Samstag, 19. Juli 2014

SPIN


Immer noch weiß niemand was nun ganz genau mit Flug MH17 passiert ist und es wird vermutlich auch schlecht zu ermitteln sein.
Wenn ich all die TV-Experten richtig verstehe, braucht es für eine richtige Untersuchung eines auf so viele Quadratkilometer verteilten Unglücks mindestens 1000 professionelle Investigators, die a) vollen Zugang zu allen Trümmerstellen brauchen und b) natürlich über die entsprechende Technologie (Kühlwagen für die Leichteile z.B.) verfügen müssen.
Die Ukraine hat nicht die technischen Möglichkeiten und auch keine Kontrolle über das Gebiet, weil da irgendwelche heterogenen Rebellengruppen rum patrouillieren, die keiner gemeinsamen Autorität untergeordnet sind.
Russland hätte die technischen Möglichkeiten, wird aber den Teufel tun sich dem Verdacht zu unterziehen die Beweise zu manipulieren.
EU und USA sind ebenso Partei im „Russland-Ukraine-Konflikt" und scheiden somit als neutrale Untersucher aus.
Theoretisch könnte eine sehr neutrale Nation die Untersuchungen leiten. Brasilien oder so. Möglicherweise angeleitet oder finanziert von Holland, das die Mehrzahl der Opfer beklagt. Aber damit bleibt immer noch das Problem, daß es sich um ein Kriegsgebiet handelt, in dem es keinen sicheren Zugang zu den Leichen- und Wrackteilen gibt.
Zudem ist die Zeit schon weggelaufen. Die Verwesung hat eingesetzt und angeblich wurden schon viele Wrackteile bewegt und manipuliert.

Klarheit wird also höchstwahrscheinlich nie zu erreichen sein. Spekulationen schießen ins Kraut, Verschwörungstheorien werden im Minutentakt kolportiert.

Mir fällt auf, daß die gesamte deutsche Presse heute einen extrem antirussischen Kurs einschlägt. Obwohl allgemein konstatiert wird, daß Putin die Entwicklung sehr ungelegen kommt, da das amerikanisch-europäische Lager nun ein starken antirussischen Boost bekommt, macht man dennoch Putin verantwortlich, da er „seine Prorussen“ nicht unter Kontrolle habe.
Diese „Prorussen“, die es als homogene Gruppe mit extrem negativen Konnotationen nur auf dem Papier, besser gesagt in den Schreibfedern der Journalisten existieren, werden dem dümmlichen Leser als Sündenbock präsentiert.
Und Putin, dem eine direkte Befehlsgewalt über diese „Prorussen“ angedichtet wird, steht somit wieder einmal am Pranger.

Um es klar zu sagen: Ich behaupte nicht, daß ich die wahren Tathergänge kenne und schließe auch nicht aus, daß es wirklich so gewesen ist, wie Obama behauptet. Obama übt gerade möglichst großen Druck auf Moskau aus; wohl auch um den Amerikanern zu gefallen.
Wir wissen aber nicht was los ist. Was wir wissen, ist lediglich, daß die amerikanische Regierung in solchen Fällen die internationale Gemeinschaft schon oft belogen hat und als neutrale Faktenquelle kaum noch taugt.
Eigentlich sollten die deutschen Journalisten also extrem vorsichtig sein und Mutmaßungen als solche darstellen. Aber sie schmeißen sich allesamt auf die US-Seite.

Offenbar hält man Putin in vielen Redaktionsstuben schon für allmächtig, geradezu gottgleich.
Mir erscheint es geradezu als manisch, wie dem russischen Präsidenten Superkräfte zugeschrieben werden.
Was mögen die psychologischen Ursachen dafür sein?

Es ist nicht so, daß noch nie ein Passagierflugzeug abgeschossen worden wäre. Auch die Amis haben schon ein paar vom Himmel geholt.

LN114 Die libysche Boeing 727 hatte sich am 21. Februar 1973 bei schlechtem Wetter über dem Sinai verirrt. Israelische Kampfflugzeuge schossen sie ab. 108 Tote […]

IH870 Am 27. Juni 1980 stürzt die italienische Maschine ins Mittelmeer. Die Ursache wurde nie offiziell geklärt. Vermutlich aber wurde sie versehentlich von Nato-Kampffliegern abgeschossen. 81 Tote […]

IR655 Der zivile iranische Airbus A300 wird am 3. Juli 1988 über dem Arabischen Golf von einem amerikanischen Marschflugkörper getroffen. 290 Tote […]

OAO1812 Die Maschine der Siberian Airlines stürzt am 4. Oktober 2001 ins Schwarze Meer. Eine versehentlich abgefeuerte ukrainische Rakete hatte sie getroffen. 78 Tote
(SZ vom 19.07.2014)

Früher konnten solche „Vorfälle“ aber mit weniger Hysterie behandelt werden, weil die Weltordnung klar geregelt war.
Eine absolute und unumstrittene Supermacht wie die USA, bzw die NATO konnte sich da einiges herausnehmen.

Ich vermute, daß ein Grund für die gegenwärtige Aufregung ein westliches Ohnmachtsgefühl ist. Man fühlt sich schwach und nicht mehr durchsetzungsfähig. Syrien, Südsudan, Nahost – die USA versagen als Weltpolizist. Amerika hat keine Kraft das zu befrieden; die NATO ist hilflos. Obama hatte nicht die geringste Chance die Entwicklung auf der Krim zu beeinflussen. Die NATO sieht zu, wie ihr auf der Nase rumgetanzt wird. Jahrzehnte wird gegen den Iran und Kuba sanktioniert – ohne die Machthaber zu tangieren. Der NATO-Staat Türkei scheint dem Westen bei seiner Nahost-Politik sogar völlig zu entgleiten. Ägypten nimmt keine Befehle mehr entgegen.
Die großen Militäraktionen (Irakkrieg, Afghanistan, Libyen,..) misslingen erbärmlich. Für die angeblich übermächtigen Geheimdienste taucht völlig überraschend ISIS auf und übernimmt mal eben große Teile von zwei Staaten.

„Der Westen“, der über Dekaden ganz allein die Weltpolitik dominierte, fühlt sich kastriert und sieht fassungslos zu wie Emporkömmling-Nationen zunehmend selbstbewußt auftreten.
Russland und die BRICS-Gruppe sind stark geworden.
Und sie wirken auf viele Länder in Südeuropa, Afrika, Asien und Südamerika zunehmend attraktiv, insbesondere im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten.

Wer erwartet hatte die arrogante Außenpolitik der G.W. Bush-Administration würde sich entscheidend unter dem nächsten Präsidenten verbessern, muß heute mindestens als naiv gelten.
Klar, der Umgangston verbesserte sich, aber auch Obama empfindet andere Nationen als natürliche Untergebene. Selbst engste Verbündete werden ausspioniert und gedemütigt und wer wie einige linksliberale Südamerikanische Regierungen aufmuckt, wird mit groben Desinteresse gestraft.
Wenig verwunderlich, daß andere Große in das Vakuum vorwagen.

Moskaus Einfluss in Lateinamerika nimmt in dem Maße zu, in dem sich Washington immer weniger in seinem einstigen Hinterhof engagiert. So sind derzeit in zehn Ländern der Region keine amerikanischen Botschafter tätig, weil Präsident Barack Obama entweder keine Kandidaten für vakante Posten benannt hat oder weil die Bestätigung von Nominierungen von der republikanischen Opposition im Senat verhindert wird.

Anders als die EU und die USA erkennen insbesondere die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) in der Außenpolitik Chancen und nicht bloß Probleme.
Sie engagieren sich teilweise sehr stark ökonomisch in Afrika und Südamerika, reichen die Hand und intensivieren die Kontakte.

Amerika und Europa gelten nicht nur als zunehmend unsympathisch, sondern auch als schwach.
Da sucht man sich doch lieber potentere Freunde – so diagnostizieren es außenpolitische Thinktanks.

Wirtschaftssanktionen seien seit Jahren ein beliebtes Werkzeug der USA im Machtkampf gegen ihre Gegner, heißt es in einer Analyse aus dem European Council on Foreign Relations (ECFR) unter Verweis auf die Sanktionen etwa gegen Libyen, gegen den Irak oder gegen Iran. Der Konflikt um die Ukraine könne allerdings eine Wende bringen. Denn Russland sei immerhin die neuntgrößte Volkswirtschaft der Welt; wer es mit Sanktionen attackiere, übernehme sich womöglich auf wirtschaftlichem Gebiet in einer Weise, wie es im Irak auf militärischem Gebiet geschehen sei. Es sei zu erwarten, dass die "Allianz der Bedrohten" sich zusammentue und nach Möglichkeiten suche, sich dem ökonomischen Einflussbereich der USA zu entziehen. Dafür könne es womöglich sogar Beifall aus Europa geben, heißt es beim ECFR unter Verweis auf die Strafzahlungen in Höhe von rund 6,6 Milliarden Euro, auf die sich die französische Großbank BNP Paribas jüngst einlassen musste, weil sie mit ihren Geschäften gegen Sanktionsbeschlüsse der Vereinigten Staaten verstoßen hatte.[…]
Stützen können sich diese Bestrebungen auf erste vorsichtige Absetzbewegungen gegenüber dem Westen, die Beobachter weltweit in Reaktion auf den Ukraine-Konflikt konstatieren. Bereits im April hatte der Machtkampf um das osteuropäische Land am Rande der damaligen Asien-Reise des US-Präsidenten für Diskussionen gesorgt. Die Auseinandersetzungen um die Krim gälten in Ost- und Südostasien als "Lackmustest", inwieweit die NATO-Staaten noch in der Lage seien, ihre Vorstellungen gegen ihre Gegner durchzusetzen, hieß es damals in Berichten aus der Region. Die Verbündeten der Vereinigten Staaten seien "besorgt", Washington werde beispielsweise ihre Territorialansprüche auf Inseln im Ost- und Südchinesischen Meer gegen China ebenso wenig durchsetzen können wie die Ansprüche der Ukraine auf die Krim gegen Russland. Experten konstatieren nun, selbst Japan, einer der engsten Verbündeten der USA, verlasse sich nicht mehr allein auf Washington, sondern öffne sich gegenüber Moskau, um seine Position im Inselstreit mit China zu stärken. Ähnliches gelte für Südkorea, das im Streit mit Nordkorea nach Hilfe suche. […]
Verärgerte Kommentare in deutschen Medien ruft nun schließlich auch die aktuelle Lateinamerika-Reise des russischen Präsidenten hervor. Wladimir Putin hat soeben Kuba, Argentinien und Brasilien besucht und dort umfangreiche Geschäfte abgeschlossen. Kuba hat die UN-Resolution zur Krim abgelehnt, Argentinien und Brasilien enthielten sich. "Heute ist die Kooperation mit den lateinamerikanischen Staaten einer der Schlüssel für die russische Außenpolitik", wird der russische Präsident zitiert. Deutsche Medien stellen verärgert fest: "Weltweit isoliert werde Wladimir Putin nach der Annexion der ukrainischen Krim sein, so hatten es zumindest westliche Politiker verkündet." Jetzt aber zeige sich, wer in beträchtlichen Teilen Lateinamerikas "tatsächlich unbeliebt ist: nicht Russland, sondern die USA".[…]

Die ökonomische Stärke der BRICS-Staaten stößt der USA besonders stark auf. Da kann Herr Denison in deutschen Talkshows lange über die Kleinheit Deutschlands lachen.
Ökonomisch kann er die BRICS-Länder nicht wegdiskutieren.
Jahrzehnte lang haben EU und Nordamerika im Alleingang die Weltökonomie dominiert. Der Internationale Währungsfonds (IWF) wurde „traditionell“ von einem Europäer geleitet und die Weltbank ganz selbstverständlich von einem Amerikaner. Typen wie der Helmut-Kohl-Scherpa Horst Köhler oder der George W. Bush-Einflüsterer Paul Wolfowitz wurden Präsidenten dieser Institutionen.
Inder, Chinesen oder gar Südamerikaner wurden gar nicht erst gefragt.
Und nun mucken sie auf und gründen einfach ihre eigene weltweite Entwicklungsbank.

Wie einfach war für Europa und Amerika das alte System. Die Ergebnisse der Handelsabkommen für den ganzen Erdball bestimmte man alleine. [….]  Griff der IWF ein wie in der Asienkrise, verordnete er seine Medizin: Reformen nach westlichem Geschmack, Kapitalfreiheit für westliche Banken. [….]
Mit diesem kolonialähnlichen Regime ist es vorbei, das demonstrieren die fünf sogenannten Brics-Schwellenländer nun deutlich. [….] Dass es so kommt, hat der Westen selbst zu verantworten. Seit der Jahrtausendwende erlebt er in der Welthandelsrunde Doha, dass sich der Rest des Globus nicht mehr herumschubsen lässt wie früher. Reagiert hat der Westen kaum: Er verschleppte eine Reform von IWF und Weltbank, bis es den mächtig gewordenen Schwellenländern zu blöd wurde. [….] Ihr Aufstieg wird Konsequenzen haben, die über die Zukunft von IWF und Weltbank weit hinausgehen. Warum sollte der Brics-Block, nur ein Beispiel, auf Dauer den Dollar als Leitwährung akzeptieren? Die angenehmen Jahrzehnte, in denen sich Amerika ohne Rücksicht auf jede Vernunft verschulden konnte, weil ja trotzdem alle Dollar-Wertpapiere kaufen mussten – diese Zeit könnte bald enden. [….]
(Alexander Hagelüken, SZ vom 18.07.2014)

Um dieses Gezerre geht es auch in der MH17-Causa.
Wer hat die Hosen an in der Weltpolitik? Wer hat die außenpolitische Potenz sich durchzusetzen?
Und es ist auch ein Schönheitswettbewerb.
Werden sich die Südamerikaner und Asiaten und Afrikaner weiterhin automatisch danach sehnen so wie die Gringos zu werden?
Oder empfinden sie die US-Performance mit Ausschnüffeln, CIA-Anschlägen, Drohnenkriegen und militärischer Impotenz zunehmend abtörnend?
Wie gut funktioniert das US-kapitalistische System eigentlich noch?


Und wie sexy wirkt Russlands Ölmacht und Chinas Dollars?

Freitag, 18. Juli 2014

Gute Neuigkeiten


Wie die meisten politisch Interessierten auf der ganzen Welt, verfolge ich gerade auch die PR-Schlacht um das über der Ostukraine abgeschossene Flugzeug.
Da ich aber auch noch keine Ahnung habe was wirklich passiert ist und nur mehr oder minder dreiste Versuche beobachte, wie jeder versucht die Toten auszunutzen, um den Gegner zu dämonisieren, will ich das Thema heute mal liegen lassen.


Ich erinnere lieber daran, daß der Opus Dei-Kardinal Woelki, also der stramm konservative Ziehsohn Kardinal Meisners, letzte Woche neuer Chef der zweitreichsten Erzdiözese Europas geworden ist.
Das ist ein Job, der auch unter Kardinälen beeindruckt.
Woelki ist somit nicht nur Kardinal und Erzbischof von Köln, sondern auch Metropolit der Kirchenprovinz Köln und somit der Vorgesetzte der Suffraganbistümer Aachen, Essen, Limburg, Münster und Trier.
Woelki, der noch nicht einmal auf der Dreier-Vorschlagsliste des Domkapitels stand, gebietet zukünftig auch über ein Milliardenvermögen.
Allein aus den sogenannten „Kirchensteuern“ fließt jährlich eine DREIVIERTELMILLIARDE EURO an den Kardinal.

Köln ist eine Geldmaschine. Wenn es ums Geld scheffeln geht, ist Kardinal Meisner alle Moral gleichgültig. Nur bei den Armen kürzt er kräftig.

Unter Erzbischof Joachim Meisner, der nun in Ruhestand geht, mehrte das Bistum Köln sein Vermögen mit fragwürdigen Investments. Bei den Bedürftigen wurde dafür gespart. […]
Er investiert das Geld des Erzbistums in VW, Daimler und BMW, da kann er sicher sein, dass das Geld für die Produktion von Autos ausgegeben wird, er kauft Telekom-Aktien und solche der Deutschen Post, auch dabei weiß man ziemlich genau, wohin das Geld fließt. Der Fondsmanager von Warburg steckt das Geld zudem in Pariser Flughäfen, in die Bierbrauerei Heineken und in McDonald’s. Den Flugverkehr, Bier und Burger unterstützen – vielleicht nicht gerade etwas, das man von einer Kirche erwartet. Noch weniger aber erwartet man von der katholischen Kirche, dass sie in Verhütungsmittel investiert. Im Gespräch über die Anlagepraxis der Kirche bekräftigt Schon: Der Beginn und das Ende des Lebens seien besonders wichtig.
Irgendwann zwischen April und August des letzten Jahres hatte der Fondsmanager 600 Aktien der Pharmafirma Novartis sowie 700 Aktien von Sanofi im Portfolio. Novartis lässt sein Tochterunternehmen Sandoz Antibabypillen herstellen – und hat mit NorLevo Uno auch eine "Pille danach" im Angebot. Und Sanofi vertreibt über das Tochterunternehmen Zentiva die Präparate BonaDea, Chloee, Juliane, MyWy, Seculact und Sidretella – also gleich sechs verschiedene Antibabypillen. […]

Offenbar hat hier jemand Geld, der es aber nicht als irgendwie dringlich ansieht etwas gegen den elendigen Hungertod von 20.000 – bis 30.000 Kindern JEDEN TAG zu unternehmen.



Allein das kleine Suffraganbistum Limburg mit meinem Lieblingsbischof TVE kommt schon fast an eine Bilanzsumme von einer Milliarde Euro.

Nach dem Finanzskandal um den früheren Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz van Elst hat das Bistum Limburg sein Vermögen offengelegt. Die Bilanzsumme beträgt rund 909 Millionen Euro, wie die Diözese mitteilte. Mit 811 Millionen sei der größte Teil im Anlagevermögen gebunden, sagte Finanzdezernent Gordon Sobbeck laut Mitteilung. Dazu zählten unter anderem meist kirchlich genutzte Immobilien, Beteiligungen oder Fondsanteile. […]

Da wird man sich doch wohl noch ein Häuschen für 40 Millionen Euro bauen dürfen!

Natürlich bin ich froh über die Personalie Woelki; zeigt sie doch wie wenig ernst man Papst Franzens Kirchenreformen nehmen muß.
Als Atheist kann ich also weiterhin mit stetiger Mithilfe aus dem hohen Klerus rechnen.

Heute wurden Zahlen über die Mitgliederentwicklung der katholischen Kirche in Deutschland für 2013 vorgestellt; also dem Franziskus-Jubeljahr, dem Jahr der positivsten Berichterstattung seit langer Zeit.

Die Affäre rund um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat offenbar mehrere zehntausend Katholiken in Deutschland zum Kirchenaustritt bewogen. 178.805 Mitglieder traten im vergangenen Jahr aus der katholischen Kirche aus - 2012 waren es noch 118.335. [….] Damit wurde fast das Rekordniveau von 2010 erreicht, als nach dem Missbrauchsskandal 181.193 Menschen die katholische Kirche verließen.
[….] Der Kirchenstatistik zufolge gab es im vergangenen Jahr noch knapp 24,2 Millionen Katholiken in Deutschland. Ihr Bevölkerungsanteil sank damit von 30,2 Prozent (2012) auf 29,9 Prozent. [….]

Nachdem Franzl nun weit über ein Jahr im Amt ist und weiterhin die Aufklärung der Missbrauchsfälle ebenso blockiert wird, wie die Anerkennung der Menschenrechte, kann man sich glücklicherweise auf eine weiterhin schrumpfende Katholische Kirche einstellen.

Während noch kein Kardinal oder Bischof auf sein fürstliches und vom Staat bezahlte Gehalt verzichten wollte, während sie allesamt in Deutschland weiterhin mit schweren Dienstlimousinen herumfahren und sich Ex-Staatssekretär Bertone genau vor Franzls Augen eine 700-Quadratmeter-Luxuswohnung ausbauen läßt, schrumpft die RKK in jeder Hinsicht.


Das fundamentalistische Kathnet is not amused.

Deutsche Bistümer veröffentlichen Statistik für 2013: Weniger Pfarren, weniger Taufen, weniger Trauungen, weniger Priester und mehr Pastoralassistenten. Gottesdienstbesuche brechen ein! Über 10 Prozent Rückgang in einem Jahr!
[…]  Aufgrund struktureller Veränderungen in den Bistümern hat sich die Zahl der Pfarreien von 11.222 auf 11.085 verringert. […] Der Gottesdienstbesuch ist mit 10,8 Prozent auch 2013 rückläufig gewesen. Laut Statistik haben nur mehr 2,6 Millionen Katholiken an den Gottesdiensten teilgenommen! 2012 waren es noch 2,9 Millionen und 2011 noch 3 Millionen! Die Gesamtzahl der Priester in Deutschland hat sich um 146 Priester auf 14.490 Priester verringert. […] (Kath.net 18.07.14)

Die Bilder gleichen sich also in allen deutschen Bistümern und es freut mich zu sehen, daß die Oberhirten sich zwar winden, aber keinerlei Taten folgen lassen.
Auf ihren Geldbergen wollen sie sitzen bleiben, sie gieren weiterhin nach den hunderten Millionen, die sie vom Staat als Sonderleistungen abgreifen und lassen sich von der relativen Mehrheit der Atheisten in Deutschland aushalten.
Sie bestehen auf ihr Diskriminierungsrecht bei den 1,6 Millionen kirchlichen Angestellten, für die immer noch gilt „Juden unerwünscht“.
So eine Kirche kann man nur verlassen.

Es war Bischof Genn, der offenbar heftig an den antiliberalen Seilschaften zog, um Kumpel Woelki seinen neuen Job zu verschaffen.

Bei der Besetzung der wichtigen hiesigen Bischofsstühle funktionieren offenbar die Drähte noch, die es zu Papst Benedikts Zeit zwischen Köln und der Bischofskongregation in Rom gab: Deren Chef, Kardinal Marc Ouellet, ist ein Vertrauter des Münsteraner Bischofs Felix Genn, der wiederum zum emeritierten Kardinal Meisner guten Kontakt hat.
Zu viel Kirchenreform gilt ihnen als ungesund. Und Erzbischöfe wie Burger und Woelki gelten ihnen als Versicherung, dass es davon auch nicht zu viel gibt.

Gut zu wissen, daß Genn auch zu denen gehört, die keinerlei Verständnis für normale Menschen haben und somit aktiv den Schwund unter seinen Schäfchen mitverursacht.
Aber nun jammert er.

Die Zahl der Kirchenaustritte ist im Bistum Münster im Jahr 2013 stark gestiegen: 10.112 Katholiken erklärten ihren Austritt, das waren 4.450 (78 Prozent) mehr als im Vorjahr. [….]  Die aktuelle Katholikenzahl in der Diözese lag Ende vergangenen Jahres bei 1,93 Millionen, das sind gut 15.000 weniger als ein Jahr zuvor. Münster ist hinter den Erzbistümern Köln und Freiburg nach wie vor die drittgrößte Diözese in Deutschland.
Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, erklärte zu den Zahlen: „Die hohe Zahl der Kirchenaustritte ist ein alarmierendes Signal und schmerzt mich zutiefst. Wir haben als katholische Kirche in Deutschland ganz offensichtlich ein massives Glaubwürdigkeitsproblem.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Beißreflexe, Beißhemmungen



Das war ja auch wieder eine sinnlose Aktion von mir.
Gestern Nacht schaltete ich um 03.30 Uhr den Fernseher an, als just die „Anne Will“-Wiederholung losging.
Von den vielen, vielen, vielen Talkshowmoderatoren ist mir Will so ziemlich die Unsympathischste, weil sie sich so überhaupt gar nicht auf Gesprächsführung versteht, an ihren Fragenzetteln klebt und sich bemüht immer den dran zu nehmen, der am wenigsten zum Sachverhalt beitragen kann. Zudem ist Frau Will politisch ziemlich ungebildet; es genügt ihr sich selbst für ganz fabelhaft zu halten. Unvergessen ihre Ansprache nach dem Gewinn der Goldenen Kamera, als sie ihren Eltern dafür dankte, daß sie zu so einem wunderbaren Menschen geworden sei.
Gestern ging es um die US-deutschen Verstimmungen mit den Gästen Clemens Binninger, Katrin Göring-Eckardt, Georg Mascolo, Andrew B. Denison und Constanze Kurz.  Da ich mich am Montag gerade ein bißchen mit Binninger beschäftigt hatte, wollte ich mal eben gucken, was der Mensch für einen Eindruck macht.
Unerklärlicherweise guckte ich mir die Show bis zum Ende um kurz vor fünf Uhr an; nur um festzustellen, daß der Erkenntnisgewinn daraus nahe Null war.
Die Amerikaner verstehen gar nicht wieso sich die Deutschen so aufregen und denken natürlich gar nicht daran ihr Verhalten zu ändern. Die Berliner Politiker finden das zwar irgendwie ein bißchen blöd, haben aber auch nicht das Rückgrat sich dagegen ernsthaft aufzulehnen.
What else is new? Das wußte man auch schon vorher. Ebenso zeigte sich Anne Will wieder als Doofnuss. Nachdem Denison schon zu Anfang genau aufgezählt hatte aus welchen Gründen Washington Berlin nicht traut (Russland-Kontakte, Handel mit dem Iran, keinen Bock auf Irak-Krieg und Libyen-Militäreinsatz,..), fiel ihr 45 Minuten später ein, daß sie dazu noch eins dieser extra sinnlosen Einspielfilmchen parat hatte, das natürlich dann gezeigt werden mußte, als das Thema längst gegessen war. So mußte man sich dann sinnloserweise noch einmal genau die Denison-Liste anhören.
Als es um die Kooperation von CIA und BND ging, stolperte Will auch noch über den Fall „Curveball“, von dem sie noch nie etwas gehört hatte.
Macht ja nichts. Hat ja auch nur einen gigantischen Krieg ausgelöst und die peinlichste Stunde Amerikas vor dem UN-Sicherheitsrat bestimmt, als nämlich US-Außenminister Powell gestützt auf diesen BND-Curveball erklärte, daß der Irak voller Massenvernichtungswaffen sei.
Will eben…, weiß von nichts.
Den amerikanischen Politikwissenschaftler und Politikberater Andrew B. Denison muß ich hingegen ausdrücklich loben (und das ist jetzt keine Ironie!); er kennt die Fakten, redet nicht um den heißen Brei herum und erklärte den Deutschen völlig sachlich und unaufgeregt, daß Washington sie für irrelevante kleine Würstchen hält, mit denen man nach Belieben umspringen kann und soll.
Die qua Satzung US-freundliche Springer-Zeitung „Welt“ ist beeindruckt.

Am faszinierendsten war dennoch das Auftreten eines anderen Gastes: das des in Deutschland lebenden amerikanischen Politikberaters Andrew Denison. Er vertrat mit einer so derben Deutlichkeit die realpolitischen Ambitionen eines Hegemons, dass die Anwesenden – offensichtlich gewohnt an die etwas versöhnlicheren Beschwichtigungsgesten der diplomatischen Rhetorik, wie etwa Barack Obama sie pflegt – bisweilen wie schockgefrostet wirkten.
"Ich finde es normal, dass spioniert wird." Bumm. "Für die Amerikaner besteht auch in der Partnerschaft mit Deutschland weiterhin die Notwendigkeit zu spionieren." Zack. "Wir können dankbar sein, dass die Amerikaner besser überwachen als die Russen." Rumms.
Weiterhin gebe es im amerikanischen Kongress bei einer hypothetischen Abstimmung mit Sicherheit eine große Mehrheit für die Fortsetzung der Überwachung und für eine Partnerschaft auf Augenhöhe, mal ehrlich, da sei Deutschland doch zu klein und zu schwach – dieser niedrige Verteidigungshaushalt, zum Beispiel!
(Tim Slagman, DIE WELT, 17.07.14)

Ganz interessant fand ich allerdings wie Klischee-haft Kathrin Göring-Kirchentag ihren antirussischen Beißreflexen freie Bahn ließ.
Da ist die Theologin ganz DDR’lerin, genau wie der Theologe Gauck und die Theologentochter Merkel.
Während eines Gesprächs über die millionenfachen Rechtsverstöße, die Spionage, die Fehlinformationen, die Wirtschaftskriege und die realen von Amerika angezettelten Kriege mit Hunderttausenden unschuldigen Todesopfern, fand sie doch Zeit kräftig auf Putin, der ja Herrn Snowden Asyl gewährt einzuhacken: Moskau könne man nicht trauen, das sei eine Diktatur und schon morgen könne Snowden in Gefahr sein.
Was für eine dramatische Verdrehung der Tatsachen!!
Snowden droht Gefahr aus AMERIKA. Man kann Deutschland nicht trauen, weil es nicht das Rückgrat hat Snowden Asyl anzubieten und Putin ist in dieser Geschichte eindeutig der GUTE, der dem Mann, dem gerade Deutschland so viel verdankt, Schutz bietet.

Und der Vergleich Russland-Amerika, den Journalisten aller Couleur schon wieder zu einem heißen Krieg der Systeme hochjazzen, geht keineswegs so eindeutig aus, wie das heute beispielswiese der Historiker-Papst Heinrich August Winkler im aktuellen SPIEGEL ausbreitet.

Russland war vor zehn Jahren ein äußerst wichtiger Partner Deutschlands, um gemeinsam gegen den Irakkrieg zu arbeiten.

Das muß man Putin schon hoch anrechnen, daß er so klar für den friedlichen Kurs Frankreichs, Belgiens und Deutschlands gegen die USA, Polen, GB, Italien, Spanien, etc Stellung bezogen hat!

Rußland hat 1999 die Todesstrafe abgeschafft, während Merkels Christenfreund George W. Bush in seiner Amtszeit als Gouverneur 152 (sic!) Todesurteile unterschrieben hat. 

Der Staat Texas, dem GWB als Gouverneur diente hat in den letzten 30 Jahren sogar 22 Teenager hinrichten lassen

Auch geistig Behinderte werden in Amerika, dem land oft he free, hingerichtet.

2008 unterschrieb Bush noch als amtierender Präsident das Todesurteil gegen den Gefreiten Ronald Gray, einen US-Soldaten.

Stichwort Amerika.

Nicht auszudenken wie übel Russland im publizistischen Licht dastünde, wenn es auch nur annähernd so abscheuliche Methoden wie die von Merkel und Gauck so heißgeliebte USA anwendete:

USA:
Hinrichtungen. Hinrichtungen von Geisteskranken. Hinrichtungen unter bestialischen Umständen. Hinrichtungen von Minderjährigen. Hinrichtungen von Unschuldigen.
Russland tut das nicht.

USA:
Regelmäßige Drohnenangriffe auf souveräne Staaten bei denen regelmäßig unschuldige Zivilisten getötet werden.
Russland tut das nicht.

USA:
Zwei illegale Angriffskriege während einer Präsidentschaft mit vermutlich über einer Millionen Toten.
Russland tut das nicht.

USA:
Geheime und nicht geheime extraterritoriale Folterlager, in denen Menschenrechte nicht gelten.
Russland tut das nicht.

USA:
Wikileaksskandal – ungeniert schreiben US-Botschaften weltweit auf für was für Idioten sie die Politiker ihres Gastlandes halten.
Russland tut das entweder nicht oder ist wenigstens nicht dumm genug sich dabei erwischen zu lassen.

USA:
NSA-Skandal. Billionenfaches Ausforschen privater Daten im Ausland, Anzapfen des Internets, generalstabsmäßige Wirtschaftsspionage, Verwanzen der EU-Büros, Abhören der Telefone Europäischer Verbündeter. Sich nicht dafür entschuldigen.
Russland tut das entweder nicht oder ist wenigstens nicht dumm genug sich dabei erwischen zu lassen.

USA:
Europa-Abteilungsleiterin im US-Außenministerium, Victoria Nuland: „Fuck the EU.“ Merkel is pissed.
Russland tut das entweder nicht oder ist wenigstens nicht dumm genug sich dabei erwischen zu lassen.

Man stelle sich vor Russland hätte Deutschland auch nur 1/10 so viel gedemütigt, wie es die USA tut!

Die Journaille verschärft aber derzeit noch einmal erheblich den Ton gegen Russland, während die deutsche Regierung die Hosen vor Obama so voll hat, daß sie den aussagewilligen Snowden noch nicht einmal anhören will – aus lauter Angst Washington könnte das nicht gefallen.

Ost-Gewächs Göring-Kirchentag jammerte aber in der gestrigen Will-Sendung doch tatsächlich nicht nur über den bösen Putin, der Snowden zwar jetzt schütze, aber sicher nur aus irgendwelchen gemeinen Absichten und auch vermutlich nicht auf Dauer.
Nein, die kroch auch noch schleimspurziehend in Richtung Denison-Rektum, indem sie versicherte man stünde doch in der Ukrainefrage zu 100% auf der Seite Amerikas und der Faschisten-unterstützten (illegitimen) Ukrainischen Übergangsregierung und sei total gegen Putin.

Schön zu wissen. Nicht nur, daß Spitzengrüne wie Rebecca Harms und Göring-Kirchentag offensiv für Koalitionen mit Faschisten werben, nein, nun werfen sie sich auch noch bellizistischen Oligarchen an den Hals, um den Amis zu gefallen.

Hat die Grüne Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin eigentlich zur Kenntnis genommen, was der von ihr so demonstrativ gelobte Ukrainische Präsident so redet, wenn der Tag lang ist?

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat den prorussischen Separatisten drastische Vergeltung für einen Raketenwerfer-Angriff auf die Regierungstruppen angedroht. Für jeden getöteten ukrainischen Soldaten würden die Rebellen mit Hunderten ihrer Leute zahlen, teilte Poroschenko auf seiner Internetseite mit. Kein einziger "Terrorist" werde seiner Verantwortung entgehen.

Und heute gibt es zum Abschuß des Fluges MH17 (unterwegs von Amsterdam nach Kuala Lumpur, rund 300 Tote) über der Ostukraine sogar Gerüchte, nach denen es sich um einen misslungenen Ukrainischen Mordanschlag auf Präsident Putin handelte.

+++ Ukraine wollte Putin abschießen +++
Flug #MH17 wurde von der Junta abgeschossen.
40 Minuten vor #MH17 flog die russische Präsidentenmaschine mit Putin an Board über derselben Flugstrecke - Vermutung: Ukraine wollte Putin abschießen.
Putin war gerade auf dem Weg aus Lateinamerika, wo sich die BRICS Staaten zusammentrafen.

Poroschenko schiebt aber einfach alles den ominösen „Prorussen“ in die Schuhe.
Simple as that. Der böse Putin ist also Schuld.

Die nützliche Erfindung der "Pro-Russen"
[…] Die Konfliktparteien in der Ukraine als "pro-russisch" und "pro-westlich" zu bezeichnen, hatte sich seit Beginn der Auseinandersetzung medial eingebürgert. Jedoch beschreiben solche Begriffe die beiden Lager mit all ihren Ausprägungen und inneren Widersprüche nur ungenügend und zum Teil auch falsch. […] Statt "pro-russisch" und "pro-westlich" haben sich in der Ukraine denn auch ganz andere Bezeichnungen für die Konfliktparteien etabliert: Euro-Maidan und Anti-Maidan. Diese Begriffe nutzen hiesigen Medien jedoch kaum, hätten sie doch zur Folge, sich genauer mit den Gruppen beschäftigen zu müssen.
[…] Doch die Identität dieser "pro-russischen Kräfte" bleibt auch medial im Ungefähren. Vielleicht sind sie aus dem großen Nachbarland eingesickert, um für ein imperiales Großreich zu kämpfen? Vielleicht sind sie ethnische Russen, die in der Ukraine leben und der russischen TV-Propaganda alles glauben? Nur eins dürfen sie nicht sein: Bewohner der Ukraine mit dem berechtigten Anspruch, Akteure innerukrainischer Debatten zu sein.
[…] Hiesige Medien berichten aber auch über friedliche Regierungsgegner im Osten und Süden der Ukraine so, als wenn diese dort Fremdkörper oder Ausländer wären. Aus zahllosen Berichten trieft es: verblendete Sowjetnostalgiker, leichtgläubige Propaganda-Opfer, Putin hörig, grundlos hysterisch. Die Ängste, Anliegen und politischen Vorstellungen dieser Ukrainer sind damit nicht mehr legitim. "Moskau-nah", "pro-russisch", "kreml-treu" – wer gegen die neue Regierung ist, muss in vielen deutschen Journalistenaugen für Putin und den Zerfall der Ukraine sein. […] Medial kann nun Wladimir Putin für alle Aktionen der Pro-Russen direkt verantwortlich gemacht und alle Widersprüche zwischen beiden als Verlogenheit Putins charakterisiert werden.
[…] Viele hiesige Journalisten meiden innerukrainische Erklärungen für einen innerukrainischen Konflikt so gut es geht. Gleichzeitig präsentieren sie mit Russland/Putin einen Schuldigen, auf den sie alles abwälzen. Positionen und Sprachregelung westlicher Akteure werden vorschnell übernommen und deren Argumente nur selten auf Stimmigkeit geprüft. Kritisches Nachhaken fällt aus. […]

Milliardär Poroschenko hat offenbar auch die denkschwache Grünen-Chefin im Bundestag schon in der Tasche.
Die Anti-Putin-PR-Maschine läuft.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat den Absturz der malaysischen Passagiermaschine als "terroristischen Akt" bezeichnet. Poroschenko halte die Tragödie "weder für einen Zwischenfall, noch für eine Katastrophe", sagt ein Sprecher.
Poroschenko wirft den prorussischen Separatisten vor, die Boeing abgeschossen zu haben - wie zuletzt mehrere ukrainische Militärflugzeuge. Er betont, die ukrainischen Streitkräfte hätten mit dem Zwischenfall nichts zu tun.