Die CDU ist übrigens nicht führungslos. Annegret
Kramp-Karrenbauer ist die Bundesvorsitzende, Paul Ziemiak der Generalsekretär.
Ihnen stehen außerdem die fünf Stellvertreter Volker Bouffier, Silvia Breher,
Julia Klöckner, Armin Laschet und Thomas Strobl zur Seite.
Nach einem Monat, der die deutsche Innenpolitik so durchgeschüttelt
hat, daß es AKKs Kopf kostete und auch den Thüringer CDU-Frations- und
Parteichef Mohring ins Aus schoss, gibt es in dieser
letzten verbliebenen deutschen Volkspartei niemanden, der irgendeine Strategie
ausbrüten konnte, wie man sich bei einer neuen MP-Wahl in Erfurt verhalten
könnte.
Was für ein sagenhaftes Gesamtparteiversagen, das auch nicht
besser wird, nur weil die Kemmerich-AFDP noch verantwortungsloser durch Erfurt
debakuliert.
[….] Da ist eine CDU, die nicht abstimmen durfte, wie sie wollte. Weil die
Bundespartei zwar sagt, was alles nicht geht, aber nie Vorschläge gemacht hat,
was gehen soll. Jetzt hat die CDU Ramelow nicht gewählt, aber auch nicht
verhindert. Die innerparteiliche Gretchenfrage ist damit nur aufgeschoben.
Womöglich muss der neue Parteichef bereits nächstes Jahr nach der Wahl in
Sachsen-Anhalt die Frage beantworten: Wenn es gegen Linke und AfD keine
Mehrheit gibt, entscheidet sich die CDU dann für ein kleineres Übel oder für
Unregierbarkeit?
Da ist die FDP, die heute die Arbeit verweigert hat. Sie hat gar nicht
mit gestimmt, nicht einmal im dritten Wahlgang, als ein Nein möglich war.
Klarer kann man gar nicht zeigen, wie überflüssig man ist. […..]
Wie lange muss man eigentlich CDUlern mit einem Hufeisen auf
den Kopf schlagen bis sie tatsächlich nicht mehr entscheiden können wer das
kleinere Übel ist, wenn auf der einen Seite ein überzeugter, praktizierender
Christ mit klassisch sozialdemokratischer Agenda und sehr ordentlicher wirtschaftspolitischen
Bilanz als Ministerpräsident steht und sich andererseits ein völkisch hetzender
Rassist und Faschist steht, der immer wieder aus Hitlers „Mein Kampf“ zitiert?
[…..] Vor dem Wahltag hatten die Fraktionen multiple Szenarien durchgespielt.
Die FDP kündigte an, die eigenen Stimmen ungültig zu machen. Man wolle nicht in
Verdacht geraten, Ramelow oder Höcke zu wählen, hieß es. So als gebe es keinen
Unterschied zwischen Thüringens beliebtestem Politiker und einem gerichtlich
verbrieften Faschisten. Auch der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, hatte den
Thüringer Parteikollegen den Boykott der Wahl nahegelegt. Mario Voigt,
Fraktionschef in Erfurt, wies den Ratschlag aus Berlin strikt zurück.
Abgeordnete seien nicht gewählt, "um sich aus der Verantwortung
zu stehlen". […..]
Die Bundes-CDU findet auch immer noch keine Sprachregelung
zu ihrem einstign Superstar Hans-Georg Maaßen, für den sich Bundesinnenminister
Seehofer so begeisterte, daß er darüber fast die Groko platzen ließ.
CDU-Mitglied Maaßen, der völlig ungeniert seine Partei in
Koalitionen mit den Faschisten und Rechtsradikalen treiben will, forderte
erneut Ungeheuerliches:
Die Thüringer CDU solle den Nazi Bernd Höcke zum Ministerpräsidenten wählen.
Als im Jahr 2015 eine überparteiliche Koalition aus Sadisten
in dem womöglich ruchlosesten Akt seit der Nazizeit einen Anschlag auf den Humanismus
verübte, triumphierten die Kirchen.
Sie hatten sich, wieder einmal, Gewalt über die intimsten
und essentiellsten Angelegenheiten des Individuums verschafft.
Nämlich über das Leben an sich.
Ganz in der Tradition der 2016 von Papst Bergoglio
heiliggesprochenen „Hexe von
Kalkutta“, die sich am Leid der Sterbenden ergötzte und ihnen
Schmerzlinderung verweigerte, zwang eine Mehrheit der Bundestagsabgeordneten
ihre bestialische Weltsicht auch der Mehrheit der Bevölkerung auf, die eine
fundamental andere Sicht auf ihr eigenes Leben hat; die Möglichkeit haben
möchte selbstbestimmt zu sterben und dabei nicht nur nicht im Stich gelassen
werden will, sondern Hilfe haben möchte. Hilfe, die ihnen die meisten Bundestagsabgeordneten nicht nur verwehrten, sondern
sogar unter Strafe stellte.
Letzte Woche stellte das Bundesverfassungsgericht diesen
gewaltigen moralischen Skandal ab.
Es drehte aber nicht das Kräfteverhältnis zwischen
Religiösen und Nicht-Religiösen um, indem es etwa diesmal den Gläubigen die
Sicht der Ungläubigen aufgezwungen hätte. Nein, es lässt natürlich den Christen
alle Freiheiten, die sie vorher hatten, sie müssen nichts aufgeben, nichts
ändern und können mit ihren Leben verfahren wie bisher. Es werden lediglich die
Humanisten davon befreit sich auch diesen Vorstellungen einer primitiven
Hirtenkultur zu unterwerfen.
Ein guter und richtiger Schritt von Voßkuhles Jungs.
Aber auch ein unvermeidbarer Schritt der Richter, da in den
vergangenen 2.000 Jahren das Christentum ausschließlich auf der falschen Seite
stand. Alle Menschenrechte mussten gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen
erkämpft werden. Frauenwahlrecht, Kinderarbeit, Sklaverei, Homosexualität,
Gleichberechtigung, Leibeigenschaft, Recht der ersten Nacht, Verbot
gemischtrassiger Ehen, Verbot gemischt konfessioneller Ehen, Folter,
Prügelstrafe, Vergewaltigung in der Ehe, Glaubensfreiheit, Kinderehen,
Kolonialismus, Untertanengeist, Bildungsfeindlichkeit, Pressefreiheit. Immer
vertraten die Christen die unmenschlichste Position.
Sie segneten Waffen, verlangten Kreuzzüge, ließen weltweit
foltern und morden. Inquisition, Hexenverbrennung, Auto Dafés.
Auch im Jahr 2020 sind es die organisierten Christen, die in
den USA vehement für Militär, Waffenbesitz, Trump, Folter, Rassismus und gegen
Feminismus, Homorechte, Umweltschutz oder Tierrechte agitieren.
Eine Organisation, die nach 2.000 Jahren eine derartig
negative Leistungsbilanz aufweist, mehr Kriege als jede andere Ideologie
anzettelte, mehr Menschen als Hitler umbrachte, gegenwärtig weltweit
damit beeindruckt Myriaden Kinder sexuell missbraucht zu haben und deren Vergewaltiger
schützt, hätte allen Grund dankbar zu sein, vom Verfassungsgericht nicht
verboten worden zu sein. Sie behalten all ihre Privilegien, lassen sich mit
Milliarden Euro auch von atheistischen Steuerzahlern finanzieren.
Demut und Reue wäre angezeigt.
Allerdings nicht bei Matthias Drobinski, dem notorisch
larmoyanten Kirchenredakteur der Süddeutschen Zeitung.
Er verfällt in das typische Muster all seiner Artikel: Ein
einziges Aufseufzen über den Machtverlust der Kirchen, die sich nun
infinitesimal umorientieren müssten, um ihre Ideologie auch weiterhin maximal
durchzusetzen.
[…..] Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sterbehilfe hat in der
vergangenen Woche in aller Schärfe gezeigt: Die Positionen und ethischen
Maximen der christlichen Kirchen haben jene selbstverständliche Wirkkraft
verloren, die sie in der Bundesrepublik über Jahrzehnte hinweg hatten, im Guten
wie im Schlechten. Es waren allen voran die Kirchen, die sich für ein Verbot
von Sterbehilfevereinen einsetzten und dafür, dass der assistierte Suizid nur
in Grenzfällen möglich ist; eine große Mehrheit im Bundestag hat 2015 ein
Gesetz beschlossen, das dem Rechnung trägt. […..] Es werden verschiedene Sterbehilfevereine ihre Arbeit aufnehmen. Der
Gesetzgeber wird versuchen, dazu strenge Regeln aufzustellen, die Vereine
werden dies im Zweifel bekämpfen, im Rücken die Maxime des Verfassungsgerichts:
Der freie Wille zum Tod steht über allem. […..] Trotzdem hat sich etwas verschoben. Das Verfassungsgericht macht
letztlich mit umgekehrten Vorzeichen das, was die Kirchen lange taten: Es
erklärt die Grauzonen für inexistent, die den meisten, ja fast allen
Todeswünschen zu eigen sind. Für die Kirchen war der Selbstmord eine Todsünde,
die, ohne Zweifel, direkt in die Hölle führte. […..] Es gab Kirchenvertreter, die gegen jegliche Freigabe der Sterbehilfe
einwandten: Es müssen leider am Ende des Lebens einige leiden, damit die
Gesellschaft insgesamt nicht auf die schiefe Bahn gerät. […..] Die Zeit dürfte vorbei sein, in der sich die
Urteile des Bundesverfassungsgerichts selbstverständlich in der Nähe der
kirchlichen und christlichen Normvorstellungen bewegten. Den Christen weht da
der raue Wind der beginnenden Minderheitensituation entgegen. Das ist aber auch
eine Chance: Sie können sich mit der Kraft ihrer eigenen Überzeugungen und des
eigenen Beispiels der Debatte stellen. […..] Und sie können dem mit Respekt begegnen, der sich für den Tod
entscheidet. Als Akt der Nächstenliebe. […..]
Wie kommt Drobinski auf die Idee, es wäre sinnvoll die
Kirchen in ethischen Belangen nach 2.000 Jahren des Totalversagens überhaupt
noch zu fragen?
(Shout out an den großartigen Matthias Krausefür den Gedanken.)
(…..) Eins der größten Rätsel des
deutschen Journalismus wird für mich immer die Frage sein, wieso sich die an
sich hochvernünftigen SZ-Chefredakteure
Heribert Prantl, Kurt Kister und Wolfgang Krach immer noch den frommen Katholiken Matthias Drobinski,
52, als Redakteur halten.
Hach, wie traurig, die Kirche verliert
Mitglieder und die Pfaffen sind frustriert. Dabei ist Franzl doch so super.
Menno! Es kann aber nicht nur am Zölibat meiner heißgeliebten katholischen
Kirche liegen, weil die Protestanten mindestens genauso schrumpfen.
(Ätschibätsch)
Die Ursachen für das Wegsterben des kirchlichen Lebens sind also
irgendwie ganz kompliziert. Das ist eine große Aufgabe für die Bischöfe und
alles ist ganz furchtbar traurig, weil die Kirche doch so wichtig ist!
Die SZ verfügt über einige der
besten Edelfedern Deutschlands – was wäre es für eine Wonne, wenn man auch zu
kirchlichen Themen Spitzenjournalismus aus München bekäme. (…..)
Joe Biden mag ich. Bernie Sanders Leidenschaft und Engagement
beeindrucken mich. Elisabeth Warren ist hochintelligent und auf alles
vorbereitet.
Michael Bloomberg ist ein gewitzter Typ, der mit seinen 62
Milliarden Dollar in der Tasche den steinreichen GOP-Großspendern Paroli bieten
kann.
Da könnte man doch auf den ersten Blick ganz froh sein über
die demokratischen Bewerber, die morgen zum legendären „Super-Tuesday“
antreten, um eine wichtige Vorentscheidung um die Präsidentschaftskandidatur zu
treffen.
Und was ist eigentlich mit den anderen 20, 30 oder 40
Dem-Kandidaten? Das war doch so eine herrlich bunte Truppe; wenn auch ob der
schieren Masse sehr unübersichtlich. Man darf nicht vergessen, daß sich der
Durchschnittsami überhaupt nicht für Politik interessiert und im
Vorwahlgeplänkel erst mal die Typen kennenlernen muss, die seit Jahrzehnten an
vorderster Stelle als Volksvertreter agieren.
Aber von „unheimlich viele Neue“ schlug das Pendel
urplötzlich in „eine Handvoll Opis“ um. Auf einmal ging es ganz schnell.
Innerhalb der letzten 24 Stunden warfen Pete Buttigieg und (meine heimliche
Favoritin) Amy Klobuchar hin.
Außer den vier eingangs Genannten ist nur noch Tulsi Gabbard,
38 im Rennen.
Aber die praktizierende Vaishnava im
Brahma-Madhva-Gaudiya-Sampradaya und Russland affine Hawaiianerin ist so irre,
daß sie nicht die geringste Chance hat und bald aufgeben wird.
Bleiben also die vier Plus-Siebziger:
Biden * 20. November 1942 (Alter
77 Jahre)
Bloomberg *14.
Februar 1942 (Alter 78 Jahre)
Sanders *8.
September 1941 (Alter 78 Jahre),
Warren *22. Juni
1949 (Alter 70 Jahre)
Ich mag ältere Menschen.
Aber der nächste US-Präsident wird erst im
Januar 2021 vereidigt und soll bis Januar 2025, womöglich bis 2029 amtieren.
Dann gehen die drei Herren hart auf die 90
zu!
Damit kein Missverständnis aufkommt:
Selbstverständlich ist mir jeder demokratischen Kandidat Lichtjahre lieber als
Donald Trump, *14. Juni 1946 (Alter 73 Jahre),
der von allen eindeutig der Senilste ist und klare kognitive Einschränkungen
aufweist.
Aber wie soll man sich glaubwürdig als
dynamische Alternative zu dem geriatrischen Wrack empfehlen, wenn man selbst
noch fünf Jahre mehr auf der Uhr hat?
Mann der Zukunft mit fast 80? Sind das die
modernen Politiker, die ins Zeitalter der Cyberwars führen?
Aber das sind Vergleiche der „popular
votes“, also der absoluten Stimmen.
Hillary Clinton hatte vor vier Jahren in
solchen Umfragen auch immer geführt. Die Umfragen waren sogar richtig.
Tatsächlich bekam Clinton fast drei Millionen Stimmen mehr als Trump.
Bekanntlich wurde sie aber dennoch nicht
Präsidentin, weil die USA sich ein anachronistisches und haarsträubend
ungerechtes Wahlsystem leisten, das die Republikaner so grotesk bevorzugt,
daß Trump Berechnungen von Wahlforschern zu Folge, sogar mit zehn Millionen Stimmen
weniger als Biden/Sanders/Warren/Bloomberg als Präsident wieder gewählt werden
könnte.
Damit der demokratische Kandidat sicher
gewinnt, wird ein sehr hoher „voter turnout“ (Wahlbeteiligung) benötigt, so daß er absolut gesehen mindestens 10% mehr Stimmen als die Republikaner bekommt.
2016 funktionierte das nicht, weil wie
üblich die Generation der unter 30-Jährigen zu desinteressiert, träge und
phlegmatisch war, um wählen zu gehen.
Ihnen waren Trump UND Clinton zu alt, um
ihren Hintern ins Wahllokal zu schleppen.
Wie soll das besser werden, wenn die
Demokraten dieses Jahr statt mit einer 69-Jährigen mit einem 79-Jährigen
antreten?
Es zeugt wieder einmal von schweren
politischen Systemversagen in den USA, daß weder ein offen krimineller Präsident,
noch die Zerstörung der Gewaltenteilung und schon gar nicht die drastische
Verfassungsfeindlichkeit einer ganzen Partei zu einem erfolgreichen Impeachment
führte.
Die Demokraten setzen nun noch einen
drauf, indem sie sich als unfähig zeigen die Egoismen der Parteigeronten zu
unterbinden und nicht in der Lage sind einen jüngeren, konsensfähigen Kandidaten
zu präsentieren.
Die USA sind doomed.
Viele deuten den Rückzug Klobuchars und
Buttigiegs bereits als Zeichen von Disziplin. Damit wollten die beiden
moderaten Kandidaten Biden stärken und Sanders verhindern, weil niemand Sanders
tatsächlich zutraut zu gewinnen.
Bidens mit 48% überraschend deutlicher
Primary-Sieg von South Carolina scheint ein deutliches Zeichen für seinen
Durchmarsch zu sein.
[….] Noch in der Wahlnacht versuchte Biden, der
zum moderaten Flügel der Partei gehört, das Rennen um die demokratische
Nominierung als Zweikampf zwischen ihm und dem selbsterklärten Sozialisten
Bernie Sanders darzustellen. Sanders hat nach seinen Siegen in New Hampshire
und Nevada derzeit die meisten Delegierten. Er liegt auch in den Umfragen in
vielen Bundesstaaten des Super Tuesday an erster Stelle, darunter in
Kalifornien, das mit Abstand am meisten Delegierte zu vergeben hat. Zudem hat
Sanders mehr Geld in seiner Wahlkampfkasse. Die demokratischen Wähler müssten
sich jetzt entscheiden, sagte Biden am Samstagabend: "Die meisten
Amerikaner wollen nicht das Versprechen auf eine Revolution, sie wollen
Resultate." Er sei der Garant dafür, dass die Demokraten Donald Trump
besiegen könnten.
Dieser Ansicht sind nach dem Resultat von South
Carolina auch viele Vertreter des demokratischen Establishments. Ex-Parteichef
Terry McAuliffe rief die anderen Präsidentschaftskandidaten mehr oder weniger
direkt auf, ihren Wahlkampf einzustellen und sich hinter Biden zu stellen, wenn
sie eine Nominierung von Sanders noch verhindern wollten. […..]
Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe
Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.
Donald Trump, Präsident der Herzen, geistiges Genie und
sexiest man alive, setzte neben Mauerbau und Muslimban, neben einer
wundervollen billigen Krankenversicherung und dem budget-surplus vor allem zwei
Wahlkampfversprechen eindrucksvoll um:
Daß er nie Golf spielen werden, weil er dazu vor lauter Arbeit gar keine Zeit
haben werden und natürlich sein Mantra „I‘ll hire only the
best people!“
Schon nach dem ersten Jahr im Amt waren fast jeder Vierte
seiner best people abgängig.
In schneller Folge flogen seine Senior Staffer aus dem
Weißen Haus; stets mit Schmähungen des IQ45 bedacht. Und natürlich der typisch
Trumpschen Neurose allen anderen die Schuld für sein fatalen Personalfehler
zuzuschieben
[…..]
McGahn
Wray
Sessions: “I don’t
have an attorney general. ... He was the first senator that endorsed me.
And he wanted to be attorney general, and I didn’t see it. And then he
went through the nominating process and he did very poorly. I mean, he was
mixed up and confused, and people that worked with him for, you know, a
long time in the Senate were not nice to him, but he was giving very
confusing answers. Answers that should
have been easily answered.”
Former deputy attorney general Rod J.
Rosenstein: “[Former FBI deputy director Andrew McCabe] and Rod
Rosenstein, who was hired by Jeff Sessions (another beauty), look like
they were planning a very illegal act, and got caught.”
Former chief White House strategist Stephen K.
Bannon: “When he was fired, he not only lost his job, he lost his
mind. ... Steve pretends to be at war with the media, which he calls the
opposition party, yet he spent
his time at the White House leaking false information to the media to make
himself seem far more important than he was.”
Former chief economic adviser Gary Cohn:
“Gary Cohn, I could
tell stories about him like you wouldn’t believe. ... Gary Cohn never
thought we could ever make this deal with Mexico and never thought in a
million years we could make this deal with Canada.”
Former White House communications aide Omarosa
Manigault Newman: “When you give a crazed,
crying lowlife a break, and give her a job at the White House, I guess it just didn’t
work out. Good work by General Kelly for quickly firing that dog!”
Federal Reserve Chairman Jerome Powell:
“So far, I’m not
even a little bit happy with my selection of Jay. Not even a little
bit. And I’m not blaming anybody, but I’m just telling you I think that
the Fed is way off-base with what they’re doing.”
Federal Reserve Vice Chairman Richard Clarida
and/or Vice Chairman for Supervision Randal Quarles: “I put a
couple of other people there I’m not so happy with too, but for the most part
I’m very happy with people.” (These were the only people Trump had
appointed to the Fed at the time.)
Former national security adviser H.R. McMaster:
After McMaster said Russia’s interference in the 2016 election was
“incontrovertible,” Trump responded, “General
McMaster forgot to say that the results of the 2016 election were not
impacted or changed by the Russians and that the only Collusion was
between Russia and Crooked H, the DNC and the Dems.”
Former White House aide Cliff Sims: “A low
level staffer that I hardly knew named Cliff Sims wrote yet another boring
book based on made up stories and fiction. He pretended to be an insider
when in fact he was
nothing more than a gofer. He signed a non-disclosure agreement. He is a
mess!”
Das ist Trump: Leute persönlich einstellen, sich selbst für
diese weisen Entscheidungen loben und kurz darauf die Inkompetenz dieser
Mitarbeiter beklagen. Das ist Trumps Signature-Move: John Bolton, Michael
Cohen, Steve Bannon, Omarosa Manigault Newman, Jerome Powell, Anthony
Scaramucci, Jeff Sessions, Rex Tillerson – sie alle lobte er erst über den
grünen Klee, um sie sogleich nach der leisesten Kritik an ihm in Grund und
Boden zu verdammen.
Die „Profis“, die Trump selbst in die Administration des
mächtigsten Landes der Erde holt, sind am Ende immer “weak,” “wacky,”
“clueless” oder “morons”.
[…..] Forget
the deep state, Robert Mueller’s team of “angry Democrats,” and the lawmakers
who led the impeachment inquiry — there’s another force working to undermine
the Trump administration from within. Someone who’s put complete idiots in
vital positions of power. Someone who’s entrusted major administration initiatives
to half-wits. Someone who, despite promising to hire the “best people,” keeps
having to fire incompetents. That someone is Donald Trump.
Former White House
chief of staff and alleged adult in the room John Kelly is the latest Trump
hire to earn a presidential insult. Once a “star” member of the administration
who was doing such a “great job” that Trump could not be “happier or more
impressed,” the president now believes that Kelly was in “way over his head”
and that he “went out with a whimper.” What changed? Fourteen months after
leaving the administration, Kelly finally offered some lukewarm criticism of
Trump in public, stating that his handling of accused war criminal Eddie
Gallagher’s case was “exactly the wrong thing to do” and that immigrants are
“overwhelmingly good people,” despite the president’s diatribes.[……]
In Wahrheit gibt es natürlich nur ein Einstellungskriterium
für Trump:
Man muss ihm hemmungslos in den Hintern kriechen und ihn öffentlich lobpreisen.
So wurde Mike Pence sein VP und nun auch der Corona-Beauftragte.
So wurde aber auch Richard Grenell, der sich so gut wie gar
nicht um seinen eigenen Job als US-Boschafter in Deutschland kümmerte, sondern
stattdessen ununterbrochen in Trumps Sender FOX auftauchte, um schleimtriefende
Lobeshymnen auf den Präsidenten abzulassen neuer Direktor aller siebzehn
amerikanischen Nachrichtendienste.
Natürlich ist er dafür genauso inkompetent wie für seinen
jetzigen Job, aber eben ein begnadeter Honig-um-den-Bart-Schmierer.
Wer in Deutschland lebt kennt natürlich die rechtsextremen
Unverschämtheiten Richard Grenells, weiß was für eine groteske Karikatur eines
Diplomaten er ist.
Auch die Ukraine-Affäre machte noch mal klar, daß er
Botschafterposten nach der Höhe der Spenden für die Trump-Wahlkampagne vergibt
und grundsätzlich jeden feuert, der Anzeichen von Fachwissen erkennen lässt.
Darüber dürfen wir aber nicht vergessen, daß Trump den
gesamten diplomatischen Dienst der USA korrumpiert und lächerlich gemacht hat.
Die Impudenz des Monats Februar 2020 ist die US-Botschafterin
in Dänemark:
Carla Sands.
Trump hatte sicher keine Ahnung wo und was eigentlich dieses
Dänemark ist. Das zeigte sich spätestens als er annahm Grönland einfach
abkaufen zu können und die Ministerpräsidentin Mette Frederiksen als „nasty
woman“ abqualifizierte, nachdem sie das abstruse Ansinnen 50.000 Grönländer „zu
verkaufen“ ablehnte.
[……]Medienberichten
zufolge wird die Finanzmanagerin Carla Sands neue US-Botschafterin in
Kopenhagen. Der Posten blieb ein halbes Jahr lang unbesetzt. Sands ist
ehemalige Schauspielerin. [……]Sands ist ausgebildete Chiropraktikerin und
hat früher als Schauspielerin in Fernsehen und Kino gewirkt. Ihr Vorgänger,
Rufus Gifford, war dreieinhalb Jahre lang im Amt und hörte am selben Tag auf,
an dem Trump ins Weiße Haus einzog. Als politisch ausgewählter Diplomat sollte
er die Vereinigten Staaten unter Trump nicht repräsentieren.
Gifford war eine Berühmtheit in Dänemark, hatte unter anderem eine
eigene Fernsehsendung. 2015 heiratete er seinen Partner Stephen DeVincent im
Kopenhagener Rathaus. Nach seinem Aus übernahm Laura Lochmann vorübergehend die
Führung der Botschaft. [……]
Sands, *1960, versuchte sich erst an einer Chiropraktikerschule,
erreichte mit freizügigen Oben-Ohne-Aufnahmen ein paar Gastauftritte in der
Endlos-Soap „Reich und Schön“ und schlitterte von da zu ihrem Karrierehöhepunkt
– einer Tittenrolle im B-Movie „Deathstalker III: The Warriors from Hell“
[….] Deathstalker (John Allen Nelson) geht mal wieder
Barbarenlieblingsbeschäftigungen wie Saufen, Rumhuren und
Sich-bei-Schaukämpfen-gegenseitig-auf-die-Fresse-Kloppen nach, als die Schurken
des fiesen Troxartes (Thom Christopher) das Volksfest überfallen, auf dem er
sich gerade zur Publikumsbelustigung prügelt. Die suchen nämlich nach dem
Zauberer Nicias (Aarón Hernán), der einen Zauberstein hat, den er wiederum an
Prinzessin Carissa (Carla Sands) weitergibt. Carissa flieht zusammen mit Deathstalker,
Nicias verzieht sich via Zauberei, die Schergen folgen Carissa und
Deathstalker, man weiß nicht genau, worum es geht, aber irgendwie schon, denn
in diesen Sword-and-Sorcery-Filmen geht es ja fast immer um das Gleiche. [….]
1999 heiratete sie den 150-Millionen Dollar schweren real
estate mogul Fred Sands von der Vintage Capital Group und übernahm nach seinem
Tod 2015 den Chefsessel.
2016 spendete sie 250.000 Dollar für Trumps Wahlkampagne und
ließ weitere 100.000 Dollar für seine Amtseinführungskampagne springen.
Also brachte sie alles mit, was eine Botschafterin können
muss.
In Kopenhagen angekommen, machte sie sich sofort unbeliebt,
indem sie im Grenell-Style von den Dänen verlange amerikanische Rüstungsgüter
zu kaufen.
[….] USA missbrauchen NATO als Verkaufsplattform für Rüstung [….] F-35-Kampfjets für NATO-Mitglied
Vorigen Dienstag rief die US-Botschafterin in Dänemark, Carla Sands,
Kopenhagen dazu auf,mehr US-Kampfjets
zu kaufen. Darüber hinaus soll sie hinzugefügt haben, die NATO fordere mehr
Jagdflugzeuge. Der Ankauf von Jets könnte Kopenhagen außerdem der Erfüllung des
Zwei-Prozent-Ziels der NATO näherbringen. Kopenhagen soll bereits 27 dieser
Maschinen erworben haben.
Politiker der Dansk Folkeparti (DF) und der Socialdemokraterne (S)
zeigten wenig Verständnis für die Aussagen der US-Diplomatin. Das sei
"inakzeptabel". Das dänische Parlament werde entscheiden, welche
Ausrüstung gekauft und wie viel für die Verteidigung ausgegeben werde. [….]
Sands tut das was sie in Trumps Augen können muss:
Konsequente Unterbindung von Demokratie und Meinungsfreiheit!
Jeden Kritiker seiner Politik mundtot machen.
[….] The
decision to block a prominent NATO expert from speaking at a conference in
Denmark because he has spoken critically of U.S. President Donald Trump’s
policies highlights a growing trend in which the State Department has quashed
engagement with Trump critics, prompting public relations gaffes for U.S.
embassies.
Stanley Sloan told
Foreign Policy he was on his way to Copenhagen to give a keynote address on
NATO at an event when he received word from the organizers that Trump’s
ambassador to Denmark pressured them to quash his speaking engagement. The U.S.
Embassy in Denmark helped fund the conference, and the U.S. ambassador was also
scheduled to speak at the conference.
The head of the Danish
Atlantic Council, a think tank, told Sloan in a letter on Dec. 7 that the
organization was “instructed that Ambassador Carla Sands does not want [his]
presence at the Conference” because of his past criticism of Trump’s policies
on NATO. Lars Bangert Struwe, the head of the council, said in the letter to
Sloan the he strongly objected to the decision but given the embassy was the
major funder of the conference, it “has the last word.” A day later, Struwe
announced on Twitter he was canceling the conference on NATO’s 70th anniversary
altogether.
Sloan, who is
currently a visiting scholar at Middlebury College and a nonresident senior
fellow at the Atlantic Council, a Washington-based think tank, previously
served as a CIA intelligence analyst and specialist at the Congressional
Research Service. Sloan, who has frequently spoken at conferences funded by the
U.S. government in the past, said he was disheartened by the move. “In the past
I’ve always even bragged to audiences in the United States and Europe that the
State Department sponsored me over the years even though they knew that I might
criticize American policy. And I did that when there were Democratic and
Republican administrations. … That’s something that I thought was a small sign
of strength in American democracy,” he said. [….]
Auf der einen Seite ein erfahrener CIA-Analyst und
vielfacher Professor verschiedener Unis und Thinktank-Mitglied. Und auf der anderen
Seite die Tittenmaus von „Deathstalker - The Warriors from Hell“. Da ist doch
klar auf wessen Expertise Trump setzt.