Freitag, 5. Januar 2018

Das Volk entmachten



Natürlich sind auch viele Profi-Politiker sagenhaft verblödet.
Manfred Weber (45), seit 14 Jahren Mitglied des Europäischen Parlament und gegenwärtig sogar Fraktionsvorsitzender der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europäischen Parlament, ließ sich bei den heutigen Orban-Festspielen zu einer ungeheuerlichen Entgleisung verleiten.
Es ist schon Tradition der CSU zu ihrer Frühjahrstagung in Banz/Seeon den rechtsradikalen Antisemiten aus Ungarn zu laden.
Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Weber scheint sich dabei nationalsozialistisch eingegroovt zu haben.

 […..] "Im Jahr 2018 ist das zentrale europäische Thema die finale Lösung der Flüchtlingsfrage." Diesen Satz hat CSU-Spitzenpolitiker Manfred Weber bei der CSU-Klausurtagung in Seeon gesagt. Das Zitat wurde vom Bayerischen Rundfunk veröffentlicht, den O-Ton hören Sie hier. Webers Formulierung erinnert deutlich an die NS-Zeit und die sogenannte "Endlösung der Judenfrage". [….]

Menschen sind eben dumm; es erfordert viel Bildung und Erfahrung nicht jeden gedanklichen Furz wie ein Trump ungefiltert auszuscheiden.
Wenn man sich lange und intensiv mit Politik beschäftigt, begreift man allmählich die Komplexität der Dinge und die Notwendigkeit die Konsequenzen des eigenen Handelns abzuwägen.
Trotz jahrelangen Trainings passieren immer noch kapitale Fehler – siehe Weber.
Man mag sich gar nichts ausdenken was solche Typen von sich gaben, bevor sie Profipolitiker waren und in der Öffentlichkeit standen.

Ich erinnere an den Berliner CDU-Bundestagsabgeordneten Frank Steffel, der seine CDU als Landtagswahlspitzenkandidat im Jahr 2001 sicher in die Opposition führte, nachdem seine früheren O-Töne publik wurden.

(….) Frank Steffel, Jahrgang 1966, ist ein wandelndes Klischee.
Keiner verkörpert den Westberliner kleinbürgerlichen Spießer-Klüngel besser als der CDU-Vielfach-Funktionär, der schon mit 16 in die Partei Diepgens und Landowskys eintrat.

Von Papi erbte er eine Teppichverleger-Firma und fühlte sich allein dadurch seinen Mitbürgern überlegen.
Linke, Migranten, Künstler - kurzum die ganze Berliner alternative Szene hasste er schon immer wie die Pest und drückte dies auch in seiner eigenen Sprache aus:

Die Süddeutschen Zeitung vom 23. August 2001 berichtete als Erste darüber, er habe in seiner Zeit bei der Jungen Union Schwarze „Bimbos“ und Türken „Kanaken“ genannt.
Behinderte waren für ihn „Mongos“ und eine Lehrerin, die diese Ausdrücke bemängelte, bezeichnete Jung-Steffel als „Kommunistenschlampe“.

Die Kritik an seinen Manieren konnte er nicht verstehen und erklärte Michel Friedman:

„Einem Jugendlichen rutscht sowas schon mal raus!“

Im Intrigantengestrüpp der Berliner CDU hangelte er sich 2001 zum Bürgermeisterkandidat empor und forderte Klaus Wowereit heraus.

Am 24.09.2017 wurde Steffel mit dem berlinweit besten CDU-Ergebnis von 36,8 Prozent erneut direkt in den Bundestag gewählt.

Immerhin, nach acht Jahren im Bundestag spricht selbst Steffel nicht mehr von „Mongos“ und „Kanaken“, wenn von Behinderten oder Flüchtlingen die Rede ist.
Das ist funktionierende repräsentative Demokratie. Diejenigen im Volk, die es nicht stört so zu reden, die privat vermutlich noch Schlimmeres von sich geben, haben in Steffel ihren Volksvertreter, den sie als ihr Sprachrohr in das deutsche Parlament schicken können.
Im Bundestag, wo sie wichtigen Entscheidungen getroffen werden, geht es dann aber seriöser und gemäßigter zu, weil auch ein Frank Steffel (inzwischen) gelernt hat, daß nicht der erste Pöbelgedanke im Kopf zum Erfolg führt, daß man kommunizieren muss und daß politische Entscheidungen Umsicht erfordern.

Leider wählt das Volk seiner immanenten Debilität entsprechend auch debile Volksverhetzer von der AfD.
Dadurch sitzen die AfD-Politiker Jens Maier (bezeichnet Noah Becker via Twitter als "Halbneger") und Trixi Storch (bezeichnet Flüchtlinge als „barbarische, muslimische, gruppenvergewaltigenden Männerhorden“) nun auch im Bundestag, aber das passiert eben bei unserem allgemeinen, gleichen Wahlrecht.
Menschen sind dumm und viele Menschen generieren Schwarmdummheit.
Der Brexit, Erdogans Ermächtigungsreferendum oder die Wahl Trumps sind die Ergebnisse direkter Volksabstimmungen.

Es wäre besser das Wahlsystem so zu modifizieren, daß Idioten und Hassfanatiker weniger gewichtet werden.
Dafür habe ich bereits einige Modelle vorgeschlagen, die immerhin zu etwas mehr Steffels statt Störchen führen würden.

Die massive Volksverdummung würde etwas abgemildert, wenn die wichtigsten Entscheidungen von professionellen Vertretern getroffen würden.
Also bitte keine Direktwahl des Bundespräsidenten in Deutschland.
Und bitte lasst den Bundestag über grundlegende Dinge wie den Ausstieg aus der EU entscheiden.
Nieder mit der Diktatur der Inkompetenz.

Glücklicherweise sind inzwischen die deutschen Piraten ob ihrer eigenen Idiotie aus allen Parlamenten geflogen und spielen keine politische Rolle mehr.
Ihre grundsätzliche Wahnidee möglichst oft die Unqualifiziertesten von allen, nämlich das Wahlvolk pur entscheiden zu lassen, programmiert das Staatsscheitern vor.

So sehr ich Andrea Nahles und Martin Schulz für unqualifiziert halte; es wäre besser wenn die Profipolitiker in der SPD-Parteigremien über Grundsatzfragen wie GroKo III entschieden und nicht die tumbe Basis befragt werden müsste.
Letzteres kostet unnötig Zeit, verlangt die Sondierungsgespräche eher zum destruktiven Schaulaufen zur Basis-Umpuschelung, statt lösungsorientiert zu machen.

Nach 29 seit 2007 in Hamburg gestarteten Volksinitiativen dämmert es auch Roten und Grünen, daß diese Form der willkürlich-direkten Demokratie reduziert werden muss.
Volk entscheidet nämlich gern irgendeinen extrem teuren Unsinn, ohne die Folgen und die Kosten abzuschätzen.
Das Stuttgarter Volk entschied direkt den unterirdischen Bahnhof bauen zu lassen. Nun können die Landespolitiker zusehen, woher sie die sechs, acht oder zehn Milliarden nehmen, um das Gaga-Projekt zu finanzieren.
Die Hamburger wollten die Netze zurückkaufen und im Gegensatz zur fast gesamten Bürgerschaft auch das elitäre Dreiklassen-Schulsystem beibehalten, welches Arme in Restschulen verurteilt, so daß sie nie eine Chance auf dem Berufsmarkt bekommen.
Gegenwärtig droht eine Volksinitiative mit einem KITA-Volksentscheid, der die Stadt jährlich 350 Millionen Euro kosten würde.
Natürlich trauen sich aktive Politiker nicht wie ein Blogger ohne Verantwortung zu sagen „Das Volk ist doof – bitte keine Volksabstimmungen mehr!“, aber verklausuliert denken CDU, SPD und Grüne genau in die Richtung, indem sie anregen, daß Volksinitiativen seriöse Finanzierungsvorschläge liefern müssen.

Die Fraktionschefs Andreas Dressel (SPD) und Anjes Tjarks (Grüne) haben inzwischen dreimal so intensiv mit den Betreibern einer Volksinitiative verhandelt, daß sie den eigentlichen Volksentscheid verhindern konnten.
Glücklicherweise verhindern konnten.

Weil polarisierende Themen zu tiefen gesellschaftlichen Gräben führen können. Vielleicht hätten Menschen in der Diskussion um den Volksentscheid die Inklusion wieder komplett in Frage gestellt. Noch offensichtlicher ist es bei der Initiative, die große Flüchtlings-Unterkünfte verhindern wollte. Da war es wichtig, die Menschen, die sich bei diesem Thema Sorgen machen, nicht zu verlieren, sondern sie wieder in den demokratischen Diskurs zu integrieren. Der Kompromiss war gut für den sozialen Frieden. Ein Beleg: Hamburg war bei der Bundestagswahl das Land mit der geringsten Quote an AfD-Wählern.

Aber die Kita-Initiative hat Forderungen aufgestellt, die sich am Ende auf 350 Millionen Euro jährlich summieren. Da ist wirklich eine Grenze überschritten und der Haushaltsvorbehalt greift. Es geht um die Frage, wie viel eine Volksinitiative eigentlich kosten darf. Wir haben 2019 die Schuldenbremse – wir dürfen dann keine neuen Schulden mehr machen. Da kann es nicht sein, dass der Volksgesetzgeber immer weitere Ausgaben fordert und nicht sagt, wo das Geld herkommen soll.
(Anjes Tjarks, 04.01.2018)

Jetzt steht in der Volksgesetzgebung nur, dass ein Finanzierungsvorschlag gemacht werden soll. Es wäre redlicher zu sagen, dass die Initiative einen echten Finanzierungsvorschlag machen muss. Über eine solche Pflicht für Initiativen sollte man diskutieren. Das heißt Butter bei die Fische: Die Initiative muss konkret sagen, wo das Geld weggenommen werden soll. So müssen wir Politiker den Haushalt ja auch planen. Über diesen Gedanken wollen wir mit den Fraktionen und „Mehr Demokratie“ diskutieren.

Nur weil das Volk bei direkter Befragung gelegentlich auch einem blinden Huhn gleich mal eine Entscheidung trifft, die mir gefällt – zB das NEIN zu Olympischen Spielen in Hamburg – heißt das nicht, daß weise entschieden wurde, sondern daß ein Ressentiment-Konglomerat zufällig zu einem richtigen Ergebnis führte.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Die Size-Queen

Das waren noch Zeiten, als Trump mit 16 anderen GOPern auf öffentlichen Bühnen rumpolterte.
Das könne ja nicht mehr lange dauern bis er aufgeben müsse.
Aber er rückte bloß immer mehr in die Bühnenmitte. Während links und rechts die Typen mit den kleinsten Portemonnaies und Umfragewerten herausgeschleudert wurden.
Ich wurde erst allmählich nervös, weil ich mir so sicher war, daß Trump nicht nominiert werden könne. Und selbst wenn; das wäre umso besser, denn bei der general election hätte er natürlich keine Chance gegen Sanders oder Clinton, würde die GOP also an den Boden blamiert zurücklassen.
Fast schon wünschte ich mir eine Trump-Nominierung, da Marco Rubio oder gar der gruselig-rechtsextreme Fanatiker Ted Cruz womöglich eine kleine, aber reale Chance gehabt hätten gegen Clinton zu gewinnen.

 Aber dann brach im März 2016 der legendäre Penis-Streit auf offener Bühne los. Nur notdürftig die Handgrößen-Metapher nutzend, duellierten sich der US-Senator aus Florida und der Hobbygolfer mit der orangenen Perücke um ihre Schwanzgröße, unterstellten sich wechselseitig untenrum zu kurz gekommen zu sein.
Da warf ich mich das erste Mal erschöpft auf den Boden, konnte es nicht fassen wie tief die angeblich konservativ-christlichen Republikaner gesunken waren.
Das niedrigste Niveau war erreicht, obwohl schon die Verwendung der Vokabel „Niveau“ völlig absurd war.
Unter dem hysterischen Jubelkreischen seiner aufgegeilten Fans prahlte Donald nun mit der Größe seiner Hände, also seiner Hosennudel.


Nun gab es nur noch zwei Möglichkeiten.
Entweder Trump zöge sich beschämt für immer aus der Öffentlichkeit zurück, oder das RNC müsste die Notbremse ziehen, also Rubio und Trump aus dem Rennen nehmen.
Was käme sonst als nächstes? Ließen die GOPer nun öffentlich ihre Hosen runter und hielten ihre republikanischen Phalli in die Kameras?
Bekanntlich kam es anders und 62 Millionen amerikanische Wähler stimmten am Ende für den Noodle-bragger.


Das ewige Faszinosum Penislänge werde ich nie verstehen.
In vielen archaischen Kulturen gelten riesige Phalli als Fruchtbarkeitssymbole.
OK, aber erstens ist die menschliche Fruchtbarkeit ein Fluch und zweitens hängt die tatsächliche Fruchtbarkeit eines Mannes in keiner Weise mit der Schwanzgröße zusammen.

Mit etwas Phantasie kann ich mir ausmalen wieso sexuell aktive Schwule sich für die Nudelgröße ihrer Partner interessieren.
Aber wieso ist das eigentlich auch für heterosexuelle Männer so ungeheuer wichtig, daß sie immer wieder öffentlich mit ihren Maßen angeben?
Wie kann man überhaupt für die Größe eines Körperteils Stolz empfinden, wenn man diese doch ohnehin nicht beeinflussen kann?
Im Gegensatz zu einem Bizeps oder Pectorialis kann man den Penis nicht durch Training in der Muckibude vergrößern und im Gegensatz zu weiblichen Brüsten läßt sich auch chirurgisch so gut wie nichts erreichen.
Warum also der Stolz auf eine Größe, die man gar nicht beeinflussen kann?
Noch unverständlicher wird die Angelegenheit, wenn man bedenkt, daß aufgrund unserer westlichen Kleidung die Penisgröße ohnehin fast nie zu sehen ist.
Da haben es Frauen viel schwerer, die erheblich mehr Mühe aufwenden müssen, wenn sie durch Oberbekleidung die Dimensionen ihrer Busen kaschieren wollen.

 So wie Trumps evangelikale Anhänger interessieren sich die meisten Religionen geradezu manisch für Penisse.
Schon der liebe Gott äußert sich in der Genesis dazu und verlangt von seinen Fans ihren neugeborenen Söhnen erst mal ein Stück vom Penis abzuschneiden
Juden und Muslime machen bis heute ein riesiges Theater, wenn es jemand wagt den Gedanken der körperlichen Unversehrtheit aller Kinder ins Spiel zu bringen.
Katholischen Lustgreisen im Kleid erscheint das männliche Genital aber ebenso als stetes Zentrum ihrer Gedanken.
Was darf man damit machen? Darf man eine Latexhaut drüber ziehen? Funktioniert die Erektion vorschriftsgemäß? Ist der Dödel auch groß genug?

(…..) Das weiß doch jedes Kind, daß Penis und Hoden zum Denken unerlässlich sind - Frauen sind schließlich geistig minderwertig und daher ist es unbedingt notwendig insbesondere bei geistigen Führern sicher zu gehen, daß auch wirklich ein Penis da ist.

Um sich diesbezüglich keines Risikos auszusetzen, führten die Katholiken bei der Papstwahl ein ausgefeiltes Penisprüfverfahren ein; den Kotstuhl!

„Der nach unten hin offene Sedes stercoraria. Auf dem Möbel mit dem irreführenden Namen mußten die neugewählten Päpste Platz nehmen und sich dann vom jüngsten Mitglied des Kardinal-Kollegiums unter die Soutane greifen lassen - um sicherzustellen, daß es sich bei dem zukünftigen Pontifex wirklich um einen Mann handelte. Fand der Gottesmann, wonach er suchte, sprach er die Worte: „Habet testes“ (er hat Hoden).Worauf die Kardinäle antworteten: „Deo gratias“ (dem Herrn sei Dank).
Dabei wäre der skurrile Greiftest - den die katholische Kirche wider besseres Wissen und alle Beweise heute leugnet - bei den meisten Päpsten überflüssig gewesen. Denn fast alle hatten schon vor ihrer Wahl bewiesen, daß sie Testes-Träger waren.“

(Der Spiegel 11/97)

"Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, daß die Frauen den Männern dienen."
(Kirchenvater Augustinus, hl., 354-430)

Anderen Sekten, wie zum Beispiel den orthodoxen Christen, reicht noch nicht einmal die Tatsache überhaupt über männliche Genitalien zu verfügen - nein, sie müssen auch noch ausreichend groß sein - sonst ist’s Essig mit der Priesterlaufbahn.
Es kann dazu führen, daß armen kleinpimmeligen Menschen a priori der Weg zum Theologiestudium verwehrt bleibt.
So geschehen im Juli 1996 in Bukarest, als mehreren Männern das Kirchenstudium verwehrt blieb. Die Schule begründete die Ablehnung wie folgt:
Die Penisse der Kandidaten wären einfach zu klein und „in einer Pfarrersfamilie darf es nicht zu Scheidungen oder sonstigen Unannehmlichkeiten kommen“.

Klar - was könnte auch sonst ausschlaggebend sein für das Funktionieren einer Ehe außer der Penisgröße des Ehemannes!
Recht haben sie, die Rumänen!

Unter einer gewissen Mindestpenisgröße dürfte überhaupt nicht erlaubt sein zu heiraten.

Außerdem ist auf eine volle Funktionstüchtigkeit zu achten.

Als vorbildlich kann in dieser Hinsicht Bischof Lorenzo Chiarinelli in Viterbo angesehen werden:
Daß ein Paar sich liebt, zusammen leben möchte ohne laufend GV zu praktizieren, ist für Bischof Lorenzo Chiarinelli in Viterbo nicht nur NICHT vorstellbar, sondern sogar verwerflich.
Einem standesamtlich verheirateten Paar verweigerte der Bischof den kirchlichen Segen, da der Ehemann durch einen Unfall gelähmt und zeugungsunfähig geworden war:

"Kein Bischof, kein Priester kann eine Hochzeit zelebrieren,
wenn er weiß, dass eine Impotenz vorliegt".

Kirchliche Trauung nur mit Erektion!

Das Hauptaugenmerk der Oberkatholen in den bunten Kleidchen liegt dabei mal wieder auf dem Penis, von dem sie geradezu besessen sind. (…..)
(Vorstehende Probleme der EKD-Ratsvorsitzenden, 14.11.2009)

Penisse werden also nicht nur als Körperteil rein zufälliger Größe mit definierten Funktionen bei Sexualität und Ausscheidungsvorgängen betrachtet, sondern immer wieder symbolisch aufgeladen, so daß die Dimensionierung des Dödels als Metapher für so ziemlich jedes Problem herhält.
Kaum ein Journalist, der bei Trumps und Uns Prahlerei über ihre (zugegebenermaßen tatsächlich Phallus-förmigen) Atomraketen auf eine psychologische Schwanzvergleich-Deutung verzichtet.

Eine psychologische Störung beim US-Präsidenten zu vermuten ist allerdings mehr als gerechtfertigt; schon allein, weil hunderte renommierte Psychiater ebenfalls zu dem Schluss kommen.

(….) Das ist in der Tat außerordentlich beunruhigend was die 27 Experten über Trump zusammentragen.

[….] Das Ver­hal­ten des Tä­ters zei­ge cha­rak­te­ris­ti­sche Merk­ma­le ei­nes So­zi­o­pa­then, ur­teilt der Gut­ach­ter und Psych­ia­ter Lan­ce Do­des. Es hand­le sich da­bei um „eine der schwer­wie­gends­ten al­ler see­li­schen Stö­run­gen“. So­zi­o­pa­then lit­ten un­ter ei­nem „De­fekt in der grund­le­gen­den Na­tur ih­res Mensch­seins“. Ihre ty­pi­schen Ei­gen­schaf­ten: „Sa­dis­tisch, mit­leid­los, grau­sam, ab­wer­tend, un­mo­ra­lisch, pri­mi­tiv, kalt­schnäu­zig, räu­be­risch, schi­ka­nie­rend, ent­mensch­li­chend.“
Do­des lässt kei­nen Zwei­fel dar­an, dass er von ei­nem ge­fähr­li­chen Mons­trum spricht. Doch ge­meint ist nicht etwa der At­ten­tä­ter von Las Ve­gas. Nein, die Rede ist vom am­tie­ren­den Prä­si­den­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten.
Do­des' Ex­per­ti­se ist Teil ei­nes Buchs, in dem 27 Fach­leu­te – teils sehr nam­haf­te Psych­ia­ter und Psy­cho­lo­gen – ihr Ur­teil über Do­nald Trump ab­ge­ben(*). Der Band ist aus ei­ner Kon­fe­renz her­vor­ge­gan­gen, die un­ter dem Mot­to „Duty to Warn“ (Pflicht zu war­nen) an der Uni Yale statt­fand.
Ent­stan­den ist ein un­heim­li­ches See­len­pan­ora­ma. Trump wer­den ein „hy­per­ma­ni­sches Tem­pe­ra­ment“, eine „wahn­haf­te Los­lö­sung von der Wirk­lich­keit“ und „pa­ra­no­ide Hy­per­emp­find­lich­keit“ at­tes­tiert. Die Au­to­ren un­ter­stel­len ihm nicht nur „Ge­dan­ken­lo­sig­keit“, „Leicht­sinn“ und „Selbst­ver­herr­li­chung“, son­dern auch „Frau­en­hass“, „Bos­haf­tig­keit“ und „Be­wun­de­rung für Ge­walt­herr­scher“. So­gar vor Ver­glei­chen mit Adolf Hit­ler schre­cken die Fach­leu­te nicht zu­rück.
Den Le­ser hin­ter­lässt das Buch fas­sungs­los: Wird das mäch­tigs­te Land der Welt wirk­lich von ei­nem Ver­rück­ten re­giert? Ei­nem Grö­ßen­wahn­sin­ni­gen, der nicht recht weiß, was er tut? [….]
(DER SPIEGEL, 21.10.2017, s.112)

Die Diagnosen decken sich zum Teil mit denen, die ich letzte Woche zusammentrug.

[….] Leo­nard Glass hofft, der Be­geis­te­rung der Trump-An­hän­ger mit sei­ner Ex­per­ti­se et­was ent­ge­gen­set­zen zu kön­nen: „Die Leu­te glau­ben, Do­nald Trump sei ein rich­ti­ger Kerl“, sagt er. „Sie den­ken: Der hat Mumm, der hat Geld, der lässt sich von nie­man­dem was sa­gen.“ Des­halb sei es wich­tig, den Men­schen zu er­klä­ren, dass all das auf­ge­bla­se­ne Ge­prah­le ver­mut­lich nur Aus­druck ei­ner Ich-Schwä­che sei. Wer es nö­tig habe, sich selbst so maß­los zu prei­sen, dem mang­le es an Selbst­wert­ge­fühl. [….]
(DER SPIEGEL, 21.10.2017, s.114f.)

Das ist wenig überraschend, da Trump durch seine stark eingeschränkte Intelligenz und mangelnde Bildung gar nicht in der Lage ist seine gravierenden Charakterdefizite zu verbergen.

Neben vielen Persönlichkeitsstörungen ist Trump also auch noch mit einem schweren Minderwertigkeitskomplex und radikaler Egomanie geschlagen.
Er erträgt es nicht kritisiert zu werden, will immer im Mittelpunkt stehen und kann, auch bedingt durch seine sehr eingeschränkte Intelligenz und Aufmerksamkeitsspanne, nicht abstrahiert denken.
Alles beurteilt er nur durch die „wie komme ich dabei weg?“ und „heimse ich dabei genügend Lobpreisungen ein?“-Brille.
Es geht nur um ihn und dabei ist natürlich sein Penis die perfekte Metapher für ihn und seinen Reichtum.
Für beides kann er nichts, beides ist dem Zufall geschuldet, also quasi geerbt und taugt somit nicht dazu sich damit über andere zu erheben.
Aber seine Borderline-Perspektive stellt ihn außerhalb der Realität.
Das „Bragging About Himself“ ist zum ultimativen Trump-Charakteristikum geworden.
Wann immer der Fokus auf irgendetwas anderem liegt, bedeutet das für Trump einen unwiderstehlichen Trigger, um sein „ich bin besser, größer, reicher!“ rauszuhauen. In der Regel gerät er dabei in solche Prahl-Rauschzustände, daß er nur noch Superlative benutzt.
Er ist der Allerbeste von allen, nie war jemand besser.


Trump ist völlig unfähig zu erkennen wie lächerlich er sich macht, wenn er durch die Welt poltert und jedem erklärt, er habe den längsten Penis aller Männer.

Ihm ist ganz offensichtlich überhaupt nicht bewußt, daß der Wahrheitsgehalt seine Penis-Metaphorik an all den anderen Aussagen über seine Bildung, seinen Wortschatz und seinen IQ gemessen wird. Alles Dinge, die ganz offensichtlich bei Trump unterdurchschnittlich klein ausgeprägt sind.

Trump begreift selbstverständlich auch internationale Politik nicht, hat keine Ahnung, daß sogenannte „Schurkenstaaten“ Atomwaffen als Lebensversicherung verwenden und das sogar höchst rationalen Überlegungen entspringt.
Die USA führten nämlich Regimechanges immer nur bei den Nationen durch (Iran, Afghanistan, Irak), die keine Massenvernichtungswaffen hatten.
Nachdem der Iran im August 1953 erlebte, wie der amerikanische CIA Premierminister Mohammad Mossadegh stürzen wollte, um Fazlollah Zahedi als neuer Premierminister einzusetzen und die USA 2001 und 2003 bei beiden großen Nachbarländern des Irans ebenfalls das Regime stürzten, um ein US-Freundliches zu installieren, ist es aus Sicht der herrschenden Mullahs nur folgerichtig sich möglichst schnell Atomwaffen anzuschaffen und nicht auf die Rufe diese abzuschaffen einzugehen.
Der Psychopath im Weißen Haus erkennt diese Hintergründe nicht, wenn Kim Jong Un auf seine Atomwaffen verweist, sondern hält alles nur für eine oberflächliche Penisgrößenshow – so wie Trump nämlich Politik macht.





Nicht nur schätzt Trump also die Situation völlig falsch ein, sondern er verfällt sofort in sein primitives „ich habe den Größten“-Muster.


 
Intellektuelle schlagen die Hände über dem Kopf zusammen.

“Throw the whole presidency away. Just throw the whole thing away.” Donald Trump is wearing us out with his compulsive tweeting. Man, no one wants to think about the size of your “button.” #Dangerous #Deranged #Delusional

Aber auch diese Kritik erreicht Trump nicht.
Man, no one wants to think about the size of your “button” ist ein Gedanke außerhalb seiner Vorstellungskraft.
Er glaubt, ganz im Gegenteil, daß überhaupt nur die Größe seines Geräts interessant wäre.
Trump ist tatsächlich so primitiv.
So einen kann man nur mit primitiven Repliken ärgern.

His button is so big because his hands are so tiny. Time to lead him out of the White House in handcuffs.


Gegenwärtig gerät Trump sogar für seine Verhältnisse außergewöhnlich aus dem Ruder, weil ihn das Buch "Fire and Fury: Inside the Trump White House", verfasst vom kontroversen Autor Michael Wolff vielfach klein erscheinen lässt.

[….] Wolff beschreibt Trumps Tochter Ivanka ("dumm wie Stroh", so Bannon) und ihren Gatten Jared Kushner als eiskalte Karrieristen, die Trump nur für ihre persönlichen Zwecke ausnutzten.
 Ivanka, die sogar selbst mit einer Präsidentschaftskandidatur liebäugele, mache sich über die gequälte Frisur ihres Vaters lustig, plump gefärbt mit dem Billighaarprodukt "Just for Men".
Niemand hatte Wolff zufolge Gutes über Trump zu sagen. "Er las nicht. Er überflog nicht mal. Einige hielten ihn für nicht mehr als halbgebildet." Einer Extra-Lehrstunde über die US-Verfassung habe Trump nicht folgen können.
Beraterin Katie Walsh habe geklagt, der Umgang mit Trump sei, "als wolle man herausfinden, was ein Kind will". Medienmogul Rupert Murdoch, dessen Sender Fox News zu Trumps lautesten Cheerleadern gehört, habe Trump einen "fucking idiot" genannt.
Ähnliche Worte werden Finanzminister Steve Mnuchin, Sicherheitsberater H.R. McMaster und Ex-Stabschef Reince Priebus zugeschrieben. Wirtschaftsberater Gary Cohn halte Trump für "strunzdumm".
Trump ängstige sich im Weißen Haus und ziehe sich oft in sein Schlafzimmer zurück, wo er ohne die First Lady nächtige. Dort habe er über den vorhandenen Fernseher hinaus zwei weitere installieren lassen. Das Personal dürfe nichts anfassen, "vor allem nicht seine Zahnbürste". Aus Angst vor Vergiftung esse Trump am liebsten Fastfood von McDonald's. [….]

Von Cortisol geflutet setzte der Penis-Paniker letzte Nacht gleich 16 hochgradig psychotische Tweets ab.
Selbst die hartgesottenen US-Talk-Hosts verlieren die Fassung.


Und immer noch gibt es genügend Trump-Fans, die öffentlich erklären, ihr Idol habe den größten Penis der Welt.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Das gehört verboten

Natürlich ärgert es mich als Liberalen (nicht im FDP-Sinne!), wenn rechte Parteien tragische Vorkommnisse ausnutzen, um sich als tatkräftig zu inszenieren, indem sie höhere Strafen und schärfere Gesetze fordern.
Das ist so billig und durchschaubar.
Das tut man wenn das Kind im Brunnen ist.
Schärfere Gesetze kosten nichts und lenken davon ab, daß die aktiven Politiker offensichtlich bei der Prävention versagt haben.
Ganz ohne Strafgesetzbuch und Jugendknäste geht es leider nicht.
Aber ich erwarte, daß Politiker nicht wie 2001 CDU und Schillpartei in Hamburg dafür gewählt werden mehr Jugendliche einzusperren, sondern wünsche mir Bildungs-, Sozial- und Justizpolitik, die verhindert, daß Jugendliche überhaupt auf die schiefe Bahn geraten.
Nach „schärferen Gesetzen“ zu krakeelen, ist ein Armutszeugnis und zu allem Übel wird das auch noch vom Wähler belohnt.

Mein persönlicher Liberalismus gebietet es Freiheiten nur dort einzuschränken, wo sie Dritte gefährden.
Waffen müssen für den Privatgebrauch verboten sein, weil man mit Waffen andere verletzt. Man darf nicht mit drei Promille Autofahren, weil man sich damit nicht nur selbst umbringt, sondern andere gefährdet.

Irrigerweise gibt es aber auch zahlreiche Verbote, die aus reiner (oft religiotisch beeinflussten) Borniertheit entstanden.
Eins, das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe wurde gerade erst abgeschafft.
Intersexuelle dürfen aber immer noch nicht heiraten.
Man darf auch nicht zu dritt heiraten. Die Ehe zwischen Geschwistern ist nach wie vor verboten, obwohl das Inzest-Tabu absurd und anachronistisch ist.


Nehmen wir an eine bestimmte Droge sei höchst ungesund.
 (Was bei vielen heute verbotenen Drogen fraglich ist). Nehmen wir an, die Substanz sei so gefährlich, daß sie binnen kurzer Zeit zu totaler Abhängigkeit und unentrinnbarem Organversagen führen würde.
Ich neige dazu auch solche Substanzen erlauben zu wollen.

Wenn ein erwachsener Mensch im Vollbegriff seiner geistigen Kräfte gerne ein Pfund Arsen essen möchte – warum nicht?

Wer ist der Staat ihm das zu verbieten?

Andere Ansatzpunkte für die moralische Keule sind Inzest und Vielweiberei, bzw Vielmännerei.
Wenn Bruder und Schwester ein Kind zeugen, ist das womöglich genetisch ungünstig für den Nachwuchs.
Ich sehe das Problem.
Aber es gibt auch andere Konstellationen, in denen Kinder größere Risiken haben behindert zu sein – zum Beispiel Schwangerschaften über 40-Jähriger.
Wo kämen wir dahin, wenn wir das alles verbieten würden?
Darf dann auch keiner mehr ein Kind bekommen, in dessen Familie überdurchschnittlich viel Brustkrebs oder viele Herzinfarkte vorkommen?

Außerdem gibt es bekanntlich Verhütungsmethoden.
Bruder und Schwester können auch einfach so zum Vergnügen Sex miteinander haben!
Ich finde es absurd, daß dies verboten ist. Zumal Sex zwischen zwei Brüdern oder Sex zwischen zwei Schwestern erlaubt ist.

Die Ehe zu dritt, also die Lieblingsdrohkulisse der Religioten im Kampf gegen die Homoehe („Wo kämen wir da hin….“), ist das Paradebeispiel falscher Moral. Dabei wird niemand geschädigt und niemand wird dazu gezwungen.
Wenn aber zwei Männer und eine Frau sich heiraten möchten – warum zum Teufel nicht?
Das ist moralisch nicht vom Staat zu bewerten, sondern deren Angelegenheit.
Ich halte das für wesentlich unproblematischer als beispielsweise meinen Nachbarn, der gerne abends seine volle stinkende Mülltüte vor der Wohnungstür stehen läßt, weil er keinen Bock mehr hat runter zur Mülltonne zu gehen.
DAS belästigt mich! Das stinkt, das steht im Weg, das ist eine Beleidigung für die Augen aller, die durch das Treppenhaus gehen müssen, das wertet die ganze Immobilie ab (Broken Windows Theorie!).
Das sollte verboten sein, weil es andere tangiert.
Sollte mein Nachbar hingegen den dringenden Wunsch verspüren seine drei Brüder und eine Cousine zu heiraten – bitte; ich habe nichts dagegen. Das geht nur ihn was an. (….)

PID, §218, Leihmutterschaft oder Stammzellenforschung sind weitere Punkte, bei denen es in Deutschland völlig absurde strenge Verbote gibt.
Das sollte gefälligst alles legal sein; schließlich ist niemand gezwungen das mitzumachen.

Es ist weiterhin absurd in Deutschland immer noch Marihuana zu kriminalisieren, obwohl längst auch die Polizei Straffreiheit fordert.
Unglaublich, aber wahr; hier ist Trumps Amerika viel weiter als Deutschland.

Natürlich gehören auch die von frommen Christolitikern durchgepaukten Gesetze, die es verbieten, daß man selbst über seinen Tod bestimmen darf, abgeschafft.
Unverzeihlich, daß SPD-Frauen wie Griese und Nahles mir dieses Recht aus ihrer persönlichen religiotischen Verblendung genommen haben.
Es sollte nicht nur Cannabis legalisiert werden, sondern der Staat sollte die Möglichkeit schaffen, daß ein Sterbewilliger legal eine Dosis Pentobarbital erhalten kann.

Der Verbotsdrang des deutschen Staates ist allerdings nicht allumfassend.

Sobald ökonomische Partikularinteressen im Spiel sind, erfasst den deutschen Gesetzgeber eine enorme Hasenfüßigkeit.
Deutschland ist so ziemlich das einzige Land ohne ein allgemeines Tempolimit. Hier heißt es auf Autobahnen rasen bis der Leichenwagen kommt.
Tausende Unschuldige werden dadurch getötet und verletzt, die Umwelt wird ruiniert.
Aber die politische Klasse ist so sehr mit der High-PS-Lobby verquickt, daß sich niemand an ein Tempolimit traut.


Dringend erforderlich ist auch gegen die verblödeten Impfgegner mit einem Verbot zu reagieren. Es muss ihnen verboten werden anderen Menschen mit ihren ungeimpften Kindern zu gefährden. Eine Impfpflicht muss also her, um die Chemtrailgläubigen zur Raison zu bringen.

Frankreich ist da viel weiter.

[….] Kinder in Frankreich müssen künftig gegen elf Krankheiten geimpft werden. Zuvor waren es drei. In den vergangenen Jahren sind in Frankreich zehn Menschen an Masern gestorben.
[….] Wenn Kinder in Frankreich in die Kita oder in die Schule kommen, müssen die Eltern Impfnachweise vorlegen. [….] Befürworter der Pflichtimpfungen verweisen darauf, dass nur 78 Prozent der Zweijährigen in Frankreich gegen Masern geimpft seien - die Impfrate müsse aber bei 95 Prozent liegen, um Masernviren effektiv aufzuhalten.
Ab dieser Quote ist davon auszugehen, dass sich das Virus im Fall einer Einzelinfektion nicht weiter ausbreiten kann - man spricht dann von Herdenimmunität. [….] In Frankreich erkrankten laut "Le Figaro" zwischen 2008 und 2016 insgesamt 24.000 Menschen an den Masern, zehn starben infolge der Krankheit. [….] In Deutschland gibt es keine Impfpflicht, auch wenn sie von einigen Experten gefordert wird. [….] Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfiehlt für Kinder und Jugendliche Standardimpfungen gegen 14 Krankheiten. [….]

Zu Silvester gab es wieder hunderte verletzte in den Notaufnahmen; teilweise unbeteiligte Kinder.
In Brandenburg töteten sich unabhängig voneinander gleich zwei Ronnys versehentlich selbst mit ihren Böller-Konstruktionen.
In Singapur gibt es grundsätzlich keinen Böllerverkauf an Privatpersonen und falls doch jemand privat böllert, setzt es Stockhiebe (Hallo Skydaddy! Danke für die Info heute Morgen!)
Warum wird das nicht endlich in Deutschland verboten? Man denke nur an die Feinstaubbelastung.

Die liberalen Niederlande können das auch.

Niederländische Städte verbieten private Silvester-Feuerwerke

Dort sind auch prinzipiell Waffenexporte in Krisengebiete verboten, während Merkel und Gabriel stets vor der deutschen Waffenlobby einknicken und die schlimmsten Übeltäter (Saudi Arabien!) beliefern lassen.

Und selbst die extrem unternehmerfreundlichen Staaten Großbritannien und China greifen gegen umweltschädliche CO2-Schleudern durch, setzen Fristen, ab wann nur noch Elektromotoren zugelassen werden.

 [….]  China ergreift drastische Maßnahmen gegen Spritschlucker.[….]
Die internationale Autoindustrie bekommt erneut die harte Hand der chinesischen Regierung beim Thema Umweltschutz zu spüren: Peking hat mit dem Jahreswechsel den Bau von 553 verschiedenen Automodellen untersagt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Demzufolge schlucken die Fahrzeuge zu viel Sprit und erfüllen somit nicht die staatlichen Verbrauchsvorgaben.
Betroffen sind auch Joint-Ventures, an denen deutsche Hersteller beteiligt sind. So darf laut Liste Volkswagen nicht mehr einen Audi und Daimler eine Mercedes-Limousine herstellen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. [….] China hat Klimawandel und Smog offiziell den Kampf angekündigt und dabei bereits erste Erfolge erzielt. Zudem möchte die Volksrepublik durch einen umfassenden Umstieg auf Elektroautos die heimische Fahrzeugindustrie stärken. [….] Im vergangenen Jahr gab Peking zudem bekannt, nach einem Ausstiegsdatum für den Verbrennungsmotor zu suchen. Diesen Schritt sind zahlreiche andere Länder bereits gegangen. [….]

Bravo, China!
Die Welt steht Kopf – China treibt den Klimaschutz mächtig voran, während die einstige Klimakanzlerin in Deutschland im Mastdarm der KFZ-Lobby hockt und den hiesigen CO2-Ausstoß sogar vergrößert.