Freitag, 28. Juli 2017

Pech-Triple für die Kalifatskämpfer.



Für deutsche Salafisten schien sich der Weg nach Syrien/Irak zu lohnen.
Es sieht nach einer win-win-win-win-Situation aus.

1.) Kein nasskaltes deutsches Wetter mehr. In Bagdad zum Beispiel sind heute mollige 47°C im Schatten.
2.) Die Ballerspiele haben wesentlich bessere 3D-Effekte, als das Zeug zu Hause am Familien-PC.
3.) Sex so viel man will, da eine IS-Fatwa jedem Kämpfer beliebig viele Sexsklavinnen zuspricht, die nach Herzenslust vergewaltigt werden sollen.
4.) Das Paradies ist nah, da der Tod fast automatisch eine Märtyrertod ist und man dann mit 72 Jungfrauen belohnt noch paradiesischer lebt und noch mehr Sex hat.

Das wirkt schon mal verlockend.

Blöderweise gab es in letzter Zeit mehrere echte Dämpfer für das romantische Abenteuerleben der Kalifatisti.

A.)

Der kurdische Kampfverband YPJ setzt Soldatinnen ein.
Das ist ganz schlecht für den Gläubigen ISler, denn wenn man von so einem schwanzlosen Ungeheuer getötet wird, kann man die 72 Jungfrauen vergessen.
Da versteht Allah keinen Spaß: Kein Penis am Killer bedeutet kein Märtyrer.

[….] Beim Anblick von weiblichen Soldaten schlottern den Dschihadisten offenbar die Knie. [….] Es sind weder die russischen Super-Bomber noch die deutschen High-Tech-Aufklärungsflugzeuge, die den IS das Fürchten lehren. Es sind Mädchen.
Seit drei Jahren kämpfen kurdische Fraueneinheiten gegen die Dschadisten in Syrien. 2012 entstand der Frauenkampfverband YPJ, ein Ableger der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), einer kurdischen Nationalbewegung, die für politische Autonomie kurdisch besiedelter Gebiete in der Türkei kämpft.
Bis zu 10.000 Frauen kämpfen als Freiwillige in dem Verband. Bei der mehrmonatigen verzweifelten Schlacht um Kobane kam dem YPJ eine entscheidende Rolle zu. Die Geheimwaffe der kurdischen Kämpferinnen: Ihr Geschlecht.
"Isis hat Angst vor Mädchen", erzählten die Soldatinnen dem US-amerikanischen TV-Sender CNN. "Die Dschihadisten denken, dass sie im Auftrag des Islam kämpfen. Sie glauben, dass wenn ein IS-Kämpfer von einem Mädchen, einem kurdischen Mädchen, getötet wird, dass er nicht in den Himmel kommt", sagte die 21-jährige Kommandeurin Telhelden. Der immer noch seltene Anblick von weiblichen Kämpfern gehöre daher zu den strategischen Vorteilen des YPJ. […..]

B.)

Gerade war man den unfreundlichen Mädchen in Deutschland entkommen, die erstaunlicherweise etwas dagegen haben vergewaltigt zu werden, da setzt das Kalifat ausgerechnet eine 16-Jährige Sächsin, Linda W. aus Pulsnitz, als Moralapostel ein.
Es soll hier ja kein Volksstamm beleidigt werden, aber Spielverderber mag sowieso niemand und wenn die dann auch noch sächsisch sprechen, ist das Maß voll.

[…..] Allerdings gibt es beim IS auch Kämpferinnen und eine Art weibliche Scharia-Polizei. Die Frauen, die dort arbeiten, sollen die Einhaltung islamischen Rechts unter Frauen kontrollieren. […..]

[…..] Ein Offizier der irakischen Antiterroreinheiten sagte, die Frauen hätten Waffen und Sprengstoffgürtel in ihrem Besitz gehabt, um irakische Truppen anzugreifen. Demnach arbeiteten sie für Einheiten, die sich als Polizei des IS sehen. Unter den Festgenommenen seien auch Frauen aus Russland, der Türkei, Kanada und Tschetschenien gewesen. […..]

Und als ob rabiate Kurdinnen und Teenager-Sächsinnen nicht ausreichen würden, bekommen es die Kalifatskämpfer nun auch noch mit Schwulen zu tun.

C.)

Die Anti-Terror-Tunten greifen an!


[….] In der syrischen Stadt soll sich eine lesbisch-schwule Kampfbrigade gegen die Terrormiliz IS gebildet haben.
Den Tod haben die Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einkalkuliert, viele von ihnen sehnen sich danach, als Märtyrer zu sterben. Was ihnen jedoch im Jenseits droht, wenn sie im Kampf gegen die angeblich neueste Anti-IS-Brigade in Raqqa ums Leben kommen, möchten sich die Dschihadisten wohl nicht so gern ausmalen. Schon wer von einer der Frauen erschossen wird, die in den kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) gegen den IS kämpfen, hat keine Chance aufs Paradies, heißt es in der Vorstellungswelt der Dschihadisten. Und jetzt gibt es auch noch "TQILA", ausgesprochen Tequila: "The Queer Insurrection und Liberation Army", auf Deutsch etwa "die queere Revolten- und Befreiungsarmee". Eine Miliz für all jene also, die eine Festlegung auf klassische Geschlechterrollen und eng definierte sexuelle Identitäten ablehnen.
Als vor wenigen Tagen eine Fotoserie auftauchte, die vermummte Militante mit einem Banner vor ausgebombten Betonbauten zeigten, die angeblich in Raqqa stehen, war die Aufregung im Netz groß. Neben einer Regenbogenfahne und einem rosa Banner, das ein Sturmgewehr und ein Anarchiezeichen schmückte, hielten die Kämpfer ein Transparent hoch: "These Faggots Kill fascists", war darauf zu lesen - "diese Schwuchteln töten Faschisten". In ihrem Gründungspamphlet teilte die Gruppe TQILA mit, Teil der "Internationalen Revolutionären Volksguerillakräfte" (IRPGF) zu sein, einer Freiwilligenarmee, der sich militante Linksradikale aus der ganzen Welt angeschlossen haben. [….] Dass sich nun eine "queere" Miliz gebildet haben soll, würde also durchaus zur linken Unterstützerszene der Kurden passen. Und es wäre eine militante Reaktion auf die menschenverachtenden Taten des IS: Die Propaganda-Abteilung der Dschihadisten verbreitete unermüdlich Videos, in denen ihre Schergen vermeintliche Homosexuelle von Hausdächern warfen. Wer den Sturz überlebte, wurde zu Tode gesteinigt. [….]

Arme ISler..

Da will man nur in Ruhe morden, brandschatzen und vergewaltigen und schon machen einem Feministinnen und Schwuchteln den ganzen Spaß kaputt….


Donnerstag, 27. Juli 2017

Wenn man CDU wählt.


Ohne die Vegetarier-versus-Fleischesser-Pandorabüchse wieder zu öffnen, unterstelle ich den Fleischessern unter uns, daß viele von ihnen kein Interesse an unnötiger Tier-Qual haben.

Sicher, auch Fleischesser könnten mehr Druck auf die Mastbetriebe und Schlachthöfe ausüben, indem sie höherpreisiges Biofleisch kaufen würden.
Nie war Fleisch so billig und nie aßen Deutsche so viel Fleisch. Daran sind Verbraucher und Anbieter gleichermaßen beteiligt.
Würde das ganz billige Zeug nicht wie verrückt gekauft, könnten sich die Produzenten auch umstellen, um Kühen und Schweinen ein etwas artgerechteres Leben zu bieten.

Wenige Menschen haben viel Appetit auf ein Grillhuhn während sie die unfassbar grausamen Bilder aus den Hühnerfabriken sehen.

Aber man muss kein schlechter Mensch sein, um diese Schockbilder auch ganz schnell wieder zu vergessen und am nächsten Morgen doch wieder gegrillte Hähnchenbrust zum Frühstück zu bestellen.
Wir Menschen sind Verdränger; weltmeisterliche.

Ja, es gibt immer wieder die Horrorvideos aus der Schweinemast, aber nur wenige reagieren konsequent darauf.

Wenn auf die Vernunft der Verbraucher kein Verlass ist, kann man immerhin noch auf die Politik hoffen, die manchmal das Volk in die richtige Richtung zwingen muß.

Welcher Normalverbraucher kann schon die Zustände in den Tiermastbetrieben überprüfen?
Dafür gibt es Behörden und eine politische Führung in den jeweiligen Landwirtschaftsministerien.
So ein Landwirtschaftsminister hat dafür zu sorgen, daß Profitgier nicht die Gesundheit der Menschen und das Tierwohl völlig überlagert.
Die Politik erfüllt also in diesen Fällen eine den reinen Markt bremsende Funktion.

In einer idealen Welt müssten einen also auch Schockbilder aus Schweinemastbetrieben nicht in Panik versetzen, weil man wüßte, daß mit dem Bekanntwerden solcher Zustände das zuständige Ministerium einschreitet und die Verantwortlichen zur Raison bringt.

In Nordrhein-Westfahlen allerdings haben die Verbraucher gerade erst die rotgrüne Regierung davon gejagt und sich mit Herrn Laschet Schwarz-Gelb installiert.

Wie so oft in der CDU praktiziert auch Laschet eine extreme Bock-zu-Gärtner-Politik und machte die Betreiberin eines großen Tierqualbetriebes gleich selbst zur Landwirtschaftsministerin.

[….] Die frisch gekürte nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU) ist nach einem Fernsehbericht über Haltungsbedingungen im familiären Schweinemastbetrieb politisch unter Druck geraten. SPD und Grüne im Düsseldorfer Landtag forderten am Donnerstag eine parlamentarische Aufarbeitung - Tierschutzorganisationen verlangten bereits ihren Rauswurf. Die Ministerin aus der erst seit zwei Wochen amtierenden Regierung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wollte sich persönlich nicht äußern. [….]

Kann man sich nicht ausdenken.
Das ist ein typischer Fall von „deswegen wähle ich nicht CDU oder FDP“.


Abscheuliche Bilder, die auch in der Sendung STERN-TV diskutiert wurden.


Die Albert-Schweitzer-Stiftung sammelt unterdessen Unterschriften zur Entlassung der CDU-Landwirtschaftsministerin.

Nordrhein-Westfalens neue Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU) ist in ihrem Amt absolut untragbar. Aufnahmen aus den Schweineställen ihres Familienbetriebs zeigen schwer verletzte Tiere mit klaffenden Wunden, die ohne ausreichend Wasser im Dreck vor sich hin vegetieren. Auch Fachleute sind von den dokumentierten Zuständen entsetzt. Am 12. Juli 2017 hatte stern TV die von Tierschützern gedrehten Aufnahmen veröffentlicht. Diese waren kurz vor der Amtsübernahme von Schulze Föcking entstanden.
Wir haben Strafanzeige gegen die Ministerin Schulze Föcking gestellt. Zudem fordern wir vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet ihre sofortige Entlassung. Unterstützen Sie unsere Forderung!


Mittwoch, 26. Juli 2017

Der liebe Gott liebt alle seine Kinder



Das ist eine Pest, wenn sich viele Ärzte, die lange studiert haben um ein sehr krankes Kind kümmern, gewaltige Kosten anfallen und bei einem Heilungserfolg Jesus und Gott gedankt wird.

Vor einigen Monaten konnte ich mir eine entsprechende Bemerkung gegenüber einer amerikanischen Cousine nicht verkneifen, die sich nach kompletter Entfernung von Eierstöcken, Brüsten und Uterus sowie Chemotherapie anschließend dank der modernen plastischen Chirurgie nicht nur wieder gut und gesund fühlte, sondern der man äußerlich auch nichts mehr ansah.
Sie bedankte sich bei all ihren Freunden, die für sie gebetet hätten. Die prayers hätten sie gerettet.


Natürlich hatte ich Mitleid ob ihrer ursprünglichen Befundes; ich kenne sie mein ganzes Leben lang.
Aber andererseits kann ich nicht völlig ignorieren Atheist zu sein und daher mußte ich schon erwähnen, daß es angemessen wäre den Ärzten und Forschern in der Pharmaindustrie zu danken, die mutmaßlich nur zu geringem Teil Christen sind und im Übrigen wäre mir ein Gott lieber, der erst gar nicht so vielen Menschen Krebs verpasst.

Für Atheisten ist das ungerecht, wenn ein allmächtiger Gott den Lob einheimst eine Krankheit geheilt zu haben, aber nie beschuldigt wird, die Krankheit überhaupt ausgelöst zu haben,
Jesus steht in den Augen der Gläubigen immer gut da. Wenn das Kind, der Ehepartner oder der Bruder doch stirbt – und wir sterben schließlich alle - wird ein Behandlungsmisserfolg nur den Ärzten und nicht Jesus angelastet.

Das Denken der Religioten stellt für mich immer noch ein Faszinosum dar.
Obwohl es offensichtlich ist, daß Gott noch nie einen Gelähmten wieder gehend machen konnte, daß nie ein fehlendes Bein nachwuchs, oder fehlende Augen plötzlich erschienen, glauben sie hartnäckig an Gottes Wirken bei kleineren Krankheiten.
Und nicht nur das.
Obwohl Gott für alles einen Plan hat und alles vorbestimmt ist, glauben Gläubige blasphemisch doch, sie könnten IHN durch Gebete beeinflussen.
Für sie ist Gott sogar bestechlich. Es kommt nämlich auf die Quantität der Gebete an.
So ein einzelnes schwarzes Kind im Südsudan mit schwerem Marasmus geht eben schnell drauf, weil es niemand kennt und daher auch nur wenige für es beten. Wenn aber Millionen für eine (mutmaßlich weiße) Person beten, weil sie reich und berühmt ist, ist Gott schon eher bereit zu helfen.

Für Syrien und die in Afrika verhungernden Kindern zu beten, sollte eigentlich jeden denkenden Menschen zum kleinen Bruder der großen Theodizé-Frage führen, nämlich Why Won’t God Heal Amputees?

Daß Päpste so eindringlich das Nichtfunktionieren der Beterei beweisen erinnert an QVC-Moderatoren, die einen Fleckentferner anpreisen, der aber kontinuierlich bei Demonstrationen im Studio keinen einzigen Fleck rausbekommt.

Deswegen beten Amputierte nicht dafür, daß ihnen über Nacht ein Bein oder ein Arm nachwächst.
Dies ist nichts anderes als das Eingeständnis, daß Gott gar nicht heilen kann.

Denn WÄRE er ALLmächtig, könnte er schließlich genauso einen Arm nachwachsen lassen („ein Wunder“) wie die französische Ordensschwester Marie Simon-Pierre „über Nacht“ von Parkinson zu befreien und damit seinem ehemaligen Vize Woytila zur Seligkeit zu verhelfen.

In Wahrheit wissen wir aber keineswegs, weswegen die Nonne geheilt wurde.
(Franz outed sich – Teil VI, 20.04.2014)

Für den zu Parkinson analogen Fall eines Tumors schreibt „whywontgodhealamputees.com“ sinngemäß:

Bevor man sich nicht die Zeit nimmt hierüber einmal rational nachzudenken, erscheint die Situation nicht eindeutig zu klären. Sowohl Gott kann hier geheilt haben, wie die Gläubigen glauben, wie auch der Arzt und die Medizin. Oder es kam zur Spontanheilung durch das eigene Immunsystem. Wenn der Tumor verschwindet kann dies mit anderen Worten durch verschiedene Ereignisse geschehen sein. So kann es lediglich ein zufälliges Zusammentreffen von Ereignissen gewesen sein, dass Sie gebetet haben und die Heilung erfolgte. Dann hätten die Gebete absolut Nichts mit der Heilung zu tun gehabt. Wie können wir also entscheiden, ob Gott die Heilung verursachte oder irgendein anderer Effekt?
Ein Weg besteht darin, die Uneindeutigkeit aus solchen Ereignissen zu eliminieren. In einer eindeutigen Situation können wir entscheiden, ob Gott etwas mit der Heilung zu tun hat oder nicht.

Eindeutigkeit, also Hoffnungslosigkeit besteht aber bei Amputierten.
Es gibt kein medizinisches Verfahren Beine nachwachsen zu lassen. Es ist noch nie eine Spontan-Beinnachwachsung beobachtet worden. Ein allmächtiger Gott sollte das aber können, sonst wäre er qua Definition gar kein Gott. Zudem sagt Jesus, daß jedes Gebet erhört wird.

Was passiert also, wenn wir zu Gott beten, er solle einen Amputierten heilen? Nach Aussage der Bibel müssten nun die fehlenden Gliedmaßen nachwachsen. In Wirklichkeit tun sie dies natürlich nicht. Warum tun sie es nicht? Weil Gott eine Illusion ist! Man beachte, dass es in dieser Situation keinerlei Mehrdeutigkeit gibt! Es gibt absolut nur einen einzigen Weg wie ein amputiertes Glied nachwachsen kann. Dieser einzige Weg würde darin bestehen, dass Gott ein Wunder wirkt. Gott müsste die Gebete erhören! Was wir aber finden ist, dass wann immer wir eine eineindeutige Situation herstellen, in der es keinen Raum für das Zusammentreffen zweier Ereignisse gibt, wir niemals eine Antwort Gottes auf Gebete finden. Gott beantwortet NIEMALS Gebete, wenn diese Antwort nicht durch bloßen Zufall geschehen kann.

Tatsächlich gibt es diverse groß angelegte Studien, die finanziert von Christen zu dem für sie niederschmetternden Ergebnis kamen, daß Gebete beim Krankheitsverlauf gar nicht helfen.

Würde stimmen, was in der Bibel steht, könnten wir ohnehin Hunger und Krankheiten recht einfach überwinden:

You can see the same effect in the following prayer. Let's assume that you are a true believer and you do believe that God cures cancer. What would happen if we get down on our knees and pray to God in this way:
Dear God, almighty, all-powerful, all-loving creator of the universe, we pray to you to cure every case of cancer on this planet tonight. We pray in faith, knowing you will bless us as you describe in Matthew 7:7, Matthew 17:20, Matthew 21:21, Mark 11:24, John 14:12-14, Matthew 18:19 and James 5:15-16.
In Jesus' name we pray, Amen. We pray sincerely, knowing that when God answers this completely heartfelt, unselfish, non-materialistic prayer, it will glorify God and help millions of people in remarkable ways.
If God cures cancer, then this is an easy prayer for an omnipotent, all-loving God to answer.
The fact is, what this prayer does is remove ambiguity. As soon as we do that, we see the true nature of "God."
There is no way that a coincidence can answer this prayer, and, sure enough, the prayer goes unanswered.
If you look at the data, you can see exactly what is happening here:
When we pray to God about any non-ambigous situation, God never answers the prayer.
When we analyse any ambiguous prayer using statistical tools, we find zero effect from prayer.

Gott existiert also nicht, oder das was in der Bibel über ihn steht ist alles Bullshit.


 Es ist offensichtlich, daß Gott keine Armen mag.
So ließ sich der fromme John McCain seinen Hirntumor in einer sehr teuren Privatklinik und nicht etwa in einem staatlichen Veteranenkrankenhaus operieren, um dann rapid-geheilt in den US-Senat zu eilen, damit er die entscheidende Stimme abgeben konnte, um 30 Millionen ärmeren Amerikanern die Krankenversicherung zu nehmen.

Des lo vult.

Übrigens ist Gott recht kreativ dabei Kinder leiden und im Stich zu lassen.


SZ-Autor Johannes Böhme leistete vor neun Jahren seinen Zivildienst im Norden Hamburgs.
Dabei fuhr er kranke, unterentwickelte und psychisch auffällige Kleinkinder zur Sonderschule.
Vor zwei Wochen berichtete er im SZ-Magazin davon wie sich diese Kinder nach neun Jahren entwickelt hatten.

Gott hat für die Jungs und Mädchen so einiges ausgedacht.
Lion zB, inzwischen 15, wurde sein Leben lang gehänselt, war sein Leben lang krank. Seine Mutter hat fünf Kinder von fünf Vätern, ist alleinerziehend. Ihm hat der Liebe Gott das Alagille-Syndrom aufgedrückt.


[….] Das Alagille-Syndrom ist eine "multisystemische Entwicklungsstörung". Die Eltern vererben sie an die Kinder. Wenn man Glück hat, trifft es nur die Leber, den Gallengang. Wenn man Pech hat, auch das Herz, das Auge, dann verformen sich das Skelett und das Gesicht, und das Gehirn ist beeinträchtigt. Es ist, als würde ein grausamer Gott mit den Teilen des Körpers Schiffeversenken spielen.
Die Krankheit wurde bei Lion erst vor fünf Jahren festgestellt. Er hat eine "schwere Lerneinschränkung an der Grenze zur geistigen Behinderung" - eine Folge des Alagille-Syndroms. Seine Leber ist nicht voll funktionsfähig. Er hat einen Nystagmus, ein Flimmern der Augen, bei dem seine Pupillen hin und her zucken wie ein Ball in einem Flipperautomaten. Er wird sein Leben lang darauf achten müssen, was er isst. Alles, was seine Leber belastet, ist tabu; er braucht viele leichtverdauliche Fette.
Die Diagnose war Schreck und Erleichterung zugleich. Erleichterung, weil sie endlich wussten, woran sie waren. Schreck, weil klar war, dass Lion für den Rest seines Lebens gegen die Krankheit kämpfen würde. Kein Arzt kann die Krankheit heilen, aber sie lässt sich mit richtiger Ernährung im Griff behalten. [….] Lange Sätze strengen ihn an.
Lion ist groß geworden, aber schmal, als hätte man den kleinen Jungen einfach in die Länge gezogen. [….] Doch das größte Problem ist die Schule. Das Mobbing fing schon in der Grundschule an. Da haben sie ihn gehänselt, weil er die Fragen der Lehrer nicht verstanden hat. Beim Fußballtraining haben sie ihn gehänselt, weil er den Anweisungen des Trainers nicht folgen konnte. Lion ist aufgewachsen mit dem Gefühl, zu dumm zu sein, zu langsam. Er hat auf seine Art reagiert. Hat Feuerzeuge geklaut und versucht, sein Bett und seine Matratze anzuzünden. Seine Mutter lag abends mit ihm zum Kuscheln im Bett, als sie lauter schwarze Kreise mit braunem Rand fand, Kokelspuren, die die Matratze überzogen wie kleine Krater den Mond.
Ein anderes Mal rannte er vor den Augen der Nachbarn einfach auf die Hauptstraße, mitten in den Verkehr. Ein Nachbar zog ihn von der Straße. Offenbar wollte er, dass ein Auto ihn anfährt. Ein anderes Mal versuchte er, sich oben im Treppenhaus vom Treppengeländer zu stürzen. Man hat diese Hilfeschreie, in Ermangelung eines besseren Ausdrucks, "Selbstmordversuche" genannt.
Lion kam in die Psychiatrie. Und danach in eine neue Schule. Eine Sonderschule. Dort wurde es eine Zeitlang besser. [….] Es war eine sehr übersichtliche Schule, fast mehr eine große Familie, und er gehörte zu den besseren Schülern. Aber die Schule wurde geschlossen.
Nun ist er wieder da, wo er angefangen hat. In einer normalen Schule. Es läuft nicht gut. Wenn er aus der Schule kommt, wirft er sich oft in Klamotten aufs Bett und steht bis zum nächsten Morgen nicht mehr auf. Seine Mutter muss ihn dann abends zwingen, zumindest noch etwas zu essen. [….] Er muss immer noch jedes Jahr ins Krankenhaus, immer das volle Programm, Uniklinik in Eppendorf, erst Kardiologie, dann Nephrologie, Leberambulanz, Stoffwechselambulanz und zum Schluss der Augenarzt. Einmal den gesamten Körper durchchecken lassen. Krankenhäuser werden Lion immer begleiten. [….]
(SZ-Magazin, 07.07.17, s.20)

Wie Gott doch alle liebt!
Oder Patrick, heute 16, bei dem erst im Alter von fünf Jahren entdeckt wurde, daß er nicht sprechen und hören konnte, weil er eine Wassereinlagerung hinter den Ohren hatte. Die Eltern bemerkten es nicht. Die Mutter schizophren, der Vater überfordert. Patrick wurde dann operiert, konnte aber den Rückstand nie mehr aufholen.

[…..] Patrick ist immer noch auf derselben Schule, und auch sonst ist Patrick das Kind, bei dem sich am wenigsten geändert hat. Er wohnt in derselben Wohnung wie damals, er wird morgens mit einem Sprinter abgeholt. Er hat anders als die anderen Kinder nie aufgehört, diese Fahrt zu machen. Wenn er um drei Uhr nach Hause kommt, ist er meistens so müde, dass er Mittagsschlaf macht. [….] Es gibt einige Fortschritte: Er spricht jetzt. Klar und deutlich. Aber in wenigen Worten, kurzen Sätzen und mit etwas kreativer Grammatik. Er kann lesen und schreiben, worauf er stolz ist. Es gibt bei Patrick keinen biologischen Grund, keinen Gehirnschaden, keine Erbkrankheit, die es unmöglich machen würden, dass er einen Hauptschulabschluss schafft. Und dennoch wird es dazu wahrscheinlich nie kommen.
Woran das liegt, kann niemand endgültig sagen. Eine Pädagogin, mit der ich spreche, vergleicht die Intelligenz eines Kindes mit einem Gefäß, das gefüllt werden muss. Es gibt Kinder, die hatten schon immer mehr Platz in ihrem Gefäß. Aber die alles entscheidende Sache ist, dass es gefüllt werden muss.
An meinem ersten Tag im Kindergarten hatte mir mein Chef verboten, Patrick an seine Mutter abzugeben. Sie hatte gerade das Sorge­recht verloren, war drei Monate in der Psychiatrie gewesen, wegen ihrer Schizophrenie. […..]
(SZ-Magazin, 07.07.17, s.26)

Danke Gott für so ein schönes Leben.


Dienstag, 25. Juli 2017

Auf dem Holzweg



In einer Demokratie ist es keine Option nicht zu wählen.
Man darf dabei allerdings nicht die absurde Vorstellung haben eine Partei richte sich zu 100% nach den persönlichen Meinungen.
Wenn wie in Deutschland 82 Millionen Einzelmeinungen in gerade mal zwei Dutzend Parteien auf unserem Bundestagswahlzettel einfließen, kann der Einzelwähler keine individuell auf ihn persönlich abgestimmte Programmatik erwarten.
Parteien wirken bei der Meinungsbildung im Volk mit. Das ist eine wechselseitige Beziehung. Parteivertreter versuchen einerseits das Volk von ihrem Programm zu überzeugen und andererseits finden Volkes Meinungen Eingang in Parteiprogramme.
Dabei sind Wähler und Parteien als die beiden Entscheider in einer Demokratie nicht die einzigen Player. Beide Seiten werden mit enormem Aufwand von Lobbyisten aller Art, Journalisten und Kirchen umgarnt.

Diese kontinuierliche Einflussnahme in beide Richtungen kann zu vernünftigen Resultaten führen. So will beispielsweise auch die CDU aus der Atomkraft aussteigen, kriminalisiert Schwule nicht mehr und lehnt nun auch mehrheitlich die Straffreiheit von Vergewaltigung in der Ehe ab.
In all diesen Fällen waren „die Menschen da draußen“ fortschrittlicher und vernünftiger als die Partei, die sich letztendlich anpassen mußte.

Es kann auch umgekehrt sein. So wurde ein Umweltbewußtsein erst durch eine Partei mit drastischer Programmatik in das Volk übertragen.
Mülltrennung, Pfandflaschen, FCKW-Verbot in Haarsprayflaschen, Katalysatorenzwang für Autos, Ökostromvorgaben, Ächten von Plastikverpackungen erschien den Bürgern zunächst als staatliche Bevormundung. Konservative lehnte all das als wirtschaftsschädlich ab.
Inzwischen sind umweltschützende Maßnahmen breit akzeptiert.
CSU-Wähler und Linke-Fans würden es vermutlich gleichermaßen verdammen, wenn ich Plastiktüten in den Wald werfe.

Manchmal verweigern sich alle Parteien unisono vernünftigen Ansichten der Bevölkerung, weil sie unter besonders extremen Einfluss der Kirchen stehen.
Dafür stehen die Themen Patientenverfügung, Sterbehilfe, assistierter Suizid.
Gewaltige Mehrheiten von weit über 80% der Bevölkerung lehnen die letzten diesbezüglichen Gesetzesverschärfungen ab und sprechen sich für ein selbstbestimmtes Sterben aus.

In anderen Fällen übernehmen Parteien wider besseres Wissen eine völlig unvernünftige Mehrheitsmeinung des Volkes. Das ist beim Tabu des Autobahntempolimits der Fall. Rasen ist umweltschädlich und führt zu weit mehr Verletzten und Toten. Daher gibt es auch in jedem Land der Erde ein Autobahntempolimit. Außer in Deutschland, weil sich der hiesige Michl irrationalerweise über sein Recht aufs Todesrasen definiert.
Daher traut sich keine große Partei ein allgemeines Tempolimit zu fordern.

Da die Beeinflussungen kontinuierlich und dynamisch sind, sollte man möglichst viel partizipieren.

Das bedeutet bei einer Wahl das kleinste Übel auszusuchen.
Wenn zwei Dutzend Parteien antreten, kann es rechnerisch dazu führen, daß ein Kandidat, mit dem man zu 10% programmatisch übereinstimmt und den man zu 90% inhaltlich ablehnt, bereits das kleinste Übel ist, das man also auch wählen muss, wenn man mit dessen Konkurrenten noch etwas geringere Schnittmengen hat.
In dem Fall beeinflusst man als Wähler den politischen Prozess mit der Stimme für jemand, den man zu 90% ablehnt immer noch in die eigene Richtung.

Besser, sinnvoller und direkter geht die Beeinflussung einer Partei über eine Mitgliedschaft, die ich immer wieder nachdrücklich jedem empfehle.
Anders als bei einer einmaligen Wahlentscheidung reicht aber für eine Parteimitgliedschaft keine 10%-Übereinstimmung, weil man als Mitglied auch seine gesamte Partei stärkt, indem man sie über den Mitgliedsbeitrag finanziell unterstützt und weil Parteien natürlich auch mit ihrer Mitgliederzahl werben.

Um einer Partei beizutreten, sollte man mit 51% der Programmpunkte übereinstimmen.

Die Quote schaffe ich bei der SPD locker.

Allerdings sind bei potentiell bis zu 49% Ablehnung auch erhebliche Spielräume, um sich die Haare zu raufen, wenn man die eigene Partei betrachtet.

Ich werbe für die SPD, aber bin nicht parteiblind. Manchmal gefallen mir die Positionen von Linken oder Grünen besser, gelegentlich lehne ich einzelne Partei-Spitzenvertreter oder bestimmte Pläne so massiv ab, daß ich mich in diesem Blog fürchterlich aufrege. Herr Gabriel, Herr Thierse, Frau Nahles, Herr Oppermann, Frau Griese, die Thüringer, die Berliner Genossen haben immer wieder meinen verbalen Zorn zu spüren bekommen.

Rein zufällig bin ich von der Hamburger SPD verwöhnt.
Nicht nur ist der Hamburger Landesverband derjenige, der mit Abstand die besten Wahlergebnisse vorweist, sondern ich halte Olaf Scholz auch für einen ausgesprochen guten Verwalter.
Hinzu kommt, daß mir seine unprätentiöse, gelassene und seriöse Persönlichkeit ausgesprochen gut gefällt.
Was für ein Luxus nach den vielen Jahren CDU-Beust einen Bürgermeister zu haben, der nicht nur von der eigenen Partei stammt, sondern den man wirklich gern unterstützt.

Meine Übereinstimmung mit der Scholz-SPD Hamburgs liegt sehr viel höher als 51%. So ein Glück.

In diesem Fall schmerzt es besonders, wenn sich die Heimat-Genossen im G20-Nachspiel so verrennen, daß man sie kaum noch verteidigen kann.

Ich bin geneigt Scholz Kredit zu geben, weil er in einer NoWin-Situation steckte.

(…..) Es ist offensichtlich, daß sich Scholz heftig vergaloppiert hat.
Aber immerhin war es nun mal Angela Merkel, die den Gipfel unbedingt in Hamburg abhalten wollte. Als Bürgermeister der so geehrten und ausgekorenen Stadt zu sagen "Nö, da haben wir keinen Bock drauf" wäre ebenfalls eine sehr schlechte Option gewesen.
Dann wären CDU und FDP über ihn hergefallen und im Wahlkampf hätte man sich ewig anhören müssen, daß der SPD sicherheitstechnisch nicht zu trauen sei, daß sie sich vor dem linken Mob kapituliere.
Und hätte ein CDU-Bürgermeister Trepoll etwa zu seiner Kanzlerin und Parteichefin gesagt „such dir gefälligst eine andere Stadt für deine Gipfel-Show?“

A posteriori meine ich schon, daß Scholz besser "Nein" gesagt hätte, aber an ihm hätte dann erst recht das Loser-Image geklebt. Es war eine no-win-Situation.
Gegen die Guerilla-Taktik der organisierten G20-Protestierer, die mal in schwarz Pflastersteine werfen, dann blitzschnell umgezogen sich in bunt unter friedliche Demonstranten mischen gibt es in einer 1,9 Millionen-Stadt auf 756 km2 ohnehin keine Polizeitaktik, die funktioniert – solange man sich in einem demokratischen Rechtsstaat befindet und nicht wie in China oder Saudi Arabien vorgehen kann. (….)

Ich verstehe außerdem, daß man als oberster Dienstherr der Polizei, der mit für den Einsatz, den die Polizei nicht freiwillig machte, verantwortlich ist, ungern mit dem Finger auf „die Polizei“ zeigt.
Es ist ehrenvoll, wenn sich Scholz vor die Polizei stellt, der er den G20 eingebrockt hat.
Ich nehme an, der Bürgermeister wollte klarstellen, daß die Polizei nicht insgesamt gewalttätig war, daß man nicht der Polizei generell Gewalt unterstellen dürfe. Das ist auch richtig.
Scholz drückte sich aber unter dem Druck der Medien und der Konservativen etwas zu deutlich aus.

[….] Scholz verteidigte erneut die Arbeit der Polizei rund um den G20-Gipfel. Auf die Fragen, ob die Einsatzkräfte zu hart vorgegangen seien und ob es Anzeichen für Polizeigewalt gebe, sagte er: "Polizeigewalt hat es nicht gegeben, das ist eine Denunziation, die ich entschieden zurückweise." Auch bei Demonstrationen mit überwiegend friedlichen Teilnehmern hatte die Polizei teilweise Pfefferspray und Wasserwerfer eingesetzt.
"Ich will ausdrücklich sagen: Es gab sehr besonnene, sehr mutige, sehr schwierige Einsätze der Polizei. Und die Polizei hat wirklich alles getan, was möglich gewesen ist", so der Bürgermeister. [….]

So formuliert klingt es wie: „kein einziger der 21.000 Beamten wendete unangemessene Gewalt an“.
Das ist Unsinn, den der hochintelligente Scholz aus mir nicht bekannten Gründen nicht klar stellt.

Es mögen sich 99% der Polizisten korrekt verhalten haben, aber dennoch gab es einige (wie viele weiß ich nicht) Fälle von Polizeigewalt.
Es ist müßig darüber zu diskutieren, weil das auf Video festgehalten wurde.
Man kann das beispielsweise im YouTube-Kanal von „Unicorn Riot“ ansehen, aber auch die ARD zeigte unter anderem in der letzten PANORAMA-Sendung diese Bilder.


Anja Reschkes Sendung war, wie meistens, die beste und Lehrreichste zum Thema G20. Wer es noch nicht gesehen hat, möge sich die gesamten 29 Minuten ansehen.

Unterdessen beginnt sogar der rechts-bürgerliche CICERO-Chef die Hamburger Genossen zu bedauern.

[….]  Der rechtschaffene Prügelknabe
Nach den Randalen in Hamburg um den G20-Gipfel beginnt bei den Parteien das Spiel um die politische Verantwortung. Dabei zeigt sich ein Muster: Die SPD geht der CDU immer wieder auf den Leim. Den Sozialdemokraten fehlt dabei eine nicht sympathische, aber erfolgreiche Eigenschaft
Die SPD ist eine Partei, der man vieles anlasten kann, mit der man inhaltlich in vielen Punkten überkreuz liegen kann. Aber eines muss man ihr lassen. Sie ist eine Partei, die es sich nie leicht macht. Die es im Zweifel sogar lieber sich selbst als anderen schwer macht. Sie ist eine im Kern liebenswert (oder auch bedauernswert) rechtschaffene Partei. Sie ist keine ruchlose Partei. Sie ist oft zu gut für diese Welt. Wahrscheinlich ist das zwangsläufig so, wenn man Gerechtigkeit zu seinem obersten Grundwert erklärt. [….]

Offensichtlich ahnt die Hamburger SPD, daß etwas gründlich schief gelaufen ist, daß der G20 noch a posteriori für ganz ganz schlechte Stimmung in der Stadt sorgt.

Statt aber zuzugeben, daß man einiges falsch einschätzte, bleiben sie bockig auf ihrem Rechtfertigungskurs.
Die Hamburger Genossen werden nun von der Partei mit Rechtfertigungsstanzen versorgt…..

Wenn man in einem Loch sitzt, sollte man nicht weiter graben, sagte schon Rumsfeld.

[…..] Die Ham­bur­ger SPD hat ih­ren Mit­glie­dern ei­nen Ka­ta­log mit zwölf „Fra­gen und Ant­wor­ten zum G-20-Gip­fel in Ham­burg“ ge­mailt. Er soll den Ge­nos­sin­nen und Ge­nos­sen hel­fen, kri­ti­sche Fra­gen von Mit­bür­gern zur Si­cher­heits­la­ge wäh­rend des Gip­fels zu be­ant­wor­ten. Ob dies mit dem zwi­schen Pein­lich­keit und Pro­pa­gan­da os­zil­lie­ren­den Fünf-Sei­ten-Pa­pier ge­lingt, darf be­zwei­felt wer­den. Die Fra­ge „Hat sich der G-20-Gip­fel in­halt­lich ge­lohnt?“ be­ant­wor­ten die Ver­fas­ser so: „Das Fa­zit ist ge­mischt.“ Als größ­ten Er­folg wer­ten sie „die Waf­fen­ru­he in Sy­ri­en“, die auf dem Gip­fel bloß ver­kün­det, nicht aber be­han­delt wor­den war. Zum G-20-Rah­men­be­fehl der Ham­bur­ger Po­li­zei, in dem es heißt, „der Schutz und die Si­cher­heit der Gäs­te ha­ben höchs­te Prio­ri­tät“ (SPIEGEL 29/2017), und der un­wah­ren Aus­sa­ge des Ers­ten Bür­ger­meis­ters Olaf Scholz (SPD), es habe kei­ne Prio­ri­sie­rung ge­ge­ben, fin­den sich nur Ant­wort­stan­zen. Ei­gent­lich, so die Au­to­ren, habe die Po­li­zei „zu je­der Zeit“ alle schüt­zen wol­len. „Das hat in den meis­ten Si­tua­tio­nen sehr gut funk­tio­niert“, heißt es dort, of­fen­bar mit ei­ni­gem Rea­li­täts­ver­lust. „Lei­der“ habe es „bei ei­ni­gen An­grif­fen et­was län­ger ge­dau­ert, bis die Po­li­zei vor Ort war“. [….]
(Der Spiegel, 30/2017, s.21)

Zum Mitschämen.

Aber was soll’s? Ich liege immer noch bei über 51%.
Besser als die anderen Hamburger Parteien ist die SPD immer.