Montag, 19. Dezember 2022

Ideologiefreiheit.  

Die einzige Klimaschutz- und Energiesparmaßnahme, die nichts kostet und per Handstreich einzuführen wäre, ist das Autobahn-Tempolimit.

Es scheitert ausschließlich an der ideologischen Verbohrtheit der FDP.

So wie eine Bürgerversicherung, in die Privat- und Kassenpatienten gleichermaßen einzahlen, oder Vermögenssteuern, gibt es diese politischen eindeutig richtigen Maßnahmen, die nun einmal nicht mit der Millionärs-Lobbypartei FDP machbar sind.

Auch CDU/CSU pflegen ideologische Essentials, die sich ähnlich wie bei der FDP im weitesten Sinne daran orientieren, den Mächtigen und Reichen noch mehr Macht und Reichtum zuzuschaufeln.

Bei genauerer Betrachtung, zeigen sich aber doch Unterschiede zwischen beiden Verbohrtheiten. Während die Gelben von „der Partei der Besserverdienenden“ eher von Hedonismus, Mitleidslosigkeit und Desinteresse geprägt sind, liegt den schwarzen Ideologen ein sadistischer Ansatz im Blut. Sie mögen es, andere zu diskriminieren, zu erniedrigen und schlechter zu stellen. Daher treten sie als Anwälte der Kinderfi**erorganisation RKK auf, diskriminieren Schwule, wollen Suchtkranke zusätzlich mit Strafen belasten, Todkranke mit bestialischen Schmerzen gegen ihren Willen zum Leben zwingen, Tiere in Schlachthöfen quälen, Küken Schreddern, Säuglingsgenitalien verstümmeln, straffrei Ehefrauen vergewaltigen, Kinder schlagen.

Daher gibt es politisch richtige Maßnahmen, die man niemals mit der CDUCSU machen kann, die aber für die FDP irrelevant genug sind, um sie durchzuwinken. Dazu gehören (bei einigen FDP-Abgeordneten) eine Entstaubung des Staatsbürgerschaftsrechtes, das Nachdenken über eine Ablösung der Staatsdotationen an die Kirchen, eine gewisse Offenheit bei der Patientenverfügung, liberale Homopolitik und weniger verbohrte Drogenpolitik.

Es ist eben nicht egal, wer regiert. Es muss immer erst gelingen, die Schwarzen in die Opposition zu schicken, bevor die Bundesregierung längst überfällige richtige Maßnahmen ergreifen kann. Von 1949 bis 1969 regierte ununterbrochen die CDU/CSU. Erst aber 1969 war es daher möglich, die deutsche Kriegsschuld einzugestehen, in Warschau auf die Knie zu fallen, das Verhältnis zur DDR und UdSSR zu entspannen. Frauenrechte und Ostpolitik gingen nur ohne die Schwarzen. Noch wichtiger war die Abwahl der Kohl-Merkel-CDU im Jahr 1998. Erst dann hatte Bundeskanzler Schröder freie Hand für absolut überfällige richtige Entscheidungen: Die Zwangsarbeiterentschädigung, die eingetragene Lebenspartnerschaft, die Rehabilitierung von Wehrmachtsdesterteuren und natürlich die Emanzipation vom großen Bruder USA, mit dem Nein zum illegalen Angriffskrieg auf den Irak, den die gesamte Union von Pflüger über Schäuble und Merz bis Merkel unbedingt mitmachen wollte.

Die Situation für Ampelkanzler Scholz ist in dieser Hinsicht vergleichbar. Die Merz/Laschet/Söder-Parteien mussten erst in die oppositionelle Machtlosigkeit verbannt werden, um den Mindestlohn zu etablieren, die aberwitzige Kriminalisierung von Gelegenheitskiffern zu beenden, Einbürgerungen zu erleichtern oder mit Bürgergeld und Wohngeld, den finanziell Schwachen zu helfen.

Der inzwischen vielgehasste Robert Habeck hat Erstaunliches bei der Energiesicherung geschafft. Die Gasspeicher wurden gefüllt und im Rekordtempo landen nun LNG-Frachter in Deutschland an. Gewaltige Entlastungspakete wurden verabschiedet, die dafür sorgten, daß Deutschland ökonomisch weit besser, als erwartet das Jahr 2022 beendet. Bedauerlicherweise haben sich alle Journalisten darauf geeinigt, die Ampel gnadenlos runterzuschreiben und keinen der unter diesem enormen Druck durchaus erstaunlichen Erfolge zu würdigen.

Die Umfragen spiegeln das: Der deutsche Michl meint, ausschließlich von Versagern regiert zu werden. Es liegt mir fern, die Totalausfälle Buschmann, Wissing und Lindner schön zu reden, aber die Ampel ist viel besser als ihr Ruf, viel besser als die Umfragen suggerieren.

Ein schönes Beispiel für einen Ampel-Erfolg, der nur ohne die CDU möglich wurde und der beinahe ohne geringste Würdigung in der Presse abläuft, ist die Rückgabe der Benin-Bronzen.

Das Königreich Benin, nicht zu verwechseln mit dem heutigen westafrikanischen Staat Benin, lag im heutigen Nigeria. Es wurde 600 n. Chr. von der Ogiso-Dynastie gegründet und stieg vor etwa 550 Jahren zum mächtigsten Staat am Niger auf. Es war eine kosmopolitische Handelsmacht. Im 16. Jahrhundert fielen die Christen ein und raubten aus Westafrika ca 13 Millionen Menschen, die sie als Sklaven verschifften. Im Jahr 1897 wurde das Königreich von den Briten zerschlagen und als Kolonie Victorias Empire einverleibt. Die Queen war entzückt und ihre Offiziere raubten das Land vollständig aus.

[….]  Die britischen Soldaten plünderten den königlichen Palast und die Residenzen von Würdenträgern. Sie raubten Tausende von Kunstobjekten, unter anderem ca. 3.500 bis 4.000 Bronzen, Terrakotta, Elfenbein- und Holzschnitzereien, darunter die kunsthandwerklich virtuosen Gedenkköpfe, deren Entstehungszeit bis in das 15. Jahrhundert zurückreichte. Da die meisten Soldaten den künstlerischen Wert dieser Objekte nicht einschätzen konnten, verkauften sie „ihre Kriegsbeute an fast jeden“.[….]

(Wikipedia)

Die Deutschen waren nicht unmittelbar an diesem Verbrechen beteiligt, kauften aber damals viele der achtlos auf den Mark geworfenen Bronzen auf.

Der legendäre Direktor des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg, Justus Brinckmann (1843-1915), kaufte hunderte Objekte aus den Königspalästen Benins. 179 Objekte befinden sich immer noch in Hamburg.

Erst mit einem SPD-Kanzler und grüner Kulturministerin ist das einzig Richtige möglich: Die Kunstschätze endlich zurück zu geben.

[….] Die Stadt Hamburg hat am Freitag die ersten geraubten Benin-Bronzen an Nigeria zurückgegeben. Zuvor war im Rathaus der Vertrag zur vollständigen Eigentumsübertragung und zur Rückgabe der 179 Bronzen aus dem ehemaligen Königreich Benin mit einem Schätzwert von 60 Millionen Euro unterzeichnet worden. „Die heutige Rückgabe der Benin-Bronzen ist ein besonderer Meilenstein der gemeinsamen Verhandlungen zwischen Hamburg und der Bundesrepublik Nigeria“, sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD). Der heutige Tag dürfe aber kein Endpunkt sein, sondern solle den Auftakt zu einem vertieften kulturellen Austausch zwischen Europa und Afrika bilden.

Yusuf Maitama Tuggar, Botschafter der Bundesrepublik Nigeria, bezeichnete die Rückgabe der Benin-Bronzen als „Zeitenwende“, die ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen Afrika und Europa aufschlage. Professor Abba Isa Tijani, Generaldirektor der Nationalen Behörde für Museen und Denkmäler, sagte: „Die Rückgabe bedeutet uns sehr viel.“ Deutschland habe Nigeria nicht kolonialisiert und die Kunstschätze entwendet. „Aber heute tut Deutschland das Richtige, weil sie gesehen haben, dass diese Objekte illegal entwendet wurden.“ Dies sei eine großartige Botschaft auch an andere Länder. [….]

(MoPo, 16.12.2022)

Das Richtige tun. Großartige Botschaft senden. Erfreulich, auch mal solche Töne über Deutschland zu hören.

Offenbar interessiert es niemanden außer mir, aber ich bin stolz, daß die deutsche  Außenministerin und die deutsche Kulturstaatsministerin nach Nigeria flogen, um die geraubten Schätze zurück zu bringen. Nach 125 Jahren.

Danke, Ampel.

[….] Außenministerin Annalena Baerbock reist heute nach Nigeria. Bei dem zweitägigen Besuch in Afrikas bevölkerungsreichsten und wirtschaftsstärksten Land geht es vor allem um die Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen. Baerbock hofft, dass dadurch auch eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem rohstoffreichen westafrikanischen Land möglich sein wird. "Gemeinsam mit den Bundesländern, Städten und Museen zeigen wir, dass Deutschland es ernst meint mit der Aufarbeitung seiner dunklen Kolonialgeschichte", erklärte die Grünen-Politikerin vor ihrem Abflug.  Die Außenministerin wird von Kulturstaatsministerin Claudia Roth und mehreren Museumsdirektoren begleitet. Am Dienstag wollen Baerbock und Roth 20 der Benin-Bronzen persönlich zurückgeben. Die wertvollen Tafeln und Skulpturen schmückten einst den Königspalast im Königreich Benin im heutigen Nigeria.  [….]

(Tagesschau, 18.12.2022)

Sonntag, 18. Dezember 2022

Bild-Religion Katholizismus.  

Als Atheisten machen wir uns immer wieder gern über den unglaublichen Pomp des Vatikans lustig. Lachen über die Gold- und Edelstein-besticken CSD-Kostüme der Bischöfe, die 15 Meter lange Cappa Magna des ultrakonservativen Kardinals Burke, die aberwitzigen Inszenierungen mit den pornoesken Schweizer Gardisten.

Im Social Media-Zeitalter drängen sich Heuchelei-Memes mit dem grotesk zur Schau gestellten Reichtum und dem Bekenntnis zu Jesus, dem Prediger der Armut natürlich auf. Was für ein Paradoxon; hier der ausgemergelte Jesus im Lendenschurz, der die Geldverleiher aus dem Tempel prügelte und dort der Vatikan, die reichste Organisation der Welt, mit eigener Bank, unendlichen Kunstschätzen und Immobilien weltweit.

Man wundert sich, wie es den steinreichen Prälaten überhaupt noch möglich ist, den Klingelbeutel mit „einer Spende für die Armen“ rumgehen zu lassen, ohne in schallendes Gelächter auszubrechen.

Tatsächlich war die Geld- und Goldgier der Kirche vor gut 500 Jahren die Haupttriebfeder für die Calvinisten, Erasmus von Rotterdam, Martin Luther und vorher Jan Hus (* um 1370; † 6. Juli 1415) gegen den Vatikan aufzumucken.

Spätere mächtige Protestanten wie die preußischen Könige mit ihrem Berliner Dom oder die Dresdner Bürger mit ihrer Frauenkirche wollten natürlich mit ihren gewaltigen extrem teuren Bauten den Katholiken entgegenprotzen.

Aber dennoch hielt sich in der protestantischen Kirche ein demonstrativ bescheidenes Selbstverständnis. Weniger Titel, weniger Garderobe, kein Weihrauch, schlichtere Gottesdienste.

Durch die Aufhebung des Zölibats und die Einführung des Frauenpriestertums im späten 20. Jahrhundert, wurde auch das Kinderf**ken zum katholischen Alleinstellungsmerkmal.

Man sollte also meinen, die Protestanten wären deutlich beliebter beim gemeinen Volk. Tatsächlich verliert die EKD aber mindestens genauso viele Mitglieder, wie die DBK. Katholiken treten außerdem fast immer ganz aus der Kirche aus und konvertieren nicht zu den Evangelen.

Der Grund ist offenbar genau die Prachtentfaltung, die Atheisten abschreckt. Katholiken bekommen optisch viel mehr geboten für ihr Geld. Die Show ist gewaltig. Verglichen damit, sind die schlichten schwarzen Kostüme einer protestantischen Bischöfin langweilig. Ohne die unendlichen Verästelungen der Hierarchie katholischer Titel mit komplizierten lateinischen Namen, wirkt die Kirche nicht mehr mysteriös. Mit Pfaff, Probst und Bischof als einzigen Titeln, kann man nicht beeindrucken.

Das wußten die Katholiken immer und wehrten sich deswegen auch so gegen die Bibel-Übersetzung. Deswegen kehrte Pappst Ratzinger mit dem Motuproprio  "Summorum Pontificum von 2007 zur tridentinischen Messe zurück, in der den Gläubigen der Arsch zugedreht wird und sie nichts verstehen.

Aber so kann man umso schöner das Gold, den Weihrauch und das Mysterium wirken lassen. Das lässt die Kirche übersinnlich und mächtig erscheinen. Gottes wahre Kirche verlässt man nicht so leicht.

Show ist alles.

Ungünstig ist es, wenn die obersten Zeremonienmeister für jedermann offensichtlich gebrechliche Wracks sind.

Die aktuellsten Ratzinger-Bilder stammen aus dem November 2022 und wenn man bedenkt, daß die Nonnen, die ihn betüdeln, ihn sicherlich nur in bestmöglicher Verfassung veröffentlichten, darf man extrapolieren, wie präfinal er schon ist.

Zum großen Unglück des Vatikans, ist Papst 2 optisch auch schon ein totales Wrack. Der einlungige Argentinier hat ein schlimmes Knie, das auch ihn in den Rollstuhl zwingt. Ein Operation ist wegen der Narkose nicht mehr möglich.

Bergoglio gilt als dramatisch amtsmüde, würde nur allzu gern den Bettel hinwerfen und einen Jüngeren, den lästigen Job machen lassen.

Aber er weiß, wie massiv es dem mystischen Status des Vizegottes auf Erden schadete, wenn gleich drei von ihnen im Vatikan hocken. Daher hofft er schon lange auf die endgültige Abreise Ratzingers, um selbst die Rolle des Ex-Papstes zu übernehmen.

Aber Ratzi, 95, klammert noch, während Bergoglio, 86, auch schon multimorbid im Rollstuhl sitzt. The Show must zwar go on, aber vielleicht geht es bald einfach nicht mehr.

[…] Möglicher Rücktritt von Papst Franziskus Verzichtserklärung für medizinischen Notfall liegt vor.

Seit Papst Franziskus kränkelt, gibt es Gerüchte über einen möglichen Rücktritt. Jetzt sagt der Pontifex: Ein Amtsverzicht im Krankheitsfall sei längst schriftlich hinterlegt. [….]

(Spon, 18.12.2022)

Mit zwei schwachen Altpäpsten wäre die Vatikanoptik empfindlich gestört. Dann hätte sich der unfehlbare göttliche Heilige Geist im Konklave gleich zweimal nacheinander geirrt.


Samstag, 17. Dezember 2022

Parallelwelten  

Wie jeder weiß, herrschte vor 2022, dem heroischen Freiheitskampf der republikanischen Helden Marjorie Traitor Greene, Lauren Poobert und Ted Cruz über Jahrzehnte eine finstere Diktatur in den USA.

Der Höllendämon Anthony Fauci hatte sich zum Imperator aufgeschwungen und sich aus purem Sadismus eine Krankheit ausgedacht, die es nie gab und niemals geben wird. Und an der 1,1 Millionen US-Amerikaner starben. Aber, wie Donald Trump, Top-Wissenschaftler und intelligentester Mann der Erde, nachweisen konnte, lagen die 102 Millionen Covid-Erkrankungen in den USA nur an den vielen Tests, die man nie hätte machen dürfen. Außerdem entwickelte er die hochwirksamen Therapien der analen Glühbirnen-Insertion und die Bleichmittel-Dialyse. Wir hätten alle gerettet werden können, wenn nicht der linksfaschistische Kommunisten-Deep Staate den armen bescheidenen Herrn Trump durch die Sperrung seines Twitteraccounts ganz furchtbar gemein diskriminiert und an der freien Meinungsäußerung gehindert hätte. Die altruistische Orange-Haut hatte dadurch keine Möglichkeit mehr, an die Öffentlichkeit zu gelangen. Er hatte ja nichts zu sagen, kein Amt und wurde durch den bösen Fauci gegängelt.

Nun trug es sich aber zu, daß ein sympathischer Freiheitskämpfer aus Südafrika, den bedrängten Republikanern zur Hilfe eilte, seinen bescheidenen Wohlstand einsetzte, um GOP-Wahlempfehlungen zu twittern. Selbstlos hatte er dafür Twitter gekauft, Donald Trump wieder freigeschaltet und dafür die bösen Linkskommunisten-Lügner von CNN, Washington Post und New York Times gesperrt.

Und, Ta-dah, nach einer Twitter-Abstimmung einige von ihnen wieder FREI gelassen. Das entzückte den deutschen Justizminister von den FREIEN Demokraten.


[….] Es ist fast atemberaubend, wie daneben man liegen kann. Ich versuche das mal für Sie aufzuräumen, lieber Marco Buschmann, Bundesminister der Justiz:

1. Elon Musk hat keinen „Fehler“ korrigiert, das setzt Einsicht über Fehlverhalten voraus. Diese liegt hier erkennbar nicht vor. Ganz im Gegenteil, er hat die (falschen Vorwürfe) mehrfach wiederholt.

2. Musks gehäuft auftretenden, willkürlichen und launenhaften Aktionen sind nicht nur Machtdemonstration, sondern auch Einschüchterungsbotschaft für alle anderen. Ein gelegentliches Einkassieren oder Umentscheiden gehört mit in sein System (wenn man es denn so nennen will).

3. Anscheinend wurden nicht alle betroffenen Accounts, sondern nur einige entsperrt.

4. Warum wollen Sie den Eindruck erzeugen, es ginge hier um „Minderheitenschutz“. Weil Sie den Eindruck erzeugen wollen, dass Journalist:innen (mindestens die hier betroffenen) einer Minderheit angehören?

5. Elon Musks absurde und pseudodemokratischen Umfragen über Dinge, die sich nicht dafür eignen (und die er nach Gutdünken gelten oder nicht gelten lässt), wollen Sie doch nicht allen Ernstes als seriöse Abstimmung bezeichnen, oder?

6. Das Hin und Her eines von sich selbst berauschten Rechtslibertären, Antidemokraten und Netzwerk-Autokraten hat weder etwas mit Größe zu tun, noch hat es Respekt verdient.

7. Es ist zutiefst verstörend und von zweifelhaftem Rechtsverständnis, wenn ausgerechnet ein Justizminister dafür lobende Worte findet.  [….]

(Lorenz Meyer, 17.12.2022)

Minister Buschmanns Held Elon Musk hatte ob seiner überragenden Intelligenz schon vor fast drei Jahren erkannt, daß Imperator Fauci sich dieses „China-Virus“ nur ausgedacht hatte. Daß es bald vorbei sei.

Da der neue Twitter-Chef so eindrucksvoll Recht behalten sollte, machte er sich daran, für Gerechtigkeit zu sorgen, indem er den finsteren Fauci anklagen und einsperren lassen möchte.

Die schlauen US-Amerikaner feiern ihn dafür.

Aber Musks Arm reicht auch nach Deutschland. Seine Privat-Gestapo macht nun Jagd auf deutsche Mitarbeiter mit abweichenden Meinungen.

Das ist nur folgerichtig, denn auch die Merkel-Systemmedien hatten dem Volk der Dichter und Denker mit Masken und Testpflicht zugesetzt. Obwohl doch Corona völlig harmlos ist. Das beweisen ja wohl die gerade mal 160.000 deutschen Covid-Toten.

Glücklicherweise konnte die Merkel-Diktatur überwunden werden. Die Freiheitskämpfer Merz und Kubicki wußten was nun zu tun ist. Den habilitierten Epidemiologen Prof. Karl Lauterbach kanzelte der Gelbe als „Spacken“ ab.

Der Schwarzbraune ging die Pandemie frontal an und beendete sie per order di mufti.

[….] Im Umgang mit der Pandemie mahnt CDU-Chef Merz die Rückkehr in ein weitgehend normales Leben an. Spätestens im Frühjahr sollte Corona offiziell für beendet erklärt werden. […]

(ZDF, 17.11.2022)

So nämlich, ihr Arzt-Spacken!

Schluss mit Impfungen und Testungen und Masken und Isolation. Man kann Corona auch einfach verbieten und dann ist die Pandemie weg.

Kaum gab Fritze Merz diese Order aus, wurden alle Menschen gesund. Man sieht es gerade in Hamburg; hier ist so gut wie niemand mehr krank.

Danke Trump, Musk, Merz und Kubicki. Endlich ist Corona vorbei.

Nur 130 Covid-Tote in Deutschland jeden Tag. Also gerade mal ein Passagierflugzeugabsturz alle 24 Stunden. Ist ja fast nichts.

Auch in den Kliniken gibt es keine Probleme mehr, weil zum Beispiel Kinder gar nicht mehr reinkommen. Hat man ein sterbendes Kind zu Hause, ist das eine WinWin-Situation. Man muss erstens nicht mehr zum langweiligen Kinderarzt nebenan und kann zweitens eine spannende Odyssee auf der Suche nach einer Klinik beginnen.

Die Hamburger Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord, Brigitte Nolte, ist auch froh, daß Corona vorbei und alles wieder wie früher ist!

[….] Corona: Weihnachtsbummel im zweiten Pandemie-Jahr

„Wir sehen, dass die Verbraucher es wunderbar finden, dass sie jetzt ohne Maske, ohne Zugangsbegrenzung und ohne Einschränkungen shoppen gehen, die Weihnachtseinkäufe genießen und dann noch mit einem netten Weihnachtsbummel auf den Weihnachtsmärkten verbinden können“, sagte Nolte. Man merke, dass alles wieder wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie sei – und das sei sicherlich auch positiv für die Besucherfrequenz. [….]

(HH Mopo, 17.12.2022)

Also wenn es positiv für die Umsatzzahlen ist, kann man die sechs Corona-Toten pro Stunde nun wirklich verkraften und muss die armen Konsumenten nicht zu den bösen Masken verpflichten.

Freitag, 16. Dezember 2022

Schwarzbraun ist der Merzelnuss  

AfD-Politiker sind faul, lügen, sie sind Witzfiguren und Proleten, die sich nicht benehmen können und Sitzungssäle zerrockern.

Das sind alles Gründe, um die AfD zu verachten; die Nase zu rümpfen.

Aber das ist das kleinste Problem. Die AfD sollte zumindest akribisch vom Verfassungsschutz überwacht werden. Angebracht wäre aber einer Partei-Verbot, weil die Weidelknechte eine Gefahr für Leib und Leben vieler Menschen darstellen.

Natürlich ist die AfD eine faschistoide, völkische, antidemokratische und staatszersetzende Partei. Sie schürt Hass und ist daher durchaus mitverantwortlich für Brandanschläge und xenophobe Morde.

Die ist die große Enablerin der tauenden gewaltbereiten Rechtsextremen, die als braune Amöben den Bodensatz Deutschlands bilden. Der Nazi-Mob fühl sich von der AfD, so wie die Proud Boys von Donald Trump, dazu aufgerufen, Gewalt gegen Politiker und Minderheiten anzuwenden.

AfD-Politiker sind aber nicht nur Anstifter der Hassverbrechen, sondern auch selbst Täter, wie die Reichsbürgerin Richterin Birgit Malsack-Winkemann beweist, die von 2017 bis 2021 Mitglied des 19. Deutschen Bundestags war und in der Nazi-Terrorgruppe „Patriotische Union“ aktiv ist.

[….]  "Zuerst unser Land!" stand auf dem breiten blauen Transparent. Getragen wurde es im September 2022 von Björn Höcke bei einer Demonstration in Erfurt.

Schulter an Schulter dabei unterstützt, wurde der Thüringer AfD-Landeschef von seinen Fraktionskollegen im Landtag Stefan Möller, Wiebke Muhsahl und Robert Sesselmann sowie von dem extrem rechten Aktivisten Frank Haußner.

Nach Recherchen von MDR THÜRINGEN engagiert sich der Dachdecker aus Zeulenroda für die rechte Vernetzungsplattform "Freies Thüringen" sowie für die Gruppierung "Patrioten Ostthüringen". In deren Namen organisierte Haußner mehrere Treffen bei denen Menschen aus dem Reichsbürger-Milieu zusammenkommen waren.

Bei einem solchen "Informationsabend" in der Nähe von Gera teilte er seinem Publikum im vergangenen Jahr mit: "Das Völkerrechtssubjekt Deutsches Reich ist bis heute erhalten geblieben. Diese BRD war noch nie ein souveränes Land und ist bis heute ein von den Alliierten besetztes Territorium". So klingen klassische Reichsbürger-Positionen.  [….]

(MDR, 16.12.2022)

Statt mitzuhelfen, diese demokratiezersetzende Partei aus dem Verkehr zu ziehen, umschwärmen Teile der Merz-CDU aber die AfD regelrecht. In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt gibt es zwischen CDU und AfD größere Schnittmengen, als zwischen CDU und den anderen demokratischen Parteien. CDU-Bundestagskandidat Hans-Georg Maassen steht sogar eher noch rechts von der AfD.

Während Ampel-Politiker die AfD hart angehen, nimmt Merz das Pack in Schutz.

[….]  Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge sagte: „Wir nehmen das, was wir heute erfahren mussten, sehr ernst. Der rechtsextreme Terrorismus gehört zur größten Gefahr für unsere Demokratie.“ 


FDP-Fraktionschef Christian Dürr sagte, wenn es sich bestätige, dass eine ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete in eine Verschwörung verstrickt sei, zeigt das, in welchem Sumpf sich die AfD als Partei befinde. Dürr: „Denen geht es mitnichten um Deutschland, sondern in Wahrheit um die Zerstörung der parlamentarischen Demokratie. Und gerade als Fraktionsvorsitzende stellen wir uns schützend vor diese parlamentarische Demokratie, die von dieser Seite angegriffen wird.“
[….]

(Wirtschaftswoche, 07.12.2022)

Der CDU-Chef will die AfD auch nicht verbieten, sondern weiter mit ihr schmusen.

[….]  Nach der Antiterror-Razzia gegen "Reichsbürger" lehnt der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz ein AfD-Verbot als nutzlos ab. Zu den Festgenommenen gehört die frühere AfD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malsack-Winkemann.

"Ich halte von solchen Verbotsverfahren gar nichts", sagte er dem Sender Welt. "Die organisieren sich am nächsten Tag neu und sind in einer anderen Partei. Und dann geht das Spiel von vorne los", sagte er. Nötig sei eine politische Auseinandersetzung, keine juristische.  [….]

(Tagesschau, 15.12.2022)


Donnerstag, 15. Dezember 2022

Was nun, Sunak?  

 Eins ist mal ganz sicher: Der Brexit war eine extrem schlechte Idee, die nur Verlierer hervorbrachte. Mal abgesehen von den paar ultrakonservativen Tories, die dadurch zu ihren Pöstchen kamen.

Wie so viele rechte Rohrkrepierer, war der Brexit auch einer dieser absehbaren Katastrophen, die nicht etwa überraschend schief gehen, sondern von Anfang an für jedermann sichtbar, ein Desaster waren. Aber die Wähler marschierten sehenden Auges mitten hinein in den urenglischen Clusterfuck.

[….] Wenn es in der Wissenschaft einen Brexit-Konsens gibt, dann ist es wohl dieser: Der EU-Austritt hat Großbritannien wirtschaftlich geschadet.  [….]

(Alexander Mühlauer, London, SZ, 02.12.2022)

Die Briten waren zwar bisher blöd genug, um den Brexiteer-Tories riesige Mehrheiten im Unterhaus zu verschaffen, aber die ökonomischen Probleme sind so gewaltig, daß sie für die erzkonservative Trümmertruppe nicht zu lösen sind. Die Skandalminister verabschieden sich wie in einer Drehtür und bereits drei Regierungschefs – May, Johnson und Truss – scheiterten spektakulär an ihren Ansprüchen.

Rishi Sunak amtiert als dritte Wahl einer gescheiterten Partei, kann aber keine Neuwahlen ausrufen, weil die unausweichliche Erkenntnis „Man darf keine Tories wählen“ inzwischen doch bei der großen Mehrheit des Britenvolks angekommen ist.

Um die abstürzende Ökonomie zu retten, bleibt nur ein seriöser Weg: Ein offizielles Mea Culpa der Tories, die Einsicht, sich völlig verrannt zu habe, bei der EU zu Kreuze kriechen und die ultrakonservative Regierungspolitik komplett umzukrempeln.

Nur das könnte Millionen arme Engländer, Waliser, Nordiren und Schotten, die tatsächlich hungern und frieren, retten.

Selbstredend werden Sunak und seine GOP-Homunculi das aber nicht tun, sondern die Lage kontinuierlich verschlimmern. Dafür verwenden sie ebenfalls das erprobte zweigleisige Trump-Politikkonzept.

1.)
Niemals eigene Irrtümer eingestehen, sondern die Schuld den Unschuldigen in die Schuhe schieben. Das tut die Sunak-Regierung, indem sie um bessere Arbeitsbedingungen kämpfende Krankenschwestern, Sanitäter oder Kindergärtner attackiert.

2.)

Konsequent Fakten diskreditieren und statt sich auf die schnöde Realität zu beziehen, ungeniert und tolldreist lügen.

[….] Die "UK Statistics Authority", kurz UKSA [hat] eine Mahnung an die Partei der Konservativen verschickt, weil der Tory-Minister Michael Gove kürzlich gesagt hatte, das Königreich habe seit dem Brexit-Referendum 2016 neue Handelsabkommen "mit mehr als 70 Ländern" abgeschlossen, im Wert von "insgesamt mehr als 800 Milliarden Pfund". 70 Abkommen, 800 Milliarden Pfund, fantastisch, der Brexit, nicht wahr? Die Rechnung der Tories ist, wie die UKSA trocken feststellte, zum großen Teil Fantasie.  Die Behörde merkte an, die Summe setze sich offenbar aus dem Handel mit EU-Ländern plus den Abkommen mit Nicht-EU-Staaten zusammen, wobei die meisten davon ja bloß eine Kopie der vorher schon existierenden Abkommen zwischen der EU und ebenjenen Ländern seien. Die Zahlen also seien "irreführend und inakkurat", heißt es in dem Schreiben, Gove und die Tories sollten ihre Quellen nennen und die Zahlen in den richtigen Kontext stellen. Genau der aber, der richtige Kontext, wird von den politischen Parteien oft ignoriert, wenn es um den Brexit geht - neuerdings nicht nur von den Tories.  Die wirtschaftlichen Probleme im Vereinigten Königreich sind - akkurat statistisch dokumentiert - größer als in den anderen G-7-Staaten, auch unter Miteinbeziehung von Krieg und Pandemie. Diverse Streiks von Zugführern, Krankenschwestern, Briefträgern und anderen wütenden Schlechtverdienenden sind auch in dieser Woche wieder Ausdruck dieser Probleme. Ebenfalls akkurat statistisch belegt sind die Einbußen, die das Königreich wegen des Brexits hinzunehmen hat. Und trotzdem behandelt die britische Regierung auch unter Premierminister Rishi Sunak den Brexit noch immer wie ein rein ideologisches Wahlkampfthema, in dem man mit ein paar frisierten Zahlen und Slogans Stimmung machen kann. Statt die realen, wirtschaftlichen Folgen des Brexits anzuerkennen. [….]

(Michael Neudecker, 14.12.2022)

Mittwoch, 14. Dezember 2022

Republikaner sind keine Geiseln  

Es ging los bei Trumps Amtseinführung im Januar 2017, als er gewohnt ungehobelt aus dem Beast stapfte und gar nicht daran dachte, auf seine Frau zu warten, oder ihr gar die Tür aufzuhalten.

Zu der Zeit wußte man längst, was für ein sadistischer Prolet Donald Trump, der Melania kontinuierlich mit Pornodarstellerinnen und Prostituierten betrog, ist. Die Kameras fingen auf, wie Frau Trumps Gesichtszüge entglitten, wenn ihr Gatte wegsah, wie sie seine Hand wegschlug, wenn er sie ob seiner wackeligen Füße auf Rampen oder Gangways schnappen wollte.

So entstand das Melania-Mitleid-Narrativ. Die arme ausländische Frau, die sich mit diesem alten Macho plagen musste. Sie leide unter seinen Grobheiten, wolle nie ins Rampenlicht, wäre immer gegen die Präsidentschaftskandidatur gewesen.



Allein, die Darstellung ist völlig falsch. Melania ist selbst genauso so ein mieser Charakter, wie ihr Mann. Schon Jahre vor der Präsidentschaftskandidatur 2016 hatte sie sich im Fernsehen aktiv an der rassistischen Birther-Hetze gegen Barack Obama beteiligt. Sie teilt offenbar die menschenfeindlichen Ansichten ihres Donalds, verspottete die an der mexikanischen Grenze in Käfige gesperrten Kinder und benahm sich hinter den Kulissen gegenüber des Personals, wie eine Furie.

[…] “I'm working…my ass off on the Christmas stuff, that you know. Who gives a fuck about the Christmas stuff and decorations? But I need to do it, right?” the first lady is heard telling Winston Wolkoff about her much criticized White House decor.

She goes on to rail against critics who expected her to do more to intervene in the Trump administration's family-separation policy, seeming to cast some of the blame onto former president Barack Obama. “Okay, and then I do it and I say that I’m working on Christmas and planning for the Christmas, and they said, ‘Oh, what about the children that they were separated?’” she said. “Give me a fucking break. Were they were saying anything when Obama did that? I cannot go, I was trying get the kid reunited with the mom. I didn’t have a chance—needs to go through the process and through the law.  […]

(Abby Gardner, 02.10.2020)

Melania war bei ihren Mitarbeitern und den Angestellten des Weißen Hauses historisch unbeliebt, weil sie genauso grob und herzlos, wie ihr Mann agiert. Für Butler, Zimmermädchen und Köche, die sich vier Jahre rund um die Uhr um sie kümmerten, konnte sie sich entgegen aller Gepflogenheiten, noch nicht mal zu einem persönlichen Dank durchringen.

[….] First lady Melania Trump did not write her own “thank you” notes to the White House residence staff who have cared for her and her family for the last four years, according to two sources with knowledge of the notes and Trump’s handling of them.  The 80 or so staff who received the type written notes were under the assumption the first lady had written them herself. Instead, Trump tasked a lower-level East Wing staffer with writing them “in her voice,” and she signed her name.  Several sources familiar with Trump’s activities, or lack thereof in recent weeks, have described the first lady as being “checked out,” that she “just wants to go home,” and is “not sad to be leaving” Washington and the White House.  One of the sources discussing the “thank you” notes with CNN said it is customary for first ladies – and occasionally presidents as well – to write cards or short letters of gratitude to members of household staff, especially the ones whom they get to know extremely well. Much of the correspondence includes personal anecdotes and the letters become “cherished keepsakes” for the residence staff, says the source. The butlers, cooks, housekeepers, ushers and maintenance workers do not typically turn over with each administration and many have been working at the White House for a decade or more. […]

(CNN, 20.01.2021)

Selbst die mindesten Regeln des Anstandes ignorierte Melania demonstrativ.

[…]  Anders als ihre Vorgänger hat das Trump-Ehepaar den künftigen US-Präsidenten Joe Biden und dessen Frau Jill Biden nicht zum traditionellen Tee ins Oval Office eingeladen. Auch bei Bidens Amtseinführung am Mittwoch will Donald Trump nicht teilnehmen. [….]

(FR, 20.01.2021)

Melania Trump ist kein armes Opfer ihres Mannes, sondern eine gefühlskalte Unterstützerin des Rassisten, die selbst elementarsten menschlichen Anstand vermissen lässt.

Was für die Trump-Familie gilt, lässt sich aber auch über die republikanische Partei sagen.

Das GOP-freundliche Narrativ geht so: Die alten Hasen wie Paul Ryan, Mitch McConnell und Lindsey Graham wollten keinen Außenseiter wie Trump als Präsidenten, arrangierten sich aber nach seinem Wahlsieg um der Sache Willen mit ihm. In seinem Schatten konnten sie viele republikanische Herzenswünsche umsetzen: Erzkonservative Richter, Grenzschließung, Queer-Diskriminierung, Abtreibungsverbot.

Nach ein, zwei Jahren änderte sich diese Darstellung, ob der vielen Trump-Skandale und seines offensichtlich kriminellen, rassistischen und antisemitischen Charakters. Nun waren die Kongress-GOPer nicht mehr die kühlen Strategen, sondern verängstigte Hosenscheißer. Angeblich hunderte Abgeordnete verachteten Trump, kritisierten ihn hinter den Kulissen, wagten es aber wegen seiner ungeheuerlichen Macht über die Parteibasis nicht, offen zu widersprechen. An den wenigen Republikanern, die sich ihm entgegen stellten, konnte man schließlich studieren, wie sie entmachtet wurden.

Eine etwas lahme Entschuldigung, die von prominenten GOP-Aussteigern wie Ana Navarro, Rick Wilson, Max Boot, Steve Schmidt, George F. Will, Gordon Humphrey, Joe Scarborough oder Tara Setmeyer scharf kritisiert wird: Was für ein Volksvertreter wagt es nicht seine Meinung zu sagen und unterstützt stattdessen einen hochkriminellen, rassistischen Verfassungsfeind?

Beide Narrative sind aber unzutreffende Entschuldigungen. Selbst die prominenteste Trump-Kritikerin Liz Cheney, hatte von seinen vier Amtsjahren, brav drei Jahre und elf Monate jedem Trump-Gesetz zugestimmt.

Trump ist auch nicht mehr der allmächtige Magier, der nach Belieben Karrieren auslöschen oder starten kann. Im Gegengenteil. Die Midterms zeigten, wie Hardcore-Trumper baden gingen und solche Kandidaten, die wie Kemp und Deathsantis demonstrativ Abstand hielten, überdurchschnittlich zulegten.

Die Giga-Gelegenheiten, sich von Trump zu distanzieren waren da: Impeachment 1, Impeachment 2, der Versuch eines blutigen Staatsstreichs, 30.000 Lügen im Amt, der spektakuläre Diebstahl von Kistenweise hochgeheimen Materials, die Treffen mit Antisemiten, Nazis und Hitler-Verehrern oder auch Trumps Forderung nach dem Aussetzen der Verfassung.

[….]  After Constitution idiocy, Trump is weaker than ever. GOP, dump this loser for good [….]  An easy question for Missouri and Kansas Republican leaders: Aren’t you sick of being scared of whatever idiocy Donald Trump is going to drag you into next? Of course you are. And now comes his next outrage: He called for the “termination” of the U.S. Constitution this weekend — the latest embarrassing temper tantrum in his two-year clown show after losing the 2020 election by more than 7 million votes. So here’s a second easy question: Why on Earth aren’t you coming together as a party and taking the chance to formally renounce this historic loser once and for all? The single-term president hasn’t been in a weaker position since Rupert Murdoch decided to put the full force of the Fox News machine behind his campaign in 2016. There’s no denying the rerun stinks this time around. Trump’s low-energy announcement of his 2024 bid to return to the White House last month saw attendees bolting for the doors before it was over. He’s still furiously backpedaling after hosting vicious antisemites Kanye West and Nick “I’m just like Hitler” Fuentes in his Mar-a-Lago dining room just days ago. The next election is two years away. The Republican Party will never have a better chance, or more time, to rehab and forge a new face of what it has to offer to the American public. Trump’s decisive 2020 loss and the U.S. Capitol insurrection he fomented because of it are far from the only bits of evidence that he’s nothing but a drag on his party — and a continuing threat to the nation. He’s the reason the GOP radically underperformed in last month’s midterms. [….]  So, come on, Republicans. It’s time for you, Fox News and the rest of the conservative cinematic universe to unite and take down the cruel, mercurial Big Bad who’s been holding you all hostage for more than six years now. You have the power. You’re the ones who wrote this tale. Put Musk’s words into action: End Donald Trump’s political story once and for all. [….]

(The Kansas City Star Editorial Board Updated December 08, 2022)

Die Zeitung aus Missouri hat selbstverständlich völlig Recht. Aber wir haben just an der heulenden ultrakonservativen homophoben Republikanerin Vicky Hartzler aus Missouri im US-Kongress gesehen, wie verkommen die GOPer sind.

Sie sind keine Geiseln Trumps, sie sind keine Strategen, die ihn ausnutzen und sie sind auch keine Feiglinge, die sich nur nicht rauen, ihm zu widersprechen. Sie sind enabler.

Sie sind keine Opfer, sondern Täter.

[….] Meadows's reply to that nonsense: "God bless you".

Completely deranged individuals like Rick Allen are by no means an exception to the republican  rule. I start to believe that most Republicans really believe such nonsensical stuff. How can a sane person possibly take these morons seriously.

-All in reference to the insurrection, Jan 6th, planed and executed by Trump, Meadows, right wing fascists, Trump voters and the Republican Party. [….]

(Norman Stehr, 14.12.2022)

Kein Mitleid mit den republikanischen Senatoren und Gouverneuren und House-members. Sie wurden nicht von der orangen Walze aus Mar A Lago überrollt und konnten sich nur nicht wehren. Nein, wer jetzt noch für die Partei der Lügen, des Rassismus, des Antisemitismus, der Umweltverpestung, der Homophobie, der Waffengewalt, der Frauenverachtung arbeitet, ist moralisch genauso verkommen wie Donald Trump, wie seine Frau, wie seine grausigen kriminellen Kinder.