Donnerstag, 14. August 2014

Gute Neuigkeiten – Teil III



Die organisierten Kirchisten Deutschlands werden; wieder einmal; von einer Austrittswelle erfasst.

Gerade hatte man sich an das Kinderficken und TVEs Prassorgien gewöhnt, schon melden wieder evangelische Landeskirchen und Katholische Erzbistümer Rekordaustrittszahlen.

Kirche in der Krise: […] Der Mitgliederschwund der großen Kirchen hat sich im Ruhrgebiet dramatisch verschärft: Seit Jahresbeginn sind in vielen Städten und Kreisen bereits so viele Menschen aus ihren christlichen Glaubensgemeinschaften ausgetreten wie im gesamten Vorjahr. Dies, obwohl die Kirchenaustritte bereits 2013 Rekordzahlen erreicht hatten. [….]   Die Austrittswelle trifft die evangelische Kirche besonders. So zählt das Amtsgericht Duisburg, Stand gestern, für dieses Jahr schon 549 Austritte – gut 100 mehr als im gesamten Vorjahr. Der katholischen Kirche kehrten 610 Duisburger den Rücken (2013: 643). In Mülheim verließen bereits 394 Protestanten ihre Kirche (2013: 362), in Gladbeck verloren beide Konfessionen zusammen 269 Gläubige – auch hier mehr als im verlustreichen 2013.
In Essen stieg die Zahl der Austritte bei den Protestanten um 75 Prozent auf 604 und die der Katholiken um 55 Prozent auf 718. In Oberhausen verlor die katholische Kirche seit Jahresbeginn 345 Mitglieder – 82 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ähnlich negativ ist der Trend auch in Bottrop, Witten und am Niederrhein.

Die Bilder gleichen sich in der gesamten Bundesrepublik; überall gibt es so gute Nachrichten.

In der Hansestadt [Hamburg] zeichnet sich in diesem Jahr ein neuer Negativ-Rekord bei den Kirchenaustritten ab. Schon in den ersten sechs Monaten 2014 kehrten mehrere Tausend Christen ihrer Kirche den Rücken. Die evangelische Nordkirche verlor fast 60 Prozent mehr Mitglieder als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Nach Angaben eines Kirchensprechers erklärten bis zum 30. Juni 5943 Protestanten in der Hansestadt ihren Austritt. Zum Vergleich: 2013 waren es 3811. Auch andere Landeskirchen verzeichnen derzeit eine massenhafte Kirchenflucht. […]
In der Nordkirche setzt sich mit den sinkenden Mitgliederzahlen ein Trend des vergangenen Jahres fort. 2013 waren insgesamt 23.970 Menschen ausgetreten. Den größten Mitgliederverlust gab es mit 8506 Austritten in Hamburg, im Vergleich zu 2012 fast 30 Prozent mehr.
"Es ist ein Ausdruck fehlender Bindung", sagt Michel-Hauptpastor Alexander Röder. Die Kirche müsse sich angesichts der aktuellen Entwicklung immer wieder fragen, was sie tun kann, damit die Menschen bleiben. "Wichtig ist, dass die Kirchen für die Ausgetretenen offen bleiben." 2013 sind in Hamburg 996 Protestanten wieder in die Kirche eingetreten, im ersten Halbjahr 2014 56.

Tja, da haben die Kirchenoberen, die sich ohnehin über Rekordkirchensteuereinnahmen im Jahr 2013 freuen konnten, ob ihrer Raffgier offensichtlich mit Zitronen gehandelt.
Sie wollten effektiver Zinsgewinne abschöpfen und verkalkulierten sich sagenhaft.
Die genauen finanziellen Hintergründe und Absichten der Kirchenbuchhalter, sowie eine Abschätzung ihrer künftigen Mindereinnahmen legte schon vor einer Woche Skydaddy in seinem Blog vor, so daß ich darauf verweisen kann.

Skydaddy ergänzend möchte ich aber auf drei Punkte verweisen:

~ 1 ~

 In ihrer grenzenlosen Borniertheit haben die Kirchen offenbar gar nicht daran gedacht, daß es irgendjemand stören könnte, wenn sie auch noch die Banken als Inkassounternehmen missbrauchen und nun alle Kontoinhaber nach ihrer Religionszugehörigkeit abgefragt werden.
Damit entlarven sich die Bischöfe einmal mehr als vom Volk entkoppelte geldgierige Sesselpuper. Tatsächlich haben sich fast 400.000 Menschen dieser dreisten Befragung entzogen. Dazu gehöre selbstverständlich auch ich. Obwohl ich ohnehin keine Kirchenmitgliedsbeiträge bezahle, weigere ich mich diese neue Umdrehung der Verquickung von Staat, Behörden, Banken und Kirchen mitzumachen. Also erwirkte ich beim „Bundeszentralamt für Steuern“ einen kirchlichen Sperrvermerk. Die entsprechenden Formulare kann man hier herunterladen. Mein Fall kann nun von der Bank nicht weiter im Sinne der Kirche bearbeitet werden und wird zur Überprüfung meiner Kirchenzugehörigkeit an das örtliche Finanzamt weitergeleitet.
Dort wird dann ohnehin meine Befreiung von der Kirchensteuerpflicht festgestellt. Ich halte es aber für wichtig, daß man als Bürger dieses Landes in dieses Angelegenheiten auch ein formales Zeichen des Widerstands setzt.

Zu allem Ärger gibt klappt der Informationsfluss nicht reibungslos. Zum einen funktionierte nach Bankenangaben das elektronische Abrufverfahren nicht reibungslos. Zum anderen hatten Steuerpflichtige bis Ende Juni das Recht, dem Datenaustausch zwischen Bank und Finanzbehörden zu widersprechen. Das taten 375000 Menschen. Für die nächsten Steuerjahre ist ein Widerspruch weiter möglich. In diesen Fällen muss die Bank selbst bei den Kunden die Religionszugehörigkeit erfragen. Erfährt sie diese nicht, muss der Fiskus darüber informiert werden. Die Finanzämter sehen in den Einkommensteuer-Bescheiden nach, ob Kirchensteuer erhoben worden ist. Eine Auskunftsverweigerung der Bürger bringt also nichts. Das Finanzamt verlangt zur Not das Einreichen einer KAP-Anlage, um die KiSt nachzuerheben.
(Simone Boehringer, SZ vom 14.08.2014)

~ 2 ~

Es ist ungeheuer dreist, daß die Kirchen nicht nur den Staat, sondern nun auch die Banken zu ihren niederen Epigonen degradieren. Schlimmer noch, daß sie diesen erheblichen Arbeits- und Verwaltungsaufwand; es muß immerhin jeder einzelne Kontoinhaber angeschrieben werden – kostenlos erwarten.
Der vermehrte bürokratische Aufwand wird vermutlich nicht von den Gehältern Jains und Fitschens bezahlt, sondern durch Gebühren beim (auch atheistischen) Bankkunden wieder reingeholt. Vielen Dank!
Doch damit nicht genug. Die Kirchenfinanzobermuftis sind nicht nur undankbar, sondern erdreisten sich auch noch die nicht eingeplanten Konsequenzen ihres Handelns den Banken in die Schuhe zu schieben. Diese hätten ihren Kunden nahegelegt doch aus der Kirche auszutreten, behauptet der Finanzchef der
Evangelischen Kirche im Rheinland Bernd Baucks.

Diese hätten in Informationen über ein neues Verfahren zur Erhebung der Kirchensteuer auf Kapitalerträge ihre Kunden dahingehend beraten, "dass sie der Steuer am besten durch Austritt begegnen können", sagte Baucks auf Anfrage unserer Redaktion.
Um welche Banken es sich dabei handelt, wollte er nicht sagen. Nach seinen Angaben würden sich aber zudem die Kirchenaustritte seit Jahresbeginn "eklatant häufen". Ein Zusammenhang dieses Anstiegs mit den zumeist im Frühjahr verschickten Informationen der Banken zum neuen Verfahren sei feststellbar, so Baucks. Auch, "weil direkte Briefe an die Pfarrerinnen und Pfarrer geschrieben worden sind".
(Jan Drebes, RP, 06.08.14)

Ein Vorwurf, den die Banken scharf zurück weisen. Baucks lügt also mutmaßlich.
Genauso wie der für Finanzfragen zuständige EKD-Oberkirchenrat Thomas Begrich wahrscheinlich nicht gerade ehrlich ist, wenn er behauptet „Wir machen das nicht wegen der erwarteten Mehreinnahmen.“
Darüber hinaus bestätigen die beiden frommen Männer unfreiwillig ein jämmerliches Bild der Kirche. Nach ihrer Ansicht hat die Kirche also so wenig moralische, theologische und soziale Bedeutung, daß ein schnöder Satz eines x-beliebigen Schalterbeamten genügt, um sein Seelenheil hinzuwerfen.
Das ist nichts weniger als der Totalbankrott für Pfarrer, Evangelium und Gott.
Was sie über Jahrzehnte predigen und bewirken, ist offenbar so substanzlos, daß es eine einzige Routinefrage der Bank zu Nichte machen kann. Ich begrüße es, wie klar Baucks und Begrich die Irrelevanz ihres Vereins beschreiben.

~ 3 ~

Da das Kind nun im Brunnen ist – die Kirchensteuer auf Kapitalerträge wird definitiv ab dem 01.01.2015 von den Banken direkt abgewickelt, wäre es an der Zeit für Krisenmanagement.
Stattdessen bestätigen die Kirchen die Richtigkeit des Kirchenaustritts auch noch, indem sie lügen.
„Und diesmal können sie gar nichts dafür, daß die Menschen austreten!“ jammerte vorgestern die Hamburger Morgenpost. Es sei ja gar keine neue Steuer, sondern nur eine Änderung des Einzugsverfahrens.
„Wir haben gar nichts damit zu tun“ schreien die Kirchenvertreter in jedes Mikrophon. Wieder einmal versuchen sich die Kirchen als unschuldige Opfer zu verkaufen. Das ist aber eine glatte Lüge. Nach dreijährigen Verhandlungen mit den Kirchen beharren die Beamten des Bundesfinanzministeriums darauf, daß es die Kirchenvertreter waren, die unbedingt dieses neue Einzugsverfahren haben wollten.

Noch bringt die Kirchensteuer Rekordeinnahmen, 2013 mehr als zehn Milliarden Euro für beide Kirchen zusammen. Langfristig aber wird die Zahl der Mitglieder zunehmen, die als Rentner zwar keine Kirchensteuer auf die Lohn- und Einkommensteuer zahlen, wohl aber auf die Kapitalertragsteuer.
Die Kirchen drangen also darauf, dass die Beträge künftig bei den Banken direkt und automatisch abgeführt werden – und setzten sich durch, zur geringen Freude der Banken. Die müssen nun ihre Kunden unterrichten, dass sie dem Fiskus die Religionszugehörigkeit weitergeben, es sei denn, die Kunden widersprechen und füllen bei der Steuererklärung ein entsprechendes Formular aus. Ob diese Unterrichtung und die entsprechenden Beratungsgespräche immer im kirchenfreundlichen Duktus stattfanden, darüber streiten nun Banken und Kirchen. Manche Banken hätten den Eindruck erweckt, hier würde eine neue Steuer erhoben, klagt der Münchner Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Bernd Baucks, Finanzchef der Evangelischen Kirche im Rheinland, sagte, Bankberater hätten in einzelnen Fällen ihren Kunden zum Kirchenaustritt geraten. Die Banken weisen das zurück: Sie müssten nun einmal ihre Kunden über die Neuerung informieren, und die sei schließlich auf den Wunsch der Kirchen hin so gekommen.
Wie immer die Briefe formuliert und die Kundengespräche gelaufen sein mögen – die Banken sind nicht der Grund für die erneute Austrittswelle. Vielmehr zeigt sich am Ärger über das neue Einzugsverfahren bei der Kapitalertragsteuer, wie gering die Bindung vieler Mitglieder an ihre Kirche mittlerweile ist und dass die enge Bindung an die staatlichen Steuergesetze immer wieder Probleme mit sich bringt, egal, wie viel Geld die staatliche Dienstleistung den Kirchen auch bringen mag.[….]
(Matthias Drobinski, SZ vom 14.08.2014)


Falls irgendjemand immer noch Mitglied der Kirche ist, sollte er jetzt aber wirklich die Segel streichen.
Es ist einfach zu dreist, wie man abkassiert wird.
Da senken sogar konservative Kolumnisten der SPRINGER-Presse die Daumen.

Die Verflechtung von Religion, Geld und Mitgliedschaft widerspricht der Moderne
[…]  Die Institution Kirche – sie bedeutet den meisten Deutschen nicht mehr viel. […]  Fest steht aber: Der gesellschaftliche Trend läuft seit Jahrzehnten gegen die institutionalisierte Form von Religion. Moderne Christen leben ihren Glauben lieber frei von kirchlicher Bindung. Wer diese Entwicklung bei den Mitgliederzahlen zu Ende denkt, muss erkennen: Die Kirchensteuer in ihrer jetzigen Form ist ein Auslaufmodell. Im Extremfall wird sie vom Prozess der Säkularisierung in den nächsten 30 Jahren selbst überrollt. Wer finanziert dann das Premium-Angebot der katholischen und evangelischen Kirche und ihren eher behäbigen Behördenapparat?
[…]  Nicht nur der demografische Wandel spricht gegen die künftige Effizienz der Kirchensteuer. Es ist vor allem der gesellschaftliche Prozess der Individualisierung und Pluralisierung, der die Kirchensteuer zum Auslaufmodell werden lässt. Eine Generation wächst heran, die eine enge Bindung an Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Vereine ablehnt. Digital Natives stecken ihr Geld lieber in das neueste iPad als in den Topf der Kirchensteuer.  […]   Der größte Fehler beim gegenwärtigen Modell bleibt der Zwang – die gesetzliche Verflechtung von Religion, Geld und Mitgliedschaft. Das widerspricht dem Geist der Moderne und fördert den Mitgliederfrust. Dabei hat doch Gott, wie der Apostel Paulus schreibt, "einen fröhlichen Geber lieb".

Mittwoch, 13. August 2014

Kontinuität


Manchmal, wenn ein ganz gräßlicher Gomulk der rechten Szene abtritt, befürchte ich kurzzeitig, es könnte ein Sympath nachrücken, der anziehend auf die Massen wirkt.
Ich erinnere mich noch, als der Aufstieg Jörg Haiders losging und in der damaligen Kult-Zeitschrift TEMPO Bilder von ihm im Tanga an einem Bootssteg posierend auftauchten. Kein Gramm Fett, definierte Muskeln, braungebrannt und lockere Sprüche. Damit ging es straight ahead zur Regierungsbeteiligung. Da war man wirklich froh, wenn man den Blick auf die deutschen Faschisten  jener Tage warf. Da gab es den SS-Veteran Schönhuber mit seiner fleckigen Hackfresse und den kugelförmigen Neonazi DVU-Frey mit seinem winzigen Murmelschädel.
Solche Typen werden natürlich nicht Landeshauptmänner/Ministerpräsidenten bzw bringen es zu einer Beteiligung in der Bundesregierung.
Nun sind einige Völker völlig immun gegen phänotypische Tiefschläge in Verbindung mit Charaktertotalausfällen.
Das ist schon durchaus erschreckend was für Typen sich Hessen, Schwaben und Bayern so als Führer auswählen.

In der Religiotenomenklatura strömt glücklicherweise kontinuierlich Nachschub aus der ganz tiefen Personalklärgrube in die Führungsriege.

Auch wenn höchstwirksames Mitgliedergift wie Ratzinger, George W. Bush, Fred Phelps, Hans Hermann Groër, Franz-Josef Strauß, Walter Mixa, Johannes Dyba, TVE, Newt, der Molch Gingrich oder Roland Koch abtreten, abgetreten werden oder zum Herrn abberufen werden, finden ihre Vereine sehr schnell Ersatz, um sich weiterhin bei normalen Menschen unmöglich zu machen.
Die CSU ist mit Dobrindt, Haderthauer und Glück abstoßender denn je.
Auch die Kirchen treiben ihre Mitglieder mit Doofheit und Raffgier in Rekordzahl aus ihrem Verein und die Teebeutler dieser Dekade lassen George W. Bush a posteriori richtig liberal und intelligent erscheinen.

Schon ein eigenartiger Zufall, daß ich als bekennender Nicht-Cineast gerade erst  am 27.07.2014 ausdrücklich Robin Williams erwähnte und dieser keine zwei Wochen danach den Löffel abgab.

Ich bleibe nach seinem Selbstmord natürlich dabei was ich am 27. Juli über seine Filme schrieb. Nachdem ich jetzt noch mal einige Szenen seiner Auftritte als Comedian gesehen habe, weiß ich auch wieder wieso ich ihn oft nicht mochte.
Er war für meinen Geschmack in den „komischen Rollen“ viel zu übertrieben. Extremes Over-acting, das schon in Good Morning Vietnam unerträglich für mich war und noch viel schlimmer in seiner letzten Serie „The Crazy Ones“  ausfiel.
(Heimlich bin ich nämlich Sarah-Michelle Gellar-Fan; bitte bloß niemanden erzählen; deswegen wollte ich mal „The Crazy Ones“ testen. Aber das ist so unglaublich schlecht; insbesondere durch Herrn Williams, daß ich das nur wenige Minuten ertragen konnte, bevor ich göbelnd zusammenbrach.)

Anyway, in Charakterrollen konnte Williams sehr gut sein und natürlich mochte ich die linksliberalen politischen Ansichten des Atheisten Williams.
Eine Schwäche für drogensüchtige Psychos habe ich erst recht.

Damit komme ich zurück auf meine Anfangsthese von der kontinuierlichen Widerlichkeit der Rechten. Nach dem gestrigen Selbstmord gibt der braune Sumpf von FOX bis WBC eine eindrucksvolle Leistungsschau seiner totalen moralischen Verkommenheit.
Fred Phelps kann glücklich in seinem Grab erigieren, wenn er seine Nachfolger beobachtet.

All evidence suggests Robin Williams split Hell wide open! He used the platform God loaned him to teach rebellion.
(Westboro Baptist Twitter 13.08.14)


Kaum weniger abartig die “Lebensschützer”, die Williams’ Depressionen selbstverständlich durch eine Abtreibung ausgelöst wähnen.

The pro-life site Life News on Tuesday published a piece suggesting that an abortion in actor Robin Williams' past may have contributed to the depression he struggled with throughout his life.
The story, titled "Robin Williams: Abortion of His Unborn Child May Have Added to Struggle With Depression," surfaced part of a biography of Williams that mentions that his girlfriend had an abortion in the 1970s.


Ganz reizend auch die FOX-Moderatoren, die ordentlich nachtreten und in Verkennung aller Fakten über Depressionen und aller Regeln des Mitgefühls Robin Williams als Feigling beschimpfen.

At the end of a Fox News special about Williams, host Shepard Smith labeled the actor “such a coward” for leaving his children and loved ones behind. This was just hours after the actor died. Watch below:
When Smith spoke about Williams’ daughter, Zelda, the host said:

    “One of the children he so loved, one of the children grieving tonight. Because their father killed himself in a fit of depression.”

Smith goes on, and his angry tone doesn’t falter.

    “It’s hard to imagine, isn’t it? You could love three little things so much, watch them grow, they’re in their mid-20s, and they’re inspiring you, and exciting you, and they fill you up with the kind of joy you could never have known.”
    “And yet, something inside you is so horrible or you’re such a coward or whatever the reason that you decide that you have to end it. Robin Williams, at 63, did that today.”

Suicide has been a controversial and debated topic for quite some time. Psychologist Thomas Joiner, author of “Myths about Suicide“, is one expert that insists that suicide is not an act of selfishness – debunking Smith’s remarks. In a 2010 interview with NPR, Joiner said:

    “What the suicidal person is thinking at the time is actually quite different from selfishness. Their idea is along the lines of, my death will be worth more than my life to others,” he explained. “Now, if you ponder that sentiment, that’s not selfish at all. In fact, if anything it’s the opposite. It’s very selfless.”

GOP official Chris Field – deputy chair of the state’s Republican Party – also infuriated several people on Twitter when he responded to the death of the famous comedian by promoting his political views.


Die Teebeutelrechten würden mir jetzt noch viel sympathischer werden, wenn sie nicht in meiner Achtung ohnehin schon zwischen ISIS und Mengele stünden.


Allerliebst natürlich auch Radio-Großmoderator Rush Limp-balls, der einen besonders einleuchtenden Grund für den Suizid herausfand:

Radio host Rush Limbaugh on Tuesday said that actor Robin Williams’ alleged suicide was caused by his “political leftist” state of mind.
“What is the left’s world view in general?” Limbaugh asked his audience the day after Williams’ death was announced. “If you had to attach, not a philosophy, but an attitude to a leftist world view. It’s one of pessimism, and darkness, sadness. They’re never happy, are they?”
“They’re animated in large part by the false promises of America because the promises of America are not for everyone,” he continued, pointing to a Fox News report that suggested Williams had struggled with financial issues, and survivor’s guilt after the deaths of entertainers like Christopher Reeve, Andy Kaufman and John Belushi.
“Robin Williams felt guilty that he was still alive while his three friends had died young, and much earlier than he had,” the conservative talker explained. “He could never get over the guilt that they died and he didn’t.”
“Well, that is a constant measurement that is made by political leftists in judging the country.”

Und ich hatte mir schon Sorgen um das Verschwinden von Kreuznet gemacht, die noch einen heftigen Shitstorm auf sich zogen, als sie anlässlich des Todes von Birk Bach verkündeten, er schmore nun in der Hölle.


Die Amis übertreffen das noch locker.
Und wie immer sieht man eindrucksvolle Parallelen zwischen den Religioten der verschiedensten Glaubensrichtungen. Im Hass sind sie alle vereint.

"Möge Allah ihn brennen lassen." Mit diesen harten Worten wettern Islamisten im Netz gegen den verstorbenen Robin Williams. Womit hat der Hollywoodstar diesen Hass verdient?
Anscheinend hat sich der verstorbene Schauspieler den Islamisten zufolge abfällig gegenüber dem Islam geäußert. In einem Stand-up-Sketch machte er Späße über die Religion der Muslime.
[….]   Im Sketch verhöhnt er beispielsweise die Idee der 71 Jungfrauen, die im Paradies auf Märtyrer warten sollen. Stattdessen sei in der richtigen Übersetzung dieser Stelle im Koran von 71 "kristallklaren Rosinen" die Rede. Williams bezog sich dabei auf einen New York Times-Artikel in dem ein muslimischer Gelehrter diese Theorie aufgestellt hatte. [….]

Daß einer wie Williams in die Hölle kommt, darin sind sich die organisierten Groß-Metaphysiker einig.


Robin Williams in Hell!
Greetings True Christians!
Did you know that Robin Williams is burning in Hell as we speak? That’s right boys and girls. Robin Williams is being tormented by Satan and the demons forever. Robin Williams was one of Satan’s favorite servants, and his sinful ways punched his ticket to Hell. How do I know? Everybody who commits suicide goes to Hell. I know this to be true because the Holy Spirit confirmed it to me in prayer tonight.  Not only that, but Williams’ whole life was lived on the highway to Hell. However, don’t take my word for it, let me prove it to you! Robin Williams is in HELL!
First off, Robin Williams was a very wealthy man. And what does the Bible tell us about wealth? Take a look at Matthew 19:24. “And again I say unto you, It is easier for a camel to go through the eye of a needle, than for a rich man to enter into the kingdom of God.”  Boom. Wealthy man, died wealthy, it is exceedingly difficult for him to go to heaven.
But that’s not the worst of it. Have you seen any of Robin Williams’ movies? They are all ungodly abominations! Here’s a partial list: [….]
Did you know that Robin Williams named his daughter after a character from the Legend of Zelda, also known as Satan’s game?
Did you know that Robin Williams was friends with the ungodly sinner Christopher Reeve? God punished Reeve for his sins in this life by making him a quadriplegic.  God is punishing Robin Williams now in hell.
Did you know that Robin Williams was Muslim? Here’s proof:
Did you know that Robin Williams sacrificed goats to Satan at the Bohemian Grove with Alistair Crowley? I saw that in an article on the internet.
Did you know that Robin Williams was a member of the evil Illuminati?
Did you know that God punishes all who reject His gift of life with an eternity in Hell? […] God hates Robin Williams, and Robin Williams is being tortured in Hell with Michael Jackson, Judas, Charles Darwin, Richard Feynman, and Carl Sagan as we speak. Dear readers, do not follow in his footsteps.
Robin Williams is burning in Hell as we speak, but you don’t have to. Jesus Christ gave us a surefire way to escape Hell. […]

Zum Glück ist die Androhung der ewigen Höllenqualen für uns Atheisten eine Win-Win-Situation.
Die Hölle gibt es nicht und insofern ist es auch völlig egal, wohin man uns wünscht.
Sollte es, als reines Gedankenexperiment, tatsächlich Himmel und Hölle geben, würde jeder Atheist ohnehin gerne ins Untergeschoss einziehen.
Da sind mit Nietzsche, Einstein, Darwin, Dawkins und Co eindeutig die besseren Menschen! Mit denen verbringe ich die Ewigkeit viel lieber als mit Heiligen wie Sado-Schwester Agnes aus Kalkutta oder dem Peitschenmann Escrivá, die als offizielle Heilige mit päpstlicher Sicherheit in den Himmel kommen.


Abgesehen von seiner extremen Begeisterung für R.W. spricht mir Dusty Smith absolut aus der Seele.

Dienstag, 12. August 2014

Wirrnisse


Als die kollektiv enthirnte US-Administration des GWB der Welt erklärte wie es mit dem Irak weitergehe, war die Sache klar:

Der Irak ist eine klassische Nation homogener Bürger, die gerne demokratisch leben würden, aber bedauerlicherweise von einem Usurpator regiert wird, der aus purer Bosheit Massenvernichtungswaffen aller Art hortet und Osama bin Laden anstiftete NY anzugreifen.

Während in Europa schon so ausführlich über die Konsequenzen diskutiert wurde, daß jeder Depp über die komplizierten Kräfteverhältnisse der ethnischen und religiösen Gruppen im künstlich generierten Staat Irak Bescheid wußte, ließ der US-Präsident auf einer Pressekonferenz erkennen, daß er noch nie von Sunniten und Schiiten gehört hatte.

Ich erinnere mich noch, wie ich staunte, daß das Frau Rice und Herrn Cheney noch nicht mal peinlich war. Der Präsident müsse das alles gar nicht wissen; dafür gäbe es schließlich Experten. George Bushs überragende Eignung als Präsident beruhe auf der Fähigkeit Entscheidungen zu treffen. Dieser Entscheidungskraft würde sein Stab bedingungslos vertrauen.

Warum auch nicht?
Die Welt war einfach. George W., gesegnet mit manichäischem Durchblick mußte nur das Böse, also Iran, Syrien, Nordkorea zB, identifizieren und dann wurde es weggebombt. Es blieb logischerweise nur das Gute übrig und so konnten paradiesische Zeiten anbrechen.
In Europa sah es genauso aus. Einerseits war da das moderne, NEUE, das gute Europa aus Spanien, Italien, England, Polen, Ungarn und den baltischen Republiken. Washington kannte sich aus mit Europäischer Geschichte; so begrüßte GWB in Madrid Präsident „Ansar“ und erklärte dem verdutztem König Juan-Carlos wie sehr er sich freue die REPUBLIK Spanien zu besuchen.
Es war gar nicht notwendig das böse, ALTE Europa zu bombardieren. Diese doofen Länder von gestern; Frankreich, Belgien, Deutschland und Russland; machten sich ja von selbst irrelevant.

Deswegen war früher auch alles gut und das erkennen die Amerikaner glücklicherweise.
Sie mögen GWB jetzt lieber als den doofen Obama, der alles so kompliziert gemacht hat.

George W. Bush is more popular than President Barack Obama in America and the GOP is celebrating how much they miss the former President by printing “I Miss W” T-shirts.
In a related report by The Inquisitr, it’s claimed that revelations over “finding” Iraq’s “missing” WMDs has vindicated George W. Bush, although some that his decisions in regards to the Iraq War set up the ISIS fiasco. But some critics are lashing out by claiming the Bush tax cuts made Americans lose $6.6 trillion because the government could not invest as much money into the infrastructure that supports business growth. While progressives may lap that up, conservatives will probably just laugh out loud.
Speaking of laughing, that’s what a lot of Republicans are doing lately while mixing in a whole lot of told-you-so’s. Based upon Obama’s approval rating dropping so quickly in recent times, it’s claimed by some that Obama is the worst U.S. President since World War 2. Even the youth, who used to be considered stalwart supporters of Obama, are supposedly feeling left in the cold by Obama’s actions. In fact, the only major demographic that heavily supports the President is Muslims. Obama’s approval rating with Islam followers is an astounding 72 percent while Christians, and especially Mormons, are pretty much the polar opposite.
According to a recent Gallup article, if take the entire presidency of George W. Bush and average out his approval rating then he stood at 49 percent for his entire time in office. In comparison, Barack Obama currently stand at 48 percent. […] Gallup is not the only polling organization pointing out this trend. A Zogby Analytics Poll also found Obama slipping in popularity down to a 44 percent approval rating, while his disapproval rating jumped to 54 percent. In addition, around 50 percent told the Zogby poll that Obama is “unable to lead the country.”
Amazingly, while George W. Bush is starting to become almost popular again, it’s claimed that both left and right-leaning journalists are starting to say that Obama has “checked out” as POTUS.

Ich werde ab jetzt auch nur noch diese T-Shirts tragen.




Seit der schwule Musel aus Kenia das Land regiert, ist alles so unübersichtlich geworden.
Sein ewiges Zögern und Nachdenken hat ganz schreckliche Folgen.

Jetzt ist alles so wirr.

Auf einmal WÄHLEN die Ägypter demokratisch! Das geht natürlich nicht! Glücklicherweise hat das Militär den demokratisch gefundenen Präsidenten Mursi gleich wieder abgesetzt.

Die USA mögen seit 2011 nicht mehr im Irak Zivilisten killen und andererseits denkt ausgerechnet das ALTE Deutschland nun darüber nach den Irak mit Waffen zu versorgen.

Militärische Unterstützung aus Deutschland
Die Bundesregierung will die irakische Armee im Kampf gegen die Terrormiliz IS unter anderem mit gepanzerten Fahrzeugen und Sprengfallen-Detektoren unterstützen. Sie sollen aus Bundeswehrbeständen kommen und unter Beteiligung der deutschen Luftwaffe so schnell wie möglich ins Krisengebiet geschafft werden, wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte. Auch Waffenlieferungen schließt die Bundesregierung nicht mehr kategorisch aus. Bisher hatte die lediglich humanitäre Hilfe für den Irak zugesagt. Die zusätzliche Unterstützung kündigte von der Leyen nach einem Treffen mit ihrem britischen Amtskollegen Michael Fallon an.

Und die doofen Kurden, die zu GWB-Zeiten als Terroristen galten, die Freund Erdogan ärgern (Bush verlangte einen EU-Beitritt der Türkei), werden jetzt gemeinsam von CIA und dem Iran (sic!) mit Waffen versorgt.

Die USA haben damit begonnen, die kurdischen Kämpfer im Nordirak direkt mit Waffen und Munition auszustatten. […]
Die amerikanischen Flugzeuge sind nicht die einzigen Transportflieger, die mit Waffen die Kurden im Nordirak ansteuern. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE sichten westliche Geheimdienste seit einigen Tagen auf dem Flughafen im nordirakischen Erbil auch Flieger aus dem Nachbarland Iran. Demnach werden die unmarkierten Jets in einem Hangar etwas abseits des zivilen Flughafens entladen.
Durch die Meldungen scheint sich zu bestätigen, dass auch das schiitische Regime in Teheran wie die USA derzeit alles daran setzt, die sunnitischen IS-Kämpfer an einem weiteren Vormarsch zu hindern - und dabei in Kauf nimmt, die Kurden zu unterstützen, die auch in Iran als Rebellen gelten. Damit ist die Situation eingetreten, dass Iran und USA die Lage im Irak derart ähnlich bewerten, dass sie indirekt an einem Strang ziehen. […]

Unter GWB hätte es das nicht gegeben…..

PS:

Aus aktuellem Anlass:

Montag, 11. August 2014

KKK – Teil II

Wo „KKK“ drauf steht, verbirgt sich nie etwas Gutes.

Klu Klux Klan

Oder auch:
Konservativ, Katholisch, Koblenz.
Mit diesen drei Beleidigungen beschreibt sich CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs auf seiner Facebook-Seite selbst.
Gerade ist er mächtig stolz auf sich, weil er im SPIEGEL-Interview der Kanzlerin ordentlich eingeschenkt hat.
„Kritik der Kanzlerin“ alliteriert die Süddeutsche Zeitung die Meldungen über den frechen Fuchs, der mit 65 nun den Eindruck erwecken will erstmalig seine Hoden entdeckt zu haben.
Also gut, sehen wir mal nach, was der SPIEGEL von heute, neben seinem grandiosen Käßmann-Interview noch für Gespräche zu bieten hat.

Der promovierte Stabsapotheker der Reserve ist Multifunktionär. Er sitzt, bzw saß dem „Arbeitgeberverband Großhandel Rheinland-Pfalz“, dem „Taiwan-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft“, dem „Bundesverband des deutschen Groß- und Außenhandels“, der „Bundesvereinigung Deutscher Handelsverbände“, dem „Landesverbandes Groß- und Außenhandel Rheinland-Pfalz“ und dem „Bundesverbandes Junger Unternehmer“ vor.
Außerdem agiert der CDU-Rechtsaußen an hervorgehobener Stelle im „Präsidium der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände“, der „Europäischen Handelsorganisation (FEWITA)“, des „Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft“, der Burschenschaft Germania Erlangen im Süddeutschen Kartell, des „Außenwirtschaftsbeirats beim Bundesministerium für Wirtschaft“, des „Rockefeller-Executive Committees der Trilateralen Kommission“ und des „Bundes Katholischer Unternehmer“.

So ein Toplobbyist ist im Bundestag, um Einfluss auszuüben und nicht um Geld zu verdienen.
Die Diäten sind für ihn nur Peanuts. Durch seine Nebentätigkeiten, gegen deren Veröffentlichung er sich 2012 vehement wehrte, verdient er ein Vielfaches.
Wie viel genau weiß niemand, da er laut Abgeordnetenwatch offenbar diesbezüglich falsche Angaben macht.

Jahrelang hat der Bundestagsabgeordnete Michael Fuchs mehrere Nebentätigkeiten verschwiegen, was eine klare Verletzung der Transparenzregeln des Deutschen Bundestages darstellte.

Er hält Beteiligungen an der Fuchs-Holding GmbH, der Fuchs Immobilienverwaltungs-GmbH und der Grundstücksverwaltungs- und Beratungs-GmbH, jeweils mit Sitz in Koblenz.
Im Januar 2013 wurde bekannt, dass Fuchs jahrelang Geld für „Vorträge“ von dem umstrittenen privaten Nachrichtendienst Hakluyt & Company bekam (siehe Fallbeispiel unten). Im Juli 2013 veröffentlichte der Bundestag, dass Fuchs nun auch im Beirat des Nachrichtendienstes sitzt. [….]
Erst durch öffentlichen Druck meldete Fuchs diese Posten nach:
    Vorstandsmitglied im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
    Vorsitzender im Taiwan-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
    Vorstandsmitglied in der German Chamber of Commerce (GCC) in Hongkong

Der Begriff „Volksvertreter“ ist bei MdB Fuchs also bestenfalls irreführend. Für wessen Interessen er in Wahrheit kämpft, dürfte offensichtlich sein.
Herr Fuchs scheint allerdings nicht unbedingt ein Blitzmerker zu sein, denn nach nur neun Jahren Merkel-Kanzlerschaft fällt ihm auf einmal siedend heiß ein, daß Merkel gar keine stringente Politik macht, sondern kurslos umher mäandert.

Ob das gut geht?

Natürlich präferiert die Kanzlerin eindeutig eine Arbeitgeber-freundliche Politik und verteilte gewaltig von unten nach oben um.
Man soll es aber nicht auf den ersten Blick merken und im Zweifelsfall ist ihr der Machterhalt ohnehin viel wichtiger. Nie würde sie wie ihr Vorgänger für eine inhaltliche Position ihren Kopf hinhalten und damit ihren Job riskieren.
Und eins ist ganz sicher im Merkel-Universum: Sie läßt sich nicht an Bein pinkeln und macht alle innerparteilichen Gegner früher oder später einen Kopf kürzer.
Ihr wird es kaum gefallen, daß die beliebteste Regierung aller Zeiten von den eigenen Leuten schlecht gemacht wird.
Und in der Tat, nölt der Lobbyist im SPIEGEL ganz schön rum. Zudem sagt er auch noch laut was er will – Waffenexporte, Roland Koch und Stopp der Ökos!

Michael Fuchs:
Richtig ist jedenfalls, dass es so nicht weitergehen kann. Unserem Land geht es gut, vor allem im Vergleich zum Rest Europas. Aber wir haben im vergangenen halben Jahr das Fundament für unseren Erfolg geschwächt, und das muss aufhören. Wir müssen uns heute vorwerfen, dass wir bei den Koalitionsverhandlungen mit der SPD viele Zugeständnisse gemacht haben. Daher brauchen wir in der Wirtschaftspolitik einen Neustart. Für den Rest der Legislaturperiode muss gelten: Wir müssen alles, was die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland schwächt, unterlassen. […]  Es ist ein Skandal, dass wir für die kommenden 20 Jahre jedes Jahr 24 Milliarden Euro an Subventionen in erneuerbare Energien stecken. Zudem macht mir Sorge, dass wir nicht mehr bereit sind, uns bei Zukunftsthemen gegen eine teilweise technologieskeptische Bevölkerung durchzusetzen. […]  Nehmen Sie das Thema Fracking. […] Sollen wir diese Möglichkeit, heimische Gasreserven zu nutzen, wirklich ganz abschreiben, gerade angesichts der sich verschlechternden Beziehungen zu Russland? Gleiches gilt für die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA. […] Ich kann dieses Gejammer nicht mehr hören. Wenn Sie etwas gegen amerikanische Chlorhühnchen haben, dann müssen Sie auch unsere Freibäder meiden. Da bekommen Sie beim Baden mehr Chlor ab, als wenn Sie ein Hühnchen aus den USA essen. […] Wir steigen aus der Atomkraft aus und vertreiben damit Unternehmen in der Kerntechnik aus unserem Land. Jetzt ist die Rüstungsindustrie dran. Als wohlhabende Gesellschaft können wir das alles machen, aber eine solche Politik hat ihren Preis. In der Rüstungsindustrie stehen 200 000 Arbeitsplätze auf dem Spiel, von sicherheitspolitischen Aspekten für unsere Bundeswehr gerade im Zeichen der Ukraine ganz zu schweigen. […]

Ein einigermaßen gelungenes Interview. Hier wird aufgezeigt was Fuchs will und jeder weiß woran das scheitert.
An seiner Chefin, Vorsitzenden und Kanzlerin.
Auch Fuchs hat, wie jeder der in der CDU ein hohes Amt besetzt, immer jeden Wunsch der Kanzlerin abgenickt.
Vor dieser Art Zwergenaufstand muß sich Merkel nicht fürchten.
Im Gegenteil, Herrn Fuchs kann man mit vollem Recht auslachen. Er nölt rum, aber mehr auch nicht.
Am Ende stimmt der Teppichvorleger doch immer wieder brav mit Merkel.

Michael Fuchs hat in neun Jahren Regierungszeit Angela Merkels das Optimum dessen erreicht, was einer in der CDU erreichen kann, wenn er fortwährend die Bundeskanzlerin kritisiert. [….] Fuchs gehört zum Wirtschaftsflügel der Union, weshalb ihm, kurz gefasst, alles zuwider ist, was mit staatlicher Regulierung oder dem Ausgeben von Steuergeldern zu tun hat – also ziemlich viel von dem, worauf Merkel sich in den Koalitionsverhandlungen eingelassen hat und was die SPD seit Monaten zu Gesetzen macht. [….] Der Fraktionsvize Fuchs ist formal nicht irrelevant. Und er spricht aus, was möglicherweise viele in der Union denken. Gleichwohl tut er das nicht zum ersten Mal. Und trotzdem hat sich eigentlich nie etwas geändert. Dafür gibt es zwei Erklärungen: Zum einen ist Fuchs gern dabei, Mut zu fordern, hat ihn aber selbst zu selten bewiesen. Er hat gemosert – und ist am Ende meist in Merkels Richtung marschiert. Zum anderen fehlt dem Wirtschafts- wie auch dem konservativen Flügel der Beweis dafür, dass der Kurs der Kanzlerin der Union schadet. [….]
(Nico Fried, SZ vom 11.08.2014)

Herr Fuchs ist ein Nichtsnutz, der Dank seiner Vernetzung einen der sichersten Wahlkreise der Bundesrepublik hat. Der Wahlkreis Koblenz in Rheinland-Pfalz umfasst die kreisfreie Stadt Koblenz, die Stadt Bendorf sowie die Verbandsgemeinden Rhein-Mosel, Vallendar und Weißenthurm aus dem Landkreis Mayen-Koblenz und aus dem Rhein-Lahn-Kreis die Stadt Lahnstein sowie die Verbandsgemeinden Bad Ems, Braubach und Loreley.
Dieser Wahlkreis wurde ausnahmslos immer von der CDU gewonnen.
Da könnte sich Herr Fuchs auch im Parlament nackt ausziehen und ans Rednerpult urinieren, wenn Merkel spricht.
Umso unverständlicher, daß er sich so sehr fürchtet vor der Frau von der Ostseeküste, daß er nie wirklich auf seine Überzeugungen pocht.