Freitag, 3. Juni 2016

Dunkelamerika.



Auch wenn man nicht mehr politischen Verstand als eine Meerkatze hat, sollte man leicht begreifen, daß Donald Trump nicht US-Präsident werden darf.
Der Mann ist ein gefährlicher extremistischer Irrer.

Meine Freunde in Amerika sagen mir daher schon seit Monaten, ich solle mich nicht ängstigen, Hillary gewänne „in a landslide“.

Und in der Tat, wenn man sich die unfassbaren Aussagen Trumps anhört, liegt es außerhalb der Vorstellungskraft, daß eine Mehrheit der Amerikaner sich für ihn entscheidet.


Es ist so einfach für Mrs Clinton, sie muß nur den O-Ton Trump zeigen und hat damit die beste Wahlwerbung.
Sie selbst ist so offensichtlich besser informiert, gebildeter und anständiger, daß es keine Wahl gibt. Man muss sich für Hillary entscheiden.

Wie kann es also sein, daß die Zustimmung zu Trump immer noch wächst?
Haben die Leute nicht verstanden was er für eine groteske Type ist?

Um das noch einmal klar zu stellen, attackiert Clinton ihn jetzt direkt – und Amerikas Linke ist begeistert von ihr.


Trump ist aber auch ein easy target, denn diese völlig abstrusen und brandgefährlichen Gaga-Aussagen, die sie kritisiert, stammen wirklich von ihm.

[…] TRUMP: “Don’t tell me it doesn’t work — torture works… Waterboarding is fine, but it’s not nearly tough enough, ok?”
[…] TRUMP: "The other thing with the terrorists is you have to take out their families”
[…] TRUMP: “I’m speaking with myself, number one, because I have a very good brain and I’ve said a lot of things...my primary consultant is myself” […]  “I know more about ISIS than the generals do. Believe me.”
[…] TRUMP: “The concept of global warming was created by and for the Chinese in order to make U.S. manufacturing non-competitive.”
[…] TRUMP: “I know Russia well. I had a major event in Russia two or three years ago, Miss Universe contest, which was a big, big, incredible event.” […] […] […]

Nein so einer darf nicht die USA regieren.


Es ist bewiesen, Trump ist ein pathologischer Lügner und Rassist, Ausbeuter und narzisstischer Psychopath.

Aber dann sitzen die glühenden Trump-Fans Kayleigh McEnany oder Jeffrey Lord bei CNN man und stellt fest, daß diese Leute Trump lieben, obwohl er ein irrer Rassist ist, möglicherweise sogar gerade deswegen.



Allein Trumps Lügen im Zusammenhang mit seinen angeblichen Spenden an Veteranenorganisationen hätten in jedem anderen Wahljahr gereicht, die Kampagne sofort zu beenden.

[….] So where does that leave us? Trump said he’d raised $6 million for veterans, but that wasn’t true. He later claimed he never used the $6 million figure, but that wasn’t true. His campaign insisted Trump had contributed $1 million himself, but that wasn’t true. Trump said he “didn’t want to have credit” for the fundraising efforts, but that wasn’t true. He said he and his team were vetting groups they’d never heard of four months after the fact, but that wasn’t true.
And as of yesterday, all of this, the Republican candidate insisted, is the media’s fault. Indeed, Trump thinks journalists should be “ashamed” of themselves for scrutinizing his claims that turned out to be wrong.
Not to put too fine a point on this, but in a normal year, in a normal party, with a normal candidate, this is the sort of controversy that could end a campaign. Legitimate presidential hopefuls can get away with some dissembling and the occasional whopper, but Trump was caught telling obvious falsehoods about support for veterans’ charities.
If this happened to Hillary Clinton, is there any doubt it would be the #1 issue in the presidential race between now and Election Day? That every pundit in America would use this as Exhibit A in their takes on why Americans just can’t trust the Democrat?

Aber die Konservativen in Amerika sind nach sechs, sieben Jahren Teaparty längst im Post-Truth-Zeitalter angekommen.
Es ist ihnen schlicht egal, daß Trump wie gedruckt lügt. Er hasst die Demokraten und gibt rechte Phrasen von sich – das reicht.

Es erinnert ein bißchen an die Kinderfickereien der katholischen Priester weltweit. Man sollte meinen, das reiche um die RKK aufzulösen. Auch daß der Papst selbst seine Hände im Spiel hatte, schadete ihm nicht.
Sogar die Gläubigen in Gemeinden verurteilter Kinderficker verteidigen ihren kinderfickenden Pfaffen Peter Hullermann.


So unterliegen diejenigen mit einem höheren IQ als Zimmertemperatur immer mehr dem Irrtum, Trump könne nicht gewinnen, weil er längst als Ungeheuer demaskiert wurde.

Aber das ist ein Irrtum, denn seine Anhänger ticken genauso.


Auch die amerikanische Presse muß sich noch umgewöhnen.
Zurzeit wird dem Wähler noch rationales Urteilsvermögen unterstellt.
Die Amerikaner wären doch einigermaßen vernünftig und moralisch.

Für einen Großteil von ihnen gilt das aber längst nicht mehr.

[…] Für CNN-Moderator Jake Tapper haben die US-Medien nicht kritisch genug die Trump-Kampagne hinterfragt. […] Einige seiner Kollegen, so Tapper, hätten Trump "mit jeder noch so wüsten Behauptung davonkommen lassen". Die fehlende kritische Befragung sei ein großes Problem gewesen. […] Im Duell mit Clinton sieht Tapper gute Chancen für Trump: "Ich denke, es wird ein sehr, sehr harter Kampf, in dem er einige Vorteile hat." Tapper leitet das auch aus eigenen Erfahrungen ab: "In meiner erweiterten Familie will die eine Hälfte Trump wählen, die andere Hälfte nicht." Dass so viele ihn wählten, so Tapper, "lässt mich glauben, dass viele Beobachter in New York, Washington und Kalifornien das Phänomen überhaupt noch nicht verstanden haben". Der Wahlkampf werde "schmutzig, hässlich, furchtbar".[…]

Donnerstag, 2. Juni 2016

Säxit Now

Nahezu täglich wird man als armer Alt-Wessi mit neuen Horrorfilmchen aus Sachsen, dem failed state konfrontiert.
Ich kann sie nicht leiden, die Sachsen.


Aktuellstes Beispiel:

In Arnsdorf ist ein Streit zwischen einem Asylbewerber und Deutschen eskaliert. Mitglieder einer vermeintlichen Bürgerwehr fesselten den 21-jährigen psychisch kranken Iraker mit Kabelbindern an einen Baum. Der Vorfall ereignete sich bereits am 21. Mai, wurde jedoch erst jetzt durch ein im Internet kursierendes Video öffentlich. Der Staatsschutz ermittelt. Die Identität der beteiligten Männer wurde inzwischen festgestellt, darunter ist ein CDU-Gemeinderatsmitglied.

OK, das gebe ich zu, in den anderen Ex-DDR-Länder ist es ähnlich.

Betrunkene Geraer grölen und schießen auf Frau mit Kopftuch
[….] Wie die Polizei mitteilt, wurden durch die beiden Männer seit ca. 18 Uhr rechtsradikale und beleidigende Sprüche von dem Balkon der Wohnung gerufen. Gegen ca. 19 Uhr stellte dann der Beobachter fest, dass die beiden einen pistolenähnlichen Gegenstand in der Hand hielten.
Als eine vermutlich ausländische Frau mit Kopftuch und einem Kind an der Hand an dem Haus vorbei lief, zielte einer der Männer mit der Pistole in Richtung der Frau und gab mehrere Schüsse ab. Glücklicherweise wurde weder die Frau noch das Kind getroffen. Zudem riefen laut Polizei beide Männer beleidigende und ausländerfeindliche Worte in Richtung der Frau.

Natürlich sind solche Pauschalisierungen wider eines Volkstammes ungerecht; unter dem Furor leiden auch die liberalen Menschen in Sachsen oder Thüringen.

An dieser Stelle sei angemerkt, daß mir diese Identifizierungen mit der eigenen rein zufälligen Herkunft fremd ist. Es käme mir nie in den Sinn persönlich beleidigt zu sein, wenn jemand gegen „die Amerikaner“ oder auch „die Hamburger“ Position bezieht.
Die Erdoğansche Wehleidigkeit der Ossis ist erbärmlich.

Mit vollem Recht empören sich überall in der Welt jeden Tag Menschen über Amerika. Na und? Amerika ist ein riesiges heterogenes Gebilde.
Wie kann man nur so egomanisch sein, jeden antiamerikanischen Verbalangriff auf sich selbst zu beziehen? Ich habe einen US-Pass und meinetwegen kann jeder so viel an den USA kritisieren, wie er lustig ist.

Muss denn immer dieses Übermaß an political correctness herrschen, daß ich bei jeder spitzen Formulierung gegen „die Sachsen“ gleich ein devotes Sorry liebe aufrechte Sachen, die sich für Flüchtlinge engagieren; ihr seid natürlich nicht gemeint hinterher aufsagen muß?

Ein pauschalverurteilender Satz wie „ich hasse die Bayern!“ ist zwar unfein, aber andererseits ist es auch albern so eine offensichtlich dahingerotzte Aussage auf die Goldwaage zu legen und daraus abzulesen, daß man damit jeden einzelnen der 12 Millionen Bayern persönlich hasst.

Nach dieser Erklärung sei noch einmal gesagt:

Einfach widerlich, dieses Sachsenvolk.
25 Jahre schämen wir uns nun schon für den brutalen Mob, den die größte CDU-Hochburg unter allen Bundesländern hervorbringt

Wieder einmal randalierte ein Nazimeute gegen Flüchtlinge, die im sächsischen Clausnitz untergebracht werden sollten. Untergebracht werden sollten in einem Heim, das von einem AfD-Mann geleitet wird.
Die Polizei schritt ein – und misshandelte Flüchtlingskinder.
Einen Tag nach den unfassbaren Vorkommnissen will die Karikatur eines Polizeichefs gegen die Opfer ermitteln.

Wörtlich sagte der Polizeipräsident: »Wir werden die Ermittlungen gegen Businsassen ausweiten wegen Beleidigung.« Aus seiner »Sicht gibt es für das Vorgehen der Polizei keinerlei Konsequenzen«, so Reißmann weiter. Man sei von dem rechten Mob überrascht worden. Anfangs seien nur zwei Polizisten vor Ort gewesen, später dann 28 Beamte. Zudem äußerte sich Reißmann negativ über die für den Samstag angesetzte antirassistische Kundgebung. »Für unseren mehrstündigen, hochemotionalen Einsatz, bei dem es am Ende keine Verletzten und Sachschäden gab, mit einer kurzen, losgelösten Videosequenz und ohne bisherige Kenntnis der Hintergründe öffentlich angeprangert zu werden, weise ich entschieden zurück. Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Kollegen der Bundespolizei dafür, dass sie Unterstützung für die Landespolizei geleistet haben.«
Die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel von der Linkspartei zeigte sich »fassungslos« über die Reaktion der Polizei. Dass keine Konsequenzen »für den verfehlten Polizeieinsatz« angestrebt sind und stattdessen nun gegen Geflüchtete ermittelt werden soll, könne »nicht wahr sein«, so Nagel.
(ND, 20.02.16)

Man fühlt sich an gewisse spanische Bischöfe erinnert, die nach dem sexuellen Missbrauch an kleinen Jungs insistieren, die Messdiener hätten Schuld, da gäbe es 13-Jährige, die alles täten, um die Priester zu verführen.
Das verschlägt einem selbst im Jahr 2016 noch die Sprache.

Manchmal ist selbst eine hartgesottene Redaktion wie Panorama etwas sprachlos. Zu dieser Pressekonferenz fällt uns nicht mehr viel ein. Anstatt eine illegale Versammlung aufzulösen, deren Teilnehmer Platzverweise erhalten hatten, kann sich der Chemnitzer Polizeichef vorstellen, gegen die Flüchtlinge zu ermitteln.

Es hilft nur noch Zynismus.
Nach 25 Jahren CDU-Herrschaft sind die rechtsstaatlichen Strukturen von Justiz und der Polizei Sachsen völlig verrottet.
Der ranghöchste Sachse Deutschlands ist bezeichnenderweise Bundesinnenminister de Maizière und streute ebenfalls immer wieder xenophobe Gerüchte. (……….)

Eine Abspaltung der Pegida-, CSU- und AfD-Hochburgen aus dem deutschen Staatsgebiet wird vielfach gewünscht.
Nicht nur, daß man mit sowas nicht in einem Land leben möchte, nein, es würde die Bundestagswahlergebnisse auch enorm beeinflussen, wenn diese rechten Bundesländer ausgegliedert wären.
Was für eine Erleichterung sich vorzustellen eine Bundesregierung müßte nicht ständig auf Crazy Horst Rücksicht nehmen und illegale Gaga-Vorhaben wie Anti-Ausländermaut, Herdprämie oder Obergrenzen beschließen.

Andererseits gibt es in Bayern natürlich viele schöne Landschaften und ja, es gibt auch viele nette Bayern und Sachsen.
Zudem verteilen sich diese grölenden rechtsradikalen Hasser, die sich selbst euphemistisch als „besorgte Bürger“ verstehen, inzwischen auch über andere Bundesländer.

Es würde also gar nichts bringen die Krebsgeschwür-Bundesländer rauszuschneiden, da der braune Tumor schon längst streut.

Einen willkommenen Ausweg aus diesem Dilemma bietet nun ausgerechnet das rechtsgerichtete Ungarn.
 Zu Tausenden verlassen faschistoid-tickende Deutsche inzwischen Merkels Herrschaftsbereich, weil sie sich nach einem Führer wie Orban sehnen.

Sie ziehen an den Plattensee und erfreuen sich an den martialisch auftretenden Jobbik-Typen, die jeden einzelnen Roma oder Muslim sofort wegjagen.

Da sind die  Blonden und Blauäugigen noch unter sich.

Ungarn hat die Grenzen für Flüchtlinge dicht gemacht - außer sie stammen aus der EU. Und davon kommen immer mehr, auch Deutsche. In Zusammenarbeit mit report München waren wir am Plattensee und haben Menschen getroffen, die aus Deutschland vor Flüchtlingen flüchten ...

Wenn das keine Win-Win-Situation ist!
Ungarn ist ohnehin schon verloren.
Da sind sie unter sich und Deutschland kann froh sein sie los zu sein.
Nun braucht es nur noch ein Gesetz, um den nach Ungarn in die völkisch-teutonische Enklave Geflohenen das Wahlrecht zu entziehen.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Impudenz des Monats Mai 2016


Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.

Die Flüchtlingspolitik der Groko trifft es diesen Monat.
Was für eine erbärmliche, amoralische und zynische Politik.

Gestern hatte ich bereits dargelegt wie die Ausgrenzungspolitik als direkte Folge tote Kinder im Mittelmeer produziert.

Den frommen Christen im Bundeskabinett ist es egal – wichtig ist ihnen offenbar nur, daß die Bälger weit weg von Deutschland krepieren.

Abgestumpft
[….] Das Massensterben der Flüchtlinge an Europas Grenzen wird als Kollateralschaden hingenommen. Doch Bootsunglücke wie jene vergangener Woche sind kein tragischer Zufall, sondern das Ergebnis europäischer Migrationspolitik. Die EU-Staaten haben in den vergangenen Jahren ihre Grenzen schrittweise gegen Flüchtlinge hochgerüstet. Wer in der EU Asyl beantragen will, muss zunächst europäischen Boden erreichen. Durch die Abschottungspolitik der EU ist dies beinahe unmöglich geworden. Einer der letzten verbliebenen Wege für Flüchtlinge nach Europa führt auf den Booten von Schleppern aus Libyen über das Mittelmeer.
[….] Der Deal mit der Türkei und die Zäune auf dem Balkan aber haben dafür gesorgt, dass weniger Menschen nach Europa gelangen. Die Flüchtlinge und ihre Probleme sind nun wieder dort, wo sie die EU am liebsten hat: weit weg.

Diese perverse Apathie gegenüber den Flüchtenden und Sterbenden wird noch damit getoppt, daß Merkels Regierung trotz der gebetsmühlenhaften Beteuerungen man müsse die Fluchtursachen bekämpfen, eben genau dies verweigert, sogar bereits gemachte Versprechen zurück nimmt.

Das Versagen der Weltgemeinschaft
[….] Millionen Syrer leiden Hunger, das Regime konfisziert selbst Babymilch. Ab diesem Mittwoch wollte die internationale Gemeinschaft Lebensmittel abwerfen. Doch kein Staat macht mit.
[….]  [….] Zuletzt verlor sogar der Leiter der Uno-Taskforce für humanitäre Hilfe in Syrien, Jan Egeland, die Fassung. "Wie tief können bewaffnete Männer sinken? Heute hat die vierte Division der syrischen Armee eine humanitäre Lieferung ins verhungernde Daraya blockiert, weil sie Babymilch enthielt!", twitterte er wütend. [….] Die internationale Gemeinschaft scheint ihre Forderungen vom 17. Mai vergessen zu wollen. Obwohl die Frist abläuft, gibt es bisher keinerlei Bewegung. Aus Washington, London, Paris ist nichts zu hören, und auch Berlin hält still.
[….] Das deutsche Verteidigungsministerium antwortete am 30. Mai auf eine schriftliche Frage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Franziska Brantner: "Die Bundesregierung plant nicht, sich mit der Bundeswehr an Aktionen der humanitären Hilfe in Syrien zu beteiligen. Anfragen zu einem Einsatz der Bundeswehr in diesem Rahmen liegen nicht vor."
Grünen-Politikerin Brantner kann diese Position nicht nachvollziehen: "Alles andere als die vollständige Erfüllung der Forderungen, die die Internationale Unterstützungsgruppe für Syrien selbst aufgestellt hat, wäre ein weiteres gebrochenen Versprechen, das wir den Menschen in Syrien gemacht haben." Es handele sich um einen ernsten Glaubwürdigkeitsverlust für die Unterstützungsgruppe insgesamt. [….]

Unterdessen gibt Merkel, die große Kriecherin, die im vielfachen Kotau vor Ankara und Washington geübt ist, eine Kostprobe ihrer Erbärmlichkeit, die zum Mitschämen ist.

Thema „Völkermord 1915 an rund einer Million in der damaligen Türkei lebenden Armeniern.“
Zwar läßt Erdogan auf Flüchtlinge schießen, schiebt sie nach Syrien ab und half lange Zeit zumindest passiv dem IS, aber die Kanzlerin ist so dankbar, daß er die Elenden und Versehrten nicht bis in die EU durchläßt, daß sie bereitwillig vor ihm umher kriecht.
Seit über 90 Jahren gibt es keinerlei Zweifel daran, daß es sich um einen Genozid handelte. 1933 ehrte Franz Werfel die Opfer mit seinem Buch „Die 40 Tage des Musa Dagh“.
Adolf Hitler ließ das Werk aus Rücksicht auf das Osmanische Reich, das er als Verbündeten brauchte, verbieten.

In dieser unseligen Tradition steht bis heute auch Merkels Regierung.


Unfassbar, Merkel, Gabriel und Steinmeier sind so feige, daß sie morgen die Abstimmung im Bundestag schwänzen.
Erdogan könnte sonst verstimmt sein und da spurt eine deutsche Kanzlerin natürlich.
Der Türkische Präsident kann offenbar frei über Merkel verfügen, weil sie ihren Uckermärkischen Hosenanzug gestrichen voll hat.

Andere Länder, andere Sitten:
Welt-Supermächte wie Österreich, die Schweiz, die Niederlande, Schweden oder auch Uruguay verfügen offensichtlich über wesentlich mehr Rückgrat und nennen den Genozid auch Genozid.

Dienstag, 31. Mai 2016

Die Toten feiern



Crazy Horst, der fromme Christ, der schon so oft zur persönlichen Papstaudienz geladen wurde, frohlockte vor Stolz, als er die GroKo endlich auf totale Flüchtlingsabwehr eingestimmt hatte.

Nach wochenlangem Streit haben der Bund und Bayern ihre Auseinandersetzung über die Grenzkontrollen beigelegt. [….]
In der CSU wird die Einigung als großer Erfolg der eigenen Politik und als Sieg über Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewertet: Mit dieser Vereinbarung sei "das Ende der Willkommenskultur notariell besiegelt", sagte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer der Süddeutschen Zeitung.

Statt sich um die hilfesuchenden Menschen zu kümmern, gibt die EU also ein Vielfaches der dafür benötigten Summe aus, um diese Menschen abzudrängen und fernzuhalten.
Von der Leyens Bundesmarine ist im Einsatz, um die Elenden, Hungernden und Gefolterten von den EU-Küsten zu vertreiben.
Dafür muß der Haushalt der Kriegsministerin ordentlich aufgestockt werden.
Milliarden mehr für Waffen und Milliarden zu wenig für die Heimatvertriebenen, die schon hier sind.

Der Christdemokrat de Maizière, eben noch sich selbst auf dem Katholikentag als Christ inszenierend, kämpft unterdessen gegen die Flüchtlinge, die es schon über die Grenzen geschafft haben. 33 % von ihnen kämen gar nicht aus dem IS-Gebiet lügt der Innenminister und den Übrigen unterstellt er fälschlicherweise sich der Integration zu verweigern. Also droht er mit Strafe.

Wir [kennen] in unseren Einrichtungen ohnehin keine Integrationsunwilligen. Besonders die Jugendlichen wollen unbedingt lernen. Selbst wenn das Wetter schön ist und wir vorschlagen zu grillen, haben die Angst etwas zu verpassen. Lehrer, die bei uns seit 30 Jahren unterrichten, sagen: Ich möchte nur noch Flüchtlinge unterrichten, weil die so lernwillig sind. Das Problem ist ja viel mehr, dass gar nicht alle unterkommen. Hier in Hamburg reichen die Plätze in Integrationskursen jedenfalls schon jetzt nicht mehr aus. Da gibt es Wartezeiten von drei bis zu sechs Monaten. Jugendliche steckt man dann häufig in Berufsorientierungsmaßnahmen, auch wenn sie noch nicht besonders gut Deutsch sprechen. Gerade den Älteren und Frauen bleibt aber nichts anderes übrig, als abzuwarten und über Ehrenamtsstrukturen oder Vereine Deutsch zu lernen. [….] Was bei uns an Integration angeboten wird – also berufliche Orientierung, Sprachkurse oder Praktikumsplatzsuche – da stehen die Leute Schlange. Selbst wenn es darum geht, sich an typisch deutschen Aktionen zu beteiligen, sind die Flüchtlinge kaum zu bremsen. Im April haben wir hier "Hamburg räumt auf" gefeiert. Da haben sie von sich aus gesagt: Wenn das in Hamburg so ist, dann machen wir das auch. Wirklich, ich habe noch keine Integrationsverweigerer erlebt.

Auch die Kanzlerin, die heftig mit dem Despoten und tausendfach klagefreudigen Erdogan kuschelt, bricht ungeniert ihre menschenfreundlichen Versprechen.

Auch Flüchtlinge mit schlechterer Bleibeperspektive müssten bereits während ihres Asylverfahrens Orientierungskurse erhalten, sagte Merkel. In ihnen werden außer der deutschen Sprache auch grundlegende Kenntnisse über die deutsche Gesellschaft und ihre Werte vermittelt. [….][….] Nur ein winziger Bruchteil der von Merkel angesprochenen Personengruppe wird in diesem Jahr einen Orientierungskurs besuchen können. Der weit überwiegende Teil würde jedoch leer ausgehen. Denn die Zahl der Asylbewerber, die aller Voraussicht nach in Deutschland bleiben dürfen, obwohl sie nicht aus Syrien, dem Irak, Iran oder Eritrea kommen, ist hoch. [….] Angesichts dessen spricht Grünen-Politikerin Pothmer von einem "schlechten Scherz". Die Bundesregierung dürfe sich "nicht mit einem Mini-Pilotprojekt aus der Affäre ziehen", sondern müsse ihre Ankündigung aus dem April umsetzen. Schließlich warteten Menschen aus Afghanistan im Schnitt 15 Monate auf eine Entscheidung des Bamf, so Pothmer.
Diese Zeit ist verloren, was die Integration betrifft - zudem führt die faktische Zweiklassengesellschaft in den Flüchtlingsunterkünften zu Spannungen zwischen Bewerbern aus Ländern mit guter Bleibeperspektive und den anderen, vor allem den vielen aus Afghanistan.

Alle drei Koalitionsparteien haben sich offenbar auf diese Linie geeinigt. Auch die fromme Katholikin Andrea Nahles, die just vor völlig leeren Hallen auf dem Leipziger Katholikentag sprach, macht restriktive und herzlose Politik gegen Flüchtlinge. Nahles goes Seehofer.
CDU, CSU und SPD sind sich einig: Die EU muß sie Grenzen schließen. Dabei heißt das euphemistische „Grenzen sichern“ nichts anderes als Menschen mit Gewalt abzudrängen und ins Elend zu treiben.

Die perfide, grausame und dumme Ideologie der Grenze, der nun alle drei GroKo-Parteien frönen hat Konsequenzen.

Nach den Flüchtlingsunglücken im Mittelmeer vergangene Woche steigen die Schätzungen zur Zahl der Opfer immer weiter. Die Internationale Organisation für Migration sprach am Dienstag von vermutlich mehr als 1.000 Toten. Das UN-Flüchtlingshilfswerk ging aufgrund von Berichten Überlebender von mindestens 880 Toten aus, wie ein Sprecher sagte.
Bisher hatten die Schätzungen bei rund 700 Todesopfern gelegen. Doch Flüchtlinge, die am Wochenende in Italien angekommen waren, hätten berichtet, dass noch viele weitere Insassen mit den Schiffen gesunken seien, hieß es von beiden Organisationen. IOM erklärte, dass seit dem 25. Mai 62 Todesopfer bestätigt seien. Weitere 971 Menschen gelten demnach als vermisst und dürften vermutlich ebenfalls tot sein.
(taz, 31.05.16)

Das tödlichste Jahr.
Während sich die EU immer schärfer gegen Flüchtlinge abschottet, steigt die Zahl der Ertrunkenen im Mittelmeer so schnell wie noch nie.
Einmal pro Woche, meistens montags, zählt Marzia Rango in ihrem Büro am Berliner Gendarmenmarkt die Toten. Rango arbeitet für die Internationale Organisation für Migration (IOM). Seit das erste Mal Flüchtlinge bei schweren Unglücken vor der libyschen Küste ertrunken sind, dokumentiert die Organisation alle Todesfälle im Mittelmeer, die den Behörden gemeldet werden. In diesem Jahr, sagt Rango, sei die Zahl höher denn je. Bis Ende Mai sind mindestens 2.499 Menschen ertrunken. Das sind wesentlich mehr Tote als  in den ersten fünf Monaten des Jahres 2014, als Italien noch seine Marine und Küstenwache auf See schickte, um Menschen im Rahmen der Mission Mare Nostrum zu retten. Und es sind auch deutlich mehr, als im vergangenen Jahr ertranken, dem bisher tödlichsten im Mittelmeer.


Die deutsche Organisation Sea-Watch hat das Bild eines im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlingsbabys veröffentlicht und damit die EU dringend zum Handeln aufgefordert. "Wenn wir solche Bilder nicht mehr sehen wollen, müssen wir aufhören, sie zu produzieren", erklärte Sea-Watch am Montagabend. Das Bild zeigt einen Rettungshelfer an Bord eines Bootes, der ein totes Baby im Arm hält. Er hält den Kopf gesenkt und blickt das Kind an.
Das Baby, dessen Alter und Identität unklar blieb, war nach Angaben von Sea-Watch gemeinsam mit rund 350 Flüchtlingen an Bord eines Holzbootes, das Ende vergangener Woche vor der libyschen Küste kenterte.

Wie man hört war die Stimmung beim Koalitionsgipfel in Meseberg ausgelassen und entspannt.
Kanzlerin Merkel erklärte im Kreise ihrer zu 100% aus Christen bestehenden Ministern, man habe auch gemeinsam gelacht.