Dienstag, 10. März 2015

Oh, ja, es geht noch viel schlimmer!



Mir fallen langsam keine drastischen Überschriften mehr ein, die noch ansatzweise dem Irrsinn der amerikanischen Politik gerecht würden.

OK, im deutschen Bundestag sitzen auch genügend Irre. Ok, in der deutschen Provinz gibt es auch genügend Rechtskonservative, für die ich mich den ganzen Tag schäme.
Aber das Gute an der GroKo ist, daß die CDU’ler viel zu minderbemittelt sind, um über ihren Tellerrand hinaus zu gucken.
Sie sind so damit beschäftigt im Berliner Kleinklein Opposition in der Regierung zu spielen, daß sie keinen ernsthaften weltpolitischen Schaden anrichten können.
Ihnen geht es nur darum den SPD-Ministern bei Frauenquote oder Mindestlohn in die Speichen zu greifen. Politischer Erfolg ist für sie nur noch das Verzögern der kleinen innenpolitischen Projekte des Koalitionspartners.
Merkel kann das egal sein.

In Amerika hieß es über viele Jahre es schade gar nicht, wenn der Kongress nicht von der Präsidentenpartei dominiert wäre. Im Gegenteil, zwinge man das Weiße Haus mit der Opposition zusammen zu arbeiten, würden extreme Auswüchse verhindert und Kompromisse zum Wohle des Landes geschlossen. So könnten alle ihr Bestes in die amerikanische Politik einbringen.

Spätestens mit der House-Herrschaft des Molchs Gingrich änderte sich das.
Der von 1995 bis 1999 amtierende Sprecher des Repräsentantenhauses gab es auf mit Präsident Clinton zusammen zu arbeiten und betätigte sich geradezu manisch damit das ganze Land zum Erlahmen zu bringen; immer darauf hoffend die Wähler würden dies dem Weißen Haus anlasten.
Dabei ging er soweit seine Nation der absoluten Lächerlichkeit preiszugeben, indem er Sonderermittler Kenneth Starr von der Leine ließ, der wiederum ein Impeachment-Verfahren gegen den amtierenden Präsidenten ins Rollen brachte, da diesem womöglich von einer Praktikantin einer geblasen wurde.

Schlimmer geht nimmer?


Doch. Schlimmer ging vor Allem, als im Januar 2009 ein Schwarzer Präsident wurde. Die kontinuierlich weiter nach rechts gerutschten Teebeutel-Republikaner steigerten sich in so einen Hass hinein, daß sie ihrem Bestreben dem eigenen Präsidenten zu schaden einfach alles unterordneten.
Staatsbankrott, außenpolitische Bauchlandungen, ökonomisches Desaster, Verelendung von Millionen – all das wird systematisch angestrebt, um Obama schlecht aussehen zu lassen.
Wenn sie könnten, würden die Cruz‘, Palins, Bachmanns und McConnells auch die Zombiapokalypse oder den nuklearen ewigen Winter auslösen, wenn dabei nur Obama verschwände.


Eine neue Dimension der totalen Obstruktion erreichen die Kongressrepublikaner jetzt damit, indem sie das letzte Tabu brechen – sie torpedieren die Außenpolitik ihrer eigenen Regierung nach Kräften. Sie spannen ausdrücklich gegen den Willen des Präsidenten und des Außenministers einen Regierungschef eines anderen Landes ein, um im Kongress die Friedensbemühungen des Oval Office mit allen Mitteln kaputt zu treten.


(………..) Bibi, der Molch und Herr Boehner drehen jetzt völlig frei, oder?
Inzwischen wird Weltpolitik, ja sogar der Frieden, den persönlichen Machtinteressen skrupellos untergeordnet.
In den letzten 70 Jahren hatte Israel nirgends auf der Welt so treue und
so wichtige Freunde wie im Weißen Haus.
Und Bibi schafft es der gesamten US-Administration so vor das Schienbein zu treten, daß alle Minister und der Präsident sowieso schreiend weglaufen, wenn er in Washington ist. Niemand will mehr mit ihm gesehen werden.
Wenn Netanjahu im Oval Office auf Obamas Schreibtisch geschissen hätte, wäre das auch kein größerer außenpolitischer Eklat, als das was er tatsächlich anstellte.

Eine Rede, gespickt mit vom eigenen Geheimdienst Mossad längst widerlegten Lügen und Übertreibungen. Und eine Rede voller Anwürfe gegen die USA, immerhin seit der Gründung Israels vor fast 70 Jahren der wichtigste Verbündete des Landes. Nancy Pelosi, demokratische Fraktionschefin im Abgeordnetenhaus und bislang wahrlich nicht als Kritikerin der israelischen Politik aufgefallen, empfand die Rede als „so selbstgefällig und beleidigend“, dass sie „mit den Tränen gekämpft“ habe.
Netanjahus Auftritt habe sie „an Dr Strangelove erinnert“, meinte die bekannteste Politikjournalistin der USA, Christiane Amanpour in Anspielung auf Stanley Kubricks berühmte Kalte-Kriegs-Satire. Darin löst ein paranoider, von sowjetischen Angriffsabsichten überzeugter US-General beinahe  einen Atomkrieg aus.

Und der Grund für Bibis rasenden Hass auf Obama ist lediglich der, daß in Washington gelegentlich Vernunft einkehrt. (……..)

Wer meinte, dieser Eklat sei nun aber wirklich nicht mehr zu toppen, mußte keine Woche warten, um eines Schlechteren belehrt zu werden.
Gestern schrieben die GOPer Senatoren einen Offenen Brief an Teheran, in dem sie das Weiße Haus der Lächerlichkeit preisgaben.

[…] Dass die Republikaner dem Präsidenten innenpolitisch das Leben so schwer wie möglich machen, ist Obama seit Jahren gewohnt. In der Außenpolitik aber galt lange Zeit für beide Parteien das ungeschriebene Gesetz: Man fällt dem Oberbefehlshaber nicht in den Rücken.
Darauf nimmt die republikanische Mehrheit im Kongress keine Rücksicht mehr: Die Brandrede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ist kaum verhallt, da sorgt ein offener Brief von 47 republikanischen Senatoren für Empörung im Weißen Haus. Darin warnen die Republikaner die Führung in Teheran, dass das Atomabkommen ohne Zustimmung im Kongress jederzeit gekippt werden könne. Es sei dann eine bloße Vereinbarung, die vom nächsten Präsidenten "mit einem Federstrich" beseitigt werden könne.


[…] Sie fallen ihrem Präsidenten in den Rücken, und das auf internationaler Bühne. 47 Senatoren der Republikaner haben einen Brief geschrieben - ausgerechnet an den Erzfeind Iran. Der Inhalt: eine Abrechnung mit Barack Obama.
[…] Die 47 schreiben, ihnen sei "aufgefallen, dass Sie unser Verfassungssystem offenbar nicht ganz verstehen". Zwar verhandele der Präsident internationale Abkommen, doch ohne Ratifizierung durch den Kongress laufe nichts. Ohne Unterstützung des Parlaments könne Obama nicht mehr als ein Executive Agreement schließen, eine Art Regierungsvereinbarung. Die aber könne der nächste US-Präsident "mit einem Federstrich" aufkündigen[…].
Und zum Schluss legt die Gruppe der 47 noch Wert auf die Feststellung, dass Obama ohnehin bald nichts mehr zu sagen habe, denn dessen Amtszeit ende in zwei Jahren - "wohingegen die meisten von uns noch weit darüber hinaus im Amt bleiben werden, vielleicht Jahrzehnte".
[…] Das ist gleichermaßen eine Kampfansage an Obama als auch an Teheran. Vor allem aber ist es: Sabotage. Die Republikaner versuchen die internationale Autorität des Präsidenten auszuhöhlen, sie signalisieren den Verhandlungspartnern, dass Obama nur ungedeckte Schecks ausstellen kann. […] Richtig ist, dass der nächste Präsident ein solches Atomabkommen wieder außer Kraft setzen kann. Die Frage ist nur: Wird er - oder sie - das auch tatsächlich tun? Sollte es zu einem Deal kommen, dann handelt es sich ja nicht allein um ein bilaterales Abkommen zwischen Iran und den USA, sondern um eine vertragliche Vereinbarung zwischen Iran und der internationalen Gemeinschaft, vertreten durch die fünf Uno-Vetomächte plus Deutschland (P5+1). Und was wäre dann die Alternative? Krieg? Das will wohl keiner der 47 Unterzeichner, darunter auch potenzielle Präsidentschaftskandidaten. […]

Der Wahnsinn.
In ihrem aberwitzigen Hass auf den Nicht-Reinrassigen im Weißen Haus, nehmen es die 47 Lunatics des US-Senats sogar gerne in Kauf von den Erzfeinden in Teheran a) ausgelacht und b) über die amerikanische Verfassung belehrt zu werden.

[…] Mit ihrer Belehrung sind [die Republikaner] jedoch offenbar an den Falschen geraten. Denn auf den Brief hat jetzt Irans Verhandlungsführer Mohammad Javad Zarif geantwortet. Der Außenminister hat in den USA über internationales Recht promoviert, als Professor hält er in Teheran Vorlesungen über multilaterale Verhandlungen. Seit Jahrzehnten ist Zarif zudem Mitglied des iranischen Diplomatencorps.
Zarifs Antwort ging an Tom Cotton, den Initiator des Senatoren-Briefes. Auf Twitter, für alle Welt sichtbar, und "auf Englisch" - damit Cotton es auch ja verstehe. Zarif kanzelte dabei das Schreiben der Republikaner als "Propaganda" ab und legte seinerseits zu einer Belehrung los.
"Ich sollte die Aufmerksamkeit der Autoren auf einen wichtigen Punkt lenken, und das ist: Die Welt ist nicht nur die USA. Die Beziehungen zwischen Staaten werden vom internationalen Recht geregelt und nicht vom inländischen amerikanischen Recht." Weiter führte Zarif aus: "Ich möchte die Autoren darüber aufklären, dass es schlicht eine Verletzung internationalen Rechts wäre, wenn die nächste US-Regierung irgendeine Vereinbarung mit einem Federstrich wieder zurücknimmt, wie die Autoren prahlen." […]

Montag, 9. März 2015

Fremde in Deutschland


Forsa entscheidet offenbar darüber wo die Olympischen Sommerspiele 2024 stattfinden.
Glücklicherweise gibt es ja beim IOC, DOSB und Demoskopen nur ehrliche und seriöse Menschen, so daß wir eine Entscheidung frei von Bestechungseinflüssen erwarten können.
Nun soll sich also die Stadt um den größten Kommerzirrsinn bewerben, die am wenigsten Gegner aufweist. Das zeigten zuletzt die negativen Entscheidungen aus München und Oslo. Die Bürger haben gar keine Lust auf das Milliardenteure Spektakel.

In einer Ende Juli veröffentlichten Umfrage unter Hamburger Bürgern fanden mehr als 70 Prozent, die Ausrichtung sei zu teuer und die Stadt solle lieber in andere Projekte investieren. In beiden Städten sind ja jüngere Bau- und Finanzdesaster dauerpräsent: in Berlin der Flughafen, in Hamburg die Elbphilharmonie. In beiden lebt auch noch die Erinnerung an grandios gescheiterte Olympia-Kandidaturen: Berlin lieferte bei der Wahl für die Spiele 2000 eine kabarettreife Pannenshow, Hamburg verlor für die Spiele 2012 schon in der nationalen Vorauswahl gegen Leipzig.

Objektive Informationen über die hanseatische Olympiaplanung zu bekommen, ist gar nicht leicht, da alle Hamburger Zeitungen glühenden Unterstützer der Bewerbung sind und ausschließlich Jubelmeldungen zum Thema veröffentlichen.
Kritiker kommen überhaupt nicht zu Wort. (Watch ab 03:00)
Die proolympische PR Hamburgs ist gar nicht ungeschickt.
Daß Städte ökonomisch von der Ausrichtung solcher Spiele profitierten, ist inzwischen als Märchen enttarnt.
Stattdessen sonnen sich Hamburgs Olympiabefürworter in ihrem weltoffenen Selbstbild.
Klar, im Osten, Leipzig oder Dresden, aber auch in Berlin sind die Leute ohnehin geistig verengt und xenophob eingestellt.
Pegida beweist es und Berlin fällt schon seit Jahren durch Touristenfeindlichkeit, Pogrome gegen Schwaben und Rollkofferhetze auf.
Wir Hamburger hingegen sind traditionell durch den Hafen weltoffen und mit allen Kulturen verbunden und verquickt.
Wer würde das nicht gerne über sich hören?
Ich glaube sogar, daß es stimmt – als klassische Handelsstadt ist Hamburg mehr als alle anderen deutschen Städte an Multikulti und Exotik gewöhnt.
Da sind wir unserer Städtepartnerstadt Dresden um Meilen voraus.
Allerdings ist das noch lange kein Grund deswegen Milliarden für eine zweiwöchige Jetset-Doping-Messe rauszuwerfen.

Es wäre sinniger die Milliarden für Aufklärungskampagnen und Bildung auszugeben, so daß dem ostdeutschen braunen Bodensatz seine widerwärtige Deutschtümelei ausgetrieben wird.
Da ich von Hamburg sprach; die hiesige und hirnfreie AfD-Kandidatin Tatjana Festerling, die durch ihre Hooligan-Begeisterung von sich reden machte, hat inzwischen rübergemacht zu ihrem Idol, dem Hobby-Hitler Lutz Bachmann.
Auf der heutigen Gida-Demo in Dresden durfte die finstere Festerling sogar eine Rede halten und entwarf dort unter dem Jubel des dumpfen Mobs ihre Version von einem Wiederaufbau einer Mauer – aber „diesmal besonders hoch!“
Hinter der Mauer könnten die Deutschen dann genetisch-inzestuös ohne irgendwelche Einflüsse aus dem Ausland den deutschen Tugenden frönen.


Es geschehen noch Zeichen und Wunder!
Ja, ich stimme mit dieser Pegida-Forderung überein.
Baut eine Mauer um Sachsen, sperrt alle Gedinesen Deutschlands dahinter weg und dann bitte den Schlüssel wegwerfen.

Ach ja, und bitte nicht vergessen die CDU hinter der Mauer zu entsorgen. Die kuschelt immer mehr mit den Rechtsradikalen, die sich hinter ihrem kriminellen Führer Lutz Bachmann zusammenrotten.

[…]  Die Pegida-Sympathisanten Andreas Dietrich, Gerd Gerull, Heiko Müller, Heide Herrmann und Reiko Beil (v. l. n. r.) wollen politisch etwas bewegen. Drei von ihnen werden Ende März in Berlin Staatssekretär Friedrich Kitschelt treffen, der auch schon im Bundeskanzleramt das Referat Nord-Süd-Beziehungen leitete.
[…] Mehrere Landtags- und Bundestagsabgeordnete der sächsischen CDU unterstützen eine 14-köpfige Gruppe von Pegida-Sympathisanten. Diese versteht sich als „Scharnier zwischen den Pegida-Organisatoren und der Politik“, sie hat sich bereits mehrfach mit den christdemokratischen Politikern getroffen.
Pegida-Vereinschef Lutz Bachmann begrüßte die Dialogbereitschaft der CDU. […] Koordinator der Gespräche ist der CDU-Landtagsabgeordnete Lars Rohwer. Er sei positiv überrascht von der Pegida-Gruppe. Die könnte in ihrer Zusammensetzung zwar unterschiedlicher kaum sein, aber „wir müssen doch konstatieren, dass Pegida es geschafft hat, die Systemfrage wieder auf die Tagesordnung zu setzen,“ sagte er. […] Er bestätigte ein Treffen der Pegida-Gruppe mit sechs Dresdner CDU-Abgeordneten am 28. Januar im Landtag. Dieser Zusammenkunft folgten weitere Gespräche, unter anderem auch mit Sachsens Innenminister Markus Ulbig und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz. […]

Sonntag, 8. März 2015

Don Camillo und Don Camillo


Der Papst ist genauso wenig eindeutig Argentinier wie Obama ein Schwarzer ist.
Obama ist halb und halb, 50:50. So wie man ihn aufgrund eines Elternteil als „schwarz“ betrachtet, könnte man ihn auch aufgrund des anderen Elternteils als „weiß“ ansehen.
Der Papst-Vater José Mario Francisco Bergoglio ist Italiener und stammt aus der piemontesischen Ortschaft Portacomaro nahe Asti. Jorge Mario Bergoglio spricht italienisch als Muttersprache und hatte immer einen Italienischen Pass.
Des Papstes Verhalten auf seine vermeidlich exotische Herkunft zu schieben ist also nicht ganz richtig.

Ich meine Franzl könnte seine hemdsärmelige Art auch von seinem Vater José Mario Francisco geerbt haben.
Fußballverrückt, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und bei Meinungsverschiedenheiten gibt es gleich eins auf’s Maul.


Die Ähnlichkeiten zu Giovannino Guareschis Priesterfigur „Don Camillo“ sind sicher kein Zufall.
Guareschi (* 1. Mai 1908 in † 22. Juli 1968) gehört zur selben Generation wie Franziskus‘ Vater José Mario Francisco und wurde nur ein paar Dörfer weiter im norditalienischen Fontanelle di Roccabianca geboren.
Wie in den Don Camillo und Peppone-Romanen prägten auch die Bergoglios die Auseinandersetzungen zwischen Kommunisten und Faschisten.

Don Camillo Tarocci und Bürgermeister Giuseppe Bottazzi, genannt Peppone, sind in den Guareschi-Büchern in einem fiktiven Dorf in der norditalienischen Po-Ebene angesiedelt. Sie kennen sich durch ihre Partisanenzeit und dem gemeinsamen Kampf gegen die Mussolini-Faschisten.
Nach dem Ende des rechtsradikalen Regimes ringen sie maximal ruppig um die sozialen Fragen des verarmten Dorfes.

Franzikus benimmt sich ganz ähnlich, wenn er lustig daher plaudert, wie er jemand umrockern würde, der seine Mutter beleidigt oder freudig erregt erzählt wie schön es ist Kinder zu schlagen.


Ein Satz heiße Ohren war auch immer das Rezept von Giovannino Guareschis Don Camillo.

Italien eben.

Don Massimiliano Pusceddu, Exorzist und Kaplan der italienischen Staatspolizei, ist ebenfalls ein Mann nach Bergoglios Zuschnitt. Als ehemaliger Italienischer Boxchampion ist er es wirklich nicht gewöhnt die andere Wange hinzuhalten, sondern teilt ordentlich mit den Fäusten aus.
So ein kampferprobter Geistlicher eignet sich natürlich am besten dazu, auch in vorderster Front den Kampf gegen Satan und seine Dämonen aufzunehmen.

 Der Teufel lauert immer und überall. Da muß man sich zu helfen wissen.
Massimiliano Pusceddu:

"Es muss erst einmal eines klar gestellt werden: wenn man mit dem Teufel zu tun hat, gibt es nichts zu scherzen. Deshalb hat die Aufmerksamkeit der Kirche dem Bösen gegenüber nie nachgelassen.“
[…] Seit einiger Zeit werden innerhalb der katholischen Kirche wieder mehr Exorzisten ausgebildet und eingestellt. Das gilt vor allem für italienische Diözesen. Erst kürzlich wurden in der Diözese Neapel drei neue Exorzisten ernannt. In Mailand waren es sogar sechs neue Teufelsaustreiber auf einmal. Ähnliche Zahlen kommen auch aus zahlreichen anderen italienischen Diözesen. Insgesamt sind in ihnen mehr als 250 ausgebildete Exorzisten im Einsatz. Vor einigen Jahren war es nur die Hälfte.
Gabriele Amorth weiß, warum das so ist. Der 88-jährige Priester, der heute in einem römischen Altersheim lebt, gilt immer noch als Doyen der katholischen Exorzisten. 1990 gründete Amorth, der nach eigenem Bekunden rund 50.000 Teufelsaustreibungen vorgenommen hat, die Internationale Exorzistenvereinigung:
"Es gibt ja auch Parawissenschaften und die Kirche hat diesen Aspekt viel zu lange ausgeklammert. Es gab eine Zeit, die gar nicht mal so lange zurückliegt, da hat die katholische Kirche alles, was mit Exorzismen zu tun hatte, ins Abseits stellen wollen. Das hat sich radikal geändert. Vor allem unter Benedikt XVI. hat sich die Idee eines quasi wissenschaftlichen Umgangs mit Teufelsaustreibungen in der Kirche durchgesetzt. Es ist eine - sagen wir - moderne Vorstellung von Exorzismus."
[…] "Heute findet sich der Teufelskult an immer mehr Orten in der Gesellschaft. Sogar im Kirchenstaat. […]  Italien weist mit über 500 Satanssekten eine besonders hohe Anzahl solcher Gruppierungen in Europa auf. […]

Und wie kommt der Teufel zu den Menschen?
Durch das Weib! Weil es schwach um Glauben ist!
Das hat schon Heinrich Kramer im Malleus Maleficarum (Hexenhammer) bewiesen.

Als Polizeikaplan Pusceddu Ende letzten Jahres zu einem Ehekrach in seiner Pfarrei Vallermosa gerufen wurde, zog er gleich die Knarre und hielt den Streitenden den geladenen Revolver an den Kopp.

Weil er einen Ehestreit mit der Pistole geschlichtet haben soll, ermittelt die italienische Staatsanwaltschaft gegen einen katholischen Priester auf Sardinien.

Samstag, 7. März 2015

Drei Deutsche Doofe!


Deutschland hat bekanntlich im 20. Jahrhundert mehrfach weltweite Verbrechen und Desaster angezettelt, die Zig Millionen Menschenleben kosteten und bis heute unübertroffen sind.
1945 war Deutschland, nachdem es unter anderem Europa auch ökonomisch total ausgeraubt hatte nicht nur zerstört und demoralisiert, sondern auch pleite.
Eine Buchempfehlung dazu ist Götz Alys „Hitlers Volksstaat“ von 2005.
Mit dem Werk habe ich vor zehn Jahren erstmals damit begonnen mich auch mit diesem Aspekt der NS-Diktatur zu beschäftigen. Ja, natürlich wußte ich von den Arisierungen, aber vorher hatte ich nie so ausführlich Deutschland als Raubstaat analysiert bekommen.
Nach Kriegsende war Deutschland wirtschaftlich so am Boden, daß von 1948 bis 1952 das European Recovery Program (bekannt als „Marshallplan“) in Kraft trat. In diesen Vier Jahren pumpten allein die USA nach heutigem Wert rund 130 Milliarden Dollar über den Atlantik.
Deutschland wurde das gewährt, was man heute einen „Schuldenschnitt“ nennt.
Bis heute hat die Bundesrepublik Deutschland zwangseingetriebene Kredite aus Griechenland nicht zurückgezahlt.

Bekanntlich hat Deutschland aber auch schon wieder weit über zwei Billionen neue Schulden angehäuft.
Es gibt verschiedene Berechnungen; meist wird auf die des Bundes der Steuerzahler verwiesen.
 Demnach wachsen Deutschlands Schulden PRO SEKUNDE um 175 Euro und betragen derzeit rund 2.050 Milliarden Euro = 2.050.000 Millionen Euro = 2.050.000.000.000 Euro.
Das entspricht rund 25.000 Euro pro Kopf.
Zurückgezahlt wird das sicherlich nie, denn Schulden sind auch etwas Gutes. Darauf werden Zinsen gezahlt und von den Zinsen leben diejenigen, die behaupten ihr Geld arbeite für sie. Von den Schulden leben auch diejenigen, die eine kapitalgedeckte Rentenversicherung oder eine Lebensversicherung abgeschlossen haben.

Die Schuldenuhr der USA steht gegenwärtig bei etwa 18,5 Billionen Dollar, also bei 57.000 Dollar pro Kopf und wächst um 34.000 Dollar pro Sekunde.
Das entspricht 17 Billionen Euro. 17.000 Milliarden = 17.000.000 Millionen = 17.000.000.000.000 Euro.

Griechenland hat rund 300 Milliarden Euro Schulden.
Das sind etwa 15% der Deutschen Schulden.
Das sind knapp 2% der amerikanischen Schulden.

Die Griechen werden diese vergleichsweise mickrigen 300 Milliarden vermutlich nie zurückzahlen können. Genauso wenig wie Deutschland oder Amerika ihre Schulden jemals loswerden.

Dabei arbeiten die Griechen hart.

"Es geht auch darum, dass man in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht früher in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen - das ist wichtig. Wir können nicht eine Währung haben und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen."

Anders als Merkel und die BILD einst behaupteten, sind „die Griechen“ in jeder Hinsicht fleißiger als die Deutschen.

Griechen arbeiten pro Jahr und Person 2.034 Stunden und sind somit die fleißigsten Europäer. Die Deutschen kommen lediglich auf 1.393 Stunden und sind damit zusammen mit den Holländern die faulsten Europäer nach OSZE-Zahlen.

That said, komme ich zu drei Zitaten von Deutschen Doofen.

Da ist zunächst der CSU-Generalsekretär Scheuer, der selbst zu doof dafür war eine Promotionsschrift vorzulegen und stattdessen einen „Kleinen Doktor“ aus Prag fälschlicherweise als „Dr.“ führte.
Er hat aber eine Meinung zum weltweit anerkannten Ökonomie-Professor Varoufakis, der in drei verschiedenen Kontinenten Professuren innehatte:

“Und ich rate dem Herrn auf dem flotten Motorrad seine frechen Forderungen einzustellen, sonst riskiert er einen Totalschaden für unser Land…
Den griechischen Halbstarken, liebe Froinde, mit dem heraushängenden Hemd, sage ich: Hemd rein, Gürtel enger schnallen. Die Zeit der Feten mit griechischem Wein ist vorbei. Jetzt wird endlich gearbeitet.”

Parteichef Seehofer kümmerte sich noch nie um Fakten und gibt ebenso gerne den xenophoben Stammtischtäter.
Während in Deutschland die rassistischen Übergriffe auf Flüchtlinge stark zunehmen und TÄGLICH drei antisemitische Straftaten verübt werden, gibt Crazy Horst den Nazis Zucker.

"Wir sind nicht das Sozialamt für die ganze Welt", sagte Seehofer. Er spielte damit auf die Flüchtlinge aus Kosovo an, die aus seiner Sicht nach Deutschland kommen, um sich in der sozialen Hängematte auszuruhen.

Der dritte Sympath des Tages kommt aus Seehofers Schwesterpartei CDU.
Volkswirt Klaus-Peter Willsch (*28.02.1961 in Bad Schwalbach), evangelisch, verheiratet, 5 Kinder, seit 1998 als Hinterbänkler für die rechte Hessen-CDU im Bundestag, Vorstand der Stiftung für politische und christliche Jugendbildung e.V., Meckenheim, brillierte ebenfalls mit einer sehr sachlichen Einschätzung der neuen griechischen Regierung.

Den Abweichlern in der Union gab der CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch eine Stimme und plädierte erneut für einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. "Schauen Sie sich Tsipras an, schauen Sie sich Varoufakis an: Würden Sie von denen einen Gebrauchtwagen kaufen? Wenn die Antwort darauf Nein ist, dann stimmen Sie auch mit Nein heute. Das Elend wird weitergehen", sagte Willsch.