Dienstag, 22. Dezember 2020

Das große leere Erzbistum

Karl, der Große ließ im frühen 9. Jahrhundert die erste Kirche Hamburgs errichten. Der erste Pfarrer Heridag sollte auch Bischof werden, starb aber ganz plötzlich vor seiner Inthronisierung.

 Im Jahr 834 wurde der Benediktiner Ansgar erster Bischof von Hamburg.

So doll lief es aber auch nicht für den Neuen, denn nun kamen die Wikinger die Elbe hinaufgerudert und verhielten sich genauso wie man es aus den ersten Staffeln der kanadisch-irischen Michael Hirst-Serie „Vikings“ kennt:

Sie lachten die bekloppten Christen aus, gaben ihnen mit ihren Keulen ordentlich was auf die Glocke und raubten sie vollständig aus.

Offenbar stand das Bistum Hamburg unter keinem guten Stern und wurde im Jahr 845 mit dem Bistum Bremen zum Erzbistum Hamburg-Bremen vereinigt. Die Bosse waren aber die Bremer; dort saß auch der Erzbischof.

Die Reformation überstanden Hamburgs Katholiken nicht. Nach dem  Westfälischen Frieden von 1648 wurde das Erzbistum Hamburg das zweite Mal aufgelöst. Hamburg wurde evangelisch, die katholischen Messen verboten und die letzten paar Katholiken wurden aus der Ferne vom Apostolischen Vikariat des Nordens geleitet.

Im 16. Und 17. Jahrhundert entstanden nur einige wenige neue katholische Gemeinden in der Umgebung Hamburgs, die locker mit der Hansestadt verbandelt blieben, weil der katholische Mariendom nach mehrfachen Besitzerwechseln (Kurfürst von Hannover, schwedische Krone) immer noch im Zentrum stand.

Als Napoleon in Hamburg landete – die Stadt wurde 1806 von ihm besetzt und war als Arrondissement Hamburg von 1811 bis 1814 Teil des französischen Kaiserreichs – hatte man es nicht mehr so mit der Frömmigkeit.

Napoleon ließ die Hamburger Kirchen zu Pferdeställen umwandeln.

Der bereits 1803 nach dem Reichsdeputationshauptschluss säkularisierte Dom gehörte nun der Stadt Hamburg. Nach dem letzten Gottesdienst im Jahr 1804 beschloss man mangels Interesses; die katholische Domgemeinde war winzig; die riesige katholische Kirche abzureißen. 1805 wurde das Inventar verkauft und unter französischer Herrschaft endgültig abgerissen.

Es folgten fast zwei Jahrhunderte ganz ohne katholisches Leben, bis im Jahr 1994 Woytila beschloss aus Hamburg und Schwerin, sowie Teilen der Bistümer Hildesheim und Osnabrück ein neues Erzbistum zusammen zu basteln.

Die Osnabrücker und Hildesheimer sind nun Suffragan-Bistümer und unterstehen formal dem Erzbischof im neuen Mariendom von Hamburg-St. Georg.

Das Erzbistum Hamburg ist die flächenmäßig mit Abstand größte Diözese und umfasst fast sechs Millionen Menschen, die auf 32.486 km² leben und von denen freilich nur etwa 390.000 Katholiken sind. Katholiken, die es auch noch besonders locker halten und kaum in die Gottesdienste gehen:

Hier gibt es also etwa 6,8% Katholiken und von denen gehen auch nur gut 8% sonntags in den Gottesdienst.   Umgerechnet sind das 0,6% der Bevölkerung.

Erster Erzbischof wurde 1995 Ludwig Averkamp; Werner Thissen folgte im Jahr 2003.

Erst unter Erzbischof Thissen begann ich mich genauer mit meinem Heimat-Erzbistum zu beschäftigen; vorher waren die Katholiken an der Elbe zu irrelevant.

Der zweite Erzbischof bereitete mir allerdings zunehmend Sorgen, da ich ihn unangenehmerweise recht sympathisch fand. Es gibt nichts Schlimmeres für einen überzeugten Atheisten, als nette, freundliche Topkleriker.

Natürlich stimmte ich inhaltlich nie mit ihm überein, aber immerhin war er im deutschen Episkopat relativ liberal und erstaunlich uneitel.

Dem totalen christlichen Niedergang im Mega-Erzbistum konnte er aber nichts entgegensetzen.

Es wurden kontinuierlich katholische Kirchen geschlossen, säkularisiert, verkauft oder abgerissen.

Da schlägt das Atheisten-Herz höher:

    katholische Filialkirche St. Ansgar, Boostedt (2000 profaniert, genutzt durch ein Bestattungsinstitut)

    ehemalige Kirche St. Maria, Dömitz (2000 profaniert), durch einen Neubau an anderer Stelle ersetzt

    bisherige Dreifaltigkeitskirche, Kühlungsborn (2000 profaniert), 1999 durch eine neu erbaute Kirche gleichen Namens ersetzt

    katholische Kirche St. Christopherus, Damgarten (2001 profaniert)

    katholische Filialkirche St. Josef, Lägerdorf (2001 profaniert, seit 2002 genutzt durch ein Bestattungsinstitut)

    katholische Filialkirche Hl. Geist, Wilster (2001 profaniert)

    katholische Filialkapelle St. Antonius, Bernitt (2002 profaniert)

    katholische Kirche St. Knud, Friedrichstadt (Nordfriesland) (2003 profaniert, seit 2007 jedoch wieder kath.-gottesdienstlich genutzt)

    katholische Kirche St. Michael, Flensburg-Weiche (2004 profaniert)

    katholische Kirche St. Josef, Kellinghusen (2004 profaniert, abgerissen)

    katholische Filialkirche St. Ansgar, Lübeck-Schlutup (2004 profaniert, 2006 abgerissen)

    katholische Filialkirche St. Konrad, Lübeck-Marli (2004 profaniert)

    katholische Kapelle Regina Martyrium im Studentenwohnheim Alfred-Delp-Haus, Hamburg (2004 profaniert)

    katholische Filialkirche St. Michael, Hamburg-Rissen (2004 profaniert, abgerissen)

    katholische Kapelle Zum Heiligsten Herzen Mariens, Kraak (2005 profaniert)

    katholische Filialkirche Hl. Geist, Schenefeld (Holstein) (2005 profaniert)

    katholische Kapelle „Zum Heiligsten Herzen Jesu und zum Heiligen Herzen Mariä“, Marlow, Ortsteil Gresenhorst (2006 profaniert).

    katholische Filialkirche St. Georg, Kiel-Projensdorf (2007 profaniert, Nutzung als Architekturbüro)[36]

    katholische Pfarrkirche Christ König, Kiel-Neumühlen-Dietrichsdorf (2007 profaniert, 2009 abgerissen)

    katholische Filialkirche St. Josef, Hörnum (Sylt) (2008 profaniert, seit 2013 Ausstellung Arche Wattenmeer)

    katholische Kapelle Mariä Himmelfahrt, Alt Meteln (2010 profaniert)

    katholische Kapelle im Haus der katholischen Jugend, Graumannsweg 42, Hamburg (2010 profaniert)

    katholische Filialkirche St. Pius, Pinneberg (2010 profaniert und abgerissen)

    katholische Filialkirche Hl. Familie, Barmstedt (2011 profaniert, 2012 abgerissen)

    katholische Filialkirche St. Bartholomäus, Neumünster (2013 profaniert, seit Mai 2015 Kindertagesstätte)

    katholische Filialkirche Heilig Kreuz, Neumünster (2013 profaniert, 2015 abgerissen)

    katholische Filialkirche Maria Königin, Ahrensbök (2013 profaniert)

    katholische Kirche St. Maximilian Kolbe, Hamburg-Wilhelmsburg (2015 profaniert, 2015 Umbau zu Malteser-Pflegezentrum geplant)

    katholische Kirche St. Klemens, Itzehoe (2017 profaniert, Nutzung als Hospiz durch Arbeiter-Samariter-Bund geplant)

    katholische Kapelle Maria Meeresstern, Rerik (2018 profaniert, Kapelle ist weiterhin Teil der Pension Meeresstern. Pachtvertrag läuft noch bis 2022.)

(Wikipedia)

Zum Glück blieb der zurückhaltende Thissen unter seinen Möglichkeiten und verabschiedete sich 2015 in die Rente.

Mit Hamburgs Erzbischof Nr. 3 habe ich enormes Glück.

(…..) Noch mal kurz zu den Schließungen katholischer Schulen, die das Hamburger Erzbistum vor einer Woche verkündete.

Grundsätzlich sind das für mich sehr gute Neuigkeiten – je mehr sich die RKK aus der Kindererziehung heraushält, desto besser.

Meine Freude über die hanseatisch-klerikale Schrumpfung hatte ich bereits zum Ausdruck gebracht.

Die RKK macht die Angelegenheit aber auch personell zur Erfolgsgeschichte – für Atheisten.

Der eher angenehme und zurückhaltende ehemalige Erzbischof Thissen wurde durch eine harte Gang ersetzt.

(…..) Der 1938 im Niederrheinischen Kleve geborene Werner Thissen ist nicht als bedeutender Theologe bekannt, hat sich noch nicht einmal habilitiert.

Seine Kirchenkarriere verlief eher gemächlich.   Erst mit 61 Jahren wurde er Weihbischof und stieg dann im Pensionsalter 65-Jährig zum Zweiten Erzbischof von Hamburg auf. Volle zehn Jahre stand er an der Spitze des größten deutschen Bistums. Es umfasst nämlich auch Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern.    Im Gegensatz zu vielen seiner bischöflichen Mitbrüder machte Thissen nie durch Skandale auf sich aufmerksam; wurde in seinem riesigen Erzbistum geschätzt, bot wenig Angriffsfläche für Kirchenkritiker, weil er klug genug war keine unsäglichen NS-Vergleiche oder Homophobien öffentlich zu machen. Kaum vorstellbar, daß Thissen wie in Limburg, Köln oder München achtstellige Beträge für Protzbauten aus dubiosen kirchlichen Kassen locker gemacht hätte.     Dem Metropoliten der Norddeutschen Kirchenprovinz war es vermutlich ganz angenehm mit Weihbischof Hans-Jochen Jaschke einen der kamerageilsten Bischöfe Deutschlands an der Seite zu haben.    Denn während Jaschke von Talkshow zu Interview eilte, konnte Thissen genau wie sein zweiter (und nahezu unbekannter) Weihbischof Norbert Werbs, in Ruhe seiner Arbeit nachgehen, ohne sich ins Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik zu begeben.    Mit 75 Jahren wurde Thissen, der sich scheinbar bester Gesundheit erfreut emeritiert. Er muß nicht wie Tebartz-van-Elst oder Mixa aus seinem einstigen Machtbereich fliehen. Im Gegenteil; obwohl er die längste Zeit seines Lebens Rheinländer war, verliebte er sich in die Stadt Hamburg und will mitten in St- Georg, dem hippen Schwulenviertel am Hauptbahnhof leben bleiben. (…..)

(Ärger um Gottes Klorolle, 24.04.2014)

Ich nehme nicht an, daß Bergoglio persönlich den Kölner Meisner-Schüler Heße als Thissen-Nachfolger aussuchte.

Die Meisner-Müller-Gänswein-Ratzinger-Seilschaften waren vermutlich mächtig genug, um an Argentinier vorbei einen Mann ihres Geschmacks in das  (flächenmäßig) größte deutsche Erzbistum zu setzen. (….)

(Erzbischöfliches Bonbon, 28.01.2018)

Mit Heße stimmt mein Weltbild wieder.

Der Mann stammt wie so viele Bischöfe aus der ultrakonservativen Kardinal-Meisner-Schule und hat dort alles gelernt, was man braucht, um die Katholiken zu vertreiben.

Er ist unsympathisch, raffgierig, fundamentalistisch, lügnerisch und hat zudem wie es sich für einen guten Kölner Toptheologen gehört auch persönliche Kinderficker-Altlasten, indem er die Täter schützte und den Opfern den ausgestreckten Mittelfinger zeigte.

Binnen kurzer Zeit schaffte er es, sich in Hamburg maximal unbeliebt zu machen, schloss ein Dutzend Hamburger Schulen – inklusive einer Pflegeschule im Jahr 2020.

(….) Neues Opfer der hanseatischen Katholiken ist die Pflegeschule des Krankenhauses Groß-Sand in Hamburg-Wilhelmsburg.    Es ist ja bekannt, daß wir in Deutschland eine derartige Pflegekräfte-Schwemme haben, daß niemand noch mehr Krankenschwestern oder Altenpfleger gebrauchen kann.    Außerdem haben wir in Hamburg insgesamt genau eine Pflegeschule im Großraum Harburg-Bergedorf; da kann man sie doch ebenso gut schließen.

[…..] Die Krankenpflegeschule am katholischen Krankenhaus Groß-Sand in Wilhelmsburg wird Anfang Oktober geschlossen. Hamburg verliert damit die einzige Krankenpflege-Schule südlich der Elbe. Der Schritt stößt bei den Betroffenen und den Hamburger Behörden auf Bedauern und Unverständnis.   Mitarbeitende, Schülerinnen und Schüler seien aus allen Wolken gefallen, als die Schließungspläne verkündet wurden, erzählt eine Betroffene NDR 90,3. Die Schule sei im Quartier etabliert, hätte akademisch überdurchschnittliche Absolventinnen und Absolventen und wurde sich finanziell quasi selbst tragen. […..]

(NDR, 06.07.2020)

Es ist daher auch ganz unverständlich wieso ausgerechnet in den eher sozial schwachen südlichen Stadtteilen Menschen den Pflegeberuf erlernen wollen.

Haben die denn noch nie von der Friedrich-Merz-Alternative gehört? Statt umständlich so einen Pflege-Unsinn zu lernen, könnten sie doch lieber in Hedegefonds und Private Equity investieren. Wissen das die Migranten auf der Veddel etwa nicht? (…..)

(Neues vom Raffgier-Erzbistum, 25.08.2020)

Bei den Schließungen, für die er stets finanzielle Gründe anführte – Geld ist die einzig relevante Größe für ihn, vermochte er es durch besondere Arroganz und perfide Gesprächsführung zudem die reichen katholischen Spender zu verprellen, die gern mit Geld helfen wollten.

Der Mann ist ein Geschenk für die Konfessionslosen.

Er ist so kreativ, daß er sich in schneller Folge neue Werbekampagnen für den Kirchenaustritt ausdenkt.

Diese Woche erwischte es eine Obdachlosenhilfe in Hamburg-St.Pauli, deren Chefin er zu Weihnachten rauswerfen ließ.

Natürlich haben es Obdachlose im Winter besonders schwer und werden nun doppelt getroffen, weil durch den Lockdown keine Shoppermassen mit den Taschen voller Geld rumlaufen.

Genau die richtige Zeit für das Erzbistum, um durch den schon in der Schulschließungs-Causa als besonders abstoßend und perfide bekannten Generalvikar Ansgar Thim die allseits beliebte „Alimaus“-Leiterin Christiane Hartkopf zu feuern, weil sie ihm nicht katholisch genug ist.

[…..] Die Obdachlosen-Einrichtung „Alimaus“ soll sich stärker auf katholische Grundsätze fokussieren – mit dieser Begründung soll der Trägerverein der bisherigen Leiterin Christiane Hartkopf die Verlängerung ihres Vertrages verweigert haben. Hartkopf ist nicht katholisch. Ehrenamtler und Vereinsmitglieder reagieren mit Unverständnis, betonen das große Engagement der Leiterin für die Ärmsten.   Viele Ehrenamtler und Vereinsmitglieder reagieren geschockt auf die Entscheidung des katholischen Vorstandes. Der Hilfsverein St. Ansgar e.V. ist Träger der Obdachlosen-Tagesstätte „Alimaus“ auf St. Pauli. Auch der Kältebus, mit dem Helfer in den Winternächten Schlafstätten für Obdachlose abfahren, gehört dazu, ebenso das von einem freiwilligen Ärzteteam betriebene Gesundheitsmobil.     Christiane Hartkopf hat die Leitung der Alimaus vor zwei Jahren übernommen, hat den Kältebus ins Leben gerufen und das Gesundheitsmobil in die Struktur integriert.     Sie gilt als engagiert und zugewandt, ist bei den Ehrenamtlern hoch angesehen, ebenso bei Geldgebern: Die Spenden für die renommierten Projekte fließen, der Betrieb ist für das kommende Jahr bereits gesichert.    Was genau an Hartkopfs Engagement für die Obdachlosen ist nicht katholisch genug? Der Vorstand des Hilfsvereins gibt sich auf MOPO-Nachfrage zugeknöpft: „Kein Kommentar.“    […..] Ehrenamtliche Helfer sprechen gegenüber der MOPO von einer „unchristlichen Entscheidung“ des Trägervereins, „nicht nachvollziehbar“. „Sie hat einen Megajob gemacht“, sagt einer.    Auch Hartkopf selbst tappt im Dunklen: „Mit mir wurde keine Gespräche über die geplante Richtungsänderung geführt“, sagt sie gegenüber der MOPO, „ich kann auch keinen Widerspruch zwischen unserer Arbeit und dem christlichen Grundgedanken sehen.“ […..]

(Stephanie Lamprecht, 21.12.20)

Danke Heße – und wieder ein paar Restgläubige aus dem Erzbistum vertrieben.

Ich bin gespannt was er sich als Nächstes einfallen lässt.

Wenn Heße so weitermacht, kann man bald das ganze Erzbistum zumachen.

Aber damit hat die Katholische Kirche in Hamburg bekanntlich schon 1.200 Jahre Erfahrung.

Montag, 21. Dezember 2020

Kommen Sie in die Killer-Kirche

Gott scheint ein Kind seiner Zeit mit wenig Weitblick und Hang zum Irrtum zu sein.

Die meisten Regeln, die er eins in seinem Gesetzbuch Bibel aufstellte, mussten seine Stellvertreter auf Erden peu à peu einkassieren, weil sie einfach zu unsinnig, zu brutal oder zu destruktiv waren.

Kinder schlagen, widersprechende Töchter abmurxen, Sklaverei, Frauen müssen schweigen, Zinsverbot, Religionszwang, Krebse und Muscheln nicht essen, Stoffe aus Mischgeweben verbieten, radikaler Antisemitismus, Auge um Auge-Rache und vieles anderes mehr, verschweigen die Kirchisten von heute.

In einem Punkt aber sind sich Christen seit 2.000 Jahren gleich geblieben.

Es zählen nur das ungeborene Leben und das Seelenheil nach dem Tod.

Menschen und Tiere während ihrer irdischen Existenz sind hingegen recht irrelevant. Über die Jahrhunderte waren es immer wieder Christen, die Genozide durchführten, Hexen verbrannten, bei der Inquisition Ketzer töteten, Slaven lynchten, verlangten auch nach 33 Millionen AIDS-Toten auf Kondome zu verzichten.

Christliche Geistliche segnen Waffen, stellen Militärbischöfe. Niemand unterstützt Folter, Todesstrafe und Kriegseinsätze so vehement wie die US-Christen.

Da passt es gut ins Bild, daß es auch während des Wütens der schweren Corona-Pandemie mit weltweit Millionen Toten und des harten Lockdowns in Deutschland katholische Geistliche sind, die im Lichte neu auftauchender, mutierter, sehr viel ansteckender Sars-CoV-II-Erreger Superspreader-Events propagieren.

[…..]  Die katholische Kirche in Deutschland hält trotz zunehmender Forderungen nach einer Absage der Weihnachtsgottesdienste wegen der Infektionslage an den Gottesdiensten fest. »Mir ist es ein Herzensanliegen, dass alle Gläubigen, die an einem Gottesdienst an den Weihnachtsfeiertagen teilnehmen möchten, dies auch tun können«, erklärte der Vorsitzende der Kommission Ehe und Familie, der Berliner Erzbischof Heiner Koch, am Montag für die Deutsche Bischofskonferenz.    Allerorten würden veränderte Formate für Weihnachtsgottesdienste geplant, erklärte Koch. »Für diese Kreativität bin ich sehr dankbar.« Ohne Frage seien die Hygienekonzepte und Schutzmaßnahmen genau einzuhalten, forderte Koch von den Gemeinden und Gläubigen. […..]

(SPON; 21.12.2020)

Ich verstehe nicht, wieso sich die Menschen immer noch über die fahrlässige, rücksichtslose und egoistische Handlungsweise der RKK wundern.

In diesem Punkt sind Christen doch sehr konsequent. Sie stellten schon immer das eigene finanzielle Wohl über das Leben der Gläubigen.

Sonst müssten nicht täglich 20.000 Kinder verhungern, während die Kirchen mit einem Billionenvermögen die reichsten Organisationen der Welt sind.

[…..] Trotzdem wären volle Kirchen - selbst mit Maske und Abstand - in diesem Pandemie-Jahr 2020 das falsche Signal. Sinn des Lockdowns ist es, Kontakte zu minimieren, um Menschenleben zu retten. Auch mit Hygienekonzept: Die Menschen müssen zur Kirche hin, sie müssen von dort wieder weg. Und selbst wenn es nur 20 Besucher sind - es bleibt eine Ansammlung von Menschen. In einer Zeit, in der Intensivbetten tatsächlich knapp werden und dieses Szenario nicht nur als abstrakte Bedrohung am Horizont steht, wäre die Absage von Gottesdiensten erst recht ein Zeichen der Nächstenliebe. […..]

(Annette Zoch, SZ, 20.12.2020)

Nächstenliebe von einem Typen wie Woelki zu erwarten, der bis heute lieber die brutalen pädokriminellen Sexualverbrecher in Soutane schützt, statt an die Kinder zu denen, die deren Opfer wurde, halte ich für abwegig.

Sonntag, 20. Dezember 2020

Rechts wirkt

Die rechten Verschwörungstheoretiker, Klimawandelleugner, Greta-Hasser, Maskenverweigerer, Impfgegner sind so zahlreich und radikalisieren sich immer mehr, weil sich ihre Internetblasen stark überschneiden und sie sich gegenseitig befruchten.

Haut einer von ihnen eine wüste These raus, wird sie sofort von seinen braunen Brüdern im Geiste geteilt, multipliziert sich so schnell und so schlampig (also ohne jede Quellenangabe), daß der ursprüngliche Erfinder des Unsinns schnell mit Bestätigung rechnen kann.

Kurz vor Corona gab es das „Umweltsau-Kinderchor“-Skandälchen beim WDR. Eine harmlose Satire wurde zwei Monate nach der Ausstrahlung von rechten Trollen entdeckt, entfachte einen Shitstorm, vor dem dann WDR-Intendant Buhrow einknickte und damit den eigentlichen Skandal markierte.

[…..] Zusätzlich postete WDR 2 am selben Tag das Lied auf seiner Facebook-Seite. Jetzt wird das Satirelied erstmals auf Twitter-Accounts rumgereicht, und zwar "auf Accounts aus dem rechten Spektrum", wie es der Datenanalyst Philip Kreißel beschreibt, der die entscheidenden ersten Tage des Shitstorms ausgewertet hat. "Die ersten Accounts, die aus einer rechten Blase kamen, haben das Thema groß gemacht", so Kreißel. Nur 500 Accounts seien für mehr als die Hälfte aller Interaktionen unter dem Hashtag #Umweltsau zuständig gewesen, manche User hätten mehr als 100 Tweets am Tag retweetet, so der Datenanalyst. [……]

(NDR, Zapp, 08.01.2020)

Wenige Hundert rechte Spinner verstärken sich gegenseitig zu so einem Sturm, daß der Intendant des größten ARD-Senders in sich zusammensackt und die Pressefreiheit zur Disposition stellt.

Die Einthemen-Partei AfD ist flexibel. Ihr erstes einziges Thema, der Kampf für die D-Mark, inklusive EU-Austritt, ist lange begraben. Dann sprang sie 2015 populistisch ganz auf das Thema Migrantenhass.

Nachdem auch das von der allgemeinen Entwicklung in den Hintergrund gedrängt wird, setzt sie sich voll auf den Covioten-Zug und schwingt sich zur Vertreterin aller Maskenverweigerer und Impfskeptiker auf.

Wieder nutzt sie die braunen Internet-Echokammern, zieht die Aufmerksamkeit der Spinner-Bots auf sich.

Heute teilt der schwer gestörte Verschwörer-Nazi, Hitler-Fan und Anti-Impffanatiker Attila Hildmann ganz selbstverständlich die Inhalte von David Bergers AfD-Hetzblog Philosophia Perennis.

Dieses sich selbst verstärkende System der Corona-Leugner bleibt kein virtuelles Phänomen, sondern führt klar dazu, daß dort wo die AfD-Wahlergebnisse am höchsten sind auch die meisten Maskenverweigerer leben.

Dort grassiert Covid19; deswegen findet das große Sterben in Sachsen statt.

Heute findet ungerührt in Sachsen-Anhalt ein AfD-Präsenzparteitag mit 400 Masken-losen Delegierten statt.

[….] Während der zweiten Corona-Welle hat Sachsen laut RKI mit Abstand die höchste 7-Tage-Inzidenz bundesweit. Auffällig dabei: In den besonders betroffenen Landkreisen ist auch die Zustimmung für die AfD groß. [….]  Seit dem 14. Dezember gilt in der Görlitzer Innenstadt bereits der harte Lockdown. Doch fragt man hier die Menschen auf der Straße, ist erstaunlicherweise etwa jeder Fünfte skeptisch, ob die Maßnahmen gerechtfertigt sind und äußert Misstrauen gegenüber der Regierung. Manche glauben nicht daran, dass der Mundschutz und der Lockdown dazu beitragen, die Infiziertenzahlen zu verringern, andere sind davon überzeugt, dass Corona eine Erfindung der Politiker ist.  Ein Mann vom Sicherheitsdienst berichtet aus dem Alltag in einer Görlitzer Postfiliale. Er ist täglich mit Masken-Verweigerern konfrontiert: "Ich arbeite bei der Postbank. Pro Tag schmeiße ich etwa zwanzig Leute wieder raus. Das sind entweder Maskenmuffel oder welche, die sagen, es gibt doch nichts." Und das mitten in einem Corona-Hotspot.    [….] Eine Ärztin, die immer wieder bei Kundgebungen ihre kruden Theorien zu Corona verbreitet, ist die Allgemeinmedizinerin Gerlind Jäger. Bei einer Rede während der Anti-Corona-Demo in Chemnitz Anfang Oktober sagt sie: "Es kann mir keiner erzählen, dass die Maske gesundheitsförderlich ist. Es tut mir leid. Ich sage Euch, steht auf. Zeigt Rückgrat. Schützt unsere Kinder, Alten, die können sich auch kaum wehren."   [….] Auch bei der Demonstration in Leipzig Anfang November demonstriert Gerlind Jäger gegen die – Zitat  – "irren Maßnahmen der sogenannten Pandemie". Ihre Praxis hat Jäger in Oelsnitz im Erzgebirgskreis. In der bundesweiten Negativtabelle steht der Landkreis auf Platz elf mit einem Inzidenzwert von 500. [….] Die AfD versucht, aus der Unsicherheit in der Bevölkerung Profit zu schlagen und macht Stimmung gegen die Corona-Maßnahmen. Anfang November reichten AfD-Abgeordnete beim Bundesverfassungsgericht Klage ein – gerichtet gegen die Allgemeinverfügung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Bundestag. Kurz vor dem Bundesparteitag der AfD Ende November klagt die Partei erneut, diesmal vor dem Oberverwaltungsgericht Münster, gegen die Verpflichtung zum Tragen einer Maske. In den Land- und Kreistagen ein ähnliches Bild: die AfD wehrt sich gegen Maskenpflicht und Corona-Beschränkungen. [….] Auch der Soziologe Alexander Yendell vom "Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt" in Leipzig ist überzeugt, dass die AfD mit ihrem Verhalten die Corona-Ausbreitung verschärft. "Ich finde es durchaus legitim, über die Maßnahmen zu sprechen, sie auch in Frage zu stellen. Das gehört zu einer Demokratie dazu. Ich finde es nur fürchterlich, wenn man dabei im Prinzip wissenschaftsfeindlich ist und die Gefahren verleugnet. Das macht mich doch sehr, sehr wütend", sagt Yendell. […..]

(MDR, 17.12.2020)

Vielleicht sollten wir es einfach als eine natürliche Form des Corona-Darwinismus hinnehmen.

Dort wo sich die Covidioten/Impfgegner/AfD-Wähler ballen, wütet die Pandemie am Schlimmsten.

Wenn in einigen Monaten hoffentlich genügend Vernünftige geimpft sind, wird sich die Spreu noch brutaler vom Weizen trennen.

Dann kann die AfD nicht mehr aktiv dafür sorgen die Vulnerablen dieser Gesellschaft zu töten, weil medizinisches Personal und Pflegeheimbewohner bereits immun sind. Dann wird es die Lautsprecher selbst treffen. Sars-CoV-II kann sich dann nur noch auf die maskenverweigernden Impfgegner Berger, Hildmann, Naidoo, Schiffmann und Co stürzen.

Ich werde keine Tränen weinen.

[….] Dabei ist es kein Zufall, dass Zittau nicht nur viele Corona-Infizierte hat, sondern auch viele AfD-Wähler. Zwischen beidem besteht vermutlich ein Zusammenhang, da die Partei und ihre Anhänger die Hygieneregeln oft ignorieren. [….] Gewiss ist ferner, dass die AfD alles tut, um die Lage zu verschärfen. Nicht allein, dass sie mit Querdenken gemeinsame Sache macht. Sie unternimmt auch sonst vielerlei, um dem Virus das Leben zu erleichtern. Da werden analoge Parteitage veranstaltet. Da nehmen AfD-Bundestagsabgeordnete trotz Corona-Infektion an Sitzungen teil – wie zuletzt bei einer Sitzung des Amri-Untersuchungsausschusses im Bundestag. Gleichzeitig wendet sich die AfD-Bundestagsfraktion gegen die Maskenpflicht und sät Zweifel an den Impfungen. In Thüringen sah man Björn Höcke gar beim Händeschütteln.    Es handelt sich um eine Form der Sabotage, die sich nicht mehr wie in der Flüchtlingskrise gegen Migranten richtet, sondern gegen die Schwächeren im eigenen Land – nicht zuletzt im Osten Deutschlands, wo es mehr sozial Schwache gibt, die wiederum häufiger Vorerkrankungen haben. Dass die ohnehin Schwachen sterben, nimmt die AfD billigend in Kauf. [….]

(Markus Decker, RND, 18.12.2020)

Samstag, 19. Dezember 2020

The Party Of Evil

Als sich gestern Mike Pence, Nancy Pelosi und Co öffentlich impfen ließen, war das Fehlen eines Mannes die eigentliche Sensation.
Donald Trump, dem die Pandemie nicht nur komplett entglitten ist, sondern der durch das Verächtlichmachen von Schutzmasken und durch seine Superspreader-Events aktiv zu den Rekordzahlen von über 300.000 US-amerikanischen Covid-Toten beitrug, erschien nicht öffentlich.

Warum auch? Dem Psychopathen sind an die 4.000 Amerikaner, die derzeit von ihm mitverschuldet täglich sterben ebenso vollkommen egal wie der massive Hackerangriff auf amerikanische Behörden Ministerien und Sicherheitsagenturen. Es ist der größte Spionage-Hack seit Jahren; Trump zeigt kein Interesse.

Der amerikanische Außenminister, der zuvor CIA-Chef war, nennt Verantwortliche.

[……] Es ist der wohl spektakulärste Cyberangriff des Jahres: Hacker konnten die Systeme Tausender US-Behörden und Unternehmen kompromittieren. Nun äußerte Außenminister Mike Pompeo seinen Verdacht.    US-Außenminister Mike Pompeo hat Russland für den groß angelegten Cyberangriff auf Bundesbehörden und Unternehmen in den Vereinigten Staaten verantwortlich gemacht. Die Täter hätten mit großem Aufwand versucht, über die Software eines Drittanbieters auf die IT-Systeme der Regierung zuzugreifen, sagte Pompeo am Freitag in der Radiosendung »The Mark Levin Show«. Es sei »ziemlich eindeutig«, dass Russland hinter diesen Attacken stecke. Das Außenministerium hat ein Transkript des Interviews veröffentlicht.   Die US-Regierung hatte vergangene Woche einen groß angelegten, offenbar monatelang andauernden Cyberangriff auf mehrere Behörden bestätigt. Die Systeme konnten über ein manipuliertes Update der SolarWinds-Software Orion kompromittiert werden. […..]

(SPON, 19.12.2020)

Trump, der seit sechs Wochen seine Amtsgeschäfte ruhen lässt und nicht die geringste Absicht zeigt arbeiten zu wollen, wachte nun doch kurz auf.

Wenn der von ihm so bewunderte Wladimir Putin angegriffen wird, kann er das nicht so stehen lassen und pfeift Pompeo zurück.

Man dürfe nicht immer das arme Russland verdächtigen; vielleicht war ja auch China der Bösewicht, ließ IQ45 wissen.

 In Trumpmerika dürfen russische Regierungsbehörden auch Kopfgelder auf US-Soldaten aussetzen.

Im Trump-Universum gibt es nur vier Dinge von Relevanz:


1.) Trumps eigene Gefühle, insbesondere sein stets zu streichelndes Ego.

2.) Trumps finanzielles Wohl

3.) Trumps Unterwürfigkeit gegenüber Putin

4.) Ivanka

Alles andere, insbesondere die das Wohlergehen der 330 Millionen US-Amerikaner tangiert ihn nicht.

Fast sieben Wochen nach der US-Wahl schmollt Trump immer noch wie eine garstige Kindergarten-Göre und lügt wie gedruckt.

[…..] He didn’t win the Election. He lost all 6 Swing States, by a lot. They then dumped hundreds of thousands of votes in each one, and got caught. Now Republican politicians have to fight so that their great victory is not stolen. Don’t be weak fools! […..]

(Donald Trump über Joe Biden, 19.12.2020)

Wieso ziehen die Kabinettsmitglieder, Pence, die Republikaner nun nicht die Karte „25th“?

Es ist schließlich mehr als offensichtlich wie kriminell, verfassungswidrig und demokratiezersetzend der psychisch schwer gestörte US-Präsident handelt.

Aber die Amtsenthebung nach dem 25. Verfassungszusatz kann nur mit Hilfe republikanischer Politiker durchgeführt werden und unter ihnen gibt es so gut wie keine zurechnungsfähigen Menschen mehr.

Trump stellte sie durch seine Dauermedienpräsenz in den Schatten, aber dennoch sind und bleiben die mächtigen Senatoren und Parlamentarier wie Rubio, Cruz, McConnell, Jordan, Gaetz, Graham und Co zutiefst bösartige egoistische Lügner, denen ihr eigenes Wohl sehr viel wichtiger als das Land ist.

[…..] The dichotomy in the Republican Party, today, is profound. They're going to do whatever Trump tells them to do. No matter the cost to the country or the corrosiveness of their behavior. They must be stopped!  [….]

(The Lincoln project, 19.12.2020)


 
Tommy Tuberville, 66, ehemaliger Football-Trainer, warf den Demokraten Doug Jones aus dem Senat. Jones,  der vor zwei Jahren unter außergewöhnlichen Umständen im ultraerzkonservativen Alabama gegen den pädophilen Lügner Roy Moore den Sitz im US-Senat holte, der fest in republikanischer Hand liegt.

In ihrer großen Weisheit wählten die Alabamaer den zwar politisch völlig ahnungslosen, aber dafür glühenden Trump-Fan Tuberville in den extrem mächtigen US-Senat.

Tuberville ist begeistert von der Trump-wall, weil er Mexikaner hasst, bestreitet vehement den menschengemachten Klimawandel, ist fanatischer Abtreibungsgegner und meint die Erde wurde vor 6.000 Jahren von Gott erschaffen.

Tubervill, dumm wie Bohnenstroh, tut das was man von ihm erwartet; er stellt sich gegen Realität und Verfassung, kämpft wie ein Märtyrer für sein Idol.

Daß Joe Biden acht Millionen Stimmen mehr als Trump holte, kann Tuberville auch nicht glauben, will das offizielle Wahlergebnis annullieren lassen.

[…..] The chief obstacle to ending the ridiculous Republican refusal to accept President Trump’s November defeat is Alabama congressman Mo Brooks, who is threatening to challenge the electoral vote when Congress rubber-stamps it on January 6. So far, Brooks has been unable to find a senator to join him in that futile gesture, which under the Electoral Count Act of 1887 is all that’s necessary to force a two-hour debate and a vote in each house on a motion to overturn the results. Among those who would very much like to avoid this scenario is Senate Republican leader Mitch McConnell:

[…..] it’s a “terrible vote” for the GOP. They’d have to vote it down, which makes it seem like they are anti Trump, he said [….]

So any senator choosing to take the fateful step in Brooks’s direction is risking the wrath of Mitch and of other Republican colleagues who don’t want to be forced to go on record favoring or opposing Trump’s delusions of a “landslide win.” Who would be that dumb? Maybe another Alabama Republican, as al.com suggested?

    “I think that he [Tommy Tuberville] and Ted Cruz are the two best candidates to do this,” said Stan McDonald, Tuberville’s campaign chairman, during an interview on WVNN-radio in Huntsville on Tuesday. “I don’t know yet if or when he will do this. He’s very seriously considering it.”

There’s video available of Tuberville hinting he might take this step in an appearance in Georgia, saying “You see what’s coming; you’ve been reading about it in the House. We’re going to have to do it in the Senate.” […..]

(The Intelligencer, 17.12.2020)

Trump ist begeistert und lobt Tuberville sofort. „Tubs“ ist sein neuer Liebling und williger Gehilfe bei seinem Vorhaben die US-Verfassung zu zerstören.

[....] President Donald Trump lauded Tommy Tuberville this week after the Republican Alabama senator-elect said he is not ruling out joining a House member to object to the election results when Congress meets in a joint session to accept the votes of the Electoral College.   Trump is continuing to push senators to overturn the election while Tuberville's efforts would put his party in an awkward spot to vote on whether to accept the will of the voters or side with him. [……]

(CNN, 18.12.2020)

Der irre Fanatiker Tuberville hat zwar keinerlei juristische oder politischen Kenntnisse, aber dafür bezieht er seine Legitimation aus dem Kampf seines Vaters gegen den bekannten Kommunisten Adolf Hitler.

[…..] Though war metaphors are common in the language of sports, it appears that Tommy Tuberville, the incoming Republican senator from Alabama, didn’t learn much about World War II in his time coaching Auburn football. On Thursday night in Montgomery, Tuberville told his supporters about the sterling military record of his father, an American G.I. who landed on Normandy Beach in D-Day and drove a tank across western Europe, earning five bronze stars and a Purple Heart at the Battle of the Bulge during his deployment.    Despite being of an age at which American men pick up military history as if by osmosis, Tuberville did not seem familiar with the politics of the European theater: In his speech, the new senator described how his father took part in “liberating Paris from socialism and communism.” While this may be an effort to compare his father’s combat experience to his own effort to halt “the doctrine of socialism” in America, the coach’s political framework is off. When First Sergeant Charles Tuberville landed in France in 1944, he was part of a campaign to liberate the Allied power from the Nazis. […..]

(Matt Stieb, 12.11.2020)

Der große Historiker Trump schätzt sicher auch den Einsatz der Tuberville-Familie gegen das linksextreme Hitler-Deutschland.

[…..] I look at it and I see what country I grew up in and what it’s meant and the direction that we were going, and it’s concerning to me that a guy can run for president of the United States and have an opportunity to win when he leans more to a Socialist type of government. … And that’s concerning to me that we’re to the point now where we’ve got almost half the country voting for something that this country wasn’t built on. Very concerning and, you know, as I tell people, my dad fought 76 years ago in Europe to free Europe of Socialism. Today, you look at this election, we have half this country that made some kind of movement, now they might not believe in it 100 percent, but they made some kind of movement toward socialism. So we’re fighting it right here on our own soil. We’ve got to decide, you know, over the years which direction we’re going, and that part’s concerning to me. […..]

(Senator Tuberville, Nov 2020)

Ob nun mit oder ohne Trump – die republikanische Partei ist durch und durch verdorben, verblödet und gefährlich.

Freitag, 18. Dezember 2020

Impfe mich

Möglicherweise beginnen nächste Woche schon die Corona-Impfungen in Hamburg.

Dank des wie immer debakulierden Jens Spahn gibt es zunächst viel zu wenig Vakzin-Dosen.

Auf Hamburg entfallen 15.000 Einheiten. Jeder Geimpfte braucht zwei, so daß inklusive eines gewissen Schwundes maximal 7.000 Menschen einen Covid19-Schutz bekommen können.

Das ist bei knapp 1,9 Millionen Menschen in der Stadt wahrlich nicht viel.

Normalbürger wie ich werden noch lange warten müssen, weil, und in dem Fall bin ich mit den Gesundheitspolitikern einig, erst die besonders Vulnerablen bedacht werden. Heimbewohner über 80, medizinisches Personal und besonders gesundheitlich gefährdete Personen.

Solange es weniger Impfstoff als Impfwillige gibt, muss moralisch abgewogen werden wer Vorrang bekommt.

In den nächsten Monaten wird fleißig nachproduziert, es werden weitere Impfstoffe zugelassen.

Weltweit wird man genau beobachten und auswerten, welche Nebenwirkungen es gibt, wie zuverlässig die Vakzine vor einer Infektion schützen, ob sie auch gegen mutierte Formen des SarsCoV-II wirken und wie lange der Schutz anhält.

Es werden gewaltige Datenberge gesammelt werden und mutmaßlich noch lange über Finanzierung weltweiter Impfkampagnen, sowie die aufwändige Logistik debattiert werden.

Man wird überlegen, ob die deutschen Impfzentren wirklich so abstoßend und antiseptisch wie aus einem Endzeit-Thriller aussehen müssen, oder ob es nicht sinnvoller ist, sie wie in Italien mit Hilfe von Floristen ansprechend zu gestalten.

In einigen Monaten werden sich die Vorzeichen ändern. Die Übersterblichkeit wird zurückgehen, weil die extrem gefährdeten Schwachen und Alten bereits geimpft sind. Es wird mehr als genug der verschiedenen Vakzine zur Verfügung stehen, aber wir werden die Pandemie keineswegs überwunden haben, weil die vielbeschworene Herdenimmunität noch lange nicht erreicht ist.

Wir wissen nicht wie lange die Immunität nach einer Impfung anhält, können daher wie die Bundesregierung nur schätzen, daß mindestens 2/3 aller Menschen geimpft sein müssen, um Herdenimmunität zu erreichen.

Die US-Ikone Anthony Fauci spricht von 75%-85% Impfquote bis zur Herdenimmunität.

Das könnte schwierig werden, weil durch die elenden sozialen Medienplattformen Covidioten, Impfgegner, Maskenmuffel, Homöopathie-Jünger,  „Germanische Medizin“-Schwurbler, Aluhüte, AfDioten, Corona-Leugner, Hildmanns und Verschwörungsspinner die Impfbereitschaft in der Bevölkerung so signifikant gesenkt haben, daß die gesamte westliche Welt in Gefahr schwebt.

Deswegen sind Werbung und Impfkampagnen absolut notwendig.

Final verwirrte Hirntote wie Xavier Naidoo wird man auch damit nicht erreichen, aber ich halte es für gut möglich eine Mehrheit der Zweifler zu überzeugen, indem Prominenten und Politik coram publico gepikst werden.

Nächste Woche läßt sich der nächste US-Präsident Joe Biden impfen; schon heute legten Pelosi, McConnell und Trumps kleiner homophober Fanboy Mike Pence öffentlich vor.

 Es ist vermutlich das erste mal in seinem Leben, daß der intellektuell bestenfalls rudimentär versorgte Noch-Vizepräsident etwas Sinnvolles tat.

Nicht hilfreich ist der rechtsextreme, kriminelle brasilianische Trump, der darüber orakelt durch die Impfung zu einem Kaiman zu mutieren.

[….] Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat die Unternehmen Pfizer und Biontech kritisiert und mögliche Kollateralschäden ihres Impfstoffs herangezogen. »Im Vertrag ist klar geregelt, dass Pfizer nicht für Nebenwirkungen verantwortlich ist. Wenn Du Dich in einen Kaiman verwandelst, ist es Dein Problem«, sagte Bolsonaro bei einer Veranstaltung in der Stadt Porto Seguro und lachte. Auch wenn jemand Superman werde, einer Frau ein Bart wachse oder ein Mann anfange, geschliffen zu reden, hätten sie (Pfizer) nichts damit zu tun. […..]

(SPON, 18.12.20)

Donnerstag, 17. Dezember 2020

AfD-Triage

In amerikanischen Kittel-Soaps ist immer Triage. Das ist aus dramaturgischen Gründen notwendig; schließlich gibt es in Amerika eindeutig die besten Drehbuchautoren für Dramaserien.

Es mag für den Zuschauer spannend sein, wie in einer TV-Notaufnahme um das Leben eines verletzten Kindes gekämpft wird, aber das echte Drama spielt sich erst dann ab, wenn auch noch der Gangster, der das Kind angeschossen hat oder der Alki, der es volltrunken angefahren hat, in dieselbe Notaufnahme eingeliefert wird, genau wie das arme kleine süße verletzte Kind an die ECMO-Maschine angeschlossen werden muss, aber nur noch ein Gerät vorhanden ist.

Jeder will natürlich lieber das Leben des Kindes retten, aber möglicherweise gibt es rein medizinische Gründe, die dafür sprechen erst den Täter zu retten, weil dessen Verletzungen minimal schwerer sind.

Diese Konstellation gibt es in unzähligen Varianten immer wieder; gerne geht es dabei auch um mangelnde Transplantate. Mehre Schwerstkranke brauchen ein Herz/eine Niere/Leber, aber ein Empfänger ist übler Ku Klux Klan-Rassist und die Spenderin war ein ganz liebes schwarzes Mädchen.

Nun sieht es so aus, als ob es in Deutschland aufgrund der mancherorts voll belegten Intensivstationen und der rasant ansteigenden Covid19-Infektionen ebenfalls zu Triage-Maßnahmen kommen kann.

Dabei entsteht noch der groteske Twist, daß es vielerorts zwar genügend Intensiv-Betten gäbe, aber einfach nicht genügend qualifiziertes Pflegepersonal da ist.

Wir haben nämlich die Belegschaft kaputtgespart seit das Fallpauschalen-Modell eingeführt wurde und immer mehr Kliniken auf Druck von CDU/CSU/FDP privatisiert wurden.

Wir sind sehenden Auges in diese Not gerutscht; es fehlte nie an Mahnungen, daß es genau zu diesen Engpässen kommen würde.

Aber Jens Spahn und seine Länderkollegen blieben untätig.

Was soll nun also eine Intensivstation in Zittau machen, wenn noch drei freie Beatmungsgeräte da sind, aber fünf Corona-Infizierte mit so schweren Verläufen da sind, daß keiner von ihnen ohne künstliche Beatmung überleben würde?

Was macht man, wenn einer der Patienten einer der Masken-verweigernden Aluhüte ist, der nicht nur durch eigene Schuld infiziert wurde, sondern auch noch durch sein unverantwortliches Verhalten (beispielsweise als Organisator von „Hygienedemos“) aktiv dafür sorgte das Virus zu verbreiten.

[…..]  Der AfD-Politiker war mit löchriger Maske im Bundestag aufgetreten und hatte sich nach einer Rüge über den „Maulkorb“ beschwerte. Nun ist er selbst erkrankt.   Nach einem positiven Corona-Test wird der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz nach Angaben seines Büros stationär im Krankenhaus behandelt. […..]  Seitz war unter anderem bei einer Sitzung im November aufgefallen, als er mit einer offenkundig löchrigen Maske zum Rednerpult kam. Vizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) untersagte ihm, damit zu seinem Platz zurückzugehen. Sie reichte ihm eine frische FFP2-Maske. Als Seitz sich über den „Maulkorb“ beschwerte, drohte ihm Roth ein Ordnungsgeld an. […..] 

(Tagesspiegel, 17.12.2020)

Muss man diese Rechtsextremen, Verschwörungstheoretiker und Hobby-Hildmanns, die seit Monaten kontinuierlich gegen Merkels Vorsicht und insbesondere gegen Fachleute wie Prof. Drosten und Prof. Lauterbach hetzen, genauso medizinisch versorgen wie einen „normalen“ Patienten? Auch, wenn die Ressourcen zu knapp sind, um alle adäquat zu behandeln?

[…..] Zu einer klaren – wenn auch bizarren – Position ringt sich Höcke durch, als es um die Pandemie geht: „Corona ist vorbei“, behauptet der AfD-Mann. Und dann erklärt der Gymnasiallehrer für Geschichte und Sport, dass das RKI sich irre und der aktuelle steile Anstieg der Zahlen lediglich zurückzuführen sei auf die gestiegene Anzahl durchgeführter Tests und falsche positive Testergebnisse.   Höcke ruft zu Großdemo gegen Corona-Einschränkungen auf.  In sich schlüssig immerhin, dass jemand, der das behauptet, alle Gegenmaßnahmen gegen die Pandemie für überflüssig und auch für übergriffig hält. Höcke gehört – neben den Rechtsextremisten von NPD und der Kleinstpartei der 3. Weg – zu jenen, die dazu aufrufen, eine Anti-Infektionsschutz-Großdemonstration in Berlin am kommenden Samstag zu besuchen. […..]

(WAZ, 25.08.2020)


Müssen wir noch mit den Sachsen solidarisch sein, nachdem es gerade Ministerpräsident Kretschmer war, der über Monate schärfere Corona-Regeln verhinderte?

[…..] Corona bestraft Ausreden wie diese: „Wir haben das Virus unterschätzt – alle miteinander.“ Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sie formuliert, um davon abzulenken, dass sein Bundesland durch Zaudern, Zögern und Verharmlosen zum Treiber der zweiten Welle wurde. Kretschmer hatte versucht, sich den Corona-Verharmlosern anzubiedern. Die Sachsen hatten gehofft, nach glimpflich überstandener erster Welle auch das zweite Mal ungeschoren davonzukommen. Die Mischung aus Unterschätzen und Laufenlassen war besonders toxisch. […..]

(Jan Sternberg, FR, 13.12.2020)

Nun ist Sachsen mit Bayern das am schlimmsten betroffene Bundesland.

Der populistische Kurs hat sich wieder einmal bitter gerächt. Aber die Sachsen sind offenbar vollkommen beratungsresistent. Dresden ist immer noch die deutsche Pegida-Hochburg und nun entwickelt sich auch noch Leipzig zur Hauptstadt der Aluhut-Schwurbler und Masken-Gegner.

Sollen wir ausgerechnet ins faschistoide „Ausländer raus!“-Pegida-Dresden nun das Biontech mRNA-Vakzin schicken? Biontech, das von dem aus der Türkei stammenden muslimischen Spitzenmediziner Uğur Şahin gegründet wurde?

Hätten AfDler die Möglichkeit über zu knappe Vakzine und Beatmungsgeräte zu entscheiden, würden sich ganz sicher keine Migranten berücksichtigen, sondern ihre rechtsextreme Brut bevorzugen.

Können wir dann nicht auch Aluhut-AfDler in Zeiten knapper medizinischer Ressourcen abweisen, wenn sie sich Corona eingefangen haben?

Nein, können wir nicht.

Das ist der Preis, wenn man ein „guter Mensch“ ist.

Die Linksgrünversifften lassen sich nicht auf so ein Niveau herab.

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Ohne Warnungen

Zwei volle Zeitungsseiten in der kleinstmöglichen Schrift.

So viel Platz nimmt im heutigen „Hamburger Abendblatt“ das Kirchenprogramm ein. Dort werden die Uhrzeiten aller Weihnachtsgottesdienste der Stadt aufgelistet. Einfach so.

Allein am 24.12. finden 137 Christmetten statt.

War da nicht zufällig irgendeine infektiöse Krankheit?

Corona, oder so ähnlich?

Gab es da nicht irgendwelche gesundheitlichen Probleme, die mit dem überflüssigen Zusammentreffen von Menschen zu tun hatte?

[…..] Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen einem Tag übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 952 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. [….]

(Spon, 16.12.2020)

Aber vermutlich fällt Pandemie-Superspreading kaum noch ins Gewicht bei einer Organisation, die auf eine 2.000-jährige Kriminalgeschichte mit vielen Millionen Toten, Genoziden, Massenhinrichtungen, systematischer Folter auf allen Kontinenten zurück blickt.

Offenbar stört es zig Millionen deutsche Kirchenmitglieder bis heute nicht, daß ihre Vereine systematisch über Jahrzehnte hunderttausende Kinder in kirchlichen Heimen missbraucht, versklavt, misshandelt und psychisch schwer traumatisiert hat.

Es stört ja offenbar auch nicht, daß ein weltweites katholisches System dafür sorgte auch in Deutschland Myriaden kleine Kinder, vor allem Jungs, von Priestern, Ordensleuten, Kaplanen und Bischöfen sexuell missbrauchen zu lassen.

Gegenwärtig lesen wir in vielen Medien ausführlich über das Schicksal Ben Königs, der 1963 im Alter von fünfeinhalb Jahren dem Grauen der Engelsgasse ausgesetzt wurde. Eine Foltereinrichtung, die von den Niederbronner Schwestern geführt wurde. Auch andere Opfer berichten.

[….] Nach eigener Aussage wurde er in dieser Zeit unzählige Male sexuell missbraucht. Haupttäter soll Rudolf Motzenbäcker gewesen sein, der frühere Generalvikar des Bistums Speyer und Offizial, also oberster Kirchenrichter. Keil war Messdiener bei ihm, er sagt, Motzenbäcker habe sich wieder und wieder an ihm vergangen.    Außerdem seien er und andere Heimkinder bei Sexorgien von Erwachsenen vergewaltigt worden. Auch Politiker seien beteiligt gewesen. Keil sagte im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung, Nonnen hätten die Kinder zu den Treffen gezwungen und dafür von den Männern Geld erhalten, "bar und in Umschlägen".  Als er zwölf oder 13 Jahre alt gewesen sei, seien er und ein Mädchen zu Polizei und Jugendamt gegangen, um die Vergewaltigungen anzuzeigen. Aber "uns Kindern hat niemand geglaubt". Als die Schwestern davon erfuhren, seien er und das Mädchen bestraft und verprügelt worden.   Später, sagt Keil, habe er das Mädchen auf dem Dachboden des Heims erhängt aufgefunden. Sie sei auf einer der Partys von einem Geistlichen geschwängert worden. […..]

(Bernd Kastner und Rainer Stadler, SZ, 14.12.2020)

In dem katholischen Orden führten die Geistlichen über Jahrzehnte regelrechte Vergewaltigungsorgien an kleinen Jungs durch.

Bis heute wurde kein Täter verurteilt.

Eine besondere sadistische „Qualität“ entwickelten dabei die Nonnen, die als perverse, geldgeile Pädo-Zuhälterinnen ihre Jungs an die Sextäter vermieteten.

„Die haben Mädchen und Jungs fast totgevögelt«, sagt ein Opfer aus. Bis heute höre er das Wimmern der Opfer während der Vergewaltigungen. „Manchmal bin ich in blutverschmierter Kleidung zurück ins Heim gelaufen, mir lief das Blut die Beine herunter.“ Aber die heute noch lebenden Nonnen schämen sich immer noch nicht die Kinder mit Prügeln zu den Vergewaltiger-Priestern getrieben zu haben. Angeblich wußten sie von nichts.

[….] Keil fragte, warum ihm die Schwestern nicht geholfen hätten, wenn er vergewaltigt worden war, "obwohl ich im Genital- und Afterbereich blutig war, was an der Unterhose klar zu erkennen war". Die Antwort: Die Wäsche sei im Gesamten gesammelt, "Verunreinigungen im Einzelnen nicht nach der Herkunft ihrer Verschmutzung kontrolliert" worden. […..]

(Bernd Kastner und Rainer Stadler, SZ, 14.12.2020)

 Sie setzen noch eins drauf im Jahr 2020 und erklären es rückblickend für ganz üblich und nicht etwa besorgniserregend, wenn die ihrer „Fürsorge“ unterstehenden Kleinkinder aus dem Anal- und Genitalbereich bluteten und die Unterwäsche dementsprechend aussah.

Daß insbesondere Nonnen zu bestialischem Sadismus fähig sind, wissen wir aus vielen Ländern. In irischen Kinderheimen prügelten sie Waisenkinder tot und verscharrten sie zu hunderten. In Deutschland lieferten sie Heimkinder für Medikamententests. In Indien war es Teresa, die gewaltige Vorräte an Schmerzmitteln hortete, aber befahl sie nicht an schwerstkranke, auch Krebspatienten auszugeben, damit sie „die Leiden Jesu“ spürten.

(…..) Die Verhältnisse in Österreich waren nicht anders und in Spanien betrieben dem faschistischen Regime treu ergebene Nonnen im 20. Jahrhundert sogar massenhaften Kindesraub und Menschenhandel. Sie sollen bis zu 300.000 Babies verkauft haben.

Morgen zeigt „Tele5“ wieder einmal den 2002 entstandenen Film „Die unbarmherzigen Schwestern“, welcher das perverse Treiben irischer Nonnen nachzeichnet.

Die Magdalenen-Heime - benannt nach der biblischen Figur der ehemaligen Prostituierten Maria Magdalena, der Jesus ihre Sünden verzieh - wurden im 19. Jahrhundert in Irland als Zuflucht für in Ungnade gefallene Frauen gegründet. Anfang des 20. Jahrhunderts übernahm die katholische Kirche diese Einrichtungen und führte strenge Regeln ein. Die Aufsicht unterstand den Barmherzigen Schwestern (Sisters of Mercy), die die jungen Frauen zu bis zu zehn Stunden unbezahlter täglicher Arbeit zwangen. Der sonst so heilige Sonntag bildete keine Ausnahme. Hunger, Prügel und sexueller Missbrauch führten zu zahlreichen Ausbrüchen und in den 50er- und 60er-Jahren auch zu Aufständen.

(Tele5)

Auch wenn Nonnen keine Kinder oder Kranke in die Finger bekommen, stehen sie gern auf der Seite der Brutalen.

Beispiel Syrien. Dort ist die katholische Kirche ein der letzten und wichtigsten Stützen des Assad-Regimes. Daß Hunderttausende gekillt werden, teilweise sogar vergast wurden, stört nicht weiter.

Oberin Agnes-Mariam vom Kreuz erhebt ihre Stimme, sie will versöhnen in einem Krieg, 'der Syrien ausbluten lässt'. Und doch klingt sie nur wie der Lautsprecher des Regimes. Für die Rebellen ist die Ordensfrau denn auch 'Assads Nonne'. Sie behauptet etwa, die Opferzahlen beim Damaszener Giftgasangriff seien übertrieben gewesen - Russlands Außenminister Sergej Lawrow zitierte sie sogar als Kronzeugin. Sie erklärt, die Rebellen töteten Babys, um ihre Leichen als Kriegsopfer auf der Internetplattform YouTube zu zeigen: Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch nannte den Vorwurf 'bizarr'.   Die Gegner des Aufstands hingegen sehen in der 61-Jährigen eine Stimme der Wahrheit. [….]  Als Christin steht Agnes-Mariam Präsident Baschar al-Assad zwangsläufig näher als den Aufständischen. […]  Sie sagt, unter den Assads sei Syrien ein 'liberaler, säkularer Staat' gewesen, in dem die Frauen Rechte hatten.

(SZ vom 29.11.2013)

Nonnen, immer wieder nett. (….)

(Naughty Nuns, 30.11.2013)

Die Nonnen der Engelsgasse im Bistum Speyer passen also ins Bild.

[…..] »Bis zu meinem Weggang im September 1972 bin ich etwa tausendmal sexuell missbraucht worden«, sagt er dem SPIEGEL.   Vor allem der damalige Generalvikar Rudolf Motzenbäcker habe sich regelmäßig an ihm vergangen. Aber auch externe Besucher hätten ihn auf sogenannten Sexpartys missbraucht, einmal sei er von drei Priestern gleichzeitig vergewaltigt worden. […..] Besonders perfide scheint die Rolle der »Schwestern vom Göttlichen Erlöser« in dem Heim gewesen zu sein. […..] Der Betroffene schildert auch sexuelle Übergriffe der Schwestern auf minderjährige Jungen. Etwa zehn Frauen seien zum Tatzeitpunkt in dem Heim beschäftigt gewesen. An ihre Namen erinnert sich König nicht – bei den Kindern hätten sie nur »Schwester Gnadenlos«, »Schwester Prügel« und »die Hexe« geheißen.   Bei den »Sexpartys« hätten die Frauen den Vergewaltigern Kinder zwischen 7 und 14 Jahren zugeführt und Getränke für teilweise stadtbekannte Gäste aus der Politik und Wirtschaft ausgeschenkt. Ihre Dienste hätten sie sich bar bezahlen lassen. Auch Hausbesuche seien organisiert worden. »Die Nonnen waren Zuhälterinnen«, so Königs Vorwurf.   Bei Ungehorsam seien die Kinder mit Stöcken geprügelt oder ihre Köpfe an die Wand geschlagen worden. Viele Opfer hätten versucht, sich das Leben zu nehmen, auch er selbst. [….]

(SPON; 15.12.2020)

Trotz Pandemie erlauben Ministerpräsidenten und Bundesregierung Weihnachten in die Kirchen zu gehen.

Das ist fahrlässig.

Aber viel abartiger ist die Tatsache, daß immer noch so viele Gläubige vorhanden sind, die eine solche Kirche aktiv – unter anderem jährlich mit einem zweistelligen Milliarden-Betrag – unterstützen.

Warum?
Hat nicht der Chef des reichsten und größten Bistums in Deutschland, der Metropolit von Köln, Kardinal Woelki, nicht just eben, zehn Jahre nach Canisius klar gemacht wie die römisch-katholische Kirche den massenhaften sexuellen Missbrauch an kleinen Kindern einschätzt?

Woelki missbrauchte die Opfer öffentlich ein zweites Mal, verhöhnte sie und entschied klar und deutlich lieber einen Sextäter zu schützen, mit dem er privat befreundet ist.

[…..] "Gaudete - freut euch im Herrn allezeit!" Unter dieser Überschrift steht in der katholischen Liturgie der dritte Adventssonntag. Er markiert die wachsende Vorfreude auf die Geburt des Herrn, des Erlösers. Den Gaudete-Sonntag hatte der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, zum Anlass genommen für eine kurze Video-Botschaft. "Die Kirche will uns ermutigen, froh zu sein", sagt Woelki da. "Christen haben immer schon die Ungerechtigkeiten und die Dunkelheiten dieser Welt gesehen. Sie blenden das Unheil nicht einfach aus."    Nur mit einer sehr großen Verdrängungsleistung kann man den Worten des Kölner Erzbischofs zuhören, ohne Unbehagen zu empfinden. Was ist mit den Ungerechtigkeiten und dem Unheil in der Kirche? Die katholische Kirche selbst trägt eine große Dunkelheit in sich. Es sind die entsetzlichen Taten ihrer Priester und Ordensleute, die Vergewaltigungen und Übergriffe, der geistliche Missbrauch, die Erpressungen, die Vertuschung, das Wegschauen. In diese Dunkelheit wird in manchen Diözesen bis heute höchstens mit einer schwachen Funzel hineingeleuchtet. Wenn überhaupt.

Besonders finster sieht es derzeit im Erzbistum Köln aus. […..]   Ein Gutachten sollte dort schonungslos offenlegen, welche Generalvikare und Personalchefs sich mitschuldig gemacht haben, indem sie Täter einfach nur versetzt und so neue Taten ermöglicht haben. Doch die Untersuchung bleibt unter Verschluss. […..]   Das an sich ist schon unfassbar, doch besonders schändlich war der Umgang Woelkis mit dem Betroffenenbeirat. Die Mitglieder wurden in einer eilig einberufenen Sondersitzung mit einer Juristen-Phalanx konfrontiert. Sie wurden unter Druck gesetzt und sollten den Daumen senken über ein Gutachten, das sie selbst gar nicht kannten. Dass die Betroffenen sich nun retraumatisiert und erneut missbraucht fühlen, das hat Woelki in Kauf genommen. Inzwischen steht er sogar selbst unter dem Verdacht, einen befreundeten Priester-Täter geschützt zu haben. Und nun stellt er sich vor einen geschmückten Altar und predigt von der Freude der Christen? […..]

 (Annette Zoch, SZ, 15.12.2020)

Und diese Kirche wird auch Weihnachten 2020 weiter unterstützt und finanziert.

So gut finanziert, daß Kardinal Marx insgesamt 600.000 Euro aus seinem Privatvermögen übrig hat, sie für die Opfer zu stiften.

Jahrzehnte B10-Bezüge von 13.500 Euro steuerfrei im Monat machen es möglich Geld zu sammeln, während er mietfrei im gewaltigen Rokoko-Palais Holnstein residiert, für dessen Renovierung der bayerische Staat acht Millionen Euro Steuergeld springen ließ und darüber hinaus noch für 17 Millionen Euro den Palazzo Marx in Rom kaufen kann, damit er auch während seiner Vatikan-besuche standesgemäß übernachten kann.

Papst Franzen Kirchen der Armen und der Barmherzigkeit, die wir alle bitte auch weiterhin unterstützen sollen.