Dienstag, 14. Oktober 2014

Franz outet sich – Teil VIII


Wenn jemand sagt „Ich bete für Dich“ kann das auch eine schöne Umschreibung für „ich habe keine Lust Dir wirklich zu helfen“ sein.
Interessanterweise glauben allerdings auch Menschen, die Jahrzehnte lang ohne Effekt gebetet haben hartnäckig daran, daß Gebete einen Effekt hätten.
Um nicht ungerecht zu sein: Ich weiss sicher, daß viele Betende es wirklich gut meinen, wenn sie für jemand beten. In meiner eigenen Verwandtschaft gibt es Katholiken, die wohlwissend, daß ich Atheist bin, auch schon für mich gebetet haben, wenn ich mal krank war oder sonstige Schwierigkeiten hatte.
Das sind wirklich gute Menschen, die sogar einen enormen Aufwand treiben, indem sie beispielsweise ihr Gebetsanliegen schriftlich beim Pfarrer einreichen und damit sogar die gesamte Gemeinde dazu bringen eine Woche lang für jemanden in Not zu beten.
Gemein wir ich bin, habe ich schon vor 20 Jahren mal nachgefragt, ob da auch schon für die Wiederauferstehung eines Gestorbenen oder das Nachwachsen eines amputierten Beines, bzw ganz konkret „einer herausgeschnittenen Niere“ per Gebetsanliegen der gesamten Gemeinde gebetet wurde.
Für einen „Allmächtigen“ dürfte das ja kein Problem darstellen.



Aber Gläubige schützen sich selbst vor der Erkenntnis, daß ihr Gott nicht hilft, indem sie ihn gar nicht erst auf die Probe stellen.
Sie beten also ohnehin nicht für das Nachwachsen eines amputierten Körperteils, weil sie wissen, daß es dafür eine klare 0%-Chance gibt.
Das ist bei weiträumig streuendem Krebs anders. Die Chancen für eine Heilung sind zwar extrem mies. Aber es gibt Spontanremissionen. Hier ist Gottes Aufgabe nicht unlösbar.

Bedenklich ist es da schon eher, wenn weltliche Führer zum Gebet übergehen.
In dem Fall ist die eigene Bankrotterklärung offensichtlich.
Papst Franziskus ist als Staatsoberhaupt auch ein weltlicher Führer.
Beim ihm liegt das Beten allerdings nahe. Und daher tut er das auch viel und reichlich.

Papst Franz weiß wie man gute PR macht, wie man sich vor den Massen inszeniert.
In diesen Dingen ist er Ratzi mit seiner wenig heterosexuellen Stimme, der abstoßenden Physionomie und der demonstrativen Prachtentfaltung deutlich überlegen.
Ihn deswegen zum großen Erneuerer, oder gar Marxisten hochzustilisieren, ist aber vollkommen absurd.
Natürlich ist der Jesuit Franz ein konservativer Mann, der niemals einem minderen Weibsbild erlauben würde Priesterin zu sein und akzeptieren könnte, daß ein gleichgeschlechtliches Paar dieselben Rechte wie ein Gegengeschlechtliches erhalten dürfte.

Die Begeisterung der deutschen Medien für Ratzingers sympathischeren Nachfolger ist also ungebrochen groß.
Ich sehe das allerdings anders. Bergoglio ist auch nur ein konservativer Menschenrechtsantagonist.

Er läßt Ex-Staatssekretär Bertone in einer 700-Quadtrameterwohnung im Vatikan einziehen.


Mit den neuen Kardinälen Gerhard L. Müller und Ricardo Ezzati Andrello erhob Franz zwei in den zweithöchsten Stand, die dezidiert gegen die Aufklärung von sexuellem Kindesmissbrauch durch ihre Priester gearbeitet haben. Zwei Ex-Bischöfe, die vertuschten und die kinderfickenden Pädo-Priester protegierten.

Er beharrt auf homophober Politik.

Er läßt die schmutzigen Vatikanbanker weiter Geld waschen.


Franz ist ein moderner Papst und setzt Prioritäten.

Viele Katholiken hatten sogar erwartet, daß Franzl den Friedensnobelpreis 2014 bekäme.
Tja, blöd für ihn, daß ihm eine Göre und ein oller Inder den mit €800.000 dotierten Preis weggeschnappt haben.
Das IOR kann frisches Kapital immer gebrauchen.
Besonders begeistert die frommen Feuilletonisten wie Kissler und Matussek Franzls Einsatz für die auf dem Weg nach Lampedusa umkommenden Flüchtlinge.

In drei Jahrzehnten sollen auf ihrem Weg von Nordafrika nach Europa auf dem Mittelmeer mindestens 20.000 Menschen ums Leben gekommen sein. […]  An diesem Montag hat Papst Franziskus Lampedusa besucht und ein Ende der Gleichgültigkeit gefordert.
Im Anschluss an die Bibelgeschichte von Kain und Abel stellte der Papst bei einer Messe mit 10.000 Flüchtlingen und Einheimischen die Frage: "Wer ist verantwortlich für das Blut dieser Brüder und Schwestern? Niemand! Wir alle antworten so: Nicht ich, ich habe damit nichts zu tun, das sind andere, aber nicht ich." Franziskus kritisierte das Desinteresse der Welt - er sprach von einer "Globalisierung der Gleichgültigkeit" - am Schicksal der unzähligen Menschen, die auf der Flucht nach Europa ihr Leben verloren: "Wir sehen den halbtoten Bruder am Straßenrand und denken vielleicht 'der Arme!', und gehen weiter unseres Weges, weil es nicht unsere Aufgabe ist; und wir glauben, dass alles in Ordnung sei."

Als echter Katholik ist man nämlich FÜR das Wohl der Flüchtlinge engagiert. Sie sollen nur eben irgendwo anders hin, außer ins eigene Land. Und es darf nichts kosten.


Franziskus ist gut für die großen Gesten, denen aber oft genug diametral entgegengesetzte Taten folgen.
Hieran lässt sich auch wunderbar zeigen wie viel von Franzels Einsatz für Flüchtlinge zu halten ist; nämlich nichts.

Horst Seehofer besuchte Franziskus schon mehrfach im Vatikan und wurde immer wohlwollend zur Privataudienz empfangen.

[….] Jetzt aber sitzt Horst Seehofer hier auf der Dachterrasse der Residence Paolo VI., hinter ihm der Petersdom, und wirkt dann doch ziemlich bedeutend. Bereits zum vierten Mal ist er als Ministerpräsident nach Rom zum Papst geflogen, an diesem Montag wird Seehofer innerhalb einer Stunde von Papst Franziskus und dem emeritierten Papst Benedikt empfangen - ein Privileg, das noch kein ausländischer Staatsgast habe genießen dürfen, wie es im Vatikan heißt.
Seehofer [….] hat gerade mit dem Papst über die quälenden humanitären Probleme Europas diskutiert, über Flüchtlingsprobleme und "ethische Verantwortung der Wirtschaft für das Wohl des Einzelnen". Seehofer ist schwer beeindruckt von der 25-minütigen Begegnung mit "einer sehr starken Persönlichkeit", mit einem "Anhänger des Zupackens", der qua Amt die Welt verändern wolle.
[….] Brav berichtet er dem Papst, dass die Staatsregierung auch ihre Asylpolitik geändert und Erleichterungen für Flüchtlinge geschaffen habe. Zur Illustration bringt Seehofer dem Papst einen 5000-Euro-Scheck für syrische Flüchtlinge im Libanon mit - während gleichzeitig die Bundesregierung keine zusätzlichen Flüchtlinge aufnehmen möchte.
[….] Der Papst schenkt ihm zum Abschied eine Ausgabe seiner Denkschrift "Evangelii gaudium". Dort schreibt Franziskus: "Ich bete zum Herrn, dass er uns mehr Politiker schenke, denen das Volk, das Leben der Armen wirklich am Herzen liegt." [….]

So viel erbärmliche Heuchelei wie bei den beiden frommen Katholiken Seehofer und Bergoglio erlebt man selten.

Das war lustig bei Franzi. Der Oberbayer, dessen reiches Bundealand als einziges unter 16 Bundesländern kein eigenes Programm zur Aufnahme von Bürgerkriegsflüchtlingen ins Leben gerufen hat, spendet dem Papst 5000 Euro für die Lampedusa-Flüchtlinge – und damit gerade mal einen Bruchteil dessen, was der Flug nach Rom gekostet hat.

Man staunt dann doch immer mal wieder, wie schamfrei einige Politiker sein können.
[….]
Bayern und BW sind übrigens auch die Bundesländer, in denen die meisten Rüstungsbetriebe zu Hause sind. Sie werden von der Landesregierung großzügig gefördert. Die mittelbaren Konsequenzen – Tod und Elend – sollen aber andere ausbaden.

Keiner heuchelt so gut wie Crazy Horst, also kennt auch nach dem Papstbesuch seine Selbstzufriedenheit keine Grenzen. Die Revolte der Ferbers und Hubers ist beendet. Sie werden zusammen mit Gauweiler zu Buhmännern erklärt, während Seehofer weiterhin unangefochten König sein darf.

Seehofer ist der teuerste Politiker Deutschlands, der dem Steuerzahler viele Milliarden Euro Kosten verursacht.

Jeder Politiker kostet Geld. Horst Seehofer kostet ein Vermögen [….]

Seehofer bringt dem Papst dann einen €5.000-Scheck und erhält dafür jede Menge kostenlose Wahlkampfhilfe vom Papst, während der Bayern-MP zu Hause in geradezu widerlicher Art und Weise die Flüchtlinge misshandeln läßt.

Von allen Regierungschefs ist Tony Abbott sicher einer der frommsten Katholiken.
Der Australische Premierminister ist so stramm christlich, wie man es sich als Europäer nach der fortschrittlichen Vorgängerin Julia Gillard (24. Juni 2010 bis 27. Juni 2013) kaum vorstellen konnte. Abbott weiß Bescheid. Homos kommen in die Hölle, Abtreibung muß mit langen Haftstrafen belegt werden und der Klimawandel ist eine Erfindung von linken Spinnern.
Der 56-Jährige Konservative ist so gläubig, daß man ihn in Australien auch „Mad Monk“ nennt. Er ist katholischer als der Papst.
Als größter Papst-Fan unter den Regierungschefs gestaltet der Australische Premierminister auch die Flüchtlingspolitik in Übereinstimmung mit dem Vatikan.
Ausländer raus!


"Wenn ihr mit dem Boot kommt, kriegt ihr kein Visum": Australien versucht illegale Einwanderer mit Plakaten und Werbespots abzuschrecken. Und gibt richtig viel Geld dafür aus.
Angus Campbell blickt streng in die Kamera. "Wenn Sie ohne Visum mit dem Schiff zu uns kommen, dürfen Sie nicht in Australien bleiben", sagt der Mann in Tarnkleidung ernst. Das gelte auch für Familien und Kinder - sogar für Kinder ohne Begleitung, betont er in dem kurzen Video. "Es gibt keine Ausnahmen."
[…] Ein gutes Jahr lang, von Juli 2013 bis August 2014, lief deshalb in mehreren Ländern eine umstrittene Kampagne zur Abschreckung illegaler Einwanderer - etwa in Sri Lanka, Indonesien und Pakistan. […] Neben Radio- und Fernsehspots gehörten Plakate mit einschüchternd hohen Wellen und Slogans wie "By boat, no visa" ("Wenn ihr mit dem Boot kommt, kriegt ihr kein Visum") zum Programm. Auf der Homepage der Kampagne erklärt die Regierung in 17 Sprachen - darunter Nepali, Pashtu und Somali - wie aussichtslos der Seeweg nach Australien sei.
Dem australischen Steuerzahler hat dieses Abschreckungsinstrument fast 23 Millionen Australische Dollar (etwa 15,7 Millionen Euro) gekostet, […]  Seit Anfang des Jahres fängt Australien entsprechende Schiffe auf dem Meer ab und zwingt sie zur Umkehr. Nur ein Boot mit 157 Flüchtlingen aus Sri Lanka hat seit Beginn der Grenzschutzmission australische Gewässer erreicht. Die Asylsuchenden wurden über Wochen auf einem australischen Schiff festgehalten. […]


Australien geht radikal gegen Bootsflüchtlinge vor - selbst Kinder werden auf hoher See zurückgeschickt. […] In den vergangenen Monaten hat die konservative Regierung von Premierminister Tony Abbott die Asylgesetze immer weiter verschärft. Inzwischen setzen die Behörden Boote ein, mit denen illegale Einwanderer zurück nach Indonesien fahren sollen. […] Flüchtlinge, die es trotzdem nach Australien schaffen, werden in Internierungslagern im Ausland festgehalten - auf Nauru und in Papua-Neuguinea. Menschenrechtsgruppen verurteilen die verheerenden Zustände, unter denen die Migranten dort leben müssen - unter ihnen Hunderte Minderjährige. Derzeit haben etwa 3300 Menschen, die in den Lagern einsitzen, Asyl beantragt.
Bürgerrechtler kritisieren die Haltung der australischen Regierung scharf: "Fast alle Tode sind durch den abstoßenden Umgang der australischen Küstenwache verursacht worden, der es wichtiger ist, die Boote zu stoppen, als Leben zu retten."  Einige Australier haben die Webseite "Sorry Asylum Seekers" ins Leben gerufen, auf der sie sich bei Asylsuchenden für die Politik ihres Landes entschuldigen. […]

Wie auch gegenüber Seehofer, kommt von Papst Franziskus kein einziges kritisches Wort zur Australischen Flüchtlingspolitik

Wahrscheinlich versteht der mitfühlende Papst Tony Abbotts Gründe.

Daß Australien niemand mehr reinläßt, liegt vermutlich daran, daß sie einfach keinen Platz haben. Es ist ja eins der kleinsten Länder der Erde.
Wenn ich mich recht erinnere ist Australien ungefähr so groß wie
Monaco oder Andorra. Da muß man schon mal aufpassen, daß es nicht zu eng wird. Sonst bekommt man ja keine Luft mehr.
Verständlich, daß die Uraustralier, also die weißen Briten, keine Fremden da dulden wollen.
Vielleicht ist Tony Abbott ja auch nur fürsorglich und will nicht, daß die Flüchtlinge Frostbeulen kriegen.  Weil Australien so winzig ist, kommt ja auch keine Sonne rein und daher ist es da immer eiskalt!

Schlußwort:
Trotz dieser brutalen Politik nimmt Australien pro Einwohner immer noch vier Mal so viele Flüchtlinge auf wie Deutschland.
Die 100% Christliche Regierung in Berlin ist noch viel härter.

Montag, 13. Oktober 2014

Eigenverantwortung



 Der IS wird jeden Tag sympathischer:

Tausende irakische Frauen und Kinder werden vermisst. Sie wurden Anfang August von den Anhängern des "Islamischen Staats" (IS) verschleppt. Die Dschihadisten drangen damals in den Nordwesten des Irak vor und erklärten gefangen genommene jesidische Frauen und Kinder zur Kriegsbeute. [….]
Jetzt hat sich der IS erstmals offiziell zum Schicksal der Frauen und Kinder geäußert. Im englischsprachigen Propagandamagazin der Gruppe heißt es, dass den Behörden des IS ein Fünftel der Gefangenen zugesprochen worden sei - sozusagen als staatliche Kriegsbeute. So habe es schließlich schon der Prophet Mohammed bei seinen Eroberungszügen gehalten. Die restlichen Frauen und Kinder seien unter den Männern verteilt worden, die an dem Feldzug gegen die Jesiden teilgenommen hatten.
[….] Das IS-Propagandaheft rechtfertigt die Wiedereinführung von Sklaverei auf besonders frauenverachtende Weise. "Mehrere zeitgenössische Islamgelehrte sagen, dass das Ende der Sklaverei zu einer Zunahme von unzulässigen sexuellen Aktivitäten (Ehebruch, Unzucht et cetera) geführt hat." Ein Mann, der sich noch keine Ehe mit einer Frau leisten könne, habe schlichtweg keine Scharia-konforme Sexalternative, schreibt das IS-Magazin.
Nun aber könne der Mann auch außerhalb der Ehe legalen Geschlechtsverkehr haben, denn, so die krude Logik der Dschihadisten: Sex mit einer Sklavin sei erlaubt, mit der Freundin jedoch nicht. [….]

Natürlich kann man auch den ganzen Tag darüber klagen, daß die Panzer des NATO-Staates Türkei in Sichtweite des Geschehens seit drei Wochen gemütlich zugucken, ohne einzugreifen.

Ich glaube aber nicht, daß es sinnvoll ist Debatten darüber zu führen, wie abstoßend der IS ist, ob es sich dabei um Islam oder Islamismus handelt. Ob sich irgendwelche Imame und Ayatollahs dafür entschuldigen müssen.

(Ich bin da übrigens eher bei Valentin Abgottspon - wo kämen wir dahin, wenn sich jeder Christ dafür entschuldigen soll, was die Piusbrüder oder die Westboro Baptist Church wieder für menschenverachtende Verlautbarungen abgeben?)

„Der Westen“, oder wir als Atheisten sind keineswegs gefordert unser Verhältnis zum Islam neu zu definieren.

Wir als Konfessionslose; oder präziser; als Anhänger einer strikten Trennung von Staat und Religion, sollten uns stattdessen eher auf diejenigen konzentrieren, die nun aus diesem offensichtlichen IS-Megaproblem den Schluß ziehen, man müsse Religionen und den organisierten Islam nun noch mehr stärken.

Das Image des Islams ist schlecht wie nie – doch ein Grund zur Freude ist das nicht. Nur selbstbewusste Muslime können sich gegen Extremisten in den eigenen Reihen wehren. Deshalb sollte der Staat den Islam als gleichberechtigte Religion anerkennen. [….]  Diese Krise wirkt sich auf die Muslime weltweit aus. Das Image des Islams ist schlecht wie nie. Es sollte sich niemand im Westen über die Schwäche des Islams freuen. Wir brauchen einen starken Islam, und wir brauchen selbstbewusste Muslime. Denn nur wer sich seiner selbst bewusst ist, kann sich gegen die Extremisten in den eigenen Reihen wehren und eine klare Trennlinie ziehen zwischen sich und denen, die Gottes Namen pervertieren.
[….]  Es ist Zeit, den Islam aus der Schmuddelecke zu holen. Es ist Zeit, das Staatskirchenrecht zu öffnen und Schritte zu unternehmen, um den Islam als gleichberechtigte Religion anzuerkennen – mit allen Rechten und auch Pflichten. Und auch mit finanzieller Unterstützung. [….]  

Frau Keller ist, wie üblich, verwirrt.
Denn die mit staatlichen Milliarden gepamperten Religionen beweisen just im Moment ihre praktische Wertlosigkeit.
Wir werden gegenwärtig Zeugen eines gewaltigen institutionellen Versagens der Großreligionen.
Auch Judentum und Christentum, als die unmittelbar betroffenen Religionen, bewirken rein gar nichts.
Wir sollten doch als "Westen" bzw als Staatsbürger solcher Länder, deren Führungsfiguren sich permanent als "christlich geprägt" selbst beweihräuchern (Gauck, Merkel, Thierse, Steinmeier,...), lieber unsere eigenen Führer hart dafür attackieren, daß ihre "christlichen Bekenntnisse" offenbar sowieso wertlos sind.
Friedensgebete, päpstliche Appelle und auch die NATO-Armeen nützen doch ganz offensichtlich gar nichts. Die frommen Aussagen unserer Regierungsvertreter sind reines Blabla, nach denen die Kanzlerin eben ganz offensichtlich nicht ihr Handeln ausrichtet.

Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit - das sind die Grundwerte der CDU, die sich aus dem christlichen Menschenbild ableiten. Sie sind auch Richtschnur meines Handelns. Der Mensch mit seiner unveräußerlichen Würde und Einzigartigkeit muss im Mittelpunkt der Politik stehen.

Merkels „christliches Menschenbild“ hat keinerlei moralischen Impetus.
Wir als Bürger eines überwiegend christlichen Landes (das kann ich als Amerikaner sagen, aber auch als derzeitiger Bewohner Deutschlands), welches ordentlich Waffen exportiert und dann achselzuckend zusieht wie Kinder und Frauen geschlachtet werden und/oder auf dem Mittelmeer ersaufen, weil wir ihnen die Tür vor der Nase zugeschlagen haben, sind ethischer Abschaum.

Wir gucken in Kobane genauso zu, wie in Ruanda und Srebrenica, wenn Myriaden Menschen massakriert werden.
(In Ruanda war es übrigens ein Völkermord unter Christen – fast 99% der Ruandischen Bevölkerung ist christlich und Nonnen und Priester haben ordentlich mitgemordet)

Als Atheist habe ich „persönlich“ also nichts mit dem Islam zu tun. Für mich ist der IS nur eine Religiotentruppe unter vielen.
Die WBC würde auch nicht anders handeln, wenn sie genügend Leute und Waffen hätten. In Ruanda wurde so gehandelt.
    Irgendwas muß man doch tun können! Das denken sich vermutlich Millionen Deutsche, wenn sie täglich die Nachrichten einschalten.
Außenpolitisch bewegt sich auf dem eher linken Spektrum eine Menge – in der Theorie.

Teile der LINKEn Bundestagsfaktion plädieren auf einmal für Nato-Luftschläge und die fromme grüne Katrin Göring-Kirchentag orakelt sogar schon von deutschen Bodentruppen, die in Syrien eingreifen müßten, was wiederum die linken LINKEn als „kopflos und abenteuerlich“ kritisieren und damit an der Seite der Bundesregierung stehen, die das auch ablehnen.

Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien hat die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt eine Debatte über einen Bundeswehr-Einsatz mit UN-Mandat entfacht. Auslöser waren Äußerungen in der Süddeutschen Zeitung, die unterschiedlich interpretiert wurden. „Deutschland muss initiativ werden bei den Vereinten Nationen“, sagte die Grünen-Politikerin.
Es müsse ein „robustes Mandat“ geben, denn IS sei nur militärisch zu bekämpfen. Im Fall eines UN-Mandats müsse Deutschland „gegebenenfalls bereit sein, sich mit der Bundeswehr an einem Einsatz zu beteiligen“, so Göring-Eckardt. Nötig sei eine Gesamtstrategie. „Wenn dabei herauskommt, dass am Boden agiert werden muss, würden wir das unterstützen.“
Nicht einmal grünen Fachleuten für Außenpolitik war allerdings nach der Lektüre spontan klar, was die Fraktionschefin genau gemeint hatte. Entsprechend unübersichtlich verlief am Montag die Debatte. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) richtete den Grünen aus der saudi-arabischen Ferne aus: Die Entsendung deutscher Bodentruppen nach Syrien sei ausgeschlossen.

Die ganz frommen Evangelenfreunde der deutschen Politik – Gröhe, Göring-Kirchentag, Steinmeier und Käßmann – fetzen sich also, weil sie alle in der komplizierten Gemengelage versagen.
Damit ist keiner einzigen sexversklavten Syrischen Frau geholfen worden.

Es ist wohlfeil über Außenpolitik zu mosern. Wie sollte man es denn besser machen?
Vor allem, wie sollte man es JETZT und SCHNELL besser machen?
Käßmanns unsinnige Vergangenheitsbetrachtungen werden zur reinen hypothetischen Historie. Klar wäre es ganz gut, wenn man nie Waffen verkauft hätte und nicht ständig Luftangriffe geflogen wäre in den letzten 50 Jahren.
Aber auch die fromme Margot kann die Uhr nicht zurück drehen.

Was wir hingegen tun könnten, ist Hilfe für die Flüchtlinge bereitzustellen.
Aber das das wollen wir offensichtlich nicht. Frontex macht die EU-Grenzen zu und zwingt damit verzweifelte Hilfesuchende zum Todesweg über das Mittelmeer. Einfach erbärmlich.
Für die entsetzlichen Zustände insbesondere in Bayerischen Einrichtungen ist übrigens einer der allerfrommsten Christen der deutschen Politik zuständig. Horst Seehofer, der schon drei Mal zur Privataudienz von Papst Franz empfangen wurde. Und auch hier zeigt sich, was das „christliche Menschenbild“ in der Praxis bedeutet: NICHTS.

Horst Seehofer tut - nichts
In München müssen Flüchtlinge in überfüllten Lagern auf dem Boden schlafen. Es wäre die Aufgabe der bayerischen Regierung, diesen Menschen schnell zu helfen. Ministerpräsident Seehofer hat das wohl vor lauter politischer Taktiererei vergessen.
[….]  In Wirklichkeit ist Bayerns Ministerpräsident ein nachlässiger Zauderer, ein Phrasenakrobat, der, wenn es wirklich drauf ankommt, im Nirgendwo Modelleisenbahnen fahren lässt.
In den Bezirken Oberbayern und Mittelfranken kommt es in diesen Tagen sehr darauf an. Hier nämlich liegen die beiden sogenannten Erstaufnahmeeinrichtungen, in denen neu eintreffende Flüchtlinge im mehrfachen Wortsinne abgefertigt werden. Es gibt gerade sehr viele Flüchtlinge, zumeist aus dem kriegszerrissenen Mittleren Osten und aus Afrika - übrigens kein "Strom" und auch keine "Überschwemmung" - , die oft aus Italien über die bayerische Südgrenze nach Deutschland kommen.
Ein paar Tausend halten sich gegenwärtig in München auf, was angesichts bereits überfüllter Massenquartiere zu unmöglichen Zuständen führt: Manche schlafen unter freiem Himmel, es gibt zu wenig Toiletten und Duschen, das Gedränge verängstigt die ohnehin Verängstigten. [….] Bayerns Ministerpräsident aber fällt dadurch auf, dass er nichts tut. Andere - Münchens Oberbürgermeister, die Verantwortlichen in den Landkreisen, Privatleute - reagieren. [….]

Jeder kehre religiotiepolitisch vor seiner eigenen Haustür.
Und vor meiner Haustür sehe ich Christen, für die man sich schämen muß.
In der Politik haben die nichts verloren.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Naughty Nuns – Teil II


Nonne müßte man sein.
Mit so einem Christen-Niqab bekleidet kann man sich so ziemlich alles erlauben, weil man von allen adoriert wird.


Es gibt kaum etwas, das weltweit so hartnäckig positiv konnotiert ist wie „Mutter Teresa.“ Im Sprachgebrauch der heutigen Jugend gibt es Neo-Adjektive wie „Mutterteresamäßig“ oder auch den Ausspruch „Ich bin doch nicht Mutter Teresa“, wenn eine sehr selbstlose Tat verlangt wird.
Erstaunlich, wie tief so etwas in kollektiven Bewußtsein feststeckt, obwohl doch längst allgemein bekannt sein sollte, was für eine Heuchlerin und Sadistin die selige Agnes Gonxha Bojaxhiu (1910-1997) war.
„Der Engel der Armen“ bevorzugte es selbst Erster Klasse zu fliegen. Trotz gut gefüllter Medikamentenschränke ließ sie gerne Frauen Schmerzen leiden, indem sie ihnen Analgetika verweigerte. In einer ähnlich perversen Schmerzverherrlichung wie Karol Woytila, sei laut Mutter Teresa durch das Leid eine besondere Nähe zu Jesus Christus erfahrbar, Schmerzen und Leiden seien daher positiv zu bewerten.
Ganz anders als sie selbst krank wurde. Sie ließ sich in den besten amerikanischen Privatkliniken behandeln. [………..]

Die besten Nonnen der Welt leben natürlich in Gods Own Country.
Besonders wohl fühlt sich der liebe Gott vermutlich in Montana – jenes „Mountain-states“ an der Grenze zu Kanada, der ungefähr so groß wie Deutschland ist und dabei weniger als eine Million Einwohner hat.
Man ist dort gottesfürchtig und überwiegend katholisch. Daneben spielen die Evangelical Lutheran Church in America und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) die wichtigste Rolle bei den Montanesen.
Ich habe aber auch schon Dokumentationen über geschäftstüchtige Amish gesehen, denen es in Pennsylvania und Ohio zu eng wurde.
Sie rollen jetzt Montana auf übernehmen dort das Geschäft mit den berühmten „Blockhütten“, die inzwischen eher Holzhaus-Paläste sind.







 Amish müßte man sein.
Aber Amish haben ja leider keine Nonnen.
Die meisten Religionen haben keine Nonnen.
Echte Nonnen bieten nur der Buddhismus, sowie die römisch-katholische, orthodoxe oder anglikanischen Kirche.
In Montana gibt es Ursulinen.

Die Ursulinen, eigentlich Gesellschaft der Heiligen Ursula (früher auch Ursulinerinnen, Ordenskürzel: OSU, lateinisch Ordo Sanctae Ursulae) sind eine von Angela Merici 1535 in Brescia gegründete Frauengemeinschaft zu Ehren der Ursula von Köln, die sich zum bekanntesten Erziehungsorden entwickelte.
(Wikipedia)

Da Ursulinen dafür bekannt sind Mädchen zu „erziehen“ segelten sie während der weltweiten Missbrauchsdebatte immer unter dem Radar der Aufmerksamkeit.
Jeder weiß inzwischen, daß die Katholische Kirche über viele Jahrhunderte hartnäckig vertuscht hat wie ihre Mönchen kleine Jungs vergewaltigten und sexuell missbrauchten.
Anzunehmen, daß Nonnen prinzipiell netter wären, ist allerdings ein Irrtum.

Sexueller Missbrauch durch Frauen ist ein Thema, über das bisher der Mantel des Schweigens gebreitet worden ist, sagt die Innsbrucker Psychologin Ulrike Paul. Selbst bei Therapeuten sei das Thema vielfach noch nicht angekommen. "Mir sind zahlreiche Fälle sexuellen Missbrauchs bekannt, die von Frauen begangen worden sind, größtenteils von Nonnen aber auch von weltlichen Erzieherinnen."
Nach Schätzungen der von der katholischen Kirche eingerichtete Opferschutzanwaltschaft handle es sich bei 15 Prozent der bekannt gewordenen Missbrauchsfällen um Täterinnen. Weil sexuelle Agression von Frauen nicht erwartet würde, sei es für die Betroffenen schwer, Hilfe zu finden, sagt Ulrike Paul. Bei Nonnen habe man zum Beispiel gesagt, es handle sich um Zärtlichkeit oder Mutterliebe, so Paul.
Ihm hätte damals niemand geglaubt, erzählt ein heute 46-jähriger Mann aus Innsbruck. Er ist Ende der 70-er Jahre im Elisabethinum, einem kirchlichen Heim für Menschen mit Behinderung, als 13-jähriger von einer Nonne missbraucht worden. Jahrelang habe das dunkle Geheimnis sein Leben bestimmt, erzählt der 46-jährige. […]

Der amerikanische Ursulinenorden muß aufgrund der dortigen Gesetzeslage allerdings mit empfindlicheren finanziellen Folgen rechnen.
In den USA gingen bekanntlich schon Dutzende Diözesen und Klöster in die Insolvenz wegen der horrenden Schmerzensgeldzahlungen für ihre Kinderfickenden Geistlichen.
In Deutschland ist das undenkbar. Hier schwimmen die Kirchen in einem noch nie dagewesenen Geldsegen.
Maximal 5.000 Euro Entschädigung bezahlt die RKK einem Jungen – auch wenn er hundertfach anal vergewaltigt und verprügelt wurde. Das  sind Summen, die am dreistelligen Milliardenvermögen der RKK Deutschland nicht einmal kratzen.
In Montana wird es teurer.

The Ursuline Sisters of the Western Province, a Catholic order whose headquarters is in Santa Rosa, are facing a lawsuit alleging child sexual abuse more than 40 years ago at their former school in Montana.
[…] The Santa Rosa-based Western Province had supervisorial authority over the Montana school where victims say much of the abuse occurred, according to the lawsuit. The school closed in the early 1970s.
The legal complaint, filed in late September and amended last week, alleges that nuns and sisters at the Ursuline Academy in St. Ignatius, Montana, and priests of the Diocese of Helena in Montana sexually, physically and emotionally abused at least 59 victims over the course of several decades, from the late 1940s to the early 1970s.  […] The alleged sexual abuse involved mostly Native American boys and girls who were either boarding students or day students at the academy in St. Ignatius, where both Ursuline nuns and diocesan priests worked, according to the victims' attorney. Vito de la Cruz, an attorney with Tamaki Law Offices of Washington, which is representing the alleged victims, said that the Diocese of Helena was ultimately responsible for what happened to the children that were under its care.
De la Cruz's law firm was among a number of firms that recently won a $166.1million settlement against the Jesuit order in Oregon on behalf of hundreds of alleged victims of sex abuse.
In July, a U.S. bankruptcy judge in Portland approved a Chapter 11 reorganization for the Jesuit province in Portland, a move that set the stage for the settlement, the bulk of which will come from insurers of the religious order.  […]

Juristisch ist es für die Ursulinen auch drei Jahre später noch richtig ungemütlich.
Es war allerdings auch besonders widerlich, wie sie sich über Jahrzehnte der „Indianerkinder angenommen“ haben und diese kontinuierlich sexuell missbrauchten und grausam verprügelten.

Nearly a dozen Catholic nuns sexually abused at least 95 students at boarding and day schools run by the Ursuline Sisters of the Western Province, according to a lawsuit scheduled for trial later this year.
The suit — which was filed in 2011 in Lewis and Clark County, Montana – lists 95 plaintiffs but includes placeholders for up to 105 potential victims, reported the Global Sisters Report.
[…] About 5,000 U.S. priests and deacons have been accused of sexual abuse in cases dating to the 1950s, but only an estimated 88 other female religious figures have been accused of abuse, according to the online database Bishopaccountability.org.  The database shows about 400 alleged victims of female religious figures, not including the Montana case. […] The diocese agreed to pay $15 million in compensation and at least $2.5 million for future claims, and it has since declared bankruptcy.

Dagegen sind deutsche Diakonissen, die einfach die für Kinder bestimmten Millionen abgriffen, um sich ein lustiges Leben zu machen, noch harmlos.

[….] Wegen gewerbsmäßiger Untreue hat das Amtsgericht Bensheim am Mittwoch zwei Ex-Mitarbeiterinnen der Diakoniestation Bensheim-Zwingenberg verurteilt. Die 66 Jahre alte, ehemalige Pflegedienstleiterin bekam eine zweijährige Bewährungsstrafe, ihre 61-jährige Kollegin muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. [….] Insgesamt sollen die Frauen über Jahre hinweg aber gut 1,4 Millionen Euro abgezwackt haben. Wegen Verjährung wurde laut Staatsanwaltschaft nur ein Teil der Summe angeklagt. Das Geld haben die Frauen nach Erkenntnis des Gerichts verprasst: Die frühere Leiterin soll unter anderem Luxusreisen gemacht haben, etwa nach Thailand, Dubai - einschließlich eines Aufenthalts im berühmten Hotel Burj al Arab, und in die Schweiz. [….]