KOHLE VON BEUST“ und versprachen ihren Wählern eine Abkehr von dem gigantischen Klimakiller-Projekt.

Nur vier Monate nach ihrem Amtsantritt vollführte Hajduk eine der spektakulärsten Umfall-Aktionen in der Geschichte der Bundesrepublik, in dem sie am 30.09.2008 die Betriebsgenehmigung für das Klimamonster erteilte. (….)

(Hajduks Nemesis, 05.09.2020)

Es musste erst die SPD mit absoluter Mehrheit gewählt werden, um den Unsinn zu beenden.

Inzwischen sorgt SPD-Bürgermeister Tschentscher dafür Moorburg abzuschalten, während sein grüner Koalitionspartner zumindest auf kommunale Ebene alles tut, um der Hamburger Umwelt und dem Klima, sowie den finanziell Schwachen weiter zu schaden.

(…..)  Die Grünen versuchen es aber hartnäckig immer wieder auf Distanz zur SPD zu gehen und mit den Schwarzen ins Bett zu hüpfen.

Das ist in sich logisch, denn mit der CDU können die Hamburger Grünen ihre Lieblingsprojekte wie

-      Europas größte CO2-Drecksschleuder, das Steinkohlekraftwerk Moorburg genehmigen, welches auf Wunsch des schwarzgrünen Senats sogar doppelt so dreckig ausfiel, wie ursprünglich von Vattenfall geplant:  CO2-Ausstoß von 8,5 Millionen Tonnen jährlich. Der von der grünen Senatorin Hajduk genehmigte Schadstoffausstoß beträgt je 7850 Tonnen Schwefeldioxid und Stickoxiden sowie 785 Tonnen Feinstaub pro Jahr. Daneben dürfen bis zu 3,2 Tonnen Blei, 1,2 Tonnen Quecksilber, 1,0 Tonnen Arsen, 0,6 Tonnen Cadmium und 0,6 Tonnen Nickel in die Atmosphäre abgegeben werden.

-      Straßenbäume abholzen.

-      Die Anzahl der Tierversuche in Hamburg auf einen Allzeitrekord hochschrauben.

-      Den sozialen Wohnungsbau vollständig einstellen, um den Immobilienkonzernen freie Bahn zu lassen.

-      Flüchtlinge brutal abschieben. (…..)

(Neues von den Natur-hassenden Olivgrünen in Hamburg, 06.07.2020)

Die grüne Landeschefin und völlig unqualifizierte Justizsenatorin Anna Gallina, die inzwischen schon zwei staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren gegen sich aussitzt und schamlos wie Trump gar nicht auf die Idee kommt, einen gewaltigen Interessenkonflikt als oberste Dienstherrin der Hamburger Justiz zu inkarnieren, zeigt die ganz häßliche Fratze der verfilzten grünen Selbstbedienungsmentalität.

Bar jedes Anstandes gibt sie den Andi Scheuer von der Elbe und sitzt Skandal um Skandal aus.

(…..) Die Jura-Laiin mit den Staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen sich, weil sie nicht nur dem Nepotismus frönt, sondern genau wie Trump offenbar ihre Parteimitglieder nicht als selbstständige Demokraten ansieht, sondern als private Leibeigene, die ihren Willen zu exekutieren haben und gnadenlos wegmobbt, was sich ihr und ihrem Freund in den Weg stellt, hat – siehe oben – neuen Ärger.

Every Day a New Gallina-Low.

Osterburg, der Vater von Gallinas Kind rechnete einen guten Jahresbeitrag Trump-Frisuren, nämlich 67.000 Euro Spesen ab und holte sich das Geld aus dem Topf der Fraktionsfördergeld.

Einen Koffer voller Rechnungen des Eimsbüttler Restaurants „Rucola e Parma“ legte er vor und ließ den Steuerzahler dafür blechen großzügig Journalisten und Politiker eingeladen zu haben.

Die Summe wäre an sich schon skandalös, aber Gallina/Osterburg gaben dabei Trumpsch-dreist Gäste an, die sie nie persönlich getroffen haben.

[…..]   Es ist eine beispiellose Affäre – und betroffen ist ausgerechnet Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina. Gegen ihren Ex-Partner Michael Osterburg, langjähriger Grünen-Fraktionschef und Strippenzieher in Hamburg-Mitte, wird wegen massiven Spesenbetrugs ermittelt. Es könnte gut sein, dass auch Gallina (Grüne) als Zeugin geladen wird.   Bergeweise Spesenbelege des früheren Grünen-Politikers Osterburg prüft derzeit die Staatssschutzabteilung des LKA. Es geht um den Vorwurf der Untreue. Gallina war während des mutmaßlichen Tatzeitraumes 2014 bis 2019 die Lebensgefährtin von Michael Osterburg. […..]   Das Problem: Als das LKA bei den Presseleuten – darunter auch mehrere MOPO-Redakteurinnen und -Redakteure – nachhakt, kommt heraus, dass viele von ihnen Michael Osterburg nie persönlich getroffen haben, geschweige denn, sich von ihm haben einladen lassen. Auch Politikerkollegen sind mehr als erstaunt, als sie erfahren, dass Osterburg sie angeblich auf Steuerzahlerkosten bewirtet habe. […..]

(Mopo, 04.10.2020)

Aber bei den Grünen ist es offenbar wie bei Andreas Scheuer: Wenn sich einer auflädt, was normalerweise für ein Dutzend Politiker-Rücktritte reichen müsste, wird es irgendwann egal. (….)

(Every Day A New Low, 04.10.2020)

Die Schlinge um Osterburg/Gallina zieht sich täglich weiter zu.

Über Jahre soll sich das raffgierige Paar aus der Fraktionskasse bedient haben und all ihre Privatausgaben dem Steuerzahler aufgebürdet haben. Es ist ein einziger Sumpf. Fast 70.000 Euro rafften die beiden an sich.

[…..] Seit Mai ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Politiker und wertete Hunderte Belege der letzten fünf Jahre aus. Nach Angaben der „Bild“ soll er auch Strafzettel fürs Falschparken und Kosten für Kinderbetreuung über die Fraktionskasse abgerechnet haben. Die Politikerin hat zwei Kinder in die Beziehung gebracht, sie haben ein gemeinsames drittes. Für Gallinas Kinder soll Osterburg außerdem Spielekonsolen gekauft und abgerechnet haben.     Anna Gallina war während des mutmaßlichen Tatzeitraumes 2014 bis 2019 die Lebensgefährtin von Michael Osterburg. […..] Kaum vorstellbar, dass die Justizsenatorin nichts von der Veruntreuung der Gelder mitbekommen hat. Bisher hüllt sie sich in Schweigen – immer wieder berief sie sich stattdessen darauf, zu laufenden Verfahren nichts sagen zu wollen. Längst wird ihr das Schweigen auch von Parteifreunden als verdächtig ausgelegt.  […..] Für Hamburgs Justiz sei das eine sehr „belastende und unwürdige“ Situation, erklärte CDU-Fraktionschef Dennis Thering. Die Staatsanwaltschaft ist Anna Gallina durch ihren Posten als Justizsenatorin direkt unterstellt. Sie müsse ihr Amt so lange ruhen lassen, bis die Ermittlungen abgeschlossen seien. „Tut sie das nicht, muss der Bürgermeister durchgreifen und sie beurlauben“, heißt es weiter.  […..]

(Mopo, 23.10.2020)

Hamburg ist kein Einzelfall; die Grünen im Saarland, in Baden Württemberg und Hessen sind inzwischen genauso rechts, haben ebenfalls alle Ideale aufgegeben und lassen Joschka Fischer wie einen Ökostalinisten aussehen.

De Dannenröder Forst, einen hessischen Mischwald bei Marburg mit 300 Jahre alten Buchen und Eichen lässt der grüne Verkehrsminister Al Wazir für den Bau einer Autobahn abholzen.

Jahrzehntelang waren Grüne in ihrer Hochburg Hessen, wo Joschka Fischer der erste Grüne Landesminister wurde, berühmt und berüchtigt für ihren Kampf gegen den Bau der Startbahn West des Frankfurter Flughafens. Heute sind es grüne Baudezernenten und grüne Minister, die dafür die Genehmigungen erteilen und abholzen lassen.

Klimapolitik gibt es bei den Grünen in Hessen genauso wenig wie beim Mercedes-Benz-PS-Fan Winfried Kretschmann in BW. Nirgendwo wird der Ausbau der erneuerbaren Energie so verschleppt wie im schwarzgrün regierten Hessen:

(…..) Die Grünen hingegen folgen der CDU aus Neigung; Schwarzgrün ist für viele Funktionäre sie klar bevorzugte Koalitionsoption.

Der Grüne Justizsenator Steffen, der auch schon unter CDU-Bürgermeistern Justizsenator war, erklärt, er fühle sich der CDU näher als der SPD. „In den ausführlichen Gsprächen hat sich gezeigt, dass die Erarbeitung von Leitlinien für künftige Planungen die Menschen und der Natur den nötigen Raum zu geben, mit der CDU besser möglich ist.“
Ja klar. [….]

(Olive Zukunft, 20.08.2019)

Das zeigten ebenfalls die Saarländischen Olivgrünen und natürlich die hessischen CDU-Anhängsel. Ausgerechnet bei dem Beton-CDU-Landesverband Hessen („Dreggers Stahlhelmfraktion“, Martin Hohmann, Erika Steinbach, Kristina Schröder, Koch, Kanther).

[…..] Ganze vier Windräder sind 2019 in Hessen aufgestellt worden, was Wirtschaftsminister Al-Wazir auf die windradfeindlichen Bundesregelungen zurückführt - andere Länder kommen aber mit ihnen deutlich besser zurecht. Überhaupt sind die hessischen Anstrengungen gegen die Erderwärmung zwar ordentlich, aber auch nicht ehrgeiziger als die des bayerischen CSU-Ministerpräsidenten Markus Söder.  Dass es in der hessischen Polizei rechtsradikale Vorfälle gab, müsste die Grünen zutiefst regierungskritisch werden lassen - nur sind sie halt selber in der Regierung. Beim Skandal um die keimbelastete Wurst des nordhessischen Herstellers Wilke machte ausgerechnet die grüne Verbraucher- und Umweltministerin Priska Hinz keine gute Figur. Ein Gesetzentwurf zur Neustrukturierung der Ausländerbeiräte bringt viele Migrationsfachleute gegen die Grünen auf; im Rhein-Main-Gebiet drängen Wohnungsnot und Verkehrskrise, auf dem Land herrscht digitale Steppe. […..]

(SZ, 17.01.2020)

Was also in den Ländern schon lange klares Ziel der Grünen ist; nämlich die konservative CDUCSU ins Kanzleramt zu heben, bestätigt nun auch die Parteivorsitzende Baerbock so gut wie unverblümt.

Zum 75-Jährigen Bestehen der Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU trat Annalena Baerbock als Festrednerin auf. (…..)

(Grüne geben Eigenständigkeit auf, 29.08.2020)

Ja, sie geben vor sich zu quälen, entscheiden dann aber doch stets für die Interessen der Industrie und CDU gegen die Umwelt.

[…..] Der Bau des letzten Autobahnabschnitts der A 49 in Oberhessen zerreißt die Partei wie lange kein Thema mehr. Sie steckt im ur-grünen Dilemma zwischen Überzeugungstäterschaft und Realpolitik.  Greenpeace, der BUND, die Fridays-for-future-Bewegung, sie alle unterstützen die Baumbesetzerinnen und -besetzer, die seit Wochen hartnäckigen Widerstand gegen die begonnenen Rodungsarbeiten leisten. Auch die Grünen haben sich immer wieder gegen das Projekt ausgesprochen. Doch ausgerechnet der grüne Verkehrsminister Al-Wazir muss es umsetzen. Alle Klagen gegen den Bau sind abgewiesen, im Koalitionsvertrag mit der CDU haben die Grünen sich auf die A 49 eingelassen. Bei den Aktivisten im Wald sind die Grünen deshalb Verräter am Klimaschutz.  Al-Wazir ist dort schon mit dem brasilianischen Holzfäller-Präsidenten Jair Bolsonaro verglichen worden. […..]

(SZ, 24.10.20)

Ich erinnere mich sehr gut wie vor knapp 40 Jahren das erste mal Grüne in den Bundestag einzogen und abgestorbene Zweige mitbrachten. Die „Freunde der Bäume“ waren die Symbolpartei wider des Waldsterbens.

Heute stehen sie als „Bolsonaros von Hessen“ für die größten Abholzer.

Sie können sich das allerdings erlauben. Sie begehen ausdrücklich keinen „Wählerverrat“ und generieren als neuer Koalitions-Wunschpartner des CSU-Chefs Söder immer mehr Zustimmung.

Sie saugen das Wählerpotential der sterbenden FDP auf, sind längst zur wahren „Partei der Besserverdienenden“ geworden.

Die Wähler der Grünen in Hessen, BW und Hamburg sind die wohlhabendsten aller Parteien. Sie leben in Vorstadtvillen, sind Vielflieger und fahren SUVs.

Da kommen ihnen neue Autobahnen und Flughafenausbau gerade Recht. 

Mit etwas grüner Tünche.

Freitag, 23. Oktober 2020

Toter Gaul FDP

Seit der Bundestagswahl vom 24. September 2017, als FDP-Chef Lindner seine Partei aus der APO nicht nur zurück ins Parlament brachte, sondern mit 10,7% auch noch stärker als Linke (9,2%), Grüne (8,9%) und CSU (6,2%) abschnitt, beeindruckt der haartransplantierte blonde Porsche-Fahrer und Luxusuhren-Sammler mit Kontinuität.

Kontinuierlich und zuverlässig liefert er mit jedem Auftritt eine neue Blamage und Peinlichkeit.

Die jammerige Flucht aus den Jamaika-Verhandlungen, der abfällige Umgang mit Thunberg und der Fridays for Future-Bewegung, gipfelnd in dem Ausspruch die Klimapolitik „den Profis zu überlassen“ und nicht während der Arbeitszeit/Schulzeit zu streiken. Gemeinsames Abstimmen mit der AfD, xenophobes Gerede, Angst beim Bäcker einem Flüchtling zu begegnen, sexistische Sprüche mit Claudia Roth und Linda Teuteberg aufgewacht zu sein, das Nazi-Desaster von Thüringen, das im Stich lassen der durch seine Schuld verlierenden Hamburger FDP, weil er lieber mit seiner neuen jungen Freundin in Amsterdam feiern ging, statt das Kemmerich-Chaos zu beseitigen, schmierige Altherrenwitze, immer stramm rechts und seit der Pandemie immer Ranwanzen an Querfrontler und Aluhüte.

(…….) Es dauerte lange bis auch beim politischen Eskapisten Lindner (Weglaufen, wenn es brenzlig wird, ist sein Signature-move) endlich der Groschen fiel, bis er einsah seiner Partei schwer geschadet zu haben, als er dem Erfurter Gau empfahl das seit Wochen von Hobbyhitler unterbreitete Machtangebot anzunehmen und Kramp-Karrenbauers drastische Warnungen für den Eintritt dieses Falles zu ignorieren.

Erst als der braune Gaul schon gegen die Wand geritten war stieg Lindner ab.

Und setzte sich ab. Nach Amsterdam.

Dort verbrachte er einen „really fun day“ am Hamburger Wahlsonntag. Während der dortige AFDP-Landesverband brutale Prügel einsteckte und aus der Bürgerschaft flog.

Damit nicht genug; er gab auch noch den Christian Wendler und postete sein junges Glück auf Instagram.

[….] Parteifreunde wütend Christian Lindner: Wirbel um Foto mit Freundin  [….] Das Selfie zeigt den FDP-Chef Lindner an der Seite seiner Freundin Franca Lehfeldt (30). Beide wirken glücklich, gelassen. „Ein schöner Sonntag in Amsterdam“, schreibt Lindner zu dem Beitrag auf Instagram.  [….] Eigentlich gebe es auch wirklich nichts daran auszusetzen – nur dass der Zeitpunkt womöglich schlecht gewählt gewesen sein dürfte. Denn es ist nicht irgendein Wochenende, das sich Lindner für seinen Liebes-Trip nach Amsterdam ausgesucht hat, sondern das des Hamburg-Debakels.  [….] Ein entscheidender Tag im Wahlkampf also, bei dem Christian Lindner ganz eindeutig gefehlt hat. [….]  Ein Follower auf Instagram gibt sich enttäuscht und kommentiert:   „Wissen Sie Herr Lindner, FDP Mitglieder und Politiker werden bundesweit gerade heftig angegangen, beschimpft, bespuckt etc. Viele davon sitzen momentan auf Marktplätzen im Sturm und machen Wahlkampf in Hamburg. Dass sie da die Muse für Urlaub haben, enttäuscht auch mich als FDP-Mitglied. Das ist ungefähr so, als  würde der Firmenchef eines Unternehmens, welches jeden dritten Mitarbeiter entlassen musste, erstmal schön wegfahren. Da muss man sich dann über die Stimmung im Unternehmen auch nicht mehr wundern.“ [….]

 (MoPo, 25.02.2020) (….)

(Braun und feige, 23.02.2020)

Während der regierungswillige grüne Jamaika-Verhandlungspartner aus dem Herbst 2017 von 8,9% seit Jahren stabil über 20% in Umfragen liegt, trampelte Lindner seine FDP von 10,7% auf die 5%-Hürde nieder.

Die Partei bietet nicht nur keinerlei inhaltliche Konzeption, sondern ist personell vollständig ausgelaugt, weil der eitle Boss in den knalleng geschnittenen Maßanzügen und der heißen Model-Freundin partout niemand neben sich ertragen kann.

Nachdem Lindner 40 wurde, missbrauchte er seine Partei, um seine Midlife-Crisis zu kompensieren.

(…..) Die neue Frau an seiner Seite, RTL-Sternchen Franca Lehfeldt (28), wurde als Potenzbezeugung des jungalten FDP-Vorsitzenden bereits durch alle Boulevardmagazine gescheucht.

Wie sein unpolitische Vorbild Guido Westerwelle hat auch Christian Lindner sachlich leider nichts Relevantes zu den Debatten in Deutschland beizutragen.

Also geht er unermüdlich zu allen Yellowpress-Terminen, um es mit seinem Privatleben in die Klatschspalten zu bringen.  

Das Liberalen-Fachblatt BUNTE präsentierte sofort Tittenbilder.

Christian Lindner: Hammer-Body! Seine Freundin Franca zeigt im Bikini, was sie hat. [….] Er war sichtlich stolz auf seine elf Jahre jüngere Freundin, derzeit macht er mit seiner Franca auf Ibiza Urlaub. Auf Instagram zeigt sie uns ihren perfekten Bikinibody - in Topform für die Sonneninsel.

Der Münchner Merkur analysiert Lindis Huhn genauer:

Das Paar feierte in der Käfer-Wiesnschänke. Lindner erschien in knielanger Lederhose, Samtweste und Janker, die RTL-Moderatorin hatte sich für ein champagnerfarbenes Seiden-Dirndl mit dunkelblauer Samt-Schürze und Blumenapplikationen entschieden. Auffällig: Sie trägt das Dirndl mit angeschnittenen Ärmeln ohne Bluse.

Extratipp freut sich über „heiße Schnappschüsse aus dem Urlaub“.

Die Gala staunt über die „unerwartete Liebesshow“:

Beim Styling vertraute sie Lindners Urteil, so Lehfeldt weiter: "Für diesen Anlass kamen nur zwei Kleider aus meinem Schrank infrage: ein langes Rotes und das Schwarze, das ich getragen habe. Da ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich das letzte Wort meinem Freund überlassen – dreißig Minuten vor Beginn der Veranstaltung." 

Nahles und AKK machen offenbar sehr viel falsch. Von ihren Partnern gibt es keinerlei Speedo-Bilder; über deren Schwanzlänge ist rein gar nichts bekannt. (…..)
(Braun und feige, 23.02.2020)

Für Politik hat Lindi unter diesen Umständen wenig Zeit und so droppt er nur noch in seine geliebten Talkshows, um dort AFDP-artige Plattitüden abzuliefern.

Beim Stand von weltweit 42 Millionen Corona-Infizierten, 1,2 Millionen Toten, Inzidenzwerten von über 100 in vielen deutschen Städten gibt der FDP-Chef den Trump:

[…..] "Natürlich muss eine Ausgangssperre ausgeschlossen werden", fordert FDP-Chef Christian Lindner in der ARD. Es seien momentan vor allem jüngere Menschen bei den Neuinfektionen betroffen, weswegen nicht überdramatisiert werden dürfe. "Eine Ausgangssperre wäre völlig unverhältnismäßig", so Lindner. [….]

(SPON, 18.10.2020)

Eine selten aluhütige Aussage; denn niemand möchte Ausgangssperren, als Regierenden arbeiten daran Lockdowns zu verhindern, weil jedem die brutalen sozialen und ökonomischen Nebenwirkungen schmerzhaft durch Erfahrung bewußt wurde.

Lindner unterstellt hier aber nicht nur den Regierenden, die in der Verantwortung sitzen,  vor der er heulend weglief, etwas zu beabsichtigen, das keiner will, sondern er tut auch noch so, als ob das a) eine politische Frage wäre, für die er b) irgendeine Kompetenz besitze. Auch das ist grober Unfug.

Natürlich bedingt das Pandemiegeschehen solche Maßnahmen und gerade indem man die Gefahren fahrlässig wie Lindner bagatellisiert, befördert man eine Situation, in der Ausgangssperren und Lockdown bedauerlicherweise notwendig sein könnten.

Während die Corona-Eindämmungsmaßnahmen der Länderchefs von der Bundeskanzlerin als zu lasch empfunden werden und ihre Einschätzung der Lage durch die rasant ansteigenden Neuinfektionszahlen des RKI bestätigt wird, bleibt Linder Covidiot.

[….] FDP-Chef Christian Lindner kritisiert die strikten Maßnahmen, mit denen die Bundesländer auf die steigenden Corona-Zahlen in Deutschland reagieren. „Die pauschale Einschränkung der Freizügigkeit innerhalb Deutschlands und der Berufsfreiheit empfinde ich als unverhältnismäßig“, sagte Lindner unserer Redaktion. […..]

(AA, 07.10.2020)

Wie nennt man es noch, wenn einer mit derselben Methode (fischen am rechten Rand zur Freude von AfD, Hildmann und Naidoo) immer wieder Bauchlandungen erleidet und stupide den Versuch immer wiederholt?

Immerhin, heute darf sich der hübsche Dreitagebart-Träger mit den Luxussportwagen freuen; er macht nicht nur mit Covidioten-Ansichten Schlagzeilen, sondern hat einen Preis gewonnen.

Immerhin. Auch so bleibt man im Gespräch.

[….] Zweifelhafte Ehre: Die Zeitschrift „Emma“ hat FDP-Chef Christian Lindner zum „Sexist Man Alive 2020“ ernannt.  Die Begründung laut Mitteilung vom Freitag: „Keiner ist so anzüglich wie Christian Lindner.“ Auslöser sei die Ablösung von Generalsekretärin Linda Teuteberg gewesen, die Lindner mit den Worten begleitet hatte: „Ich denke gerne daran, Linda, dass wir in den vergangenen 15 Monaten ungefähr 300 Mal, ich hab' mal so grob überschlagen, ungefähr 300 Mal den Tag zusammen begonnen haben.“ Der Spruch, für den Lindner sich später entschuldigt hatte, sei für die „Emma“-Redaktion um Herausgeberin Alice Schwarzer „der letzte Tropfen“ gewesen: „Voraus gingen zahlreiche Ausrutscher des leidenschaftlichen Porschefahrers in den vergangenen Jahren - Hobbys: Grillen, Sport, Autos. Der Mann hat's offenbar nötig.“ […..]

(Mopo, 23.10.2020)

Lindner agiert hier nicht nur schmierig-sexistisch und braun-blinkend sogar fertig den seit 20 Jahren Rechtsaußen xenophob agierenden Markus Söder so gegen sich aufzubringen, daß dieser nun auch klar Schwarz-Grün bevorzugt.

[….] Die Liberalen kritisieren die Corona-Politik der Regierung, CSU-Chef Markus Söder kontert, indem er die FDP in die Nähe der AfD rückt. [….]  Der Angriff gab schon mal einen Vorgeschmack darauf, was den Liberalen im Bundestagswahlkampf blühen könnte. Die FDP, so sagte Bayerns CSU-Ministerpräsident Markus Söder am Montag, sollte „überlegen, ob der Kurs, den sie sich da gemeinsam mit der AfD auferlegt, wirklich der richtige fürs Land ist“.  Der Vorwurf ist nicht neu: Seit der AfD-gestützten Wahl des Thüringer FDP-Chefs Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten hängt den Liberalen der Ruf an, sie würden die politischen Abstandsregeln nach rechts außen nicht immer einhalten. [….] Der aktuelle Streit zeigt zum zweiten, wie sehr die Liberalen Söder fürchten müssen. [….] Als Regierungsoption würde Söder zudem wohl Schwarz-Grün bevorzugen. Das bedeutet: Die Union könnte im Bundestagswahlkampf beruhigt im FDP-Lager wildern, wenn sie die Liberalen als Mehrheitsbeschaffer nicht braucht. Für die FDP ist das eine doppelte Gefah.r […..]

(Tagesspiegel, 20.10.2020)

Die Lindner-FDP ist damit so konsequent einmal quer durch das Parteienspektrum nach rechts gewandert, daß ihr dabei die Koalitionsoptionen abhandenkamen.

Ausgerechnet der CSU-Chef, dessen Partei über Dekaden Mantra-artig aufsagte, rechts von ihr dürfe es keine demokratische Partei mehr geben, hält die FDP nun für zu rechts. So rechts, daß er lieber mit dem Erzfeind Grün zusammenarbeitet.

Damit hat Lindner seine Partei erfolgreich sabotiert.

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Unverständliche Fehler

Obgleich ich den rotgrünen Hamburger Senat regelmäßig sehr lobe und Peter Tschentscher für einen ausgezeichneten Bürgermeister halte, falle ich gern in Lästerattacken ein, wenn es um die katastrophale kommunale Verkehrspolitik geht. Jeden Tag wird es unerfreulicher als Verkehrsteilnehmer auf Hamburgs Straßen unterwegs zu sein, weil eine nicht durchdachte Sinnlosmaßnahme die Nächste jagt. Da schimpft es sich trefflich über „die da oben“, über „die Politiker“, die als „Schreibtischtäter“ den Wählern überflüssigerweise das Leben schwer machen.

Lokale Verkehrspolitik ist deswegen so ein penetrantes Dauer-Ärgernis, weil man sich jeden Tag zwangsweise damit beschäftigen muss.

Zwangsweise ist man auch von der Coronapolitik betroffen, muss über das Pandemiegeschehen, Inzidenzwerte, Ausgangssperren, Maskenpflichten und Einschränkungen im Alltag Bescheid wissen.

Auch hier gibt es einige Maßnahmen, die unsinnig erscheinen, während andere zu lax gehandhabt werden.

In anderen Bundesländern, in anderen Städten kennt man das, aber nun gilt auch in Hamburg eine Sperrstunde.

Das zum Beispiel halte ich für recht unsinnig.

Feiernde und trinkende junge Erwachsene in Diskos und Bars auf St. Pauli. Um 23.00 Uhr schließt der Wirt ab und dann? Gehen dann alle brav allein nach Hause und haben keine für das Infektionsgeschehen relevanten Kontakte mehr?
Das erscheint mir doch reichlich naiv. Die Leute werden dann das Bacchanal entweder in ein „Cornern“ umwandeln oder aber in die privaten vier Wände eines der Protagonisten wechseln. In beiden Fällen gibt es dann gar keine Hygienekonzepte und Abstandsregeln mehr.

Wäre es nicht sicherer die Teens und Twens in den Kneipen zu lassen, nachdem die Wirte mit viel Aufwand hygienisch umgerüstet haben, Plexiglas-Trennungen aufgestellt, Desinfektionsmittel positioniert und penibel saubere Gläser haben?

Im Gegensatz zu den dämlichen Pop-Up-Bike-lanes (die ich schon wegen des anglifizierten Namens ablehne), schimpfe ich aber nicht über Corona-Konzepte.

Ich möchte mich keinesfalls mit Covidioten der verschiedenen Ausprägungen von Laschet/Lindner über Wendler, Naidoo, Trump, Berger bis hin zu Attila Hildmann gemein machen.

Außerdem möchte ich nicht in der Haut der verantwortlichen Politiker stecken, die ihre Entscheidungen der Not gehorchend schneller treffen müssen, als sie die Folgen analysieren können. Sie agieren auf einem Politikfeld, für das es keine Blaupause gibt, können nicht auf Erfahrungen zurückgreifen und werden mit jeder Maßnahme für einige viel zu radikal und für andere zu lasch wirken.

„Die Politiker“ müssen sich in der Tat auf „die Vernunft der Bürger“ stützen, weil man nicht das Verhalten jedes einzelnen der 82 Millionen Menschen in Deutschland kontrollieren kann. Zwangsweise auf Vernunft zu setzen in einem Land, das (wie die meisten anderen auch) über eine signifikante Masse unvernünftiger Menschen verfügt.

Wie soll verantwortungsvoller Umgang mit Hygienekonzepten in einem Schweinestall gelingen, wenn jede zweite Sau einen Aluhut trägt, AfD wählt, der Homöopathie anhängt, irgendwelchen Pädosex-freundlichen Sekten frönt, oder sich in einer von Reptiloiden und Illuminati kontrollierten „Deutschland GmbH“ wähnt?

Da muss im Kampf mit einem unbekannten und immer noch unberechenbaren Virus allerlei schief gehen.

Die Bürgermeister, Ministerpräsidenten und Bundesminister schone ich und lasse ihnen echte Flops wie Spahns Warn-App durchgehen.

Nicht verzeihen kann ich aber die verwaltungspolitischen Defizite, die durch standhaftes Ignorieren der offensichtlichen Verhältnisse entstehen.

Natürlich war es chaotisch und problematisch von eben auf jetzt im März 2020 sämtliche Schule zu schließend und alle Kinder auf Online-Unterricht umzustellen.

Aber wieso gibt es acht Monate später immer noch keine Idee wie man die Schüler mit Notebooks versorgt, in kaum einer Schule WLAN und noch nicht mal die Möglichkeit Klassenräume zu lüften, weil niemand dran dachte die Fenster gangbar zu machen.

Was haben die Kultusminister eigentlich während der Sommerferien getan; let alone Anja Karliczek?

Die deutschen Spitzenkliniken, die sich am Anfang um die schwersten Corona-Fälle kümmerten, die wie zum Beispiel das Hamburger UKE schwerste betroffene Patienten aus Frankreich und Italien aufnahmen, sind heute finanziell schwer gestraft, weil niemand in Spahns Gesundheitsministerium bisher einfiel, die Kosten zu übernehmen.

[….] Ausgerechnet die Krankenhäuser, die im Frühjahr viele Corona-Patienten behandelt haben, machen jetzt Verluste. [….][Im] Frühjahr 2020 [….] forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Kliniken auf, die Kapazitäten für Intensivmedizin hochzufahren - koste es, was es wolle, wie er sagte. Im Klinikum in Rosenheim brach die Bauwut aus. Anschlüsse für Sauerstoff, Druckluft und Vakuum wurden verlegt, Hygieneschleusen an Stationseingängen eingerichtet, die Zahl der Intensivbetten verdoppelt. Das Klinikum deckte sich mit Geräten und Schutzausrüstung ein, wie viele andere Krankenhäuser auch - mit den bekannten Folgen: Die Preise gingen weltweit durch die Decke. Atemmasken verteuerten sich um den Faktor 30 bis 40, Beatmungsgeräte waren Mangelware. "Wir haben gekauft, was wir kriegen konnten", sagt Deerberg. "Zu jedem Preis."  Doch das ist Vergangenheit. Heute weiß er, dass die Monate des Kampfes gegen die Seuche nicht nur die Mitarbeiter an den Rand der Erschöpfung brachten, sondern auch den Klinikverbund in die roten Zahlen: 3,4 Millionen Euro fehlen Deerberg zum Jahresende. Bisher weigert sich der Bund, das Loch zu schließen. [….] RoMed-Geschäftsführer Deerberg rechnete Gesundheitsminister Spahn in einem Brief vor, welche Mehrkosten ihm durch die vielen Corona-Patienten entstanden sind: Er musste 125 zusätzliche Mitarbeiter einstellen, 179 Mitarbeiter in Intensivmedizin und Beatmung schulen und "persönliche Schutzausrüstung und Materialien zur Isolierung von Patienten mit Zusatzkosten von Mio. 3,4 €" anschaffen. So heißt es in einem Schreiben von Anfang Juni, das der Landrat und der Oberbürgermeister von Rosenheim unterzeichneten. Spahn bedankte sich drei Wochen später schriftlich für das "überdurchschnittliche Engagement Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" und verwies darauf, dass jede Klinik für die Schutzausrüstung bei der Behandlung von Covid-19-Patienten "einen erhöhten Betrag von 100 Euro je Fall" abrechnen könne.   Deerberg schüttelt den Kopf. 100 Euro je Fall - "ein Witz", sagt er. Das kosteten allein schon die FFP2-Schutzmasken der Mitarbeiter, die sie gemäß den Hygieneregeln des Robert-Koch-Instituts mehrmals täglich wechseln mussten. Außerdem erhalte er das Geld nur für bestätigte Covid-19-Patienten. Aber seine Mitarbeiter mussten auch die gut 800 Verdachtsfälle isolieren und in voller Schutzmontur untersuchen - dafür hat Deerberg keine Kompensation zu erwarten. [….]

(Rainer Stadler,  21.10.2020)

Billionen für die Wirtschaft, neun Milliarden für die Lufthansa, 15 Milliarden für Werften, aber Deutschland kann nicht die Corona-bedingten Mehrkosten für Krankenhäuser übernehmen?

Ebenso absurd; bis heute sind die meisten Prämien für das schwer überarbeitete Pflege- und Klinikpersonal, die wochenlang allabendlich um 21.00 Uhr beklatscht worden, nicht geflossen. Die Klinikbetreiber drücken sich und Initiator Jens Spahn versagt.

(…..) Ein weiteres Beispiel ist Spahns großzügiges Versprechen vom Anfang der Corona-Krise, als sich tout Deutschland um 21.00 Uhr auf den Balkonen versammelte, um für das schwer schuftende Pflegepersonal zu applaudieren.

Statt nur warmer Worte sollten sie einen Gehaltsbonus von 2.500 Euro bekommen. Das kam gut an. Der Minister belohnt die derzeit beliebteste Berufsgruppe Deutschlands. So kletterte Spahn im Politranking ganz nach oben.

Unnötig zu erwähnen, daß auch der 2.500-Euro-Bonus sich ein halbes Jahr später als heiße Luft erwies. Spahn hatte sich nie um die Finanzierung der Maßnahme gekümmert. Bis heute ist kein Geld geflossen.

[…..] Das Klatschen ist längst verhallt, mehr als eine Erinnerung an den Fenster-Beifall tausender Menschen ist den Corona-Helden in den Krankenhäusern nicht geblieben. Im Gegensatz zu Altenpflegern haben Krankenpfleger nämlich noch immer keine Bonus-Zahlung erhalten.   Das ist auch in Hamburg der Fall. Rund 25.000 Krankenpfleger haben in unserer Stadt bislang keinen Cent für ihren Corona-Einsatz gesehen, schätzt die Gewerkschaft „verdi“. Ein Trauerspiel, heißt es dazu. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte den Beschäftigten in den Kliniken eine Sonderzahlung in Aussicht gestellt – gehandelt wurde bislang nicht. […..] „Wir haben alle Arbeitgeber dazu aufgefordert, die Zahlungen zu leisten“, sagt Hilke Stein, Landes-Fachbereichsleiterin Gesundheit von „verdi“. […..] Doch anstatt dass die Vergütung erfolgt, würden Arbeitgeber argumentieren, dass die Beschäftigten froh sein sollen, dass sie in diesen schwierigen Zeiten noch einen Job hätten, sagt sie. […..]

(Mike Schlink, 01.09.2020)

Andere Gesundheitsminister sind nicht solche Versager.

Die damals noch amtierende SPD-Gesundheitssenatorin Prüfer-Storks hatte im Mai 2020 den ebenfalls rund 25.000 Beschäftigten in der ambulanten und stationären Altenpflege eine 1.500 Euro-Sonderzahlung versprochen.

Anders als Spahn kümmerte sie sich aber gleich auch um die Finanzierung (8,2 Millionen Euro aus dem Hamburger Etat, den Rest übernahmen die Pflegekassen) gekümmert.

Die Boni in der Altenpflege sind inzwischen ausgezahlt.

Um die Krankenpfleger nicht Spahns Unfähigkeit ausbaden zu lassen, kündigte inzwischen die neue Gesundheitssenatorin und Hamburger SPD-Landeschefin Leonhard an, sich um die Zahlungen zu kümmern. (…..)

(Impudenz des Monats August 2020)

Viel weiter sind wir Ende Oktober nicht.

Immer noch winden sich die Klinikbetreiber und Kassen um die Zahlungen.

[…..] Streik in Hamburg: Was ist eigentlich mit dem Corona-Bonus?  Besonders verärgert ist der 42-Jährige aus Alsterdorf über den Corona-Bonus. „Den gab es erst nur für Altenpflege-Kräfte. Jetzt wurde ein Vorschlag gemacht, auch Pflegekräften im Krankenhaus etwas zu zahlen. Aber dieser soll nicht an alle gehen, sondern nur an ausgewählte Krankenhäuser.“ Welche genau, würde nach Anzahl der Corona-Patienten entschieden. Außerdem würden nicht alle Pflegekräfte davon profitieren, sondern nur diejenigen, die direkt am Bett der Patienten arbeiteten.

„Das ist ein riesengroßer Schwindel“, sagt Lienow. „Alle Kollegen, auch diejenigen in der Reinigung, im Transport und beim Röntgen, sollten den Bonus bekommen!“ Die Stimmung innerhalb der Belegschaft beschreibt er als streik- und auch streitwillig. „Die Kollegen fühlen sich langsam veralbert und nicht wertgeschätzt“, stellt er klar. […..]

(Annalena Barnickel, 20.10.2020)

Die Klinikbeschäftigten bis heute hängen zu lassen kann man nicht mit dem unberechenbaren Virus erklären, sondern nur mit mangelnden Fähigkeiten der Jens Spahns.

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Mehr Ratten

Auf den letzten Metern, nachdem alle Republikaner vier Jahre lang jede noch so ungeheuerliche Entgleisung, alle Anschläge auf die Verfassung, den totalen Ansehensverlust der USA in der Welt, ein Trillionen-Defizit, 225.000 Corona-Tote, die demonstrative Unterstützung von Vergewaltigern und Pädophilen, beispielloses Chaos im Weißen Haus, dreisten Nepotismus, Verschwörungen mit anderen Nationen gegen die USA, kontinuierlichen Rassismus, Anstachelungen zu Gewalt auf den Straßen, notorische Arbeitsverweigerung durch Golf-Wahn, sowie über 20.000 Lügen des Präsidenten absegneten und ihm dafür auch noch applaudierten, gibt es 13 Tage vor der Wahl plötzlich doch noch Absetzbewegungen.

Erste republikanische Abgeordnete sprechen sich gegen Trump aus.

Wie war das möglich? Hatte IQ45 nicht schon alles Erdenkliche getan, Kinder in Käfige gesteckt, um seine Parteifreunde zu vertreiben?

Hatte die GOP nicht eindrücklich bewiesen, unter gar keinen Umständen von ihrer devoten Trump-Unterstützung abzulassen?
53 republikanische Senatoren im US-Senat und es würde immer 53 von 100 Stimmen für Trump geben. Auch wenn Trump auf offener Straße jemanden erschießt. Außer natürlich Trump würde einen republikanischen US-Senator erschießen; dann würden sie nur noch mit 52 von 99 für ihn votieren.


Aber die eine Sache, die zumindest einige wenige GOPer ihrem Präsidenten nicht verzeihen, scheint nun doch sichtbar:
Angst vor dem drohenden Machtverlust!

Es erscheint möglich; schnell auf Holz klopfen; sogar gut möglich, daß Trump die Wahl am 03.11.2020 verliert.

Ihn scheint das unverschämte Glück zu verlassen.

[……] Trumps Wahlkampfendspurt - Ohne First Lady und ohne Ton.  Das Mikrofon streikt, die Umfragewerte sind schlecht, die Ehefrau zieht nicht mit: Der US-Präsident kämpft mit offenkundig wachsender Verzweiflung für seine Wiederwahl. [….]

(Video von Janita Hämäläinen, 21.10.2020)

Der senile Orange ist sichtlich angegriffen; gestern lief er jammernd mitten im renommierten 60-Minutes-Interviews auf CBS davon.

Trump ist sichtlich nervös, so nervös, daß er seine Beleidigungen völlig manisch rausschreit.

Beleidigungen, gegen die sich die Betroffenen allerdings deutlich wehren.

Wenn Biden gewänne, entwickele sich die USA ganz schnell zu einem „sozialistischen Höllen-Loch wie Venezuela“. Ach ja?

[…..] AMERICAN NIGHTMARE; Trump says Biden will turn country into a ‘socialist hell hole’ and Dems ‘want to take your guns, your oil and your god’ […..]

(Laura Gesualdi-Gilmore, Oct 20 2020)

So war es also 2009-2017 unter Obama und Biden?

Top-Virologe Tony Fauci sei „eine Katastrophe“. Ach ja?


Die Journalisten von CNN wären „Bastarde“, die das Thema Corona aufbauschten, obwohl sich niemand mehr dafür interessiere. Ach ja?


Republikaner, die im Trump-Rausch ihre Posten, Titel und Pfründe sichern, sind zu jeder kriminellen Schandtat bereit. Aber um ihre Senatssitze fürchten mögen sie gar nicht.

Jetzt aber müssen auch einige GOP-Senatoren aus tiefroten Staaten befürchten ihre bisher als vollkommen unverlierbar geltenden Sitze loszuwerden.

[…..] Präsident Trump ist bei den Wählern erkennbar unbeliebt. Das macht auch seiner Partei zu schaffen. Es gibt erste Absetzbewegungen.   […..] Und doch fällt auf, wie wenig in diesen Tagen von der zweitwichtigsten Frage die Rede ist: Wer kontrolliert nach den Wahlen den Kongress, und insbesondere: Wer kontrolliert den Senat? Davon hängt ganz wesentlich ab, wie viel ein Präsident bewegen kann. […..] [Die Demokraten] müssen faktisch mindestens vier neue Sitze erobern, um sich die Vorherrschaft im Senat zu sichern, wenn Biden Präsident wird - und fünf, wenn Trump eine zweite Amtszeit erhält. […..] Die Website FiveThirtyEight schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Machtwechsels zugunsten der Demokraten auf 74 Prozent. Etwas vorsichtiger ist der bekannte Wahlforscher Larry Sabato. Er geht in seinem Newsletter Crystal Ball davon aus, dass die Demokraten nach der Wahl 50 Sitze halten werden, die Republikaner 49 - wobei ein Rennen so offen sei, dass er keine Prognose wage.   Dass sich die Republikaner überhaupt in dieser Position wiederfinden, haben sie Trump zu verdanken. Seine Beliebtheitswerte sind im Keller und ziehen auch die Senatoren in den Bundesstaaten nach unten. […..] Kein Wunder also, dass sich bei den Republikanern zunehmend Absetzbewegungen von Trump ausmachen lassen. […..] Am deutlichsten wurde Senator Ben Sasse aus Nebraska. Er sei nie Mitglied des Trump-Fanclubs gewesen, sagte Sasse in einer Tonaufnahme, die kürzlich von der Zeitung Washington Examiner veröffentlicht wurde. Der Präsident trage die Schuld daran, dass seiner Partei im Senat ein "Gemetzel" drohe. Trump küsse Diktatoren den Hintern und flirte mit weißen Rassisten. […..]

(Alan Cassidy, 21.10.20)

Michael Steele, 62, von 2009 bis 2011 Parteivorsitzender der Republikaner wirbt gegenwärtig in einem beeindruckenden Video für Joe Biden und Kamala Harris.


Es sind nicht mehr nur pensionierte und unbekannte GOPer, die öffentlich für Biden werben, sondern zunehmend große Namen.

[…..] Not voting for Trump:

    Massachusetts Gov. Charlie Baker: "The governor cannot support Donald Trump for president and is focused on seeing Massachusetts through the pandemic. He’ll leave the election analysis to the pundits," a spokesperson said.

    Vermont Gov. Phil Scott: He has been a vocal critic of the president, supporting House Democrats' impeachment inquiry and saying earlier this year Trump “shouldn’t be in office." He reaffirmed this summer that he will not support Trump in November.

    Maryland Gov. Larry Hogan: The frequent Trump critic said that he cast a write-in vote for former President Ronald Reagan because he "thought it was important to just cast a vote that showed the kind of person I’d like to see in office."

    Sen. Mitt Romney (Utah): The party's 2012 presidential nominee said in February that he will not support Trump shortly after he voted to convict the president on one count in his impeachment trial.

    John Bolton: Trump's former national security adviser said he will not vote for Biden or Trump and hopes that history remembers Trump "as a one-term president."

    William H. McRaven: McRaven, who led the raid that killed Osama bin Laden, has publicly criticized the president. He told The New York Times, "This fall, it's time for a new leadership in this country — Republican, Democrat or independent."

Voting for Biden:

    Colin Powell: The former secretary of state under George W. Bush and retired four-star general said that he will support Biden because he believes that Trump has "drifted away" from the Constitution.

    Carly Fiorina: The 2016 presidential candidate said she will support Biden because she believes he is "a person of humility and empathy and character," per The Atlantic.

    John Kasich: The former Ohio governor and 2016 presidential candidate is not only endorsing Biden, but also speaking at the DNC to support the former vice president.

    Rick Snyder: The former Michigan governor said he will vote for Biden because "Trump lacks a moral compass" and "ignores the truth."

    Jeff Flake: The former Arizona senator said in April he would vote for Biden instead of Trump, per CNN.

    Miles Taylor: The former Department of Homeland Security chief of staff officially endorsed Biden saying, "Even though I'm not a Democrat, even though I disagree on key issues, I'm confident that Joe Biden will protect the country."

    Tom Ridge: The former Pennsylvania governor said he would be voting for Biden, writing in the Philadelphia Inquirer, "I believe the responsible vote is for Joe Biden...It’s time to put country over party. It’s time to dismiss Donald Trump."

    Cindy McCain: The widow of the late Sen. John McCain (Ariz.) lent her voice to a video about her husband's friendship with Biden that aired during the Democratic National Convention and formally endorsed the former vice president in September, calling him the "candidate in this race who stands up for our values as a nation." […..]

(AXIOS, 20.10.2020)

Es wäre schon in Deutschland außergewöhnlich und sehr schädlich für die CDU, wenn Dutzende CDU-Größen bei der Bundestagswahl 2021 zur Wahl von Olaf Scholz aufriefen.

Aber in der extrem antagonistischen Zweitparteienlandschaft der USA, in der nur noch der pure Hass zwischen Demokraten und Republikanern herrscht, sind diese Wahlempfehlungen wider die eigene Partei nichts weniger als eine gewaltige Sensation.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Des Pudels Kern

Die Amtskirche kann sich aussuchen welche politischen Positionen, Parteien und Premiers sie unterstützt.

Im 20. und 21. Jahrhundert zeigten sich dabei klare Vorlieben.

Bürgerrechtsbewegzungen, die sich für die Rechte von Minderheiten, Frauen oder die Umwelt engagieren, können die Bischöfe gar nicht leiden.
Sie waren immer die Kraft, gegen deren erbitterten Widerstand Freiheiten erkämpft werden mussten.

Vollauf begeistert sind die Amtskirchen weltweit hingegen von faschistischen Herrschern, Autokraten, Rechtsextremen und allen Diktatoren, die das Volk, die Meinungsfreiheit und individuelle Rechte abwürgen.

(….) Faschistoide Regime wie Francos Spanien, Hitlers Deutschland, Tisos Slowakei oder Mussolinis Italien haben daher immer gern den Segen der katholischen Kirche in Anspruch genommen, sich zusammen mit dem höchsten Klerus gezeigt, um ihre höhere Rechtfertigung zu demonstrieren.

Heute lassen sich Top-Klerikale immer noch genauso gern für menschenfeindliche Autokraten einspannen.

Der russische Patriarch Kyrill ist der wichtigste Unterstützer Putins, die amerikanischen Evangelikalen stehen fest zu ihrem rassistischen Trump.

Die Katholische Kirche ist die eifrigste Unterstützerin der antisemitischen, xenophoben Orban-Regierung und des Assad-Killer-Regimes.

Robert Mugabe, Massenmörder, Terrorherrscher und von 1987 bis 2017 Präsident von Simbabwe, ist so ein übler Verbrecher, daß er aus dem Commonwealth ausgeschlossen wurde und in ganz Europa mit Einreiseverbot belegt wurde.

Außer im Vatikan. Dort empfängt man ihn mit allen Ehren.

(….) Mugabe, Hitler, Franco, Mussolini, Eichmann, Kaltenbrunner, Pater Murphy, Pater Macial – diesen an sich guten Menschen war das päpstliche Wohlwollen stets sicher. Ihnen half die RKK auch der irdischen Justiz zu entkommen.   Beauftragt von Pius XII organisierte Giovanni Batista Montini (später Papst Paul VI) die Flucht von Nazi-Schlächtern nach Argentinien.

Eichmann schlüpfte unter dem Schutzmantel des Vatikans nach Südamerika.

Als der Organisator des Holocaust 1960 von Israelis aus Buenos Aires entführt wurde, protestierte der argentinische Kardinal und Leiter der Katholischen Aktion, Antonio Caggiano:

"Es ist unsere Christenpflicht, ihm zu verzeihen, was er getan hat."

6 Millionen Menschen umbringen ist also aus katholischer Sicht nicht nur theoretisch verzeihbar, sondern es ist sogar ChristenPFLICHT so eine Petitesse zu verzeihen.

(Ist der Ruf erst ruiniert…, 21.12.2009)

Anders als Hitler und die Nazis, verdammte Pius XII Hitlers Gegner mehr als deutlich. Beispielsweise in der Enzyklika „Divini Redemptoris“ (am 19. März 1937 veröffentlicht).

Die "acta apostolicae sedis", die Gesetzessammlung des Heiligen Stuhls vom Juni 1949 machte die Exkommunikation der Kommunisten und ihrer Anhänger aktenkundig und offiziell.

Die Weisung des Vatikans lautet: Kein Katholik kann Mitglied einer kommunistischen Partei sein oder sie begünstigen. Kein Katholik darf Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften veröffentlichen, lesen oder verbreiten, in denen die kommunistische Doktrin verkündet wird. Jeder Katholik, der die materialistische und antichristliche Lehre des Kommunismus verkündet, sie verteidigt oder gar verbreitet, verfällt als Abtrünniger des katholischen Glaubens der Exkommunikation.
(DER SPIEGEL)

Der unfehlbare Papst definiert „kommunistische Erzsünder“ als Intellektuelle und KP-Propagandisten, die automatisch exkommuniziert sind.

Mitglieder der katholischen Kirche blieben hingegen Adolf Hitler, Heinrich Himmler, Reinhard Heydrich, Rudolf Hoess, Julius Streicher, Fritz Thyssen, Klaus Barbie, Leon Degrelle, Emil Hacha, Ante Pavelic, Konrad Henlein, Pierre Laval, Franco, Mussolini, oder Josef Tiso.

Das ist die Realität der Heiligen Römisch-katholischen Kirche.
Die Befreier von Ausschwitz, die Rote Armee, wurden verdammt und exkommuniziert, aber der Lagerkommandant Rudolf Hoess, sowie der Megasadist Josef Mengele blieben Mitglieder der RKK.

Nach 1945 half der Vatikan den Massenmördern des Jüdischen Volkes der Justiz zu entkommen.

Adolf Eichmann, Alois Brunner, Dr. Josef Mengele, Franz Stangl (Kommandant der Vernichtungslager Sobibór und Treblinka), Gustav Wagner (Stangls Assistent), Klaus Barbie, Edward Roschmann („Der Schlächter von Riga“) und Aribert Heim (KZ Mauthausen) sind einige der Männer, die auf Veranlassung des Papstes durch Bischof Hudal mit Vatikanischen Papieren ausgestattet vor der alliierten Justiz nach Südamerika flüchteten.

Die überlebenden Juden, die sich nach Israel retten konnten, schätzte der Vatikan weit weniger.

Es dauerte bis 1993 - fast ein halbes Jahrhundert - bis sich der Vatikan dazu herab ließ auch nur diplomatische Beziehungen zu Jerusalem aufzunehmen. (….)

(Einladungen – Teil II, 15.01.2015) (…..)

(Wenn konservative Geistliche nicht konservativ genug sind, 13. April 2019)

Die Kirche stellte sich auch deswegen immer an die Seite der großen Schlächter und Menschenfeinde, weil es ihrer exkludierenden, destruktiven, antagonistischen Lehre entspricht.

Es steht alles in der Bibel, die den Christen so heilig ist, auf die geschworen wird und die der Christen Liebling Donald Trump hochhält.

Der Trump, der offen rassistisch regiert, ausländisch aussehende Kinder in Käfige sperrt, Frauen misshandelt. Der Trump ist der große Liebling der evangelikalen Christen.

         HOSEA 14,1

1Samaria wird wüst werden; denn es ist seinem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden.

          4. MOSE 25,7

8und ging dem israelitischen Mann noch hinein in die Kammer und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch ihren Bauch. Da hörte die Plage auf von den Kindern Israel.

          1. SAMUEL 18,27

27 Und die Zeit war noch nicht um, da machte sich David auf und zog mit seinen Männern und erschlug unter den Philistern zweihundert Mann. Und David brachte ihre Vorhäute dem König in voller Zahl, um des Königs Schwiegersohn zu werden. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zur Frau.

          1. SAMUEL 15, 33

33 Samuel aber sprach: Wie dein Schwert Frauen ihrer Kinder beraubt hat, so soll auch deine Mutter der Kinder beraubt sein unter den Frauen. Und Samuel hieb den Agag in Stücke vor dem HERRN in Gilgal.

          2. SAMUEL 12,31

31Aber das Volk drinnen führte er heraus und legte sie unter eiserne Sägen und Zacken und eiserne Keile und verbrannte sie in Ziegelöfen. So tat er allen Städten der Kinder Ammon. Da kehrte David und alles Volk wieder gen Jerusalem.

          2. KÖNIGE 9,33

 33 Er sprach: Stürzt sie hinab! Und sie stürzten Isebel hinab, so daß die Wand und die Rosse mit ihrem Blut besprengt wurden; und sie wurde zertreten  (...) 35 Als sie aber hingingen, um sie zu begraben, fanden sie nichts von ihr als den Schädel und ihre Hände.  36 Und sie kamen zurück und sagten's Jehu an. Er aber sprach: Das ist's, was der HERR geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Tischiter, als er sprach: Auf dem Acker von Jesreel sollen die Hunde das Fleisch Isebels fressen,  37 und der Leichnam Isebels soll wie Mist auf dem Felde im Gefilde von Jesreel, daß man nicht sagen könne: Das ist Isebel.

          2. KÖNIGE 10, 7ff

7 Als nun der Brief zu ihnen kam, nahmen sie des Königs Söhne und schlachteten die siebzig und legten ihre Köpfe in Körbe und schickten sie zu Jehu nach Jesreel.  8 Und als der Bote kam und ihm sagte: Sie haben die Köpfe der Söhne des Königs gebracht, sprach er: Legt sie in zwei Haufen vor das Tor bis morgen.

          RICHTER 19,29

29Als er nun heimkam, nahm er ein Messer, faßte seine Nebenfrau und zerstückelte sie Glied für Glied in zwölf Stücke und sandte sie in das ganze Gebiet Israels.

          RICHTER 3,31

31Nach ihm kam Schamgar, der Sohn Anats. Der erschlug sechshundert Philister mit einem Ochsenstecken, und auch er errettete Israel.

          RICHTER 19

25 (...) Da faßte der Mann seine Nebenfrau und brachte sie zu ihnen hinaus. Die machten sich über sie her und trieben ihren Mutwillen mit ihr die ganze Nacht bis an den Morgen

Im Neuen Testament, welches den evangelischen Christen so gefällt, finden wir Jesu Handlungsanweisungen zum Umgang mit Fremden, Flüchtlingen, Andersgläubigen. Spoiler-Alert: Umbringen ist fast immer die bevorzugte Lösung.

          2. JOHANNES 10f

10 Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn nicht. 11 Denn wer ihn grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken.

          MATTHÄUS 13, 41

 13Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein.

          5. MOSE 21,18ff

18 Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will,  (…..)  21 So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, daß er sterbe, und du sollst so das Böse aus deiner Mitte wegtun, daß ganz Israel aufhorche und sich fürchte.

          1. KORINTHER 11

3 Ich lasse euch aber wissen, daß Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, der Mann aber ist das Haupt der Frau

          MATHÄUS 10,34f

34 Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

       OFFENBARUNG 19;17f

Kommt, versammelt euch zu dem großen Mahl Gottes  und eßt das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller Freien und Sklaven, der Kleinen und der Großen!

      1. PETRUSBRIEF 4,13

"... freut euch, daß ihr Anteil an den Leiden Christi habt".

      LUKAS 14,26-27

Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.   Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürgt sie vor mir!

          1. TIMOTHEUS 2,11ff

11Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung. 12Einer Frau gestatte ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie über den Mann Herr sei, sie sei still.

          5. MOSE 28,63

63So wie der Herr seine Freude daran hatte, auch Gutes zu tun und euch zahlreich zu machen, so wird der Herr seine Freude daran haben, euch auszutilgen und euch zu vernichten.

          2. KÖNIGE 2,23

23 Und als er den Weg hinanging, kamen kleine Knaben zur Stadt heraus und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf! Und er wandte sich um, und als er sie sah, verfluchte er sie im Namen des HERRN. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen zweiundvierzig von den Kindern.

          4. MOSE 24,8

Gott (...) frißt die Völker, die ihm Feind sind, er zermalmt ihre Knochen.

Die Bibel blieb in 2000 Jahren unglücklicherweise nie theoretisch, sondern wurde auch als praktische Handlungsanweisung verstanden, so daß die Kriminalgeschichte des Christentums zehn dicke Bände bei Deschner umfasst. Massenmorde, Genozide und so ziemlich jede Grausamkeit – stets im Namen des Herren! Des lo vult.

Vor diesem Hintergrund ist es nur folgerichtig, daß der Amoralist Trump der Held der amerikanischen Christen ist. Die US-Demokraten sollten aufhören Trump als „unchristlich“ zu verunglimpfen und Biden als „devoted catholic“ zu preisen. Trump mag ungläubig sein und nicht die Bibel lesen, aber er verhält sich christlich; stets brutal, rücksichtlos und gewalttätig gegen Andersdenkende.

Vor diesem Hintergrund gratuliere ich auch dem Nürnberger Pfarrer Matthias Dreher, der wie seine frommen Mit-Christen Erika Steinbach, Frauke Petry, Beatrix von Storch, David Berger, Michael van Laack und die rechtsextremen christlichen Regierungschefs Osteuropas mit Begeisterung gegen Menschen hetzen und stets danach trachten möglichst viele Flüchtlinge grausam sterben zu lassen.

[…..] „Ein Christ kann ertrinken lassen" […..] Nach einem Beitrag im kirchlichen "Korrespondenzblatt" erhält ein bayerischer Geistlicher heftigen Widerspruch von Kollegen und Kolleginnen. In dem Kommentar argumentiert Pfarrer Matthias Dreher von der evangelischen Melanchthonkirche Nürnberg, dass Flüchtlinge bewusst ihr Leben riskierten, um sich den Wunsch nach einem besseren Leben zu erfüllen. […..] Eine Rettung sei nach christlich-ethischen Maßstäben und "in Erinnerung an den barmherzigen Samariter" nur dann geboten, wenn die Schiffbrüchigen "alsbald untergehen und ertrinken" müssten, schreibt Dreher als Reaktion auf einen vorherigen Artikel, in dem die Seenotrettung von Migranten befürwortet worden war. "Im Zuge der Zwei-Reiche-Lehre, die operative Strukturpolitik dem Staat überlässt, kann ein Christenmensch, soweit er nicht wie der Samariter einen Sterbenden vor sich sieht, Verantwortung vernachlässigende Migranten ertrinken lassen."  […..] Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm widersprach den Aussagen Drehers derweil öffentlich. […..]

(SPON, 20.10.2020)

Recht hat der Dreher. So ist die Bibel.

Es ist mir unerklärlich, wieso sich Herr Bedford-Strohm auf einmal an solchen Aussagen stört. Bisher war er doch mit der Kirchengeschichte, mit dem brutalen Antisemiten Martin Luther und seinen Glaubensbrüdern ganz zufrieden.

(…..)  Bedford-Strohm scheint es also nicht zu stören, daß Franzls Abgesandte in Polen einen stramm nationalistischen menschenfeindlichen Antiflüchtlingskurs an der Seite der diktatorischen PiS fahren.

Papst Franz ernannte sogar Jaroslaw Kaczynskis PiS-Freund Marek Jedraszewski zum Erzbischof von Krakau. Mit dem Segen des Papstes wird nun der Umbau der polnischen Demokratie in eine faschistoide Diktatur betrieben.

Bedford-Strohm scheint es also nicht zu stören, daß Franzls Abgesandte in Ungarn demonstrativ ihren Stolz auf Victor Orban zelebrieren.

László Kiss-Rigó, Bischof von Szeged-Csanád (Süd-Ungarn) und Péter Kardinal Erdő, Erzbischof von Esztergom-Budapest und Primas von Ungarn betätigen sich als xenophobe und homophobe Hetzer, die den autokratischen und demokratiefeindlichen Ministerpräsidenten antreiben noch brutaler gegen Flüchtlinge vorzugehen. (….)

(Friede, Freude, Kinderf**ken, 06.02.2017)