Mittwoch, 19. Juni 2013

Ein perfekter Kandidat!


Während man im TV von „100 Tage Franziskus“-Reportagen erschlagen wird und von ganz rechts (TVE) bis ganz links (Claudia Roth) auf einmal alle Papst-Fans sind, sieht man wieder großzügig darüber hinweg, daß er vom TEUFEL spricht, Atheisten das Himmelreich abspricht, schwer homophobe Äußerungen zum Gleichstellungsgesetz in Frankreich raushaut und natürlich gar nicht daran denkt Frauen in seiner Kirche nicht mehr als Zweite-Klasse-Menschen zu betrachten.
Franzis Vorvorgänger, der selige Karol Wojtyła (am 1. Mai 2011 sprach ihn sein Nachfolger Benedikt XVI. in Rom selig) könnte dem Italo-Argentinier mit der halben Lunge allerdings vorrübergehend die Show stehlen.
 Wie man hört, steht seine Heiligsprechung kurz bevor.
Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, ein zweites Wunder, das dem Papst aus Polen angerechnet werde, sei von dem zuständigen Ausschuss der Heiligsprechungskongregation im Vatikan anerkannt worden. […]

Die katholische Kirchenlehre sieht vor, dass die Heiligsprechung nur für solche Persönlichkeiten in Frage kommt, die bereits seliggesprochen sind. Vor der Heiligsprechung muss erneut ein Wunder anerkannt werden. Im vorliegenden Fall wurde von dem Antragsteller Slawomir Oder die Heilung einer Frau durch Johannes Paul II. vorgebracht. […]  Johannes Paul II. könnte möglicherweise im Oktober heiliggesprochen werden.
Eine gute Wahl.
Nach der erfolgten Promotion in den Heiligenstand dürfen die katholischen Schäfchen Kirchen nach ihm benennen.
Und wer würde sein Gotteshaus nicht gern mit dem Namen „Kirche des Heiligen Johannes Paul II.“ versehen?

Wojtyła hat so viel Gutes getan.
In der Enzyklika Evangelium Vitae lehnte Johannes Paul II. sämtliche Verhütungsmethoden in Bausch und Bogen ab und sorgte mit seiner Verdammung von Kondomen insbesondere in Afrika für eine ungehinderte Ausbreitung von AIDS. 

Er wies seine 400.000 Geistlichen weltweit an gegen die Gleichberechtigung von Homosexuellen zu agitieren und lieferte damit stets eine Beihilfe zur Rechtfertigung von gewalttätigen Übergriffen auf Menschen, die den falschen Menschen lieben.

Was er von Frauen hielt, deren Minderwertigkeit er immer wieder durch ihren Ausschluß von geistlichen Ämtern betonte, zeigte Wojtyła unter Berufung auf sein Jurisdiktionsprimat im Herbst 1999, als er die widerstrebenden deutschen Bischöfe zwang Frauen in Not die Tür vor der Nase zuzuknallen und ihnen im Fall einer Schwangerschaft Hilfe und Beratung zu verweigern.

Innerkirchlich wußte Johannes Paul II. sich durchzusetzen.
Er liebte die politisch ganz konservative Linie. Seine Bischöfe hatten vorzugsweise an der Seite von rechtsgerichteten faschistischen Diktatoren zu stehen, deren Todesschwadronen Arme und Widerständler myriadenfach umbrachten. 
Theologen, Priester, Ordensleute und Bischöfe, die sich auf die Seite der Schwachen, Hungernden und Verfolgten stellten ahndete der bald Heilige Papst mit inquisitorischer Konsequenz.
Tissa Balasuriya (Sri Lanka), Oscar Romero, Leonardo Boff (Brasilien), György Bulányi (Ungarn), Edward Schillebeeckx (Belgien), Bischof Jacques Gaillot (Frankreich) und Erzbischof Raymond Hunthausen (USA) erlebten es mundtot gemacht zu werden, weil sie sich für soziale Schwache und Kranke eingesetzt hatten.
Sehr herzlich begegnete der Papst allerdings 1987 in Chile General Augusto Pinochet, der massenhaft Menschen foltern, umbringen oder einfach „verschwinden“ ließ.
Die gesamte „Befreiungstheologie“ Südamerikas, die sich gegen die mordlüsternen Militärregime auflehnte; zerschlug Wojtyła.

Aber er war auch nicht nur garstig.
JP-II konnte auch viel Herz zeigen, wenn er jemanden mochte.
Insbesondere setzte er sich für die weltweit schlimmsten Kinderficker in den Reihen der RKK ein. Ausdrücklich hielt er seine schützende Hand über mehrere Massenvergewaltiger kleiner Jungs.
Der berühmteste Fall ist Maciel Marcial Degollado, (1920–2008), des Chefs der Legionäre Christi, der ein Massenkindervergewaltiger war, Millionen Dollar in die Vatikanischen Kassen spülte und dafür von Papst Johannes-Paul II geliebt und protegiert wurde.
Der Priester Maciel Marcial Degollado, Chef der LC und Multimillionär war der erklärte Liebling des Papstes Johannes-Paul II.
Da er sagenhafte Summen in die Kasse der RKK spülte, drückte der Wächter der Glaubenslehre Ratzinger alle Augen zu.
Maciel Marcial Degollado hatte mindestens fünf Kinder von zwei Frauen und vergewaltigte darüber hinaus mehrere Dutzend (bis zu 100) Jungs.
Die Vorgehensweise war laut STERN immer gleich:
Vater Maciel rief die ca 12-Jährigen Jungs zu sich, klagte über „schmerzhaften Samenstau in den Hoden“, müsse sich zur Abhilfe masturbieren lassen und dabei auch Kinder penetrieren.
Er erklärte dazu, er habe eine persönliche Erlaubnis von Papst Pius XII „die Schmerzen im uro-genitalen Bereich“ derart zu behandeln.
Hochwürden Samenstau bevorzugte dabei blonde und hellhäutige kleine Jungs, die ihm seine „Legionäre“ weltweit suchten und zuführten.
Seit 1976 wurden Berichte über diese Kindesvergewaltigungen nach Rom geschickt.
Man hielt dort immer die schützende Hand über Maciel.
JP-II ("Maciel ist ein vorbildlicher Priester") würdigte ihn 2004 mit einem Empfang im Petersdom, Ratzinger stellte die Untersuchungen gegen ihn bereits 1999 ein.
Dokumente aus den Vatikan-Archiven belegen laut AP, dass der Heilige Stuhl schon in den fünfziger Jahren Beweise hatte, wonach Maciel drogenabhängig und pädophil gewesen sein soll. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge ermittelten damals drei sogenannte Visitatoren, das Ergebnis sei jedoch bis heute nicht veröffentlicht worden. 1998 sollen sogar einige seiner Opfer Anzeige erstattet haben.    Doch Papst Johannes Paul II. verband eine enge Freundschaft mit Maciel, die sich seit dem ersten Zusammentreffen im Januar 1978 entwickelt hatte. Der Papst verehrte den Mexikaner, führte ihn gern als Vorbild an und widmete ihm noch 2001 eine Festmesse auf dem Petersplatz.
 Offiziell waren die Vorwürfe gegen den Ordensgründer schon seit Ende der neunziger Jahre bekannt.
 Damals reichten acht ehemalige Mitglieder der Kongregation eine formelle Beschwerde beim Vatikan ein. Sie sollen von Maciel im Alter zwischen zehn und 16 Jahre vergewaltigt worden sein. Einige unter ihnen erzählten gar, dass Maciel zugab, Papst Pius XII habe ihm das Recht für sexuelle Beziehungen gegeben – um seine Bauchschmerzen zu lindern. Doch Papst Johannes Paul II hielt bis zuletzt seine schützende Hand über den Ordensgründer. Teils weil Maciel durch ordentlichen Spendenakquise hervortrat, teils weil der Legionär Christi die reine Lehre des Katholizismus vertrat. Diese hatte der eifrige Gläubige, der 1941 den Orden in Mexiko gegründet hatte und 1944 zum Priester geweiht wurde, in einem Buch zusammengefasst, welches Johannes Paul II. stets zur Lektüre empfahl. Erst lange nach dem Tod des charismatischen Papstes kam heraus, dass das Buch ein Plagiat war.
Die Loyalität zum Papst werden wohl Kardinal Josef Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation dazu bewogen haben, eine erste Untersuchung 2002 abzubrechen, die er 1999 begonnen hatte. Erst in den Monaten vor dem Tod von Johannes Paul II eröffnete der künftige Papst eine neue Untersuchung – noch im November 2004 hatte Papst Johannes Paul II den Legionären Christi die Verantwortung für das Päpstliche Institut Notre Dame Center in Jerusalem übertragen.

Den Opfern der Päderasten-Pater verweigerte der bald HEILIGE Papst seine Hilfe.
Ich bat Papst Johannes Paul II. um Hilfe, als ich nicht mehr weiterwusste. Damals kämpfte ich um die Anerkennung als Missbrauchsopfer. Im November 2003 hatte mir das Bistum Magdeburg endlich eine Entschädigung zugesichert, bestand jedoch auf einer Schweigeklausel. Man verlangte von mir, dass ich über den systematischen Missbrauch durch zwei Täter der katholischen Kirche schweigen sollte, die meine Kindheit und Jugend zerstört hatten. Als Ministrant und Chorsänger war ich ihnen über Jahre sprachlos und wehrlos ausgesetzt. Ich hatte 35 Jahre gebraucht, um über das Trauma in der Familie und gegenüber Bekannten sprechen zu können. Nun wollte mich die Kirche wieder mundtot machen. Geld gegen Schweigen! Da wusste ich keinen anderen Rat mehr, als den Papst um Hilfe zu bitten. Ich schilderte meinen Fall und fügte alle Unterlagen und Beweise bei, darunter die Tateingeständnisse beider Täter. Kurz nach Ostern 2004 kam die Antwort des Heiligen Stuhls. Beten wolle der Papst für mich, hieß es in der beauftragten Antwort, damit ich von Gott die Kraft der Vergebung erhielte. Kein Wort darüber, dass die Kirche mich nicht zwinge werde, über die Taten wieder zu schweigen. Von der ältesten und mächtigsten Organisation der Welt sollte ich keine Gerechtigkeit erhalten. Ich hatte daraufhin keine Kraft mehr. Damals wollte ich mich umbringen.

Es dauerte weitere zwei Jahre, bis die römisch-katholische Kirche mir ein Papier vorlegte, das kein  Schweigen von mir verlangte. Es ist ein harter Weg, die Stimme zu erheben, um die Ohnmacht und Hilflosigkeit gegenüber den Tätern zu überwinden. Wie will Kirche die Verbrechen ihrer Angehörigen und die eigene Schuld aufarbeiten, wenn sie sich hinter einer Mauer des Schweigens versteckt?

Nicht nur für mich persönlich, sondern weltweit für viele Opfer, die als Mädchen und Jungen in der Amtszeit Papst Johannes Pauls II. missbraucht wurden, ist diese Seligsprechung Salz in ihren tiefen, noch immer frischen Wunden. Auch während seines Ponfikats wurden Verbrechen nicht nur in Deutschland,  sondern in vielen anderen Ländern, darunter den USA und Mexiko, vertuscht und verschwiegen. Anstatt einen toten Papst seligzusprechen, sollte die Kirche den Opfern helfen. Beten und um Vergebung bitten ist höhnisch. Den Zeitpunkt der Versöhnung können nur die Opfer selbst bestimmen.
Schon vor zwei Jahren, zur Seligsprechung des Kinderfickerhelfers wurden entsetzte Reaktionen aus der ganzen Welt bekannt. Ratzinger waren aber die Opfer – wieder einmal – vollkommen egal.
Franz sieht es vermutlich genauso.
Aus den USA kommt Protest: "Sexualisierte Gewalt ist tief in der Kultur und Praxis der katholischen Priester und Bischöfe verwurzelt, sogar noch tiefer verwurzelt, weil Johannes Paul II. jahrzehntelang Misshandlungen im Wesentlichen tolerierte", sagt Barbara Blaine, Präsidentin der US-amerikanischen Organisation für Opfer von sexualisierter Gewalt und Missbrauch durch Priester (Snap).

Ein Skandal um sexuellen Missbrauch durch Geistliche in vielen Ländern Europas, darunter Deutschland und Irland, hatte im vergangenen Jahr die katholische Kirche erschüttert. Dabei geriet auch Papst Benedikt XVI. unter Druck. Kritisiert wurde vor allem das jahrzehntelange Vertuschen der Fälle.
 

Dienstag, 18. Juni 2013

Die LINKE versucht es mal anders.



Die schwarzgelbe Politik, also Schutz von Lobby-Interessen, Ausbluten der Bildungseinrichtungen, Waffenexporte in alle Krisengebiete der Erde und systematisches „In-die-Altersarmut-Treiben“ von rund acht Millionen Billigjobbern wird ganz offensichtlich von einer Mehrheit der Bevölkerung gutgeheißen. 
Diese Umverteilungsorgien haben selbstverständlich Konsequenzen.
Der Plebs wird immer doofer und ärmer, während diejenigen, die sich auf leistungslosem Einkommen ausruhen, indem sie ohne einen Finger zu rühren Aktiengewinne und Zinsen kassieren, deutlich reicher werden.

Die Börse macht die Reichen reicher.
[…] Auf der ganzen Welt gibt es rund zwölf Millionen Menschen, die eine Million Dollar und mehr besitzen. Ihr Gesamtvermögen betrug 2012 insgesamt 46,2 Billionen Dollar - so viel wie nie. "Das verfügbare Anlagevermögen dieser Millionäre ist im Vergleich zu 2011 um zehn Prozent gestiegen", sagt Klaus-Georg Meyer, Experte der Capgemini Consulting, die zusammen mit der Bank RBC Wealth Management am Dienstag den Weltreichtumsbericht (World Wealth Report ) vorgestellt haben. Grund für den Vermögenszuwachs seien vor allem die zuletzt rasant kletternden Kurse an den Aktienmärkten gewesen.  Im Fachjargon nennt man diese Millionäre "High Net Worth Individuals" (HNWI). Bei der Bestimmung ihres Reichtums werden selbst genutzte Immobilien sowie Sammlungen wertvoller Objekte und Verbrauchsgegenstände nicht mitgerechnet. Erstmals stieg die Anzahl der HNWI in Deutschland auf mehr als eine Million Personen (zum Vergleich: 951.000 Millionäre 2011), was einem Zuwachs von 7,6 Prozent gegenüber entspricht. Diese Millionäre verfügten über insgesamt 3,7 Billionen Dollar (3,4 Billionen 2011) - ein Euro entspricht rund 1,30 Dollar. Deutschland steht bei der Anzahl der Millionäre auf Platz drei im Länder-Ranking, hinter den USA und Japan, deutlich vor China, Großbritannien und Frankreich.
[…] 75 Prozent der befragten Millionäre schauen mit Optimismus auf - nun ja - ihre Zukunft: Sie rechnen ganz fest mit einer Vermehrung ihres Vermögens.

Nun KÖNNTE man auf die Idee verfallen, daß eine Frau, die eben nicht „die Griechen“ oder „die Spanier“ rettet, sondern die Banken, also Deutschlands reiche Anleger schützt, damit diese noch reicher werden, während eine ganze Generation Menschen in Südeuropa in Armut und Perspektivlosigkeit getrieben wird, unbeliebt wäre.
Nun KÖNNTE man auf die Idee verfallen, daß der Wähler stattdessen eine Partei bevorzugt, welche die Steinreichen wieder ein bißchen mehr zur Solidarität zwingt, Steuerhinterzieher ahndet und den sozial Schwächeren hilft.
Aber nein, die Linke dümpelt irgendwo bei 6 oder 7% in den Umfragen. Während Merkels CDU Rekordwerte einfahren wird.
Gerechtigkeit, Friedlichkeit, Chancengleichheit – all das sind Werte, die in unserer Gesellschaft offensichtlich gar nicht gefragt sind.
Wäre es nicht natürlicher, wenn die LINKE bei 41% läge und die CDU kurz über der 5%-Hürde?
Das Sozialthema zieht aber gar nicht in Deutschland.

Die Linke versucht es daher jetzt mit einem Ausweichthema.
Ein Thema, welches vermutlich für das Gros der Bevölkerung noch irrelevanter ist, welches aber zufälligerweise MEIN Hauptanliegen ist.

Parteitag in Dresden: LINKE will im Wahlkampf mit striktem Laizismus punkten
Weg mit den Staatsleistungen an die Kirchen, Religionsunterricht raus aus den Schulen, Schluss mit der Militärseelsorge und staatlichem Kirchensteuereinzug – Das am Wochenende in Dresden beschlossene Wahlprogramm der Linkspartei zur Bundestagswahl 2013 gibt sich unmissverständlich: Wer eine Trennung von Staat und Religion will, soll die LINKE wählen.
[…] Die Ankündigung von Raju Sharma, religionspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, nach dem Scheitern eines ersten Entwurfs zur Ablösung der historischen Staatsleistungen an die Kirchen am Anfang des Jahres, das Thema auf die Agenda des kommenden Wahlkampfes zu setzen, ist am Wochenende eingehalten worden.
Im Wahlprogramm für die Bundestagswahl steht nun die Umsetzung des seit 1919 bestehenden Verfassungsauftrages, der eine Ablösung der millionenschweren Staatsleistungen an die Kirchen fordert – ein echtes Novum im Spektrum der etablierten Parteien. Lediglich noch die Piraten fordern in ihrem Grundsatzprogramm den Abbau finanzieller Alimentierungen, ein Einzug in das künftige Parlament erscheint angesichts von Meinungsumfragen derzeit aber unwahrscheinlich.
Zu den Forderungen zählen außerdem die Durchsetzung der Regeln des allgemeinen Arbeitsrechts in Einrichtungen von Kirchen und Religionsgemeinschaften, eine Abschaffung der Militärseelsorge und eine Forderung nach einem neutralen Religionskundeunterricht an Schulen.
[…] Religionsunterricht, Gottesdienste und religiöse Symbole sollen, sofern die Wählerinnen und Wähler es wollen, in Schulen ebenso wenig einen Platz finden wie religiöse Bezüge in Verfassungen oder religiös begründete Sonderregelungen wie der sogenannte „Blasphemie“-Paragraph im Strafgesetzbuch und Tanzverbote an gesetzlichen Feiertagen.
[…] Locken will das Programm die Wählerinnen auch mit einer Garantie von „Selbstbestimmung über den eigenen Körper und die eigene Reproduktion einschließlich der ‚Pille danach‘“ sowie der Aufhebung der Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und den damit verbundenen Beratungspflichten.

Ob Gysi und Co damit stärkste Partei werden??

Montag, 17. Juni 2013

Die „erst recht-oder-gar-nicht“-Regel

Eine meiner Verwandten aus dem deutschen Zweig war 12 Jahre alt, als Hitler Reichskanzler wurde.
Jung und naiv begeisterte sie sich für den BdM und hatte großen Spaß an all den Pfadfinder-artigen Abenteuern.
Als ein ehemaliger Mitschüler sie später auf Fronturlaub besuchte und davon erzählte, daß man den Krieg verlieren werde, war meine Verwandte total geschockt.
Inzwischen 19 oder 20 Jahre alt, war sie immer noch völlig naiv und glaubte ganz selbst verständlich der Propaganda. 
Daß jemand das alles in Frage stellte, war für sie der Anlass zum großen Nachdenken.
Volle 70 Jahre lang tat sie das. A posteriori konnte sie nie verstehen selbst einmal so gutgläubig und naiv gewesen zu sein.
Das sollte ihr jedenfalls eine Lehre gewesen sein; nie wieder würde sie Kriegstreibern auf den Leim gehen, nie wieder würde sie sich selbst vorwerfen müssen nichts unternommen zu haben.

In den 1950er Jahren stand sie an vorderster Front bei den Demonstrationen gegen die Wiederbewaffnung, engagierte sich intensiv für die Trennung von Kirche und Staat, kämpfte für die Rehabilitierung von Wehrmachtsdeserteuren und Widerständlern, arbeitete zusammen mit Gerhard Szczesny in der HU, engagierte sich mit Jean Améry gegen Antisemitismus und für bürgerliche Freiheiten.

Ich halte diese extreme Reaktion für typisch. 
Wenn man mit einem Extrem aufgewachsen ist, wird man entweder im gleichen Sinne indoktriniert, oder aber es kippt ins diametrale Gegenteil.

Ich meine beobachtet zu haben, daß Kinder von Alkoholikern entweder auch zum Suff neigen, oder aber kategorische Abstinenzler werden.

Entweder die Kinder qualmen genauso viel wie ihre Eltern, oder sie finden Zigaretten so ekelhaft, daß sie überzeugte Nichtraucher werden.

Auch umgekehrt wird ein Schuh draus: 
Verdammen die Eltern Zigaretten oder Sex, werden diese Dinge umso interessanter, oder aber die Kinder sind total auf Linie. 
Aber ein gesundes Mittelmaß stellt sich schwer ein.

Mir scheint diese „erst recht-oder-gar-nicht“-Regel insbesondere für streng religiöse Erziehung zu gelten.
Ultra-orthodoxe Juden haben entweder Kinder, die genauso ultra-orthodox sind, oder aber sie steigen völlig aus und werden säkular.

Ähnliches kennt man von Amish oder streng evangelikalen Christen.
Die Kinder steigen ganz aus oder werden genauso fundamental wie ihre Eltern.

Möglicherweise gilt die „erst recht-oder-gar-nicht“-Regel auch bei Bürgerrechten.
Wer einmal unter der massiven Einschränkung von Bürgerrechten gelitten hat, ist entweder abgestumpft und setzt sich später womöglich selbst für Unterdrückung ein.
 Oder er opponiert, begehrt auf und wird zum Bürgerrechtsaktivisten.

Angela Merkel ist eine Frau, die sich mit dem DDR-System offenbar gut arrangiert hat. 
Als Pfarrerstochter durfte sie studieren, wurde FDJ-Sekretärin und rutschte nach der „Wende“ übergangslos in das nächste Parteiensystem, welches individuelle Bürgerrechte immer beschneiden wollte: Die Kohl-CDU.

Heute ist Angela Merkel die CDU. Der Kanzlerinnenwahlverein hat seine Seele verkauft und folgt der Matriarchin in jede Bürgerrechtsschweinerei:
 Lauschangriff, Bundestrojaner, Videoüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Genitalverstümmelung gegen das Kindeswohl, Verweigerung voller Gleichstellung Homosexueller, Handel mit Meldedaten, etc.

Merkel ist in der DDR bürgerrechtlich desensibilisiert worden.
Folgerichtig findet die im Stasi-System Aufgewachsene auch nichts dabei, wenn die USA die gesamte weltweite Kommunikation abhören.
Merkel verteidigt Überwachungspläne.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Online-Überwachung aus Sicherheitsgründen verteidigt. Auch Deutschland müsse sich im Internet gegen mögliche Angriffe von Terroristen schützen. "Wir sind darauf angewiesen, dass wir selber aktionsfähig werden und nicht bedingungslos Terroristen ausgeliefert sind. […] Sie verteidigte die Verwendung der von den US-Diensten gewonnenen Informationen, auf die auch Deutschland angewiesen sei. Man wolle den Datenaustausch mit den USA. "Das ist aber davon zu unterscheiden, dass wir Transparenz brauchen", was mit den Daten der Bürgerinnen und Bürger geschehe, betonte sie.
Veröffentlichungen über ein weltweites Programm zum Ausspähen von Internetdaten (Prism) durch den US-Geheimdienst NSA haben eine heftige Debatte ausgelöst. Merkel will das Thema beim bevorstehenden Besuch des US-Präsidenten Barack Obama ansprechen. Der SPIEGEL hatte berichtet, dass auch der Bundesnachrichtendienst (BND) die Überwachung des Internets massiv ausweiten wolle.

Sonntag, 16. Juni 2013

Schick ist schick – Teil II



Um die ganz konservativ-groteske Bischofsfraktion, die uns Selbstdenkern immer wieder mit Realsatire beglückt muß man sich keine Sorgen machen.
 
Einerseits hat man zwar den Eindruck, daß die durchgedrehten Tradis bedauerlicherweise immer wieder aus dem Verkehr gezogen werden.

Johannes Dyba raffte ein Herzinfarkt im Amt dahin, der prügelnde Homo-Alkoholiker Walter Mixa lagert im Abklingbecken für Altbischöfe, Kurt Krenn magerte bedenklich ab und wurde von Wojtila gefeuert, Joachim Meisner befindet sich im Übergang zur senilen Phase, Hermann Groer ist schon abgereist, der 2.02 m große Päderastenschützer Ludwig Müller wurde zur Unzeit in den Vatikan gebeamt und Richard Williamson wurde von seinen FSSPX-Geronten verstoßen.

Andererseits wachsen die wirren Rechten immer wieder nach. 
In Limburg zelebriert der prunksüchtige Lügner Tebartz van Elst eine voraufklärerisches Barock-Christentum, in Essen hetzt der junge Ruhrbischof Overbeck gegen Schwule und auch der Bamberger Erzbischof Schick drängt sich mit immer bizarreren Aussagen in die Comedy-Ecke.
Obwohl in Deutschland Religioten ohnehin wie rohe Eier behandelt werden und Kirchenkritiker mehr denn je drangsaliert werden, forderte Schick eine drastische Verschärfung des Blasphemieparagraphen.
Schmidt-Salomon sagt, bei den Medien beobachte er „Selbstzensur“ und „vorauseilenden Gehorsam“. Im Gegenzug litten die Religionsgemeinschaften unter einem „kognitiven Glasknochensyndrom. Schon ein kurzes, spitzes Argument genügt, um schwerste innere Verletzungen herbeizuführen.“ Dabei habe die „besondere Rücksichtnahme auf die religiöse Kritikallergie“ gerade beim WDR Tradition. So sei 1997 der Fernsehbeitrag „Spott und Hohn für Gottes Sohn“, der den Umgang mit Kirchenkritik in Deutschland dokumentieren sollte, kurzfristig aus dem Programm genommen worden. 1998 habe sich das Gleiche beim WDR-Hörfunkfeature „Straftatbestand: Gotteslästerung“ wiederholt. „So werden selbst Sendungen über Zensur noch zensiert.“

Wo Gleichgültigkeit angesagt wäre, regiert eine geradezu mittelalterliche Raserei gegen jede Form von medialer oder künstlerischer Kirchenkritik. Und das sogar im Deutschen Presserat. Nicht nur die Papst-Satire der Titanic fiel durch das bigott-engmaschige Moralraster der obersten Standesvertreter. Auch die Berliner Tageszeitung kassierte eine Rüge. Sie sei zu weit gegangen, als sie zum Antritt des neuen Papstes Franziskus titelte: „Junta-Kumpel löst Hitlerjunge ab“. Der Presserat sah darin eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht und rügte das Blatt. Die Nähe Jorge Bergoglios zur argentinischen Militärjunta sei nicht ausreichend bewiesen.

Dabei hatten Zeitzeugen und ein Investigativjournalist diese Nachweise erbracht: Bergoglio habe in den 70er Jahren Jesuiten verraten. Allerdings liegen auch gegenteilige Darstellungen über Bergoglios Verhalten in der Diktatur vor, wie Taz-Chefin Ines Pohl in einem Blog-Beitrag einräumte. „Damit sind wir in diesem Fall übers Ziel hinaus geschossen.“

Noch so ein Einknicken, das Schmidt-Salomon nicht nachvollziehen kann: „Das würde ich anders sehen. Es muss erlaubt sein, Aussagen zuzuspitzen.“ In Deutschland hat sich aus seiner Sicht eine Überempfindlichkeit gegenüber religiösen Diskussionen entwickelt, die nicht nur im europäischen Vergleich, sondern auch in der historischen Betrachtung ungewöhnlich ist. So empörten sich 2007 viele Menschen über Richard Dawkins Buchtitel „Der Gotteswahn“. „Dabei hat schon Immanuel Kant, der ganz gewiss kein militanter Atheist war, von ‚Religionswahn‘, ja sogar von einem ‚Afterdienst Gottes‘ gesprochen“, sagt Schmidt-Salomon. „Stellen Sie sich die Empörung vor, wenn man einen solchen Ausdruck heute gebrauchen würde! Selbst sehr gemäßigte Autoren haben in früheren Jahrhunderten Formulierungen verwendet, die man heute nicht benutzen darf, ohne dass sofort der Presserat dagegen einschreiten würde.“
Aber all das ist dem Bamberger noch nicht radikal genug.
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick setzt sich für ein Gesetz gegen Blasphemie ein. "Wer die Seele der Gläubigen mit Spott und Hohn verletzt, der muss in die Schranken gewiesen und gegebenenfalls auch bestraft werden", erklärte Schick am Mittwoch in Bamberg. […] Gegen "heilige Personen, heilige Schriften, Gottesdienste und Gebete sowie heilige Gegenstände und Geräte aller Religionen" dürfe kein Spott und Hohn zugelassen werden.
Satire über religiöse Einstellungen und Gefühle stelle eine Verletzung der im Grundgesetz garantierten Menschenwürde dar, betonte der Erzbischof. Eine Gesellschaft, die das, was religiösen Menschen hoch und heilig sei, nicht schütze, schade sich selbst. Sie dränge einen Teil ihrer Bürger an den Rand oder sogar in den Untergrund, mahnte Schick. Christen müssten deshalb fordern, dass die "Person Jesu Christi, Gott der Vater, Maria, die Heiligen, die Hostie des Altarsakraments, die sakralen Gegenstände wie Kelche und Monstranzen, auch die Kirchengebäude und Prozessionen von unserem Staat geschützt werden".
Zugleich rief Schick die Gläubigen auf, auch selbst das Heilige heilig zu halten. Christen sollten deutlich machen, dass sie Verunglimpfungen ihrer Überzeugungen und Werte in Medien und öffentlichen Organen nicht hinzunehmen bereit seien.
Lästern verboten. Zurück ins Mittelalter.
Was für eine dreiste Gotteslästerung! Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hält seinen eigenen Gott für einen derartigen Schwächling, dass er nicht einmal imstande sein soll, sich selbst gegen Blasphemie zu wehren. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Erzbistums hervor, derzufolge Schick "Hohn und Spott" gegen "heilige Personen, heilige Schriften, Gottesdienste und Gebete sowie heilige Gegenstände und Geräte aller Religionen" gesetzlich verbieten lassen will.
Theologen laufen seitdem Sturm gegen die blasphemische Forderung Schicks, der Gott fast schon beiläufig seine Allmacht abspricht, und ihn als verweichlichten Bittsteller karikiert, der auf die Gnade derer angewiesen ist, die er geschaffen hat.
Professor Theobald Kleinst von der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Münster ist außer sich: "Wenn sich Gott durch eine blasphemische Äußerung gekränkt fühlt, dann stehen ihm mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, sie auf seine Weise zu ahnden", erklärt der Theologe. "Er kann eine Sintflut anzetteln oder direkt einen Blitz auf den Lästerer schleudern oder ihn dazu verdammen, bis an sein Lebensende eine pinke Kappe tragen zu müssen. Oder Gott wartet, bis der Gotteslästerer stirbt, und wirft ihn dann in die Hölle."
Schick begreift aber die Realität leider so gar nicht.
Nachdem sich Papst Ratzinger mit der Klage gegen ein Titanic-Cover blamierte und die Klage kurz vor der Verhandlung zurück zog, weil selbst der Römische Geront gemerkt hatte, daß er damit nur eine gigantische Werbeaktion FÜR die Titanic losgetreten hatte, sprang Schick noch einmal mit Verve in den Fettnapf, aus dem Ratzinger gerade rausgeklettert war.

Zeit für Bischof, Verzeihung: ERZ-Bischof Schick, den schönen Fehler zur Sicherheit gleich noch einmal zu machen. 
SZ: Der Papst hat im Streit mit dem Satire-Magazin "Titanic" nachgegeben, das ihn mit gelb befleckter Soutane zeigte. Geschah der Verzicht auf juristische Schritte aus Klugheit? Aus Furcht?
Schick: Ich bin in das juristische Verfahren im Einzelnen nicht eingebunden und kann daher zu den Details nichts sagen. Menschen und Dinge, die unseren Nächsten heilig sind, sollen andere nicht in den Schmutz ziehen und verspotten dürfen. Für uns Katholiken ist der Papst der Stellvertreter Christi auf Erden. Wenn er und unser Glaube verhöhnt werden, verletzt das unsere Seele und damit unsere Menschenwürde.
Einmal in Wallung schwingt sich der schicke Bamberger auch noch zum Hüter der Barbaren-Praxis der Genitalverstümmelung auf. 
(Dieser Link ist nur für Menschen mit robusten Mägen) 
Daß allein in den USA jedes Jahr dabei 100 Babys ums Leben kommen und eine noch höhere Zahl den Penis ganz verliert, kümmert den Oberhirten aus Bamberg nicht im Geringsten.
 Schick: Wenn es Wege gibt, die Beschneidung schmerzfrei zu machen, ist das ein Fortschritt. Aber die Praxis selbst kann nicht infrage gestellt werden. Seit Tausenden Jahren gehört die Beschneidung für Juden zum Wesen ihrer Religion, bei den Muslimen ist das ähnlich. Das kann man nicht einfach verbieten.
Wie zu erwarten setzt sich Schick auch für die von nahezu allen Experten unisono scharf abgelehnten Bildungsfernhalteprämie ein. Katholik eben. 
Von allen Alternativen sucht er sich die Menschenfeindlichste und Dümmste heraus und wirbt dafür. So auch im Fall der Herdprämie.
Schick: Man sollte es besser Kinderförderungsgeld nennen, auch wenn das ein Wortungetüm ist.
Herr Bischof, Verzeihung Erzbischof; da sie gerade so einen Unsinns-Redefluß haben, wie wäre es mit einem Wort zu den Schwulen; also dem Thema, das die Kirche am meisten begeistert, weil sie sich so schön über Sexualpraktiken, statt um menschliche Gefühle auslassen kann.
Schick: Familie ist aus katholischer Sicht dort, wo Mann und Frau sich das Jawort geben und miteinander Kinder haben. So definiert auch das Grundgesetz die Ehe, die unter dem besonderen Schutz des Staates steht. […]  Gott liebt jedes Kind, jedes Kind ist auch ein Geschenk für die Gesellschaft. […] Allerdings bezweifle ich, dass ein Kind mit zwei homosexuellen "Vätern" oder "Müttern"  […] nicht anders aufwächst als in einer herkömmlichen Familie mit Vater und Mutter.
Des Bambergers neueste Idee ist nun FREIER unter Strafe zu stellen, um der Prostitution Herr zu werden. Außerdem helfe es kräftig zu beten!
Eine tolle Idee!
 So etwas ist ja auch noch nie versucht worden! 
Ein frischer Gedanke. Allerdings gibt es Prostitution ja auch erst seit ganz kurzer Zeit. 
Wenn man jetzt schnell genug handelt, kann man käuflichen Sex sicher schnell wieder aus der Welt schaffen. Und überhaupt setze sich traditionell die katholische Kirche für die Rechte der Frauen ein!
Gessler: Verliert man denn angesichts solcher Geschichten [Zwangsprostitution – T.], die man da hört, nicht gelegentlich den Glauben an das Gute im Menschen?
Schick: Ja, das ist nicht so einfach, deshalb sage ich auch immer […], es ist wichtig, auch dabei zu beten und Gottesdienst zu halten. Denn wenn wir das tun, dann spüren wir, dass der neue Himmel und die neue Erde kommen werden, irgendwann, von Gott uns geschenkt. Das Beten ist dabei ganz wichtig, sonst kann man wirklich den Mut verlieren.

[…]  wir als Kirche sind natürlich gegen jede Prostitution. Wenn es keine Prostitution gäbe, dann gäbe es auch keine Zwangsprostitution, dann gäbe es auch keinen Menschenhandel für Prostitution. […]  Wir appellieren immer wieder an das Gute des Menschen, jeder Mensch ist nach Gottes Bild und Gleichnis geschaffen, und wir vertrauen darauf, dass der Mensch grundsätzlich gut ist. Und wenn er böse handelt, dann ist er eigentlich von sich selbst entfremdet, von seinem Gutsein entfremdet, und handelt dann böse. […] Das ist eine Forderung, die wir schon lange stellen, dass auch Freier bestraft werden. Es werden ja auch Freier bestraft, zum Beispiel, wenn sie wissen, dass Zwangsprostitution vorliegt, wenn sie Minderjährige eben missbrauchen, dann wird ja auch bestraft. Aber diese Bestrafung der Freier, die müsste noch weiter gefasst werden. […] Wir als Kirche achten die Frauen, und ich denke, dass gerade die Kirche auch im Vergleich zu anderen Religionen und anderen Kulturen, also das Christentum, für die Emanzipation der Frau ganz viel getan hat. Die gleiche Würde, die gleichen Rechte für die Frau, das ist eigentlich vom Christentum her gefordert und auch in die Weltgesellschaft eingebracht worden.

Gut, oder?
Mit dem Text könnte Schick locker bei einem Comedy-Festival auftreten.

In Deutschland gibt es übrigens rund eine Million FREIER PRO TAG!

Bei 40 Millionen Männern in Deutschland und abzüglich der Schwulen, Greise und Kinder, wäre nach Schicks Vorschlag binnen eines Monats das gesamte starke Geschlecht im Knast.

Also eine praktikable Lösung!