Donnerstag, 11. April 2013

Auf der Suche nach einem neuen Volk.


Es gibt auf diesem Planeten schon eigenartige Staatsformen.
Absolute Wahlmonarchie (Vatikan), klerikalistische Priesterherrschaft (orthodoxe Mönchsrepublik Athos), kommunistische Erbdiktatur (Nordkorea), absolute Monarchien (Brunei, Saudi-Arabien, Oman), Einparteienherrschaft (China, Laos, Kuba) und natürlich diverse konstitutionelle und parlamentarische Monarchien, sowie verschiedenen Formen der Republiken.

Über die androkratische Despotie (Androkratie = Herrschaft der Männer, Despotie = Despot übt die unumschränkte Herrschaft aus) des Vatikans wurde zuletzt viel geschrieben. 
Dabei wird immer der große Bruder in Griechenland vergessen; Athos.
Im makedonischen Regierungsbezirk Chalkidiki (Griechenland, nördliche Ägäis) liegt der Staat - mit 335,637 km² immerhin fast tausendmal so groß wie der Vatikan (0,44 km²).
Auch die Einwohnerzahl (2 262) übertrifft die des Vatikans um mehr als das Doppelte.
Staatsoberhaupt und Herrscher über 20 Großklöster ist Bartholomäus I.

Im Gegensatz zu seinem Kollegen Ratzinger hat Bartholomäus zwar nur eine minimale Außenwirkung, dafür hält er aber seinen Laden im Inneren wesentlich besser in Schuß.

So soll es im Vatikan wiederholt vorkommen, daß auch diese unreinen Weiber das Staatsgebiet betreten!

Zugegeben, irgendwelche Rechte haben sie natürlich nicht und dürfen auch niemals auch nur den geringsten klerikalen Rang erreichen.

Ja, die renitenten Weiber - ein ewiges Ärgernis, unter dem auch die orthodoxen Rabbiner bittter leiden.

Inzwischen ist der Schlendrian im Vatikan eingezogen und weibliche Personen überqueren ungeniert die Staatsgrenzen.

Dabei haben die wichtigsten Kirchenlehrer allesamt unmissverständlich festgestellt, was von Frauen zu halten ist:
"Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, daß die Frauen den Männern dienen."
(Kirchenvater Augustinus, hl., 354-430)

"Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen. Die Frau ist ein Mißgriff der Natur... mit ihrem Feuchtigkeits-Überschuß und ihrer Untertemperatur körperlich und geistig minderwertiger...eine Art verstümmelter, verfehlter, mißlungener Mann...die volle Verwirklichung der menschlichen Art ist nur der Mann."
(Thomas von Aquin, hl., Kirchenlehrer, 1225-1274)
Der Heilige Berg Athos (Άγιον Όρος, Ágion Óros) geht vorbildlich mit diesem minderwertigen Geschlecht um - Frauen sind prinzipiell und absolut ausnahmslos auf dem Staatsgebiet verboten.*

Das Zutrittsverbot für Frauen („Ávaton“) wird so strikt befolgt, daß sogar weibliche Tiere strengstens ausgeschlossen werden.

Die einzigen Ausnahmen, die jemals erlaubt wurden, sind die Einreiseerlaubnis für Legehennen (die Mönche brauchen stets frisches Eigelb, weil sie daraus Farben für ihre Ikonen-Malerei herstellen) und Katzen, da es immer wieder zu Mäuse- und Rattenplagen kommt.
Andere bekannte Staatsformen sind die Oligarchie in Russland, die Plutokratie in den USA (Staatsämter sind nur Reichen zugänglich) und die Kleptokratie in Afghanistan oder Usbekistan (Herrschaft der Korrupten).

In Deutschland hat sich in den letzten Jahren eine Mischform aus Kakistokratie („Herrschaft der Schlechtesten“ analog zu Aristokratie „Herrschaft der Besten“) und Neopatrimonialismus („Günstlingsherrschaft.“ Kennzeichen sind Klientelismus und politische Apathie).

Die einzig sinnvolle Möglichkeit zu einer besseren Regierung zu kommen, erscheint mir die Umwandlung Deutschlands in eine Tammokratie, so daß ich die alleinige Vollmacht habe politische Ämter und politische Mandate zu vergeben.

Da es bedauerlicherweise nicht hochrealistisch ist für eine entsprechende Grundgesetzänderung eine 2/3-Mehrheit zu bekommen, wird man sich hierzulande erst einmal mit der rudimentären Demokratie begnügen müssen.

Daß Parlamente gewählt werden, ist grundsätzlich auch eine honorige Idee.
Unglücklicherweise läßt der geistige Zustand des deutschen Urnenpöbels diese Option eigentlich nicht zu.
Wir sind mit der als „schlechtesten Regierung aller Zeiten“ agierenden Gurkentruppe aus Schwarz und Gelb am Kabinettstisch geschlagen, die aber schon kurz nach der Wahl von 2009 die Regierungstätigkeit komplett einstellte.
Nicht ein einziges der anstehenden Megaprobleme wurde auch nur angefangen.
Die Kanzlerin kann sich grundsätzlich zu nichts entscheiden. 
Bildung, Pflege, Steuersystem, Infrastruktur, Gesundheitssystemkollaps und vielem anderen mehr wurde beim Vermodern zugesehen.
Die einzigen bemerkbaren Aktivitäten der Merkel-Regierung waren ungenierte Bedienung der Interessen der größten Parteispender und exzessiver Ausbau der Waffenexporte in alle Krisengebiete der Erde.
Die Konsequenzen sind beeindruckend. 
War Deutschland noch unter der Schröder-Fischer-Regierung weltweit einer der beliebtesten Staaten überhaupt, der in Krisenregionen wie Nahost als einziges Land von beiden Seiten gleichermaßen anerkannt und geschätzt wurde, haben der debakulierende Westerwelle und der diskriminierende Schäuble Angela Merkel dabei unterstützt Deutschlands Renommee international wieder auf den Stand von 1945 zurück zu fahren.

Man wird wieder gehasst in der Welt. 
Ein Zustand, mit dem sich die Stahlhelmfraktion der Konservativen offenbar wohlfühlt.
Die sogenannten „Liberalen“ läßt die Entwicklung genauso kalt wie den schwer überschätzen Pfarrer Gauck. 
Ungeniert nutzen die Hepatitisgelben ihre Zeit an den Schaltstellen der Macht, um Kasse zu machen.
Berliner Ministerien haben Produkte im Wert von mehreren hundertausend Euro bei einem Verlag geordert, der zur Hälfte der FDP gehört. Die Opposition kritisiert das: Linken-Chef Ernst spricht von einer "völlig neuen Form der Korruption".
[…]  Wie aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Klaus Ernst hervorgeht, erhielt die Universum Verlagsgruppe seit 2009, dem Jahr der Regierungsübernahme durch die schwarz-gelbe Koalition, Aufträge in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Hinzu kamen mehrere kleine Aufträge an Unternehmen, an denen die FDP offenkundig ebenfalls beteiligt ist.
Den geistig abgeschalteten Urnenpöbel erreicht die Regierungsrealität aber längst nicht mehr.
Er denkt sich das lange Zeit Undenkbare: „Schwarz-Gelb? Bitte mehr davon!“
Knapp ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl kommt die schwarz-gelbe Regierungskoalition erstmals seit mehr als drei Jahren wieder auf eine klare Mehrheit. Mit zusammen 47 Prozent erreichen Union und FDP in dem am Mittwoch veröffentlichten Stern-RTL-Wahltrend ihren besten Wert seit Ende 2009. Schwarz-Gelb liegt damit vor SPD, Grünen und Linkspartei, die zusammen auf 46 Prozent kommen.  Die Meinungsforscher von Forsa sehen den Grund dafür vor allem in der Schwäche der SPD und ihres Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Für die Union würden laut Umfrage 41 Prozent der Befragten stimmen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das ist ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Die FDP legt ebenfalls einen Punkt zu und wäre mit sechs Prozent wieder im Bundestag vertreten. Dagegen verlieren SPD und Grüne je einen Prozentpunkt. Die SPD fällt auf 23 Prozent, die Grünen auf 14 Prozent.
Mit diesem Irrsinns-Ergebnis haben sich die deutschen Wähler eindeutig als parlamentarisch untauglich erwiesen.
Eine Regierung, die als kriminell (Schavan, Guttenberg, Wulff), verlogen (Schäuble, Merkel, Friedrich, von der Leyen) und hochgradig unfähig (Schröder, Bahr, Westerwave, Rösler, Niebel, Ramsauer, Aigner) überführt ist, gleich noch mal vier Jahre in zu beauftragen, ist inakzeptabel.
Die schwarz-gelbe Koalition ist ein totgerittenes Pferd", hat Heiner Geißler Anfang des Jahres erklärt. […]
Dass es nach der Wahl keine schwarz-gelbe Koalition mehr geben werde, das war aber auch in Berlin lange breiter Konsens. Umso erstaunlicher ist jetzt die Wiederauferstehung des geschundenen Gauls.[…] Die immer schlimmeren Werte für die SPD und Steinbrück beginnen dagegen, die Genossen zu zermürben. Mürbe Truppen sind aber so hilfreich wie ein totgerittenes Pferd.
Nun kann man nur noch die Headhunter losschicken, um ein neues Volk zu suchen.

Genügend Migrationsbewegung gibt es in der Welt, um dieses Land frisch aufzufüllen.

Die Altbevölkerung hat ausgedient und muß weg!

Mittwoch, 10. April 2013

Overkill



Das nervt mich alles!
Ich bin wirklich ein Religionsfetischist und absorbiere jeden Tag Informationen über die Kirchen. Da kann ich kaum genug bekommen. Ich vermisse sogar schon Ratzi, weil er mir immer so gegenwärtig war.
Aber es interessieren mich auch ganz andere Dinge. 
Dinge, die mit Religion gar nichts zu tun haben.
Aber auch die religionslosen Dinge werden derzeit religiös aufgeladen.


Oder der Tod Thatchers.
Die Frau, die Gewerkschaften zerschlug, Millionen Menschen in Armut trieb und Initialzünderin des weltweiten Kasino-Kapitalismus war. Ohne Thatcherismus keine Reaganomics. Eine wirklich böse Frau, die der Welt viel Unheil gebracht hat.
Aber was liest man zu ihrem Tod als Erstes?
Papst Franziskus hat die verstorbene frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher in einem am Montagabend veröffentlichten Beileidstelegramm als Politikerin mit „christlichen Werten“ gewürdigt.

Diese hätten ihren Dienst für das öffentliche Wohl und für die „Förderung der Freiheit unter der Familie der Nationen“ geprägt, heißt es in dem Beileidstelegramm an den britischen Premierminister David Cameron.

Der Papst versichere die Familie der Verstorbenen sowie das ganze britische Volk seines Gebets für die ehemalige Premierministerin, so das von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone unterzeichnete Schreiben. Es handelt sich um das erste Beileidstelegramm von Papst Franziskus für einen ehemaligen verstorbenen Regierungschef.
Soweit her ist es offensichtlich nicht mit Franzis Engagements für die Armen.
Es gibt bessere Beschreibungen der Premierministerin. Ihre einzige positive Eigenschaft war, daß sie Helmut Kohl aus tiefsten Herzen verachtete.
Man kann Nachrufe jedenfalls anders und passender ausdrücken als Papst Franziskus.
„Thatcher is remembered as The Iron Lady only because she possessed completely negative traits such as persistent stubbornness and a determined refusal to listen to others.

"Every move she made was charged by negativity; she destroyed the British manufacturing industry, she hated the miners, she hated the arts, she hated the Irish Freedom Fighters and allowed them to die, she hated the English poor and did nothing at all to help them, she hated Greenpeace and environmental protectionists, she was the only European political leader who opposed a ban on the Ivory Trade, she had no wit and no warmth and even her own Cabinet booted her out. She gave the order to blow up The Belgrano even though it was outside of the Malvinas Exclusion Zone – and was sailing AWAY from the islands! When the young Argentinean boys aboard The Belgrano had suffered a most appalling and unjust death, Thatcher gave the thumbs up sign for the British press.

"Iron? No. Barbaric? Yes. She hated feminists even though it was largely due to the progression of the women’s movement that the British people allowed themselves to accept that a Prime Minister could actually be female. But because of Thatcher, there will never again be another woman in power in British politics, and rather than opening that particular door for other women, she closed it.

"Thatcher will only be fondly remembered by sentimentalists who did not suffer under her leadership, but the majority of British working people have forgotten her already, and the people of Argentina will be celebrating her death. As a matter of recorded fact, Thatcher was a terror without an atom of humanity.
Drittes Beispiel für heute ist der anschwellenden Bundestagswahlkampf, in dem sich mindestens zwei der absoluten Hauptpersonen, nämlich die SPD-Chefwahlkampfleiterin Andrea Nahles und die Grüne Spitzenkandidatin Kathrin Göring-Kirchentag mit religiotischen Verbohrtheiten überbieten.
Nahles‘ Kampa verbreitete gestern den Hauptslogan der Sozis für das Wahljahr 2013. Ausnahmsweise ohne religiöses Geseiere, aber dennoch schwerverblödetes Geschwurbel ohne Sinn und Inhalt.
„Die SPD war und ist eine „Wir“-Partei, eine Partei für das ganze Land!
Unser Motto für dieses Jahr ist: "Das Wir entscheidet."


OH MANNOMANN!
Ich bin seit über 20 Jahren Parteimitglied und wünsche mir wirklich, daß Steinbrück Kanzler wird, aber der Wahlkampf ist genauso vollständig misslungen, wie ich es von einer hoffnungslos überforderten Religions-Hörigen wie Nahles erwarte.
Habt Ihr vorm Kanzleramt einen ausgemisteten Phrasendresch-Automaten aufgesammelt, um so einen Schwachsinn wie "Das Wir entscheidet" zu produzieren?
Aber Nahles wäre nicht Nahles, wenn sie mit ihrem Hauptwahlkampfslogan nicht gleich mehrfach ins Klo gegriffen hätte.
Offenbar hat die Katholikin vor lauter Beten vergessen checken zu lassen, ob der Slogan überhaupt neu ist.
Ist er aber nicht.
"Das Wir entscheidet" ist ausgerechnet das Motto einer Leiharbeitsfirma. Dumm, dümmer, Nahles!
Mit dem gestern vorgestellten Slogan geht alles im alten Pannentakt weiter: “Das Wir entscheidet” – kein schlechter Slogan, aber dass er ausgerechnet auch von der Leiharbeitsfirma propartner genutzt wird, ist schon etwas peinlich, denn die viel kritisierten Hartz-Reformen  führten zu einem Boom dieser umstrittenen Branche.  Wie heißt es doch so schön? Erst hatte die SPD kein Glück und dann kam das Pech dazu.



Über den Grünen Wahlkampf berichtet jetzt bei der SZ gar nicht mehr die Politikredaktion, sondern der Religionsvogel Drobinski!
Göring-Kirchentag war ja bereits bezüglich der Rechte für gleichgeschlechtliche Partner ins Schwimmen geraten, als sie sich nicht voll dazu bekennen mochte, weil es in den Kirchen auch andere Meinungen dazu gäbe.
Auch die Entrechtung kirchlicher Arbeitnehmer mag sie nicht beenden. 
Offiziell ruht zwar ihr Amt als Präses der evangelischen Kirche von Deutschland, aber das religiotische Denken steckt natürlich tief in ihr drin.
Bei einer Buchvorstellung der neuesten Schmonzette des EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider und seiner Frau Anne wurde dies deutlich.
 Ein Reporter nutzte die Gelegenheit, Göring-Eckardt auf das Thema Homosexualität anzusprechen - genauer: auf einen klaren Meinungsunterschied, den es bei diesem Thema zwischen den Grünen und einigen Protestanten gibt.

Wer Therapien praktiziert, 'die das Ziel haben, die sexuelle Orientierung bei Minderjährigen zu verändern', soll nach dem Willen der Grünen-Bundestagsfraktion eine Strafe zahlen. [Göring-Kirchentag hingegen antwortete] 'Da muss immer jeder für sich entscheiden, glaube ich. Also ich würde jetzt sagen, natürlich kann man das so oder anders sehen, und würde auch immer akzeptieren, dass andere eine andere Position haben.'

Man stelle sich diesen Satz mal auf einem Grünen-Parteitag vor. [...]

Nun, vor dem nächsten Parteitag Ende April, rückt eine Gruppierung ins Blickfeld, die es Katrin Göring-Eckardt noch ein bisschen schwerer machen dürfte, ihre Rollen als engagierte Christin und Spitzenkandidatin einer in Teilen sehr kirchenkritischen Partei auszubalancieren. Der 'Arbeitskreis Säkulare Grüne' will das Wahlprogramm nicht nur mit einem Antrag zum kirchlichen Arbeitsrecht verändern. Auch einen bekenntnisorientierten Religionsunterricht soll es nach dem Willen des Kreises an Schulen nicht mehr geben. Und zum staatlichen Einzug der Kirchensteuer heißt es: 'Während Mitglieder von Parteien nur selten auf die Idee kommen, ihren satzungsgemäßen Beitrag zu zahlen und wir mit gescheiterten Einzügen umgehen müssen, so kann die Kirche sich auf die Finanzämter verlassen.'

[…] Auch in ihrer Kirche ist Göring-Eckardts Doppelrolle umstritten - eine Doppelrolle, die auch über die Protestanten unerwartet gekommen ist. Aber schon bevor das Ergebnis der Urwahl feststand, mahnte ihr Stellvertreter, der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU), die Spitzenkandidatur in einer Partei vertrage sich 'nicht mit der Vertretung aller evangelischen Christen'. Das ist bis heute die Stimmung im konservativen Flügel der Synode, wo man hin- und her gerissen ist zwischen der Bewunderung für die fromme Frau, die Christenpositionen zu den Grünen bringt - und der Angst vor der Politikerin, die Grünen-Positionen zu den Christen bringen könnte.

[…] Bis zur Wahl will auch Göring-Eckardt daran nichts ändern. Die Vorstellung, sich nicht mehr zu kirchlichen Themen zu äußern, hält sie für absurd: 'Es wäre schon merkwürdig, wenn ich das jetzt nicht mehr täte - so als würde ich einen Teil meiner Persönlichkeit abschneiden.'
(Matthias Drobinski und Christoph Hickmann, SZ vom 10.04.2013)

Dienstag, 9. April 2013

Verzerrte Wahrnehmung.



Insbesondere bei orthodoxen Juden ist es immer noch weit verbreitet die Beschneidungszeremonie metzitzah b’peh abzuhalten. 
Diese professionellen Kinderschänder verursachen durch diese extrem unhygienische Wundbehandlung immer mal wieder den Tod der Neugeborenen oder übertragen Herpes.

Da es sich aber um ein RELIGIÖSES Ritual handelt, werden weder der Mohel noch die Eltern des Kindes in den Knast gesperrt – wo sie eigentlich hingehören.

DAS sollte mal irgendeiner von uns wagen!
Wenn irgendeine atheistische Organisation behaupten würde es sei nun einmal für unseren Seelenfrieden notwendig, daß alte Männer kleinen Kindern, bzw Säuglingen an den Genitalien saugen!
Dann hätten wir am selben Tag die Staatsanwaltschaft im Haus und wären morgen verboten!
Aber Abrahamiten dürfen jede Perversion ausleben.

Muslime, Juden und Christen sind es allesamt gewöhnt eine extrem überprivilegierte Position gegenüber des Staates einzunehmen.
Christliche Kirchen werden in Deutschland jedes Jahr mit Milliarden Euro vom Steuerzahler überschüttet, dürfen überproportional in allen Gremien und Räten sitzen und nehmen sogar in Anspruch, sich nicht an alle Gesetze halten zu müssen.
1,3 Millionen Menschen arbeiten allein bei Caritas und Diakonie ohne vollen Rechtsschutz. Sie dürfen von eben auf jetzt gefeuert werden, haben kein Streikrecht, werden wegen ihres Glaubens oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert.
„Das stimmt nicht!“ würde jetzt TV-Bischof Jaschke einwerfen; katholische Kindergärten akzeptierten auch muslimische Kinder.
Aber das ist kirchliche Dialektik.
 Ja, es gibt auch muslimische oder atheistische Kinder in Einrichtungen kirchlicher Trägerschaft, die aber zu 100% vom Staat bezahlt werden.
Aber man kommt als Atheist eben nur auf Platz 127 der Warteliste, muß Christen an sich vorbei ziehen lassen. In Gegenden mit einer KITA-Unterversorgung ist das ein de-facto-Ausschluß.
In Bayerischen Gegenden und weiten Teilen NRWs gibt es NUR katholische Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Jungen muslimischen Frauen, die sich für den Pflegeberuf interessieren, raten ARGE-Mitarbeiter ab. 

Sie würden ohnehin keine Anstellung finden, da die meisten Pflegeheime in kirchlicher Trägerschaft sind und die nehmen keine Juden und Moslems! 
Noch nicht mal als Putzfrau wird eine Jüdin bei Caritas und Diakonie eingestellt, da alle ihre Arbeitsplätze zur „Verkündung“ dienen.
Realität in Deutschland.
Ich danke Gott dafür, daß er mich zum Atheisten gemacht hat und für Ingrid Matthäus-Maier, die das in ihrer typischen Klarheit anschaulich machen kann.

Eine Putzfrau, die verkündigt? Für Ingrid Matthäus-Maier klingt das absurd. Die ehemalige Bundestagsabgeordnete hat vor einem Jahr eine Initiative gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz gegründet. "Fast 35 Prozent der Menschen in Deutschland sind konfessionsfrei. Die müssen auch einen Arbeitsplatz finden. Ich weiß, dass hier in der Gegend eine Arbeitsamtsmitarbeiterin jungen Muslimen geraten habe, die gerne Krankenpfleger oder Kindergärtner werden wollten: 'Lassen Sie das besser sein. Hier in der Umgebung finden Sie damit keinen Arbeitsplatz'. Das heißt 1,2 Millionen, 1,3 Millionen Arbeitsplätze verschlossen für Juden, Muslime, Atheisten, Agnostiker, Buddhisten - das kann ja wohl nicht sein", so Ingrid Matthäus-Maier.  Doch das Grundgesetz lässt genau das zu. Die Kirche verwaltet ihre Angelegenheiten selbstständig, steht da. Ein Passus, auf den sie sich immer wieder beruft. Selbst als die EU 2006 von Deutschland verlangt, dass niemand wegen seiner Weltanschauung oder Religion benachteiligt werden darf, gibt es für die Kirche eine Extra-Klausel. Die deutsche Version des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes "berührt nicht das Recht der Religionsgemeinschaften". […] "Die Kirchen waren so klug, in Anführungsstriche, die Spitzenpolitiker in Positionen zu bringen", berichtet Ingrid Matthäus-Meier. "Alle möglichen Politiker sind im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, sind in der Synode der evangelischen Kirche. Und wenn die erstmal in diesen Positionen sind, was meinen Sie, wie schwer es denen fällt zu sagen: 'Hier muss aber etwas geändert werden.' Da gibt es viele Christen in beiden Kirchen, die sind viel fortschrittlicher in dieser Frage als die Spitzenpolitiker im Bundestag", so die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete.

 Realität in Deutschland. Die totale Kirchenprivilegierung.
Papst Ratzinger durfte im Bundestag sprechen und wurde mit Standing Ovations gefeiert. Obwohl es zahlenmäßig mehr Konfessionslose als Katholiken in Deutschland gibt, würde Michael Schmidt-Salomon aber nie als Redner geladen werden.
Die Kirchen bauen ihre Macht sogar kontinuierlich und massiv aus, indem immer mehr Schulen, Pflegeheime und Krankenhäuser in kirchliche Trägerschaft übergehen.

Dabei gehen die Mitgliedszahlen der Kirchen rapide zurück. Caritas und Diakonie haben heute aber eine Million Mitarbeiter mehr als vor 50 Jahren, als noch deutlich über 95% der Deutschen Kirchenmitglieder waren.
Diese krebsgeschwürartige Verbreitung des Kircheneinflusses in der Betreuungsbranche hängt mit ökonomischen Zwängen zusammen. 
Der Staat muß sparen und die Kirchen können einen Kindergarten billiger betreiben, da sie ihre Angestellten schlechter bezahlen.
Die Kirchen werden vom Staat mit der größten Selbstverständlichkeit gepampert.
 Selbst in der absoluten Diaspora wie Hamburg.
Beispiel Kirchentag in Hamburg, zu dem 100.000 Gäste erwartet werden. Die Stadt hat sich voll ins Zeug gelegt, um 12.000 kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen. 
Die Kampagne steht unter der Schirmherrschaft von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz.
Letzte Woche brachten zwölf Industriekletterer ein 1700 QUADRATMETER großes (170 Meter lang und zehn Meter hoch) Kirchentagswerbeplakat am Dock 11 der Werft Blohm + Voss an. 

Zum Vergleich: 
Als im Jahr 2009 die Buskampagne“ eine ca drei Quadratmeter große Werbefläche auf einem Hamburger Linienbus für die Aufschrift „Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott“ mieten wollte, wurde das VERBOTEN!

Obwohl es in Hamburg kaum Gläubige gibt, kaum jemand zu Gottesdiensten geht und sogar 2/3 der Hamburger ausdrücklich festlegen, daß bei ihrer Beerdigung kein Pfarrer sprechen darf, stopft die Landesregierung Geld in die organisierten Christen.

Der Kirchentag wird massiv subventioniert. 
Ein Eintrittsticket kostet 21 Euro pro Person. Dauerkarte 110 Euro.
 HartzIV-Paare mit Kindern müssen also draußen bleiben.
Gut so. Nur die Harten kommen in Garten - und schon gar nicht die Armen!
Ihnen schenkt der Senat den Eintritt. 
Sie müssen gar nichts bezahlen und können ihren Kirchentagsausweis benutzen.

Die Besucherinnen und Besucher des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Hamburg können während der Großveranstaltung auch an einem Tag die internationale Gartenschau Hamburg 2013 (igs) besuchen. Teilnehmende, die eine Kirchentags-Dauerkarte haben, erhalten am 2., 3. oder 4. Mai freien Eintritt zur igs. Eine entsprechende Kooperation ist zwischen dem Kirchentag und der igs vereinbart worden.  [….] igs-Geschäftsführer Heiner Baumgarten: „Das Motto des Kirchentages „So viel du brauchst“ ist durchaus ein Gedanke, der sich auf der igs wiederfindet.
(igs)

Sollte jeder Kirchentagsheini nur einen Tag von dem Angebot Gebrauch machen, hätte die Stadt schon 2,1 Millionen an die Kirchen vergeben.
Reizend. 
Die überwiegende Mehrzahl der Hamburger, nämlich die 2/3 der Bevölkerung, die Atheisten sind, bleiben außen vor und bekommen nichts. 
Von den gut 1,8 Mio Hamburgern sind nur 500.000 Kirchenmitglieder.
Nach den EKD-Zahlen von 2009 leben in Hamburg 29% Evangelen, 10% Katholiken und 60% Konfessionslose.
Falls die zur Gartenschau möchten, müssen die allerdings kräftig in die Tasche greifen.

Daß die gesamte Veranstaltung weitgehend vom Staat und somit in Hamburg von der atheistischen Mehrheit der Steuerzahler finanziert wird, versteht sich von selbst.

Etwa ein Drittel aller Kosten jedes Kirchentages wird aus Teilnehmerbeiträgen gedeckt. Den größten Beitrag leisten Zuschüsse von Bund, Land, Stadt und Kirchen.
(Kirchentag.de)

Wie viele Millionen genau aus öffentlicher Hand an die Mega-Selbstbeweihräucherung der Evangelen fließen, ist nicht transparent. 
Die Kosten dürften bei annähernd 20 Millionen Euro liegen. 
Hauptsponsoren sind die Stadt Hamburg, sowie die Bundesministerien des Inneren, des Verkehrs und der Umwelt. 
Die Planungen der Stadt stammen noch aus der Schwarzgrünen Zeit.

Die Freie und Hansestadt Hamburg trägt rund 40 Prozent der Kosten und zahlt 7,5 Millionen Euro an den Kirchentag. Bereits in einer Drucksache vom 17. März 2009 hatte der Senat der Bürgerschaft die Absicht mitgeteilt, dieses protestantische Laientreffen mit 7,5 Millionen Euro zu unterstützen. Beim Hamburger Kirchentag im Jahr 1995 lag der Anteil der Hanseaten bei knapp 42 Prozent der Gesamtkosten (4,76 Millionen Euro)

Auch hier sehen wir, daß trotz der Schrumpfung der Kirchenmitgliedszahlen der Protestanten um jedes Jahr rund 150.000 Menschen, die öffentlichen Zuschüsse von 1995 auf 2013 von 4,76 auf 7,5 Millionen Euro anschwollen.

Die permanente Bevorzugung der Religiösen wird weitgehend hingenommen und führt zu kaum einem Aufschrei.

Auch daß seit Jahren immer wieder neue Fälle von katholischen Geistlichen, die Kinder missbrauchten publik werden, stört gar nicht weiter. Dennoch werden fortwährend Schulen in kirchliche Trägerschaft übergeben.
Dabei blockieren nicht nur einzelne Bistümer, sondern auch die Bischofsversammlung insgesamt die Aufklärung, wie zuletzt der spektakuläre Abbruch der Pfeiffer-Studie zeigte.
  Die Katholische Kirche entblödete sich noch nicht einmal den Professor mit Lügen zu verleumden und holte sich dafür vor Gericht zweimal eine blutige Nase.
Kirchen denken immer noch über dem Recht zu stehen.
 Wenn ein Pfaff Vorlieben für Sex mit Kindern zeigt, wird er nicht etwa sofort entlassen und angezeigt, sondern sanft gebettet.

Wegen des Besitzes von Kinderpornografie ist vom Amtsgericht Bitterfeld-Wolfen ein katholischer Priester zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. […]   Der Priester hatte zuvor über seinen Anwalt ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er gab zu, mindestens 4.000 Bilder mit Kinderpornografie auf einer externen Festplatte seines Computers gespeichert zu haben.   […] Als besonders schwerwiegend wertete die Anklage den Umstand, dass der Mann die rund 4.000 Bilder "fleißig gesammelt und sortiert hatte", wie die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer sagte.   […] Der Angeklagte hatte zuletzt als Vikar seelsorgerisch gearbeitet und zudem den Pfarrer in Wolfen-Zörbig vertreten. Kurz nach der Durchsuchung in seiner Wohnung war er vom Bistum Magdeburg beurlaubt worden. Wie ein Bistumssprecher am Montag erklärte, soll nach Vorliegen des schriftlichen Urteils und der Rechtskraft ein kirchenrechtliches Verfahren beginnen. Der Priester bleibe zumindest bis zum Ende des Kirchenverfahrens vom Seelsorgedienst ausgeschlossen. Wie bei Missbrauchsfällen üblich entscheide letztlich der Vatikan über die berufliche Zukunft des Mannes. […] In Sachsen-Anhalt hatte es bereits vor zwei Jahren einen Prozess gegen einen katholischen Geistlichen gegeben. Das Amtsgericht Bitterfeld-Wolfen hatte einen damals 50 Jahre alten Pfarrer verurteilt, weil er auf seinem Rechner rund 250 pornografische Bilder von Jugendlichen gespeichert hatte. Es wurde eine Bewährungsstrafe von einem halben Jahr verhängt. Das Bistum beurlaubte den Mann.

Sollte irgendeine Atheisten-Organisation wie gbs, IBKA oder bfg auch nur ein Promille dieser Untaten auf dem Kerbholz haben, wären sie erledigt, verboten, verhaftet.

Vertreter der christlichen Kirchen haben hingegen eine derartig verzerrte Wahrnehmung, daß sie sich auch noch beklagen, wenn es überhaupt jemand wagt zu erwähnen, was sie sich alles zu Schulden kommen lassen.

Dann ist das Geschrei sofort ganz laut! 

So laut, wie ein Religiot nie werden würde, wenn es um die Opfer ihrer Machenschaften geht. 

Um 800.000 verprügelte und kasernierte Heimkinder, tausende sexuell missbrauchte Kleinkinder, in den Selbstmord Getriebene oder bei Exorzismen zu Tode Gequälte.

Die SPD-Toppreligioten Thierse und Nahles entblöden sich natürlich wieder nicht an erster Stelle der Lügner zu stehen, wenn es um die Verteidigung der Kirchlichen Sonderrechte geht.

[…]   Nun aber kündigte die Gruppe der Laizisten in der SPD an, im Bundestagswahlprogramm die Forderung nach Abschaffung kirchlicher Privilegien verankern zu wollen. Gleiches will der Arbeitskreis Säkulare Grüne im Wahlprogramm der Grünen. […]  Katholiken und Protestanten stellen heute nur noch einen Anteil von jeweils unter 30 Prozent.  Dazu kommt, dass, so SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, die spürbare Rückkehr von Religion in den öffentlichen Raum – vor allem durch den Islam – Menschen provoziere, die aus Überzeugung ohne Bekenntnis leben. Und ihr Parteifreund Wolfgang Thierse ergänzt: „Es mehren sich die Stimmen derer, die aus dem weltanschaulich neutralen Staat einen parteiischen Staat der Religionslosen machen wollen.“ Religionslosigkeit könne gefährlich sein, argumentiert er auch unter Verweis auf seine DDR-Erfahrung und die schlimmsten religionslosen Verbrecher des 20. Jahrhunderts: Stalin, Hitler, Mao Zedong.  Mehrheiten für ein völlig verändertes Verhältnis von Staat und Kirche sind weder bei SPD und Grünen noch bei der FDP in Sicht. Eine Rolle rückwärts zur antiklerikalen Haltung der SPD schlossen sowohl Parteichef Sigmar Gabriel als auch Generalsekretärin Nahles aus. Und FDP-Generalsekretär Patrick Döring erklärte erst am Wochenende, er sehe keine Notwendigkeit, das Nein zum staatlichen Kirchensteuereinzug ins FDP-Wahlprogramm aufzunehmen.