Mittwoch, 8. Oktober 2014

Indien



Gelegentlich juckt es irgendwelche Polit-Nachwuchsorganisationen ältere Politiker wegen ihrer privaten Lebensführung anzugreifen.
Wir erinnern und an unsäglich JU-Plakate, die unter der Überschrift „Drei Ex-Frauen können nicht falsch liegen“ die drei Ex-Ehefrauen Gerd Schröders zeigten.
Subtext an die konservative Wählerschaft: Diese Hallodris Schröder (4. Ehe), Lafontaine (3. Ehe) und Fischer (5. Ehe) sind irgendwie unseriös.
Diese Angriffe sind erstens moralisch indiskutabel, weil die private Lebensführung nicht die Eignung als Politiker zeigt und zweitens Polit-Bumerangs. Ja, es stimmt; vielleicht lassen sich Konservative seltener scheiden, aber dafür ist die Heuchelei umso größer. FJ Strauß ließ sich regelmäßig Nutten zuführen; Seehofer und Söder haben außerhalb ihrer Ehen Kinder gezeugt und dann die Mutter im Stich gelassen. Ist das etwa so viel besser?
Im Übrigen sind Scheidungen inzwischen auch bei konservativen Landesvätern kein Tabu mehr. Die Ministerpräsidenten Oettinger und Wulff verließen im Amt ihre Ehefrauen und nahmen sich eine sehr viel jüngere Freundin. Der Bundespräsident lebt gar in wilder Ehe mit der First Lady Deutschlands zusammen, während er eigentlich mit einer anderen Frau verheiratet ist.
Auch Angela Merkel ist das zweite Mal verheiratet.

Ohne statistische Zahlen zu kennen, erscheint es mir so zu sein, daß gerade Spitzenpolitikerehen sehr schlecht halten.
Es wäre aber absurd daraus zu schließen, daß Politiker fragwürdigere Menschen wären.
Es ist eine natürliche Folge des Jobs, daß persönliche Beziehungen stark strapaziert werden. Spitzenpolitiker führen ein nicht familienfreundliches Leben mit extrem langen und unregelmäßigen Arbeitszeiten. Kinder und Ehepartner müssen dabei vernachlässigt werden. Außerdem werden zumindest wichtige Politiker auch permanent umgarnt und umschmeichelt, weil immer jemand etwas von ihnen will. Sie haben also viel mehr Gelegenheiten sich umzuorientieren und werden in Versuchung geführt.

Grundsätzlich halte ich rein monogame Ehen auf Lebenszeit für kein bißchen moralischer als promiske oder offene Modelle.
Die Moralisten auf der konservativen und christlichen Seite, die heute unisono die vielen Scheidungen beklagen, lügen sich in die eigene Tasche.
Vor hundert Jahren verließen nicht viel weniger Frauen ihre Ehemänner, weil sie sittlicher waren, sondern weil sie gar keine Alternative hatten. Sie wären als Ehebrecherinnen geächtet worden und hätten ihren Lebensunterhalt gar nicht anders bestreiten können.
Sie mußten also in vielen Fällen zwangsweise bei ihrem Ehemann bleiben, ihm als Putzfrau oder Sexobjekt zur Verfügung stehen – unabhängig davon, ob sie ihn liebten.
Es ist sehr viel moralischer Zwangspartnerschaften aufzulösen.
Hier sind die christlichen Kirchen – wie so oft – völlig auf dem Holzweg.

Nach neuen psychologischen Studien wird anerkannt, daß sich die menschliche Persönlichkeit, der „Charakter“ lebenslang entwickelt. Die Persönlichkeit ist eben nicht nach der Pubertät für immer festgelegt. Menschen verändern sich und es wäre unwahrscheinlich, wenn Paare nach 50 Jahren immer noch genauso gut zusammen passen, wie einst.

Wäre ich in einer Politikerehe, könnte ich mir am besten das Modell Simonis/Merkel vorstellen: Wenn schon einer der Partner einen extrem unsteten Job hat, bei dem er ständig unter Druck steht, ist es vermutlich sinnvoll, wenn man a) kinderlos bleibt und b) der andere wie Prof. Sauer oder Prof. Simonis eine eigene große Karriere in einem ganz anderem Bereich macht und man auch nicht auf eine gemeinsame Wohnung beschränkt ist.
Ein bißchen ähnlich funktionierte vermutlich auch die 70-Jährige glückliche Beziehung zwischen Loki und Helmut Schmidt. Beides sind Intellektuelle mit einem gemeinsamen Freundeskreis. Während er aber die ganz große weltpolitische Rolle spielte, ging sie nicht etwa unter, sondern wurde eine international renommierte Botanikerin und Vorreiterin des Pflanzenschutzes. Eine Arbeit, die weit mehr als das übliche Schirmherrendasein sonstiger Politgattinnen bedeutete und die von ihm auch bewundert wurde. Prof. Loki Schmidt wurde aufgrund ihrer eigenen Leistungen Hamburger Ehrenbürgerin und war eben nicht nur sein Anhängsel.

Das Modell Hannelore Kohl, die ohne eigene Meinung stets im Hintergrund den wichtigen Ehemann unterstützend parat stand, hat seine Tücken.

Es scheint weiterhin aufzufallen, daß bedeutende Politiker mit langen Ehen nach dem Tod ihrer Partnerin recht schnell eine neue und jüngere Frau finden – Roman Herzog und Helmut Kohl sind Beispiele dafür.

Das scheint mir wieder kein spezifisches Politikermerkmal zu sein, sondern in der Natur des Menschen zu liegen.
Wer nicht wie ich als frommer Katholik lebenslang im Zölibat lebt, möchte gerne eine Partnerschaft.
Als Partnersuchender erhöht man seine Chancen erstens indem man möglichst wenig wählerisch ist und zweitens indem man attraktiv ist.
Dabei kann „Attraktivität“ auch in Form von Macht oder Reichtum in Erscheinung treten.
Ein dicker häßlicher alter Mann kann einen wunderbaren Charakter haben und dennoch nie eine Freundin finden. Wenn er aber wie Helmut Kohl weltberühmt und reich ist, findet sich erheblich leichter jemand.
Man muß noch nicht einmal weltberühmt und steinreich sein. Aber ein Mann wie Franz Müntefering ist natürlich schon durch seine Lebenserfahrung interessant; da ist es durchaus möglich, daß sich eine 40 Jahre jüngere Frau in ihn verliebt, ohne pekuniären Interessen zu frönen.

Nicht schön ist es, wenn alte Männer wie Erich Böhme eine viel jüngere Frau heiraten und sich dann lächerlich machen, indem sie versuchen sich selbst auf jugendlich zu trimmen.
Für tragisch halte ich die Fälle Willy Brandt und Walter Scheel, bei denen eine viel jüngere Frau auf einmal das ganze Leben kontrolliert und frühere Freunde ausschließt und abkapselt.

Aus Anlass des heutigen 22. Todestages Willy Brandts wird mir immer noch schlecht, wenn ich an seine widerliche Witwe denke. 



Wenn tumbe Typen wie Scharping oder Hilmar Kopper mit so einer Schreckschraube geschlagen sind, kann einem das egal sein. Aber an Brandt hängt man doch…..

Ach wie ich seine Show „ZAK“ (ARD 1993 – 1996) vermisse! (Das war die mit Anne Clarks „Our Darkness“ als Titelmelodie.)
Küppersbusch ist einer der ganz wenigen TV-Leute, der rhetorisch jedem gewachsen ist und dementsprechend auch Jörg Haider bei seinem legendären Auftritt ganz alt aussehen ließ.
Einige seine Formulierungen habe ich 20 Jahre später immer noch im Kopf. Zum Beispiel, als er einen Beitrag über Willy Brandts Beerdigung und das unselige Verhalten der im Minirock erschienenen Brigitte Seebacher-Brandt gegenüber seiner früheren Familie anmoderierte:

„ ‚Brigittigitt!‘ dachten sich heute führende Sozialdemokraten und begannen ernsthaft über die Vorzüge der Witwenverbrennung nachzudenken…“
(aus dem Gedächtnis zitiert)

Ganz fürchterlich auch wie die aktuelle Scheel-Frau mit xenophoben Peinlichkeiten das Ansehen ihres Mannes ruiniert.

Barbara Scheel fiel in den vergangenen Jahren nicht nur wegen Interventionen im Pflegeheim ihres Mannes auf, sondern auch wegen anderer Äußerungen. Sie bezeichnete den früheren FDP-Chef Philipp Rösler als "Rache des Vietcong an der deutschen Innenpolitik", lästert über "schwarze Afrikaner" in deutschen Pflegeheimen und mokiert sich darüber, dass Bundespräsident Joachim Gauck nicht mit seiner Lebensgefährtin verheiratet ist.

Auch wenn ich nie gedacht hätte so etwas zu denken: Sogar Helmut Kohl tut mir inzwischen Leid.

Sein Huhn, Maike Kohl-Richter, fiel mir das erste Mal wirklich negativ auf, als sie in der Öffentlichkeit Hannelore Kohls Kostüme und Schmuck auftrug.


Inzwischen weiß man durch seine Söhne, daß sie systematisch allen anderen Vertrauten; inklusive seiner Kindern vollständig den Kontakt zu Kohl verbietet.

Die Frau ist so peinlich, daß man Helmut Kohl nur bedauern kann. So auch heute auf der Frankfurter Buchmesse.

Helmut Kohl ist da und manches ist wie früher. Drängelnde Kameraleute, einige Fans, die klatschen und fotografieren, genervte Sicherheitsleute. Der massige Altkanzler, der noch vor ein paar Jahren alle überragte und sich wie ein Dampfer durch die Menge pflügte, ist erst mal nicht zu sehen. Kohl wird im Rollstuhl aufs Podium seines Verlages auf der Frankfurter Buchmesse geschoben.
Dem Kanzler scheint der Rummel zu gefallen. Er lacht seine Frau an, wendet seinen Kopf zum Verleger. Dann bittet er um ein Taschentuch, wischt sich damit den Mund ab, gibt es seiner Frau zurück.
[…] Ob Schwan auf der Buchmesse ein Stockwerk höher geht, um Kohl zu sehen? Der Autor winkt ab. Das Buch kenne er ja ohnehin schon, sagt Schwan. "Was Kohl heute vorstellt, stammt aus meiner Feder."
Selbe Halle, eine Stunde später: Der Droemer-Verlagsleiter beendet sein Grußwort, nun wird Kohl ein Mikrofon hingehalten. Kohl strengt sich an, manche Worte gelingen ihm, viele andere stürzen ihm in der zweiten Silbe ab. "Unser Verleger hat zu meinem ersten Buch gesprochen, und ich kann nur sagen, ich hoffe, es werden viele dieses Buch lesen, denn es enthält die Wahrheit. Wie es wirklich war." Manchmal klingt er wie früher, wie der Kanzler aus der Pfalz, aber es wird immer unverständlicher. "Wenn die Deutschen ... Europas Zukunft ... leisten und können ..." Ein Sicherheitsmann verzieht das Gesicht, eine Zuschauerin sagt: "Er tut mir leid."
[…] Kohl beendet seine kurze Rede, dann schaltet sich Maike Kohl-Richter ein. Das Mikrofon Kohls ist sensibel, und so hören alle, was seine Frau ihm sagt: "Jetzt musst du nochmal sagen, dass sie es lesen sollen." Kohl gehorcht und nuschelt einen Satz, der tollpatschig wirkt. Es ist ein unwürdiges Ende eines sonst würdigen Auftritts.

Andererseits; es ist Helmut Kohl.
Ob da Mitleid angemessen ist?
Ich bin wohl ein zu guter Mensch….

Eine modifizierte indische Lösung wäre nach dem Selbstmord Hannelore Kohls wohl für alle Beteiligten besser gewesen – außer für die bis dahin unbekannte Maike R.



Dienstag, 7. Oktober 2014

Aufmerksamkeitskonfusionssyndrom



Am 5. September 1997 starb in Antibes Sir Georg Solti, der große ungarisch-britische Dirigent. Ein echter Verlust für die Welt. Sir Solti war nicht nur einer der bedeutendsten Opernregisseure des 20. Jahrhunderts; er ist auch der Künstler, der die meisten Grammys erhielt: 31 Grammys für ihn persönlich, weitere sechs an Techniker und einer an einen seiner Solisten. Weitere 74 Mal wurde er nominiert.
Soltis Tod wurde allerdings kaum registriert, weil fünf Tage vorher eine leicht unterbelichtete britische Prinzessin bei einem Autounfall in Paris ums Leben kam und der 6. September 1997, als die Nachricht von Soltis Tod über die Ticker lief, ein emotionaler Weltausnahmetag war. Ganz England und Milliarden Menschen an ihren Fernsehern begafften weinend die Beerdigung der Puffärmel tragenden Britin mit dem debil gesenkten Blick.
Während der gebürtige Ungar ein Jahrhunderttalent war, hatte die adelige Blondine, die mit dem schwerreichen und nach einem ausgestorbenen Mauritiusanischen Nachtvogel benannten Berufssöhnchen eines ägyptischen Emporkömmlings ihr Luxusleben in den teuersten Hotels der Welt genoss, gar keine Talente. Sie konnte weder singen, noch tanzen, noch schreiben, turnen, eislaufen, Porzellan malen, kunststopfen, oder komponieren.
Sie war eine überflüssige Vertreterin der Gattung Homo demens, die ihre sinnfreie Existenz damit aufzupeppen versuchte, daß sie ihre 100-Jährige Schwiegergroßmutter nachts anrief und dann auflegte. Eine über Hundertjährige zu erschrecken fand sie ungeheuer komisch.

Gäbe es so etwas wie Schwarmintelligenz, hätte sich die geballte Aufmerksamkeit auf den Dirigenten und nicht das Aristokratenpüppchen konzentriert.

Persönlich hing ich noch mehr an Sergiu Celibidache, dem rumänischen Superdirigenten des gleichen Geburtsjahres wie Solti, 1912.
Celibidache erlebte ich einmal sogar in der ersten Reihe sitzend ein Beethoven- und ein Brucknerkonzert dirigierend.
Erste Reihe Mitte ist akustisch zwar suboptimal, aber dafür konnte ich den Meister einige Stunden aus allernächster Nähe beobachten. Der Mann hatte eine Ausstrahlung, die ich nie vergessen werde. Es war übrigens nicht so ungewöhnlich, daß ich ihn live hörte, denn Celibidache war deutscher Staatsbürger und fast 20 Jahre lang Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker, so daß er durchaus auch in unseren Breitengraden häufiger anzutreffen war. Man mußte allerdings eine Konzertkarte kaufen, da er es grundsätzlich ablehnte Schallplatten, bzw CDs aufzunehmen.
Celibidache starb am 14.08.1996 in der Nähe von Paris.
Aber wer redet noch von ihm?

Viel redet man hingegen von Xavier Naidoo, der ähnlich wie die Inselprinzessin mit Haufenweise Fans gesegnet ist, ohne daß man weiß womit er es verdient hat zum Objekt der Adorierung zu werden.
Der Mannheimer Rapper blamiert sich üblicherweise durch seine Mitwirkung an drittklassigen Castingshow-Trashsendungen, aus denen irgendwelche zweck- und talentfreien TV-Homunculi hervorgehen, die im Augenblick ihres Sieges schon wieder zu Recht vergessen werden.
Das Produzieren von pseudomusikalischen Einheits-Eintagsfliegen auf VOX und Pro7 gehört ohnehin verboten. Es ist zudem aber auch noch sinnlos diese Shows in Deutschland zu produzieren, da das deutsche Publikum einen legendär grottig-schlechten Geschmack hat. Castingshowgewinner sind international nicht zu vermarkten, weil sie zu starkes Ohrenbluten auslösen.
Eigenartigerweise ist das nicht in allen Ländern so.
Veranstaltet man solchen Shows in Amerika oder Großbritannien, ist das zwar immer noch eine schlimme Sache, aber es finden sich dort tatsächlich Gewinner, die sogar singen können und tatsächlich internationalen Erfolg haben können.

Naidoo, der mich schon durch seine extrem zur Schau getragene Frömmigkeit dazu zwingt Vomex-Großpackungen zu vertilgen, ist aber nicht nur doof und fromm, sondern darüber hinaus auch noch irre und rechts.
Damit reicht er auf der Unerträglichkeitsskala sogar schon in die Regionen Gauck hinein.

Popsänger Xavier Naidoo hat mit Auftritten vor Verschwörungstheoretikern und Rechten am Einheitsfeiertag für Aufsehen gesorgt. […] "Da hab ich gedacht, dann komm ich auch mal rum", sagte Xavier Naidoo am Einheitsfeiertag, hielt also vor dem Kanzleramt eine kurze Rede und stimmte den Refrain seines Songs "Was wir alleine nicht schaffen" an. Applaus. Darauf übernahm wieder Carschten Halter das Mikrofon, der als Antisemit geltende Organisator und Moderator vieler sogenannter Montagsdemo-Veranstaltungen. […] Zuvor war Naidoo schon bei den 300 Teilnehmern einer Friedenskundgebung vor dem Reichstagsgebäude rumgekommen und hatte auch dort eine Rede gehalten. Veranstalter dieser Demo: unter anderem die Reichsbürgerbewegung, in der Verschwörungstheoretiker, Rechtsextreme und andere Wahnhafte sich als staatenlos deklarieren und die Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik anzweifeln. Im Publikum, so berichteten es zahlreiche Medien übereinstimmend, war auch der Berliner NPD-Chef Sebastian Schmidtke. Naidoo, am Tag zuvor 43 Jahre alt geworden, sagte ins Mikro, er habe "keine Ahnung, wer hier steht, mir geht's nur um die Liebe". […] Dabei ist das, was Naidoo am Freitag über seine gesellschaftspolitische Einstellung sagte, gar nicht neu. Neu ist, dass er sich an die abseits der Massenmedien organisierte Klientel der Geschichtsverdreher, Antisemiten, Nato-Gegner und Rechtspopulisten nun erstmals in der Öffentlichkeit wandte. […] Sein großes Vorbild, so Naidoo weiter, sei Jesus. "Er ist auf alle Menschen zugegangen. Ich möchte ebenfalls auf Menschen zugehen, egal wo sie sind, egal wo sie herkommen. Ich möchte von Liebe, Frieden, Gerechtigkeit und meiner Überzeugung sprechen. […]

Warum wird überhaupt über so eine geistige Null mit dem Nervpotential eines Kleinkindes mit Megaphon berichtet?
Naidoo ist irrelevant und sollte mit der gebührenden Beachtung, also gar keiner, behandelt werden.

Medien in Deutschland setzen aber gerne kollektiv auf eigenartige Pferde.
Ginge man von der Quantität der Magazinbeiträge der letzten Wochen aus, muß die wichtigste Story offensichtlich ein neues Telefon einer amerikanischen nach einer  Frucht einer Pflanzengattung der Kernobstgewächse benannten Computerfirma sein. Die Jünger dieses Konzerns scheinen planetenweit in kollektive Ektase versetzt zu sein.
Sorry flüchtende Syrer, bombardierte Ostukrainer, an Ebola krepierende Westafrikaner und verhungernde Kinder – Ihr könnt da nicht mithalten.

Montag, 6. Oktober 2014

Kommunalwut



Ich bin ein Miv.
Es ist überfällig mich als Miv zu outen. Ich stehe aber dazu ein Miv zu sein und will es gar nicht anders.
OK, das Wort ist phonetisch irgendwie abstoßend. Als Miv ist man konnotativ gleich in einem Boot mit Milfs.
Seit Sarah Palin als Ober-Milf geführt wird, haben die Milfs natürlich gewaltige Imageprobleme. Dennoch will ich nicht dazu gehören.
Ein Miv ist allerdings etwas ganz anderes als eine Milf.
Dabei handelt es sich um ein Kürzel aus der kommunalen Verkehrspolitik.
MIV steht für Motorisierter IndividualVerkehr.
Man könnte auch sagen „Autofahrer“, aber Behörden verwenden nach wie vor grundsätzlich kein normales deutsch. Gerade las ich 38 Seiten eines Verkehrskonzeptes und stolperte dabei permanent über Begriffe wie Lichtsignalsteuerungsanlage, vulgo „Ampel.“
Aber wozu Ampel schreiben? Dann wüßte womöglich jeder was gemeint ist. Das darf nicht sein! Stattdessen ist konsequent die Rede vom motorisierten Individualverkehr an Lichtsignalsteuerungsanlage. Letztere werden gelegentlich von „raumübergreifenden Großgrün“ verdeckt. Vulgo „Bäume“.
(Ich habe mir übrigens vorgenommen eine Zeitlang keine Witze mehr über DDR-Ausdrücke wie „Jahresendflügelfigur“, vulgo Engel, zu reißen.)
Als Bürger meines Stadtbezirkes muß ich solche Begriffe lernen, weil hier seit einigen Wochen ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist.
Gut, Hamburg hätte da den ein oder anderen Flüchtling, um den man sich kümmern könnte, aber wozu seine Zeit mit etwas sinnvollen verschwenden, wenn man auch mit Verve seine Hassattacken gegen irgendwelche Kommunalpolitikerwürstchen kultivieren kann.
Worum es in diesem Nachbarschaftskrieg geht?
Dazu muß ich etwas ausholen:
Ich wohne in einer ziemlich zentralen und teuren Gegend Hamburgs. Das ist kein Szenestadtteil, aber einer mit perfekter Lage und ohne soziale Spannungen.
Hier benimmt man sich, lungert nicht ungewaschen auf der Straße rum. Ich schätze es besonders, daß es hier noch die kleinen Läden gibt.
Mein Gemüseladen um die Ecke wird in vierter Generation geführt und wenn ich freitags mal aus Versehen ohne Portemonnaie zum Einkaufen ginge, wäre das überhaupt kein Problem, da man sich hier noch kennt. Ich kann genauso gut nächste Woche bezahlen. Trotz dieses dörflichen Aspekts, genieße ich die Vorteile der anonymen Innenstadt, weil hier so viele kleine Singlewohnungen sind.
Kein Mensch interessiert sich dafür, was ich hinter meinen Fenstern treibe, wann ich aus dem Haus gehe und ob ich Geranien auf den Balkon stelle.
Leisten kann ich mir meine Wohnung, weil dieser Stadtteil 1943 ziemlich heftig weggebombt wurde. Zwischendurch gibt es daher diese hässlichen billigen Mietshäuser mit kleinen Wohnungen aus der direkten Nachkriegszeit. Man mußte damals dringend viele Menschen mit wenig Baumaterial versorgen.
Da sind die Wände papierdünn und die Bäder wurden erst Jahrzehnte später in eingebaut. Schick ist das nicht, aber doch erheblich günstiger als die modernen Häuser oder die prächtigen Patrizierhäuser aus dem 19. Jahrhundert, die hier auch noch überall an den Fleeten stehen.
Viele der kleinen Villen an den Fleeten haben Fundamente aus „Brandholz“.
Gemeint ist damit der große Hamburger Brand von 1842, bei dem die Flammen noch über 50 km weit zu sehen waren. In den darauffolgenden Jahren wurde das eher sumpfige Gebiet meines Stadtteils verstärkt bebaut, indem man die verkohlten Holzbalken vom Brand in den Schlick rammte. Eine offensichtlich nachhaltige Methode; denn die Häuser stehen immer noch fest da.
Dies war eine Wohngegend; es wurden keine prächtigen Alleen zum Repräsentieren geplant. Denn schon damals galt dem Hanseaten das typische Understatement als Tugend.
Gelegentlich wird vergessen, daß in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts deutlich weniger Autos und Busse fuhren. Auch die inzwischen allgegenwärtigen DHL-, ups- und GLS-Lieferwagen, mit denen man sich sein Amazon-Krams schicken lässt, waren damals irgendwie seltener.

Daraus ergibt sich das Problem, daß die Straßen zwischen den Häuserreihen in der Regel um die elf Meter breit sind.
Elf Meter reichen für zwei Autofahrspuren, zwei Parkplatzreihen und einen Fußweg auf einer Seite. Aber selbst da wird es manchmal etwas eng, weil wir uns mitten in Hamburg befinden - die angeblich grünste Großstadt der Welt. Hier gibt es überall Straßenbäume; Entschuldigung: „raumübergreifendes Großgrün“. Hauptsächlich Kastanien und Linden.
In den letzten 20 Jahren kam nun der Verkehr zusehens in Stocken.
Die Frequenz des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV, vulgo „Busse“) hat dramatisch zugenommen; man fährt nun im Vierminutentakt. Jeder hat ein Auto, Myriaden Radfahrer kurven umher und circa alle zehn Meter blinkt ein Paketlieferwagen, weil man sich heutzutage alles aus dem Internet bestellt.
Zwei mickrige Fahrspuren reichen da nicht mehr aus. Man steht immer im Stau, wird aggressiv, hupt und hasst die anderen Verkehrsteilnehmer.
Eine elegante Lösung des Problems, wäre das Eingreifen der Hand Gottes, die direkt aus dem Himmel die Häuserzeilen auseinanderschieben sollte. Vier Autospuren, zwei Radspuren und zwei breite Fußwege.
Da Gott sich aber wieder einmal bitten läßt, müssen die Kommunalpolitiker mit den elf Metern auskommen, die sie haben.
Etwas tun müssen sie aber, da das Thema „Verkehrsinfarkt“ eifrig zum ganz großen Thema der kommenden Bürgerschaftswahl hochgejazzt wird.
Und nichts ärgert den Hamburger so sehr, wie Stau und Parkplatzsuche. Kann sich der Senat nicht gefälligst endlich mal darum kümmern, schallt es von den Wänden!
Genau das tat der neu gewählte Hamburger Senat und ordnete ein sogenanntes „Busbeschleunigungsprogramm“ für alle Stadtteile an. Die Straßen sollen so geführt sein, daß Busse recht ungehindert durchkommen und dabei sollen überall komfortable Radwege entstehen.
Hier streiten sich ÖPNV, Fahrräder, Fußgänger und MIVs um die Straße. Es ist nicht genug Platz für alle da. Daran lässt sich nichts ändern, also beschloss der Senat eine Prioritätenreihe, die ökologisch beeinflusst ist.
Die Menschen sollen mehr ÖPNV und Fahrrad fahren. Die MIVs sind die Leidtragenden.
Als überzeugter MIV kann mich das nun abendfüllend ärgern. Ich würde lieber die Radfahrer und Hundebesitzer verdammen. Und die Mütter mit Kindern natürlich. Und die schweißstinkenden ekligen Jogger! Alle raus aus der Stadt und freie Fahrt für mich. Und natürlich überall freie Parkplätze.
Denkt man drei Sekunden länger darüber nach, kommt man zu dem Schluß, daß nicht nur die eigenen Wünsche berücksichtigt werden können. Man wird also auch auf andere hören müssen; nicht nur auf die MIVs.
Die MIVs sind die größten Stinker und brauchen den meisten Platz.
Ihnen geht es nun an den Kragen.
Die Nebenstraßen werden verkehrsberuhigt. Die stark frequentierten Straßen mit Buslinien werden gerade so umgebaut, daß zusätzlich „Fahrrad-Schutzstreifen“ entstehen – zuungunsten der SCHRÄGEN Parkplatzreihen, die nun durch Längsparkplatzreihen ersetzt werden.
Es fallen also eine Menge Parkplätze weg, damit der Verkehrsfluss wieder funktioniert. Gut für die meisten, aber ganz schlecht für Anwohner und Ladeninhaber.
Dächte man solidarisch, müßte man das hinnehmen. Einige müssen zum Wohle der Mehrheit und der Umwelt leiden.
Allerdings wurde ja vor einigen Jahren der „deutsche Wutbürger“ erfunden, der extrem hedonistisch seiner NIMBY-Ideologie frönt und unglücklicherweise auch noch mit plebiszitärer Macht ausgestattet wurde.
Gerade in Hamburg haben wir damit ganz schlechte Erfahrungen gemacht, als durch den legendären „Gucci-Protest“ die wohlhabenden Elbvorortler mit sehr teuren findigen Anwälten gegen den Willen aller Bürgerschaftsparteien (außer der FDP) die Stadtteilschulen mit gemeinsamen Unterricht bis zur sechsten Klasse gestoppt wurden.
Die Reichen wollten ihre Brut nicht auf dieselben Schulen wie der Plebs schicken – und sie setzten ihr Vorhaben durch, weil die ärmeren Stadtteile alle mit Wahlenthaltung reagierten.

Wenn es um die geliebten Parkplätze vorm Haus geht, kennt der Hanseat keinen Spaß. Hier wurde gegiftet und gepöbelt, bis der zuständige Unterausschuss der Bezirksversammlung Hamburg Nord bereit war seine Tagung in der großen örtlichen Gertrudenkirche abzuhalten. Ja, die Ausschusssitzungen waren auch schon vorher öffentlich, aber weit gehen/fahren mag der MIV nicht.

Heute hing nun Blei in der Luft; die erste Straße wurde für den Umbau gesperrt, während die hanseatischen Wutbürger jeden einzelnen Bauarbeiter mit der Kamera verfolgten und wutentbrannt jedes Detail bei Facebook an den Pranger stellten.

15:30 Uhr und auf der Baustelle xxx arbeitet kein Mensch mehr. Es ist deutlich zu sehen, wie unnötig die Vollsperrung ist. Eine Spur ist praktisch frei.
Heute stand ich gegen 9.15 Uhr knapp eine Stunde im Stau in der xxxx und an der Bushaltestelle xxxx standen ca. 25 verzweifelte Menschen. Die Haltestelle wurde anschliessend befahren, obwohl als verlegt gekennzeichnet. Chaos"
(Busbeschleunigungsgegner auf FB 06.10.14)

Während einige Besonnene noch zu bedenken gaben, daß bei einer 24h-Baustelle erheblich höhere Kosten anstünden und daß die Anwohner sich wohl erst recht über Presslufthammerlärm in der Nacht oder morgens um 6.00 ärgern würden, versuchte ein SPD-Bezirksamtsabgeordneter mit einer flapsigen Bemerkung die Schärfe aus dem Thema zu nehmen:

Thomas K.: Himmlische Ruhe für die Anwohner.

Das war zu viel für die braven, konservativen Wutbürger. Sie warfen Eier und faulen Tomaten durch die Tasten:

        Vanessa Rathje:
 Sie sind doch wirklich ein Idiot! Ihre ironischen Beiträge sind dermaßen widerlich, dass man sich nur schämen kann in einer Stadt zu wohnen, in der Sie Politik machen Ich hoffe sie sind nicht zu feige sich der Debatte heute Abend zu stellen. Bisher kam von Ihnen nur Schwachsinn, was mich auf Ihren Geisteszustand schließen lässt! Denken Sie sich Ihen Teil, soweit das denn möglich ist!

        Peter Wiese:
 Zur Erklärung: Herr Thomas K. ist kein Idiot sondern SPD Bezirksabgeordneter und hat ausser dummem Gerede, Polemik und Hohn für die Menschen, deren Interessen er eigentlich vertreten sollte, nichts hilfreiches zur Debatte beizutragen, wie man auch an diesem Kommentar wieder sehr deutlich feststellen kann. Von daher, vielen Dank Herr K. für diese weitere Frechheit. Ich freue mich auf Sie heute Abend!   Wer's nicht glaubt: http://www.... Wer will von so einem Spacken regiert werden?

        Thomas K.:
Lieber Frau Rathje, lieber Herr Wiese, ich bin nicht Mitglied im zuständigen Regionalausschuss. Dennoch wäre ich liebend gern zu Ihnen in die Gemeinde St. Gertrud gekommen. Dann hätte ich mir ein genaueres Bild machen können, wie der Ausschuss und die zuständigen Fachplaner heute mit den Anregungen und Fragen der Bürger umgehen - und umgekehrt. Aber ich habe zeitgleich eine andere Ausschussitzung. Aber ich bleibe Ihnen gern hier erhalten und wünschen Ihnen - auch ohne mich- heute Abend eine sachliche und erhellende Veranstaltung, die sich hoffentlich vor allem an Inhalten und probaten Lösungsansätzen orientiert. Denn auch, wenn Sie mir zum Teil wiederholt und unangemessen drastisch das Gegenteil unterstellen: An nichts anderem bin ich interessiert.

Peter Wiese:
 War klar, dass Sie den Schwanz einziehen. Mit dem "Busoptimierungsprogramm" haben Sie wahrscheinlich auch nichts zu tun, und mit der SPD auch nicht so richtig? Einfach nur ein bißchen rumtrollen? […]

Vanessa Rathje:
 Oder Sie lassen einfach Ihre verhöhnenden Kommentare und kümmern sich um Ihren eigenen Mist!  Was wollen Sie denn iegentlich wenn sie schon immer wieder betonen ncihts mit uns und der Sache zutun zu haben??  Dann halten Sie doch den Mund, ganz einfachens Prinzip!
und es heißt immernoch "Sehr geehrte Frau Rathje"...

        Frank Behrmann:
Sehr geehrter Herr K., offensichtlich sind Sie gerade beschäftigungslos und sehr dringend auf der Suche nach Gegenwind. Sie sollten sich etwas zurückhalten!

        Carsten Bullemer:
 Moin Herr K- Du scheinst ja riesige Langeweile zu haben, das Du immer alles hier so schön kommentierst. Haste nix zu tun oder biste schon bei Deiner Bank rausgeflogen ?

Bettina Hagen:
 Herr K, soll ich Ihre Auslassungen mal ausdrucken und an den Bürgermeister schicken? Sie fordern wirklich heraus, dass man seine guten Manieren vergisst!

        Vanessa Rathje: [….]
ich bin Ihnen nicht verbunden und mag Sie nicht also verbitte ich es mir, dass ausgerechnet jemand wie Sie, Thomas K., mich so persönlich und vertraut anspricht. und dann auch noch mit so einem peinlichen Fehler... sagt wohl alles über Sie aus.   und zu Ihrem Schadenfrphen Kommentar: Was soll daran gut sein wenn abends Ruhe herrscht, wenn dafür der sehr frühe Morgen unterbrochen wird?  Und nun sagen Sie doch mal was wollen Sie eigentlich?? Sich nur wichtig machen und das Feuer noch anfachen?? Bisher haben Sie sich ausnahmslos verachtend, abwertend, und höhnisch geäußert!
Halten Sie den Mund und gehen Sie doch in Langenhorn Verachtung sammeln. Und hören sie endlich auf mich so anzusprechen, Sie haben mich nciht lieb!

       […]  Tammox:
 Als Anwohner ärgere ich mich maßlos über sinnlose Aktionen wie Fußgängerquerungen, wie es sie seit einer Woche beispielsweise in der xxx straße (Vor der Reinigung Nr. 12) gibt.
        Der Weisheit letzter Schluß ist es sicher nicht auf Wohnstraßen mit Parkplatznot zusätzliche Poller und Verkehrsinseln hinzusetzen.
        Da würde ich schon gerne den Bezirkspolitikern mal einige Fragen stellen.
        Wenn ich allerdings derartig flegelhafte und aggressive Kommentare wie die von Vanessa Rathje und Peter Wiese lese, dann schwenke ich gleich auf die Seite von SPD-Kegat um.
        Diese Art Primitivwutbürgertum ist genau der Grund weswegen sich gar keiner mehr auf Bezirksebene engagieren will.
        Nur Gemeckere, aber keinerlei konstruktive Arbeit.
        Dann werde ich wirklich lieber von Thomas K. regiert, wenn die Alternative Berufsnörgler à la Vanessa Rathje und Peter Wiese ohne Kinderstube sind.
(Facebook 06.10.14)

Zur bereits angesprochenen öffentlichen Versammlung in der Gertrudenkirche rotteten sich die Anwohner mit Forken und Mistgabeln zusammen.
Den doofen Sozis, die ihnen die Parkplätze wegnehmen wollen, würde man Saures geben. Aber immer zivilisiert. Man möchte mit „sehr geehrte …“ angesprochen werden.







Wie nicht anders zu erwarten, segneten SPD und Grüne die Pläne ab.

Die Wutbürger sind wütend.

Eckehard Freytag
 Die vom Volk gewählten Politiker haben sich durch Arroganz und Selbstgefälligkeit ausgezeichnet. Absolut unmöglich!!!

Christian Chaléat:
 Was SPD und DIE GRÜNEN heute gegen den Willen der Bürger, IHK, den zahlreichen Verbänden und Bürgergruppierungen durchgezogen haben macht mich sprachlos. Als Bürger, Gewerbetreibender auf der xxxx Straße, Anwohner der xxxx strasse, Familienvater und Mensch. Diese Leute müssen abgewählt werden und die xxxxxx sollten geschlossen auf die Straße gehen!

Hans-Peter Becker:
 Wen sollte man denn wählen, um den Unsinn zu stoppen???? Das würde ja nicht mal die AfD mit absoluter Mehrheit ändern. Man muss DIESEN Politikern Volkes Wille klarmachen!

    Jens Eckleben:
 Heute Abend haben die SPD- und Grünen im Regionalausschuß alle sinnvollen Anträge von CDU, Linken, FDP, Piraten und AfD komplett mit ihrer Mehrheit abgebügelt. Und das vor den Augen von ca. 1.000 Bürgern, welche diese unsinnige Busbeschleunigung stoppen wollen. Hans-Peter Becker Mit der AfD und den anderen Parteien außer Rort-Grün gäbe es keine #Busbeschleunigung.

Fla Ralalla:
 Rot-Grün in der Regierung bedeutet auch, dass sich wohnen weiter verteuern wird! Die hohen Mieten haben wir auch den aufgezwungenen energetischen Sanierungen zu verdanken, die einst die Grünen durchdrückten. Als Vermieterin kann ich sagen: Meine Mieter haben keine großartige Ersparnis dadurch, dass wir energetisch saniert haben! Als Mieterin kann ich sagen, auch hier kann ich leider keine monatliche Ersparnis verzeichnen.

Astrid Ott:
 Trauerspiel !

Karina Weber:
 Größter Verkehrsirrsinn überhaupt

    Vanessa Rathje:
 Die sind so dämlich....
(Facebook 06.10.14)

Eins ist klar:
Man möchte nicht Bezirkspolitiker sein.
Was für ein Scheißjob bei dem Wahlvolk.