Montag, 26. Januar 2015

Neue Umdrehung im Gida-Dschungel


Wieso Spitzenpolitiker die sächsischen Gida-Bodensätze wirklich nicht durch ihre Anwesenheit aufwerten sollten, kann die Dresdnerin Katja Kipping erklären.

Bachmann, Kathrin Oertel und Co erzeugen Stimmungen.

[….] Ein libyscher Asylbewerber ist am Sonntagabend in der Dresdner Innenstadt von vier Männern zusammengeschlagen worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, ereignete sich der fremdenfeindliche Angriff an einer Straßenbahnhaltestelle. Einer der Tatverdächtigen habe den Hitlergruß gezeigt und "Ausländer raus!" sowie "Deutschland den Deutschen!" gebrüllt. Der Libyer konnte schließlich vor den Angreifern flüchten. Einer der Angreifer warf eine Bierflasche nach ihm[….] Vor Bekanntwerden dieses jüngsten Falls, hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl gemeinsam mit Amadeu-Antonio-Stiftung einen Bericht über Angriffe gegen Asylbewerber vorgestellt. Demnach gab es 2014 mehr als 75 tätliche Angriffe auf Flüchtlinge und doppelt so viele Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte. Die meisten "rassistisch motivierten Körperverletzungen" seien in Sachsen bekannt geworden. "Es ist katastrophal, dass Menschen, die hier Schutz suchen, rassistische Anschläge und Übergriffe befürchten müssen", sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt.
Die beiden Organisationen zählten im vergangenen Jahr 153 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, davon 35 Brandanschläge und 118 Sachbeschädigungen. Zudem dokumentierten sie 77 tätliche Angriffe auf Flüchtlinge und 256 flüchtlingsfeindliche Kundgebungen oder Demonstrationen. Pro Asyl und die Amadeu-Antonio-Stiftung sehen in den Zahlen ein "erschreckend hohes Maß an flüchtlingsfeindlicher Hetze und Gewalt".[….]

In Sachsen gibt es offenbar zwischen 0,2 %und 0,5 % Muslime. Tendenz abnehmend. Zuwanderung findet hingegen zu 80% durch Christen statt.
Aber der Anti-Islamismus ist selbstverständlich bei den dumpfen Dresdnern nur vorgeschoben. Sie mögen gruppenbezogene Gewalt jeder Art. Gewalt gegen Schwule, Schwarze, Linke, Obdachlose oder Juden.

Liste
Die gesamte Liste von hunderten gewalttätiger Übergriffe auf Flüchtlinge ist hier dokumentiert.

Warum ist das brutale Pack gerade in Sachsen so mächtig?
Auch dazu frage man die Dresdnerin Katja Kipping.

[….] Die CDU hat in Sachsen faktisch 25 Jahre durchregiert, nur manchmal gab es einen kleinen Koalitionspartner. Sie hat ganz offensichtlich nichts gegen einen sich verbreitenden Rassismus getan. Ganz im Gegenteil: Die Union hat den Humus dafür geschaffen. Zweitens hat sie über ein Vierteljahrhundert hinweg das Gefühl vermittelt: Egal, was man macht, Kritik, Protest, etc., der wird einfach arrogant bei Seite geschoben oder ignoriert. 25 Jahre faktische Alleinherrschaft der CDU haben nicht dazu beigetragen, Begeisterung für Demokratie in Sachsen zu verstärken.
[….] Pegida ist ja nicht einfach nur eine peppige Abkürzung. Das ist eine Organisation, die ganz klar mit Ängsten vor einer angeblichen Islamisierung des Abendlandes spielt. Pegida baut in der Grundanlage her auf rassistischen Vorurteilen auf.
[….]  Was ich mit Erschrecken feststelle: dieses unglaubliche Selbstbewusstsein, mit dem Pegida-Anhänger auftreten. Um nur ein Beispiel zu nennen: Sie sprechen zum Beispiel Krankenpfleger mit migrantischem Hintergrund an, fordern sie auf, mitzukommen zur Demo. [….] Mit den Organisatoren von Pegida, die auf Rassismus setzen, gibt es für mich keine Basis für ein Gespräch. Die Facebook-Einträge von Lutz Bachmann waren nur die Spitze des Eisberges. Sie haben gezeigt, dass es Pegida an jeglichem Respekt vor Menschen mangelt. Wer diese Organisation als gleichberechtigten Dialogpartner anerkennt, verharmlost sie. [….]

Erschreckende Aktualität bekommen ihre Ausführungen nach dem Totalausfall des Vizekanzlers heute erneut durch den offen xenophoben Sächsischen Innenminister Markus Ulbig, der in seiner CDU mit Ausländerfeindlichkeit punktet. Er hofft durch seinen Schulterschluß mit den Rechtsradikalen das Bürgermeisteramt Dresdens zu ergattern.
Möge ihn das Schicksal Boris Rheins ereilen, der als Hessischer Innenminister mit markig-rechten Sprüchen Oberbürgermeister Frankfurts werden wollte und damit die populäre CDU-Frau Petra Roth beerben wollte. Seine Schmutzkampagne endete mit einem deutlichen Wahlsieg des Sozialdemokraten Peter Feldmann.

[…]  Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat sich mit den Organisatoren von Pegida getroffen. Damit ist er vom Kurs der Landesregierung abgewichen, die bisher Gespräche mit den Pegida-Sprechern abgelehnt hat. Grund für die plötzliche Dialogbereitschaft könnten die Wahlen im Juni sein: Ulbig will Oberbürgermeister von Dresden werden.
[…]  Linke und Grüne kritisierten das Treffen. "Der heutige öffentlich zelebrierte Schulterschluss des sächsischen Innenministers mit den Pegida-Köpfen ist ein Rechtsrutsch ohnegleichen", sagte Rico Gebhardt, der Chef der Linken-Landtagsfraktion. […]  

Sachsen ist aber Sachsen.
Wenn Merkel sagt, der Islam gehöre zu Deutschland und Tillich kontert, der Islam gehöre nicht zu Sachsen, lautet die Conclusio, daß Sachsen nicht zu Deutschland gehört.
Und tatsächlich; in den anderen Bundesländern, in denen keine offen fremdenfeindliche CDU regiert, benehmen sich die Bürger auch deutlich anders.

In Bremen gingen am Montag 7000 Bürger für eine bunte und tolerante Stadt auf die Straße. In Frankfurt brachen etwa 60 Islamgegner ihren geplanten Marsch durch die Innenstadt ab. Gegen sie hatten sich 13 000 Bürger versammelt. In Braunschweig und Hannover demonstrierten jeweils gut 100 Anhänger örtlicher Pegida-Ableger. Nach Informationen von Polizei und Innenministerium sind die Organisatoren in Hannover eindeutig dem rechtsextremistischen Spektrum zuzuordnen - unter anderem der "German Defence League" und der "Identitären Bewegung Deutschland". Ihnen stellten sich in beiden Städten deutlich mehr Gegendemonstranten entgegen.
Auch in Duisburg und Düsseldorf sahen sich wenige hundert Teilnehmer von Anti-Islam-Kundgebungen, unter ihnen Rechtsextreme und gewaltbereite Hooligans, mit einer Überzahl von Gegnern konfrontiert. In Berlin standen 550 Bärgida-Anhängern 1100 Gegendemonstranten gegenüber. In München kamen unter dem Motto "Wir blasen Bagida den Marsch" ungefähr 2000 Münchner mit Musikinstrumenten in die Innenstadt, um gegen den Aufmarsch von etwa 900 Islamgegnern zu protestieren.


Sonntag, 25. Januar 2015

Im Braunen irrlichternd


Pegida, das ist die Hass-Gruppierung, die von diesem sympathischen Herrn aufgebaut und geleitet wurde.


Peginesen sind Dreck, die Gewalt generieren und bei Minderheiten Furcht und Schrecken auslösen.

Peginesen leben in ihrer zusammenverschwörungstheoretisierten Wahnwelt.

Zehntausende Menschen tragen derzeit ihre wachsende Wut und Sorge auf die Straßen, weil sie die Überzeugung umtreibt, Deutschland sei einer schleichenden Islamisierung unterworfen. Es ist ein profunder Irrtum, der vor allem von interessierten Kräften im äußerst rechten Spektrum genährt wird. Von den mehr als 81 Millionen in Deutschland lebenden Menschen sind maximal vier Millionen Muslime; vielleicht auch deutlich weniger. Und die Zahl der Türken unter ihnen, der größten muslimischen Ethnie, nimmt ab, weil gegenwärtig mehr ethnische Türken in die Türkei auswandern als hierherkommen. Nach dem jüngsten Migrationsbericht der Bundesregierung kommen fast 77 Prozent der Zuwanderer aus Europa, namentlich aus katholischen Ländern wie Polen, Italien und Spanien. Von einer Islamisierung Deutschlands kann also keine Rede sein, viel eher von einer Entchristianisierung.

Peginesen sind glücklicherweise nur der deutsche Bodensatz, also eine klare Minderheit. Viel mehr Menschen demonstrieren GEGEN die Peginesen, als mit ihnen.

[….] Fast überall, wo die Pegida-Bewegung und ihre Ableger marschieren, stellt sich ihnen eine Mehrheit der Bevölkerung entgegen. [….]
Einmal machen wir es richtig. Wenigstes dieses eine Mal. Zwar entdecken in Politik und Medien die sogenannten Eliten gerade ihre stillen Sympathien für Pegida und Konsorten. Aber die Zivilgesellschaft wehrt sich. Wenn die Islamfeinde auf die Straße gehen, tritt ihnen häufig die Übermacht der Anständigen entgegen. Deutschland will mit diesen rechten Spinnern nichts zu tun haben. Ein Glück! Und endlich mal ein Grund für Stolz auf dieses Land! Nur in Dresden, da ticken die Uhren auch 25 Jahre nach der Wende noch anders.
[….] Noch vor wenigen Tagen konnte in der "FAZ" ein Dresdner (sic!) Politikwissenschaftler über die Folgen von '68 und linke Diskurshygiene faseln und beklagen: "Was einmal als 'rechts von der Mitte' gilt, sehen wir schon in Rechtspopulismus, Rechtsradikalismus, Rechtsextremismus, Faschismus abrutschen." Statt den Islamfeinden hinterherzuhecheln, könnte die "FAZ" jetzt titeln: "Schlimmer Verdacht - Pegida ist rechts!"
[….] Da hilft alle Ironie nichts: Die rechten Marschierer haben eine Gegenbewegung mobilisiert, die sich gewaschen hat. Kurios: Pegida wächst ja angeblich in dem Graben, der sich zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung auftut, zwischen dem Volksempfinden und dem Elitendiskurs. Aber das Volksempfinden zeigt sich in diesen Tagen von seiner angenehmsten Seite: Beinahe überall, wo Pegida und seine lokalen Ableger auf die Straße gehen wollen, ist eine Überzahl von Gegendemonstranten schon zur Stelle. [….]

Die Anhänger des Hobby-Hitlers Bachmann werden glücklicherweise weniger.


Aber Bundesaußenminister Steinmeiner hat zweifellos Recht:
Der braune Mob auf den Dresdner Straßen, der NS-Parolen skandiert, schadet dem Ansehen Deutschlands massiv. Touristen bleiben inzwischen aus, weil weltweit über Dresdens dumpfe Demos berichtet wird.

Ich kann mich nur voll und ganz den Bedenken des Zentralrates der Juden in Deutschland anschließen.

[….] Angesicht der kommenden Demonstration hat der Zentralrat der Juden in Deutschland vor der Gefährlichkeit der Bewegung gewarnt. "Ich erwarte von jedem, der dort mitläuft, dass er sich bewusst ist, welches Gedankengut dort transportiert wird, und wem er dort folgt", sagte Zentralratspräsident Josef Schuster der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Es gehe ihm gar nicht darum, "dass oder ob alle Menschen, die an diesen Demonstrationen teilnehmen, selbst eine radikale Gesinnung haben", betonte Schuster. "Was mich aber sehr positiv stimmt, sind die spontanen Kundgebungen für ein offenes Deutschland, an denen noch viel mehr Menschen teilnehmen als bei Pegida."
[….] Derweil regt sich in immer mehr Städten der Widerstand gegen die Ideen der Islamkritiker. In Freiburg etwa demonstrierten am Freitagabend rund 20.000 Menschen gegen das Bündnis. [….]


Daß sich Sachsens MP immer noch bei den Peginesen einschleimt, statt sich mit ihren Opfern zu solidarisieren, zeugt einmal mehr von der verachtenswerten Politik der extrem rechten Sachsen-CDU.
Überraschen kann das nicht mehr.

[….] Nach einem Interview zum Thema Pegida und Zuwanderung steht Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich in der Kritik. Tillich signalisiere den Pegida-Demonstranten Verständnis, kritisierte Grünen-Fraktionschef Volkmar Zschocke. Diese würden das als Bestätigung ihrer Vorurteile verstehen.
In dem Gespräch mit der "Welt am Sonntag" hatte Tillich der Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel widersprochen, der Islam gehöre auch zu Deutschland. Er teile diese Auffassung nicht, sagte der CDU-Politiker. Muslime seien in Deutschland willkommen und könnten ihre Religion ausüben. "Das bedeutet aber nicht, dass der Islam zu Sachsen gehört."
Dieser Ansicht Tillichs widerspricht Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig: "Angela Merkel hat recht", schrieb der Parteivorsitzende der sächsischen SPD auf Twitter. "Der Islam gehört zu Deutschland. Das gilt auch für Sachsen."
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow äußerte sich ähnlich. "Die ca 70.000 Muslime in Thüringen gehören zu uns!", kommentierte der Linken-Politiker. [….] Der Sprecher des Bündnisses "Dresden für alle", Eric Hattke, nannte die Äußerung Tillichs ein falsches politisches Signal. [….] In Deutschland leben rund vier Millionen Muslime, 98 Prozent von ihnen in den westdeutschen Bundesländern. In Sachsen sind es nur 0,7 Prozent. [….]

Tillich und die Dumpfdresdner. Das überrascht genauso wenig wie die Unterstützung der Braunen durch christsoziale Wadenbeißer à la Dobrindt und Schauer. Es ist lange Tradition der CSU gegen Ausländer und Minderheiten zu hetzen.

Schockierend und unverzeihlich ist hingegen das Auftauchen des Vizekanzlers bei Pegida.
Ausgerechnet Gabriel, der zwar ein notorischer Spontanist ist, aber immerhin im Kampf gegen Nazis schon sehr lange und kontinuierlich arbeitet.
Schon lange bevor er politisch bekannt wurde, engagierte er sich für den Erhalt von KZ-Gedenkstätten und führte persönlich Besuchergruppen durch ehemalige Lager.
Ein Engagement, das ihm offensichtlich wirklich wichtig ist.
Wieso fällt er jetzt seiner eigenen Generalsekretärin, die massiv von den Peginesen-Nazis bedroht wird, so demonstrativ in den Rücken und löst in der gesamten Presse Kopfschütteln aus?
Offensichtlich wieder einer dieser Quartalsirrsinns-Peaks des TTIP-Liebchens.

SPD-Chef Sigmar Gabriel, der grummelige Spontanist, kann nicht anders - und besucht in Dresden eine Veranstaltung mit Pegida-Anhängern und -Gegnern. Ein Fehler in dreifacher Hinsicht.
[….] Gabriels Besuch bei Pegidisten und Nicht-Pegidisten in Dresden am Freitag war ein für ihn typisches, zu wenig abgewogenes Wagnis. Schlimmer noch: Die Aktion war ein Fehler in dreifacher Hinsicht. Gabriel hat zur Unzeit zumindest Teile der Dresdner Latsch-Bewegung aufgewertet. Er hat nicht wenige demokratisch Engagierte und SPD-Sympathisanten verärgert. Und er hat auch noch seine eigene Partei düpiert sowie das alte Bild von der SPD gestärkt, die nicht weiß, was sie will.
[….] In der Demokratie muss man sich mit Meinungsinhabern aller Art auseinandersetzen. Manchmal, glücklicherweise selten, helfen nur juristische Mittel, zum Beispiel wenn der bisherige Hauptorganisator der Dresdner Pegida-Demos, Lutz Bachmann, Menschen als "Viehzeug" oder "Dreckspack" bezeichnet hat. Wer immer mit wie lauteren Motiven auch immer bei den diversen Gida-Demonstrationen mitgeht, der weiß, mit wem er auch gemeinsam demonstriert: mit Nazis, Hooligans, Fremdenfeinden und ähnlichem völkischem Volk. Diese widerwärtige Minderheit hängt sich da nicht nur an, sondern organisiert mit - siehe Bachmann und vergleichbare Leute in München oder Leipzig.
[….] Besonders bitter ist Gabriels Verhalten für die vielen Menschen in Dresden und anderswo, die sich vielleicht auch der SPD verbunden fühlen und gegen Pegida auf die Straße gehen. Sie wollen ein Zeichen setzen: Die Pegidisten sind nicht das Volk, sondern eine laute Minderheit, in der manche Positionen vertreten werden, gegen die gerade die Sozialdemokratie seit ihrer Gründung gekämpft hat. [….]

Ja, Gabriel, SO kommt es eben, daß die SPD nicht aus dem 20%-Tal emporsteigt.


Ein TTIP-Freund und Pegida-Liebchen ist nicht gerade werbewirksam als ranghöchster SPD-Vertreter der Bundesregierung.


Samstag, 24. Januar 2015

Franz outet sich – Teil IX



Im aktuellen SPIEGEL; der kommt ja schwachsinnigerweise jetzt samstags; schreibt Walter Mayr den Leitartikel über den Papst. Gerade hatte noch die Chefredaktion zum neuen Layout in der „Hausmitteilung“ lang und breit erklärt, wieso der Leitkommentar zukünftig nicht mehr namentlich gekennzeichnet sein würde. Ist dem Blatt womöglich ein Papst-Artikel zu heikel, um sich als ganze Redaktion hinter ihn zu stellen?
Die bahnbrechende Aussage des ganzseitigen Kommentars unter der Überschrift „Der Mann der vielen Worte:“
Franzl redet zwar eine Menge, aber ernst nehmen muß man es nicht; es ändert sich ja doch nichts.

Potzblitz, welch Erkenntnis! Auf die Idee wäre ich nie gekommen.
Der SPIEGEL hat wirklich wieder Biss. Auf den Seiten 36 und 37 folgt zudem gleich die nächste Mörder-Enthüllung, die mich glatt aus den Socken gehauen hat: Fünf Jahre nach dem Hochkochen der Missbrauchsvorwürfe anlässlich der Berliner Canisius-Enthüllungen stellt sich heraus, daß die deutschen Bischöfe die Aufklärung womöglich doch nicht mit brutalstmöglicher Konsequenz betreiben und die Verantwortung der Bischöfe sogar etwas herunterspielen.
Unfuckingfassbar. Wer hätte das gedacht?

Unser Franz hat unterdessen nach dem gestrigen Durchsickern der Personalie Tebartz van Elst heute schon wieder eine bahnbrechende Entscheidung getroffen.
Eine tiefe Wunde, die insbesondere ich täglich erleiden muß, wird wohl bald heilen:
Die Sedivakanz des Erzbistums Hamburg wird beendet. Wir bekommen endlich einen neuen Erzbischof! Hurra!
Leider ist es nicht mein Lieblingsbischof TVE geworden, aber damit mußte ich angesichts der ärmlichen Finanzlage der hanseatischen Diaspora-Erzdiözese rechnen – immerhin wohnt der Weihbischof in einer Etagenwohnung. Das kann man einem Tebartz-van-Elst nicht zumuten.
Aber unser Neuer ist auch kein Unbekannter, sondern ein katholischer Held, den ich durchaus schon in diesem Blog würdigte. Kölns Stefan Heße.
Hosianna!
Wieder einmal haben sich die bayerischen Seilschaften des Vatikans aus Razinger, Gänswein und Müller als übermächtig erweisen und erneut einen Ultrakonservativen aus Kardinal Meisners Meisterschule zu einem Erzbischofsjob verholfen.
Endlich kann der vergleichsweise liberale und unprätentiöse Erzbischof Thissen in Vergessenheit geraten.

Papst hat entschieden: Kölner Generalvikar Stefan Heße soll Nachfolger von Werner Thissen werden. Der neue Erzbischof darf sich auf eine weltoffene und keineswegs kirchenfeindliche Metropole freuen.
[…]  Der bisherige Kölner Generalvikar Stefan Heße, 48, soll neuer Erzbischof in Hamburg und damit Nachfolger von Werner Thissen werden, der 2014 in den Ruhestand trat. […]   In der Hansestadt gehören gerade mal zehn Prozent der römisch-katholischen Kirche an. Das gesamte Erzbistum mit seinen Pfarreien in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg zählt knapp 400.000 Mitglieder. […]  Heße […]  arbeitete als Diözesanbeauftragter für Rundfunk und Fernsehen im Erzbistum Köln und gehört dem WDR-Rundfunkrat an. Und als Diözesanadministrator hat er praktisch von der Pike auf gelernt, eine Diözese zu leiten. […]

Herrn Heße liebe ich schon seit einigen Jahren ganz besonders. Der Musterschüler des Masters der NS-Vergleiche weiß wie man ultrakonservativ durchgreift.

Diözesanadministrator Stefan Heße, der aktuelle Chef des Mega-Erzbistums Köln, troff kürzlich vor Weihrauch und Schmalz, als er den Mega-Rückgang bei den Mitgliederzahlen kommentierte.

Der Mensch stünde im Mittelpunkt der Kirchenarbeit und natürlich „unsere Botschaft vom liebenden Gott“!

Ich bin nicht ganz sicher, ob der arme Mann das selbst glaubt, oder ob er einfach nur beim Phrasenschleudern sehr abgebrüht ist.

Mit der Nächstenliebe in der Praxis seines Verantwortungsbereichs sieht es jedenfalls anders aus. Da werden Religionslehrer öffentlicher Schulen gefeuert, weil sie schwul sind, Kindergärtnerinnen davon gejagt, wenn sie in Scheidung leben, Schwangere in Not aus der Klinik gewiesen und Andersgläubige generell diffamiert.

Der Kölner Kardinal Meisner hat bei einer Veranstaltung vor Mitgliedern der katholischen Bewegung Neokatechumenaler Weg erklärt: "Ich sage immer, eine Familie von euch ersetzt mir drei muslimische Familien." Ein Video der Rede, die Meisner am 24. Januar hielt, hat das Erzbistum Köln ins Internet gestellt.

In Rheinbach bei Bonn hat man sogar das Gemeindeleben ganz aufgeben müssen  Am 1. Januar 2010 wurden die Pfarrgemeinden im Stadtgebiet von Rheinbach vom Erzbistum Köln zur Kath. Kirchengemeinde St. Martin, Rheinbach fusioniert und da in Meisners Köln kaum noch einer Pfarrer werden mag, holte sich der ultrakonservative Kardinal 2012 Ersatz beim Deutschherrenorden OT, der auf die bestialischen Kreuzzügler zurückgeht.

Unser neuer Chef-Katholiban in Hamburg weiß wie man mit der schnöden Realität umgeht – flexibel!

Die katholischen Kollegen zeigen ebenfalls in beeindruckender Weise wie wenig sie begreifen von ihrem Fußvolk.
Der Artikel des stramm konservativen Kölner Domradios zu den Austrittszahlen könnte in jeder PR-Schule als Negativbeispiel dafür gelten, wie man es NICHT machen sollte.
Da Kardinal Woelki noch nicht in sein Amt eingeführt wurde, ist Diözesanadministrator Stefan Heße der aktuelle Chef des Mega-Erzbistums.

"Ich bin ich als Diözesanadministrator über jeden Austritt traurig, mit dem ein Mensch seine Distanz zur Kirche und deren Sinnangeboten offen bekundet. […] Im Bereich der Finanzen wurden wir noch transparenter und haben durch die Offenlegung von Zahlen schon bewiesen, dass wir Geld und Vermögen der Kirche unseren Zielen entsprechend für die Menschen einsetzen (zum Beispiel in Kindergärten, Schulen und den Gemeinden des Erzbistums). Denn der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt.

Frech, echt frech, der Heße.
Ungeniert greift er auf die Lüge zurück die Kirche würde mit ihrem Milliardenschatz Schulen und Kindergärten finanzieren.
Dabei haben wir gerade aus den Skandalfällen in seiner Diözese gelernt – man erinnert sich an die geschiedene Kindergärtnerin, die in Königswinter gefeuert wurde – daß diese Einrichtungen zu EINHUNDERT PROZENT vom Staat finanziert werden. Dafür gibt die Kirche gar kein Geld aus.

Aber damit noch nicht genug. Heße beweist quasi mit jedem Satz, daß man der RKK zu Recht nicht trauen kann und dringend austreten sollte.

Papst Franziskus und der neu ernannte Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki setzen sich besonders für Arme und Benachteiligte ein. Solch ein Engagement für den Anderen ist für mich ein sehr passender Ausdruck des eigenen Glaubens. Im Einsatz für Arme und Schwache wird unsere Botschaft vom liebenden Gott und eine Antwort auf die Frage nach Sinn sichtbar.

Ja und genau deswegen muß Heßes Kardinal auch in einer 7ner BWW-Limousine kutschiert werden.

Natürlich bejubelt das konservative Hamburger Abendballt den neuen Erzbischof. Und gerade deswegen freue ich mich auch schon auf ihn.
 Wenn Meisners Homunculus hier so schalten und walten will, wie er es im katholischen Köln gewöhnt ist, wird er sich noch wundern.

Freitag, 23. Januar 2015

Neues von TVE – Teil XI


Nanü? Gibt Franzl nun endgültig seinen liberaleren Anstrich ab?
In letzter Zeit hatte er ja mit martialischen Sprüchen und widersprüchlichen Wirrnissen auf sich aufmerksam gemacht.

Daß er in Wahrheit knochenkonservativer denkt, als er die Welt oberflächlich glauben lassen will, merken wir schon lange.

Papst Franz weiß wie man gute PR macht, wie man sich vor den Massen inszeniert.
In diesen Dingen ist er Ratzi mit seiner wenig heterosexuellen Stimme, der abstoßenden Physionomie und der demonstrativen Prachtentfaltung deutlich überlegen.
Ihn deswegen zum großen Erneuerer, oder gar Marxisten hochzustilisieren, ist aber vollkommen absurd.
Natürlich ist der Jesuit Franz ein konservativer Mann, der niemals einem minderen Weibsbild erlauben würde Priesterin zu sein und akzeptieren könnte, daß ein gleichgeschlechtliches Paar dieselben Rechte wie ein Gegengeschlechtliches erhalten dürfte.

Die Begeisterung der deutschen Medien für Ratzingers sympathischeren Nachfolger ist also ungebrochen groß.
Ich sehe das allerdings anders. Bergoglio ist auch nur ein konservativer Menschenrechtsantagonist.

Er läßt Ex-Staatssekretär Bertone in einer 700-Quadtrameterwohnung im Vatikan einziehen.


Mit den neuen Kardinälen Gerhard L. Müller und Ricardo Ezzati Andrello erhob Franz zwei in den zweithöchsten Stand, die dezidiert gegen die Aufklärung von sexuellem Kindesmissbrauch durch ihre Priester gearbeitet haben. Zwei Ex-Bischöfe, die vertuschten und die kinderfickenden Pädo-Priester protegierten.

Er beharrt auf homophober Politik.

Er läßt die schmutzigen Vatikanbanker weiter Geld waschen.


Franz ist ein moderner Papst und setzt Prioritäten.

Die heute durch die deutschen Medien schwappende neueste Personalentscheidung der Kurie zeugt von Franzis großer Sensibilität für die Bedürfnisse der Kirchenbasis.
Endlich scheint sich die Karriere von Deutschlands beliebtesten Bischof weiter zu entwickeln: TVE, Bischof der Herzen bekommt offenbar einen Job in der Kurie.

Was für eine gute Nachricht! Mein bester Agent, der im Alleingang Zehntausende Mitglieder aus der RKK gejagt hat, darf nun im größeren Maßstab wirken.

Zuverlässig wie ein Uhrwerk schaufelt er  das Loch, in dem er sitzt kontinuierlich immer tiefer.
Nach einer Kaskade von Lügen und Unverschämtheiten hat er immer noch nicht auch nur ansatzweise verstanden was er angerichtet hat.
Vielleicht wird er zur Kenntnis genommen haben, daß er sich weltweit zum Witzbischof gemacht hat, der rund um den Globus für seine Prunksucht ausgelacht wird.

Offiziell bestätigt ist noch nichts, aber die seriösesten Medien – FAZ, Tagesschau und SZ beispielsweise – berichten unisono, daß Limburgs prächtigster Bischof in die Kurie aufgenommen wird; als Sekretär für die Neuevangelisierung.

Der Päpstliche Rat zur Förderung der Neuevangelisierung ist eine Behörde der römischen Kurie, also der Verwaltung des Vatikans.
Sie wurde erst im Jahr 2010 von Ratzi geschaffen, als die blöden Kinderfickereien, die er mühsam 25 Jahre verheimlichen lassen hatte, doch weltweit bekannt wurden und niemand mehr bei der RKK mitspielen wollte. Statt etwas dagegen zu unternehmen, daß in Priesterseminaren durch Frauenausschluß und Zölibatszwang gezielt Pädophile sowie sexuell Neurotische angelockt werden, wollte der Papst lieber sein homophil-ephebophiles frauenfreies Biotop schützen. Wenn die von Kaplanen befummelten Jungs später alle aus der Kirche austreten, muß man sich eben neue Mitglieder suchen.
Aufgabe des durch das MOTU PROPRIO UBICUMQUE ET SEMPER gebildeten Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung ist die Verkündung des Evangeliums überall dort, wo man sich der KRR abgewendet hat.
 Geleitet wird die 2010 gegründete Behörde vom italienischen Kardinal Rino Fisichella.

Überall und immer hat die Kirche die Pflicht, das Evangelium Jesu Christi zu verkünden. Er, der erste und höchste Verkünder des Evangeliums, gebot den Aposteln am Tag seines Aufstiegs zum Vater: »Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe« (Mt 28,19–20). Getreu diesem Auftrag ist die Kirche, das Volk, das Gott sich erworben hat, damit es seine bewundernswürdigen Werke verkünde (vgl. 1 Petr 2,9), seit dem Pfingsttag, an dem es den Heiligen Geist als Gabe empfangen hat (vgl. Apg 2,14), niemals müde geworden, die ganze Welt mit der Schönheit des Evangeliums bekannt zu machen, indem sie Jesus Christus als wahren Gott und wahren Menschen verkündet, derselbe »gestern, heute und in Ewigkeit« (Hebr 13,8), der mit seinem Tod und seiner Auferstehung das Heil erwirkt und damit die alte Verheißung zur Erfüllung gebracht hat. Deshalb ist der Auftrag zur Evangelisierung als Fortführung des von Jesus, dem Herrn, gewollten Werkes für die Kirche notwendig und unersetzbar und Ausdruck ihres eigenen Wesens. [….]
(Ratzi, Castel Gandolfo, am 21. September 2010, am Fest des hl. Matthäus, Apostel und Evangelist, im sechsten Jahr meines Pontifikats.)

Zu den „spezifischen Aufgaben“ dieses Rates gehören in erster Linie

·        Initiativen in Verbindung mit der Neuevangelisierung bekannt zu machen und zu unterstützen, die in den verschiedenen Teilkirchen bereits unternommen werden, und die Verwirklichung neuer Initiativen zu fördern, unter aktiver Einbeziehung auch jener Kräfte, die sich in den Instituten des geweihten Lebens und in den Gesellschaften apostolischen Lebens aber ebenso in den Vereinigungen von Gläubigen und in neuen Gemeinschaften finden;

·         die Anwendung moderner Kommunikationsmittel als Instrumente einer Neuevangelisierung zu studieren und zu fördern;

·         den Gebrauch des Katechismus der Katholischen Kirche zu fördern, der für die Menschen unserer Zeit die Gesamtheit des Glaubens wesentlich und vollständig zusammenfaßt.

Und wer wüßte besser wie der moderne Mensch tickt, wie man die Menschen für den Katholizismus begeistern kann, als Limburgs Vorbild-Bischof TVE?

"Die Aufgabe wäre wie geschaffen für ihn", sagt selbst einer seiner Kritiker, der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller. […]
Als Sekretär oder Untersekretär (auch diesen Posten gibt es) stünde Tebartz-van Elst in der zweiten Reihe. Chef des Ministeriums für den Dialog mit der modernen Gesellschaft, wie man den Rat salopp nennen könnte, ist der italienische Kurienkardinal Rino Fisichella. Trotzdem ist der Posten auch mit einiger Macht verbunden, so erteilt der Rat zum Beispiel auch die kirchliche Zulassung für Schulbücher für den Religionsunterricht - oder verweigert sie.
Der Bischof, der in Deutschland einen der größten Kirchenskandale der Nachkriegsgeschichte auslöste, wäre also nicht ins Archiv abgeschoben und entmachtet, sondern würde künftig eine durchaus wichtige Rolle im Vatikan spielen. […]

Wie man auf Heidenmenschen zugeht und sie mit seiner warmherzigen Persönlichkeit für sich einnimmt, bewies TVE schon in seiner Zeit als Weihbischof auf einer Afrika-Reise.

 […]  Der Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hielt sich im April 2006 im Rahmen einer von der Deutschen Bischofskonferenz organisierten Delegationsreise in Südafrika auf, um sich mit den Problemen der Menschen hautnah auseinanderzusetzen. Allerdings fiel Tebartz-van Elst, wie exklusiv erfahren, mit einem Fehlverhalten auf, bei welchem schwarze Südafrikaner bewusst diskriminiert worden sind. Mehrere Würdenträger am Kap schämten sich für die Eskapaden des heute 53-Jährigen. […] Zwei Informationsquellen in Kapstadt am Westkap und in Bloemfontein in der Freistaat-Provinz informierten die Redaktion über bislang nicht bekannte Ereignisse, die nach rund siebeneinhalb Jahren den Kirchengemeinden noch in Erinnerung geblieben sind.
Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) organisierte für den 16. bis 21. April 2006 eine Delegationsreise deutscher Bischöfe nach Südafrika, um den Austausch und die Begegnung mit den Menschen im südlichen Afrika zu ermöglichen. […] Angekommen im Township Mfuleni bei Kapstadt hat sich Tebartz-van Elst an seinem ersten Südafrika-Tag sichtlich über die Menschen dieser Siedlung geekelt. Der Delegation ist aufgefallen, dass sich der Weihbischof von den Ärmsten deutlich distanzierte und jeglichen Kontakt von sich aus unterbunden hatte. Tebartz-van Elst isolierte sich von den Township-Bewohnern in einer Weise, die als eindeutige Abwertung zu verstehen war.
Am 19. April sind die Delegationsteilnehmer in die verschiedenen südafrikanischen Diözesen entsandt worden. Tebartz-van Elst ist […] nach Bloemfontein geflogen worden. Nun oblag die Betreuung der Deutschen ausschließlich der Südafrikanischen Bischofskonferenz (SACBC).
Ähnlich den Geschehnissen in Kapstadt, fiel Tebartz-van Elst auch in Bloemfontein äußerst negativ auf. So soll er schwarzen Südafrikanern weiterhin nicht die Hand gegeben haben bzw. die Gläubigen dunkler Hautfarbe bewusst gemieden haben. „Er fühlte sich von den Schwarzen angeekelt. Sein Verhalten war beschämend!“, heißt es aus Kirchenkreisen. Dementsprechend wirkte der Auftritt des Weihbischofs auf die anwesenden Personen „rassistisch“.
Am 20. April flog Tebartz-van Elst weiter nach Johannesburg, verbunden mit einem Besuch des Townships Soweto. Auch hier hat sich der Geistliche, so heißt es aus Bloemfontein, „distanziert und desinteressiert“ gezeigt. […] Letztendlich hat der heute 53-Jährige in Südafrika einen Eindruck hinterlassen, dass dem eines Bischofs nicht würdig ist. Sofern sich ein katholischer Geistlicher vor jenen Menschen ekelt, die eine schwarze Hautfarbe besitzen, in ärmlichen Verhältnissen leben oder an Aids erkrankt sind, dann sollte er bei diesen um Vergebung bitten und die Verantwortung für seine Eskapaden tragen.

Undankbares Pack, diese Afrikaner. Die sollen doch froh sein, daß TVE überhaupt kommt. So weit läßt ER sich für den Pöbel hinab. Vorausgesetzt er fliegt ERSTE KLASSE.

Während für Normalsterbliche ein Flug in der Business Class schon wie der pure Luxus erscheint und man über die enorme Beinfreiheit und den Service staunt, ist dieser um ein vielfaches als die Holzklasse teurere Flug noch lange nicht gut genug für TVE. Exzellenz fliegt First Class in die Indischen Elendsviertel zu den hungernden Kinderchen und kann das auch sehr gut begründen.


OK, aber man kann TVE keine Vorwürfe machen. Diese Südafrikaner in den Townships sind selbst schuld.
Wieso sind die auch so arm? Das ist ja widerlich!! Von einem Edelmenschen wie TVE, der für zig Millionen Komfort um sich haben muß, ist es unzumutbar Arme auch nur anzusehen.
Wieso haben die auch alle so eine furchterregend dunkle Hautfarbe? In Twisteden, Nordrhein-Westfalen, wo ER geboren wurde, sehen die Menschen jedenfalls nicht so aus.
So einem gibt TVE daher auch nicht die Hand.
Muß ER aber auch gar nicht, denn wie 2010 von Ratzi vorformuliert, gilt es in diesem Päpstlichen Rat die Medien zu nutzen und das kann TVE wie kein anderer.
Sehr schnell wurde er zum weltweit bekanntesten deutschen Bischof - nach Ratzi.
Überall bewunderte man ihn für seinen großartigen Geschmack und lobte wie er Prioritäten setzte.
Hungernde Eritreer und Syrer gibt es schließlich genug. Aber die sind ja von Gott mit ihrem Leiden belohnt worden. So zeigt er ihnen seine Liebe; indem er sie prüft.
Aber wer denkt an den armen darbenden TVE?
Es war ein Akt der Barmherzigkeit sich selbst gegenüber, der die ganze Welt beeindruckte, als TVE 30-40 Millionen Euro locker machte, um sich selbst ein hübsches Häuschen bauen zu lassen.
So geht Kirche.
Man muß dem Plebs auch mal was bieten, etwas an dessen Anblick sie sich erfreuen können.
So machte TVE die Katholische Kirche weltweit sympathisch und ist folglich der richtige Mann, um den nichtkatholischen Rest der Welt zu evangelisieren.

Danke Franzl. Für diese wundervolle Personalie.